Aktuelles


vom Verein

Lantershofener Junggesellenschützen mit Änderungen im Ablauf der Maifeierlichkeiten


Dorfmaibaum soll in Zukunft nach Möglichkeit wieder mit Micken gestellt werden

Am vergangenen Montag, den 30. April 2018, fand die Jahreshauptversammlung der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft "St. Lambertus" Lantershofen statt. Diese wurde die letzten drei Jahre in der Lambertushütte abgehalten, sollte dieses Jahr wieder im Keller des Winzervereins stattfinden, konnte aber auf Grund des Ausfalls der Maifeierlichkeiten des Dorfes in die Räumlichkeiten der Gaststätte verlegt werden. Eine weitere Änderung gab es bereits am Samstag zuvor, als der Dorfmaibaum nicht wie die Jahre zuvor mit Muskelkraft, sondern mit der Hilfe eines Krans aufgestellt wurde.

Auf dem Waldgrundstück von Otto Krämer wurde der Stamm mit Hilfe von Reinhold Harst geholt.
Bildunterschriften in diesem Bericht: Robin Grießel. Foto: Robin Grießel.
Der Kran der Firma Floßdorf übernahm den sonst schweißtreibenden Part des Stellens. Foto: Johannes Schütz

Auch das am 30. April stattfindende Maianspielen und -ansingen wurde in Folge des tragischen Unfalls ausfallen gelassen und so zog das Tambourcorps mit Musik zur Majestät Benedikt Fabritius um diese abzuholen und - nach einem kurzen Umtrunk - zur Generalversammlung zu geleiten. Diese wurde um 20:21 Uhr durch Junggesellen-Hauptmann Johannes Schütz eröffnet, welcher die zahlreich erschienenen Gesellschaftsmitglieder begrüßte. Man gedachte zunächst gemeinsam in einer Schweigeminute aller im Laufe der Geschichte verstorbenen, gefallenen und vermissten Kameraden. Darauf folgte die Aufnahme neuer Mitglieder in die Gesellschaft. In diesem Jahr konnte Jan van Weenen als neuer Junggeselle für den Verein gewonnen werden. Im Anschluss wurde mit 41 Anwesenden die Beschlussfähigkeit der Versammlung festgestellt. Bevor Schriftführer Tim Ley und Kassierer Clemens Queckenberg das zurückliegende Vereinsjahr in Form eines Geschäfts- und eines Kassenberichtes nochmals zusammenfassten wurde ein offener Meinungsaustausch über die Art und Weise des Maibaumstellens geführt. Im Anschluss an diese wurde dann von der Gesellschaft über das Zukünftige Verfahren eine Abstimmung geführt, welche zum Ergebnis hatte, dass in Zukunft der Dorfmaibaum weiterhin per Hand gestellt werden soll, aber der Baum in Größe und Dicke eine maximale Obergrenze nicht überschreiten soll. Dies ist jedoch nur ein Meinungsbild, da die jährliche Entscheidung durch den amtierenden Vorstand und den Hauptmann den Umständen entsprechend gefällt wird. Für die Kassenprüfer Matthias Schopp und Stefan Dünker sprach letzterer und bescheinigte dem Vorstand eine korrekte Buchführung. Der von den Kassenprüfern empfohlenen Entlastung des Vorstands entsprach die Mitgliederversammlung einstimmig.

Der neu gewählte Vorstand der Gesellschaft (v.l.n.r.): Major Nils Henscheid, Majestät Benedikt Fabritius, 1. Offizier Tim Ley, Schwenkfähnrich Markus Fabritius, Kassierer Christian Herz, Hauptmann Johannes Schütz, Tragfähnrich Julian Schmitz, 2. Offizier Andreas Franzen und Schriftführer Leon Schneider. Foto: Maurice Ley.

Der Entlastung folgte die Neuwahl. Bei den Lantershofener Junggesellen stehen jedes Jahr alle Ämter zur Wahl. Eingeleitet wurden die Wahlen durch die von Schützenkönig Benedikt Fabritius geleitete Neuwahl des Hauptmanns. Die Gesellschaft bestätigte per Akklamation einstimmig den bisherigen Posteninhaber, Johannes Schütz, in seinem Amt als Vorsitzender der Gesellschaft. Dieser übernahm damit auch die weitere Leitung der Versammlung. Als nächstes stand der Posten des 1. Offiziers und stellvertretenden Vorsitzenden zur Wahl. Der bisherige Amtsinhaber, Justin Waldecker, verzichtete auf eine erneute Kandidatur und schied somit aus dem Vorstand aus. Um seine Nachfolge bewarb sich der bisherige Schriftführer der Gesellschaft, Tim Ley, und wurde ohne Gegenkandidaten einstimmig per Akklamation von den Mitgliedern gewählt. Zur ersten geheimen Wahl des Abends kam es bei der Postenbesetzung des 2. Offiziers. Darauf bewarben sich Amtsinhaber Christian Herz, Tambourcorpsmitglied Andreas Franzen und Tambourcorpsmitglied Leon Schneider. Franzen konnte die Wahl deutlich mit 28 Stimmen für sich entscheiden. Auch bei der Neubesetzung des Amtes des Tragfähnrichs musste geheim gewählt werden. Amtsinhaber Maurice Ley trat nicht erneut für den Vorstand an. Um seine Nachfolge konkurrierten der bisherige 1. Offizier, Justin Waldecker, der bisherige Begleiter der Schwenkfahne Julian Schmitz und Tambourcorpsmitglied Leon Schneider. Schmitz konnte die Wahl mit 25 Stimmen für sich entscheiden. Bei der Wahl zum Fähnrich der Schwenkfahne stellte sich nur Amtsinhaber Markus Fabritius zur Wahl, welcher per Akklamation einstimmig im Amt bestätigt wurde. Ebenso verlief es beim Amt des Tambourmajors, in welchem der bisherige Posteninhaber, Nils Henscheid, in offener Abstimmung ohne Gegenkandidaten einstimmig bestätigt wurde. Zum Nachfolger von Tim Ley wählte die Mitgliederversammlung per Akklamation ohne Gegenkandidaten Leon Schneider. Zum Abschluss der Vorstandswahlen erfolgte die Neubesetzung des Kassierers. Amtsinhaber Clemens Queckenberg kandidierte auf Grund eines Auslandsaufenthaltes nicht erneut als Kassierer und schied somit nach nur einjähriger Vorstandszeit aus diesem aus. Um seine Nachfolge bewarb sich der bisherige 2. Offizier Christian Herz. Dieser wurde ohne Gegenkandidat per Akklamation gewählt.

Allen aus dem Vorstand ausgeschiedenen Vereinsmitgliedern wurde für ihre bisherige Arbeit herzlich gedankt.

Neben den Vorstandsposten wählte die Gesellschaft auch die Ämter der Fahnenbegleiter und der Kassenprüfer neu. Zu Begleitern der Tragfahne wurden Matthias Schopp und Maurice Ley gewählt. Die Begleitung der Schwenkfahne übernehmen im kommenden Geschäftsjahr Joel Waldecker und Justin Waldecker. Als Kassenprüfer bestimmten die Vereinsmitglieder Robin Grießel sowie Matthias Schopp.

Unter dem abschließenden Tagesordnungspunkt "Sonstiges" wurden abschließend eine Reihe vereinsinterner Angelegenheiten teils kontrovers diskutiert und Anliegen von Seiten der Mitglieder an den neuen Vorstand herangetragen. Nach dem gemeinsamen Singen der Vereinshymne "Kommt alle froh zu ehren" entließ Hauptmann Johannes Schütz die Vereinsmitglieder um 00:30 Uhr nach einer diskussionsreichen Generalversammlung in die Mainacht.

Ein noch ausführlicherer Bericht mit Vorstellung der neuen Vorstandsmitglieder ist auf der Vereinshomepage der Junggesellen (www.jsg-lantershofen.de) unter Aktuelles/Neues vom Verein nachzulesen.

Maibäume in Lantershofen


 
 

Maibaum mit dem Floßdorf-Kran aufgestellt


Groß waren Schock und Betroffenheit der Lantershofener Junggesellen-Schützen über den schrecklichen Unfall in Nierendorf, bei dem ein junger Mann  beim Maibaumstellen ums Leben kam. Nach vielen Überlegungen und Gedanken hatten sich die Junggesellen in Gemeinschaft mit den anderen Vereinen und der Familie entschlossen, wie alljährlich gewohnt den traditionellen Maibaum aufzustellen und diesen als Zeichen der Verbundenheit mit einem Trauerflor zu versehen. Die Beschaffung eines Baumes geriet jedoch nicht so einfach wie in den vergangenen Jahren, hatte die Gemeindeverwaltung Grafschaft den Ortsbezirken keine Bäume aus dem Gemeindewald zur Verfügung gestellt. Ausgeholfen mit einem schönen Baum hatte daraufhin Otto Krämer, ehemaliger Hauptmann und König der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft St. Lambertus Lantershofen.

Schon von weitem fällt der schwere Kran, der in diesem Jahr die "Micken" ersetzt, beim Aufstellen des Baumes ins Auge. Fotos in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Beinahe Millimeterarbeit vollbrachte der Kranfahrer bei der Abstandsschätzung für die Kranaufstellung am Hause Weidel.

Wegen des traurigen Unfalls und der damit verbundenen besonderen Sensibilisierung für die Sicherheit hatten sich die Junggesellen-Schützen in einer geheimen Vorstandsabstimmung mit 6:3  für ein Aufstellen des Baumes mittels Kran entschieden. Hierdurch soll Zeit gewonnen werden, über die zukünftigen Verfahrensweisen "Aufstellung mit Micken" oder "Kranaufstellung" in den folgenden Jahren neu und aktuell befinden zu können. Hauptmann Johannes Schütz: "Dies soll jedoch kein bindender Gesellschaftsbeschluss werden, denn der Vorstand und der Hauptmann tragen beim Maibaumstellen die Verantwortung und sollten deshalb am Ende die Entscheidung selbst fällen können. Dies ist auch in unserer Geschäftsordnung so vorgesehen." 

Baumspender Otto Krämer (links) freut sich, den Junggesellen mit dem Maibaum aushelfen zu können. Erich Althammer (2.v.l.) und Werner Braun (3.v.l.) vom Bürgervorstand sowie Eugen Schopp bereiten die Brötchen- und Bierausgabe für die Zeit nach dem Baumstellen vor.
Nach dem Baumstellen ließ sich die "geschlöppte" Kette, mit welcher der Baum hochgezogen wurde, nicht mehr öffnen. Markus Fabritius musste auf die von Marco Schmidt flugs herbeigeschaffte 10-Meter-Leiter der Junggesellen-Schützen steigen und sie vom Stamm lösen. Üblicherweise benötigen die Junggesellen die Leiter am Schützenfest, um den Holz-Vogel in den Kugelfang einzubauen.

Wie Ortsvorsteher Leo Mattuscheck auf Nachfrage mitteilte, muss am Abend des 30. April das traditionelle "Maiansingen" am Maibaum wegen des tödlichen Unfalls in Nierendorf ausfallen. Daher wird auch der Winzerverein an diesem Abend für die Öffentlichkeit geschlossen bleiben, auch das von den Chören angebotene offene Singen musste ebenfalls abgesagt werden.

Veilchendienstagszug in Lantershofen


Zugwegbeschreibung für den Veilchendienstagszug.

Der Veilchendienstagszug startet am 13. Februar um 14:11 Uhr im August-Doerner-Ring hinter der Lantershofener Mehrzweckhalle. Der Zug schlägt den neuen Weg wie schon im Vorjahr ein, um dann als Ziel den NEUEN Winzerverein anzupeilen. Hier sorgen die Veranstalter, Musikfreunde und Junggesellen-Schützen, für eine After-Zoch-Party bei freiem Eintritt und Ende spätestens Aschermittwoch. Alle jecken Freunde aus der Umgebung sind eingeladen, am Veilchendienstag beim „Zoch“ dabei zu sein oder gerne auch als Fußgruppe oder mit Festwagen mitzugehen. Der Zugweg ist: Start im August-Dörner-Ring an der Mehrzweckhalle, Lambertusstraße, Karweilerstraße, Brennerstraße, Rheinstraße, Zweibrückenstraße, Hemmessenerstraße, Winzerstraße zum NEUEN Winzerverein mit der anschließenden After-Zoch-Party.

Lantershofener Narren versuchten sich mit anderem Konzept


Hitparade trifft Karneval

Neuer Winzerverein – neues Karnevalskonzept. Die Veranstalter der Lantershofener tollen Tage haben sich in diesem Jahr einiges an Neuerungen einfallen lassen, um die Narren zu unterhalten. Auf den Prüfstand geriet auch die einstige Karnevalsparty am närrischen Sonntag. Die fand nun einen Tag früher unter professioneller Mithilfe statt. Der Mayener Discjockey Johannes Held, der seit einigen Jahren immer am letzten Oktobersamstag mit seiner „Jukeboxparty“ zu Gast ist, konnte für einen weiteren Abend gewonnen werden.

Vollstes Haus in allen Sälen des NEUEN Winzervereins bei bester Karnevals- und Discostimmung. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
DJ Johannes Held ist mit allen Wassern der Musikarten gewaschen: Ob Beat, ob Hummbaa oder Täterää, er kann alles.

Die Zielgruppe war dabei nicht „Ü30“, es gab eine Jukeboxparty für jedes Alter. Das neue Konzept: die größten Hits aller Zeiten wurden mit jeder Menge kölscher Karnevalsmusik gemischt. Die Karnevals-Jukeboxparty lockte so viele Partygänger an, wie noch nie, seitdem die Veranstaltung in Lantershofen ist. Bis tief in die Nacht war die Tanzfläche voll, und dazu blieb es absolut friedlich. Zu erleben war zudem eine Riesen-Polonaise, aber auch jede Menge Hits aus den letzten fünf Jahrzehnten. Johannes Held traf alle Musikgeschmäcker.

„Weinkönigin“ steigert in Lantershofen den Umsatz


„Lantesche Alaaf“ hieß es im Lantershofener Winzerverein Dutzende Male, Raketen stiegen in den Himmel, Orden wurden verteilt: Das Dorf stieg in die Karnevalsfeiern ein. Mit Wucht und ohne Karnevalsgesellschaft (KG). Für die Narretei sorgten Junggesellen und Musikfreunde. Seit Jahrzehnten geht es ohne KG, aber dennoch genauso zünftig. Und dabei sind die Lantershofener ihrer Linie bisher treu geblieben. Auf dem Plakat steht schlichtweg „Kappensitzung“, auf der Bühne stehen überwiegend die Kräfte aus dem Ort. Einer der Schwerpunkte sind die Büttenreden, die es gleich zwei Mal sogar als Reimreden zu hören gab. Knapp 200 Gäste im restlos ausverkauften Winzerverein hatten fast sechs Stunden lang richtig Spaß. Das renovierte Dorfwohnzimmer gab das Motto her: „Auf zur Feier, auf zum Tanz – ein jecker Saal in neuem Glanz.“

Ein Spruch aus der Feder von Rolf-Dieter Schmitz. Der ist mittlerweile 80 Jahre alt und stieg als erster in die Bütt, und zwar als „Gutenberg“, der den Sinn seiner Erfindung infrage stellte: „Es wird gedruckt, wie jeder weiß, bei uns in Deutschland auch viel Sch … .“

Rolf-Dieter Schmitz beeindruckt als Gutenberg: "Es wird gedruckt, wie jeder weiß, bei uns in Deutschland auch viel Sch …. " Foto und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Beeindruckende Pantomime zaubern die örtlichen Kräfte Dany Celner (r.) und Lefti Salomidis (l.) auch unter Einbindung von Stefan Dünker als Liebhaber, der schließlich durch einen Schuss dem gehörnten Ehemann zum Opfer fällt.

Aber in Lantershofen gebe es viel Positives, das er gerne drucken würde: die Publikation rund um die Kirche, die Programme des Vereins Kulturlant, die Pläne des neuen Winzervereins oder aber die „jecken Dinge“ des Karnevals im Priesterseminar auf Burg Lantershofen. Die erste Rakete war fällig. Als Anheizerin für Stimmung und den Umsatz entpuppte sich die „Lantesche Weinkönigin“ Gaby Fabritius. Auch sie sprach in Versen, vor allem aber prostete sie dem Publikum nach jedem zweiten Satz zu. Ihr Tenor: „Wer im Frühjahr einen hebt, hat den Winter überlebt.“

Weniger beschaulich ging es beim Gespräch zwischen Doll & Döllchen zu, wo Tochter Stefanie Doll ihrer Mutter Gerda Schminktipps mit auf den Weg gab: „Du brauchst kein Make-up, da hilft nur plastische Chirurgie.“ Mutters Knutschflecken entpuppten sich als Würgemale und der Vater fehlte seit Wochen.

„Den findest Du im Garten, du musst nur ein bisschen graben.“ Gleich vom Bischofsbesuch auf die Bühne verschlug es die „Burgherren“, Regens Volker Malburg und Subregens Philipp Peters. Die waren alleine das Eintrittsgeld wert, schmiedeten Plänen zur finanziellen Rettung des Studienhauses in schweren Zeiten. Geld aus des Bürgermeisters Goldbären-Schatztruhe sei nicht zu erwarten, denn „dem hat der Pastor ja schon Kindergärten und Kirchturm angedreht, da geht nix mehr.“ Weil die Regenten ja nichts Vernünftiges gelernt hatten, müssten die Studenten des dritten Bildungswegs ran. Sie selbst präsentierten sich gekonnt als Doubles von Udo Jürgens oder Heinz Rühmann. Der Saal tobte und stimmte in die neue Dorfhymne „Lantershofen an der Ahr, bekannt durchs Priesterseminar“ ein.

Für den Zungenschlag aus dem Ruhrgebiet sorgte unterdessen Harry Weckbecker als „Kalle Grabowski.“ Der Aachener mimte den Schalke-Fan aus Gelsenkirchen: „Wenn du da niest, fallen dir zwei Briketts aus der Nase.“

Doll & Döllchen sind endlich auch wieder da. Stefanie Doll führt ernste Gespräche mit ihrer Mutter Gerda Doll.
Einen der vielen Höhepunkt im närrischen Sitzungsverlauf stellen die „Burgherren“, Regens Dr. Volker Malburg und Subregens Philipp Peters dar.

Aber es gab nicht nur Vorträge in Lantershofen. Das Tambourcorps der Junggesellen-Schützen kombinierte Marsch- und Karnevalsmusik. Die Ahrweiler Karnevalisten füllten die Bühne mit Prinzenpaar, Kinderprinzessin Clara, Stadtgarde und Funken vollends aus und boten zwei tolle Tänze. Das Männerballett Gelsdorf wagte riskante Hebefiguren, und die Bachemer Merle verwandelten den Winzerverein in ein überdimensionales Puppentheater. Da flogen die Mädchen beinahe bis auf den Winzervereins-Speicher.

Den Fast-Profis hatten die Lantershofener einiges entgegenzusetzen. Als LA-Freibeuter wirbelten Väter ihre Kinder durch die Lüfte. Die drei „dollen Trolle“ Jürgen Holzapfel, Hannes Dengg und Frank Luxem brachten ihre Zwergenfreunde mit, die ihnen auf Schritt und Tritt nachtanzten. Das war „Hänneschen-Theater“ lebensgroß. Starke Pantomime gab es vom Ouzo-Duo Dany Celner und Lefti Salomidis, sie holten die 30er Jahre zurück. Vom Fürsten zum Prinzen verwandelte sich schließlich Matthias I. (Fürst), Prinz auf Burg Lantershofen und einziger Prinz der Grafschaft. Als er verriet, dass Sitzungspräsiden Erich Althammer immer zu spät zur Messe kommt, hätte der ihm fast das Mikrofon verboten, nahm es dann aber karnevalistisch jeck zur Kenntnis und verteilte wieder einen der Orden.

Es wird wieder gefeiert: Festtage "Der NEUE Winzerverein"


Kaum sind die letzten Töne und Eindrücke der Lantershofener Lambertuskirmes verklungen, kündigt sich mit der großen Eröffnungsfeier des neuen Winzervereins der nächste Großevent an. Alle Lantershofener Vereine bis auf einen haben sich mit großem Elan an den Vorbereitungen beteiligt und werden für eine reibungslose Durchführung der "drei tollen Tage", wie es in der Ankündigung heißt, sorgen und sich um die Gäste kümmern.

Auch der Kirmesbürger auf dem Dorfplatz zwischen dem Brötchesmädchen und dem Junggesellen könnte seinen schwarzen Anzug und den silbernen Schlips mittlerweile ablegen: Die Kirmes "es eröm" (ist herum), es folgt das Dreitagefest "Der NEUE Winzerverein". Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Das Kirmesplakat hat gewechselt gegen den neuen Aushang für die drei tollen Tage: "Der Neue Winzerverein" von Freitag, 6.10. bis Sonntag, 8.10.2017.

Die Federführung bei der Verwirklichung und Organisation der Festidee  liegt beim Trägerverein  Winzerverein, der von MGV, Bürgervereinigung, TTC, VfB, Löschgruppe FFW, Musikfreunden und Förderverein Katharinchen tatkräftig unterstützt wird. Die Attraktionen reichen vom Kinderkino, Festakt, Wein- oder Spirituosenprobe, Seniorenfest, Popkorn, Kinderschminken und Kinderfest bis zum Mittagsmenü am Sonntag und eintrittsfreien Auftritten diverser bekannter Künstler am Freitag, Samstag und Sonntag. Das Nils-Christopher-Trio, die Coverband AC/BC, der Kölnbarde Hans-Jürgen Jansen, Kölsch-Schlagersänger D'r Frank und Jeckeditz treten mit ihren Programmen auf.  

Den Takt und den Nachwuchs immer im Blick


Tambourmajor Nils Henscheid probt mit jungen Leuten in der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“ Lantershofen“  

Nachwuchsförderung und Jugendarbeit sind in zahlreichen Vereinen tragende Säulen des Vereinslebens. Kinder und Jugendliche werden hier, fachkundig betreut, auf die Ziele und Aufgaben des Vereins vorbereitet um später auch im Erwachsenenbereich tätig sein zu können. Natürlich geht es auch um pädagogische Aspekte oder einfach „nur“ um sinnvollen Zeitvertreib. Weithin bekannt für ihre umfängliche Jugendarbeit sind in der Regel die verschiedenen Sportvereine, doch auch in anderen Vereinen wird dem Nachwuchs einiges geboten. Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“ Lantershofen. Bei diesem, erstmals 1492 urkundlich erwähnten Traditionsverein, vermutet man zunächst keine „Nachwuchsabteilung“ – doch das Gegenteil ist der Fall. Die Gesellschaft, der aktuell insgesamt mehr als 70 Mitglieder angehören, betreibt mit ihrem Tambourcorps seit vielen Jahrzehnten aktive und engagierte Jugendarbeit.

Den Takt und den Nachwuchs immer im Blick: Tambourmajor Nils Henscheid. Foto: Dirk Unschuld.
Zur Gefallenenehrung am Kirmesmontag ist Nils Henscheid mit seinem Tambourcorps vor der Lambertuskirche angetreten. Foto: Thomas Schaaf.

Hierfür direkt zuständig ist seit zwei Jahren Tambourmajor Nils Henscheid, der zuvor selbst über elf Jahre lang als Flötist im Tambourcorps der JSG gespielt hat. Sechs Jungmitglieder ab zwölf Jahren werden hier von Nils Henscheid derzeit an Flöte, Marschtrommel, Lyra, Fanfare, Becken und Basstrommel ausgebildet. Geprobt wird jeden Montagabend in den Räumlichkeiten der Lantershofener Mehrzweckhalle, vor Auftritten oder großen Festen finden Sonderübungseinheiten statt. In eben jener Mehrzweckhalle befindet sich auch das Instrumentenlager des Vereins. Einmal im Jahr findet ein so genanntes „Probenwochenende“ statt, das nicht nur der Verfeinerung des musikalischen Könnens zuträglich ist, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl und den Zusammenhalt fördert. In diesem Jahr fand dieses bei den Jungmitgliedern überaus beliebte Wochenende in der Jugendherberge Bad Münstereifel statt. Dabei beschränken sich die Aktivitäten der Nachwuchstambourmusiker keinesfalls nur aufs Proben – im Gegenteil: Die regelmäßigen Auftritte sind natürlich das Salz in der Suppe. So wird unter anderem bei vielen Lantershofener Festen wie beispielsweise Schützenfest, Kirmes, St. Martin, Maianspielen, Maubichfest, Goldhochzeiten oder Hochzeiten von Junggesellenmitgliedern live gespielt. Somit tragen die jungen Leute und das Tambourcorps aktiv zur Erhaltung der althergebrachten Traditionen Lantershofens bei.  Auch bei diversen Karnevalszügen, bei der Kirmes in Oeverich oder auf Anfrage zeigt das Tambourcorps der Lantershofener Junggesellen-Schützen sein Können.

Auch an der traditionellen Kirmesparade nehmen die Nachwuchs-Tambourmusiker teil. Foto: Dirk Unschuld.
Zum Festkommers im Saal des Winzervereins spielt das Tambourcorps mit Fanfarenklängen und Fähndelschwenken zu Ehren des neuen Königs auf. Foto: Thomas Schaaf.

Mit der Vollendung des 17. Lebensjahres können die Jugendlichen dann auch „richtiges“ Mitglied der Gesellschaft werden, sich später unter anderem im Vorstand engagieren. Nils Henscheid, der nach dem vor zwei Jahren abgelegten Abitur eine Lehre bei der Firma GKN Sinter Metals Components in Bonn absolviert, ist nicht nur für die musikalische Ausbildung seiner jungen Schützlinge zuständig, sondern kümmert sich auch um die Pflege und Lagerung der Instrumente, um das Liedprogramm, den einheitlichen Auftritt und vieles weitere mehr. Als Tambourmajor muss der 21-jährige immer vornewegmarschieren und entsprechend den Takt vorgeben. Auch dabei hat Nils Henscheid den Tambour-Nachwuchs stets im Blick und steht, falls notwendig, mit Rat und Tat zur Seite.

Beim Tambourcorps der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“ Lantershofen können männliche Jugendliche ab zwölf Jahren mitmachen. Geprobt wird immer Montagsabends ab 18:30 Uhr in der Mehrzweckhalle Lantershofen. Interessierte sind bei den Proben jederzeit herzlich willkommen. Außerdem findet am 1. Oktober 2017 ein Schnuppertag in der Mehrzweckhalle statt, zu dem auch jüngere Interessierte (unter zwölf  Jahren) herzlich eingeladen sind. Ansprechpartner ist Nils Henscheid, E-Mail: info@jsg-lantershofen.de. Weitere Informationen finden sich auch im Internet unter www.jsg-lantershofen.de.