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vom Verein

Maibegrüßung und offenes Singen


Maiansingen der Lantershofener Chöre und frühlingshafte Blasmusik der Musikfreunde, hier im Jahr 2010. Foto: Thomas Schaaf.

Einen Dorfmaibaum wird es in diesem Jahr in Lantershofen nicht geben, was die Bevölkerung aber nicht hindern soll, andere Bräuche rund um den 1. Mai durchzuführen. So wird der Wonnemonat von den Lantershofener Chören und Musikanten am 30. April musikalisch begrüßt. Das „Ständchen“ findet um 19:30 Uhr vor der Lambertuskirche statt. Danach lädt die Bürgervereinigung in den Winzerverein ein, wo die musikalische Einstimmung bei kühlen Getränken fortgesetzt wird, und zwar mit einem offenen Singen. Jeder ist willkommen, der Eintritt ist frei.

Männergesangverein MGV wurde 125 Jahre alt


Jubiläum aus dem vergangenen Jahr wurde jetzt gefeiert – Zwei neue Ehrenmitglieder ernannt

Im Jahr 1892 galt es in Lantershofen, die Primiz eines neuen Priesters mit Namen Klitzer zu feiern. Nur: einen Kirchenchor, der dem Festakt den würdigen Rahmen verleihen konnte, gab es nicht. Ortslehrer Seul handelte damals, trommelte in der Vorbereitungszeit einige junge Männer zusammen, um eine würdige Primizfeier zu garantieren. Und da man nun schon einmal als Chor in Erscheinung getreten war, wurde im Folgejahr, genau am 25. Juni 1893, der Männergesangverein Cäcilia Lantershofen ins Leben gerufen. Der wurde im vergangenen Jahr 125 Jahre alt, nun wurde das Jubiläum im eher kleinen Kreis gefeiert. Eine verspätete Jubiläumsfeier hatte es schon einmal gegeben, das „25-jährige“ wurde erst 1920, also zwei Jahre später, begangen.

Unter Leitung von Heinrich Fuchs sangen die zusammengeführten Kirchenchöre aus Eckendorf, Ringen und Leimersdorf. Fotos in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Üppig hatte der gastgebende MGV aufgetafelt.

Heute gibt es den reinen Männerchor in Lantershofen nur noch im Vereinsnamen, zwei Chöre singen unter dem Dach der „Chöre des MGV Cäcilia Lantershofen.“ Da ist zum einen der gemischte Chor, der aus dem ehemaligen Männerchor und dem 1975 gegründeten Frauenchor entstand. Sinkende Aktivenzahlen und fehlender Nachwuchs in beiden Chören lagen diesem Schritt zugrunde. Dass durchaus junge Menschen für den Chorgesang gefunden werden können, zeigt mit „Sing & Swing“ der zweite Chor Lantershofens. Dieses einstige Chorprojekt hat sich etabliert und präsentiert modernes Liedgut, oftmals in englischer Sprache und weniger anspruchsvoll, als der althergebrachte mehrstimmige Chorgesang. Beide Chöre waren natürlich bei der Jubiläumsfeier im Lantershofener Winzerverein zu erleben, dazu sangen als Gäste die zusammengeführten Kirchenchöre aus Eckendorf, Ringen und Leimersdorf. Sie stehen, wie auch der gemischte Lantershofener Chor unter dem Dirigat von Heinrich Fuchs. Bei „Sing & Swing“ hat Vladislava Koll die musikalische Leitung inne.

Alle Chöre setzen einen fröhlichen Schlussakkord unter dem Dirigat von Heinrich Fuchs.
Auch Alt-Chorleiter Rolf-Dieter Schmitz "durfte" konzertabschließend nochmals an Taktstock und das Dirigentenpult.

Klaus Dücker, der Vorsitzende der Lantershofener Chöre, konnte am Abend gut 100 Gäste im Lantershofener Winzerverein begrüßen, wo er noch einmal auf die Geschichte des MGV seit 1893, unterbrochen von beiden Weltkriegen und 1947 wiederbelebt, einging. Deutlich wurde dabei, dass sich die Musiker immer wieder den aktuellen Gegebenheiten anpassten, nicht vor einem gemischten Chor und auch nicht vor neuen Projekten zurückschreckten. „Das zeichnet sie aus“, so der Regens des Studienhauses Burg Lantershofen, Volker Malburg, der in anderen Orten nach eigenen Worten erleben musste, „wie Männerchöre lieber in Schönheit sterben, anstatt sich mit anderen Chören zu vereinen.“ Malburg betonte die enge Verbundenheit des Lantershofener Chöre zum Studienhaus und zur Kirche. Denn die Cäcilia Lantershofen übt auch die Funktion eines Kirchenchores aus, auf dessen Gründung man seit jeher in Lantershofen verzichtete, um keine Konkurrenzsituation zu schaffen. Der Jubiläumschor ist bei Weihen, aber auch in Festgottesdiensten zu Kirmes oder an Weihnachten zu hören. „Die Chöre sind auch aus dem Dorfleben nicht wegzudenken“, merkte Ortsvorsteher Leo Mattuscheck in einem Grußwort an. Egal, ob Maianfang oder Jubiläen, der Chor ist immer mit von der Partie und bereichert die Feiern.

Genutzt wurde der Festabend auch, um verdienten aktiven Mitgliedern eine ganz besondere Ehrung zukommen zu lassen. Heinz Klaes, der bereits 53 Jahre aktiven Mitglied ist, davon 28 Jahre Vorstandsarbeit machte, unter anderem acht Jahre als Vorsitzender und Jürgen Ort, der als Neubürger 1999 zum Chor kam und maßgeblich gemeinsam mit dem verstorben Joachim Keller an der Gründung des Chorprojekts „Sing & Swing“ mitwirkte, wurden von der heutigen Chorspitze und dem Ehrenvorsitzenden Alfons Schmickler zu Ehrenmitgliedern des MGV Cäcilia Lantershofen ernannt. Die Mitgliederversammlung hatte die Ehrung eine Woche zuvor einstimmig genehmigt. Der kurzweilige Festabend endete schließlich mit einem gemeinsamen Gesangsvortrag aller an diesem Abend im Winzerverein beteiligten Chöre, bei der der ehemalige MGV-Dirigent Rolf-Dieter Schmitz die musikalische Leitung übernehmen durfte.

Klaus Dücker kündigt Rückzug an


Der neu gewählte Vorstand v.l.n.r.: Giuseppe Botter, Klaus Dücker, Heinz Klaes, Claudia Schirp, Beate Wronka, Hiltrud Tracksdorf, Gabi Fabritius, Hanni Huff und Antonia Rieb. Foto: Veranstalter.

Wahlen bei den Chören des MGV Cäcilia Lantershofen – Neue Ehrenmitglieder

Ein Jahr noch will Klaus Dücker den Vorsitz bei den Chören des MGV Cäcilia Lantershofen behalten, dann wird er sich zurückziehen. Für dieses eine Jahr wurde Dücker von der Mitgliederversammlung am vergangenen Freitag einstimmig im Amt bestätigt. 47 Mitglieder waren zur Versammlung in den Lantershofener Winzerverein gekommen, unter ihnen der Ehrenvorsitzende Alfons Schmickler und Ehrendirigent Rolf Schmitz.

Schriftführer Heinz Klaes blickte auf das vergangene Vereinsjahr zurück, bei dem sich deutlich zeigte, dass gerade der Männer- und Frauenchor weiter an Substanz einbüßt. Derzeit verzeichnet man noch 30 Aktive. Im Chor „Sing & Swing“ sind 40 Sängerinnen und Sänger aktiv, da mehrere Personen in beiden Chören singen, beträgt die Gesamtzahl der Aktiven 67, insgesamt wissen die Chöre 176 Mitglieder in ihren Reihen. Das letzte Vereinsjahr begann mit einem musikalischen Vortrag über die Südstaaten der USA. Aktiv wurden die Chöre selbst bei der Begrüßung des Wonnemonats Mai, zur Kirmes und an Weihnachten, dazu bei einer Goldhochzeit. Man besuchte den Bölinger Liederkranz und lud selbst zum offenen Singen ein. Gesellig wurde es beim Jahresausflug ins Rheingau und bei der Weihnachtsfeier. Dass der MGV 125 Jahre alt wurde, sollte im Oktober gefeiert werden, die Feier wurde jedoch auf den kommenden Samstag, 23. März, verschoben.

Chorleiter Heinrich Fuchs vom Männer- und Feauenchor bedankte sich für das ihm entgegen gebrachte Vertrauen und sprach dem Chor ein Lob für dessen unermüdlichen Einsatz aus. So möchte er gerne auch das Offene Singen vom Vorjahr wiederholen. Zugleich war ihm nicht die Freude der Aktiven am Singen entgangen. Dabei forderte er die Anwesenden auf, neue potentielle Aktive zum Mitmachen anzusprechen. Im Kassenbericht konnte Antonia Rieb gegenüber dem Vorjahr ein leichtes Plus vermelden, die Kassenprüfer Johann Dengg und Eike Pfennig bestätigten die ordnungsgemäße Führung des Kassenbuches. Einstimmig wurde der Vorstand entlastet.

Ehe man zu den Vorstandswahlen schritt, beschied die Mitgliederversammlung einen Antrag von Alfons Schmickler einstimmig positiv. Er hatte Heinz Klaes und Jürgen Ort für die Ernennung zu Ehrenmitgliedern vorgeschlagen, was er mit den langjährigen Verdiensten der beiden um den Bestand des Vereins begründete. Bei den folgenden Wahlen votierten die anwesenden Chormitglieder neben dem Vorsitzenden Klaus Dücker für Claudia Schirp als Sprecherin des Chores Sing & Swing. Im Amt des Schriftführers wurde Heinz Klaes bestätigt, Beisitzerin für die aktiven Frauen des Männer- und Frauenchores wurde erneut Gabi Fabritius, ihr Ponton für die aktiven Männer wurde Hannes Dengg. Als Beisitzer für die inaktiven Männer wurde Giuseppe Botter wiedergewählt. Zu Kassenprüfern wählte die Versammlung Eike Pfennig und Marie-Luise Sprinkmeier.

Weihnachtsfeier bei den Chören des MGV


St. Nikolaus singt und feiert mit bei der Weihnachtsfeier des MGV. Foto: Thomas Schaaf.

Der Verein „Chöre des MGV Cäcilia Lantershofen 1893 e.V.“ lädt seine Mitglieder herzlich ein zur Weihnachtsfeier am 15. Dezember 2018 ab 19:30 Uhr in den Saal des NEUEN Winzervereins Lantershofen. Der Verein möchte mit seinen Gästen einen besinnlichen und gemütlichen vorweihnachtlichen Abend gestalten mit Musik und Leckereien. Auch hat sich der Nikolaus angesagt und wird die guten Taten belohnen und hoffentlich nur wenige nicht so gut gelungene tadeln. Natürlich sind auch wieder ein spannendes Quiz und die traditionellen Tombola dabei. Der Vereinsvorstand freut sich auf viele Gäste.

Der MGV gratuliert Thomas Schaaf (70)


Giuseppe Botter (l.) und Klaus Dücker (r.) gratulieren Thomas Schaaf. Foto: Dorothee Schaaf.

Thomas Schaaf aus der Thonwerkstraße konnte unlängst  seinen 70. Geburtstag feiern. Aus diesem Anlass besuchte ihn eine Abordnung des Gesangvereins "Chöre des MGV Cäcilia Lantershofen 1893 e.V." und gratulierte mit einem guten Tropfen. Thomas Schaaf ist seit 43 Jahren als förderndes Mitglied und als jahrelanges aktives Mitglied dem Traditionschor treu verbunden. Klaus Dücker und Giuseppe Botter sagten auch Dank für seine laufende fotografische Dokumentation der MGV-Veranstaltungen.

Herzlichen Glückwunsch!

Offenes Singen mit dem Männer- und Frauenchor


Mehrfach schon hat der Männer- und Frauenchor des MGV Lantershofen an verschiedenen Orten zum Offenen Singen eingeladen. Diesmal bittet der Verein für Dienstag, den 17. Juli 2018 zum Singen und Zwitschern in den Innenhof des Anwesens Otto Krämer (Landhofer-Brennerei) in der Winzerstraße. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Mit diesem offenen Singen nach dem Motto "Twittern ist out, wir laden zum Mitzwitschern ein" verabschiedet sich der MFCH bei einem Gläschen Wein in eine kurze Sommerpause. Weiter geht es dann im Jahresprogramm und den Chorproben in der Mehrzweckhalle am 14. August.

Chor aus Brabant in St. Lambertus


Der Chor "Una sono" aus dem niederländischen Brabant: Foto: Internetseite unasono.nl

Am kommenden Sonntag, 17. Juni, wird der Chor „Una Sono“ aus der Provinz Brabant in den Niederlanden im Rahmen einer Chorreise zu deren 60-jährigem Bestehen das Hochamt in St. Lambertus Lantershofen musikalisch bereichern. Der Chor unter dem Dirigat von Mario Geurtjens kommt mit  28 Sängerinnen und 13 Sänger. Mit dabei ist mit Ludmilla Serroo eine eigene Organistin. Das von Subregens Philipp Peters zelebrierte Hochamt beginnt um 10:45 Uhr, zuvor wird der Chor die Gemeinde mit „Herr deine Güte“ einstimmen. Im weiteren Verlauf sind Kyrie, Gloria und Agnus Die aus der „Missa Brevis de Haan“ zu hören, dazu das Traditional “You raise me up“, der Song „For the Beauty“ von John Rutter und am Ende das „Hallelujah“ von Leonard Cohen. Nach dem Hochamt sind Chor und Bevölkerung in die kleine Kneipe des Studienhauses St. Lambert eingeladen.

Bluessänger weckte Fernweh und Erinnerungen


Richie Arndt nahm sein Publikum mit an den Mississippi

Viele der Besucher waren schon mal da, andere wollen vielleicht noch hin. Auf jeden Fall weckte der Bluessänger Richie Arndt am vergangenen Freitag in Lantershofen Fernweh und Erinnerungen zugleich. Arndt zeigte rund 100 Gästen seinen Reisebericht aus dem tiefen Süden der USA, wo es ihn vor vier Jahren hinzog. Das Besondere: es war nicht nur eine Multimedia-Show, sondern gleichzeitig ein Konzert. Denn der Ostwestfale trug zahlreiche Lieder über oder aus dem Gebiet um das Mississippi-Delta auch vor. Eingeladen zu diesem kurzweiligen Vortrag hatten die Chöre des MGV Lantershofen und als deren Vorsitzender Klaus Dücker abfragte, wer denn das Gebiet schon einmal besucht habe, gingen zahlreiche Hände nach oben.

Bluessänger Richie Arndt verbreitet Fernweh und weckt Erinnerungen an den Mississippi. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht und der Bilderserie: Thomas Schaaf.
Ein kurzweiliger Vortrag und Bluesgesang mit intensiver Gitarrenbegleitung fesselten die Besucher im NEUEN Winzerverein.

Arndt startete seine Reise, bei der ihn ein Fotograf begleitete, in Memphis, der „Wiege von Blues, Soul, Rock und Pop“, wie der Sänger betonte. Hier begaben sich die beiden auf die Spuren von Tom Sawyer und Huckleberry Finn oder auf die von Chuck Berry, besuchten die legendären Sun-Studios und natürlich Graceland, die monumentale Farm von Elvis Presley. Arndt beleuchtete aber nicht nur die musikalische Geschichte der Region zwischen Memphis und New Orleans, er erzählte auch deren düstere Geschichten, besuchte ein Sklaverei-Museum und sprach über den in dieser Gegend extrem gelebten Rassismus.

In seinem Vortrag hangelte er sich entlang des Highway 61, auch als „Hauptstraße des Blues“ bezeichnet. Diese Straße begleiten Mythen und Legenden. So soll an einer Kreuzung im Städtchen Clarksdale vor über 70 Jahren der junge Musiker Robert Johnson seine Seele an den Teufel verkauft haben. Der zeigte ihm dafür, wie man den Blues spielen kann. Johnson wurde nur 27 Jahre alt, seine Musik aber prägte Generationen. Arndts Reise ging derweil weiter nach Süden, quer durch das Mississippi-Delta hin zum Mündungs-Delta und nach New Orleans. Unterwegs besuchte er zahlreiche Museen, übernachtete in den außergewöhnlichsten Herbergen, mal im Luxus, mal in ehemaligen Sklavenhütten, mal in einem extra für Schwarze entstandenen Hotel. Anlaufpunkte waren kleine und große Orte, die in den Songs der Südstaaten besungen wurden. Immer wieder wies der Sänger aber auch auf die hervorragende Küche der Region und auf die vielbesungene Freundlichkeit der Bewohner hin.

Musikalisch bekam das Publikum einen Rundumschlag der Mississippi-Delta-Region zu hören, Elvis‘ „Mystery Train“ oder den „Backwater Blues“, aber auch Gospel, wie „Swing low sweet chariot“ oder das Stück vom „Ol‘ man river“ fehlten nicht. Am Ende dann, sozusagen als Höhepunkt, Presleys „Love me tender“, bei dem das Publikum begeistert mitsang.