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vom Verein

Feste feiern in urigen Höfen


Bei Paella, Maubich und Birnenbränden kamen viele Menschen zusammen

Am dritten Tag der Feierlichkeiten „1000 Lantesche Jahre“ standen die Gäste von auswärts im Vordergrund. Da präsentierte sich Dorf von seinen besten Seiten, denn zahlreiche Höfe, von denen einige oftmals nicht zu sehen sind, hatten ihre Tore geöffnet und boten bunte Programme an.

Mario Fuchs vom Autohaus Fuchs erklärt sein Rennauto interessierten Gästen. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Petra und Peter-Josef Schütz (von links) stellen ihre Produkte und Sonderdestillate aus der Eifeldestillerie vor.

In der ehemaligen Brennerei Fuchs, in der jetzt ein Autohaus beheimatet ist, informierte Mario Fuchs unter dem Stichwort „Lantershofen im Rennen“ über seinen persönlichen Rennerfolge, aber auch über die Möglichkeiten für Kinder, im Rennsport tätig zu werden. Dazu gab es leckeren Döppekooche. Gleich nebenan bei Christel Wronka wurde gesunden, der Chöre des MGV Cäcilia hatten hierhin zum offenen Singen eingeladen.

Alt-Tambourcorps-Leute haben nichts verlernt: schmissige Marschmusik aus dem Junggesellen-Repertoire haben sie allemal noch bestens drauf.
In der Eifeldestillerie sind die Junggesellen-Schützen mit einer tollen Ausstellung zu Gast.

Zwei Häuser weiter drehte sich bei Christian Althammer alles um den Weinbau, alte und neue Gerätschaften wurden präsentiert, ins Glas gab es bei sommerlichen Temperaturen kühle Weine von der Ahr. Gleich neben der Küche hatte Reinhard Schütz seinen urigen Bauernhof geöffnet, mit Unterstützung des Tischtennisvereins TTC Karla gab es hier eine riesige Pfanne Paella, die Antonio Lopez aus Remagen gestiftet hatte. Die 70 Portionen waren schnell vergriffen. Und im Hof Scholl wurden die Besucher mit Knobi-Brot und Sekt begrüßt, um sich anschließend in der dortigen Kreativwerkstatt anschauen zu können, was dort die Woche über getöpfert und gebastelt wird.

Bei Christian Althammer (rechts) im Hof geht es um den Weinbau an sich und seine gekühlten Produkte.
Im Hofe Wronka treffen sich Musik, Geselligkeit und Gesang nach dem Motto: Es singe, wem Gesang gegeben.

Musik gehörte natürlich auch zum Fest, dass zahlreiche Besucher anlockte. Im Hof der Eifeldestillerie waren die Junggesellen-Schützen zu Gast, die ein eigenes Tambourcorps unterhalten. Das konzertierte ebenso, wie das Corps der befreundeten Junggesellen aus Ahrweiler. In einer selten zu sehenden Ausstellung waren traditionelle Dinge der Gesellschaft, Uniformen, Königssilber oder Offizierssäbel zu sehen, dazu ließ man es sich bei Birnen-Quiche oder Maubich gutgehen.

Im Hof der Kreativwerkstatt Scholl bieten Marianne und Menn Scholl neben Infos zur Werkstatt auch Knobi-Brot und Sekt an.
Zwischendrin startet um 15.00 Uhr der 1. Grafschafter Birnenlauf mit weit mehr als 150 Läuferinnen und Läufern.

Am längsten geöffnet hatte der Hof von Heinz Schütz am östlichen Dorfrand, wo die Musikfreunde Lantershofen mit ihren Gästen, der Orchestervereinigung Calmbach aus dem Schwarzwald, um die Wette und gerne auch kombiniert Konzerte gaben. Hier saß man bis spät in den Abend beisammen.

Vor dem Hof Renate und Heinz Schütz hat Nachbar Matti Jüris seinen alten Hanomag-Traktor dekorativ aufgestellt.
Mächtig legt sich auch die Orchestervereinigung Calmbach aus dem Schwarzwald musikalisch und gesellig ins Zeug. Hofherr und -frau Heinz und Renate Schütz klatschen begeistert Beifall.

Proppenvoller Winzerverein begab sich auf musikalische Zeitreise


Die Musikfreunde auf musikalischer Zeitreise mit ihren Gästen. Foto: Klaus Schmidt.

Musikfreunde Lantershofen boten Blasorchestersound der Extraklasse

Es ist längst kein Ereignis mehr, dass sich „nur“ auf Lantershofen fokussieren lässt, zieht es doch ein Publikum aus der näheren und weiteren Umgebung an. Die Rede ist vom immer wieder neue Rekorde aufstellenden Frühlingskonzert der Musikfreunde Lantershofen. Wie schon im vergangenen Jahr, als man den britischen Inseln eine musikalische Hommage verehrte, war das Konzert auch 2019 ein Zuschauer – oder besser Zuhörer – Magnet. Und wenn Lantershofen schon das tausendste Jubiläum seiner ersten urkundlichen Erwähnung feiert, geht das auch an den Musikfreunden nicht spurlos vorbei. Grund genug also, dem mit mehr als 250 Gästen proppenvollen Winzerverein eine musikalische Zeitreise zu bieten, die es im wahrsten Sinne des Wortes in sich hatte. Es war Blas- und Orchestermusik auf Top-Niveau, modern, jedoch ohne klassische Einschläge zu verdecken und dazu noch extrem abwechslungsreich.

Wo sonst bekommt der geneigte Musikfan schon die ungewöhnliche und vor allem nie langweilige Mischung aus Film-Soundtracks („The Flintstones“, „1492 – Conquest of Paradise“), Schlager („Dschingis Khan“), irisch/britischen Traditionals („Celtic Ritual“, „History of Hamstede“) und sogar lupenreinem Rock („Leningrad“/Billy Joel, „Wind of Change“/Scorpions, „Made in Germany“/u.a. Klaus Lage/Wolfgang Niedecken) im harmonischen Zusammenspiel zahlreicher Instrumente auf die Ohren? Kein Wunder also, dass das Publikum reichlich mitsang und mitklatschte. Unter dem wie immer umsichtigen und erfahrenen Dirigat von Manfred Sebastian musste auch auf Klassiker wie „Toccata in D Minor“ (Johann Sebastian Bach) und „Erzherzog Albrecht Marsch“ nicht verzichtet werden. Als dann im Zugabenteil der von Manfred Sebastian eigens für Blasorchester arrangierte „Lantershofener Marsch“ den Winzerverein rockte, hielt es das begeisterte Auditorium eh nicht mehr auf den Plätzen.

Darüber hinaus hatte das Konzert nicht „nur“ Musik, sondern auch einiges an „Drumrum“ zu bieten: In der „Lantesche Küche“ gab es Deftiges auf den Teller und beim Birnenschnaps-Tasting wurde eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass das Lantershofener Nationalobst zu Hochprozentigem gebrannt nochmal so gut schmeckt. Passend zur Jahreszeit hatten Ludwig Klein und Franz-Josef Etten im Saal noch einen schmucken Maibaum gestellt – „ganz traditionell mit Micken“, wie die Musikfreunde augenzwinkernd attestierten.

Frühlingskonzert der Musikfreunde Lantershofen e.V.


Die Musikfreunde Lantershofen e.V. laden zum Frühlingskonzert. Fotomontage: Manfred Sebastian.

Das Frühlingskonzert der Musikfreunde Lantershofen findet in diesem Jahr im Rahmen der 1000-Jahr-Feier des Dorfes statt. Die Musikauswahl lädt zu einer musikalischen Zeitreise beginnend in der Steinzeit, über die Kelten und Römer bis in 21. Jahrhundert ein. Passend zur Musikauswahl bieten die Musikfreunde auch kulinarisch einige Leckereien unter dem Motto „Lantesche Küche“ an. Da Lantershofen sich selbst als „das Birnendorf“ bezeichnet, wird dieses Obst als Kochzutat eine große Rolle spielen. So wird es unter anderem einen deftigen Eintopf „Birnen/Bohnen/Speck geben. Bei einem „Birnengeist-Tasting“ wird eine Auswahl verschiedener hochwertiger Birnenbrände zu probieren sein. Das Konzert findet am Samstag, dem 11. Mai im Saale des Winzervereins in Lantershofen statt. Der Saal öffnet sich für hungrige Besucher bereits um 17:00 Uhr. Der musikalische Teil startet um 19:00 Uhr. Die fast 80  Musiker des Vereins freuen sich auf ihren Besuch und hoffen auf ein volles Haus.

Maibegrüßung und offenes Singen


Maiansingen der Lantershofener Chöre und frühlingshafte Blasmusik der Musikfreunde, hier im Jahr 2010. Foto: Thomas Schaaf.

Einen Dorfmaibaum wird es in diesem Jahr in Lantershofen nicht geben, was die Bevölkerung aber nicht hindern soll, andere Bräuche rund um den 1. Mai durchzuführen. So wird der Wonnemonat von den Lantershofener Chören und Musikanten am 30. April musikalisch begrüßt. Das „Ständchen“ findet um 19:30 Uhr vor der Lambertuskirche statt. Danach lädt die Bürgervereinigung in den Winzerverein ein, wo die musikalische Einstimmung bei kühlen Getränken fortgesetzt wird, und zwar mit einem offenen Singen. Jeder ist willkommen, der Eintritt ist frei.

Harmonische Generalversammlung der Musikfreunde


Der neue Vorstand (v.l.): Zeugwartin Alena Utzel, Jugendwart Markus Winterhagen, Schriftführerin Esther Sebastian, 1. Vorsitzender Hubertus Feist, Kassierer Jürgen Holzapfel, 2. Vorsitzende Vera Häckel (es fehlt Notenwartin Petra Schüller). Foto: Sabine Franken.

Am vergangenen Sonntag hatte die Vereinsführung zur jährlichen Generalversammlung in die Mehrzweckhalle Lantershofen eingeladen. 45 Vereinsmitglieder folgten der Einladung des Vorsitzenden. Nachdem mit einer Schweigeminute den im letzten Jahr verstorbenen Vereinsmitgliedern gedacht wurde, ging man zur Tagesordnung über. Der Vorsitzende Hubertus Feist erstattete einen umfassenden Bericht über die Vorstandstätigkeit des vergangenen Vereinsjahres. Es folgte der Bericht der Schriftführerin Esther Sebastian, die das verflossene Jahr in humoriger Weise Revue passieren lies. Kassierer Jürgen Holzapfel stellte seinen Kassenbericht vor. Die beiden Kassenprüfer Yvonne Knieps und Johannes Dengg stellten ein einwandfreie Führung der Vereinskasse fest und beantragten die Entlastung des Vorstandes, die vom Auditorium erteilt wurde.

Die in diesem Jahr turnusmäßig  neu zu wählenden Vorstände waren der 2. Vorsitzende, der Schriftführer, der Notenwart und der Jugendwart. Heinz Schütz, der wegen Krankheit an der Versammlung nicht teilnehmen konnte, hatte schriftlich erklärt, dass er für das Amt als 2. Vorsitzenden nicht mehr zur Verfügung stehe. Der Vorsitzende schlug Vera Häckel als Wahlkandidatin vor. Da sich keine weitere Person zu Wahl stellte, konnte die Wahl per Akklamation erfolgen. Vera Häckel wurde einstimmig gewählt. Als Schriftführerin wurde Esther Sebastian vom Vorstand  zur Wiederwahl vorgeschlagen. Da kein Gegenvorschlag vorlag, wurde sie ebenfalls einstimmig per Akklamation für die nächsten zwei Jahre im Amt wiedergewählt. Mit Klaus Engels schied in diesem Jahr der langjährige Notenwart des Vereins auf eigenen Wunsch aus der Verantwortung und stellte sich nicht mehr zur Wahl. Der Vorsitzende schlug Petra Schüller als Nachfolgerin vor. Frau Schüller konnte aus zeitlichen Gründen zwar nicht persönlich an der Versammlung teilnehmen, hatte aber im vor hinein ihr Einverständnis zur Kandidatur schriftlich bekundet. Sie wurde ebenfalls einstimmig gewählt. Der amtierende Jugendwart Markus Winterhagen wurde ebenfalls zur Wiederwahl vorgeschlagen und einstimmig im Amt bestätigt. Als Kassenprüfer wurden Yvonne Knieps und Johannes Dengg gewählt.

Nach eingehenden Diskussionen beim Punkt Verschiedenes endete die Generalversammlung um 13.30 Uhr. Das traditionelle Frühlingskonzert des Vereins findet am Samstag, dem 11. Mai um 19:00 Uhr im Winzerverein Lantershofen unter dem Titel „1000 Lantesche Jahre, eine musikalische Zeitreise“ statt. Der Verein freuet sich schon jetzt auf ein volles Haus.

Karneval wie vor 50 Jahren und dennoch hochmodern


Karneval wie vor 50 Jahren? Ja, das geht, wie man in Lantershofen am Samstag eindringlich unter Beweis stellte. Denn die dortige Kappensitzung im ausverkauften Winzerverein bot wieder einmal alles, was zu einer solchen Sitzung gehört: Garden, Tollitäten, Musik, Männerballett und vor allem eines: Rednerinnen und Redner. Und das alles unter dem abgewandelten Jubiläumsjahr-Motto „1000 Jahre jeck und jung.“ Statt eines Karnevalsvereins hatten Junggesellen-Schützen und Musikfreunde eingeladen, letztere sorgten den ganzen Abend für den guten musikalischen Ton.

Sitzungspräsident Erich Althammer eröffnet die Kappensitzung unter dem Motto "1000 Jahre jung und jeck. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Grafschaft-Bürgermeister Achim Juchem trifft dienstlich bedingt etwas später zur Sitzung ein, hatte mit Gattin Edeltraut aber schon an der Saaltür seinen Spaß.

Es war in erster Linie ein Festival der Büttenredner, dass den bestens gelaunten Gästen da präsentiert wurde. Und es war eine Sitzung, die in hohem Maße von Dorf eigenen Kräften gestaltet wurde. Zahlreiche Redner brachten ihre Vorträge aus der Bütt dazu in Reimform darf. Wie Karl-Heinz Schweinheim, der als Berichterstatter vom Ortsbeirat das Gremium auf der Suche nach Wertschöpfung und Zukunftsperspektiven begleiten durfte – nicht ohne Blick zurück. „Lantesche war mal ein schöner Ort, denn fünf Brennereien gab es dort.“ Politisch unkorrekt, karnevalistisch aber sehr korrekt beleuchtete er, was man sich sonst nur hinter vorgehaltener Hand erzählt.

Kinderprinz Kilian I. (Jüris) aus Sinzig besucht mit Prinzessin Susanna und dem Hofstaat den Saal im Herkunftsdorf seines Vaters.
Redner Kai Kramosta nimmt auch auf Gummibärchen und den Bürgermeister aktuellen karnevalistischen Bezug.

Ebenso kritisch nahm der mittlerweile 81-jährige Rolf-Dieter Schmitz die Lantershofener ins Gebet. Als „Gutenberg“ machte er klar, was er so druckt und was ihn drückt: „Pastor Burg lässt Lantershofen gerne aus, doch dafür gibt’s das Studienhaus.“ Und so forderte der „Gutenberg“ In Zeiten von Mauerbauplänen in den fernen USA den Abriss der Mauer, die ums Studienhaus auf Burg Lantershofen gezogen ist.

Dessen Leitung, Regens Volker Malburg und Subregens Philip Peters, gehören ebenfalls zum jecken Inventar in Lantershofen. Ihre Bühnenvorträge sind legendär. Dieses Mal wagten sie den Blick in die Zukunft: der Regens mit Rollator leitet besagtes Studienhaus schon 43 Jahre. „Dass ich hier bleiben durfte, war meine Beförderung.“ Auf Besuch kam der Subregens, auch schon 76 Jahre alt. Beide feierten in weiter Zukunft das Fest „3000 Jahre Lantershofen“, berichteten sie doch von Ausgrabungen, bei denen ein „Lantesche Maubichkuchen“ aus dem Jahr 941 vor Christus gefunden wurde. „Das Alter war gar nicht so einfach zu bestimmen, denn der Maubich sieht frisch genauso aus.“

Eine Horde Freibeuter, Väter mit ihren Töchtern, führen verschiedenste räuberische Tänze vor.
Gaby Fabritius stellt sich in der Bütt als jung gebliebenes älteres Mädchen "Maria Funke“, als Funkemariechen vor.

Gaby Fabritius, ebenfalls seit vielen Jahren Bütten-As im Birnendorf, kam als jung gebliebenes „Mädchen Maria Funke“ daher, besser: als Funkenmariechen. Sie machte klar: „Ich hann noch Kraft, stohn voll em Saft.“ Getreu ihrer Kernaussage „Mer hätt e Rääch esu jät schönes zu sehn“, holte sie die ganze Ahrweiler Möhnenschar im Mariechenkostüm auf die Bühne, wo dann ein etwas anderer Mariechentanz präsentiert wurde. „Doll und Döllchen“ waren in diesem Jahr in einer Person vereint, Gerda Doll trat alleine vors Publikum, weil die Tochter wegen zahlreicher Verkehrsdelikte im Knast sitze. Also machte die Mama klar, dass Lantershofen boome: „Alle wollen hier wohnen.“ Und darum muss im Dorf was fürs Klima getan werden, forderte sie die Pflanzung von 1000 Mammutbäumen zwischen den ganzen Birnbäumen im Ort.

Bürgermeister Achim Juchem, dem Redner Kai Kramosta unterstellte, den ganzen Kofferraum voller Gummibärchen zu haben, nahm die Anregung dankend auf. Schließlich trat auch noch der „Doktor von Mayen“, Werner Blasweiler ans Mikrofon und sprach übers gleiche Zeitverständnis von Mann und Frau: „Wenn sie im Bad sagt, sie sei gleich fertig, dauert das genauso lange, wie sein Ausspruch in der Kneipe, er komme gleich heim.“

Karl-Heinz Schweinheim führt nach seiner Büttenrede mit Sitzungspräsiden Erich Althammer ein Zwiegespräch über Geld fort.
Die Truppe „Blue Velvet“ aus Bad Bodendorf feiert tänzerich „Karneval im All“.
Gerda Doll tritt in diesem Jahr ohne Döllchen an und fordert, 1000 Mammutbäume zwischen die Birnbäume zu pflanzen.
Prinz Jens I. (Bauer) vom Studienhaus St. Lambert lässt es auch gesanglich mit seinen Mitstudenten einschließlich Subregens krachen.

Es gab aber nicht nur Büttenreden in Lantershofen. Auch Tollitäten waren zu Gast. Kinderprinz Kilian I. aus Sinzig mit seiner Prinzessin Susanna kam, weil Kilians Vater doch als waschechter „Lantesche Jong“ auch lange Sitzungspräsident war. Die Ahrweiler Karnevalsgesellschaft brachte die tanzende Stadtgarde und Prinzessin Marlis mit. Beim Gesang von Prinz Jens I. (Bauer) vom Studienhaus St. Lambert ging buchstäblich die Post ab.

Prinzessin Margit von der Ahrweiler Karnevalsgesellschaft bringt den Saal mit der tanzenden Stadtgarde in Wallung und zum Schunkeln.
Rolf-Dieter Schmitz nimmt als "Gutenberg" vieles im Dorf geistreich und humorvoll aufs Korn.
Das Ouzo-Duo Dany Celner und Lefti Salomidis tanzen mit Lantesche Aushilfsballetttänzern in der Mitte Sirtaki.
Alt-Regens Volker Malburg zeigt dem Alt-Subregens Philip Peters einen ausgegrabenen Maubichkuchen von 941 vor Christus: "Maubich sieht frisch genauso aus.".
Als Gesangsduo reißen die beiden jecken Regenten den kompletten Saal mit.
Jahrtausendelfen schließen den langen Karnevalsabend mit ihren grazilen Bewegungsversuchen ab. Männerballet so jung, jeck und frisch wie damals.

Die vom Tambourcorps der Lantershofener Junggesellen-Schützen traditionell eröffnete und von Erich Althammer moderierte Sitzung sah eine Horde Väter mit ihren Töchtern, die als „Freibeuter“ eine ganze Reihe verschiedenster Tänze zeigten. „Hamlet oder Schwanensee?“ war die Frage der beiden Pantomimen vom Ouzo-Duo (Dany Celner und Lefti Salomidis). Die Showtänzerinnen „Blue Velvet“ aus Bad Bodendorf nahmen das Publikum schließlich zum „Karneval im All“ mit. Und als krönenden Abschluss erlebte Lantershofen die Auferstehung des vor gut zehn Jahren erfolgreichen Männerballetts der recht filigran wirkenden „Jahrtausendelfen.“

Allerlei Karneval


Kappensitzung, Kinderkarneval und Zuganmeldung

Zur Kappensitzung in den NEUEN Winzerverein Lantershofen laden die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“ und die Musikfreunde Lantershofen als gemeinsame Veranstalter am Samstag, 16. Februar, ab 18:11 Uhr ein. Beide Vereine gaben jetzt bekannt, dass die Sitzung nach dem Vorverkaufsabend Anfang Januar ausverkauft ist.

Zum Kinderkarneval am Sonntag, 17. Februar 2019 lädt der Förderverein Katharinchen e.V. ebenfalls in den NEUEN Winzerverein ein. Die Veranstaltung beginnt um 15.11 Uhr. Neben den Kindern treten die Ringener Wendböggele mit zwei Gruppen, die LA-Freibeuter, das Duo Chris & Andi und die KG Rot-Weiß Bachem auf. Danach geht die Kinderdisco ab.

Die Veranstalter des Lantershofener Karnevals, Musikfreunde und Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“, laden alle Narrengruppen aus der Grafschaft und darüber hinaus ein, den Abschluss der diesjährigen Session gemeinsam in Lantershofen zu feiern und beim Veilchendienstagszug mitzumachen. Der Zug startet am 5. März um 14:11 Uhr und wird eine gute Stunde lang durch Lantershofen ziehen. Anschließend wird es im Winzerverein Lantershofen eine finale After-Zoch-Party mit DJ-Musik und der letzten Möglichkeit, noch einmal Karneval zu feiern, geben. Wer am Zug teilnehmen möchte, wird gebeten, sich bei Zugleiter Leo Mattuscheck (02641/25479, leo.mattuscheck@t-online.de) anzumelden:

Nachruf der Musikfreunde für Norbert Nikelowski


Norbert Nikelowski machte Musik für Lantershofen. Foto: Thomas Schaaf.

Norbert Nikelowski ist tot. Die Musikfreunde Lantershofen e.V. trauern um einen geschätzten Musikkameraden, der mehr als 30 Jahre lang ein fester und verlässlicher Bestandteil unseres Orchesters war. Seine Leidenschaft galt als Musikpädagoge den Holzblasinstrumenten. Wir werden sein virtuoses Klarinettenspiel ebenso vermissen wie seine prägnante Art, dem Bariton-Saxophon im Ensemble Gehör zu verschaffen. Vielen Holzbläsern im Verein stand er mit Rat und Tat zu Seite, nie aufdringlich oder belehrend, mit einer Qualität, die ihn als studierten Musiker auswies. Dennoch hat er uns immer den Eindruck vermittelt, dass er die Gemeinschaft mit uns Hobbymusikern genossen hat. Mit seiner persönlichen, offenen, aber auch einfühlsamen Art hat er besonders bei unserer Probenarbeit häufig dazu beigetragen, Impulse zu setzen und die Musikqualität des Orchesters zu verbessern. Wir verlieren einen Freund, er wird in unseren Reihen eine Lücke hinterlassen. Was bleiben wird, ist die Erinnerung, eine schöne Erinnerung. Unsere Gedanken sind in der Stunde des Abschieds bei seiner trauernden Familie.