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vom Verein

Karneval: Ticketverkauf am 3. Januar


Auf der Großen Kappensitzung geht es hoch her am Samstag, 8. Februar 2020. Kartenverkauf ist am 3. Februar im Winzerverein. Foto: Thomas Schaaf.

Lantershofen geht aufs Ganze

Das Jubiläum „1000 Lantesche Jahre“ ist vorüber, eine allerletzte Veranstaltung wird es am 10. Januar geben. Dass die Lantershofener jetzt bin ein tiefes Veranstaltungsloch fallen, ist nicht zu befürchten. Ganz im Gegenteil: „Lantesche jet op et janze un löt de Poppe danze“ lautet das Motto zur neuen Karnevalssession. Die ausführenden Vereine, Musikfreunde und Junggesellen-Schützen-Gesellschaft wollen im wahrsten Sinne des Wortes die Puppen tanzen lassen, wenn am Samstag, 8. Februar, ab 18:11 Uhr die Kappensitzung im Saal des Winzervereins den Auftakt ins närrische Programm bildet. Sitzungspräsident Erich Althammer und seine Elferratspuppen erinnern dann an ein neuerliches Jubiläum, nämlich „60 Jahre Kermit der Frosch“ und stellen an diesem Abend den Bezug zum Birnendorf Lantershofen her. Auf der Bühne und in der Bütt tummeln sich heimische und sogar kölsche Kräfte und reizen die Lachmuskeln.

Tags darauf gehen die Puppenspiele weiter, dann bittet der Förderverein Katharinchen des Kindergartens ab 15:11 Uhr zum närrischen Kinderkarneval mit jeder Menge Spiel und Spaß für die jüngsten Narren. Am Karnevalssamstag, 22. Februar, startet dann zum dritten Mal ab 20:11 Uhr die Karnevals-Jukeboxparty mit dem vom SWR bekannten Discjockey Johannes Held. Er sorgt für eine Mischung aus närrischen Gassenhauern und den größten Hits aller Zeiten, die Tanzfläche dürfte von der ersten Minute an gefüllt sein. Abschluss ist dann am Dienstag, 25. Februar, ab 14:11 Uhr der Veilchendienstagszug durch den Ort, dem sich im Winzerverein die After-Zoch-Party anschließt.

Der Vorverkauf für die Kappensitzung findet am Freitag, 3. Januar, ab 19:30 Uhr im Winzerverein statt. Karten kosten im Vorverkauf zehn Euro, sollte es zur Sitzung noch eine Abendkasse geben, kostet der Eintritt dann zwölf Euro. Tickets für die Jukeboxparty kosten im Vorverkauf 6,50 € und sind bei Kulturlant erhältlich. Wer am Veilchendienstagszug teilnehmen möchte, meldet sich bitte vorab bei Leo Mattuscheck, Tel. 02641/25479 an.

Ein Diamant für 30 Jahre am Taktstock


Manfred Sebastian bei den Musikfreunden mit eindrucksvoller Ehrung überrascht

Gerade noch hatte Dirigent Manfred Sebastian beim Weihnachtskonzert „seiner“ Musikfreunde Lantershofen das eigene Licht unter den Scheffel gestellt und meinte: „wer nichts kann, kommt ans Schlagzeug, wer gar nichts kann, macht den Dirigenten“, als ihm der Vorsitzende Hubertus Feist ins Wort fiel. Denn auf Sebastian wartete eine Ehrung, was er als selbsternannter „Ehrungsmuffel“ so gar nicht mag. Da mußte er jetzt durch, denn der Anlass war es wert. Seit 30 Jahren schwingt Manfred Sebastian den Taktstock bei den Musikfreunden. Im Jahr 1989 tauchte er dort als musikalischer Leiter erstmals auf, berichtete Kreismusikverbandsvorsitzender Christoph Schnittker. Hubertus Feist hatte Schnittker die Laudatio auf den Jubilar abgenommen. Das, was Manfred Sebastian musikalisch in Lantershofen geleistet hat, aufzuzählen, wäre allerdings abendfüllend gewesen.

1989 hatte er die musikalische Leitung des damaligen Panikorchesters übernommen. Zum Zeitpunkt der Übernahme schwächelte das Panikorchester und auch das damals noch existierende Tambour- und Fanfarencorps, das aus dem Tambourcorps der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft hervorging. Hier war Sebastian bereits von 1974 bis 1978 Tambourmajor gewesen. Nun wurden Tambour- und Fanfarencorps und Panikorchester zusammengeführt und in „Musikfreunde Lantershofen Panikorchester“ umbenannt. Sebastian prägte den Verein nachhaltig, bildete unzählige Musiker an den verschiedensten Instrumenten, meist Holz- oder Blechblasinstrumente, aus. Nach dem Erreichen eines ausreichenden musikalischen Niveaus animierte er seine Schüler, an D-Kursen des Kreismusikverbandes teilzunehmen, um das musikalische Niveau weiter anzuheben.

Die Traditionskonzerte zu Muttertag und zu Weihnachten hob er aus der Taufe und setzte viele weitere Ideen um. Zuletzt installierte Sebastian die „Bläserklasse für Erwachsene“, die dem Verein quasi über Nacht fast 30 neue Mitglieder bescherte. „Das war eine echte Herausforderung – nicht nur für dich, sondern für uns alle“, so Hubertus Feist, der weiter ausführte: „Über die vielen Jahre hinweg hast du zahlreiche Menschen zum aktiven Musik machen animiert und in den Verein integriert und so in einem wesentlichen Teil zu unserer Dorfgemeinschaft und über deren Grenzen hinaus beigetragen.“

Für seine langjährige Tätigkeit als musikalischer Leiter und Dirigent wurde Manfred Sebastian von der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände mit der Verleihung der Dirigentennadel in Gold mit Diamant geehrt. Die Ehrung nahm Christoph Schnittker vor.

Weihnachten überm großen Teich


Die Musikfreunde Lantershofen begeisterten mit „American Christmas“ fast 400 Gäste

Das hat Tradition in Lantershofen: alljährlich laden die Musikfreunde am vierten Adventssonntag zum Weihnachtskonzert in die Lambertuskirche ein. Die platzt dann in schöner Regelmäßigkeit aus allen Nähten. Das war auch in diesem Jahr nicht anders, es dürften an die 400 Besucher gewesen sein, die den Klängen der fast 80 Musikanten lauschten. Deren Thema war in diesem Jahr „American Christmas“, das Weihnachtsfest in den Vereinigten Staaten und insbesondere die Musik dazu. Nicht nur dieser stand auf dem Programm, auch informative Texte zu Bräuchen, Sitten und Klischees gab es zu hören. Da war von Strümpfen am Kamin die Rede, von Festtagsparaden, Truthähnen auf den Tischen und der von den Händlern deklarierten eigenen Jahreszeit „Weihnachten“, weil dann soviel gekauft wird, wie nie. Die großen Shopping-Malls bauen Eislaufbahnen und eigene Etagen nur für die Kinder, Hausbesitzer übertrumpfen sich derweil gegenseitig mit bunten Lichtern am Haus und im Garten.

Bunt sind auch die Melodien, die zur American Christmas zu hören sind. Es geht fröhlich zu, weniger bedächtig, Tambourin und Rassel bestimmen flotte Rhythmen, Trompetenklänge dominieren. Manch ein Song weckt Erinnerungen an Produkte, weil ihn die Werbeindustrie für sich vereinnahmt hat. „Wonderful Dream“ von John Nettlesbey ist so ein Song, man denkt beim Hören sofort an Amerikas berühmteste braune Brause. Die Musikfreunde übertrugen die US-amerikanische Fröhlichkeit zum Weihnachtsfest, dass wegen des vorangegangenen Erntedankfestes nicht ganz so üppig wie andernorts gefeiert wird, problemlos in die Lantershofener Kirche. Die Masse der Musiker zog zu Ennio Morricones „Here’s to You“ von allen Seiten in die Kirche ein, Dirigent Manfred Sebastian hatte alle Hände voll zu tun, die Musiker im Takt zu halten, weil sie weit verstreut waren. Hubertus Feist begrüßte als Vorsitzender eine üppige Schar von Ehrengästen, und los ging es. „Drivin‘ Home für Christmas“ von Christ Rea oder „Jingle Bells“ ließen das Publikum mit den Füßen wippen. „Winter Wonderland“ oder „Let it Snow“ sorgten für Träume von der Weißen Weihnacht. „Frosty the Snowman“ und „Stop the Cavalry“ als traditionelle US-Weihnachtsmusik oder das Lied von der leuchtenden Nase bei „Rudolf the red-nosed Reindeer“ sind Weihnachts-Klassiker überm großen Teich. Selbst das britische „Last Christmas“ als berühmtester Weihnachtssong der heutigen Zeit schaffte es ins Programm der American Christmas.

Knapp eineinhalb Stunden lang begeisterten die Musiker ihr Publikum, ehe die traditionellen Zugaben „White Christmas“ und schließlich zum Mitsingen für alle „Stille Nacht“ die Einstimmung auf die weihnachtlichen Tage beendeten. Für die Musikfreunde, die sich nach dem Konzert zur Weihnachtsfeier verabschiedeten, gab es stehende Ovationen. Auch das hat Tradition.

Weihnachtskonzert der Musikfreunde am 4. Adventssonntag


Am Sonntag, dem 22. Dezember um 17 Uhr laden die Musikfreunde Lantershofen e.V. zu ihrem traditonellen Weihnachtskonzert am 4. Adventssonntag in die St. Lambertuskirche in Lantershofen ein. Unter dem Motto „American Christmas“ starten die Musiker ihren musikalischen Ausflug über „den großen Teich“ in die USA und stellen mit ihrem Melodienreigen weihnachtliche Musik aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten vor. Hier dominieren leicht swingende Melodien mit jazzigem Einschlag die weihnachtliche Musik. Die Musiker werden wie in jedem Jahr auch die Dekoration der Kirche dem Motto entsprechend gestalten, so dass ein stimmiges Bild der „American Christmas“ entstehen wird. Die mehr als 80 Aktiven des Musikvereins freuen sich auf viele Besucher.

Großer Zapfenstreich im Burghof beendet Jubiläum


Das tausendste Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung Anno 1019 – für Lantershofen Grund genug, gleich ein ganzes Festjahr zu zelebrieren. Ob Neujahrsempfang, großes Jubiläumswochenende mit „offenen Höfen“, Konzerte oder Chronikvorstellung, alles stand unter dem Motto „1.000 Lantesche Jahre“. Doch auch das schönste Jubiläumsjahr geht zu Ende und was passt da besser, als eben jenes Ende mit einem großen Zapfenstreich offiziell zu besiegeln. Der in warmen Farben illuminierte Hof der „Burg“ war Schauplatz dieses auf eine alte Militärtradition zurückgehenden Spektakels, musikalisch geleitet vom Tambourcorps der St. Sebastianus Bürgerschützen-Gesellschaft Ahrweiler unter dem Kommando von Jürgen Schmitz und den Musikfreunden Lantershofen unter dem Dirigat von Manfred Sebastian – jede Menge Gänsehautgefühl inklusive.

Das Tambourcorps der Ahrweiler Bürgerschützen Gesellschaft marschiert auf. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Das Blasorchester der Musikfreunde Lantershofen.

Flankiert vom Pechfackelschein der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, hatte Tambourmajor und Zugführer Jürgen Schmitz seine Mannen perfekt im Griff, alle Kommandos saßen im wahrsten Sinne des Wortes auf den Punkt. Nach dem großen Zapfenstreich ging es mit den zahlreichen Gästen in Richtung Mehrzweckhalle/Feuerwehrhaus, wo Birnengrog und Glühwein bei winterlichen Temperaturen überaus gefragt waren. Warm, ja heiß wurde es jedoch auch von außen, hatte die Feuerwehr doch ein beeindruckendes Höhenfeuerwerk vorbereitet, das den Himmel über Lantershofen in endlos viele bunte Farben hüllte. Dazu spielten die Musikfreunde Lantershofen Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel. Als Hommage an das Ortsjubiläum sorgte eine brennende „Tausend“ für ein perfektes Finale.

Formation angetreten im Burghof des Seminars St. Lambert zum Großen Zapfenstreich.
Manfred Sebastian (l.) von den Musikfreunden leitet den Großen Zapfenstreich zusammen mit dem Ahrweiler Tambourmajor Jürgen Schmitz.

Großer Zapfenstreich und Höhenfeuerwerk


Mit einem „Großen Zapfenstreich“ enden die  Feierlichkeiten „1000 Lantesche Jahre“ zur ersten urkundlichen Erwähnung des Dorfes Lantershofen. Die Musikfreunde Lantershofen und das Tambourcorps der Bürgerschützen Ahrweiler, unterstützt von den Männern der Freiwilligen Feuerwehren aus Lantershofen und Karweiler als Fackelträger, bieten den Bewohnern von Lantershofen dieses eindrucksvolle, eigentlich militärzeremonische musikalische Schauspiel im Innenhof der Burg Lantershofen am Samstag, dem 16.11.2019 um 18:00 Uhr.

Als weiteres Highlight wird ein Höhenfeuerwerk zu sehen sein, welches die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr des Nachbarortes Karweiler den Lantershofener Bürgern gestiftet haben. Passend zum Feuerwerk intonieren die Musikfreunde die Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel, während die Raketen in den Nachthimmel steigen.  Da es aus Brandschutzgründen keine Erlaubnis gab, das Feuerwerk von Dach der Burg aus abzuschiessen, wird dieses vom Dach der Mehrzweckhalle aus geschehen und ein kleiner Umzug von der Burg zur Mehrzweckhalle nötig sein.

Feste feiern in urigen Höfen


Bei Paella, Maubich und Birnenbränden kamen viele Menschen zusammen

Am dritten Tag der Feierlichkeiten „1000 Lantesche Jahre“ standen die Gäste von auswärts im Vordergrund. Da präsentierte sich Dorf von seinen besten Seiten, denn zahlreiche Höfe, von denen einige oftmals nicht zu sehen sind, hatten ihre Tore geöffnet und boten bunte Programme an.

Mario Fuchs vom Autohaus Fuchs erklärt sein Rennauto interessierten Gästen. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Petra und Peter-Josef Schütz (von links) stellen ihre Produkte und Sonderdestillate aus der Eifeldestillerie vor.

In der ehemaligen Brennerei Fuchs, in der jetzt ein Autohaus beheimatet ist, informierte Mario Fuchs unter dem Stichwort „Lantershofen im Rennen“ über seinen persönlichen Rennerfolge, aber auch über die Möglichkeiten für Kinder, im Rennsport tätig zu werden. Dazu gab es leckeren Döppekooche. Gleich nebenan bei Christel Wronka wurde gesunden, der Chöre des MGV Cäcilia hatten hierhin zum offenen Singen eingeladen.

Alt-Tambourcorps-Leute haben nichts verlernt: schmissige Marschmusik aus dem Junggesellen-Repertoire haben sie allemal noch bestens drauf.
In der Eifeldestillerie sind die Junggesellen-Schützen mit einer tollen Ausstellung zu Gast.

Zwei Häuser weiter drehte sich bei Christian Althammer alles um den Weinbau, alte und neue Gerätschaften wurden präsentiert, ins Glas gab es bei sommerlichen Temperaturen kühle Weine von der Ahr. Gleich neben der Küche hatte Reinhard Schütz seinen urigen Bauernhof geöffnet, mit Unterstützung des Tischtennisvereins TTC Karla gab es hier eine riesige Pfanne Paella, die Antonio Lopez aus Remagen gestiftet hatte. Die 70 Portionen waren schnell vergriffen. Und im Hof Scholl wurden die Besucher mit Knobi-Brot und Sekt begrüßt, um sich anschließend in der dortigen Kreativwerkstatt anschauen zu können, was dort die Woche über getöpfert und gebastelt wird.

Bei Christian Althammer (rechts) im Hof geht es um den Weinbau an sich und seine gekühlten Produkte.
Im Hofe Wronka treffen sich Musik, Geselligkeit und Gesang nach dem Motto: Es singe, wem Gesang gegeben.

Musik gehörte natürlich auch zum Fest, dass zahlreiche Besucher anlockte. Im Hof der Eifeldestillerie waren die Junggesellen-Schützen zu Gast, die ein eigenes Tambourcorps unterhalten. Das konzertierte ebenso, wie das Corps der befreundeten Junggesellen aus Ahrweiler. In einer selten zu sehenden Ausstellung waren traditionelle Dinge der Gesellschaft, Uniformen, Königssilber oder Offizierssäbel zu sehen, dazu ließ man es sich bei Birnen-Quiche oder Maubich gutgehen.

Im Hof der Kreativwerkstatt Scholl bieten Marianne und Menn Scholl neben Infos zur Werkstatt auch Knobi-Brot und Sekt an.
Zwischendrin startet um 15.00 Uhr der 1. Grafschafter Birnenlauf mit weit mehr als 150 Läuferinnen und Läufern.

Am längsten geöffnet hatte der Hof von Heinz Schütz am östlichen Dorfrand, wo die Musikfreunde Lantershofen mit ihren Gästen, der Orchestervereinigung Calmbach aus dem Schwarzwald, um die Wette und gerne auch kombiniert Konzerte gaben. Hier saß man bis spät in den Abend beisammen.

Vor dem Hof Renate und Heinz Schütz hat Nachbar Matti Jüris seinen alten Hanomag-Traktor dekorativ aufgestellt.
Mächtig legt sich auch die Orchestervereinigung Calmbach aus dem Schwarzwald musikalisch und gesellig ins Zeug. Hofherr und -frau Heinz und Renate Schütz klatschen begeistert Beifall.

Proppenvoller Winzerverein begab sich auf musikalische Zeitreise


Die Musikfreunde auf musikalischer Zeitreise mit ihren Gästen. Foto: Klaus Schmidt.

Musikfreunde Lantershofen boten Blasorchestersound der Extraklasse

Es ist längst kein Ereignis mehr, dass sich „nur“ auf Lantershofen fokussieren lässt, zieht es doch ein Publikum aus der näheren und weiteren Umgebung an. Die Rede ist vom immer wieder neue Rekorde aufstellenden Frühlingskonzert der Musikfreunde Lantershofen. Wie schon im vergangenen Jahr, als man den britischen Inseln eine musikalische Hommage verehrte, war das Konzert auch 2019 ein Zuschauer – oder besser Zuhörer – Magnet. Und wenn Lantershofen schon das tausendste Jubiläum seiner ersten urkundlichen Erwähnung feiert, geht das auch an den Musikfreunden nicht spurlos vorbei. Grund genug also, dem mit mehr als 250 Gästen proppenvollen Winzerverein eine musikalische Zeitreise zu bieten, die es im wahrsten Sinne des Wortes in sich hatte. Es war Blas- und Orchestermusik auf Top-Niveau, modern, jedoch ohne klassische Einschläge zu verdecken und dazu noch extrem abwechslungsreich.

Wo sonst bekommt der geneigte Musikfan schon die ungewöhnliche und vor allem nie langweilige Mischung aus Film-Soundtracks („The Flintstones“, „1492 – Conquest of Paradise“), Schlager („Dschingis Khan“), irisch/britischen Traditionals („Celtic Ritual“, „History of Hamstede“) und sogar lupenreinem Rock („Leningrad“/Billy Joel, „Wind of Change“/Scorpions, „Made in Germany“/u.a. Klaus Lage/Wolfgang Niedecken) im harmonischen Zusammenspiel zahlreicher Instrumente auf die Ohren? Kein Wunder also, dass das Publikum reichlich mitsang und mitklatschte. Unter dem wie immer umsichtigen und erfahrenen Dirigat von Manfred Sebastian musste auch auf Klassiker wie „Toccata in D Minor“ (Johann Sebastian Bach) und „Erzherzog Albrecht Marsch“ nicht verzichtet werden. Als dann im Zugabenteil der von Manfred Sebastian eigens für Blasorchester arrangierte „Lantershofener Marsch“ den Winzerverein rockte, hielt es das begeisterte Auditorium eh nicht mehr auf den Plätzen.

Darüber hinaus hatte das Konzert nicht „nur“ Musik, sondern auch einiges an „Drumrum“ zu bieten: In der „Lantesche Küche“ gab es Deftiges auf den Teller und beim Birnenschnaps-Tasting wurde eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass das Lantershofener Nationalobst zu Hochprozentigem gebrannt nochmal so gut schmeckt. Passend zur Jahreszeit hatten Ludwig Klein und Franz-Josef Etten im Saal noch einen schmucken Maibaum gestellt – „ganz traditionell mit Micken“, wie die Musikfreunde augenzwinkernd attestierten.