Aktuelles


vom Verein

Frühlingskonzert der Musikfreunde „Panikorchester“ vor vollem Haus


Musikalische Reise in die „Highlands“ und auf die „grüne Insel“

Es ist immer wieder erstaunlich, wie es den Musikfreunden Lantershofen in fast schon traumwandlerischer Sicherheit gelingt, ihre Konzerte zu einem regelrechten Gesamterlebnis werden zu lassen. Ob Weihnachtskonzert, Jubiläumskonzert oder wie jetzt – ein Abend im Zeichen irischer und schottischer Klänge – es sind immer Veranstaltungen, die bei den Besuchern nachhaltig haften bleiben. Und eben jene Besucher, gut 300 werden es sicherlich gewesen sein, strömten zum Irish-Scottish-Concert unter dem Motto „Whisky in the Jar“ und sorgten für einen restlos gefüllten Winzerverein. Und wer die Musikfreunde kennt, weiß, dass sie nicht „nur“ auf gute Musik, sondern auch auf ein möglichst authentisches „Drumherum“ größten Wert legen. So präsentierten sich Saal und Gastraum im schottisch-irischen Look, bei den Musikerinnen und Musikern dominierten Karos, grüne Shirts und Schottenröcke und auch das leibliche Wohl konnte mit schottischem Whisky, irischem Guinness- und Kilkenny-Bier sowie mit selbst zubereitetem Irish Stew, Scottisch Eggs und Räucherlachs stilecht befriedigt werden.

Irisch-Schottisches Feeling zauberten die Musikfreunde am Muttertag unter dem Motto „Whisky in the Jar“. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Wie alljährlich beim Muttertagskonzert hat Dirigent Manfred Sebstian, heute im Schottenrock, alles im Griff.

Musikalisch gab es im wahrsten Sinne des Wortes alles, was das Irland- und/oder Schottland-affine Herz begehrt. Der Konzertauftakt war dabei der so genannten „Bläserklasse“ vorbehalten, sozusagen die Musikfreunde-„Nachwuchssektion“, bestehend aus Musikerinnen und Musikern, die erst vor nicht allzu langer Zeit mit dem musizieren begonnen haben aber dennoch schon über beachtliche Fähigkeiten verfügen. Headliner war natürlich die große Formation der Musikfreunde, die unter dem perfekten Dirigat von Manfred Sebastian, der später auch noch als formidabler Dudelsack-Spieler brillierte, mit Stücken wie „The wild Rover“, „Parade of Glory“, „A Highland Rhapsody“ oder der McCartney-Komposition „Mull of Kintyre“ einen Ohrwurm nach dem anderen zelebrierte. Dazu gab es spektakuläre Gitarren-, Altsax-, Geigen- und Sopransolos von Rüdiger Marquardt, Ingrid Weiß Monika Wagner, Ann-Kristin Doebel und erneut Ingrid Weiß. Mit dem Traditional „Loch Lomond“, hierzulande auch als „FC-Hymne“ bekannt und beliebt, wurde ein echter Gänsehautsong auf die Bühne gebracht, der vom Publikum begeistert mitgesungen wurde – sogar einige rot-weiße FC-Schals schwirrten durch die Menge.

Ratzevoller Saal im NEUEN Winzerverein beim Muttertagskonzert der Musikfreunde.
Über beachtliche Fähigkeiten verfügen die Musiker, auch diejenigen, die noch nicht so lange dabei sind. Ein schöner Erfolg auch für den Dirigenten.

Insgesamt mehr als 100 Musikerinnen und Musiker an den Instrumenten Flöte, Oboe, Klarinette, Sopransax, Altsax, Tenorsax, Barisax, Flügelhorn, Trompete, Horn, Tenorhorn/Bariton, Posaune, Tuba, Schlagwerk, Gitarre, Geige und Dudelsack sorgten für ein ganz besonderes Sounderlebnis in der Tradition von „Braveheart“ und der „grünen Insel“. Selbst die Ehrengäste, darunter Bürgermeister Achim Juchem, Ortsvorsteher Leo Mattuscheck und Regens Dr. Volker Malburg konnten sich der Faszination dieser Musikdarbietung nicht entziehen, die mit tollen Zugaben und stehenden Ovationen ein würdiges Finale zu bieten hatte.

Spende der Kreissparkasse an die Bläserklasse


Der Vorsitzende der Musikfreunde, Hubertus Feist, nimmt den Spendenscheck entgegen. Foto: Fix.

Am Sonntag, dem 22.4. trafen sich die Mitglieder der Bläserklasse für Erwachsene der Musikfreunde Lantershofen zur Vorbereitung des Frühlingskonzertes,  das am Samstag, 12.5.2018 im Saale des Winzervereins stattfindet. Die Bläserklasse, in der mittlerweile auch 5 Kinder und Jugendliche mitmachen, besteht seit Februar 2017. Hier wird im Klassenverband musiziert  und auch von vereinseigenen Lehrern Unterricht auf allen Instrumenten eines Blasorchesters erteilt. Die musikalische Ausbildung macht gute Fortschritte, so dass diese neue Formation mit derzeit 32 Mitgliedern mit drei eigenen Stücken das Konzertprogramm „Whisky in the Jar“, einem musikalischen Ausflug nach Irland und Schottland bereichern wird.

Herr Kriechel von der Kreissparkasse Ahrweiler nutzte diesen Tag für eine ganz besondere Überraschung. Er brachte einen Spendenscheck in Höhe von 1.500 Euro mit und überreichte ihn an den Vereinsvorsitzenden Hubertus Feist, um damit die musikalische Ausbildung der Musikfreunde zu unterstützen. Dieser Betrag soll dazu verwendet werden, die Bläserklasse mit einheitlicher Vereinskleidung auszustatten, um sie am Ende der Ausbildung in das große Orchester der Musikfreunde zu integrieren. Die Musiker freuten sich sehr über die großzügige Spende und bedankten sich auf ihre Art mit einem besonders schönen Stück Irischer Musik.

Das Frühlingskonzert „Whisky in the Jar“ findet am Samstag, dem 12. Mai um 19:00 Uhr im Saale des Winzervereins Lantershofen statt. Neben irischer und schottischer Musik erwartet die Zuhörer eine Auswahl von landestypischen Speisen wie „Irish Stew“, Scottich Eggs, Scottich Salmon sowie Guiness Stout und Killkenys Ale, sowie eine Auswahl von schottischen und irischen Whiskys. Um den Gästen ausreichend Zeit zum Probieren dieser Köstlichkeiten zu geben, öffnet sich der Winzerverein bereits um 18:00 Uhr. Konzertbeginn ist 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Musiker freuen sich über hoffentlich zahlreichen Besuch.

Frühlingskonzert der Musikfreunde - „Whisky in the Jar“


Das Frühlingskonzert „Whisky in the Jar“ findet am Samstag, dem 12. Mai um 19:30 Uhr im Saale des Winzervereins Lantershofen statt. Neben irischer und schottischer Musik erwartet die Zuhörer eine Auswahl von landestypischen Speisen wie „Irish Stew“, Scottich Eggs, Scottich Salmon sowie Guiness Stout und Killkenys Ale sowie eine Auswahl von schottichen und irischen Whiskys. Um den Gästen ausreichend Zeit zum Probieren dieser Köstlichkeiten zu geben, öffnet sich der Winzerverein bereits um 18:00 Uhr. Konzertbeginn ist 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Musiker freuen sich über zahlreichen Besuch.

Musikalisches Orchesterwochenende der Musikfreunde


Am Freitag, dem 13.4.2018 starteten die Musikfreunde Lantershofen ihr diesjähriges Orchesterwochenende mit einem gemeinsamen Anspielen der Konzertstücke in der Mehrzweckhalle in Lantershofen. Am Samstag, dem 14.4. und Sonntag dem 15.4. trafen sich die Musiker in der Grundschule Leimersdorf und erarbeiteten ganztägig in Registerproben die Feinheiten der einzelnen Musikstücke. Für die Verpflegung an beiden Tagen hatte der Vorstand, vor allem der Vereinssmutje Jürgen Holzapfel sehr gut gesorgt. Viele Vereinsmitglieder spendeten Kuchen und Salate, so dass niemand Hunger leiden musste oder gar verdurstet wäre. So konnte am Samstag zum Mittagessen original „Irish Stew“, ein irischer Eintopf passend zum Thema des diesjährigen Konzertes „ Whisky in The Jar“, einem musikalischen Ausflug nach Irland und Schottland, genossen werden.

Die Teilnehmer des Orchesterwochenendes. Foto: Esther Sebastian.
Verschiedene Instrumentengruppen proben zunächst alleine, später gemeinsam. Foto: Manfred Sebastian.

Am Nachmittag hatte Vorsitzender Hubertus Feist das beliebte „Eismobil“ bestellt. Auch hier gab es passend zum Konzertprogramm grasgrünes Eis, das an die weiten Grasflächen Irlands erinnerte und allen gut mundete. Am Nachmittag kam der gespendete Kuchen zum Einsatz und zum Schluss des ersten Tages wurde abends der Grill in Gang gesetzt. Nach einem Abschlussbier ging es dann ab nach Hause ins heimische Bettchen, um am Sonntagmorgen um 9.00 Uhr wieder mit der Probenarbeit zu beginnen. An diesem Tag wurde das Orchester in Holz und Blechbläser getrennt trainiert. Nach dem Mittagessen spielten die Musiker in einer finalen Gesamtprobe die 12 Stücke des Programms nochmals in voller Besetzung durch. Um 15:30 Uhr war das Übungswochenende dann beendet und Drigent Manfred Sebastian zufrieden.

Das Frühlingskonzert „Whisky in the Jar“ findet am Samstag, dem 12. Mai um 19:30 Uhr im Saale des Winzervereins Lantershofen statt. Neben irischer und schottischer Musik erwartet die Zuhörer eine Auswahl von landestypischen Speisen wie „Irish Stew“, Scottich Eggs, Scottich Salmon sowie Guiness Stout und Killkenys Ale sowie eine Auswahl von schottichen und irischen Whiskys. Um den Gästen ausreichend Zeit zum Probieren dieser Köstlichkeiten zu geben, öffnet sich der Winzerverein bereits um 18:00 Uhr. Konzertbeginn ist 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Musiker freuen sich über zahlreichen Besuch.

Harmonische Generalversammlung der Musikfreunde


Am Sonntag, dem 4.3. um 11:00 Uhr fand die diesjährige Generalversammlung der Musikfreunde Lantershofen im Probenraum der Mehrzweckhalle statt. Der 1. Vorsitzende des Vereins, Hubertus Feist,  begrüßte die anwesenden Vereinsmitglieder und stellte die satzungsgemäße Beschlussfähigkeit der Versammlung fest. In der Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder des Vereins wurde besonders des im letzten Jahr von uns gegangenen Schlagzeugers Werner Schüttler gedacht. Als erster Tagesordnungspunkt stand der Bericht des 1. Vorsitzenden auf der Tagesordnung. Hubertus Feist, der den Verein nun seit mehr als zwei Jahren führt, verwies auf die bewältigten Aufgaben im verflossenen Vereinsjahr, wobei die  Integration der seit einem Jahr bestehende Bläserklasse für Erwachsene  im Jahresverlauf im Vordergrund der Vorstandsarbeit stand.

Es folgte der Jahresbericht der Schriftführerin Esther Sebastian, die das Vereinsjahr mit seinen zahlreichen Aktivitäten in ihrem kurzweiligen und humorigen Vortrags nochmals Revue passieren ließ. Kassierer Jürgen Holzapfel trug den Kassenbericht vor und konnte erfreulicher Weise einen leichten Zuwachs in der Vereinskasse vermelden. Die beiden Kassenprüfer Yvonne Knieps und Hannes Dengg  bedankten sich im Namen des Vereins für die gute Arbeit und bescheinigten ihm eine ordnungsgemäße Kassenführung. Sie beantragten die Entlastung von Kassierer und Vorstand für das abgelaufene Vereinsjahr. Diese Entlastung wurde dem Vorstand von der Versammlung einstimmig erteilt. Bei den turnusgemäßen Neuwahlen wurden Hubertus Feist als 1. Vorsitzender, Jürgen Holzapfel als Kassierer und Alena Utzel als Zeugwartin in ihren Ämtern für die nächsten zwei Jahre einstimmig bestätigt. Für die seit längerem vakante Position des Jugendwarts stellt sich zukünftig Markus Winterhagen zur Verfügung. Seine Wahl erfolgte ebenfalls ohne Gegenstimme, ebenso wie die Wiederwahl der Kassenprüfer Yvonne Knieps und Hannes Dengg

Mit dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ wurde besonders das Rahmenprogramm für das kommende Frühlingskonzert diskutiert, das unter dem Motto „Whiskey in the Jar“ die Musik Schottlands und Irlands in den Focus stellt. Neben einem ausführlichen Whiskey-Tasting wird mit landestypischen kulinarischen Spezialitäten für ein stimmiges „Drumherum“ gesorgt werden. Das Frühlingskonzert wird am Samstag, dem 12. Mai 2018 um 19:30 im Neuen Winzerverein in Lantershofen stattfinden. Nach ausführlichen Diskussionen über Auftritte, Beteiligung der Vereinsmitglieder an Auftritten und Arbeitseinsätzen schloss der Vorsitzende um 13:30 Uhr die harmonische Generalversammlung.

Veilchendienstagszug in Lantershofen


Zugwegbeschreibung für den Veilchendienstagszug.

Der Veilchendienstagszug startet am 13. Februar um 14:11 Uhr im August-Doerner-Ring hinter der Lantershofener Mehrzweckhalle. Der Zug schlägt den neuen Weg wie schon im Vorjahr ein, um dann als Ziel den NEUEN Winzerverein anzupeilen. Hier sorgen die Veranstalter, Musikfreunde und Junggesellen-Schützen, für eine After-Zoch-Party bei freiem Eintritt und Ende spätestens Aschermittwoch. Alle jecken Freunde aus der Umgebung sind eingeladen, am Veilchendienstag beim „Zoch“ dabei zu sein oder gerne auch als Fußgruppe oder mit Festwagen mitzugehen. Der Zugweg ist: Start im August-Dörner-Ring an der Mehrzweckhalle, Lambertusstraße, Karweilerstraße, Brennerstraße, Rheinstraße, Zweibrückenstraße, Hemmessenerstraße, Winzerstraße zum NEUEN Winzerverein mit der anschließenden After-Zoch-Party.

Lantershofener Narren versuchten sich mit anderem Konzept


Hitparade trifft Karneval

Neuer Winzerverein – neues Karnevalskonzept. Die Veranstalter der Lantershofener tollen Tage haben sich in diesem Jahr einiges an Neuerungen einfallen lassen, um die Narren zu unterhalten. Auf den Prüfstand geriet auch die einstige Karnevalsparty am närrischen Sonntag. Die fand nun einen Tag früher unter professioneller Mithilfe statt. Der Mayener Discjockey Johannes Held, der seit einigen Jahren immer am letzten Oktobersamstag mit seiner „Jukeboxparty“ zu Gast ist, konnte für einen weiteren Abend gewonnen werden.

Vollstes Haus in allen Sälen des NEUEN Winzervereins bei bester Karnevals- und Discostimmung. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
DJ Johannes Held ist mit allen Wassern der Musikarten gewaschen: Ob Beat, ob Hummbaa oder Täterää, er kann alles.

Die Zielgruppe war dabei nicht „Ü30“, es gab eine Jukeboxparty für jedes Alter. Das neue Konzept: die größten Hits aller Zeiten wurden mit jeder Menge kölscher Karnevalsmusik gemischt. Die Karnevals-Jukeboxparty lockte so viele Partygänger an, wie noch nie, seitdem die Veranstaltung in Lantershofen ist. Bis tief in die Nacht war die Tanzfläche voll, und dazu blieb es absolut friedlich. Zu erleben war zudem eine Riesen-Polonaise, aber auch jede Menge Hits aus den letzten fünf Jahrzehnten. Johannes Held traf alle Musikgeschmäcker.

„Weinkönigin“ steigert in Lantershofen den Umsatz


„Lantesche Alaaf“ hieß es im Lantershofener Winzerverein Dutzende Male, Raketen stiegen in den Himmel, Orden wurden verteilt: Das Dorf stieg in die Karnevalsfeiern ein. Mit Wucht und ohne Karnevalsgesellschaft (KG). Für die Narretei sorgten Junggesellen und Musikfreunde. Seit Jahrzehnten geht es ohne KG, aber dennoch genauso zünftig. Und dabei sind die Lantershofener ihrer Linie bisher treu geblieben. Auf dem Plakat steht schlichtweg „Kappensitzung“, auf der Bühne stehen überwiegend die Kräfte aus dem Ort. Einer der Schwerpunkte sind die Büttenreden, die es gleich zwei Mal sogar als Reimreden zu hören gab. Knapp 200 Gäste im restlos ausverkauften Winzerverein hatten fast sechs Stunden lang richtig Spaß. Das renovierte Dorfwohnzimmer gab das Motto her: „Auf zur Feier, auf zum Tanz – ein jecker Saal in neuem Glanz.“

Ein Spruch aus der Feder von Rolf-Dieter Schmitz. Der ist mittlerweile 80 Jahre alt und stieg als erster in die Bütt, und zwar als „Gutenberg“, der den Sinn seiner Erfindung infrage stellte: „Es wird gedruckt, wie jeder weiß, bei uns in Deutschland auch viel Sch … .“

Rolf-Dieter Schmitz beeindruckt als Gutenberg: "Es wird gedruckt, wie jeder weiß, bei uns in Deutschland auch viel Sch …. " Foto und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Beeindruckende Pantomime zaubern die örtlichen Kräfte Dany Celner (r.) und Lefti Salomidis (l.) auch unter Einbindung von Stefan Dünker als Liebhaber, der schließlich durch einen Schuss dem gehörnten Ehemann zum Opfer fällt.

Aber in Lantershofen gebe es viel Positives, das er gerne drucken würde: die Publikation rund um die Kirche, die Programme des Vereins Kulturlant, die Pläne des neuen Winzervereins oder aber die „jecken Dinge“ des Karnevals im Priesterseminar auf Burg Lantershofen. Die erste Rakete war fällig. Als Anheizerin für Stimmung und den Umsatz entpuppte sich die „Lantesche Weinkönigin“ Gaby Fabritius. Auch sie sprach in Versen, vor allem aber prostete sie dem Publikum nach jedem zweiten Satz zu. Ihr Tenor: „Wer im Frühjahr einen hebt, hat den Winter überlebt.“

Weniger beschaulich ging es beim Gespräch zwischen Doll & Döllchen zu, wo Tochter Stefanie Doll ihrer Mutter Gerda Schminktipps mit auf den Weg gab: „Du brauchst kein Make-up, da hilft nur plastische Chirurgie.“ Mutters Knutschflecken entpuppten sich als Würgemale und der Vater fehlte seit Wochen.

„Den findest Du im Garten, du musst nur ein bisschen graben.“ Gleich vom Bischofsbesuch auf die Bühne verschlug es die „Burgherren“, Regens Volker Malburg und Subregens Philipp Peters. Die waren alleine das Eintrittsgeld wert, schmiedeten Plänen zur finanziellen Rettung des Studienhauses in schweren Zeiten. Geld aus des Bürgermeisters Goldbären-Schatztruhe sei nicht zu erwarten, denn „dem hat der Pastor ja schon Kindergärten und Kirchturm angedreht, da geht nix mehr.“ Weil die Regenten ja nichts Vernünftiges gelernt hatten, müssten die Studenten des dritten Bildungswegs ran. Sie selbst präsentierten sich gekonnt als Doubles von Udo Jürgens oder Heinz Rühmann. Der Saal tobte und stimmte in die neue Dorfhymne „Lantershofen an der Ahr, bekannt durchs Priesterseminar“ ein.

Für den Zungenschlag aus dem Ruhrgebiet sorgte unterdessen Harry Weckbecker als „Kalle Grabowski.“ Der Aachener mimte den Schalke-Fan aus Gelsenkirchen: „Wenn du da niest, fallen dir zwei Briketts aus der Nase.“

Doll & Döllchen sind endlich auch wieder da. Stefanie Doll führt ernste Gespräche mit ihrer Mutter Gerda Doll.
Einen der vielen Höhepunkt im närrischen Sitzungsverlauf stellen die „Burgherren“, Regens Dr. Volker Malburg und Subregens Philipp Peters dar.

Aber es gab nicht nur Vorträge in Lantershofen. Das Tambourcorps der Junggesellen-Schützen kombinierte Marsch- und Karnevalsmusik. Die Ahrweiler Karnevalisten füllten die Bühne mit Prinzenpaar, Kinderprinzessin Clara, Stadtgarde und Funken vollends aus und boten zwei tolle Tänze. Das Männerballett Gelsdorf wagte riskante Hebefiguren, und die Bachemer Merle verwandelten den Winzerverein in ein überdimensionales Puppentheater. Da flogen die Mädchen beinahe bis auf den Winzervereins-Speicher.

Den Fast-Profis hatten die Lantershofener einiges entgegenzusetzen. Als LA-Freibeuter wirbelten Väter ihre Kinder durch die Lüfte. Die drei „dollen Trolle“ Jürgen Holzapfel, Hannes Dengg und Frank Luxem brachten ihre Zwergenfreunde mit, die ihnen auf Schritt und Tritt nachtanzten. Das war „Hänneschen-Theater“ lebensgroß. Starke Pantomime gab es vom Ouzo-Duo Dany Celner und Lefti Salomidis, sie holten die 30er Jahre zurück. Vom Fürsten zum Prinzen verwandelte sich schließlich Matthias I. (Fürst), Prinz auf Burg Lantershofen und einziger Prinz der Grafschaft. Als er verriet, dass Sitzungspräsiden Erich Althammer immer zu spät zur Messe kommt, hätte der ihm fast das Mikrofon verboten, nahm es dann aber karnevalistisch jeck zur Kenntnis und verteilte wieder einen der Orden.