Aktuelles


vom Verein

Newsletter vom Trägerverein


Steingarten am Winzerverein. Foto: Thomas Schaaf.

Regelmäßig informiert der Trägerverein des Winzervereins seine Mitglieder mit einem Newsletter über aktuelle Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Winzerverein. Gerne verweist er auch darauf, zur Aufrechterhaltung der Kommunikation im Dorf die Öffnungstermine (DORFTREFF) zu nutzen und den Winzerverein zu besuchen. Es war heiß im Juli und es ist heiß im August. Ein bisschen abkühlen kann man sich im Winzerverein, daher möchte der Trägerverein seine Mitglieder über die aktuelle Entwicklung im Winzerverein informieren.

Was ist im August los im Winzerverein? Am Freitag, 3. August, findet der DORFTREFF für jedermann/-frau statt, am Tresen begrüßt das bewährte Team des Freundeskreises. Für Samstag/Sonntag, 4. und 5. August, empfiehlt der Trägerverein den Besuch des Tags der offenen Tür bei der Feuerwehr an der Mehrzweckhalle. Am Freitag, 10. August, findet der DORFTREFF für jedermann/-frau statt, am Tresen begrüßt die „Partyabteilung“ des TTC Karla. Am Freitag, 17. August, findet der DORFTREFF für jedermann/-frau statt, am Tresen stehen die gut gelaunten Musikfreunde.  Am Montag, 20. August, ist um 20 Uhr der nächste Planungsabend zur 1000-Jahr-Feier. Jeder ist willkommen. Am Dienstag, 21. August, findet im Saal eine öffentliche Ortsbeiratssitzung statt, Zeit und Tagesordnung können der Grafschafter Zeitung entnommen werden. Am Mittwoch, 22. August, lädt die CDU Vereinsvertreter zu einem Vortrag über die Datenschutzgrundverordnung ein (Anmeldung notwendig), am Freitag, 24. August, fällt der DORFTREFF wegen einer Vermietung aus. Am Sonntag, 26. August, empfiehlt der Trägerverein den Besuch des Fußballfestes am Sportplatz. Am Freitag, 31. August, findet wieder der DORFTREFF für jedermann/-frau statt, und dazu lädt der TTC Karla alle, die einen Tischtennisschläger halten können, zu einem Juxturnier an Mini-Tischtennisplatten ein. Das wird ein Mega-Spaß, am Tag selber kann man sich bis 19:30 Uhr anmelden. Es gibt vier Klassen, so dass jeder einen der tollen Weinpreise gewinnen kann. Der Geschäftsführer des Trägervereins, Thomas Weber, freut sich mit dem gesamten Vorstand über regen Besuch der Veranstaltungen. Er weist auch auf die aktualisierte Homepage www.winzerverein-lantershofen.de hin, auf der man nun auch einen virtuellen Rundgang durch den Winzerverein machen kann.

Newsletter vom Trägerverein


Die Startseite der überarbeiteten Internetseite für den Winzerverein. Fotoscan: Thomas Schaaf.

Regelmäßig informiert der Trägerverein des Winzervereins seine Mitglieder mit einem Newsletter über aktuelle Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Winzerverein und regt seine Mitglieder und insbesondere auch die Bevölkerung an, zur Aufrechterhaltung der Kommunikation im Dorf die Öffnungstermine (DORFTREFF) zu nutzen und den Winzerverein zu besuchen. Weiter weist der Trägerverein aber auch auf seine aktualisierte Homepage www.winzerverein-lantershofen.de hin, auf der man nun auch einen virtuellen Rundgang durch den Winzerverein machen kann.

Der Vereinsvorstand bedauert natürlich sehr, dass die geplanten Public Viewing-Abende (und Nachmittage) nach dem Ausscheiden der deutschen Fußballer bei der WM ein jähes Ende fanden und bedankt sich bei allen, die sich bei den drei gezeigten Spielen im Winzerverein am Rudelgucken erfreuten und die Aktion der fünf Vereine VfB, Trägerverein, Kulturlant, Zukunft LA und Musikfreunde unterstützt haben. Weiter teilt der Verein mit, dass am Freitag, 6. Juli, der DORFTREFF wegen einer Vermietung ausfällt. Am Freitag, 13. Juli, findet der DORFTREFF für jedermann/-frau statt, am Tresen begrüßen die Musikfreunde Lantershofen und laden dabei ein, den Reisebericht „Bär und Bison auf der Spur“ über eine Motorradtour durch USA und Kanada anzuhören und zu sehen. Der Eintritt ist frei. Am Donnerstag, 19. Juli, findet ab 17 Uhr eine öffentliche Orchesterprobe der Musikfreunde Lantershofen statt. Am Freitag, 20. Juli, findet der DORFTREFF für jedermann/-frau statt, am Tresen begrüßen die Mitglieder von Kulturlant. Am Freitag, 27. Juli, findet der DORFTREFF für jedermann/-frau statt.

Kontaktadressen für den Träger- und Winzerverein  findet man im Internet unter http://www.winzerverein-lantershofen.de, auf Facebook unter https://www.facebook.com/WinzervereinLantershofen/

Das Leben geht weiter nach dem Deutschland-Aus


Nach dem verlorenen Spiel der Deutschen Mannschaft gegen Mexiko und dem Spiel gegen Schweden konnten man als Fan schon durchaus gewisse Vorahnungen entwickeln. Man wollte es aber einfach nicht wahrhaben, dass möglicherweise ein unrühmliches Ende schon kurz bevorstehen könnte. Das Südkorea-Match öffnete der deutschen Fangemeinde dann wieder die Augen für die Realität. Ausgeschieden, Aus und Ende, Heimflug, Wundenlecken, Blamage. Doch das Leben geht weiter, die Weltmeisterschaft ebenfalls.

Nach dem Auf- und Ausräumen im Saal des Winzervereins geht das normale Leben wie hier bei der Freitagsöffnung der ehemaligen Kneipe weiter. Herrliches Wetter verlockt zum Verweilen bei kühlen Getränken im Freien vor dem Winzerverein. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Nach drei Spielen und dem Turnier-Aus der deutschen Mannschaft ist der Saal des NEUEN Winzervereins wieder für den nächsten Event wieder hergerichtet. Übrig geblieben sind lediglich zwei einsame Deutschlandfahnen hinten rechts im Bild.

Auch Lantershofen kehrt früher als erwartet zur Realität und dem alten Lantershofener Leben ohne Public Viewing zurück. Sehr viele fußballerisch erfreuliche Minuten gab hierbei im gut besuchten Saal des NEUEN Winzervereins allerdings nicht, wenn man einmal vom überschwänglichen Jubel beim 2:1 gegen Schweden absieht. Bemerkenswert beim Public-Viewing war weniger die Leistung der deutschen Nationalelf, als vielmehr der dankenswerte Einsatz von fünf Lantershofener Vereinen und deren vielen Helfer für diese stimmungsgeladene Dorfveranstaltung für Jung und Alt. Schade, dass wegen des frühzeitigen Ausscheidens der Deutschen Mannschaft auch ein frühes Aus für das Public Viewing angesagt war. Auch den veranstaltenden Vereinen hätte man ein paar WM-Spiele mehr mit der Nationalmannschaft gegönnt. Aber so ist halt nun einmal der Fußball.

Winzerverein Lantershofen lockte zur Besichtigung


Zum Tag der Architektur lockte der NEUE Winzerverein nicht nur angehende „Häuslebauer“, es kamen auch zahlreiche Kulturinteressierte und potentielle Mieter für Privatfeiern. Foto: Thomas Schaaf.

Beim Tag der Architektur war das erweiterte Gebäudeensemble einziges Objekt im Kreis

„Architektur bleibt“ lautete das Motto beim Tag der Architektur, bei dem am vergangenen Wochenende bundesweit nahezu 1.000 Bauten interessierten Besuchern offen standen. In Rheinland-Pfalz waren es 63 Objekte, davon eines im Kreis Ahrweiler. Dabei handelte es sich mit dem Winzerverein Lantershofen nicht um ein Wohngebäude, sondern um ein Bürgerhaus im Eigentum der Kommune. Dass kein Wohnhaus präsentiert wurde, ist nicht ungewöhnlich, im nördlichen Rheinland-Pfalz überwog die Präsentation von kommunalen oder gewerblichen Einrichtungen. Das Besondere beim Winzerverein Lantershofen ist, dass hier ein Neubau in einen Altbestand integriert wurde. Die Grafschafter Architektin Sarah Dünker hatte die Aufgabe, den mehr als 100 Jahre alten Winzerverein, in dem bis in die 1970er Jahre Wein produziert wurde, um ein Foyer zu erweitern und gleichzeitig den in die Jahre gekommenen Bestand zu sanieren. Das Ensemble umfasst einen mehr als 200 Quadratmeter großen Saal, einen 70 Quadratmeter großes Gastraum mit angegliederter Küche, Toiletten und Lagerräume und ist mit einem Gewölbe unterkellert.

Es wurde bei den Arbeiten, die im Jahr 2017 in nur 35 Wochen ausgeführt wurden, zunächst ein gut 50 Jahre alter Anbau an das ehemalige Lokal abgerissen. Hier entstand der Erweiterungsbau als Eingangsgebäude im Winkel zwischen dem Gaststättenraum und dem Saal, sodass man nun nach Betreten des Foyers entweder den Saal oder die erhöhte Gastraumebene erreichen kann. Damit letzte auch von Rollstuhlfahrer genutzt werden kann, wurde eine Rollstuhlhebebühne eingebaut. Daneben entstand eine behindertengerechte Toilette. In großen Teilen des Gebäudes ist Barrierefreiheit gewährleistet. Weiterhin sind im neuen Flachdachbau, der sich bewusst dem historischen Gebäudekomplex unterordnet, eine Garderobe und Lagerflächen entstanden. Es entstanden Kosten im Gebäude von zunächst 875.000 Euro, 190.000 Euro kosteten die Außenanlagen und weitere 100.000 Euro wurden für die Ausrüstung als Kulturstätte veranschlagt.

Zum Tag der Architektur lockte das Gebäude daher nicht nur angehende „Häuslebauer“, es kamen auch zahlreiche Kulturinteressierte und Besucher, die sich das Haus ansahen, weil sie in absehbarer Zeit Privatfeiern planten. Entsprechend zufrieden mit der Resonanz zeigte sich die Architektin, die sich an beiden Tagen viel Zeit für das Gespräch mit den Besuchern des Winzervereins nahm. Dieser kann auch online besichtigt werden, unter der Internetadresse www.winzerverein-lantershofen.de bietet der Trägerverein des Hauses einen virtuellen Rundgang an.

Beim „Rudelgucken“ wurde erneut mächtig gezittert


Später Jubel im Winzerverein bei den Fussballfans

Ende gut, alles gut: dass die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft in der Nachspielzeit den Siegtreffer zum 2:1 gegen Schweden erzielte, sorgte vor allen bei den Public Viewing Veranstaltungen für kollektiven Freudenjubel. Da war dann das Zittern in den 90 Minuten vorher vergessen. Auch im Lantershofener Winzerverein schwand die Hoffnung auf ein gutes Ende der Partie gegen die Schweden trotz 0:1-Rückstand zu keiner Zeit. Dafür sorgten vor allem ein paar Kinder, die fast unentwegt mit Anfeuerungsgesängen präsent waren und die somit die Stimmung hoch hielten. Ihre Anfeuerungen wurden erhöht, als Toni Kroos in der Nachspielzeit einen Freistoß zum 2:1 in die Maschen schoss, gab es kein Halten mehr. Neben dem Treffer sorgte auch der Abpfiff des Spiels wenige Minuten später für Erleichterung und Freudentänze. Das Public Viewing kann weitergehen, der Traum der Titelverteidigung lebt weiter.

Gut besucht ist der Saal des Winzervereins, etwas weniger als beim ersten Mal. Hier jubeln die Fans beim 1:1. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Nach dem Anschlusstreffer zum 1:1 steigt die Stimmung beträchtlich an, zittern musste man bis zum Strafstoß zum Spielende: Sieg für die deutsche Mannschaft mit 2:1.

 Zum „Rudelgucken“ in dem Grafschafter Ort waren rund 150 Fußballfans jeden Alters erschienen, nicht nur aus Lantershofen. Im Winzerverein sorgten sich mit Vertretern des VfB Lantershofen, Kulturlant, des Trägervereins, des Fördervereins Zukunft und der Musikfreunde gleich fünf Vereine um die Fußballfans, servierten kühle Getränke und kleine Speisen zu ebenso kleinen Preisen. Der Saal war in schwarz, rot und gold dekoriert, die im Haus installierte Technik sorgte für ein optimales Bild. Die Fußballfans platzierten sich auf Bänken, Stühlen, in Sofas und Sesseln oder am Stehtisch. Am kommenden Mittwoch geht es weiter, der Winzerverein öffnet für das nächste Spiel gegen Südkorea (16 Uhr) eine Stunde vor Spielbeginn.

Jubel über das 2:1 in der letzten Spielminute. Erleichterung macht sich breit und löst vorhergehende Verzweiflung ab.
Die Fans im Stadion in Russland schwenken auch auf der Leinwand im NEUEN Winzerverein Lantershofen ihre schwarzrotgoldenen Fahnen.
Die Mama muss das fußballbegeisterte schwedische Mädchen wegen des Verlierens in letzter Minute trösten.
Torschütze Toni Kroos gibt auch im Winzerverein seinen Eindruck vom Spielverlauf im Interview kurz nach dem Spiel wieder.

Architekturbüro Dünker erneut für „Tag der Architektur“ ausgewählt


Samstag nach dem Tag der Architektur ist WM-Public Viewing angesagt 

Architektur bleibt! Das diesjährige Motto für den Tag der Architektur könnte nicht besser zum Projekt „Der NEUE Winzerverein“ in Grafschaft-Lantershofen passen. Das über 100 Jahre alte Bauensemble konnte nach seiner umfassenden Sanierung und Erweiterung um ein Eingangsgebäude Ende 2017 wiedereröffnet werden.

Ortstypische Ahrtaler Grauwacke gibt dem Ensemble von Alt und Neu ein harmonisches Gepräge. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Lichtdurchflutet ist der Anabau des Foyers, das mit rollstuhlfahrergerechten Toilette und Rollstuhlhebebühne allen Gästen die Teilnahme an Veranstaltungen ermöglicht.

Im Februar dieses Jahres überzeugte das Projekt bei der Auswahl zum Tag der Architektur in Rheinland-Pfalz. 15 der 16 Jurymitglieder bestätigten der Architektin Sarah Dünker mit ihrer Wahl, dass „Der NEUE Winzerverein“ ein gutes Beispiel für angemessenes, zeitgenössisches Bauen ist. Bereits 2015 konnte Dünker die Jury mit der Umsetzung eines Einfamilienwohnhauses in Sinzig für sich gewinnen. Am 23. und 24. Juni öffnen sich im Rahmen der Veranstaltung „Tag der Architektur“ die Türen des Winzervereins. Architekturfreunde und Bauinteressierte sind eingeladen, das Objekt näher unter die Lupe zu nehmen.

Voll gewahrt blieb der historische Anblick des ehrwürdigen Gebäudes aus dem Jahr 1898. Innen erfolgte eine komplette Kernsanierung mit Einbau aller heutigen technischen Veranstaltungseinrichtungen.
Der Saal, wie man ihn seit über hundert Jahren kennt. Ein modernes, komplett renoviertes Schmuckstück mit historisch gewachsener Wohlfühlatmosphäre.

Bereits bei der Ankunft fällt auf, dass es dem Team vom Architekturbüro Dünker ein Anliegen war, dass sich das Gebäude in den historischen Dorfkern einfügt. Die Fassaden strahlen mit ihren gedeckten Naturtönen pure Eleganz aus und harmonieren mit der ortstypischen Ahrtaler Grauwacke, die insbesondere beim Erweiterungsbau als Gestaltungselement verwendet wurde. In Kombination mit den Weinreben auf Schieferbruch im Bereich der Außenanlagen werden sämtliche Zweifel ausgeräumt, dass es sich bei dem Objekt nicht um den Winzerverein handeln könnte. Auch im Gebäudeinneren verleihen der Eichen-Parkettboden in Verbindung mit den weinroten, akustisch wirksamen Wandverkleidungen dem Saal eine gemütliche Atmosphäre. Durch den neuen Eingangsbaukörper wurde das vorhandene Raumprogramm so ergänzt, dass das Anwesen für die vielfältigen dörflichen Veranstaltungen genutzt werden kann. Insbesondere die neu eingerichtete rollstuhlfahrergerechte Toilette sowie die Rollstuhlhebebühne zum Erreichen des Gastraums ermöglichen nun allen, an Dorffestivitäten, Kulturveranstaltungen und Privatfeiern teilzunehmen. Darüber hinaus wurde in die technische Ausstattung investiert, um möglichst viele denkbare Veranstaltungsszenarien abzudecken. Trotz neuem Gebäudeinneren wurde die historische Bausubstanz mit ihrer architektonischen Formensprache erhalten. Der über 200 m² große Veranstaltungssaal wirkt als überhöhter Einzelbaukörper. Daran grenzt in etwas flacherer Bauweise die ehemalige Gaststätte mit Remise an. Der Erweiterungsbaukörper ordnet sich mit seinem Flachdach ganz bewusst unter, setzt sich mit seiner Gestaltung allerdings auch vom Bestand ab. Die historische Gebäudearchitektur bleibt also und geht mit dem Neubau eine Symbiose aus alt und neu ein.

Am Samstag, 23.06.2018 und am Sonntag, 24.06.2018 ist „Der NEUE Winzerverein“ für Besucher offen. Am Samstag besteht im Anschluss an den Tag der Architektur die Möglichkeit, das WM Spiel der Nationalelf gemeinsam mit weiteren Fußballfreunden auf Großbildleinwand im Winzerverein zu sehen.
 
Standort: Winzerstraße 16 in 53501 Grafschaft-Lantershofen Termine: Samstag, 23.06.2018: 14-18 Uhr / Sonntag, 24.06.2018: 11-18 Uhr Bauherr: Gemeinde Grafschaft Architektin: M.Sc. (RWTH) Architektin Sarah Dünker / Architekturbüro Dünker. Weitere Informationen rund um den Tag der Architektur unter: www.diearchitekten.org bzw. www.tag-der-architektur.de

Fussballfans warteten vergeblich aufs erste Tor


Beim „Rudelgucken“ im NEUEN Winzerverein überwiegt Optimismus

Dass der spätere Weltmeister sein Auftaktspiel im Turnier verlieren kann, ist nichts Neues. 2010 verlor der spätere Titelträger Spanien sein erstes Spiel gegen die Schweiz mit 0:1. Die Hoffnung bleibt also, nachdem Deutschland am Sonntag dem Team aus Mexico ebenfalls mit 0:1 unterlag.

Voller Saal und gute Stimmung im NEUEN Winzerverein beim Public Viewing. Fotos und Bildunterschriften: Thomas Schaaf.
Jung und Alt, Ortsansässige und viele Gäste aus der Nachbarschaft erleben ein hektisches Spiel gegen die flotten Mexikaner.

Hoffnung und Optimismus überwogen auch beim gemeinsamen Fußballgucken im NEUEN Winzerverein Lantershofen. Dort hatten sich der VfB, Kulturlant, der Trägerverein des Winzervereins, der Förderverein Zukunft und die Musikfreunde mächtig ins Zeug gelegt, um den Fußballfans eine schöne „Public-Viewing-Arena“ präsentieren zu können. Die zeigten sich begeistern, kamen in Scharen und in jedem Alter. An die 200 Fans platzierten sich auf Bänken, Stühlen, in Sofas und Sesseln oder am Stehtisch, um das deutsche Team anzufeuern.

Bis in die letzte Ecke ist der Saal auch mit Stehtischen, Sofas und Sesseln bestückt.
In der 34. Minute fällt das 0:1 für Mexiko. Dann ist Pause, auch für Raucher und Kinder vor dem Winzerverein. Die deutsche Mannschaft kann bis zum Spielende nicht mehr aufholen.

Die Veranstalter servierten kühle Getränke und mexikanisches Essen zu äußerst moderaten Preisen. „Es geht hier nicht uns Geld verdienen, sondern ausschließlich um den gemeinsamen Spaß am Fußball gucken“, machten die Vereine klar. Vor und nach der Partie und in der Pause waren Fachgespräche angesagt, im Foyer des Winzervereins war der Kicker belagert. Nur mit dem Sieg wurde es nichts. Den soll es nun am Samstag geben, wenn die Lantershofener Vereine ab 19 Uhr wieder zum „Rudelgucken“ in den Winzerverein bitten.

Winzerverein wurde zur Arena


Fußballspaß auf Socken: In einer 70 Quadratmeter großen Hüpfburg in Form eines Fußballfeldes ging es im Saal des Winzervereines fußballerisch zur Sache. Foto: Thomas Weber.

Mit Fußball und Erdbeerkuchen stimmte der VfB Lantershofen auf die WM ein

Wie viele Zuschauer sahen bei der WM 1930 das Vorrundenspiel zwischen Rumänien und Peru? Waren es 105.000, 300, 65.000 oder 10.000? Und wer ist mit 13 Toren bei einem einzigen WM-Turnier bis heute Rekordhalter? Marco van Basten, Gerd Müller, Pelé oder Just Fontaine? Fachwissen rund um die Fußball-Weltmeisterschaften war beim Experten-Quiz des VfB Lantershofen am Samstagabend gefragt. Die VfB-Sportler hatten an zwei Tagen unter dem Motto „Fußball-Spaß“ zu einer ganz besonderen Einstimmung auf die anstehenden Spiele der weltbesten Kicker in Russland eingestimmt. Das Quiz mit seinen rund 25 Fragen, die in drei Runden von der Besetzung der Tische im Biergarten des Winzervereins zu beantworten waren und die FC-Köln-Archivar Dirk Unschuld stellte, waren nur ein Teil des Programms.

Es wurde auch gekickt, dazu wurde der Saal des Winzervereins zum Fußballstadion. Hier hatte der VfB Lantershofen eine 70 Quadratmeter große Hüpfburg in Form eines Fußballfeldes ausgebaut. Nur auf Socken galt es dort für die jeweils drei Personen starken Mannschaften, den Plastikball im Tor des Gegners unterzubringen. „Das ist voll anstrengend“ war der Tenor unter den Teilnehmern. Kein Wunder, war doch auch der Boden des Spielfeldes mit Luft gefüllt. Entsprechend gingen die Jux-Spiele nur über wenige Minuten, dann war bei den Sportlern buchstäblich „die Luft raus.“ Immerhin reichte es für Turniere. Am Samstag waren die „Erwachsenen“ dran, Sonntag die Kinder. Beim ersten Turnier hatten am Ende die Pink-Panther der JSG Bengen/Lantershofen/Birresdorf mit Christian Wagner, Yannik Schneider und Sebastian Kernenbach die Nase vorn, sie gewannen einen Verzehrbon und wiesen den Fußball-Nachwuchs in Person von Leon Schneider, Leon Feldmann und Christoph Assenmacher dank eines 6:5-Sieges im Endspiel in die Schranken.

Bei den Kindern wurden am Sonntag im Rahmen einer Mini-WM Ländermannschaften gebildet. Insgesamt sechs Teams hatten einen Heidenspaß, bei dem sich am Ende Frankreich in einem spannenden Finale gegen Deutschland durchsetzte. Und wer vom Spielen auf der Fußball-Hüpfburg noch nicht genug hatten, konnte seine Treffsicherheit noch an der Torwand unter Beweis stellen. Wer nicht aktiv einschreiten wollte, konnte sich das spaßige Turnier bei frisch gezapftem Kölsch oder einer Auswahl verschiedenster Erdbeerkuchen anschauen. Dabei war der Quizinhalt immer wieder Gesprächsthema, war doch längst nicht jedem Besucher bekannt, dass 1930 nur 300 Zuschauer Rumänien gegen Peru sehen wollten, oder das Just Fontaine seit nunmehr 60 Jahren der Rekord-WM-Torschütze ist. Dazu gab es dann auch noch Anschauungsunterricht der Fitness-Gruppen des VfB, die eine öffentliche Turnstunde vorführten.

Nach dem Fußball-Spaß ist vor der Weltmeisterschaft. Und da lädt der VfB Lantershofen zusammen mit anderen Ortsvereinen zum Public Viewing der Spiele Deutschen Fußball-Nationalmannschaft auf großer Leinwand im gut gelüfteten Saal des Lantershofener Winzervereins ein.