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vom Verein

Es wird wieder gefeiert: Festtage "Der NEUE Winzerverein"


Kaum sind die letzten Töne und Eindrücke der Lantershofener Lambertuskirmes verklungen, kündigt sich mit der großen Eröffnungsfeier des neuen Winzervereins der nächste Großevent an. Alle Lantershofener Vereine bis auf einen haben sich mit großem Elan an den Vorbereitungen beteiligt und werden für eine reibungslose Durchführung der "drei tollen Tage", wie es in der Ankündigung heißt, sorgen und sich um die Gäste kümmern.

Auch der Kirmesbürger auf dem Dorfplatz zwischen dem Brötchesmädchen und dem Junggesellen könnte seinen schwarzen Anzug und den silbernen Schlips mittlerweile ablegen: Die Kirmes "es eröm" (ist herum), es folgt das Dreitagefest "Der NEUE Winzerverein". Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Das Kirmesplakat hat gewechselt gegen den neuen Aushang für die drei tollen Tage: "Der Neue Winzerverein" von Freitag, 6.10. bis Sonntag, 8.10.2017.

Die Federführung bei der Verwirklichung und Organisation der Festidee  liegt beim Trägerverein  Winzerverein, der von MGV, Bürgervereinigung, TTC, VfB, Löschgruppe FFW, Musikfreunden und Förderverein Katharinchen tatkräftig unterstützt wird. Die Attraktionen reichen vom Kinderkino, Festakt, Wein- oder Spirituosenprobe, Seniorenfest, Popkorn, Kinderschminken und Kinderfest bis zum Mittagsmenü am Sonntag und eintrittsfreien Auftritten diverser bekannter Künstler am Freitag, Samstag und Sonntag. Das Nils-Christopher-Trio, die Coverband AC/BC, der Kölnbarde Hans-Jürgen Jansen, Kölsch-Schlagersänger D'r Frank und Jeckeditz treten mit ihren Programmen auf.  

Den Takt und den Nachwuchs immer im Blick


Tambourmajor Nils Henscheid probt mit jungen Leuten in der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“ Lantershofen“  

Nachwuchsförderung und Jugendarbeit sind in zahlreichen Vereinen tragende Säulen des Vereinslebens. Kinder und Jugendliche werden hier, fachkundig betreut, auf die Ziele und Aufgaben des Vereins vorbereitet um später auch im Erwachsenenbereich tätig sein zu können. Natürlich geht es auch um pädagogische Aspekte oder einfach „nur“ um sinnvollen Zeitvertreib. Weithin bekannt für ihre umfängliche Jugendarbeit sind in der Regel die verschiedenen Sportvereine, doch auch in anderen Vereinen wird dem Nachwuchs einiges geboten. Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“ Lantershofen. Bei diesem, erstmals 1492 urkundlich erwähnten Traditionsverein, vermutet man zunächst keine „Nachwuchsabteilung“ – doch das Gegenteil ist der Fall. Die Gesellschaft, der aktuell insgesamt mehr als 70 Mitglieder angehören, betreibt mit ihrem Tambourcorps seit vielen Jahrzehnten aktive und engagierte Jugendarbeit.

Den Takt und den Nachwuchs immer im Blick: Tambourmajor Nils Henscheid. Foto: Dirk Unschuld.
Zur Gefallenenehrung am Kirmesmontag ist Nils Henscheid mit seinem Tambourcorps vor der Lambertuskirche angetreten. Foto: Thomas Schaaf.

Hierfür direkt zuständig ist seit zwei Jahren Tambourmajor Nils Henscheid, der zuvor selbst über elf Jahre lang als Flötist im Tambourcorps der JSG gespielt hat. Sechs Jungmitglieder ab zwölf Jahren werden hier von Nils Henscheid derzeit an Flöte, Marschtrommel, Lyra, Fanfare, Becken und Basstrommel ausgebildet. Geprobt wird jeden Montagabend in den Räumlichkeiten der Lantershofener Mehrzweckhalle, vor Auftritten oder großen Festen finden Sonderübungseinheiten statt. In eben jener Mehrzweckhalle befindet sich auch das Instrumentenlager des Vereins. Einmal im Jahr findet ein so genanntes „Probenwochenende“ statt, das nicht nur der Verfeinerung des musikalischen Könnens zuträglich ist, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl und den Zusammenhalt fördert. In diesem Jahr fand dieses bei den Jungmitgliedern überaus beliebte Wochenende in der Jugendherberge Bad Münstereifel statt. Dabei beschränken sich die Aktivitäten der Nachwuchstambourmusiker keinesfalls nur aufs Proben – im Gegenteil: Die regelmäßigen Auftritte sind natürlich das Salz in der Suppe. So wird unter anderem bei vielen Lantershofener Festen wie beispielsweise Schützenfest, Kirmes, St. Martin, Maianspielen, Maubichfest, Goldhochzeiten oder Hochzeiten von Junggesellenmitgliedern live gespielt. Somit tragen die jungen Leute und das Tambourcorps aktiv zur Erhaltung der althergebrachten Traditionen Lantershofens bei.  Auch bei diversen Karnevalszügen, bei der Kirmes in Oeverich oder auf Anfrage zeigt das Tambourcorps der Lantershofener Junggesellen-Schützen sein Können.

Auch an der traditionellen Kirmesparade nehmen die Nachwuchs-Tambourmusiker teil. Foto: Dirk Unschuld.
Zum Festkommers im Saal des Winzervereins spielt das Tambourcorps mit Fanfarenklängen und Fähndelschwenken zu Ehren des neuen Königs auf. Foto: Thomas Schaaf.

Mit der Vollendung des 17. Lebensjahres können die Jugendlichen dann auch „richtiges“ Mitglied der Gesellschaft werden, sich später unter anderem im Vorstand engagieren. Nils Henscheid, der nach dem vor zwei Jahren abgelegten Abitur eine Lehre bei der Firma GKN Sinter Metals Components in Bonn absolviert, ist nicht nur für die musikalische Ausbildung seiner jungen Schützlinge zuständig, sondern kümmert sich auch um die Pflege und Lagerung der Instrumente, um das Liedprogramm, den einheitlichen Auftritt und vieles weitere mehr. Als Tambourmajor muss der 21-jährige immer vornewegmarschieren und entsprechend den Takt vorgeben. Auch dabei hat Nils Henscheid den Tambour-Nachwuchs stets im Blick und steht, falls notwendig, mit Rat und Tat zur Seite.

Beim Tambourcorps der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“ Lantershofen können männliche Jugendliche ab zwölf Jahren mitmachen. Geprobt wird immer Montagsabends ab 18:30 Uhr in der Mehrzweckhalle Lantershofen. Interessierte sind bei den Proben jederzeit herzlich willkommen. Außerdem findet am 1. Oktober 2017 ein Schnuppertag in der Mehrzweckhalle statt, zu dem auch jüngere Interessierte (unter zwölf  Jahren) herzlich eingeladen sind. Ansprechpartner ist Nils Henscheid, E-Mail: info@jsg-lantershofen.de. Weitere Informationen finden sich auch im Internet unter www.jsg-lantershofen.de.

Lambertus Kirmes in Lantershofen - hohes Kulturgut


Erster Festkommers im renovierten Winzerverein

Festwochen in Lantershofen. Nach dem Schützenfest folgten jetzt die umfangreichen Kirmesfeierlichkeiten des Ortes, die dort noch auf althergebrachte Weise zu Ehren des heiligen Lambertus zelebriert werden. Schon vor dem offiziellen Kirmesauftakt spielte das Tambourcorps der Junggesellen-Schützen dem neuen Schützenkönig Benedikt Fabritius ein Ständchen, anschließend gab es ein geselliges Beisammensein im frisch renovierten Winzerverein. Der Kirmessonntag begann mit dem Festhochamt in der St. Lambertus Kirche, bevor die Schausteller in der Winzerstraße und rund um den Winzerverein ihre Geschäfte öffneten. Nach der nachmittäglichen Festandacht hielt der Sonntag mit der Parade samt Platzkonzert das erste Kirmeshighlight bereit. Seit jeher finden diese Paraden im Dorfzentrum vor der ehemaligen Gaststätte „Zur Post“ statt. Ein buntes Stelldichein aus Junggesellen-Schützen, aktuellem König und ehemaligen Königen sowie Mitgliedern der Bürgervereinigung versammelt sich dort und gibt, gewandet in Uniform oder schwarzem Anzug samt Zylinder, ein wohl einmaliges Bild ab. Zu den Marschklängen des „Colonia Blasorchesters“ paradieren die Junggesellen-Schützen und deren Tambourcorps, perfekt kommandiert von Hauptmann Johannes Schütz, im Stechschritt vor der regierenden Majestät und den jeweiligen Jubilar-Königen. Ein Spektakel, das sich kaum ein Lantershofener entgehen lässt – dicht gedrängt umsäumen die Zuschauer die Bürgersteige. Auch das Fahnenschwenken zu Ehren der Majestäten ist fester Bestandteil der Parade. Hierbei bewies Schwenkfähnrich Markus Fabritius regelrecht artistische Fähigkeiten beim Hochwerfen und kunstvollen Wirbeln der Fahne – tosender Applaus des Publikums inklusive. Beim abendlichen Kirmesball konnte dann nach Herzenslust getanzt und gefeiert werden.

Gleich nimmt König Benedikt Fabritius (3.v.l.) mit Hauptmann Johannes Schütz (l.), Silberjubilar Uli Doll (2.v.l.) und Eisenjubilar Horst Schierack (r.) die Parade ab. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Fähnrich Markus Fabritius schwenkt die Fahne im Saal des Winzervereins zu Ehren des Königs und Bruders Benedikt Fabritius.

Eine weitere Steigerung der Kirmesfestivitäten brachte der Kirmesmontag. Schon in aller Frühe wurden die Dorfbewohner vom Tambourcorps geweckt um danach dem Festgottesdienst beizuwohnen. Es folgte der große Festkommers zu Ehren der Majestät im Saal des Winzervereins, der in seiner Art sicherlich einmalig ist, ist er doch Junggesellen, Brötchesmädchen und Mitgliedern der Bürgervereinigung sowie Ehrengästen vorbehalten. Hauptmann Johannes Schütz begrüßte die Gäste und sprach in seiner Festkommers-Rede unter anderem vom Einklang von Kirmes, Kirche und Schützen-Gesellschaft samt fester Verbindung mit dem Heiligen Lambertus der, im christlichen Glauben verankert, das Fortbestehen des Brauchtums sichert. Auch die erste urkundliche Erwähnung der Lantershofener Schützen im Jahre 1492 ließ Johannes Schütz nicht unerwähnt. Damals hatte man als Schutz die Fronleichnamsprozession in Ahrweiler begleitet. „Das können sie dort heute aber selbst“, betonte Schütz augenzwinkernd. Der Regens des Studienhauses St. Lambert, Dr. Volker Malburg, kündigte für den 17. Dezember einen Jubiläumsgottesdienst zum 50-jährigen Bestehen der St. Lambertus Kirche an. Das schönste Geschenk hätten sich die Lantershofener mit der Anschaffung der neuen Orgel selbst gemacht, so Malburg. Allerdings sei es mit der Kirche wie mit der Kirmes: Beides würde erst durch die engagierten Menschen lebendig. Bürgermeister Achim Juchem dankte allen, die an der Neugestaltung und Renovierung des Dorfgemeinschaftshauses Winzerverein mitgewirkt haben. „Der Geist und die Seele dieses Saales sind auf jeden Fall erhalten geblieben“, freute sich Juchem, der Schützenkönig Benedikt Fabritius eine Bierspezialität aus der französischen Partnergemeinde der Grafschaft, Fauville en Caux, überreichte. Bauamtsleiter Friedhelm Moog war glücklich über die Tatsache, dass es gelungen sei, den Winzerverein nach nur 35-wöchiger Renovierungs- und Umbauphase in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Daran hätten auch die Lantershofener Bürger einen großen Anteil, die manche Arbeitsstunde ehrenamtlich erbrachten, unterstrich Moog.

Der Kreisbeigeordnete Horst Gies, der in Vertretung von Landrat Dr. Jürgen Pföhler nach Lantershofen gekommen war, zeigte sich vom „neuen“ Winzerverein ebenfalls begeistert. „Ich freue mich, wenn Landesgelder so sinnvoll eingesetzt werden“, betonte Gies und ging auch auf die ganz besondere Traditionspflege der Lantershofener Schützen ein: „Traditionsbewahrung ist nichts altbackenes – im Gegenteil. Gerade in Zeiten von Facebook, Twitter und Co ist dies besonders wichtig“. Ortsvorsteher Leo Mattuscheck dankte auch den politischen Gremien, deren Entscheidungen die Renovierung des Winzervereins erst möglich machten. Als „optimales Zusammenspiel von Bauamtsleiter Friedhelm Moog, Bürgermeister Achim Juchem, den Baufirmen und den freiwilligen Helfern“ bezeichnete der Vorsitzende der Bürgervereinigung Lantershofen, Erich Althammer, die perfekte Renovation der guten Stube des Ortes und wies auf die von der Bürgervereinigung ebenfalls just renovierte Fahne der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft aus dem Jahre 1879 hin, die dank der Unterstützung des Glasers Stelzer in neuem Rahmen den Saal des Winzervereins ziert. Für die Ahrweiler Junggesellen-Schützen überbrachte Hauptmann Lukas Knieps nicht nur ein Weinpräsent,  sondern unterstrich auch das brüderliche Verhältnis der Ahrweiler und Lantershofener Schützen, die mit dem Erhalt der Traditionen die gleichen Ziele und Interessen verfolgen. Der Ahrweiler Bürgerschützenkönig Willi Busch blickte auf seine erste Rede in Lantershofen vor 13 Jahren zurück, damals noch als Hauptmann der St. Sebastianus-Bürgerschützen. „Die Lantershofener Kirmes ist ein hohes Kulturgut, das zum guten Miteinander der Bevölkerung beiträgt“, so Busch.

Natürlich wurden im Rahmen des Festkommers mit Karl-Josef Scholl (40 Jahre), Rolf Ahrendt (30 Jahre), Uli Doll (25 Jahre), Werner Braun (20 Jahre) und Roman Kappen (10 Jahre) auch die Königsjubilare geehrt. In Person von Horst Schierack konnte zum zweiten Mal in der Geschichte der Gesellschaft ein Eisenjubilar (65 Jahre) gewürdigt werden, der sich jedoch krankheitsbedingt entschuldigt hatte. Horst Schierack, der schon vor vielen Jahren aus Lantershofen wegzog, blieb seinem Heimatort dennoch immer eng verbunden und stiftete den Schützen jetzt ein Zepter mit der Inschrift „Heimat ist da, wo mein Herz ist.“ Nach neuerlicher Parade stand dann am Abend der große Königsball mit Live-Musik der Band „Roadrunner“ auf dem Programm. Ihren Ausklang hatten die umfangreichen Feierlichkeiten mit dem Dienstags-Trinkzug, bei dem sich die Bevölkerung bei den Junggesellen für die Ausrichtung der Kirmes bedankt.

Lantershofen feierte eine rauschende Kirmes


Hochbetrieb in Kirche und Winzerverein – Patronatsfest endet am Dienstag

Schwarzer Anzug, silberne Krawatte, Zylinder, so der Dresscode bei mehr als 200 Männern. Weiße Hose, grüne Uniform, Kappe mit oder ohne Federbusch, so kleiden sich rund 40 Jungs und junge Männer. Weiße Bluse, schwarzer Rock, das ziehen rund 30 junge Frauen an. Untrügliche Zeichen für die Lambertus-Kirmes in Lantershofen. An allen Ecken und Enden sah man am Sonntag und Montag derart gekleidete Menschen in dem Grafschafter Ort. Treffpunkt für alle war der Saal des frisch renovierten Winzervereins mit dem Kirmes-Festkommers am Montagmorgen.

Die Lambertuskirmes beginnt mit dem Hochamt am Sonntag. Die Junggesellen-Schützen feiern mit Bürgern und Geistlichkeit das Patronatsfest von Kirche und Gesellschaft. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
König Benedikt Fabritius(2.v.l.) ist mit Silberjubilar Uli Doll (3.v.l.), Eisenjubilar Horst Schierak (r.) und Hauptmann Johannes Schütz angetreten vor der Abnahme der Parade und den Ehrenbezeugungen.

Die Feiern haben eine fast 90-jährige Tradition. Keine verstaubte, sondern eine lebendige. Die schick gekleidete Festversammlung blieb nicht unter sich, das ganze Dorf feierte mit, als das Hochamt am Sonntagmorgen die Höhepunkte des Patronatsfestes zu Ehren des heiligen Lambertus einläutete. Verantwortlich für das Fest, das wie kein anderes im Ort die Dorfgemeinschaft vereint, sind die Junggesellen-Schützen unter dem Vorsitz ihres Hauptmanns Johannes Schütz. An seiner Seite: der neue Schützenkönig Benedikt Fabritius, der vor Wochenfrist den Vogel von der Stange holte.

Fanfarenklänge ertönen zusammen mit der Kölner Colonia-Blasmusik.
Fähnrich Markus Fabritius schwenkt die Fahne zu Ehren seines Königs und Bruders Benedikt.

Einer der Höhepunkte: der Festkommers am Montagmorgen. Bürgern, Junggesellen, Brötchesmädchen und Ehrengästen vorbehalten, kam dort zum Ausdruck, wie das 1500-Seelen-Dorf Lantershofen gepolt ist. 525 Jahre nach der ersten urkundlichen Erwähnung Lantershofener Schützen, die die Ahrweiler Fronleichnamsfeiern sicherten, sprach Johannes Schütz über Kirchweih und Schutzpatron Lambertus, der über Kirche, Dorf, Burg und die Junggesellen wacht und über die Verbindung all dieser Institutionen, denen Lambertus als Patron der kleinste gemeinsame Nenner ist. Ein Jubiläum also.

Der Montagmorgen beginnt mit einem feierlichen Gottesdienst in der Lambertuskirche.
Kranzniederlegung und Ehrung der Gefallenen und Verstorbenen: "Ich hatt' einen Kameraden, einen bessren findst Du nit..."

Ein weiteres feiert die Lambertus-Kirche, die „50“ wird. Regens Volker Malburg lud zu den Feiern am 17. Dezember in eine Kirche ein, die Gebet, Gemeinschaft und das Feiern zur Form des lebendigen Glaubens verbinde. Malburg blickte in die Zukunft, wo die Fronleichnamsprozession möglicherweise zentral in Ahrweiler gefeiert wird. „Die Tradition kommt vielleicht nach über 500 Jahren dann zurück.“

König Benedikt Fabritius (4.v.r.), Hauptmann Johannes Schütz (5.v.r.), die Junggesellen-Abordnung aus Ahrweiler (mit roten Rosen) und die Jubilare mit ihren Begleitern nehmen die Ehrungen entgegen.
Im flammneuen Saal des Winzervereins eröffnet Hauptmann Johannes Schütz (l.) den Festkommers und stimmt mit König Benedikt Fabritius (2.v.l.), seinem Vater Werner (3.v.l.) und der Gesellschaft ein Weinlied an: "Ein Prosit, ein Prosit..." und freuen sich über einen bestens gefüllten Saal.

Ein großes Thema: der frisch renovierte Winzerverein. Bürgermeister Achim Juchem freute sich, dass der Saal seine Seele behalten habe und dankte dem Alteigentümer, also der Lantershofener Winzergenossenschaft, für ihr Engagement. Bauamtsleiter Friedhelm Moog betonte die sportliche Aufgabe, bis zur Kirmes mit den Arbeiten fertig zu werden. Ortsvorsteher Leo Mattuscheck und der Vorsitzende der Lantershofener Bürgervereinigung, Erich Althammer, wiesen auf die Eigenleistungen und die seitens der Bürger übernommen Restaurierungen der alten Junggesellen-Fahne und der Lambertus-Skulptur hin. Und der Kreisbeigeordnete Horst Gies freute sich, dass Landesgelder sinnvoll verwendet wurden.

Nach der Eröffnungsrede von Hauptmann Johannes Schütz beginnt mit Studienhaus-Regens Dr. Volker Malburg der Reigen der Festtagsreden.
Bei den Rednern darf natürlich Bürgermeister Achim Juchem nicht fehlen, der sich mit der Festgesellschaft über das renovierte Anwesen Winzerverein freut.

Grußworte und Gratulationen waren zudem von den Vertretern der Ahrweiler Schützengesellschaften zu hören, musikalisch brachten das Junggesellen-eigene Tambourcorps und die Fanfarenbläser ihre Gratulationen an König Benedikt Fabritius und Silberjubilar Uli Doll zum Ausdruck. Schwenkfähnrich Markus Fabritius, der noch vor Wochenfrist seinem Bruder Benedikt die Königswürde überlassen musste, sorgte für Ovationen.

Gruppenbild mit Bürgermeister. Dieser hat es mal wieder geschafft, die Gesellschaft in der Saalmitte zum Foto zu versammeln. Er schickt soche Bilder gerne ins französiche Fauville, der Partnerstadt von Grafschaft.
Bauamtsleiter Friedhelm Moog lobt die gute Zusammenarbeit mit Vereinen und Firmen und erhält von der Festgesellschaft viel Beifall für sein großes Engagement bei der Renovierung und dem Um- und Anbau des Winzervereins.

Der Festkommers war nicht öffentlich, aber an den Nachmittagen verfolgten im Ort viele Zuschauer die Stechschritt-Paraden der Lantershofener Junggesellen-Schützen. Das Fest begann offiziell am Sonntagmorgen mit dem Hochamt, bei dem die Lantershofener Chöre die Lambertus-Messe sangen. Am Mittag zogen Junggesellen mitsamt Spielmannszug und Blasorchester auf, um die Majestäten zur feierlichen Festandacht in die Lambertus-Kirche zu geleiten. Vor der Kirche präsentierte sich die Gesellschaft dann dem Publikum. Die Fanfarenbläser traten auf, Fähnrich Fabritius schwenkte die Fahne zu Ehren der Majestäten. Schließlich paradierte die komplette Gesellschaft vor Hunderten von Schaulustigen drei Mal im Stechschritt an den Königen vorbei. Dem anschließenden großen Festzug folgte am Abend im voll besetzten Saal des Winzervereins der  Kirmesball mit der Bonner Band „Roadrunner.“

Nach dem Festkommers und dem Dank an die Brötchesmädchen werden die obligatorischen Bilder auf der Treppe vor dem Saal geschossen. Foto: Friedhelm Sebastian.
Der Kirmesmontag schließt nachmittags mit der Parade und dem Abschreiten der Gesellschafts-Front ab, hier Hauptmann Johannes Schütz (l.) an der Seite von König Benedikt Fabritius, dahinter Silberjubilar Uli Doll.

Das Tambourcorps war früh am Montagmorgen auf den Beinen, um die Bevölkerung zu wecken. Dem Festgottesdienst folgte der Festkommers, ehe die Gesellschaft am Nachmittag erneut zu Fändelschwenken und Parade antrat. Am Abend fand schließlich der Königsball im Saal statt. Mit einem Trinkzug als Dank der Bevölkerung an die Junggesellen und einer Tanzveranstaltung endete am Dienstag die Lantershofener Lambertus-Kirmes.

Renovierter Heiliger Lambertus vor Kirmes zurück in Lantershofen


Nicht so einfach war es für den Vorstand der Bürgervereinigung Lantershofen um ihren Vorsitzenden Erich Althammer, den vor einigen Wochen abgenommenen und jetzt renovierten Heiligen Lambertus wieder an seinen angestammten Platz in der Nische am Winzerverein oberhalb des Remisentores zu bringen. Alleine aufgrund des Gewichtes der steinernen Figur von mehr als 150 Kilogramm geriet die Aktion zu einem Kraftakt für die weiteren Vorstandshelfer Werner Braun, Mario Fuchs, Harald Hess, Leo Mattuscheck und Thomas Schaaf. Ein kräftiger Dauerregen erschwerte zusätzlich den Einbau der Statue des Schutzpatrons der Lantershofener Winzer.

Der Heilige Lambertus kehrt bei miesem Wetter über die Überholspur der A 61 nach Lantershofen zurück. Mario Fuchs bringt ihn mit seinem Transporter sicher heim ins Dorf. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Rudolf P. Schneider, Erich Althammer, Mario Fuchs, Leo Mattuscheck und Harald Hess (von links) freuen sich im Atelier des Künstlers über den restaurierten Lambertus.

Zwar ist der Winzerverein heute keine winzerliche Einrichtung mehr, jedoch hat auch der neue Besitzer des Gebäudes Winzerverein, die Gemeinde Grafschaft, Wert darauf gelegt, die historische Substanz auch bei der neuen Nutzung des renovierten und erweiterten Gebäudekomplexes als öffentliches Dorfgemeinschaftshaus zu erhalten.

Erich Althammer, Harald Hess, Rudolf P. Schneider und Mario Fuchs (von links) müssen fest zupacken an der schweren Lambertusfigur.
Mittels Gerüst von TEAM-Gerüstbau und Stapler des Autohauses Fuchs gelingt die Verbringung des steinernen Lambertus nach oben in die Nische recht gut.

Die Bürgervereinigung hatte sich angeboten, die Restaurierung des Lambertus mit Lantershofener Kräften zu bewerkstelligen, um der Gemeinde die hohen Kosten zu ersparen. Restauratorin Marianne Scholl aus der Schmittstraße führte die Hauptarbeiten und die Vergoldung des Bischofsstabes durch, Rudolf  P. Schneider aus Altenahr richtete dem Lambertus die abgebrochene Hand und den Bischofsstab wieder neu. In Altenahr auch verpasste Restaurator Markus Simons der Figur die wegen der Außenaufstellung nötige Tränkung mit stabilisierenden Flüssigkeiten.

Schon ist es dunkel geworden. Golden glänzt der Bischofsstab. Weiter regnet es, so hat der Heilige Lambertus schon die ersten dunklen Regentropfen abbekommen.
Schon am nächsten Morgen hat Reinhold Harst das Gerüst beseitigt. Lambertus macht eine gute Figur. Rechts und links von ihm zwei Halterungen für die rot(vorne)-weißen Kirmesfahnen. Die Inschrift wird auch noch renoviert.

Trotz einiger Schwierigkeiten - so fehlte zunächst die Befestigungs-Gewindestange, die den Heiligen Lambertus vor dem Absturz bewahrt - konnte die Aktion trotz Regens auch Dank der vorherigen Aufstellung des erforderlichen Gerüsts durch Gerüstbauer Reinhold Harst erfolgreich abgeschlossen werden. Mario Fuchs leistete hierbei mit seinem Gabelstapler und einer schnell neu zurechtgeschweißten Gewindestange ebenfalls einen beachtlichen Beitrag. Mit seinen Vorstandskollegen freute sich Vorsitzender Erich Althammer: " Die Kirmes kann kommen, der Heilige Lambertus steht wieder am alten Platz."

Paraden und Bälle zur Lambertus-Kirmes


Die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft St. Lambertus Lantershofen lädt ein zur Kirmes. Fotos in diesem Bericht: Thomas Schaaf (2016).

Traditionsreiches Patronatsfest steht an – Winzerstraße wird gesperrt

Zu Ehren des heiligen Lambertus, des Schutzpatrons der Lantershofener Kirche, findet alljährlich am dritten Septemberwochenende die traditionelle Kirmes als Höhepunkt der Feierlichkeiten in Lantershofen statt. Die Kirmes ist, nachdem auch wieder ein Schausteller gefunden werden konnte, mittlerweile wieder zum Fest für Menschen jeden Alters geworden. Was bleibt: offizieller Start ist erst am kommenden Sonntag, 15. September. Dafür geht das Fest bis Dienstag.

Zur lockeren Einstimmung auf die Kirmes wird dem neuen Schützenkönig aber schon am Samstag, 14. September, vom Tambourcorps ein Ständchen dargeboten und anschließend im Lantershofener Winzerverein ein geselliger Abend, für jedermann zugänglich, verbracht. Es folgen Tage mit üppigem Programm. Am Kirmessonntag wird zunächst ab 9:30 Uhr das Festhochamt gefeiert. Mittags öffnen die Schausteller auf und vor dem Gelände des Winzervereins ihre Geschäfte. Dafür wird die Winzerstraße von Freitag bis einschließlich Dienstag für den Durchgangsverkehr gesperrt. Am Sonntag findet um 15:30 Uhr die Festandacht statt, an die sich nahe der Kirche ein Platzkonzert mit Fähndelschwenken, Stechschritt-Paraden und einem Festzug durch den Ort anschließt. Um 20 Uhr beginnt im Saal des Winzervereins der Kirmesball, zu dem in diesem Jahr die Bonner Top-Band „Roadrunner“ aufspielt. Hier machen die Veranstalter gerne deutlich, dass die Tanzveranstaltungen öffentlich und für jedermann zugänglich sind. Im Rahmen der Kirmes findet lediglich der Festkommers am Montagmorgen nur für geladene Gäste statt.

Höhepunkte der Kirmes sind auch die Paraden und Platzkonzerte in der Brennerstraße an der Kirche (2016).

Besagter Kirmesmontag wird in aller Frühe mit dem „Wecken“ durch das Tambourcorps eingeläutet, bevor um 8 Uhr der Festgottesdienst beginnt. Im Anschluss an diesen finden vor der Kirche die Gefallenenehrung sowie ein Platzkonzert und das Fähndelschwenken statt. Der anschließende Festkommers zu Ehren der Majestät ist Junggesellen, Brötchesmädche und Mitgliedern der Bürgervereinigung sowie Ehrengästen vorbehalten. Das Kirmestreiben der Schausteller beginnt wie am Vortag um die Mittagszeit. Am Nachmittag gegen 16:30 Uhr sind dann nahe der Lambertuskirche erneut die Kirmesmontagparade samt Platzkonzert, Fähndelschwenken und Festzug zu erleben. Zum Abschluss des Tages spielt beim Königsball, zu dem die Gesellschaft uniformiert erscheint, erneut die Tanzband „Roadrunner“ um 20 Uhr im Winzerverein auf.

Am Kirmesdienstag beginnt der Trinkzug, bei dem sich die Dorfbevölkerung bei den Junggesellen für die Ausrichtung der Kirmes bedankt, um 14 Uhr und findet sein Ende in den Abendstunden im Saal des Winzervereins. Dort klingt die Lambertuskirmes bei Tanz und Musik aus.

Nach dem 120. Schuss fiel der Vogel von der Stange


Benedikt Fabritius ist neuer Schützenkönig

Wenn in Lantershofen die Schützenfest-und Kirmeswochen anstehen, ist selbst Petrus „ne Lantesche“. Begann das erste Festwochenende noch mit kühlen Temperaturen und Regenschauern, zeigte sich pünktlich zum sonntäglichen Schützenfest allerbestes Spätsommerwetter, oder, passend zum besonderen Anlass des Tages: Königswetter. Gut so, denn der Tag sollte in die Historie der Lantershofener Schützenfeste eingehen, doch dazu später mehr. Wie es guter Brauch ist, begannen die Feierlichkeiten mit dem morgendlichen Frühschoppen, bevor dann die insgesamt 14 Vereine des Ortes ihr Wettschießen um den Lambertus-Pokal austrugen. Nach unterhaltsamem Gefecht gingen schließlich die Motorradfreunde Lantershofen als Sieger vom Schießstand, dicht gefolgt vom Trägerverein des Winzervereins. Es folgte das ebenfalls mit langer Tradition verbundene „Sauschießen“ der Lantershofener Junggesellen-Schützen gegen die Brudergesellschaft aus Ahrweiler, das Vitus Appel mit dem entscheidenden Schuss auf das Borstentier zu Gunsten der Rotweinstädter entscheiden und sich so zum Saukönig krönen lassen konnte. Je näher der Abend rückt, desto mehr steigt rund um den Schießplatz an der Lambertus-Hütte die Spannung, kommt es doch zum alljährlichen Höhepunkt des Festes: Dem Königsschießen.

Felix Bender und Maxi van Weenen tragen den erledigten Königsvogel. Jungesellenkameraden tragen den neuen König Benedikt Fabritius unter großem Beifall auf den Schultern in die Lambertushütte. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Hauptmann Johannes Schütz (l.) und Ex-Majestät Robin Grießel (r.) überreichen Benedikt Fabritius die Königsinsignien.

Und das sorgte diesmal schon zu Beginn für ein historisches Novum. Mit Benedikt Fabritius, Flötist im Tambourcorps der Junggesellen Schützen-Gesellschaft, und Schwenkfähnrich Markus Fabritius rang erstmals ein Brüderpaar um die Lantershofener Königswürde. Gebannt beobachteten die weit mehr als 300 Zuschauer das Geschehen an den Gewehren, ehe nach fast anderthalb Stunden, genauer gesagt um exakt 20:20 Uhr und nach dem 120. Schuss, der hölzerne Greif endlich von der Stange fiel. Benedikt Fabritius war es, dem der entscheidende Treffer gelungen war. Unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer und auf den Schultern seiner Kameraden zog die neue Majestät in die Lambertus-Hütte ein, wo Hauptmann Johannes Schütz einer der ersten Gratulanten war. Der 26-jährige Benedikt Fabritius, von Beruf Elektriker bei der Firma „Deutsche Steinzeug“, tritt mit seiner Regentschaft in die Fußstapfen seines Cousins Stefan Fabritius, der vor 23 Jahren als Lantershofener Schützenkönig amtierte. „Der alte König ist tot, es lebe der neue König!“, rief Hauptmann Johannes Schütz aus und die scheidende Majestät Robin Grießel überreichte ihrem Nachfolger Königskette und Zepter als äußere Zeichen der Königswürde. Erich Althammer überbrachte dem neuen König die Glückwünsche der Ortsvereine, Ortsvorsteher Leo Mattuscheck gratulierte im Namen der Bevölkerung und Hauptmann Lukas Knieps für die Ahrweiler Junggesellen-Schützen. Dann wurde der neue König, begleitet vom Tambourcorps, dem Fackelgeleit der freiwilligen Feuerwehr und zahlreichen Bürgern unter dem festlichen Glockengeläut der St. Lambertus Kirche beim Zug durch den Ort den Lantershofenern vorgestellt. Noch bis tief in die Nacht feierten die Junggesellen mit ihren ehemaligen Königen und Hauptleuten beim so genannten „Königsabend“ den nun 81. Schützenkönig der Gesellschaft. 

Benedikt Fabritius ist Schützenkönig in Lantershofen


Den eigenen Bruder im Königsschießen besiegt 

Das gab es in Lantershofen nach Ansicht der Kirmesexperten noch nie: zwei Brüder kämpfen im Schießstand um die Schützenkönigswürde der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft “St. Lambertus.“ So geschah es am vergangenen Sonntag. Auf der einen Seite Benedikt Fabritius, 26 Jahre alt und Flötist im Tambourcorps der Lantershofener Junggesellen. Daneben sein jüngerer Bruder Markus, Schwenkfährich der Gesellschaft. Gute eine Stunde lang schossen die beiden auf die Stange, die den hölzernen Königsvogel hält. Mit dem 120. Schuss gab das Holz nach, der Vogel fiel und der ältere der beiden Brüder reckte die Arme in die Höhe. Um 20:20 Uhr stand fest: Lantershofen wird die Lambertus-Kirmes in der kommenden Woche mit König Benedikt an der Spitze feiern.

Der Schützenplatz am Ende der Lambertusstraße war ganztägig sehr gut besucht. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Zwei Brüder im Wettkampf mit den Gewehren: Benedikt Fabritius (links) und Markus Fabritius (4.v.l.). Schießverantwortliche sind Maurice Ley (2.v.l.), Stefan Dünker (3.v.l.) und am Fernglas Lars Henscheid.

Böllerschüsse verkündeten die frohe Botschaft der Bevölkerung. Auf den Schultern seiner Kameraden wurde die neue Majestät in die Lambertushütte getragen, ließ sich auf dem Weg dorthin schon kräftig feiern und bekam dann vom Hauptmann und Vorsitzenden der Gesellschaft zu hören: „Der alte König ist tot, es lebe der neue König.“ Mehr als 300 Festgäste verfolgten das Prozedere und stimmten in Jubel ein. Vorgänger Robin Grießel gab die äußeren Zeichen der Königswürde, Zepter und Königsketten weiter und verabschiedete sich vom Amt des Königs.

Von allen Seiten bejubelt wird der neue König Benedikt Fabritius und von Maurice Ley (r.) und seinem Bruder Markus Fabritius (l.) auf den Schultern in die Lambertushütte getragen.
In der Lambertushütte erhält der neue König Benedikt Fabritius Zepter und Königskette von seinem Vorgänger Robin Grießel (2.v.r.) überreicht und freut sich über den Königsschuss.

Derweil nutzte eine große Schar von Gratulanten die Gelegenheit, die neue Majestät zu beglückwünschen. Ortsvorsteher Leo Mattuscheck überbrachte die besten Wünsche des Dorfes, Erich Althammer gratulierte für die Ortsvereine, Ahrweiler Junggesellen-Hauptmann Lukas Knieps für die Brudergesellschaft aus der Kreisstadt. Brötchesmädche und Junggesellen gratulierten ebenfalls, aber auch Gaby und Werner Fabritius, die Eltern der neuen Majestät. Im Ort selbst wurde der Schützenkönig am Abend unter Glockengeläut in einem Fackelzug vorgestellt. Noch bis tief in die Nacht feierten die Junggesellen mit ihren ehemaligen Königen und Hauptleuten den nun 81. Schützenkönig der Gesellschaft.

Mit Glockengeläut führte der Festzug zum Elternhaus. Fähndelschwenken von Fähnrich Markus Fabritius, Ständchen und ein kleiner Umtrunk standen auf dem Programm.
Hauptmann Johannes Schütz (l.) und König Benedikt Fabritius (Mitte) nehmen vor dem Elternhaus des Königs die Ehrenbezeugungen im Kreise der Familie und der Gesellschaft entgegen.

Schon am Morgen des Schützenfesttages hatten sich die Vertreter von 14 Ortsvereinen zum Wettschießen um den Lambertus-Pokal versammelt, aus dem die Motorradfreunde als Sieger hervor gingen, Wilfried Kunkel gelang der entscheidende Schuss auf das Vereinslogo. Am Nachmittag gingen dann im Wettschießen der Vorstände der Junggesellen aus Ahrweiler und Lantershofen die Gäste nach einem Volltreffer von Vitus Appel als Sieger hervor.