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vom Verein

Das Leben geht weiter nach dem Deutschland-Aus


Nach dem verlorenen Spiel der Deutschen Mannschaft gegen Mexiko und dem Spiel gegen Schweden konnten man als Fan schon durchaus gewisse Vorahnungen entwickeln. Man wollte es aber einfach nicht wahrhaben, dass möglicherweise ein unrühmliches Ende schon kurz bevorstehen könnte. Das Südkorea-Match öffnete der deutschen Fangemeinde dann wieder die Augen für die Realität. Ausgeschieden, Aus und Ende, Heimflug, Wundenlecken, Blamage. Doch das Leben geht weiter, die Weltmeisterschaft ebenfalls.

Nach dem Auf- und Ausräumen im Saal des Winzervereins geht das normale Leben wie hier bei der Freitagsöffnung der ehemaligen Kneipe weiter. Herrliches Wetter verlockt zum Verweilen bei kühlen Getränken im Freien vor dem Winzerverein. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Nach drei Spielen und dem Turnier-Aus der deutschen Mannschaft ist der Saal des NEUEN Winzervereins wieder für den nächsten Event wieder hergerichtet. Übrig geblieben sind lediglich zwei einsame Deutschlandfahnen hinten rechts im Bild.

Auch Lantershofen kehrt früher als erwartet zur Realität und dem alten Lantershofener Leben ohne Public Viewing zurück. Sehr viele fußballerisch erfreuliche Minuten gab hierbei im gut besuchten Saal des NEUEN Winzervereins allerdings nicht, wenn man einmal vom überschwänglichen Jubel beim 2:1 gegen Schweden absieht. Bemerkenswert beim Public-Viewing war weniger die Leistung der deutschen Nationalelf, als vielmehr der dankenswerte Einsatz von fünf Lantershofener Vereinen und deren vielen Helfer für diese stimmungsgeladene Dorfveranstaltung für Jung und Alt. Schade, dass wegen des frühzeitigen Ausscheidens der Deutschen Mannschaft auch ein frühes Aus für das Public Viewing angesagt war. Auch den veranstaltenden Vereinen hätte man ein paar WM-Spiele mehr mit der Nationalmannschaft gegönnt. Aber so ist halt nun einmal der Fußball.

Beim „Rudelgucken“ wurde erneut mächtig gezittert


Später Jubel im Winzerverein bei den Fussballfans

Ende gut, alles gut: dass die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft in der Nachspielzeit den Siegtreffer zum 2:1 gegen Schweden erzielte, sorgte vor allen bei den Public Viewing Veranstaltungen für kollektiven Freudenjubel. Da war dann das Zittern in den 90 Minuten vorher vergessen. Auch im Lantershofener Winzerverein schwand die Hoffnung auf ein gutes Ende der Partie gegen die Schweden trotz 0:1-Rückstand zu keiner Zeit. Dafür sorgten vor allem ein paar Kinder, die fast unentwegt mit Anfeuerungsgesängen präsent waren und die somit die Stimmung hoch hielten. Ihre Anfeuerungen wurden erhöht, als Toni Kroos in der Nachspielzeit einen Freistoß zum 2:1 in die Maschen schoss, gab es kein Halten mehr. Neben dem Treffer sorgte auch der Abpfiff des Spiels wenige Minuten später für Erleichterung und Freudentänze. Das Public Viewing kann weitergehen, der Traum der Titelverteidigung lebt weiter.

Gut besucht ist der Saal des Winzervereins, etwas weniger als beim ersten Mal. Hier jubeln die Fans beim 1:1. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Nach dem Anschlusstreffer zum 1:1 steigt die Stimmung beträchtlich an, zittern musste man bis zum Strafstoß zum Spielende: Sieg für die deutsche Mannschaft mit 2:1.

 Zum „Rudelgucken“ in dem Grafschafter Ort waren rund 150 Fußballfans jeden Alters erschienen, nicht nur aus Lantershofen. Im Winzerverein sorgten sich mit Vertretern des VfB Lantershofen, Kulturlant, des Trägervereins, des Fördervereins Zukunft und der Musikfreunde gleich fünf Vereine um die Fußballfans, servierten kühle Getränke und kleine Speisen zu ebenso kleinen Preisen. Der Saal war in schwarz, rot und gold dekoriert, die im Haus installierte Technik sorgte für ein optimales Bild. Die Fußballfans platzierten sich auf Bänken, Stühlen, in Sofas und Sesseln oder am Stehtisch. Am kommenden Mittwoch geht es weiter, der Winzerverein öffnet für das nächste Spiel gegen Südkorea (16 Uhr) eine Stunde vor Spielbeginn.

Jubel über das 2:1 in der letzten Spielminute. Erleichterung macht sich breit und löst vorhergehende Verzweiflung ab.
Die Fans im Stadion in Russland schwenken auch auf der Leinwand im NEUEN Winzerverein Lantershofen ihre schwarzrotgoldenen Fahnen.
Die Mama muss das fußballbegeisterte schwedische Mädchen wegen des Verlierens in letzter Minute trösten.
Torschütze Toni Kroos gibt auch im Winzerverein seinen Eindruck vom Spielverlauf im Interview kurz nach dem Spiel wieder.

Fussballfans warteten vergeblich aufs erste Tor


Beim „Rudelgucken“ im NEUEN Winzerverein überwiegt Optimismus

Dass der spätere Weltmeister sein Auftaktspiel im Turnier verlieren kann, ist nichts Neues. 2010 verlor der spätere Titelträger Spanien sein erstes Spiel gegen die Schweiz mit 0:1. Die Hoffnung bleibt also, nachdem Deutschland am Sonntag dem Team aus Mexico ebenfalls mit 0:1 unterlag.

Voller Saal und gute Stimmung im NEUEN Winzerverein beim Public Viewing. Fotos und Bildunterschriften: Thomas Schaaf.
Jung und Alt, Ortsansässige und viele Gäste aus der Nachbarschaft erleben ein hektisches Spiel gegen die flotten Mexikaner.

Hoffnung und Optimismus überwogen auch beim gemeinsamen Fußballgucken im NEUEN Winzerverein Lantershofen. Dort hatten sich der VfB, Kulturlant, der Trägerverein des Winzervereins, der Förderverein Zukunft und die Musikfreunde mächtig ins Zeug gelegt, um den Fußballfans eine schöne „Public-Viewing-Arena“ präsentieren zu können. Die zeigten sich begeistern, kamen in Scharen und in jedem Alter. An die 200 Fans platzierten sich auf Bänken, Stühlen, in Sofas und Sesseln oder am Stehtisch, um das deutsche Team anzufeuern.

Bis in die letzte Ecke ist der Saal auch mit Stehtischen, Sofas und Sesseln bestückt.
In der 34. Minute fällt das 0:1 für Mexiko. Dann ist Pause, auch für Raucher und Kinder vor dem Winzerverein. Die deutsche Mannschaft kann bis zum Spielende nicht mehr aufholen.

Die Veranstalter servierten kühle Getränke und mexikanisches Essen zu äußerst moderaten Preisen. „Es geht hier nicht uns Geld verdienen, sondern ausschließlich um den gemeinsamen Spaß am Fußball gucken“, machten die Vereine klar. Vor und nach der Partie und in der Pause waren Fachgespräche angesagt, im Foyer des Winzervereins war der Kicker belagert. Nur mit dem Sieg wurde es nichts. Den soll es nun am Samstag geben, wenn die Lantershofener Vereine ab 19 Uhr wieder zum „Rudelgucken“ in den Winzerverein bitten.

Zusammen Fußball feiern im NEUEN Winzerverein


Nach dem Spiel gegen Österreich steigen Nervosität und Spannung. Diese spielerische Pleite sagt allerdings nichts über die deutschen Chancen bei der WM aus. Bei der gezeigten Spielqualität ist jedoch ziemlich sicher ein frühes Ausscheiden programmiert. Auch für das geplante Public Viewing wäre das "nicht nett". Foto und Bildunterschrift: Thomas Schaaf.

Lantershofener Vereine laden zum Public Viewing in den Winzerverein ein

Unter dem Motto „Zusammen Fußball feiern“ laden fünf Lantershofener Vereine bei den Weltmeisterschafts-Spielen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in den Winzerverein des Ortes ein. Im dortigen Saal wird bei den Spielen Public Viewing geboten, Großbildleinwand und Beamer versprechen schöne Fußballfeste. Eingeladen ist jeder, der Interesse an den Spielen hat, geöffnet wird jeweils eine Stunde vor dem Spiel. Im Saal selbst sorgten Sofa-Ecke, Gastrobestuhlung und Stehtische dafür, dass jeder so Fußball schauen kann, wie er möchte. Kühle Getränke und Snacks zu zivilen Preisen stehen bereit, der Eintritt ist selbstverständlich frei. Auftakt des Public Viewing ist am Sonntag, 17. Juni, wenn die DFB-Elf um 17 Uhr gegen Mexico antritt. Am Samstag, 23. Juni, heißt der nächste Vorrundengegner um 20 Uhr Schweden. Am Mittwoch, 27. Juni, geht es dann um 16 Uhr gegen Südkorea, erst danach stehen die Termine für mögliche weitere Spiele fest.

Public Vieving zur Fußball-WM 2018


Ein Zusammenschluss mehrerer Lantershofener Vereine lädt ein zum "Rudelgucken" in den Saal des NEUEN Winzervereins, wenn die deutsche Mannschaft spielt. Foto: Thomas Schaaf.

Zusammen Fußball feiern: Örtliche Vereine organisieren das Public Viewing im NEUEN Winzerverein

Auch in diesem Jahr sind  anlässlich der Spiele der deutschen Nationalmannschaft bei den Fußballweltmeisterschaften in Russland vom 14. Juni bis zum 15. Juli  2018 alle Fußballbegeisterten zum Public Viewing auf Großbildleinwand im Saal des  den NEUEN Winzerverein eingeladen. Dann gilt es wieder, der eigenen Mannschaft bei erfrischenden Getränken und kleinen lukullischen Darreichungen gegen ihre Gegner beim "Rudelgucken" den Rücken zu stärken. Veranstalter ist ein Zusammenschluss mehrerer örtlicher Vereine. Der Eintritt ist frei. Näheres zu den Terminen und den Öffnungszeiten wollen die Veranstalter in Kürze mitteilen.

Mini-Festival mit regionalen Musikern bei Kulturlant kam gut an


„Lokalderby“ könnte eine Zukunft haben

Für den Grafschafter Verein „Kulturlant“ endete am Mittwochabend die Spielzeit 2017/18, der rührige Kulturverein begibt sich nun die Sommerpause. Nachdem bundesweit bekannte Kabarettisten und Musiker im vergangenen halben Jahr auf der Bühne im Lantershofener Winzerverein präsent waren, stand diese nun regionalen Künstlern zur Verfügung. Erstmals, möglicherweise aber nicht zum letzten Mal, fand das Festival „Lokalderby“ statt. Idee und Konzept dazu hatten Gernot „Monty“ Montkowski und Stephan Maria Glöckner erarbeitet, 150 Zuschauer verzichteten bei sommerlichen Temperaturen auf den abendlichen Grillspaß zugunsten der Musik. „Man singt deutsch“ hatte Glöckner das Festival untertitelt und spielte dabei auf den Kult-Spielfilm „Man spricht deutsch“ mit Komiker Gerhard Polt an, der vor 30 Jahren über die Kinoleinwände flimmerte.

Stefan Maria Glöckner mit seiner Gitarre: "„Man singt deutsch“. Fotos in diesem Bericht: Thomas Biesenbach.

Glöckner selbst eröffnete das kleine Festival, lobte den gastgebenden Verein für dessen kulturelles Engagement überschwänglich und griff in bester Singer/Songwriter-Manier zur Gitarre. Glöckners musikalische Wortspiele handelten vom „Chaos im Kopf“ und der Aufforderung „Macht Spiele“ statt Machtspiele. „Ohne jeden Plan“ war der Ahrtaler Musiker entgegen seinem Song keineswegs. Die Titel seiner Stücke kurz und prägnant: „Ziehlos“, „Kür“, „Raum“ oder „Rään.“ In einer gesungenen Persiflage setzte er zudem dem Sting-Song „Englishman in New York“ einen neuen Text auf und sang vom „Kölsche in Düsseldorf.“

„Monti“ durfte mit seinem aktuellen Bandprojekt „Montkowski“ als zweites ran. Was für ein Unterschied. Erst der bedächtige Liedermacher Glöckner, dann der Wirbelwind Montkowski mit dunkler Stimme, die teilweise bedrohlich wirkte. Montkowski brachten allesamt eigens getextete und komponierte Songs zu Gehör. Die Band, bei der neben Sänger „Monty“ noch David Stricker am Bass, Klaus Saal (Gitarre) und Wolli Köhler am Schlagzeug mitwirkten, unterhielt das Publikum rund eine Stunde lang mit klug vertonten Lebenssituationen. „Komm geh“, „Was besseres gibt es nicht“, oder „Und dann“ mit einprägsamen Melodien waren zu hören, das hatte schon eine gewisse Ohrwurm-Qualität.

Die jüngsten und nach der Einschätzung des Publikums auch die Besten kamen zum Schluss: Lampenschirm. Die vier Jungs mit Wurzeln in der Grafschaft haben in den vergangenen Jahren bewiesen, dass sie musikalisch viel drauf haben. Die Chance, nach dem Nachwuchswettbewerb „Toys2Masters“ eine professionelle CD zu produzieren, packte das Quartett beim Schopfe und ließ das Werk „Lauter Lichter“ entstehen. Songs, die „An dich“, „Keine Spur“ oder „Irgendwas fehlt“ aus dem Album waren in Lantershofen ebenso zu hören, wie gut gecoverte Hits von Westernhagen oder Sportfreunde Stiller. Dem Publikum schien die Mischung der drei Bands zu gefallen, man fühlte sich wohl beim Lokalderby, so dass Stephan Maria Glöckner bereits über eine Fortsetzung mit dem Versuch, ein solches Mini-Festival heimischer Bands zu etablieren, nachdachte.

Auf der Bühne will der Ningel flügge werden


Mit Matthias Ningel war einer der begehrtesten Nachwuchs-Kabarettisten in Lantershofen

Kann man bei einem Musik-Kabarettisten, der binnen weniger Jahre bereits zehn hochwertige Kabarett- und Musikpreise abholen durfte, überhaupt noch von Nachwuchs reden? Die Antwort ist ein klares „Vielleicht.“ Jedenfalls bei Matthias Ningel. Der wurde gerade 30 Jahre alt, steht schon knapp die Hälfte seines jungen Lebens auf der Bühne und macht dies seit einigen Jahren professionell. Dafür schmiss der im kleinen Eifelort Hambuch geborene Nigel einen gar nicht so schlechten Job: an der Mainzer Musikhochschule unterrichtete er die Fächer Musiktheorie und Gehörbildung.

Matthias Ningel im NEUEN Winzerverein. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Mit dreißig Jahren eigentlich kein "Nachwuchs"-Künstler mehr.

Für den Begriff „Nachwuchskünstler“ steht auf jeden Fall der Inhalt seines zweiten Soloprogramms. In „Jugenddämmerung“ berichtet Ningel vom Abschied von besagter Jugend, dem Rauskomplimentieren aus elterlicher Umgebung, der verpassten großen Liebe und all dem, was das Erwachsenwerden sonst noch mit sich bringt. Dabei lief Ningel jedes Mal zu großer Form auf, wenn er sich an den Flügel setzte. Und das tat er am Samstagabend auf der Kulturlant-Bühne in Lantershofen unentwegt. Der junge Mann mit Old-School-Handy, der nur die Eltern-App kennt und bei der eigenen Großmutter den „Enkeltrick“ versuchte, muss „endlich in die Pötte kommen“, wie er es ausdrückte. Aber wie soll das gehen, bei einem Menschen der „Generation Y-ohweiwei“? Diese Jugend ist doch gar nicht in der Lage, Entscheidungen zu treffen. „Ist jemand meines Alters hier“, fragte Ningel. Ja, einer. „Gratulation, Du hast tatsächlich eine Entscheidung getroffen, nämlich hierher zu kommen“, frohlockte der Lockenkopf auf der Bühne. Warum ist die „Generation Y“ so entscheidungsschwach? Klarer Fall für Ningel, die Fernsehserien der 1990er-Jahre sind schuld.

Da hatte er es sich noch leicht gemacht. Aber was haben die Gleichaltrigen aus seiner Umgebung vollbracht? Ningel nahm sie alle unter die Lupe und aufs Korn. Karl-Leonhard, den mit acht Jahren schon sadistisch ausgeprägten Spielplatz-Schurken. Oder Rolf, das Feindbild, wollte der doch der geliebten Ilona an die Wäsche und führt heute ein „Hyper-Hyper-Leben“, bei dem der Samstag der Qualitäts-Tag in Sachen Familienleben ist. Jedenfalls für eine halbe Stunde zwischen zwei Terminen. Und immer wieder Ilona, für die er zum 18. Geburtstag sogar ein Lied geschrieben, es aber nie vorgesungen hat. Stattdessen schenkte er ihr lieber einen Tankgutschein und bekam prompt die Quittung dafür. Den Song bekam immerhin das Lantershofener Publikum zu hören, und da hieß es zwangsgereimt: „Ilona – wär ich ein Drucker, wärst Du Toner.“ War er aber nicht und der Papierstau ließ grüßen. Der Song erfüllte nach Ningels Aussagen übrigens die Merkmale eines Schlagers, unter anderem wegen des „zwiefachen (Andy) Borg“ in der Melodie, die beim Schlagerfan unwillkürlich zu silbereisener Hühnerhaut führt. Ein kleiner Exkurs in Ningels alten Job.

Am Flügel läuft Ningel zu großer Form auf.
Matthias Ningel (links) nach dem Gastspiel in Lantershofen im Gespräch mit (v.l.) den Kulturlant-Machern Thomas Weber, Alfred Hansen und Hermann-Josef Efferz.

Aber irgendwie schaffte es Matthias Ningel in seinem Programm nicht, der Jugend zu entfliehen, da trug er doch lieber immer mal wieder den zerfledderten beigefarbenen und viel zu großen Pullover, für den sich seine Freunde fremdschämen, der aber das junge Ningel‘sche Leben in all seinen Facetten miterlebte. Oder aber er setzte zur Hymne auf die Eifel an, ein Hohelied, mit dem er den meisten im Saal auf der Seele sang: „An jedem Haus ein Garten und in jedem Garten ein Trampolin.“ Da brauchte Ningel gar nicht erst lange nach dem Selbstverständnis der Besucher zu fragen: „Grafschafter Land-Ei oder urbaner Szenemensch?“ Der Ausmarsch in die große, weite Welt, bringt sowieso nichts, auch nicht für befristete Zeiten. So jedenfalls war in Ningels Zugabe zu hören, in der er über „Traurige Touristen“ sang.

Mit dem Gastspiel von Matthias Ningel endete die Kabarett-Aboserie 2017/18 bei Kulturlant. Infos zum neuen „Spass-Abo“ für die Saison 2018/19 sind unter www.kulturlant.de zu finden.

Ahrkreis-Musiker rocken zum Kulturlant-Saisonfinale ab


Stephan Maria Glöckner mit seiner E-Gitarre. Foto: Veranstalter.

Lampenschirm, Stephan Glöckner und Montkowski präsentieren beim „Lokalderby“ eigene Stücke

Finale der Spielzeit 2017/18 beim Grafschafter Verein „Kulturlant.“ Da wird es zum Abschluss der Kleinkunst- und Konzertserie noch einmal rockig. „Lokalderby“ heißt das kleine Festival heimischer Musiker mit eigenen Texten in deutscher Sprache, dass am Mittwoch, 9. Mai, im Winzerverein Lantershofen stattfindet. Mit dabei sind „Montkowski“, „Lampenschirm“ und Stephan Maria Glöckner.

Montkowski ist eine Band, die man kennt: vier Köpfe und zwölf Jahre Bandgeschichte. Die Liebe zur Musik vereint die Band um Frontmann und Namensgeber Monty (Gernot) Montkowski, Komponist, Texter, Sänger und Gitarrist, David Stricker am Bass, Klaus Saal, Gitarre und Wolli (Wolfgang) Köhler am Schlagzeug. Nach mehr als einem Jahrzehnt, öffnet das Quartett neue musikalische Türen und setzt auf Lieder in der Muttersprache. Direkt, ehrlich, aus dem Leben, mitten ins Herz. Unverkennbar “Montkowski” mit Ohrwurmgarantie. Echte Musik mit Live – Qualität und vier einzigartigen Typen.

Die Band „Lampenschirm“ ist seit 2010 in der Musikszene unterwegs. Neben eigenen deutschsprachigen Songs, die im Bereich Pop/Rock anzusiedeln sind, covert die Band auch Songs aus diesen Genres. Nachdem sie bereits im Jahr 2011 ihre erste EP “Licht an” veröffentlicht hat, erschien 2015 das erste eigene Album “Lauter Lichter”. Darauf zu hören ist eine geballte Mischung deutschsprachiger Rock-Pop-Lieder, die von gefühlvollen Balladen bis hin zu mitreißenden und aufregenden Rhythmen reicht.

Die Umsetzung seiner Ideen war schon immer die große Leidenschaft von Stephan Maria Glöckner. Seine Band ‚menino’ präsentiert seit über 20 Jahren brasilianische Beats und portugiesische Texte aus eigener Feder. Das Kinder-Projekt ‚RingoTingo’ errang Preise und Chart-Platzierungen, er singt Jazz in der Koblenzer Big-Band, schreibt Mundart-Lieder für Kölner Bands, arbeitet für internationale Trance-DJs und moderiert seit 2004 das Koblenzer Horizonte-Festival. Gemeinsame Projekte gab es  mit Katja Ebstein, Purple Schulz, Götz Alsmann, dem ‚Fluch der Karibik’-Komponisten Klaus Badelt und den Weather Girls. Heute singt er sich quer durch sein großes selbstgeschriebenes Repertoire, das von deutschen Songs über Mundart bis zu englischen oder portugiesischen Texten reicht. Hauptsache aussagekräftig, gehaltvoll und melodiös. Seine extrem Sting-ähnliche Stimme lässt die Performance sehr charismatisch klingen.

Das „Lokalderby“ findet am Mittwoch, 9. Mai, ab 20 Uhr im Winzerverein Lantershofen statt. Einlass ist um 19 Uhr. Karten sind zum Vorverkaufspreis von 12 Euro zuzüglich möglicher Gebühren in der Plattenkiste (Bad Neuenahr), bei Ahrtaltourismus (Ahrweiler und Bad Neuenahr), im Rewe-Markt (Ringen), der Eifeldestillerie (Lantershofen), bei Getränke Visang (Karweiler) sowie telefonisch unter 0175/5700262 oder 02641/202118 und online unter www.kulturlant.de oder www.bonnticket.de erhältlich.