Aktuelles


vom Verein

Fleißige Helfer bei Kulturlant


Seit seiner Gründung im Jahr 2013 hat sich der Grafschafter Kulturverein Kulturlant in der Region mit seinen Veranstaltungen einen sehr guten Ruf erworben, ja geradezu erarbeitet. Mit einer Vielzahl kultureller Veranstaltungen, seien es Comedy- oder Konzertabende, aber auch Public-Viewing-Veranstaltungen und Mottoabende haben sich der Verein und der Haupt-Veranstaltungsort NEUER Winzerverein mit seiner erneuerten, modernen Technik einen klangvollen Namen gemacht.

Stellvertretend für die vielen, häufig auch unsichtbaren Helfern im Kulturverein Grafschaft sei hier Dietmar Ulrich (links) genannt, den der Fotograf beim Ab- und Aufhängen eines Großplakates vor dem Winzerverein beim Helfen "erwischte". Foto und Bearbeitung: Thomas Schaaf.
"MAM rockt BAP" ist das Motto für einen tollen Kölsch-Rock-Abend im NEUEN Winzerverein. Foto: Thomas Schaaf.

Von alleine kommt ein solcher Erfolg nicht, es bedarf eines hohen personellen Einsatzes zur Durchführung von Konzerten oder anderen Events. Kartenvorverkauf, Tageskasse, Verköstigung, Saalvor- und -nachbereitung, Bestuhlung, Anmeldungen, Technikabstimmung, Gema, Plakatierung und Bestückung von Großplakaten sind nur einige Stichworte zur Bewältigung eines solchen kulturellen Ereignisses, das sogar Besucher aus weiterer Entfernung wie Köln, Koblenz und Ruhrgebiet anzieht. Die Veranstaltungen sind fast immer sehr gut besucht, öfters sogar ausverkauft. 

Für die Veranstaltung im Rahmen der 1000-Jahr-Feier am 31.5.2019 mit der Gruppe MAM, einer Cover-Band von BAP, können noch Karten erworben werde. Mit z.B. „Verdamp lang her“ lässt MAM das BAP-Feeling wieder aufleben und verspricht einen mitreißenden Kölschrock-Abend im Winzerverein.

Magische Momente und etwas Klamauk


„Die Magier 2.0“ zu Gast in Lantershofen. Mehr als 200 Gäste ließen sich von der Show verzaubern. Foto: Dirk Unschuld.

Im Winzerverein wurde gezaubert

Nicht erst, seitdem die Ehrlich Brothers mit ihren magischen Shows in Deutschland ganze Arenen füllen, sind Zaubershows wieder in. In Lantershofen waren jetzt „Die Magier 2.0“ zu Gast. Mehr als 200 Gäste ließen sich am Sonntagabend in Deutschlands erfolgreichster Magic Ensemble Show verzaubern. Dabei ist der heutige Zauberer längst ein Entertainer, vorbei sind die Zeiten von schwarzem Zylinder, Zauberstab und Simsalabim. Was die Show von der der ostwestfälischen Zauberbrüder unterscheidet? „Hier guckst Du nicht aus weiter Entfernung auf riesige Leinwände neben der Bühne, hier bist Du hautnah dran“, so Ober-Magier Christopher Köhler. Er und seine Kollegen ließen das Publikum sogar mittendrin dabei sein. Mitmachen war angesagt, da fand man sich schnell auf der Bühne wieder. So wie Robert aus Birresdorf, der Christopher Köhler bei einem Kartentrick auf den Leim ging, auch wenn dieser mehr im Bereich Klamauk statt Zauberei angesiedelt war. Lars Ruth lockte gleich drei Probanten auf die Bühne, um deren Gedanken zu lesen. Immerhin, bei zweien gelang das. Irreführung und Manipulation seien sein Thema, so der Hypnotiseur und Mentalist. Er hatte zuvor das ganze Publikum verblüfft, ließ scheinbar deren Finger wachsen, was auch bei rund einem Viertel der Gäste zu klappen schien, zumindest hatten diese den entsprechenden Eindruck. Interessant auch die Hypnose von Lars Ruth an Andrea aus dem Publikum. Die wurde in eine Zeit zurückversetzt, in der sie noch nicht einmal lesen konnte. Und tatsächlich, die gezeigten Wörter konnte die Hypnotisierte nicht als solche erkennen, das Publikum aber schon.

Zwischenzeitlich war Sam Cole auf der Kulturlant-Bühne eingetroffen, im gelben Anzug mit Hut und schriller Feder ließ er Dinge aus einem vermeintlich leeren Gefäß wandern und Kugeln oder Feder wie von Geisterhand durch den Raum schweben. Und dass er schließlich mittels dreier Rohre eine Weinflasche in rund ein halbes Dutzend Flaschen verwandeln konnte, entzückte das Publikum.

Ein wenig mystisch kam schließlich „Swann“, der Maskierte daher. Auch er suchte sich seine Mit-Zauberer im Publikum. Diese ließen nur mit ihrer Konzentration Gläser zerplatzen oder schafften es, durch eine vermeintliche Glasscheibe zu fassen. Swann ließ derweil offenes Feuer durch den Winzersaal fliegen und produzierte aus der hohlen Hand Unmengen von Konfetti. Nur Christopher Köhlers Tricks entpuppten sich zunächst als fauler Zauber. Er machte lieber den Conférencier und gut gelaunten Gastgeber, der das Publikum immer wieder zum Lachen brachte. Schließlich machte aber auch Köhler ernst und präsentierte dem Auditorium einige tatsächlich zauberhafte Kartentricks, bei denen am Ende jeder im Saal gefordert war, mitzumachen. Und tatsächlich konnte am Ende der Vorstellung jeder der Gäste ein wenig zaubern.

Die Magier verzaubern ihr Publikum


Die Magier 2.0 verzaubern ihr Publikum. Foto: Veranstalter.

Deutschland erfolgreichste Magic Ensemble Show im Winzerverein

Nach der ersten erfolgreichen Deutschland Tour kehren „Die Magier“ mit einer brandneuen Show auf die Bühne zurück. Zu erleben sind dabei vier von Grund auf unterschiedliche Magier. Charaktere, die alle Meister ihres Fachs sind und die eine ebenso magische wie unglaublich unterhaltsame Show, die abwechslungsreicher nicht sein könnte, bieten. Mal emotional, mal poetisch. Zum einem unheimlich bizarr, zum anderen zum Kreischen witzig. Eine Achterbahnfahrt der magischen Unterhaltung, so nah und intim wie keine andere Bühnenshow ist.

Die Magier 2.0 sind: Christopher Köhler, Lars Ruth, Swann und Sam Cole. Der Rheinländer Köhler macht Schluss mit dem aalglatten und langweiligen Image eines Zauberkünstlers. Auf Augenhöhe mit dem Publikum zeigt er mit saloppem Mundwerk Publikums-Improvisationen die einmalig, saukomisch und absurd sind. Lars Ruth, der Seher, nimmt das Publikum feinfühlig und empathisch mit auf eine Reise in die Welt des Übersinnlichen, in der die Besucher zweifeln werden, ob ihr Reiseführer "die Gabe" besitzt und ob sie ihren Sinnen trauen können. Eine Expedition ins Reich der Wahrsager und Visionäre, der Hypnotiseure und Traumdeuter. „Swann“ ist „der Maskierte“, die einzigartige Verschmelzung von Illusionen, Musik, Schauspiel, Licht und Tanz begeistert bereits seit 20 Jahren viele Menschen auf der ganzen Welt. Der Kölner hat die Gabe, unvergessliche Bilder und eine Atmosphäre auf der Bühne zu schaffen, die mit Worten kaum zu beschreiben sind. Sam Cole schließlich ist "Der verrückte Charmeur", gutaussehend, charmant und schräg. Durch einen Unfall in einer radioaktiven Magnetfabrik in Chicago hat er leider seinen Verstand verloren, dafür aber magische Kräfte entwickelt, ein ungewöhnlicher Künstler.

Die bestuhlte Vorstellung findet am Sonntag, 7. April, 20 Uhr, im Winzerverein Lantershofen statt (Buslinie 849, Haltestelle Lantershofen, Winzerstraße). Tickets kosten im Vorverkauf 25 Euro zuzüglich möglicher Gebühren, an der Abendkasse 29 Euro. Tickets und Infos sind über die Interseite www.kulturlant.de erhältlich. Weitere Vorverkaufsstellen sind in der Grafschaft Getränke Visang (Karweiler), Rewe-Markt (Ringen), Eifeldestillerie (Lantershofen) sowie in Bad Neuenahr-Ahrweiler Wittich Medien, Plattenkiste und Ahrtal-Tourismus. Die Show ist nicht für Kinder unter 12 Jahren geeignet.

Mitgliederversammlung beim Verein Kulturlant


Kulturlant lädt seine Mitglieder ein zur Jahreshauptversammlung. Foto: Thomas Schaaf.

Der Grafschafter Verein Kulturlant e.V. bittet seine Mitglieder zur Jahreshauptversammlung. Diese findet am Mittwoch, 24. April, ab 20 Uhr im Winzerverein Lantershofen statt. Auf der Tagesordnung stehen Berichte und Abschluss des Vereinsjahres 2018. Anträge zur Tagesordnung können bis zum Beginn der Sitzung eingereicht werden.

Endlich mal eine Trink-Show statt Koch-Shows


Mit seinem Programm „Durst“traf Kabarettist Philipp Weber den Nerv des Publikums

Immer nur Koch-Shows. Damit war Schluss in Lantershofen. Dort präsentierte der Verein Kulturlant mit dem Programm „Durst – Warten auf Merlot“ des Kabarettisten Philipp Weber zur Abwechslung mal eine Trinkshow und traf damit voll den Nerv des Publikums. Und dessen Leber gleich mit. Mehr als 200 Gäste im Lantershofener Winzerverein waren von dem Pointen-Feuerwerk des Schnellredners aus dem Odenwald vollauf begeistert. Weber hatte ein Programm auf Lager, dass der Deutschen liebste Kultur beschrieb: die Trinkkultur. „Bei uns im Odenwald ist es sogar die einzige Kultur“, ließ der Komiker kaum ein gutes Haar an seiner Heimat. Und dabei haute der Wein-Genießer einen Klops nach dem anderen raus. Beispiele: Aldi-Bier zum Spottpreis eigne sich hervorragend, um den Dackel zu entwurmen. Und ein Smoothie unterscheidet sich vom Fruchtsaft dadurch, dass man beim Schlucken würgen muss.

Mehr als 200 Gäste zeigten sich im Lantershofener Winzerverein begeistert von Philipp Weber. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Philipp Weber redet schnell und scharf. Er nimmt die Trinkkultur der Deutschen aufs Korn.

Der Kabarettist ging der Frage nach, ob man mit Alkohol auch vernünftig umgehen könne. Seine Freundin verneint es, aber: „Mein Arzt sagt ja. Aber nicht sie, Herr Weber.“ Weber berichtete vom Alkoholmissbrauch, der keine Altersgrenzen kenne: „25.000 Jugendliche sind letztes Jahr mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gekommen. Aber auch 27.000 Rentner.“ Vernünftiges Trinken will also gelernt sein. Da zitierte Weber auch gerne mal seinen Onkel Rudi, der nach dem Tod und vor der Einäscherung noch nüchtern werden musste, sonst wäre er verpufft. Des Onkels Verkostungen vom Selbstgebrannten trugen nicht umsonst den Beinamen „Blindverkostung.“ Dazu passte auch die Erkenntnis: „Wenn Gott gewollt hätte, das der Mensch Wasser trinkt, hätte er nicht so viel davon versalzen.“

Einen Schweif ins aktuelle Geschehen gab es obendrein. Zum Thema Nationalismus und Unzufriedenheit in Europa prognostizierte er: „Wenn das so weitergeht, sind in zwei Jahren nur noch die Briten in der EU.“ Besonders angetan hatte es ihm die leicht sexistische Fahrradhelm-Kampagne von Bundes-Verkehrsminister Scheuer: „Welches Leben soll denn gerettet werden, wenn ich im Bett einen Fahrradhelm trage“, fragte Weber, der nach mehr als zwei Stunden, in denen er das Zwerchfell der Gäste im Lantershofener Winzerverein aufs Äußerste strapazierte, mit lang anhaltendem Applaus und lauten Zugabe-Verlangen bedacht wurde.

Kulturlant informiert


Der Vorstand bittet um Terminvormerkung und sucht junge Leute zur Ausbildung an der Saaltechnik. Foto: Thomas Schaaf.

Der Kulturlant-Vorstand informiert seine Mitglieder darüber, dass das neue Kultur-Programm 2019/20 weitestgehend steht. Aktuell werden letzte Vertragsangelegenheiten besprochen. Alle Tickets sollten ab spätestens Mai im Vorverkauf sein.

 

Einer der Schwerpunkte der nächsten Planungen ist es, möglichst jungen Menschen anzubieten, sich Fähigkeiten in Sachen Licht- und Tontechnik anzueignen. Wer mögliche interessierte junge Leute kennt, möge bitte dem Vorstand Bescheid geben. Der Vorstand weist darauf hin,  dass die Mitgliedschaft bei Kulturlant bis zum Alter von 25 Jahren beitragsfrei ist. In Kürze soll gemeinsam mit dem Trägerverein die neue Ton- und Lichttechnik im Saal an den Start gebracht werden. Diese Technik kann dann jeder Saalmieter (Vereine) nutzen, wird hierzu aber einen eingewiesenen Techniker benötigen.

 

Weiter bittet der Vorstand seine Mitglieder, sich nachfolgende Termine vorzumerken: Sa., 12.10.19 - Ingolf Lück, Comedy; Mi., 23.10.19 - SWR1 Public Singing, Mitsingkonzert; Sa., 02.11.19 - Köster & Hocker, Konzert; Sa., 16.11.19 - Christine Prayon, Kabarett; Sa., 30.11.19 – feelfalt, Konzert; Fr., 06.12.19 - Peter Orloff’s Schwarzmeer-Kosaken, Konzert (Kirche); Fr., 13.12.19 - Rolf Miller, Kabarett; ; So., 29.12.19 - Die Toten Ärzte, Konzert; Sa., 4.1.20 – Jazz ohne Stress, Konzert; Sa., 18.1.20 – Fee Badenius, musikalisches Kabarett; Fr., 24. oder Sa., 25.1.20 – Thomas Godoj Trio, Konzert; Sa., 15.2.20, Le Clou, Konzert; Fr., 6.3.20 – Mathias Tretter, Kabarett; Sa., 7.3.20 – Young Scotts Trad Awards Winner Tour, Konzert; Sa., 28.3.20 – Volker Weininger, Kabarett;  Sa., 4.4.20 – Melanie Bong Quintett, Konzert; Sa., 18.4.20 – Nektarios Vlachopoulos, Kabarett; Sa., 25.4.20 – Stephan Sulke, Konzert.

 

Spiel- und Lebensfreude waren ansteckend


Schottlands bester Musikernachwuchs spielte in Lantershofen

Das war wahrlich ein Zungenbrecher: Young Scots Trad Awards Winner Tour. Dahinter stecken 18 Konzerte in ebenso vielen Tagen. Den Abschluss ihrer Tournee quer durch Deutschland machten vier junge Schotten am Samstagabend auf der Kulturlant-Bühne in Lantershofen. Präsentiert wurden die Ausnahme-Musiker von der Deutschen Petra Eisenburger, sie führte auch durch das Programm, das knapp 200 Gäste von der ersten Minute an begeisterte.

Sehr gut besuchtes Konzert mit begeisterten Zuschauern im Saal des Winzervereins. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Vier Topmusiker: Am Knopfakkordeon ist Paddy Callaghan, Charlie Stewart spielt die Geige, Sängerin Iona Fyfe ist "the voice"und steht in Front, Luc McNally brilliert mit der Gitarre.

Die jungen Schotten, die Siegerpreise in Wettbewerben traditioneller schottischer Musik gewinnen konnten, stellten sich nacheinander musikalisch vor, später spielten sie dann zusammen. Begleitet wurden die Preisträger dabei vom Gitarristen Luc McNally, der in den Jahren 2016 und 2017 ebenfalls begehrte schottische Nachwuchspreise gewinnen konnte. Ihm stand als erstes Charlie Stewart zur Seite, der das Geigenspiel an der Royal Conservatoire of Scotland studierte und für den der Begriff des Teufelsgeigers äußerst zutreffend war. Stewart brachte aber nicht nur die Musik authentisch rüber, er verkörperte zudem eine große Spiel- und damit verbunden, auch Lebensfreude. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht und begleitendem Taktspiel, teilweise mit beiden Füßen, sorgte Charlie Stewart gleich im ersten Stück für helle Begeisterung, sein „Fire-cross Song“ erntete tosenden Applaus. Ein klein wenig ruhiger ließ es „the voice“ im vierköpfigen Ensemble angehen. Iona Fyfe ist gerade einmal 21 Jahre alt, als Sängerin aber bereits weltweit unterwegs. Sie nahm das Publikum mit, animierte beim Song „Swing and Turn“ zum Mitsingen. „Take me out Drinking Tonight“ spiegelte die schottische Freude an der Geselligkeit wider. Dritter im Bunde der Preisträger-Tour war Paddy Callaghan, eine ebenso lustige, wie gemütliche Persönlichkeit. Sobald er aber zum Knopfakkordeon greift, explodiert er förmlich. „Schnell“ sei seine Musik, sagt er. Eines von zwei gelernten deutschen Wörtern. „Wunderbar“ ist das andere, auch weil sein Lieblingsort in Schottland „Bar“ sei. „The Trip to Dingle“ zeigte dem Publikum, dass Callaghan nicht zu viel versprochen hatte, auf der Bühne und im Saal ging sprichwörtlich die Post ab.

Von der ersten Minute an reißen die vier jungen Schotten die Zuhörer mit ihrer traditionellen heimatnahen Musik mit.
Nach dem Konzert hagelt es Riesen-Beifall für die Musiker, die sich artig mit tiefen Verbeugungen beim Publikum bedanken.

Im zweiten Konzertpart gehörte die Bühne im Lantershofener Winzerverein dann allen vier Musikern, wobei Iona Fyfe betonte, sie sei für den eher melancholischen Part zuständig. Das war übertrieben, auch wenn ihre Mitstreiter es immer dann, wenn Titel mit Gesang anstanden, ruhiger angehen ließen. Dafür hatte hier das Publikum wieder seinen Einsatz, ihm gehörte der stimmlich äußerst hoch angesetzte Refrain bei „Bonnie Lass of Fire.“ Wenn es dann instrumental zuging, gingen die drei Musiker in die Vollen, man fühlte sich im Winzerverein auf ein schottisches Volksfest oder in einen Glasgower Pub versetzt. Am Ende hielt es keinen mehr auf den Sitzen, zumal Kulturlant in Zusammenarbeit mit „Ahrland“ auch Biere und Whiskey aus Schottland reichte. Die Musiker bevorzugten derweil deutsches Bier und trockene Ahrweine, packten nach Mitternacht die Instrumente ein zweites Mal aus und spielt im Winzerverein noch  bis tief in die Nacht im kleinen Kreis.

Frische Musik-Brise aus Schottland


Schottlands bester Nachwuchs in puncto traditioneller Musik kommt nach Lantershofen. Foto: Veranstalter.

Preisträger renommierter Wettbewerbe auf Deutschland-Tour in Lantershofen

Nach der erfolgreichen Premiere der Young Scots Trad Awards Winner Tour in 2018 werden auch in 2019 vier junge schottische Ausnahmemusiker in 19 Spielstätten in Deutschland und Österreich konzertieren. Wie bereits in 2018 geben Preisträger und Finalisten von renommierten Wettbewerben wie dem BBC Radio Scotland Young Trad Awards, BBC Radio 2 Folk Awards, MG Alba Awards und Molloy Award Zeugnis ihres Könnens. Erstmals dabei ist die Kulturlant-Bühne in Lantershofen, wo die vier Musiker am Samstag, 23. Februar zu hören sind.  

Ziel dieser Wettbewerbe ist es, junge schottische Musiker zu animieren, schottische Musiktraditionen mit der eigenen musikalischen Virtuosität fortzuführen und zu beflügeln. Bei den BBC Radio Scotland Young Trad Awards beispielsweise bewerben sich jährlich zahlreiche Musiker. Sechs Finalisten kämpfen anlässlich eines Prestigekonzerts beim berühmten Celtic Connections Festival im schottischen Glasgow um den ersten Platz. Der oder die Beste wird mit dem BBC Radio Scotland Young Traditional Musician Award des entsprechenden Jahres ausgezeichnet.

Charlie Stewart (Geige), Iona Fyfe (Gesang), Paddy Callaghan (Akkordeon) und Luc McNally (Gitarre) begeistern ihr Publikum mit einer Mischung aus traditioneller Musik, die den Puls der Zeit trifft - Tradition trifft Moderne. Mit ihrer Solo-Performance im ersten Programmteil und ihrem gemeinsamen Auftritt in der zweiten Programmhälfte zeichnen Charlie, Iona, Paddy und Luc ein facettenreiches musikalisches Bild Schottlands.

Das bestuhlte Konzert findet am Samstag, 23. Februar, ab 20 Uhr im Winzerverein Lantershofen statt (Buslinie 849, Haltestelle Lantershofen, Winzerstraße). Tickets für die bestuhlte Veranstaltung kosten im Vorverkauf 16 Euro zuzüglich möglicher Gebühren, an der Abendkasse 20 Euro. Tickets und Infos sind über die Interseite www.kulturlant.de erhältlich. Weitere Vorverkaufsstellen sind in der Grafschaft Getränke Visang (Karweiler), Rewe-Markt (Ringen), Eifeldestillerie (Lantershofen) sowie in Bad Neuenahr-Ahrweiler Wittich Medien, Plattenkiste und Ahrtal-Tourismus.