Aktuelles


aus dem Seminar

Vernissage im Studienhaus St. Lambert


„Annäherungen“ beschäftigt sich mit der Frage nach Gott und dem Sinn des Lebens 

Eine alles andere als alltägliche Ausstellung wurde jüngst im Rahmen einer stimmigen Vernissage in der Aula des Lantershofener Studienhauses St. Lambert eröffnet. Unter dem Titel „Annäherungen“ werden ausgesuchte Werke des Priesters Michael Baunacke gezeigt. Baunacke, 1958 in Monrovia, der Hauptstadt Liberias geboren, wuchs ab dem dritten Lebensjahr in Winnweiler im Saar-Nahe-Bergland auf. Dem Abitur folgte ein Studium der Theologie in Mainz und Würzburg samt Eintritt ins Priesterseminar. 1985 zum katholischen Diakon und Priester geweiht, wirkte Michael Baunacke als Kaplan in mehreren Gemeinden in und um Mainz, war danach Pfarrer im bischöflichen Jugendamt zwölf Jahre lang Pfarrer der Gemeinde Klein-Westheim in Rheinhessen.

Auf der Vernissage erläutert Michael Baunacke (r.) einführend seine Gedanken und "Annäherungen". Regens Dr. Volker Malburg (links) und Mitorganisator Dekan Markus Kölzer (Mainz) hören interessiert zu. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Mit Regens Dr. Volker Malburg (l.) freuen sich Markus Kölzer (r.) und Michael Baunacke über viele Besucher für die Ausstellung im Seminar St. Lambert.

Er war in der spirituellen Begleitung und Ausbildung der ständigen Diakone ebenso tätig, wie in der Ausbildung von Hospiz-Helfern und geistlichen Begleitern. Seit 2003 ist Michael Baunacke Cityseelsorger in der Innenstadt von Mainz und stellvertretender Dekan. Hier betreut er auch die St. Antonius Kapelle, ist Krankenaus-Seelsorger und wirkt im Projekt „LUST“ = „Literatur und Spiritualität“ mit. In der Cityseelsorge ist Michael Baunacke oftmals eine Zuflucht und Anlaufstelle für Menschen mit großen Problemen und Lebenskrisen. Mit seinen Bildern möchte der Künstler zur Beschäftigung mit der Gottesfrage und religiösen Themen anregen. Er versteht seine Bilder bewusst als Angebot einer Annäherung an die Frage nach Gott und dem Sinn des Lebens. Es sollen keine Definitionen gegeben werden, sondern Räume für die eigene Auseinandersetzung eröffnet werden.

Nach den Einführungen zur Ausstellung ist Michael Baunacke (l.) mit Gästen ins Gespräch vertieft.
Farbenfroh sind die Bilder von Michael Baunacke, hier vor dem Diptychon-Teil "Sinai".

Regens Dr. Volker Malburg gab in seiner Begrüßungsansprache der Freude darüber Ausdruck, dass eine derart hochklassige Kunstausstellung den Weg ins Studienhaus St. Lambert gefunden habe. „Oft wird in „Sonntagsreden“ über das Thema Priesterausbildung und Kunst gesprochen, doch dies geht dann im Alltag leider allzu oft unter. Jetzt kommen mit dieser Ausstellung Kunst und Priesterausbildung zusammen“, betonte Malburg, der sich auf viele interessierte Besucher freut, zumal die offene Architektur des Studienhauses für eine derartige Ausstellung praktisch prädestiniert erscheint. „Leben, Gebet, Mensch und Welt werden verbunden“, sagte Malburg und ergänzte: „Annäherungen bedeutet auch, sich dem Glauben zu nähern, den Glauben zum Ausdruck bringen – auf künstlerisch moderne Weise.“ Zu seinen Bildern inspiriert wird Baunacke nicht nur bei seiner täglichen Arbeit, sondern auch durch Literatur, Musik und Naturerlebnisse, die das „innere Auge“ wecken. „Kunst berührt, lässt uns weiter suchen. Dennoch ist nichts „fertig“, es bleibt bei einer Annäherung“, so Baunacke, der die Titel der Bilder bewusst weggelassen hat, um dem Betrachter genügend Raum für die eigene Wahrnehmung zu bieten. Viele der Werke von Michael Baunacke entstehen als Annäherung an biblische Themen oder bei der Vorbereitung liturgischer Feste, beispielsweise vor Weihnachten oder vor Ostern. Für die Besucher die einmalige Gelegenheit, sich an der Kunst zu erfreuen und zugleich Spiritualität und Glaubensfragen auf sich wirken zu lassen.

Triptychon in kräftigen Tönen in der Aula des Studienhauses.
Diptychon "Sinai" und "Golgotha".

Die Ausstellung „Annäherungen“ von Michael Baunacke ist noch bis zum 11. November 2017 von montags bis donnerstags, jeweils 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr in der Aula des Studienhauses St. Lambert, Lantershofen zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Beginn der Priesterausbildung im Seminar St. Lambert


Von links vorne: Bischof Dr. Stephan Ackermann, Seminarsprecher Matthias Thiel, Matthias Fürst, Patrick Poll, (2. Reihe) Regens Dr. Volker Malburg, Alexander Kramer, Harald Johannes Frank, Herbert Kramert und Seminarsprecher Stefan Lunz. Foto: Subregens Phillip Peters.

Für sechs neue Studenten begann Anfang September der Weg der Priesterausbildung und des Studiums im Priesterseminar St. Lambert in Lantershofen. Der neue erste Kurs ist bunt und vielfältig, nicht nur aufgrund der Herkunft aus den verschiedenen Diözesen, sondern auch aufgrund der unterschiedlichen Biographien und Berufsbilder. Hier kommen spürbare Kompetenzen aus Berufs- und Lebenserfahrung zusammen, die nun durch das Studium der Theologie und die Begleitung in der Priesterausbildung bereichert werden. Die neuen Studenten starteten mit einer Einführungswoche, die mit dem gegenseitigen Kennenlernen und Einleben am neuen Studienort gilt. Ein Höhepunkt der Woche war ein Tag in der Bistumsstadt Trier und die Begegnung mit Bischof Dr. Stephan Ackermann, der es sich nicht nehmen ließ, die neuen Studenten persönlich zu begrüßen und mit Ihnen einen Gottesdienst zu feiern.

Ausstellung "Annäherungen" im Seminar St. Lambert


Michael Baunacke, Priester und Künstler. Foto: Veranstalter.

Vom 22. September 2017 bis 11. November 2017 findet im Foyer des Seminars Studienhaus St. Lambert eine Ausstellung von Bildern des Priesters Michael Baunacke statt. Michael Baunacke arbeitet in Mainz als Seelsorger in der City-Pastoral sowie als Krankenhaus­seelsorger. Die Ausstellung trägt den Titel „Annäherungen“. Mit seinen Bildern möchte der Künstler zur Beschäftigung mit der Gottesfrage und religiösen Themen anregen. Er versteht seine Bilder bewusst als Angebot einer Annäherung an die Frage nach Gott und dem Sinn des Lebens. Es sollen keine Definitionen gegeben werden, sondern Räume für die eigene Auseinandersetzung eröffnet werden.

Die Ausstellung wird am Freitag, dem 22. September 2017, um 17.00 Uhr, mit einer Vernissage im Studienhaus St. Lambert eröffnet. Alle Interessierten sind dazu recht herzlich eingeladen. Bis zum 11. November ist das Foyer des Studienhauses von montags bis donnerstags von 9:30 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet.

„Fest der Begegnung“ lockte an Fronleichnam in den Burggarten


Kunstvolle Altäre thematisierten auch das 50-jährige Jubiläum der St. Lambertus Kirche

Fronleichnam in Lantershofen, das bedeutet nicht nur ganz viel Tradition, sondern auch jede Menge künstlerischer Facettenreichtum. Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen startete nach einer Festmesse die althergebrachte Fronleichnamsprozession vom Nachbarort Karweiler nach Lantershofen. Flankiert von den Kommunionkindern, den Mitgliedern der Junggesellen-Schützengesellschaft „St. Lambertus“, den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr und zahlreichen Gläubigen, trugen die Zelebranten, Regens Dr. Volker Malburg und Spiritual Prof. Dr. Josef Freitag, die Monstranz mit dem Allerheiligsten unter Gebet und Gesang durch den Ort.

Von Karweiler kommend führt der Prozessionsweg über den Kirchweg zum Josefkapellchen an der Landstraße. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Die Gestaltung der Altargestecke am Josefkapellchen hat erstmalig Frau Elke Hennes von der "Grafschafter Blumenwiese Gärtnermeister Köp" in Vettelhoven (gegenüber Tankstelle Wolber) übernommen, nachdem das Blumenhaus Jüris, das jahrzehntelang die Blumen für den von der Firma Kettiger Thonwerke ebenfalls jahrzehntelang erstellten Altar geliefert hatte, aus Altersgründen nicht weitergeführt wurde.

Dabei hielt die Prozession an mehreren, liebevoll gestalteten Altären innerhalb des Dorfes – regelrechte florale Kunstwerke, die von den Anwohnern schon in den frühen Morgenstunden des Fronleichnamstages gefertigt wurden. So bezog sich der aus drei Kompartimenten bestehende Altar des Studienhauses St. Lambert auf die „Speisung der Fünftausend“ aus dem Markus-Evangelium mit dem Bibelzitat „Alle wurden satt“. Der Altar in der Brennerstraße/Rheinstraße/Ecke Schmittstraße thematisierte das 50-jährige Jubiläum der St. Lambertus Kirche mit einem kunstvollen Motiv des Gotteshauses, bestehend aus Blüten, Kieseln und Schieferplättchen.

Einzug der Prozession in den Burghof des Studienhauses.
Die Gläubigen ziehen ein in die Lambertuskirche zum Abschluss der Fronleichnamsprozession.

Musikalisch begleitet von den Musikfreunden Lantershofen, endete die Prozession in der St. Lambertus Kirche. Anschließend fand rund um das Studienhaus St. Lambert das „Fest der Begegnung“ statt. Bei kühlen Getränken und Deftigem vom Grill ließen es sich die Gäste im sommerlichen Burggarten gut gehen. Auch die „kleine Kneipe“ des Studienhauses hatte geöffnet, hier verkauften die KFD-Frauen am Nachmittag selbstgebackenen Kuchen. Dank Hüpfburg, Kinderschminken und Torwandschießen wurde es auch den kleinen Gästen nie langweilig.

Burgforum beschäftigte sich mit dem „Vater unser“


Was beten wir da eigentlich?

Das „Vater unser“ ist das Grundgebet des Christentums. Es ist seit 2000 Jahren omnipräsent. „Aber was beten wir da eigentlich“ fragte der Fundamental-Dogmatiker Professor Jürgen Werbick am Mittwochabend rund 40 Besucher im Studienhaus St. Lambert in Lantershofen. Dort fand wieder einmal ein Burgforum statt, zu den Studierenden gesellten sich einige interessierte Bürger, nicht nur aus Lantershofen. Werbick, der 1994 dem Ruf an die Westfälische Wilhelms-Universität in Münster folgte, wo er an der Katholisch-Theologischen Fakultät als Nachfolger von Johann Baptist Metz den Lehrstuhl für Fundamentaltheologie übernahm, beschäftigte sich in seinem einstündigen Vortrag mit längst nicht allen Facetten und Bitten, die das Gebet beinhaltet, referierte aber über einige wesentliche Inhalte und warf dabei eine Fülle von Fragen auf, die auch er nicht zu beantworten wußte. Dabei machte er deutlich, wie alt der Text des Gebets ist und dass dieses förmlich aus einer anderen Welt stamme. Ausführlich beschäftigte er sich mit der Sinnhaftigkeit eines Bittgebets. „Ist es adäquat, ums tägliche Brot zu bitten“, fragte der Theologe und sah in den Bitten in erster Linie die Bitten um Gott, dass den Inhalt des Gebets ausmache. Werbick sparte dabei nicht mit kritischen Bemerkungen. So widersprach er dem spätmittelalterlichen Theologen und Philosophen Meister Eckhart, der in seinen Predigten unter anderem ausführte, man wolle mit den Bitten nicht Gott, sondern bloß einen Nutzen haben.

Im Halbrund der Seminarsaula spricht Professor Jürgen Werbick. Fotos in diesem Bericht: Dirk Unschuld.
Referent Professor Jürgen Werbick.

Werbick wurde konkreter und teilte das Vater unser auf, betitelte die Bitte „Dein Reich komme“ als Zentrum eines ersten Teils des Gebets. Damit verbunden sei die Bitte um die Heilung seines Namens. „Aber was heißt das? Das verstehen wir nicht“, so Werbick. „Dein Wille geschehe“, eine weitere Bitte. All diese Aussagen seien in der Zusammenfassung als Bitten um Gott zu sehen, betonte der Professor. Doch was ist mit dem Bitten ums tägliche Brot? War dies nicht vielleicht eine ganz natürliche Bitte, weil das Gebet doch aus einer anderen Zeit komme. Steht dahinter möglicherweise die einfache Bitte von Bettelmönchen, die damals die Lehren Christi verbreiteten? Oder drohte das Volk, dass aus Ägypten auszog, nicht nur körperlich, sondern auch geistig zu verhungern? Werbick zitierte den Evangelisten Lukas, der in seiner Schrift deutlich machte: „Bittet und es wird euch gegeben. Denn wer bittet, der ist schon dabei, zu empfangen.“ Der Autor und Theologhe fragte weiter: „Und wofür steht dieses Brot? Was ist die Nahrung, um die wir Gott bitten?“ Mit seiner Auslegung der Vaterunser-Bitten rückte Jürgen Werbick das christliche Beten in ein anderes Licht und nahm die Herausforderungen auf, in die man hineingerät, wenn man den Wortlaut der Bitten Ernst nimmt und ins Gebet zu nehmen versucht. Mit seinen Fragen in Lantershofen regte er am Mittwochabend auf alle Fälle eine lebhafte Diskussion unter den Besuchern des Forums an.

Burgforum in St. Lambert


Prof. Dr. Jürgen Werbick ist Dozent für Fundamentaltheologie an der Theologischen Fakultät der Universität in Münster. Foto: Veranstalter.

Zum neuen Burgforum im Studienhaus Seminar St. Lambert am 31. Mai um 19.30 Uhr zum Thema "Gott um Gott bitten – und ums tägliche Brot?" lädt die Seminarleitung herzlich ein, die Professor Dr. Jürgen Werbick von der Universität Münster für ein Themengespräch gewinnen konnte. Prof. Dr. Jürgen Werbick ist Dozent für Fundamentaltheologie an der Theologischen Fakultät der Universität in Münster. 

Das Vaterunser ist das Gebet der Christen von Anfang an. Aber was sagen wir da, wenn wir es im Gottesdienst oder für uns still beten? Vieles am Text des Gebets ist uns heute unverständlich geworden. Oder es hat einen anderen Sinn angenommen als es von unserem „Vorbeter“ Jesus von Nazareth vermutlich gemeint war. Wie können wir für uns heute zum Sinnzentrum seines Gebets finden und uns von ihm her die einzelnen Bitten erschließen, vor allem die heute besonders schwer nachvollziehbare Bitte ums tägliche Brot? Die Besinnung darauf, wie Jesus vermutlich selbst dieses Gebet „gemeint“ und gebetet hat, kann auch unser Beten inspirieren und neu zentrieren.

Nach 45 Jahren gab es einen Tag der offenen Tür auf Burg Lantershofen


Die Bibliothek ist auch eine kleine Schatzkammer

 Im Jahr 1972 gegründet und 2006 komplett umgebaut und modernisiert wurde das Studienhaus St. Lambert auf Burg Lantershofen. Am Sonntag gab es erstmals einen Tag der offenen Tür, bei dem die Besonderheiten dieses Priesterseminars betont wurden. Es ist nämlich das einzige in Deutschland für Spätberufene, also für Menschen, die bereits in ganz anderen Jobs ihr Geld verdient haben. Noch eine Besonderheit: hier kann auch anerkannt Theologie studieren, wer kein Abitur vorweisen kann. Lebens- und Berufserfahrung ersetzen die Hochschulreife. Nur direkt anmelden kann man sich beim personell erfolgreichsten Seminar des Landes nicht. Hierhin schicken die Bistümer die jeweiligen Kandidaten. Zwei davon: Marco Leonhart, der 20 Jahre im Polizeidienst als Personenschützer Dienst tat und Ernst Willenbrink, gelernter Textilkaufmann. Sie hatten die Idee, das Studienhaus bei einem Tag der offenen Tür vorzustellen. Unterstützung erhielten sie dabei von Subregens Philip Peters. Hüpfburg, Torwandschießen und Kinderschminken, Kuchen im Missionscafé oder kühle Getränke aus der hauseigenen Kneipe lockten zahlreiche Gäste in die „Burg“, wie das Haus in Lantershofen nur genannt wird.

Gut belegt ist das Missionskaffee beim Tag der offenen Tür. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Als Attraktion nicht nur für die Besucher erweist sich das Torwandschießen. Hier schießt Regens Dr. Malburg beinahe eine "50 oben rechts".

Viel zu erfahren gab es bei den Hausführungen. „Wir wollen den Gästen zeigen, wie wir hier vor Ort in unseren Wohngemeinschaften leben und studieren“, so Ernst Willenbrink. Und daher führte der Rundgang auch gleich einmal in die Bibliothek, einem der Zentren des Studiums. An die 25.000 Medien stehen den Theologiestudenten hier zur Verfügung, die meisten in deutscher Sprache, das ist auch die Studiensprache. Latein ist dazu Pflichtfach, Griechisch kann fakultativ gewählt werden, hebräisch wird nicht angeboten. Neben den Werken in der Lantershofener Bibliothek haben die Studenten Zugriff auf die Werke der Bibliothek in Maria Laach. Auf kleinem Dienstweg findet hier eine rege Ausleihe statt. Mittendrin zwischen all den theologischen Werken beherbergt eine Vitrine kleine Schätze, nämlich Faksimile kirchengeschichtlich interessanter Werke, wie der Graduale von St. Katharinenthal, oder einer gotischen Bilderbibel, deren Original aus dem 13. Jahrhundert in der österreichischen Nationalbibliothek steht. „The Book of Kells“, wahrscheinlich aus dem 9. Jahrhundert, ist hier als Faksimile zu finden, ebenso aber das Evangeliar Heinrichs des Löwen. Der Rundgang führte drei Etagen nach unten. Dort, wo noch vor 25 Jahren Koks für die Heizung gelagert wurde, finden die Bibliotheksräume ihre Fortsetzung in einem Magazin. Gleich darüber die große Sporthalle und daneben der Kraftraum, wo sich die derzeit 38 in Lantershofen studierenden Männer fit halten. Aula, Hauskapelle, Hörsäle und der Meditationsraum ergänzten den Rundgang.

Auch die Fußballdamen kicken recht beachtlich: Hier schießt Marlene Knieps unter großem Beifall gekonnt eine "50".
Die Geistlichkeit macht (fast) alles mit: Pastor Alexander Burg (links) und Regens Dr. Volker Malburg haben Spaß in der voll belasteten Hüpfburg.

Derweil lud Bruder Josef San Terenato die Besucher zum Bildertheater ein. Sein Orden hat den Sitz in Jerusalem, von wo aus er nach Lantershofen gesandt wurde. Bruder Josef erzählte anhand von Bildern die biblische Geschichte der wundersamen Brotvermehrung und lockte damit zahlreiche Zuhörer an. Viele von ihnen schauten sich das Studienhaus erstmals an. „Es gibt gerade in Lantershofen so viele Neubürger, die eigentlich gar nicht wissen, was hier passiert. Gerade für sie machen wir diesen Nachmittag, der auch eine Veranstaltung der Begegnung, des gegenseitigen Kennenlernens und des Gesprächs sein soll“, so Marco Leonhart. Gut möglich, dass das Priesterseminar diesen Tag der Begegnung zur festen Einrichtung werden lässt und alljährlich wiederholen wird.

Die Burg öffnet ihre Tore


Beim Hausfest 2004 gab es einen "Hau den Lukas", den damals auch Weihbischof Robert Brahm kräftig bearbeitete. Foto: Thomas Schaaf.

Tag der offenen Türe im Seminar St. Lambert

Unter dem Motto "Die Burg öffnet ihre Tore" lädt am Sonntag 14.5.2017 von 14 Uhr bis 17. Uhr zum Tag der offenen Türe das Studienhaus Seminar St. Lambert auf Burg Lantershofen die Bürgerinnen und Bürger von Lantershofen ein. Anlässlich ihres Hausfestes freuen sich die Studenten und die Hausleitung mit ihren Dozenten auf regen Besuch aus der Bevölkerung. Studentenkneipe und Missionskaffee sind geöffnet, es gibt Kuchen, Kaffee, Eis und kalte Getränke, es wartet eine Hüpfburg auf Kinder und verschiedene Spiele sind für Jung und Alt vorbereitet. Auch werden für Interessierte Hausführungen jeweils um 14.30 Uhr, um 15.15 Uhr und um 16.00 Uhr durchgeführt. Die Veranstaltung wird bei jedem Wetter durchgeführt. Wer möchte, kann am Sonntag in der Lambertuskirche um 18.00 Uhr an einer Vesper und am Montagmorgen um 10.00 Uhr an einem Pontifikalgottesdienst mit Bischof em. von Erfurt Dr. Joachim Wanke teilnehmen.