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Kult-Spezialität präsentiert von Junggesellen und Brötchesmädchen 


Seit der sogenannten napoleonischen Zeit, als man in hiesigen Gefilden den Obstanbau propagierte, finden sich rund um Lantershofen zahlreiche Obstbäume, von denen überwiegend Birnen geerntet wurden. Ob auf Wiesen, Feldfluren oder in Gärten - nahezu überall waren Obst und Birnen präsent. Dies ist in Lantershofen, wenn auch in zumeist anderer Form, bis heute der Fall. Hier sei beispielsweise der Birnensortengarten am Birnenrundwanderweg oder die landwirtschaftlichen Obstplantagen außerhalb des Dorfes genannt. In früheren Zeiten verarbeitete man den oftmals reichhaltigen Obstertrag nicht nur in der Küche, sondern auch in den Lantershofener Brennereien und für das kultige „Lantesche Birnen-Nationalgebäck": Den Maubich.

Das seit Generationen von ganz wenigen Lantershofener Hausfrauen und von der Junggesellen-Schüt- zengesellschaft „St. Lambertus" streng gehütete Rezept reicht in Sachen Geheimhaltung locker an die ominöse Mixtur von „Coca Cola" heran. Nur so viel ist klar: Die notwendigen Birnen werden von den Junggesellen in Eigenregie gesammelt, getrocknet und geviertelt. Hieraus entsteht, versehen mit verschiedenen Gewürzen, eine dunkle Fruchtmasse, die sich in Verbindung mit einem Hefeteigboden zum Maubichkuchen vereint. Da heute keines der historischen Lantershofener-Backhäuser („Backes") mehr existiert, werden die Kuchen bei Bäckermeister Eberhard Valder im Nachbarort Karweiler ausgebacken. Um eben jenen Maubich gebührend zu zelebrieren, veranstalten die Lantershofener Junggesellen seit fast einem halben Jahrhundert das Maubichfest. 

Eigentlich rund um den Winzerverein stattfindend, war jetzt zum zweiten Mal die mitten im Dorf gelegene alte Schule Schauplatz des Traditionsfestes. Im vergangenen Jahr war man wegen der Renovierungsarbeiten am Winzerverein an die alte Schule „umgezogen". Das kam bei den Gästen bestens an und so fiel den Junggesellen die Entscheidung, erneut diese „Location" zu nutzen, nicht schwer. Auch im kommenden Jahr soll es, so möglich, den Maubich wieder an der alten Schule geben. Kein Wunder, hat doch der dortige „Biergarten" seinen ganz eigenen, urigen Charme. Los ging das Maubichfest Samstagabends mit dem obligatorischen Sibbeschröm-Turnier, das Matthias Schopp für sich entscheiden konnte. Sonntags lockten dann Frühschoppen und herzhafter Mittagstisch mit Spießbraten und Würstchen, bevor um Punkt 14 Uhr endlich der von den Gästen bereits sehnsüchtig erwartete Maubich von den Brötchesmädchen verausgabt wurde. Ob ein Stück direkt vor Ort oder ein ganzes Exemplar für Zuhause - die 85 Maubichkuchen waren innerhalb weniger Minuten restlos ausverkauft. Neben zahlreichen Besuchern aus Lantershofen und den umliegenden Orten fanden auch Wanderer, Radfahrer und die befreundeten Junggesellenvereine aus Oeverich und Ahrweiler den Weg zum Maubichfest. Bei hochsommerlichen Temperaturen waren die verschiedenen Kaltgetränke überaus beliebt. Das galt auch für den passend zur Fußball-Weltmeisterschaft in Russland angebotenen Cocktail „Moscow Mule". Die kleinen Gäste ließen es sich währenddessen auf der großen Hüpfburg gut gehen .Mit gemütlichem Beisammensein und der Übertragung des WM-Finales zwischen Frankreich und Kroatien endete ein erneut erfolgreiches Maubichfest.

80 Kuchen gingen beim Maubichfest über die Theke


Am Maubich scheiden sich die Geister

„Morgen gibt es wieder den Kuchen, der lecker schmeckt oder gar nicht, dazwischen gibt es keine weitere Meinung.“ Ein Gast beim Lantershofener Maubichfest brachte es am Samstagabend auf den Punkt. Denn der Sonntag stand einmal mehr im Zeichen dieses eigentümlichen Gebäcks „Maubich“, eines Hefebodens mit einem dunkelbraunen Belag. Manch einem läuft das Wasser im Munde zusammen, andere mögen die Süßspeise partout nicht. Um das Rezept machen die Lantershofener Junggesellen-Schützen ein großes Geheimnis, es werde nur in ganz wenigen Familien vererbt, sagt der Hauptmann und Vorsitzende Johannes Schütz. Fest steht: im Herbst werden zentnerweise Birnen geerntet, richtig feste Früchte müssen es sein. Die werden in mühevoller Arbeit von den Junggesellen und „Brötchesmädche“ geachtelt, entkernt und gebacken, bis sie zäh wie Leder sind. In Leinensäcken gelagert verbringen sie das nächste gute halbe Jahr auf dunklen Speichern, ehe sie im Juli hervorgeholt und gemahlen werden. Zusammen mit den „geheimen“ Zutaten entsteht der dunkelbraune Belag, den die Junggesellen dann beim Maubichfest ihren Gästen in Kuchenform servieren. Die Kuchenfans am Sonntag stehen Schlange für die eigenwillige Spezialität. Und so waren die 80 Maubichkuchen, die sich in diesem Jahr aus den Birnenstücken ergaben, schnell vergriffen. Neben der Tasse Kaffee empfahlen die Junggesellen einen Birnenbrand oder –likör dazu.

Auch am Sonntag war das Maubichfest gut besucht. Zum zweiten Mal fand es an der Alten Schule unter grünen Bäumen statt. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Der leckere Lantesche Maubich mit seinem Birnenmusbelag. Nicht jedem schmeckt er, manch einer trinkt sich lieber einen Kaffee oder ein Bier mehr oder isst ein Würstchen mit Fritten.

Vor 50 Jahren entstand die Idee des Maubichfestes. Damals wie heute mussten die Junggesellen-Schützen Geld einnehmen, um die kostspielige Lambertus-Kirmes im September finanzieren zu können. Das Maubichfest trägt seitdem einen erheblichen Anteil zur Deckung der Kirmeskosten bei. In den fünf Jahrzehnten ist der Festplatz gewandert, von mindestens fünf verschiedenen Austragungsorten ist die Rede. Vor rund vier Jahrzehnten kam das Maubichfest dann auf dem Gelände des Winzervereins an. Weil dort im letzten Jahr gebaut wurde, zog man auf ein Provisorium, nämlich den Vorplatz der leer stehenden ehemaligen Lantershofener Schule, um. Unter Bäumen entstand ein schattiger Biergarten, das vereinseigene Festzelt passte auch. Gäste und Gastgeber waren begeistert, so dass der alte Schulhof auch in diesem Jahr Austragungsort der Feiern war. Wird die zum Verkauf stehende Schule samt Gelände im kommenden Jahr noch genauso dastehen, könnte das Maubichfest hier abermals stattfinden, viele der Junggesellen sind jedenfalls dieser Meinung.

Am Samstagabend wurde gestartet, im weitläufigen Bereich des Schulhofs fanden sich immer mehr Gäste ein. Toll illuminiert entstand schnell ein richtiges Biergarten-Gefühl, die Gastgeber der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft hatten alle Hände voll zu tun, den vielen Wünschen ihrer Besucher gerecht zu werden. Zwei Dutzend Kartenspielerinnen und –spieler traten im Festzelt zum Sibbeschrööm-Turnier an, den Siegerpokal sicherte sich Matthias Schopp.

Zum Frühschoppen am Sonntag erklangen zünftige Töne, der Spießbraten am Mittag fand viele Abnehmer. Das galt natürlich auch für den Maubich, den die Brötchesmädchen am Nachmittag anboten. Derweil tobten sich die Kinder auf der Hüpfburg oder beim Dosenwerfen aus. Viel Andrang gab es am späten Nachmittag im Festzelt, wo das Finale der Fußball-WM übertragen wurde. Derweil verteidigten die Junggesellen aus Oeverich ihren Vorjahreserfolg beim „Meterpokal“ und ließen sich Bier um Bier schmecken. Abends hieß es dann wieder „Dämmerschoppen“, mit dem das Fest allmählich ausklang.

Junggesellen feiern Maubichfest wieder an Alter Schule


Das Maubichfest findet wieder wie im Vorjahr an der Alten Schule statt. Foto: Thomas Schaaf.

Als im vergangenen Jahr der Lantershofener Winzerverein renoviert und umgebaut wurde, stand der Außenbereich der örtlichen Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“ nicht zur Ausrichtung ihre Maubichfestes zur Verfügung. Also entschied man sich, den gemeindeeigenen Platz neben der ehemaligen Schule zu nutzen. Mobile Infrastruktur wurde geschaffen und schnell entstand ein gemütlicher Biergarten unter Bäumen, auf dem sich gut feiern ließ. Auch die Nachbarschaft machte mit, unterstützte und feierte mit den Junggesellen. Kein Wunder, dass die das Provisorium zumindest in diesem Jahr erneut nutzen wollen.

Am kommenden Wochenende, 14. und 15. Juli, geht es dort in erster Linie um den bekannten Hefekuchen mit seinem eigenwilligen, dunkelbraunen Belag, dessen Hauptzutat getrocknete Birnen sind. Seit Ende der 1960er Jahre feiert man in Lantershofen dieses Fest, das in erster Linie zur Finanzierung der kostspieligen Lambertuskirmes dient. Am Samstagabend, 14. Juli, fällt der Startschuss zum Dämmerschoppen. Dabei gibt es unter andere ein Sibbeschrööm-Turnier um den Maubichpokal. Mit dem Frühschoppen geht es am Sonntag weiter. Nach reichhaltigem Mittagsmenü mit Spießbraten, Bratkartoffeln und Krautsalat lockt am frühen Nachmittag das große Maubichkuchenessen. Auf die Kinder warten derweil allerlei Spiele samt Hüpfburg. Auch das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft kann auf dem Festplatz gesehen werden. Birnen gibt es übrigens nicht nur auf dem Kuchen, Lantershofen ist auch für seine Birnenbrände und –liköre bekannt, auch diese sind am Festplatz direkt am Birnenrundwanderweg im Angebot.

Lantershofener Junggesellenschützen mit Änderungen im Ablauf der Maifeierlichkeiten


Dorfmaibaum soll in Zukunft nach Möglichkeit wieder mit Micken gestellt werden

Am vergangenen Montag, den 30. April 2018, fand die Jahreshauptversammlung der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft "St. Lambertus" Lantershofen statt. Diese wurde die letzten drei Jahre in der Lambertushütte abgehalten, sollte dieses Jahr wieder im Keller des Winzervereins stattfinden, konnte aber auf Grund des Ausfalls der Maifeierlichkeiten des Dorfes in die Räumlichkeiten der Gaststätte verlegt werden. Eine weitere Änderung gab es bereits am Samstag zuvor, als der Dorfmaibaum nicht wie die Jahre zuvor mit Muskelkraft, sondern mit der Hilfe eines Krans aufgestellt wurde.

Auf dem Waldgrundstück von Otto Krämer wurde der Stamm mit Hilfe von Reinhold Harst geholt.
Bildunterschriften in diesem Bericht: Robin Grießel. Foto: Robin Grießel.
Der Kran der Firma Floßdorf übernahm den sonst schweißtreibenden Part des Stellens. Foto: Johannes Schütz

Auch das am 30. April stattfindende Maianspielen und -ansingen wurde in Folge des tragischen Unfalls ausfallen gelassen und so zog das Tambourcorps mit Musik zur Majestät Benedikt Fabritius um diese abzuholen und - nach einem kurzen Umtrunk - zur Generalversammlung zu geleiten. Diese wurde um 20:21 Uhr durch Junggesellen-Hauptmann Johannes Schütz eröffnet, welcher die zahlreich erschienenen Gesellschaftsmitglieder begrüßte. Man gedachte zunächst gemeinsam in einer Schweigeminute aller im Laufe der Geschichte verstorbenen, gefallenen und vermissten Kameraden. Darauf folgte die Aufnahme neuer Mitglieder in die Gesellschaft. In diesem Jahr konnte Jan van Weenen als neuer Junggeselle für den Verein gewonnen werden. Im Anschluss wurde mit 41 Anwesenden die Beschlussfähigkeit der Versammlung festgestellt. Bevor Schriftführer Tim Ley und Kassierer Clemens Queckenberg das zurückliegende Vereinsjahr in Form eines Geschäfts- und eines Kassenberichtes nochmals zusammenfassten wurde ein offener Meinungsaustausch über die Art und Weise des Maibaumstellens geführt. Im Anschluss an diese wurde dann von der Gesellschaft über das Zukünftige Verfahren eine Abstimmung geführt, welche zum Ergebnis hatte, dass in Zukunft der Dorfmaibaum weiterhin per Hand gestellt werden soll, aber der Baum in Größe und Dicke eine maximale Obergrenze nicht überschreiten soll. Dies ist jedoch nur ein Meinungsbild, da die jährliche Entscheidung durch den amtierenden Vorstand und den Hauptmann den Umständen entsprechend gefällt wird. Für die Kassenprüfer Matthias Schopp und Stefan Dünker sprach letzterer und bescheinigte dem Vorstand eine korrekte Buchführung. Der von den Kassenprüfern empfohlenen Entlastung des Vorstands entsprach die Mitgliederversammlung einstimmig.

Der neu gewählte Vorstand der Gesellschaft (v.l.n.r.): Major Nils Henscheid, Majestät Benedikt Fabritius, 1. Offizier Tim Ley, Schwenkfähnrich Markus Fabritius, Kassierer Christian Herz, Hauptmann Johannes Schütz, Tragfähnrich Julian Schmitz, 2. Offizier Andreas Franzen und Schriftführer Leon Schneider. Foto: Maurice Ley.

Der Entlastung folgte die Neuwahl. Bei den Lantershofener Junggesellen stehen jedes Jahr alle Ämter zur Wahl. Eingeleitet wurden die Wahlen durch die von Schützenkönig Benedikt Fabritius geleitete Neuwahl des Hauptmanns. Die Gesellschaft bestätigte per Akklamation einstimmig den bisherigen Posteninhaber, Johannes Schütz, in seinem Amt als Vorsitzender der Gesellschaft. Dieser übernahm damit auch die weitere Leitung der Versammlung. Als nächstes stand der Posten des 1. Offiziers und stellvertretenden Vorsitzenden zur Wahl. Der bisherige Amtsinhaber, Justin Waldecker, verzichtete auf eine erneute Kandidatur und schied somit aus dem Vorstand aus. Um seine Nachfolge bewarb sich der bisherige Schriftführer der Gesellschaft, Tim Ley, und wurde ohne Gegenkandidaten einstimmig per Akklamation von den Mitgliedern gewählt. Zur ersten geheimen Wahl des Abends kam es bei der Postenbesetzung des 2. Offiziers. Darauf bewarben sich Amtsinhaber Christian Herz, Tambourcorpsmitglied Andreas Franzen und Tambourcorpsmitglied Leon Schneider. Franzen konnte die Wahl deutlich mit 28 Stimmen für sich entscheiden. Auch bei der Neubesetzung des Amtes des Tragfähnrichs musste geheim gewählt werden. Amtsinhaber Maurice Ley trat nicht erneut für den Vorstand an. Um seine Nachfolge konkurrierten der bisherige 1. Offizier, Justin Waldecker, der bisherige Begleiter der Schwenkfahne Julian Schmitz und Tambourcorpsmitglied Leon Schneider. Schmitz konnte die Wahl mit 25 Stimmen für sich entscheiden. Bei der Wahl zum Fähnrich der Schwenkfahne stellte sich nur Amtsinhaber Markus Fabritius zur Wahl, welcher per Akklamation einstimmig im Amt bestätigt wurde. Ebenso verlief es beim Amt des Tambourmajors, in welchem der bisherige Posteninhaber, Nils Henscheid, in offener Abstimmung ohne Gegenkandidaten einstimmig bestätigt wurde. Zum Nachfolger von Tim Ley wählte die Mitgliederversammlung per Akklamation ohne Gegenkandidaten Leon Schneider. Zum Abschluss der Vorstandswahlen erfolgte die Neubesetzung des Kassierers. Amtsinhaber Clemens Queckenberg kandidierte auf Grund eines Auslandsaufenthaltes nicht erneut als Kassierer und schied somit nach nur einjähriger Vorstandszeit aus diesem aus. Um seine Nachfolge bewarb sich der bisherige 2. Offizier Christian Herz. Dieser wurde ohne Gegenkandidat per Akklamation gewählt.

Allen aus dem Vorstand ausgeschiedenen Vereinsmitgliedern wurde für ihre bisherige Arbeit herzlich gedankt.

Neben den Vorstandsposten wählte die Gesellschaft auch die Ämter der Fahnenbegleiter und der Kassenprüfer neu. Zu Begleitern der Tragfahne wurden Matthias Schopp und Maurice Ley gewählt. Die Begleitung der Schwenkfahne übernehmen im kommenden Geschäftsjahr Joel Waldecker und Justin Waldecker. Als Kassenprüfer bestimmten die Vereinsmitglieder Robin Grießel sowie Matthias Schopp.

Unter dem abschließenden Tagesordnungspunkt "Sonstiges" wurden abschließend eine Reihe vereinsinterner Angelegenheiten teils kontrovers diskutiert und Anliegen von Seiten der Mitglieder an den neuen Vorstand herangetragen. Nach dem gemeinsamen Singen der Vereinshymne "Kommt alle froh zu ehren" entließ Hauptmann Johannes Schütz die Vereinsmitglieder um 00:30 Uhr nach einer diskussionsreichen Generalversammlung in die Mainacht.

Ein noch ausführlicherer Bericht mit Vorstellung der neuen Vorstandsmitglieder ist auf der Vereinshomepage der Junggesellen (www.jsg-lantershofen.de) unter Aktuelles/Neues vom Verein nachzulesen.

Maibäume in Lantershofen


 
 

Maibaum mit dem Floßdorf-Kran aufgestellt


Groß waren Schock und Betroffenheit der Lantershofener Junggesellen-Schützen über den schrecklichen Unfall in Nierendorf, bei dem ein junger Mann  beim Maibaumstellen ums Leben kam. Nach vielen Überlegungen und Gedanken hatten sich die Junggesellen in Gemeinschaft mit den anderen Vereinen und der Familie entschlossen, wie alljährlich gewohnt den traditionellen Maibaum aufzustellen und diesen als Zeichen der Verbundenheit mit einem Trauerflor zu versehen. Die Beschaffung eines Baumes geriet jedoch nicht so einfach wie in den vergangenen Jahren, hatte die Gemeindeverwaltung Grafschaft den Ortsbezirken keine Bäume aus dem Gemeindewald zur Verfügung gestellt. Ausgeholfen mit einem schönen Baum hatte daraufhin Otto Krämer, ehemaliger Hauptmann und König der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft St. Lambertus Lantershofen.

Schon von weitem fällt der schwere Kran, der in diesem Jahr die "Micken" ersetzt, beim Aufstellen des Baumes ins Auge. Fotos in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Beinahe Millimeterarbeit vollbrachte der Kranfahrer bei der Abstandsschätzung für die Kranaufstellung am Hause Weidel.

Wegen des traurigen Unfalls und der damit verbundenen besonderen Sensibilisierung für die Sicherheit hatten sich die Junggesellen-Schützen in einer geheimen Vorstandsabstimmung mit 6:3  für ein Aufstellen des Baumes mittels Kran entschieden. Hierdurch soll Zeit gewonnen werden, über die zukünftigen Verfahrensweisen "Aufstellung mit Micken" oder "Kranaufstellung" in den folgenden Jahren neu und aktuell befinden zu können. Hauptmann Johannes Schütz: "Dies soll jedoch kein bindender Gesellschaftsbeschluss werden, denn der Vorstand und der Hauptmann tragen beim Maibaumstellen die Verantwortung und sollten deshalb am Ende die Entscheidung selbst fällen können. Dies ist auch in unserer Geschäftsordnung so vorgesehen." 

Baumspender Otto Krämer (links) freut sich, den Junggesellen mit dem Maibaum aushelfen zu können. Erich Althammer (2.v.l.) und Werner Braun (3.v.l.) vom Bürgervorstand sowie Eugen Schopp bereiten die Brötchen- und Bierausgabe für die Zeit nach dem Baumstellen vor.
Nach dem Baumstellen ließ sich die "geschlöppte" Kette, mit welcher der Baum hochgezogen wurde, nicht mehr öffnen. Markus Fabritius musste auf die von Marco Schmidt flugs herbeigeschaffte 10-Meter-Leiter der Junggesellen-Schützen steigen und sie vom Stamm lösen. Üblicherweise benötigen die Junggesellen die Leiter am Schützenfest, um den Holz-Vogel in den Kugelfang einzubauen.

Wie Ortsvorsteher Leo Mattuscheck auf Nachfrage mitteilte, muss am Abend des 30. April das traditionelle "Maiansingen" am Maibaum wegen des tödlichen Unfalls in Nierendorf ausfallen. Daher wird auch der Winzerverein an diesem Abend für die Öffentlichkeit geschlossen bleiben, auch das von den Chören angebotene offene Singen musste ebenfalls abgesagt werden.

Veilchendienstagszug in Lantershofen


Zugwegbeschreibung für den Veilchendienstagszug.

Der Veilchendienstagszug startet am 13. Februar um 14:11 Uhr im August-Doerner-Ring hinter der Lantershofener Mehrzweckhalle. Der Zug schlägt den neuen Weg wie schon im Vorjahr ein, um dann als Ziel den NEUEN Winzerverein anzupeilen. Hier sorgen die Veranstalter, Musikfreunde und Junggesellen-Schützen, für eine After-Zoch-Party bei freiem Eintritt und Ende spätestens Aschermittwoch. Alle jecken Freunde aus der Umgebung sind eingeladen, am Veilchendienstag beim „Zoch“ dabei zu sein oder gerne auch als Fußgruppe oder mit Festwagen mitzugehen. Der Zugweg ist: Start im August-Dörner-Ring an der Mehrzweckhalle, Lambertusstraße, Karweilerstraße, Brennerstraße, Rheinstraße, Zweibrückenstraße, Hemmessenerstraße, Winzerstraße zum NEUEN Winzerverein mit der anschließenden After-Zoch-Party.

Lantershofener Narren versuchten sich mit anderem Konzept


Hitparade trifft Karneval

Neuer Winzerverein – neues Karnevalskonzept. Die Veranstalter der Lantershofener tollen Tage haben sich in diesem Jahr einiges an Neuerungen einfallen lassen, um die Narren zu unterhalten. Auf den Prüfstand geriet auch die einstige Karnevalsparty am närrischen Sonntag. Die fand nun einen Tag früher unter professioneller Mithilfe statt. Der Mayener Discjockey Johannes Held, der seit einigen Jahren immer am letzten Oktobersamstag mit seiner „Jukeboxparty“ zu Gast ist, konnte für einen weiteren Abend gewonnen werden.

Vollstes Haus in allen Sälen des NEUEN Winzervereins bei bester Karnevals- und Discostimmung. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
DJ Johannes Held ist mit allen Wassern der Musikarten gewaschen: Ob Beat, ob Hummbaa oder Täterää, er kann alles.

Die Zielgruppe war dabei nicht „Ü30“, es gab eine Jukeboxparty für jedes Alter. Das neue Konzept: die größten Hits aller Zeiten wurden mit jeder Menge kölscher Karnevalsmusik gemischt. Die Karnevals-Jukeboxparty lockte so viele Partygänger an, wie noch nie, seitdem die Veranstaltung in Lantershofen ist. Bis tief in die Nacht war die Tanzfläche voll, und dazu blieb es absolut friedlich. Zu erleben war zudem eine Riesen-Polonaise, aber auch jede Menge Hits aus den letzten fünf Jahrzehnten. Johannes Held traf alle Musikgeschmäcker.