Sammlung aus der Geschichte


des VfB

Gründung des D.J.K.-Sportvereines 1961


Erich Boosfeld / 1961

Am 5. Juni 1961 wurde durch den Herrn Berufsschullehrer Peter Murzel die männliche Dorfjugend zu einer Gründungsversammlung der "Deutschen Jugendkraft"- Sportverein in den hiesigen Winzerverein eingeladen. Die männliche Jugend war zahlreich erschienen.

Gegen 20 Uhr 30 eröffnete Herr Murzel die Versammlung. Als Ehrengäste konnte er den hochw. Herrn Pastor Weiher aus Heppingen und den Diözesanpräses für das Bistum Trier, den hochw. Herrn Kaplan Etscheid sowie unseren verehrten Herrn Ortsbürgermeister Eduard Schütz begrüßen. Herr Pastor Weiher und Herr Kaplan Etscheid berichteten kurz über "Geist und Wesen des D.J.K.". Alsdann schritt man zur Wahl der Vorstandsmitglieder. Es wurden gewählt:

1. Vorsitzender: Berufsschullehrer Peter Murzel; 2. Vorsitzender: Fabrikant und Industriekaufmann Franz Schaaf; Kassierer: Amtsinspektor Lothar Schmidt; Kulturwart: Lehrer Erich Boosfeld; ferner Muth, J. Franken, H.G. Schäfer, P. Ley, L. Effertz, stud.Chem. Krämer.

Zum Schluss wurde die Vereinssatzungen und Beiträge beschlossen. Als erstes wurde der Bau eines Sportplatzes beschlossen. Der Bau ist inzwischen weit vorgeschritten. Nachstehender Zeitungsartikel berichtet darüber.

Für den Bau stellte Herr Franz Schaaf großzügig eine Planierraupe zur Verfügung. Die Planierarbeiten sind abgeschlossen. Der Platz soll eine Lavalittdecke erhalten. Mit der Gründung des D.J.K. wurde zum erstenmal ein Sportverein in Lantershofen ins Leben gerufen, zur Freude der gesamten Dorfjugend, die schon tüchtig beim Leichtathletik- und Fußballtraining ist. Daneben hat sich der Verein zur Aufgabe gemacht, im Winter kulturelle Veranstaltungen durchzuführen. Die Zahl der Mitglieder beträgt 58.

Vereins "Deutsche-Jugendkraft" gegründet


Rhein-Zeitung / 15. Juni 1961

Es dürfte heute fast keine Gemeinde mehr geben, deren Jugend nicht in irgend einer Form zu einer sportlichen Betätigung zusammengeschlossen ist.

Lantershofen, mit seiner Schützentradition, seinem Tambourkorps, hat zwar Einrichtungen, die bisher auch einen Zusammenhalt der Jugend boten, doch die Möglichkeit einer sportlichen Betätigung war nicht gegeben.

Es ist das Verdienst des Landwirtschafts-Oberlehrers Peter Murzel aus Lan-tershofen, daß es zur Gründung eines Vereins "Deutsche-Jugendkraft" in Lantershofen kam. Viele Vorbesprechungen, Überlegungen usw. waren erforderlich, um von vorneherein ein Werk zu schaffen, das auch seinen Zweck erfüllen und die ihm gestellten Aufgaben meistern kann. Die Jugend, die man bereits vor der Vereinsgründung angesprochen und die man auch mit dem Sinn der Sache vertraut gemacht hatte, fand sich in großer Anzahl zu der Gründungsversammlung ein.

Peter Murzel begrüßte die geladenen Gäste, u. a. Pfarrer Weier (Heppingen), den Präses der DJK des Bistums Trier, Kaplan Etscheid, sowie Bürgermeister Schütz und Fabrikant Schaaf vom Tonwerk Lantershofen. Pfarrer Weier gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß die, Jugend in Lantershofen mit Begeisterung an die Sache herangeht und überbrachte gleichzeitig Grüße von Pfarrer Liebrich, Karweiler. In kurzen Worten äußerte Pfarrer Weier sich zu der Einstellung der katholischen Kirche zum Sport, deren Wille es auch sei, daß jeder nach seinem Können Sport und Körperertüchtigung treibt.

Nachdem der Inhalt der Satzung bekanntgegeben war, richtete man die Frage an die Anwesenden, wer der neuen DJK in Lantershofen beitreten wolle. Erfreulich war es festzustellen, daß alle Anwesenden ihren Beitritt erklärten. Zum Abschluß seiner Ausführungen sprach Kaplan Etscheid Landwirtschafts-Oberlehrer Murzel für die von ihm geleisteten Vorarbeiten seinen Dank aus und schlug aus diesem Gründe P. Murzel auch zum l. Vorsitzenden des neu gegründeten Vereins vor.

Dieser Vorschlag wurde von allen Anwesenden begeistert aufgenommen, die Wahl erfolgte einstimmig. Peter Murzel dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und nahm die Wahl an, bat aber gleichzeitig darum, Franz Schaaf zum 2. Vorsitzenden zu wählen. Auch hier erfolgte einstimmige Wahl und Annahme.

Der anschließend gewählte weitere Vorstand setzt sich aus folgenden Personen zusammen: Geschäftsführer: Lothar Schmitt, Kassierer: Norbert Muth, Jugendleiter: Lehrer Boosfeld, Fußballjugendwart: Josef Franken (Vertreter: Paul Ley), Wart für Leichtathletik: Herrmann Günter Weber, Kulturwart: Erich Krämer. Auch bei dieser Wahl herrschte Einmütigkeit und die Vorgeschlagenen wurden mit großer Mehrheit gewählt.

Worte des Dankes und der Anerkennung richtete Bürgermeister Schütz an die Jugend aus Lantershofen und Karweiler. Sein Wunsch ist, dass die Einmütigkeit und der gute Start, mit dem die DJK in Lantershofen gegründet ist, von Ausdauer getragen sei und alle guten Absichten verwirklicht werden könnten. Er versprach, sich mit den Mitgliedern seines Gemeinderates für jede Unterstützung des Vereins einzusetzen.

Der 1. Vorsitzende P. Murzel schloss nach einer kurzen, Aussprache die Gründungsversammlung.

Volksbildungswerk 1961


Erich Boosfeld / 1961

Im Winterhalbjahr 1961/1962 wurde erstmals durch Lehrer Boosfeld im Rahmen der D.J.K. Lantershofen der Versuch unternommen, auch für Lantershofen das Volksbildungswerk einzuführen.

Es wurden insgesamt 6 Bildungsabende veranstaltet. Den 1. Abend gestaltete Pastor Weier aus Heppingen durch eine Bildvortrag über seine Italienreise. Im November veranstaltete Prokurator Solbach von Burg Lantershofen einen Filmabend unter dem Thema "Impulse unserer Zeit".

Vor Weihnachten hielt Herr Wieners aus Kall in der Eifel einen Bildvortrag über "Die Liturgie in der russisch-orthodoxen Kirche". Im Januar wiederum sprach Herr Pastor Weier aus Heppingen über "Moderne Erziehungsmächte", - Film, Funk, Fernsehen, Zeitschriften.

Im Februar gestaltete Herr Prokurator Solbach wiederum einen Filmabend - Tonfilm "Die Entwicklung des Kommunismus seit 1917". Den letzten Abend im März gestaltete Herr Wieners aus Kall in der Eifel. Er hielt einen vorzüglichen Bildvortrag übe die Ikonenmalerei in den Ostkirchen.

Volksbildungswerk 1961


Zeitungsausschnitt / 1961

Fortschrittliche Technik. "Impulse unserer Zeit", das war der Titel eines Buntfilmes, der auf Wunsch des DJK-Sportvereins von Prokurator P. Solbach (Burg Lantershofen) in der Schule vorgeführt wurde. Lehrer Boosfeld, der für die kulturellen Aufgaben federführend ist, konnte über 50 Besucher willkommen heißen.

Ein Kulturfilm leitete den Abend ein. Er veranschaulichte, wie sehr auch heute noch die meisten Menschen bestrebt sind, eigenen Grund und Boden und ein Eigenheim zu erwerben und wie lohnend dieses Ziel ist. Dankbare Anregungen wurden mit dem Film vermittelt. Der Hauptfilm gab einen Einblick in das Reich moderner Wissenschaft und Technik. Angefangen mit der Bändigung und Nutzbarmachung der Elemente, insbesondere des Wassers, wurde darin gezeigt, wie vielfältig die Nutzungsmöglichkeiten gewonnener Elektroenergie sind.

Der lebhafte Beifall war anerkennend für die unterhaltsamen und lehrreichen Filmvorführungen. Prokurator Solbach freute sich über den guten Besuch und gab Erläuterungen über das, was gezeigt worden war. In seiner gleichzeitigen Eigenschaft als Physik- und Chemielehrer an der Priestervorschule auf Burg Lantershofen ist er dazu besonders berufen. Er wünsche, so sagte er, dass sich die Jugend möglichst tiefschürfend auch mit den technischen Problemen unserer Zeit befasse.

Anschließend bat er, dem nächsten Vortragsabend, der unter dem Leitgedanken "Kreml und Christentum" steht und von einem hervorragenden Sachkenner gehalten werde, genauso viel Interesse entgegenzubringen.

Sportplatzbau 1961


Rhein-Zeitung / 12. Juli 1961

Lantershofens Sportfreunde sagen: selbst ist der Mann! Wie bereits berichtet, wurde in Lantershofen ein DJK-Verein gegründet. Schon jetzt zeigt sich, dass es sich hier nicht nur um eine Vereinsgründung handelt, sondern dass man auch bestrebt ist, die Theorie schnell in die Praxis zu verwandeln. So wurde als erste Arbeit bereits der Ausbau des Sportplatzes in Angriff genommen. Umfangreiche Boden-Bewegungen, an der sich fast die gesamte Dorfjugend beteiligte, wurden mit einer Planierraupe der Kettiger Thonwerke durchgeführt.

Es war eine Freude zuzusehen, wenn nach Feierabend an der Baustelle auch die nicht mehr zur Jugend gehörenden Lantershofener sich aktiv an den Arbeiten beteiligten und so beitrugen, dass dieses Ziel schnellstens verwirklicht werden kann. Wenn man die Lage des Sportplatzes betrachtet, so muss man sagen, dass man einen landschaftlich schönen Punkt ausgesucht hat, der jedem Besucher einen wundervollen Blick auf die Ahrberge, die Städte Ahrweiler und Bad Neuenahr bietet, wie man ihn nur selten finden kann.

Es wird nicht mehr lange dauern, und die Jugend von Lantershofen, die sich (...) fast eine Selbstverständlichkeit, dass auch hier der König Fußball seine Stellung einnehmen wird; fußballbegeisterte Jugendliche haben unter fachkundiger Führung bereits mit dem ersten Training der Ballbehandlung begonnen. Eine spielstarke Mannschaft aufzustellen, wird, da bereits die Anmeldung beim Fußballverband Rheinland-Pfalz erfolgt ist, nicht mehr lange auf sich warten lassen.

So ist in Lantershofen der Grundstein zur sportlichen Betätigung gelegt. Bald wird reges sportliches Leben in dem Winzerdorf Lantershofen und auf seiner (...).

DJK-Volksbildung 1962


Rhein-Zeitung / 19. September 1962

Das Volksbildungswerk des DJK Sportvereins Lantershofen eröffnete die Vortragsreihe des Winterhalbjahres mit einem interessanten Lichtbildervortrag von Frau Studienrat Dr. Wrenger aus Ahrweiler mit dem Titel "Die Ahr von der Quelle bis zur Mündung".

Die Zahl der Besucher war so groß, dass diese kaum im Schulsaal unterzubringen waren.

DJK-Sportverein 1962


Zeitungsausschnitt / 24. November 1962

In der Generalversammlung des DJK-Sportvereins Lantershofen im Lokal des Winzervereins begrüßte Vorsitzender Landwirtschaft-Oberlehrer P. Murzel auch den erstmalig anwesenden, vor kurzem eingeführten neuen Pfarrer Müller von Karweiler. Er begrüßte es, dass der neue Pfarrherr sich bereits erklärt habe, das Amt des geistlichen Beirates im Verein, das bisher Pastor Weier von Heppingen wahrnahm, zu übernehmen.

Pfarrer Müller appellierte an die Mitglieder, sich für die weitere Entwicklung des Vereins einzusetzen. Nach dem Grundsatz, dass in einem gesunden Körper ein gesunder Geist lebe, sei es notwendig auch auf dem Dorfe etwas für die körperliche Ertüchtigung der Jugend zu tun. Die in den letzten Monaten abgehaltenen Volksbildungsabend seien ein schöner Ausgleich zu dem, was durch Sport und Gymnastik für den Körper getan werden könne. Zu den Mitgliedern des DJK-Sportvereins entwickelte sich sofort ein guter Kontakt.

Vorsitzender Murzel gab einen Rückblick auf die bisherige Entwicklung des Vereins und wies auf das hin, was noch zu tun bleibe. Er bedauerte es, dass die an der Bildung der Tischtennisabteilung interessierten Mitglieder abgesprungen seien und meinte, es wäre vielleicht möglich, sie in dem Augenblick zurückzugewinnen, in dem der Verein über einen passenden Raum verfüge. Murzel betonte, dass, sobald es das Wetter erlaube, die letzten Arbeiten zur Inbetriebnahme des Sportplatzes getan werden müssten. In den nächsten Monaten des Winterhalbjahres soll einmal in der Woche ein Schachabend stattfinden. Auch Interessenten an einem Gymnastikabend unter Leitung eines Fachmannes wurden ermittelt.

Jahresbericht 1962


Erich Boosfeld / 1962

Den Winter 1961/62 hindurch veranstalte der Sportverein an jedem Donnerstagabend bis Ostern einen Gymnastikabend. Herr Hoff aus Ahrweiler leitete die Abende.

An jedem Mittwochabend trafen sich die jüngeren Mitglieder der DJK zum Schach- und Skatspiel in den Räumen der ehemaligen Lehrerdienstwohnung in der alten Schule.

Der Sportplatz ist bis auf die Tore und Ballfanggitter fertiggestellt, so dass im Frühjahr der Spielbetrieb aufgenommen werden kann.

Im November wurde die 2. DJK-Generalversamlung im Winzerverein abgehalten. Dem Vorstand wurde Entlastung erteilt. Der gleiche Vorstand wurde wiedergewählt.

DJK 1962


Rhein-Zeitung / 8. Dezember 1962

Der DJK-Sportverein hatte sich auf Einladung seines Vorsitzenden Gewerbeoberlehrer Murzel zur Jahreshauptversammlung zusammengefunden. Im Geschäftsbericht war in der Hauptsache die Winterarbeit 1961/62 und der Ausbau des Sportplatzes erwähnt.

Es wurde besonders herausgestellt: dem 2. Vorsitzenden des Vereins, Franz Schaaf, was es zu verdanken, dass der Sportplatz sich durch den Einsatz seiner Planierraupe in seinem heutigen Bild zeigte. Viele Arbeiten, so hob der Vorsitzende Murzel hervor, konnten aber auch nur geleistet werden durch die freiwillige Mitarbeit vieler Vereinsmitglieder. Ein besonderer Dank galt auch J. Klaes, der Grassamen für die Herrichtung des Sportplatzes und Unkrautbekämpfungsmittel zur Verfügung gestellt hatte.

Hervorgehoben wurden auch die Möglichkeiten, gesellige Abende in den Vereinsräumen zu halten und die Vortragsabende des Volksbildungswerkes zu besuchen.