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vom Verein

Karneval wie vor 50 Jahren und dennoch hochmodern


Karneval wie vor 50 Jahren? Ja, das geht, wie man in Lantershofen am Samstag eindringlich unter Beweis stellte. Denn die dortige Kappensitzung im ausverkauften Winzerverein bot wieder einmal alles, was zu einer solchen Sitzung gehört: Garden, Tollitäten, Musik, Männerballett und vor allem eines: Rednerinnen und Redner. Und das alles unter dem abgewandelten Jubiläumsjahr-Motto „1000 Jahre jeck und jung.“ Statt eines Karnevalsvereins hatten Junggesellen-Schützen und Musikfreunde eingeladen, letztere sorgten den ganzen Abend für den guten musikalischen Ton.

Sitzungspräsident Erich Althammer eröffnet die Kappensitzung unter dem Motto "1000 Jahre jung und jeck. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Grafschaft-Bürgermeister Achim Juchem trifft dienstlich bedingt etwas später zur Sitzung ein, hatte mit Gattin Edeltraut aber schon an der Saaltür seinen Spaß.

Es war in erster Linie ein Festival der Büttenredner, dass den bestens gelaunten Gästen da präsentiert wurde. Und es war eine Sitzung, die in hohem Maße von Dorf eigenen Kräften gestaltet wurde. Zahlreiche Redner brachten ihre Vorträge aus der Bütt dazu in Reimform darf. Wie Karl-Heinz Schweinheim, der als Berichterstatter vom Ortsbeirat das Gremium auf der Suche nach Wertschöpfung und Zukunftsperspektiven begleiten durfte – nicht ohne Blick zurück. „Lantesche war mal ein schöner Ort, denn fünf Brennereien gab es dort.“ Politisch unkorrekt, karnevalistisch aber sehr korrekt beleuchtete er, was man sich sonst nur hinter vorgehaltener Hand erzählt.

Kinderprinz Kilian I. (Jüris) aus Sinzig besucht mit Prinzessin Susanna und dem Hofstaat den Saal im Herkunftsdorf seines Vaters.
Redner Kai Kramosta nimmt auch auf Gummibärchen und den Bürgermeister aktuellen karnevalistischen Bezug.

Ebenso kritisch nahm der mittlerweile 81-jährige Rolf-Dieter Schmitz die Lantershofener ins Gebet. Als „Gutenberg“ machte er klar, was er so druckt und was ihn drückt: „Pastor Burg lässt Lantershofen gerne aus, doch dafür gibt’s das Studienhaus.“ Und so forderte der „Gutenberg“ In Zeiten von Mauerbauplänen in den fernen USA den Abriss der Mauer, die ums Studienhaus auf Burg Lantershofen gezogen ist.

Dessen Leitung, Regens Volker Malburg und Subregens Philip Peters, gehören ebenfalls zum jecken Inventar in Lantershofen. Ihre Bühnenvorträge sind legendär. Dieses Mal wagten sie den Blick in die Zukunft: der Regens mit Rollator leitet besagtes Studienhaus schon 43 Jahre. „Dass ich hier bleiben durfte, war meine Beförderung.“ Auf Besuch kam der Subregens, auch schon 76 Jahre alt. Beide feierten in weiter Zukunft das Fest „3000 Jahre Lantershofen“, berichteten sie doch von Ausgrabungen, bei denen ein „Lantesche Maubichkuchen“ aus dem Jahr 941 vor Christus gefunden wurde. „Das Alter war gar nicht so einfach zu bestimmen, denn der Maubich sieht frisch genauso aus.“

Eine Horde Freibeuter, Väter mit ihren Töchtern, führen verschiedenste räuberische Tänze vor.
Gaby Fabritius stellt sich in der Bütt als jung gebliebenes älteres Mädchen "Maria Funke“, als Funkemariechen vor.

Gaby Fabritius, ebenfalls seit vielen Jahren Bütten-As im Birnendorf, kam als jung gebliebenes „Mädchen Maria Funke“ daher, besser: als Funkenmariechen. Sie machte klar: „Ich hann noch Kraft, stohn voll em Saft.“ Getreu ihrer Kernaussage „Mer hätt e Rääch esu jät schönes zu sehn“, holte sie die ganze Ahrweiler Möhnenschar im Mariechenkostüm auf die Bühne, wo dann ein etwas anderer Mariechentanz präsentiert wurde. „Doll und Döllchen“ waren in diesem Jahr in einer Person vereint, Gerda Doll trat alleine vors Publikum, weil die Tochter wegen zahlreicher Verkehrsdelikte im Knast sitze. Also machte die Mama klar, dass Lantershofen boome: „Alle wollen hier wohnen.“ Und darum muss im Dorf was fürs Klima getan werden, forderte sie die Pflanzung von 1000 Mammutbäumen zwischen den ganzen Birnbäumen im Ort.

Bürgermeister Achim Juchem, dem Redner Kai Kramosta unterstellte, den ganzen Kofferraum voller Gummibärchen zu haben, nahm die Anregung dankend auf. Schließlich trat auch noch der „Doktor von Mayen“, Werner Blasweiler ans Mikrofon und sprach übers gleiche Zeitverständnis von Mann und Frau: „Wenn sie im Bad sagt, sie sei gleich fertig, dauert das genauso lange, wie sein Ausspruch in der Kneipe, er komme gleich heim.“

Karl-Heinz Schweinheim führt nach seiner Büttenrede mit Sitzungspräsiden Erich Althammer ein Zwiegespräch über Geld fort.
Die Truppe „Blue Velvet“ aus Bad Bodendorf feiert tänzerich „Karneval im All“.
Gerda Doll tritt in diesem Jahr ohne Döllchen an und fordert, 1000 Mammutbäume zwischen die Birnbäume zu pflanzen.
Prinz Jens I. (Bauer) vom Studienhaus St. Lambert lässt es auch gesanglich mit seinen Mitstudenten einschließlich Subregens krachen.

Es gab aber nicht nur Büttenreden in Lantershofen. Auch Tollitäten waren zu Gast. Kinderprinz Kilian I. aus Sinzig mit seiner Prinzessin Susanna kam, weil Kilians Vater doch als waschechter „Lantesche Jong“ auch lange Sitzungspräsident war. Die Ahrweiler Karnevalsgesellschaft brachte die tanzende Stadtgarde und Prinzessin Marlis mit. Beim Gesang von Prinz Jens I. (Bauer) vom Studienhaus St. Lambert ging buchstäblich die Post ab.

Prinzessin Margit von der Ahrweiler Karnevalsgesellschaft bringt den Saal mit der tanzenden Stadtgarde in Wallung und zum Schunkeln.
Rolf-Dieter Schmitz nimmt als "Gutenberg" vieles im Dorf geistreich und humorvoll aufs Korn.
Das Ouzo-Duo Dany Celner und Lefti Salomidis tanzen mit Lantesche Aushilfsballetttänzern in der Mitte Sirtaki.
Alt-Regens Volker Malburg zeigt dem Alt-Subregens Philip Peters einen ausgegrabenen Maubichkuchen von 941 vor Christus: "Maubich sieht frisch genauso aus.".
Als Gesangsduo reißen die beiden jecken Regenten den kompletten Saal mit.
Jahrtausendelfen schließen den langen Karnevalsabend mit ihren grazilen Bewegungsversuchen ab. Männerballet so jung, jeck und frisch wie damals.

Die vom Tambourcorps der Lantershofener Junggesellen-Schützen traditionell eröffnete und von Erich Althammer moderierte Sitzung sah eine Horde Väter mit ihren Töchtern, die als „Freibeuter“ eine ganze Reihe verschiedenster Tänze zeigten. „Hamlet oder Schwanensee?“ war die Frage der beiden Pantomimen vom Ouzo-Duo (Dany Celner und Lefti Salomidis). Die Showtänzerinnen „Blue Velvet“ aus Bad Bodendorf nahmen das Publikum schließlich zum „Karneval im All“ mit. Und als krönenden Abschluss erlebte Lantershofen die Auferstehung des vor gut zehn Jahren erfolgreichen Männerballetts der recht filigran wirkenden „Jahrtausendelfen.“

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Allerlei Karneval


Kappensitzung, Kinderkarneval und Zuganmeldung

Zur Kappensitzung in den NEUEN Winzerverein Lantershofen laden die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“ und die Musikfreunde Lantershofen als gemeinsame Veranstalter am Samstag, 16. Februar, ab 18:11 Uhr ein. Beide Vereine gaben jetzt bekannt, dass die Sitzung nach dem Vorverkaufsabend Anfang Januar ausverkauft ist.

Zum Kinderkarneval am Sonntag, 17. Februar 2019 lädt der Förderverein Katharinchen e.V. ebenfalls in den NEUEN Winzerverein ein. Die Veranstaltung beginnt um 15.11 Uhr. Neben den Kindern treten die Ringener Wendböggele mit zwei Gruppen, die LA-Freibeuter, das Duo Chris & Andi und die KG Rot-Weiß Bachem auf. Danach geht die Kinderdisco ab.

Die Veranstalter des Lantershofener Karnevals, Musikfreunde und Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“, laden alle Narrengruppen aus der Grafschaft und darüber hinaus ein, den Abschluss der diesjährigen Session gemeinsam in Lantershofen zu feiern und beim Veilchendienstagszug mitzumachen. Der Zug startet am 5. März um 14:11 Uhr und wird eine gute Stunde lang durch Lantershofen ziehen. Anschließend wird es im Winzerverein Lantershofen eine finale After-Zoch-Party mit DJ-Musik und der letzten Möglichkeit, noch einmal Karneval zu feiern, geben. Wer am Zug teilnehmen möchte, wird gebeten, sich bei Zugleiter Leo Mattuscheck (02641/25479, leo.mattuscheck@t-online.de) anzumelden:

Nachruf der Musikfreunde für Norbert Nikelowski


Norbert Nikelowski machte Musik für Lantershofen. Foto: Thomas Schaaf.

Norbert Nikelowski ist tot. Die Musikfreunde Lantershofen e.V. trauern um einen geschätzten Musikkameraden, der mehr als 30 Jahre lang ein fester und verlässlicher Bestandteil unseres Orchesters war. Seine Leidenschaft galt als Musikpädagoge den Holzblasinstrumenten. Wir werden sein virtuoses Klarinettenspiel ebenso vermissen wie seine prägnante Art, dem Bariton-Saxophon im Ensemble Gehör zu verschaffen. Vielen Holzbläsern im Verein stand er mit Rat und Tat zu Seite, nie aufdringlich oder belehrend, mit einer Qualität, die ihn als studierten Musiker auswies. Dennoch hat er uns immer den Eindruck vermittelt, dass er die Gemeinschaft mit uns Hobbymusikern genossen hat. Mit seiner persönlichen, offenen, aber auch einfühlsamen Art hat er besonders bei unserer Probenarbeit häufig dazu beigetragen, Impulse zu setzen und die Musikqualität des Orchesters zu verbessern. Wir verlieren einen Freund, er wird in unseren Reihen eine Lücke hinterlassen. Was bleiben wird, ist die Erinnerung, eine schöne Erinnerung. Unsere Gedanken sind in der Stunde des Abschieds bei seiner trauernden Familie.

Musikalischer Blick auf die britischen Inseln


Die Musikfreunde Lantershofen unter Leitung von Manfred Sebastian beim weihnachtlichen Konzert mit "britischem Blick". Fotos in diesem Bericht: Klaus Schmidt.

Die Musikfreunde Lantershofen interpretierten die keltische Weihnacht

Die Lantershofener Musikfreunde hatten traditionell zu ihrem Adventskonzert in die St. Lambertuskirche eingeladen. Dort reichten am vierten Adventssonntag Bänke und Stühle nicht aus, weit mehr als 300 Gäste wollten sich von rekordverdächtigen 82 Musikern auf die Festtage einstimmen lassen. Dabei wagte das große Orchester wieder einen Blick ins nordwestliche Europa. In der Fortsetzung ihres Muttertagkonzertes mit der Thematik „Whiskey in the Jar“ und irisch-schottischen Klängen hatte der musikalische Leiter und Dirigent Manfred Sebastian dieses Mal die keltische Weihnacht zum Thema gemacht. Dabei durften die ganzen „neuen“ Musikanten, die der Verein zwei Jahre lang im Projekt „Bläserklasse für Erwachsene“ ausbildete, sich endlich als Teil des gesamten Orchestern fühlen und das Auditorium auf die britischen Inseln entführen. Hubertus Feist, der Vorsitzendes der Musikfreunde, stimmte die Gäste ein. Hansi Alfter sorgte zwischen den Musikstücken mit Informationen über die Titel, aber auch mit Weihnachtsgeschichten und –gedichten für Abwechslung und Zeit für die Musiker zum Durchatmen.

Es begann in der mit Lichterkranz und irisch-grüner Illumination geschmückten Kirche ein wenig martialisch, das „Celtic Ritual“ von John Higgins spannte einen weiten musikalischen Bogen von der Freude zur Traurigkeit, die mit der keltischen Kultur verbunden ist. Nicht weniger imposant: „An olde english Christmas“, das eigentlich gar kein Weihnachtslied ist, auch wenn es so heißt. „Highland Legend“ von John Moss versprühte seine ganz eigene musikalische Dramatik und „Joyful and Triumphant“, ebenfalls von Moss bearbeitet, drückte die Verbundenheit der Gläubigen auf der ganzen Welt aus. Es war ein ganz anderes Weihnachtskonzert, bekannte Melodien, Kirchenlieder oder die fröhliche Weihnachtsmusik, die aus Amerika herüberschwappt, blieben außen vor. Erst einmal.

Dirigent Manfred Sebastian kann auch die "Pipe", den Dudelsack, bespielen.

Beim für „Herr der Ringe“ komponierten „May it be“, dass für beinahe alle berühmten Musikpreise nominiert worden war, brillierte Flötistin Julia Böhlein als Solistin und wurde vom Publikum gefeiert. Gleiches galt für Wolfgang Fuchs und sein Flügelhorn-Solo bei der Interpretation „Ode to Greensleves“ im Arrangement von Sean O’Loughlin. Erst allmählich wurde die dargebotene Musik fürs deutsche Ohr populärer, boten sich bekanntere Klänge. Beim vielfach interpretierten „Fairytale of New York“ zum Beispiel, dem wohl in Irland meistgespielten Weihnachtslied, dass so gar nicht ins Weihnachtsthema passt, beschreibt es doch das Leben der „sozialen Verlierer.“ Oder bei „Arrival“, einem alten englischen Weihnachtslied in der Bearbeitung der Abba-Bandmitglieder Benny Andersson und Björn Ulvaeus, einem der wenigen Instrumentalstücke der schwedischen Band.

Und schließlich kam sie doch noch, und zwar gewaltig: die deutsche Weihnacht. Im fast zehnminütigen Potpourri „Frohe Weihnachtszeit“ waren die Klassiker von „Ihr Kinderlein kommet“ über „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ bis „Oh Tannenbaum“ vereint. Das Finale war eingeläutet, beim abschließenden „Amazing Grace“ griff Manfred Sebastian dann auch noch zum Dudelsack und verabschiedete die Konzertbesucher ins Weihnachtsfest. Fast. Denn ohne „White Christmas“ und die durch Knicklichter ersetzten Wunderkerzen endet kein Lantershofener Adventskonzert der Musikfreunde, die zuvor mittels „Highland Cathedral“ ein keltisch geprägtes Musikjahr abschlossen.

Konzert "Celtic Christmas" mit den Musikfreunden


Am 4. Adventssonntag, dem 23.12.2018 um 17:00 Uhr findet in der St.Lambertuskirche zu Lantershofen das traditionelle Weihnachtskonzert der Musikfreunde Lantershofen statt. Auch in diesem Jahr folgt das Konzert einem „roten Faden“ und steht unter der Überschrift „Celtic Christmas“. Die Musikfreunde haben Stücke ausgewählt, deren Ursprung im keltischen Teil Europas liegt. So hören Sie festliche und weihnachtliche Musik aus England, Schottland und Irland. Natürlich sind auch einige deutsche Weihnachtsmelodien zu hören. So wird der beim Frühlingskonzert „Whisky in the Jar“ begonnene Ausflug in die Welt der keltischen Musik mit diesem Konzert fortgesetzt. Bei diesem Konzert musizieren erstmals die Musiker der im Jahr 2017 gegründeten Bläserklasse gemeinsam mit dem Stammorchester als großes Blasorchester gemeinsam bei allen Musikstücken.  Freuen Sie sich auf fast 100 gutgelaunte Musiker und ein ungewöhnliches Konzertprogramm und stimmen Sie sich mit den Musikern auf die Feiertage ein.

2000 Euro aus der EVM-Ehrensache für die Musikfreunde


Über insgesamt 2.000 Euro aus der „evm-Ehrensache“ dürfen sich die Musikfreunde Lantershofen Panikorchester e.V. freuen. Mit ihrem Spendenprogramm unterstützt die Energieversorgung Mittelrhein (evm) jedes Jahr Vereine und Institutionen aus der Region, wenn es um kulturelle, soziale und gemeinnützige Projekte geht.

Dirigent Manfred Sebastian probt schon mal mit seinem Musikfreunde-Orchester im Saal des Winzervereins bis zur Übergabe der Spende. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
"Air and Dance" liegt als Musikstück auf dem Dirigentenpult. Gleich wird die Spende von Frau Claudia Probst übergeben werden.

Am Donnerstag, 19. Juli, übergab Claudia Probst, Leiterin der kommunalen Betreuung Städte und Gemeinden bei der evm, gemeinsam mit dem Bürgermeister der Gemeinde, Achim Juchem, den Spendenbetrag an den Musikverein. „Die Musikfreunde Lantershofen Panikorchester bestehen aus knapp 100 Mitgliedern und sind eine feste Größe in der Kulturlandschaft der Grafschaft geworden“, erklärt Achim Juchem. „Die Musikfreunde legen viel Wert auf eine solide musikalische Ausbildung und die Förderung der Jugend. Ich freue mich, dass wir den Verein durch die Spender der evm weiter unterstützen können“.

Musikfreunde-Vorsitzender Hubertus Feist (links) und Dirigent Manfred Sebastian (rechts) danken den Initiatoren um Frau Probst und Bürgermeister Juchem (2.v.r.).
Auch neue Würfelsitze erhält der Verein als Dank für "Engagement, Verantwortung und Miteinander", wie die Schlagworte der Initiative "Ehrensache" der EVM lauten.

Die Musikfreunde Lantershofen Panikorchester e.V. haben vor Kurzem eine Bläserklasse für Erwachsene gegründet. Mit der Spende möchten sie die Ausbildung und die dazugehörigen Materialien wie Leihinstrumente, Noten und Vereinskleidung finanzieren.

Fussballfans warteten vergeblich aufs erste Tor


Beim „Rudelgucken“ im NEUEN Winzerverein überwiegt Optimismus

Dass der spätere Weltmeister sein Auftaktspiel im Turnier verlieren kann, ist nichts Neues. 2010 verlor der spätere Titelträger Spanien sein erstes Spiel gegen die Schweiz mit 0:1. Die Hoffnung bleibt also, nachdem Deutschland am Sonntag dem Team aus Mexico ebenfalls mit 0:1 unterlag.

Voller Saal und gute Stimmung im NEUEN Winzerverein beim Public Viewing. Fotos und Bildunterschriften: Thomas Schaaf.
Jung und Alt, Ortsansässige und viele Gäste aus der Nachbarschaft erleben ein hektisches Spiel gegen die flotten Mexikaner.

Hoffnung und Optimismus überwogen auch beim gemeinsamen Fußballgucken im NEUEN Winzerverein Lantershofen. Dort hatten sich der VfB, Kulturlant, der Trägerverein des Winzervereins, der Förderverein Zukunft und die Musikfreunde mächtig ins Zeug gelegt, um den Fußballfans eine schöne „Public-Viewing-Arena“ präsentieren zu können. Die zeigten sich begeistern, kamen in Scharen und in jedem Alter. An die 200 Fans platzierten sich auf Bänken, Stühlen, in Sofas und Sesseln oder am Stehtisch, um das deutsche Team anzufeuern.

Bis in die letzte Ecke ist der Saal auch mit Stehtischen, Sofas und Sesseln bestückt.
In der 34. Minute fällt das 0:1 für Mexiko. Dann ist Pause, auch für Raucher und Kinder vor dem Winzerverein. Die deutsche Mannschaft kann bis zum Spielende nicht mehr aufholen.

Die Veranstalter servierten kühle Getränke und mexikanisches Essen zu äußerst moderaten Preisen. „Es geht hier nicht uns Geld verdienen, sondern ausschließlich um den gemeinsamen Spaß am Fußball gucken“, machten die Vereine klar. Vor und nach der Partie und in der Pause waren Fachgespräche angesagt, im Foyer des Winzervereins war der Kicker belagert. Nur mit dem Sieg wurde es nichts. Den soll es nun am Samstag geben, wenn die Lantershofener Vereine ab 19 Uhr wieder zum „Rudelgucken“ in den Winzerverein bitten.

Frühlingskonzert der Musikfreunde „Panikorchester“ vor vollem Haus


Musikalische Reise in die „Highlands“ und auf die „grüne Insel“

Es ist immer wieder erstaunlich, wie es den Musikfreunden Lantershofen in fast schon traumwandlerischer Sicherheit gelingt, ihre Konzerte zu einem regelrechten Gesamterlebnis werden zu lassen. Ob Weihnachtskonzert, Jubiläumskonzert oder wie jetzt – ein Abend im Zeichen irischer und schottischer Klänge – es sind immer Veranstaltungen, die bei den Besuchern nachhaltig haften bleiben. Und eben jene Besucher, gut 300 werden es sicherlich gewesen sein, strömten zum Irish-Scottish-Concert unter dem Motto „Whisky in the Jar“ und sorgten für einen restlos gefüllten Winzerverein. Und wer die Musikfreunde kennt, weiß, dass sie nicht „nur“ auf gute Musik, sondern auch auf ein möglichst authentisches „Drumherum“ größten Wert legen. So präsentierten sich Saal und Gastraum im schottisch-irischen Look, bei den Musikerinnen und Musikern dominierten Karos, grüne Shirts und Schottenröcke und auch das leibliche Wohl konnte mit schottischem Whisky, irischem Guinness- und Kilkenny-Bier sowie mit selbst zubereitetem Irish Stew, Scottisch Eggs und Räucherlachs stilecht befriedigt werden.

Irisch-Schottisches Feeling zauberten die Musikfreunde am Muttertag unter dem Motto „Whisky in the Jar“. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Wie alljährlich beim Muttertagskonzert hat Dirigent Manfred Sebstian, heute im Schottenrock, alles im Griff.

Musikalisch gab es im wahrsten Sinne des Wortes alles, was das Irland- und/oder Schottland-affine Herz begehrt. Der Konzertauftakt war dabei der so genannten „Bläserklasse“ vorbehalten, sozusagen die Musikfreunde-„Nachwuchssektion“, bestehend aus Musikerinnen und Musikern, die erst vor nicht allzu langer Zeit mit dem musizieren begonnen haben aber dennoch schon über beachtliche Fähigkeiten verfügen. Headliner war natürlich die große Formation der Musikfreunde, die unter dem perfekten Dirigat von Manfred Sebastian, der später auch noch als formidabler Dudelsack-Spieler brillierte, mit Stücken wie „The wild Rover“, „Parade of Glory“, „A Highland Rhapsody“ oder der McCartney-Komposition „Mull of Kintyre“ einen Ohrwurm nach dem anderen zelebrierte. Dazu gab es spektakuläre Gitarren-, Altsax-, Geigen- und Sopransolos von Rüdiger Marquardt, Ingrid Weiß Monika Wagner, Ann-Kristin Doebel und erneut Ingrid Weiß. Mit dem Traditional „Loch Lomond“, hierzulande auch als „FC-Hymne“ bekannt und beliebt, wurde ein echter Gänsehautsong auf die Bühne gebracht, der vom Publikum begeistert mitgesungen wurde – sogar einige rot-weiße FC-Schals schwirrten durch die Menge.

Ratzevoller Saal im NEUEN Winzerverein beim Muttertagskonzert der Musikfreunde.
Über beachtliche Fähigkeiten verfügen die Musiker, auch diejenigen, die noch nicht so lange dabei sind. Ein schöner Erfolg auch für den Dirigenten.

Insgesamt mehr als 100 Musikerinnen und Musiker an den Instrumenten Flöte, Oboe, Klarinette, Sopransax, Altsax, Tenorsax, Barisax, Flügelhorn, Trompete, Horn, Tenorhorn/Bariton, Posaune, Tuba, Schlagwerk, Gitarre, Geige und Dudelsack sorgten für ein ganz besonderes Sounderlebnis in der Tradition von „Braveheart“ und der „grünen Insel“. Selbst die Ehrengäste, darunter Bürgermeister Achim Juchem, Ortsvorsteher Leo Mattuscheck und Regens Dr. Volker Malburg konnten sich der Faszination dieser Musikdarbietung nicht entziehen, die mit tollen Zugaben und stehenden Ovationen ein würdiges Finale zu bieten hatte.