Aktuelles


vom Verein

Vereine laden zu Zusatzveranstaltung mit Volker Weininger ein


Lantershofener Vereine präsentieren für einen guten Zweck "Sitzungspräsident" Volker Weininger. Foto: Privat.

„Der Sitzungspräsident“ palavert für den guten Zweck

Der Kulturlant-Kabarettabend mit dem „Sitzungspräsidenten“ Volker Weininger am Samstag, 28. März 2020, im Winzerverein Lantershofen ist lange ausverkauft. Nun haben sich Lantershofener Vereine zusammengetan und präsentieren am Sonntag, 29. März 2020, ab 18 Uhr ebenfalls im Winzerverein Lantershofen eine Zusatzveranstaltung mit Volker Weininger für den guten Zweck. Denn der Erlös dieses Abends wird komplett der Vortour der Hoffnung für krebskranke und hilfsbedürftige Kinder gespendet, die am Montag, 10. August 2020, um 14 Uhr in Ahrweiler auf dem Marktplatz Station macht. Volker Weininger wird sich ebenfalls für diese gute Sache engagieren und zugunsten der Vortour auf einen Teil seiner Gage verzichten.

Zum Programm: Die Spannung steigt: Nur noch wenige Stunden bis zur feierlichen Proklamation des Prinzenpaares der KG Raderdolle Spritköpp von 1493 e.V. – ohne Zweifel „das“ gesellschaftliche Highlight des Jahres im Dorf. Und zum ersten Mal hat der kleine Verein weder Kosten noch Mühen gescheut, dafür eine ganz große Nummer aus dem Kölner Karneval zu verpflichten. Da darf man natürlich nichts dem Zufall überlassen und deshalb überwacht der Sitzungspräsident höchstpersönlich die letzten Vorbereitungen. Bei ein paar Stützbier sitzt er im Vereinslokal und passt auf, dass alles klappt – Karneval darf man schließlich nicht den Amateuren überlassen! Und weil der Sitzungspräsident sich selbst noch immer am liebsten reden hört, kommt er dabei schnell vom Hölzchen aufs Stöckchen. Klar, dass da kein Thema vor ihm sicher ist – eben ganz nach seinem Motto: Von nix ne Ahnung, aber zu allem ne Meinung!

Auf den Karnevalsbühnen ist Volker Weininger als „Der Sitzungspräsident“ der ungekrönte König im 0,2-Liter-Sprint. Jetzt geht er mit seinem leicht angesäuselten Alter Ego auf die Langstrecke und gönnt seiner Paraderolle mit „Solo!“ endlich einen ganzen Abend, denn es gibt einfach viel zu viel, was noch nicht erzählt worden ist. Und wenn sich der Sitzungspräsident auf der Bühne zügig aber ohne Hast ans Kölschglas macht, dann wird ganz schnell klar: Hier steht der lebende Beweis dafür, dass man auch mit Alkohol lustig sein kann!

Die Lantershofener Vereinsgemeinschaft präsentiert das „Solo“ des Sitzungspräsidenten am Sonntag, 29. März, ab 18 Uhr im Winzerverein Grafschaft-Lantershofen. Tickets für die bestuhlte Veranstaltung kosten im Vorverkauf 19 Euro zuzüglich möglicher Gebühren, an der Abendkasse kostet es 24 Euro. Tickets und Infos sind erhältlich unter www.kulturlant.de. Der Online-Vorverkauf läuft, Printtickets sind ab 22. Januar erhältlich, u.a. in der Eifeldestillerie und bei Getränke Visang.

DSDS-Gewinner im Winzerverein


DSDS-Sieger Thomas Godoj. Foto: Julia Scheibeck.

V’Stärker aus! – unter diesem Motto geht Thomas Godoj seit fünf Jahren jährlich auf winterliche Akustiktour. 2020 wird der DSDS-Sieger von 2008 erstmals von einem Weltklasse-Harper, einem Gitarren-Virtuosen und einem mehrmaligen deutschen Meister im Beatboxing begleitet. Zu erleben sind die vier am Freitag, 24. Januar, ab 20 Uhr im Winzerverein Lantershofen. Als „Chris Kramers Beatbox’n’Blues“ mischen Thomas‘ neue Begleiter seit 2016 weltweit die Musikszene auf. Sie räumten Blues Awards ab, traten in Memphis auf und hatten zahlreiche TV-Auftritte. Nun werden sie Godoj-Klassiker wie „Helden gesucht“, „Autopilot“ oder „Dächer einer ganzen Stadt“ auf eine völlig neue Art interpretieren. Zudem versprechen die Musiker einige Überraschungen aus dem abwechslungsreichen Repertoire der bisherigen sieben Godoj-Alben. Es wird mal traditionell bluesig, mal groovy funky, mal rau und rockig, aber auch sanft und einfühlsam. Zu erleben sind: Thomas Godoj, DSDS-Sieg, Nummer 1-Hit, Echo, sieben Chartalben und Europarekorde im Crowdfunding. Chris Kramer, der Dortmunder Blueser genießt vor allem für sein Mundharmonika-Spiel weltweit höchsten Respekt. Kevin O’Neal sorgt für Hip-Hop und Comedyeinlagen, ist zweifacher deutscher Beatbox-Meister. Sean Athens ist Gitarrenvirtuose und zählt seit einigen Jahren zum Musikerpool von Thomas Godoj.

Tickets für das bestuhlte Konzert kosten im Vorverkauf 25 Euro zuzüglich Gebühren, an der Abendkasse 30 Euro. Tickets und Infos gibt es unter www.kulturlant.de, bei den Vorverkaufsstellen von Kulturlant und bei Ticket Regional.

Fee Badenius und Band im Winzerverein


Fee Badenius mit ihrer Band bringt musikalisches Kabarett am 18. Januar im Winzerverein. Foto: Veranstalter.

Musik mit hintersinnigem Witz

Musikalisches Kabarett steht am 18. Januar beim Grafschafter Verein Kulturlant auf dem Programm, dargeboten im Winzerverein Lantershofen von Liedermacherin Fee Badenius und ihrer Band. Fee Badenius wandelt in ihrem neuen Programm zwischen den Welten, sowohl musikalisch, als auch textlich. Ihre Lieder pendeln zwischen Sehnsucht und Melancholie, zwischen Zartheit und Stärke, haben aber auch immer Bodenhaftung und intelligenten, hintersinnigen Witz. Dabei ist es vor allem der charmante Vortrag und die anschmiegsame Stimme, die bereits unzählige Zuschauer im ganzen deutschsprachigen Raum begeistert haben. Fee Badenius hält uns und sich selbst den Spiegel vor, zertrümmert ihn aber nicht, sondern malt mit einer ordentlichen Portion Optimismus ein Lächeln auf die beschlagene Scheibe. Mit großer musikalischer Vielfalt und Spielfreude unterstützen sie ihre hervorragenden Musiker. Die Band um Fee Badenius macht aus kleinen Melodien große Hymnen, und aus einfachen Liedern, Musik, irgendwo zwischen Liedermacher, Pop und Jazz, einfühlsam und leidenschaftlich, aber vor allem immer so, dass das große Ganze sinnvoll unterstützt wird.

Wer ein Konzert von Fee Badenius besucht, schließt sie und ihre Band ins Herz und erlebt einen Abend, der Kopf und Herz gleichermaßen zum Klingen bringt. Oder, wie es der Liedermacher Stephan Sulke sagte: "Sie ist ein bildhübsches, absolut süßes Ding, das man in die Vitrine zum Anbeten stellen möchte, sie hat einen Humor, der das Gift zweier schwarzer Mambas ersetzt, sie ist sturz-blitz-gescheit - und das Wichtigste, sie wickelt das Publikum um den Finger zum Neidischwerden. Sie hat einen Stil gefunden, irgendwo im Niemandsland zwischen Satire, Chanson und Wehmut.“

Die bestuhlte Veranstaltung findet am Samstag, 18. Januar, ab 20 Uhr im Winzerverein Lantershofen statt. Tickets kosten im Vorverkauf 18 Euro zuzüglich möglicher Gebühren, an der Abendkasse kostet es 23 Euro. Weitere Infos unter www.kulturlant.de.

„Jazz ohne Stress“ im ausverkauften Winzerverein


Caspar Van Meel und Soleil Niklasson begeisterten

Was vor 15 Jahren ganz klein im Keller des Lantershofener Winzervereins begann, hat sich zu einer kleiner Erfolgsgeschichte entwickelt, nämlich einem ausverkauften Jazz-Event, das durchaus als Mini-Festival angesehen werden kann: „Jazz ohne Stress“ fand am vergangenen Samstag zum 16. Mal statt und eröffnete traditionell den kulturellen Jahresreigen in Lantershofen. 250 Gäste im Winzerverein waren auch dieses Mal angetan von dem, was Saxofonist und Veranstaltungsgründer Jonas Röser sich ausgedacht hatte. Seit Jahren gliedert sich die Veranstaltung in zwei Hälften, nämlich einen instrumentalen und einen vokalen Part. Als Kulturlant sich der Veranstaltung vor vier Jahren annahm, unternahm man einen durchaus riskanten Schnitt, weg von der Club- und hin zur Theateratmosphäre. Mehr Gäste sollten so Platz finden. Vor zwei Jahren änderte man das Konzept erneut, Jonas Röser bietet seither ein gegenüber früher stark aufgepepptes Programm. Der Erfolg gibt allen Recht.

Bassist Caspar van Meel übernimmt im ersten instrumentalen Musikteil mit seinem Quintett die musikalische Regie im Winzerverein. Foto: Thomas Biesenbach.
Im zweiten Teil nach der Pause setzt Jazzsängerin Soleil Niklasson mit eindrucksvoller Stimme starke Kontrapunkte gegen die instrumentale vermeintliche "Übermacht". Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.

In diesem Jahr nahm Röser vor der Pause erstmals im Publikum Platz, überließ die Bühne seinem jahrelangen Mitstreiter Caspar van Meel. Der Bassist trat mit seinem Quintett auf, alles erstklassige Berufsmusiker, die teilweise mit der WDR-Bigband um die Welt reisen. Am Samstag endete die Reise im beschaulichen Lantershofen, wo das Quintett Songs aus van Meels geplantem Debutalbum „On the edge“ präsentierte. Das wird in den kommenden Monaten am Markt sein. In den Stücken kamen alle Musiker mit Soli zu Gehör, tonangebend aber waren Posaunist Tobias Wember und Saxophonist Denis Gäbel. Der Bruder von Entertainer und Bandleader Tom Gaebel gilt als einer der gefragtesten Saxophonisten Deutschlands. Das Quintett traf mit seiner lohnenden Musik den aktuellen Zeitgeist, kam mal ruhig, mal verspielt daher. Van Meel, aus dessen Feder alle Stück stammen, hat ein expressives Musikwerk geschaffen, dass eine aktuell bewegte Zeit darstellt. Bemerkenswert: die dem Komponisten Erik Satie gewidmete Ballade „For Eric.“ Satie beeinflusste mit seinen Werken die Neue Musik, den Jazz und die Populäre Musik, ein Vorbild für van Meel. Dem Publikum in Lantershofen gefiel der instrumentale Part des Quintetts, dass schon vor der Pause eine Zugabe geben musste.

Jonas Röser unterstreicht den stimmlich hochklassigen Gesangsvortrag von Soleil Niklasson mit seinem Saxophon.
Die dargebotene Jazzmusik beeindruckt die Besucher im ausverkauften Saal des Winzervereins.

Im zweiten Part des Abends übernahm die gleichermaßen impulsive wie sensible amerikanische Jazzsängerin Soleil Niklasson das musikalische Kommando. Die in Los Angeles aufgewachsene und heute in Deutschland lebende Sängerin moderierte in englischer Sprache, in ihren Stücken gestattet sie den begleitenden Musikern, Saxophonist Jonas Röser, Bassist Capar van Meel oder Pianist Roman Babik Soli, die nicht übertrieben waren, aber die Klasse der Musiker vollends zu dokumentieren wussten.

Geglückte jazzige Ergänzung: Die amerikanische Jazzsängerin Soleil Niklasson und der Saxophonist Jonas Röser aus Lantershofen.
Auch einen Blick "to heaven" ist musikalisch und textlich angesagt.

Einer der Höhepunkte war das minutenlange Intro von Schlagzeuger Drummer Dominic Brosowski zu Duke Ellingtons „Caravan.“ Stücke, wie Cole Porters „Love for sale“ oder „Let‘s stay together“ animierten zum Mitmachen. Bei eher sanften Songs, wie „If loving you is wrong“ oder „My foolish heart“ kam die ganze Kraft der vom Gospel geprägten Jazzerin zum Tragen. Am Ende dann der Höhepunkt des Konzertabends mit der musikalischen Entführung des Publikums in die Amsterdamer Rotlichtviertel: „Love don’t come easy.“ Soleils Aufforderung „Stand up and dance“ kam das Publikum nur zu gerne nach und entließ Sängerin und Band erst nach zwei ausgiebigen Zugaben. Auf seinem Stuhl saß da schon lange keiner mehr.

„Tote Ärzte“ waren quicklebendig


Coverband rockte zum Jahresschluss mehr als drei Stunden lang

Das war das bisher aufwändigste und erfolgreichste Jahr des Grafschafter Vereins „Kulturlant e.V.“ 18 kulturelle Veranstaltungen in den Bereichen Konzert, Kabarett, Mitsingabend oder reiner Abendunterhaltung lieferte der Verein 2019, mehr als 4.500 Besucher kamen nach Lantershofen, die Hälfte aller Abende war im Vorfeld ausverkauft. Abschluss war am vergangenen Sonntag ein Konzert der Lübecker Coverband „Die Toten Ärzte“, die sich bereits im Jahr 2000 gründeten. 18 Jahre zuvor waren ihre musikalischen Vorbilder, die deutschen Punkrocker „Die Toten Hosen“ und „Die Ärzte“ an den Start gegangen. Diese beiden Bands sind auch nach 37 Musikjahren noch erfolgreich, locken beispielsweise als Headliner immer wieder Zehntausende Fans zu „Rock am Ring“ in die Eifel. Die Covermusik beider Bands wollten in Lantershofen immerhin 350 Gäste erleben. Im Publikum waren Alt- und Jungrocker zu sehen, aber auch Mütter mit ihren Töchtern und Väter mit den Söhnen. „Hosen“ und „Ärzte“ fesseln mit ihrer Musik die Menschen generationenübergreifend. Alt und Jung feierte gemeinsam die großen Hits der beiden Punkrock-Bands.

Sehr lebendig sind "Die toten Ärzte" im Winzerverein. Foto und Bildunterschriften: Thomas Schaaf.
Die Coverband-Musiker Jey Petersen, Sebastian Zierof, Stephan Capser und Martin Stieber begeisterten auch bei Zuschauereinlagen im prall gefüllten Saal. Foto: Thomas Schaaf.

Der Grafschafter Verein Kulturlant will den 29. Dezember als Termin für gute Coverband-Musik etablieren und damit den Fans zwischen Weihnachten und Neujahr Konzerterlebnisse servieren. Nach „Still Collins“ im vergangenen Jahr gab es nun also Musik der „Toten Ärzte“, und die kamen quicklebendig daher, spielten fast dreieinhalb Stunden lang Hit an Hit. Die vier Coverband-Musiker Jey Petersen, Sebastian Zierof, Stephan Capser und Martin Stieber konnten von der ersten Minute an begeistern. Kein Wunder, haben die Vorbilder doch eine Fülle von Hits mit großem Mitsingpotential geschrieben. Ein Gassenhauer jagte den anderen und schon beim ersten Stück „Wünsch dir was“ sang der ganze Saal als großer Background-Chor mit. Die Toten Ärzte spannten ihre Fans nicht lange auf die Folter, „Hier kommt Alex“ oder „Zu spät“ waren früh zu hören, es herrschte vom ersten Akkord der Gitarre von Jey Petersen an Partystimmung, zumal Sänger Sebastian Zierof jeden Song förmlich zelebriere und das Publikum immer wieder zum Mitmachen anfeuerte. Und das ließ sich nicht lange bitten.

Sebastian Zierof reißt das Publikum mit Gesang und Gestik mit. Foto: Thomas Biesenbach.
An und ab polarisiert die Band auch mit sozialkritischen Texten. Foto: Thomas Biesenbach.

Die Band mit ihren oftmals sozialkritischen Texten wußte ab und zu auch zu polarisieren, wenn man zum Beispiel klare Kante gegen die Fans von Bayern München zeigte. Im Rheinland kam das gut an. Genauso wie die Tatsache, dass die Toten Ärzte nicht jeden Song ihrer Vorbilder eins-zu-eins runterspielten, sondern viel improvisierten, zumeist, um die Gesangseinlagen der Gäste zu fordern. Hin und wieder gab es auch einen Ausweicher, weg von den deutschen Punkrock-Songs. Besonders das „Highway to hell“ von AC/BC ließ den ehrwürdigen Winzerverein erbeben. Und dann waren dann noch die Hits mit fragwürdigen Aussagen, wie „Kein Alkohol ist auch keine Lösung“, „Junge“, oder „Schrei nach Liebe.“ Mit zunehmender Dauer des Konzert wurde das üppige Schaffenswerk von „Hosen“ und „Ärzten“ immer deutlicher, denn nach starken Beginn konnte die Coverband immer noch einen draufsetzen, ehe es am Ende mit „Westerland“ oder „An Tagen wie diesem“ zu den wohl größten Hits ihrer Vorbilder kam. Dazwischen setzte der Saal zu „Zehn kleine Jägermeister“ noch zur großen Polonaise an und am Ende durften auch noch zwei Dutzend Fans die Bühne stürmen, um mit den Musikern gemeinsam zum großen Finale einzustimmen. Da war es auch kein Wunder, dass zahlreiche Besucher schon Tickets für das Konzert am nächsten 29. Dezember erwarben. 2020 werden dann „Stingchronicity“ auf der Kulturlant-Bühne stehen.

Jazz ohne Stress im Winzerverein


Jazz ohne Stress steht für Vielfältigkeit, ein Konzertformat, das seines Gleichen sucht. Jonas Röser, Saxophonist aus der Grafschaft, möchte als Initiator vor allem eine Bühne schaffen, die „Querbeat“ einen musikalischen Dialog spürbar macht, Jazz als lebendige Kultur. Röser arbeitet beständig an möglichen Ideen, Künstler für Jazz ohne Stress zusammenzubringen.

Für einen kurzweiligen, instrumentalen Auftakt des Abends sorgt Caspar van Meel (Kontrabass) mit seiner aktuellen Quintett Besetzung.  Für seine Band hat van Meel einige der besten Jazzmusiker aus Nordrhein-Westfalen zusammengebracht, die alle bei Jazz ohne Stress zu hören sein werden: Roman Babik (Piano), Tobias Wember (Posaune) und Niklas Walter (Schlagzeug). Das Quintett wird mit Denis Gäbel (Saxophon), der mit seinem außergewöhnlichem Sound als einer der gefragtesten Saxophonisten Deutschlands gilt, abgerundet.

Im zweiten Set wird Soleil Niklasson die Stimme des Abends sein. Sie lässt keine Fragen offen, sie ist Künstlerin und Entertainerin und macht die Bühne wortwörtlich zu ihrer Bühne. Die aus Chicago stammende charismatische Ausnahmesängerin ist mit der Musik des Jazz, Gospel und Soul aufgewachsen und diese Authentizität spürt man auch in ihrer Musik in ihren Konzerten. Inspiriert von Jazz, Blues, Soul, Gospel oder Latin wird sich Soleil mit den Musikern des Abends bei Jazz ohne Stress präsentieren. Neben Jonas Röser (Saxophon) wird auch Dominic Brosowski (Schlagzeug) das zweite Set begleiten und für reichlich Stimmung sorgen. Er gehört ebenso seit vielen Jahren zu den guten Gründen, Jazz ohne Stress als ersten Konzertbesuch des Jahres wahrzunehmen. https://www.kulturlant.de/produkt/04-01-2020-jazz-ohne-stress-vol-16/

Kabarettist Rolf Miller warf einiges durcheinander


Kabarett zum Mitdenken liefert Rolf Miller im Winzerverein. Foto: Vollrath.

Die ganze Wahrheit in halben Sätzen

Kabarett zum Mitdenken lieferte Rolf Miller, der bereits im Jahr 2006 den Deutschen Kabarettpreis erhielt, bei Kulturlant in Lantershofen. Miller unterstrich vor ausverkauftem Haus, dass er nicht ohne Grund als der „konsequenteste Minimalist auf deutschen Kabarettbühnen“ bezeichnet wird. 90 Showminuten im Sitzen, auf der Bühne nur ein Stuhl, daneben eine Wasserflasche. Das wars. Minimalistisch darf man auch seine Sprüche bezeichnen, denn oftmals fehlte das Ende des Satzes. Mitdenken war nun einmal angesagt. Klar, er beendete auch Sätze, oftmals verhedderte er sich dann aber auch ein wenig. „Man darf nicht immer alles glauben, was man denkt“, so die Devise. Die Protagonisten in seinem Programm „Obacht Miller“ waren nicht neu: die Brüder Achim und Jürgen im Mittelpunkt. Dazu gesellte sich die entfernte Verwandtschaft: „Vonkel“, der gleichzeitig Vater und Onkel, oder Cousine „Brummer“, die als Kind mal etwas dicker war, mit ihrer kiffenden Tochter und deren Studentenfreund im Liegerad. „Ich dacht erst, der wär halsabwärts…, dabei ist er halsaufwärts… Studiert wahrscheinlich Yoga.“ Und dann noch „Mongo“, aus dem nie was werden konnte und der heute Anwalt ist.

Aktuelle Themen auf die eigene Welt runterbrechen, auch da ist Miller Fachmann. „Klima? War doch immer. Wenn ich im März nicht mehr Schnee schippen muss, ich kann es verkraften.“ Und ganz wichtig: „Wenn Holland absäuft, sind wir schon im Halbfinale.“ Die große Politik ist dagegen nicht sein Ding. „20 Uhr Tages-Ding, guck ich nicht. Da kommen immer die gleichen: Johnston, Erdo-Ding und Macron – Two an a half man.“ Und Friedrich Merz kennt er schließlich noch in schwarz-weiß. Merkel hat er dagegen abgeschrieben. Die hat in ihrer langen Zeit eh nur zwei Dinge gemacht: „Atom und Asyl. Die kam nur bis zum A.“

Das Publikum im Lantershofener Winzerverein hatte jedenfalls dauerhaft viel zu Lachen, zumal Miller von einer Pointe in die andere fiel. Da gingen manch Weisheit und mancher Spruch buchstäblich über Bord, wenn der Odenwälder ausholte und klarmachte: „Eltern haften an ihren Kindern“ oder „Das Ziel ist im Weg.“ Dass es am Ende lange Ovationen für „Obacht Miller“ gab, war mehr als verständlich.

Hamburger Band „Die Toten Ärzte“ kommt nach Lantershofen


Die Hamburger Band „Die Toten Ärzte“. Foto: Veranstalter.

Europas meistgebuchte Coverband

Gute Covermusik steht beim Grafschafter Verein „Kulturlant“ zwischen Weihnachten und Neujahr, immer am 29. Dezember, auf der Agenda. Nach „Still Collins“ im vergangenen Jahr wird es in diesem Jahr deutsch und rockig, denn die Hamburger Band „Die Toten Ärzte“ wird kommen. Wie der Name verrät, ist dann Musik der „Toten Hosen“ und der „Ärzte“ zu hören. Die Toten Ärzte geben an, Europas meistgebuchte Tributeband zu sein. Auch nach Lantershofen reisen sie nicht aus Hamburg an, tags zuvor spielen sie bei einem Festival in Süddeutschland. Die Band erfreut sich immer größerer Beliebtheit, jährlich sprunghaft wachsende Besucherzahlen sind zu verzeichnen. Auch gemeinsam mit der Deutschen und internationaler Prominenz wurde die Bühne befeiert. Eine bestimmte Publikums-Altersgruppe lässt sich bei den Besuchern der Konzerte nicht festmachen. Hier feiert Opa mit Sohn und Enkel. Mit ein Grund ist sicher die immer noch große Popularität der beiden Bands, die Die Toten Ärzte covern. Gerade „Die Ärzte“ sorgten beispielsweise in der Vergangenheit als Top-Act bei Rock am Ring für Furore.

Die Stehplatz-Veranstaltung findet am Sonntag, 29. Dezember, ab 20 Uhr im Winzerverein Lantershofen statt. Tickets kosten im Vorverkauf 18,00 Euro zuzüglich möglicher Gebühren, an der Abendkasse kostet es, sofern es dort noch Tickets gibt, 23,00 Euro. Weitere Infos unter www.kulturlant.de.