Aktuelles


vom Verein

Weihnachtsbaum auf dem Frumech


Der geschmückte Weihnachtsbaum am Frumech vor der Lambertuskirche und dem ehemaligen Gasthaus "Zur Post". Foto: Thomas Schaaf.

Auch in diesem Jahr hat der Vorstand der Bürgervereinigung um Vorsitzenden Erich Althammer mit ihren Helfern wieder vor der Lambertuskirche einen Tannenbaum aufgestellt, den sie wie schon in den Vorjahren von Frau Gertrud de Jong vom Asbacher Hof in Bölingen unentgeltlich zur Verfügung gestellt bekommen hat. Von der Baumspenderin gab es für die Helfer obendrein einen heißen Glühwein, den man bei kühlem Wetter dankend gerne genoss.

Glühwein und Gemütlichkeit


In Lantershofen heißt der Auftakt in die vorweihnachtliche Zeit „Adventsmärktchen.“ Klein und gemütlich soll es sein, was die Vereine zum mittlerweile neunten Mal veranstalteten, zum zweiten Mal im Garten von Burg Lantershofen. Dorthin hatten am Sonntagnachmittag Lantershofener Vereine eingeladen. Bei winterlichen Temperaturen ließen sich jede Menge Besucher Glühwein oder Kaffee schmecken.

Kinder, Kindergartenkinder und adventlich gestimmte Besucher erfreuten sich bei Waffeln, Musik, Kinderpunch und Glühwein. Fotos in diesem Bericht: Dirk Unschuld.
Auch die Musikfreunde verschönten mit weihnachtlichen Weisen die gemütliche adventliche Stimmung im Garten der Burg.

Die Lantershofener Musikfreunde spielten Weihnachtsmelodien, die „Pänz“ aus dem Kindergarten sangen und der Nikolaus beschenkte alle mit Süßigkeiten. Der Förderverein des Kindergartens bot selbstgebackenen Kuchen an und hatte jede Menge ausgefallene Weihnachtsartikel gebastelt. Im kleinen Zelt der Bürgervereinigung ließen sich die Gäste auf einen Plausch nieder und genossen das kulinarische Angebot. Weihnachtsschmuck war ebenso im Angebot, wie Gestecke. Beim Förderverein Zukunft gab es passend zum Termin kleine und große Adventskränze. Alles was beim Adventsmärktchen eingenommen wird, fließt übrigens wieder ins Dorf zurück und wird für örtliche Projekte verwendet.

Oktoberfest und Halbkirmes mit Haxen, Radi und Blasmusik


Zünftig war es, deftig und gesellig, das Lantershofener Oktoberfest zur Ursulakirmes. Rund 150 Menschen waren der Einladung der örtlichen Bürgervereinigung in den Winzerverein gefolgt. Dort gab es deftige Haxen, Leberkäse oder Brezeln. Zwei Dutzend Lantershofener Musikfreunde warteten unter der Leitung von Daniel Feist mit stimmungsvollen Klängen, Alt und Jung feierten gemeinsam, viele in bayerische Lederhosen oder Dirndl gehüllt. Die Gastgeber hatten den Saal dazu in den Landesfarben der Bayern dekoriert, Fahnen schmückten die Wände. An den Theken sorgten die Alten Herren des VfB Lantershofen für Getränke, die Frauen der Vorstandsmitglieder der Bürgervereinigung servierten die bajuwarischen Köstlichkeiten.

Teams, Sieger und Organisatoren haben sich mit Bürger-Vorsitzendem Erich Althammer (mit Mikrofon) zur Verteilung der Gewinne zusammengefunden. Fotos in diesem Bericht: Dirk Unschuld, Bildunterschriften Thomas Schaaf.
Die Alten Herren des VfB und andere Helfer organisieren mit dem Bürgervorstand den Ausschank für die Gäste.

Auf dem Programm standen allerlei Spielchen im Wettbewerb um den Oktoberfestpokal. Acht Zweier-Teams traten unter der Regie von Mario Fuchs und Stefan Dünker an. Da waren Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Kraft und auch mal ein ruhiges Händchen gefragt. Mal ging es im Bobby Car quer durch den Saal, mal mussten schwere Reifen gerollt, mal Bierdeckelhäuschen gebaut werden. Bei allen Spielchen ging es auf Zeit und Fehlerfreiheit. Am Ende es die Sieger des Vorjahres wieder ganz nach oben geschafft, Schützenkönig Markus Fabritius und sein Amtsvorgänger Matthias Schopp erreichten die beste Punktzahl und durften sich über den großen Wanderpokal freuen. Sie verwiesen Roman Kappen und Philipp Schütz. Im Saal konnte sich schließlich jeder Gast über ein „Lantershofener Schnäpschen“ freuen, der Bürgervereins-Vorsitzende Erich Althammer und sein Stellvertreter Werner Braun zogen mit der Eifelgeist-Flasche und anderen hochprozentigen Lantershofener Produkten umher und gaben einen aus.

Oktoberfest und Halbkirmes zu Ehren der heiligen Ursula


Haxen, Sauerkraut, Püree, Radi, Brezeln und Oktoberfestbier sind im Saal des Winzervereins angesagt.

Halbkirmes zu Ehren der heiligen Ursula in Lantershofen: schon seit vielen Jahren veranstaltet die Bürgervereinigung zu diesem Anlass ein Oktoberfest, dieses Mal am Samstag, 19. Oktober, ab 19:30 Uhr. Gefeiert wird im Saal des bajuwarisch blau-weiß dekorierten Lantershofener Winzervereins. Mit Hax´n vom Grill, Leberkäs und Radi sowie original Oktoberfestbier wird fürs leibliche Wohl bestens gesorgt. Die Musikfreunde Lantershofen begleiten den Abend musikalisch. Auch in diesem Jahr findet wieder ein lustiger und ebenso sportlicher Team-Mehrkampf um den Oktoberfest-Pokal statt. Dabei messen sich Teams von jeweils zwei Personen in originellen Geschicklichkeitsspielen. Interessenten für die Spiele melden sich bitte bis 20 Uhr am Festabend an. Der Saal ist ab 19 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt fünf Euro. Der Vorstand der Bürgervereinigung freut sich über zahlreiche Gäste, am liebsten in Oktoberfest-Tracht.

Die Bürgervereinigung gratuliert Erich Gansewig (85)


Erich Althammer (r.) und Werner Braun (l.) gratulieren Erich Gansewig zum 85. Geburtstag. Foto: Julia Gansewig.

Anlässlich des 85. Geburtstags von Erich Gansewig, einem langjährigen Mitglied der Bürgervereinigung Lantershofen, überbrachten Vorsitzender Erich Althammer und sein Stellvertreter Werner Braun im Namen des gesamten Vorstands der Vereinigung die herzlichsten Glückwünsche. Die Gratulanten überreichten dem Geburtstagskind ein kleines Präsent mit einer Flasche Schütz-Sekt und Motiv-Gläsern aus der Glasserie der Bürgervereinigung, welche alljährlich mit neuem Lantershofener Motiv auf der Familienwanderung der Bürgervereinigung ausgegeben werden.

Herzlichen Glückwunsch.

Lantershofen feiert seine Lambertuskirmes


Unruhige Zeiten in den Traditionsgesellschaften

Schützenfest und Lambertus-Kirmes im September, das ist für viele Lantershofener die schönste Zeit des Jahres. Ganz besonders für die Mitglieder der ausrichtenden Junggesellen-Schützen-Gesellschaft St. Lambertus und für deren Förderer, die Bürgervereinigung. Jetzt war es wieder soweit, am Montagmorgen fand mit dem Festkommers im Winzerverein eine der wenigen nichtöffentlichen Veranstaltungen des Festes, aber auch einer der Höhepunkte statt. Es war ein gediegener Morgen unter neuer Leitung: der Junggesellen-Vorsitzende und Hauptmann Tim Ley ist erst seit Mai im Amt. Er übernahm einen schwierigen Part, bei der Mitgliederversammlung in der Mainacht wurde fast der komplette Vorstand erneuert. Dazu sinkt die Zahl der Mitglieder, insbesondere fürs vereinseigene Tambourcorps mussten Ex-Mitglieder aus der Bürgervereinigung rekrutiert werden.

An Kirmessonntag nach der Andacht freuen sich König Markus Fabritius, Silberjubilar Stefan Fabritius und Hauptmann Tim Ley (v.l.) über guten Besuch und schönes Wetter. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Fähnrich Martin Goldbach meistert mit Bravour und unter großem Beifall seinen ersten Auftritt als neuer Schwenkfähnrich der Junggesellen-Schützengesellschaft St. Lambertus Lantershofen.

Schwierige Zeiten zeigen aber auch den tatsächlichen Wert einer Vereinigung. Im Dörfchen Lantershofen, das eine enge Freundschaft zu den Ahrweiler Schützen pflegt, klappt das. Da spielt dann ein Priester vom Studienhaus St. Lambert die Becken, ein Ex-Tambour trommelt die alte Garde zusammen, ein Neu-Junggeselle schnappt sich die Schwenkfahne und auch der Tambourmajor früherer Zeiten wurde reaktiviert. Vorweggenommen: all das funktionierte hervorragend. Hauptmann Tim Ley war dennoch der Albtraum des „was wäre wenn“ begegnet, wie er berichtete. Was wäre, wenn die Kirmes nur ein Treffen an der Theke wäre, ohne die seit 1927 gelebten Traditionen? Das darf nie passierten. Ley fand sowohl mahnende, wie passende Worte. Regens Volker Malburg vom Studienhaus St. Lambert blickte da lieber nach vorne, er sprach die aktuell laufenden Feiern zu „1000 Lantesche Jahre“ an und sieht im Ort die Vielfalt in einem großen Ganzen. Der Kreisbeigeordnete MdL Horst Gies fühlt sich zu Lantershofen derart verbunden, dass er seinen Mitgliedsantrag zur Bürgervereinigung mitbrachte und Grafschaft-Bürgermeister Achim Juchem war sich sicher, dass die ARD-Filmserie Heimat aus den 1980er Jahre doch nur von Lantershofen handeln kann.

König Markus Fabritius, Silberjubilar Stefan Fabritius und Hauptmann Tim Ley (v.l.) schreiten vor der ehemaligen Gaststätte "Zur Post" und der Lambertuskirche die Front der Junggesellen-Schützengesellschaft ab.
Der Kirmesmontag wird eröffnet mit dem Festhochamt in der Lambertuskirche. Der Ahrweiler Dechant Jörg Meyrer, Regens Dr. Volker Malburg, Diakon NN und Alt-Priester Norbert Klaes zelebrieren den Gottesdienst.

Zurück zu den unruhigen Zeiten in den Traditionsgesellschaften: der Bürgervereinigung-Vorsitzende Erich Althammer brachte die großen personellen Änderungen bei den Junggesellen auf die Tagesordnung, dankte alle denen, die sich seit Mai für die Kirmes stark machen. Auch Althammer erhielt Dank, die noch in einer Genossenschaft organisierten Lantershofener Winzer nutzten den Morgen, um ihn zu ihrem Ehrenpräsidenten zu ernennen. Und Lukas Knieps, Hauptmann der befreundeten Ahrweiler Junggesellen-Schützen, bot noch engere Zusammenarbeit und Personalaustausch an. Grußworte und Gratulationen waren zudem von Ortsvorsteher Leo Mattuscheck und den Vertretern der weiteren Ahrweiler Schützengesellschaften zu hören, musikalisch brachten das Junggesellen-eigene Tambourcorps und die Fanfarenbläser ihre Gratulationen an Schützenkönig Markus Fabritius und dessen Onkel und Silberjubilar Stefan Fabritius zum Ausdruck. Sein Onkel Bruno Winand wäre Goldjubilar gewesen, erlebte das Jubiläum aber nicht. Dafür verriet Sohn Gregor, dass Bruno Winand anlässlich seines 25-jährigen Königsjubiläums seine eigene Königsplakette neu fertigen ließ. Das Original gab er den Junggesellen jetzt zurück. Schwenkfähnrich Martin Goldbach erhielt ebenso Ovationen, wie das Colonia Blasorchester, das musikalisch buchstäblich „auf jeden Pott einen Deckel“ hatte.

Die Junggesellen-Ehrenformation mit dem 1. Offizier Marco Böhm (l.) und dem 2. Offizier Andreas Franzen (r.) unter Leitung von Hauptmann Tim Ley legt unter den Klängen des Liedes " Ich hatt' einen Kameraden" eine Kranz am Ehrenmal im Eingang der Lambertuskirche nieder.
Die Gesellschaft stimmt mit Hauptmann Tim Ley (l.) und Königsvater Werner Fabritius (r.) ein Hoch auf König Markus Fabritius an: "Hoch soll er leben, dreimal Hoch."

Der Festkommers war nicht öffentlich, aber an den Nachmittagen verfolgten im Ort viele Zuschauer die Stechschritt-Paraden der Lantershofener Junggesellen-Schützen. Das Kirmeswochenende begann offiziell am Sonntagmorgen mit dem Hochamt, bei dem die Lantershofener Chöre die Lambertus-Messe sangen. Am Mittag zogen Junggesellen mitsamt Spielmannszug und Blasorchester auf, um die Majestäten zur feierlichen Festandacht in die Lambertus-Kirche zu geleiten. Vor der Kirche präsentierte sich die Gesellschaft dann dem Publikum. Die Fanfarenbläser traten auf, Fähnrich Goldbach schwenkte die Fahne zu Ehren der Majestäten. Schließlich paradierte die komplette Gesellschaft vor Hunderten von Schaulustigen drei Mal im Stechschritt an den Königen vorbei. Dem anschließenden großen Festzug folgte am Abend im voll besetzten Saal des Winzervereins der  Kirmesball mit der Band „De Fruende.“ Das Tambourcorps war früh am Montagmorgen auf den Beinen, um die Bevölkerung zu wecken. Dem Festgottesdienst folgte der Festkommers, ehe die Gesellschaft am Nachmittag erneut zu Fändelschwenken und Parade antrat. Am Abend fand schließlich der Königsball im Saal statt. Mit einem Trinkzug als Dank der Bevölkerung an die Junggesellen und einer Tanzveranstaltung endete am Dienstag die Lantershofener Lambertus-Kirmes.

Nach dem Ehrentanz im Saal des Winzervereins fühlt sich König Markus Fabritius sichtlich wohl im Kreise der Brötchesmädchen, die den Bürgern beim Kommers Brötchen und Wein gereicht haben.
Nach dem Kommers am Montagmorgen setzen am Nachmittag die Feierlichkeiten mit Fanfarenblasen, Fahnenschwenken und Paraden einen weiteren starken Akzent eines rundum schönen Kirmesfestes.

Paraden und Bälle zur Lambertus-Kirmes


Vor der ehemaligen Gaststätte "Zur Post" haben sich Könige, Hauptleute, Gäste und die Schützen-Gesellschaft aufgestellt. Foto: Thomas Schaaf (2018).

Traditionsreiches Patronatsfest für Menschen jeden Alters

Zu Ehren des heiligen Lambertus, des Schutzpatrons der Lantershofener Kirche, findet alljährlich am dritten Septemberwochenende die traditionelle Kirmes als Höhepunkt der Feierlichkeiten in Lantershofen statt. Die Kirmes mit ihren Traditionen, aber auch den Schaustellern, ist ein Fest für Menschen jeden Alters. Was traditionell bleibt: offizieller Start ist erst am Sonntag, 15. September. Dafür geht das Fest bis Dienstag. Zur lockeren Einstimmung auf die Kirmes wird dem neuen Schützenkönig aber schon am Samstag, 14. September, vom Tambourcorps ein Ständchen dargeboten und anschließend im Lantershofener Winzerverein ein geselliger Abend, für jedermann zugänglich, verbracht. Es folgen Tage mit üppigem Programm. Am Kirmessonntag wird zunächst ab 9:30 Uhr das Festhochamt gefeiert. Mittags öffnen die Schausteller auf dem Gelände des Winzervereins ihre Geschäfte. Wie bereits in den vergangenen Jahren wird es wieder jede Menge Angebote geben. Am Nachmittag findet um 15:30 Uhr die Festandacht statt, an die sich ein Platzkonzert mit Fähndelschwenken, Parade und Festzug durch den Ort anschließt. Um 20 Uhr beginnt im Saal des Winzervereins der Kirmesball, zu dem in diesem Jahr die Party-Band „De Fründe“ aufspielt. Hier machen die Veranstalter gerne deutlich, dass die Tanzveranstaltungen öffentlich und für jedermann zugänglich sind. Im Rahmen der Kirmes findet lediglich der Festkommers am Montagmorgen nur für geladene Gäste statt.

Besagter Kirmesmontag, 16. September, wird in aller Frühe mit dem „Wecken“ durch das Tambourcorps eingeläutet, bevor um 8 Uhr der Festgottesdienst beginnt. Im Anschluss an diesen finden vor der Kirche die Gefallenenehrung sowie ein Platzkonzert und das Fähndelschwenken statt. Der anschließende Festkommers zu Ehren der Majestät ist Junggesellen, Brötchesmädchen und Mitgliedern der Bürgervereinigung sowie Ehrengästen vorbehalten. Das Kirmestreiben der Schausteller beginnt wie am Vortag um die Mittagszeit. Am Nachmittag gegen 16:30 Uhr sind dann nahe der Lambertuskirche erneut die Kirmesmontagparade samt Platzkonzert, Fähndelschwenken und Festzug zu erleben. Zum Abschluss des Tages spielt beim Königsball, zu dem die Gesellschaft uniformiert erscheint, erneut die Party-Band „De Fruende“ um 20 Uhr im Winzerverein auf. Am Kirmesdienstag, 17. September, beginnt gegen 14 Uhr der Trinkzug, bei dem sich die Dorfbevölkerung bei den Junggesellen für die Ausrichtung der Kirmes bedankt. Dieser endet in den Abendstunden im Saal des Winzervereins. Dort klingt die Lambertuskirmes bei Tanz und Musik aus.

Markus Fabritius ist Lantershofener Schützenkönig


Fairer Wettstreit mit Clemens Queckenberg wurde mit dem 108. Schuss entschieden

Im September feiert Lantershofen mit Schützenfest und Kirmes seine traditionsreichsten Feste. Den Auftakt machte am Sonntag das Schützenfest und darum hat die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft “St. Lambertus“ nun auch einen neuen Schützenkönig. Der heißt Markus Fabritius und lieferte sich einen Wettkampf um die Königswürde mit Clemens Queckenberg. Beide sind Vorstandsmitglieder der Junggesellen-Schützen. Der 108. Schuss entschied das Duell, um 20:22 stand fest, wer neue Majestät des Dorfs mit seinen Schützentraditionen ist. Markus Fabritius ist 24 Jahre alt und von Beruf Maler und Lackierer in einem alteingesessenen Lantershofener Unternehmen. Seine „Junggesellen-Karriere“ begann er im vereinseigenen Tambourcorps, ehe er dann als Fähnrich der Schwenkfahne in den Vorstand aufstieg.

Trotz nicht besonders guten Wetters herrschte guter Besuch auf dem Festplatz. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf
Die Kandidaten Markus Fabritius (l.) und Clemens Queckenberg (2.v.r.) setzen abwechselnd unter Leitung der Schießoffiziere Stefan Dünker (3.v.r.) und Lars Henscheid jeweils einen Schuss auf den Vogel ab.

Kaum war der Vogel gefallen, verkündeten Böllerschüsse denen die frohe Botschaft, die nicht zum Schießplatz an der Lambertushütte gekommen waren. Dort wollten am Abend einige hundert Besucher dabei sein, wenn der Vogel fällt. Es dauerte einige Minuten, bis die neue Majestät auf den Schultern seiner Kameraden dem Volk präsentiert und in die Lambertushütte getragen wurde. Schon auf dem Weg dorthin ließ sich Markus Fabritius kräftig feiern. Hauptmann Tim Ley stellte schließlich fest: „Der alte König ist tot, es lebe der neue König.“ Rund 300 Festgäste verfolgten das Prozedere und stimmten in Jubel ein. Vorgänger Matthias Schopp gab die äußeren Zeichen der Königswürde, Zepter und Königsketten weiter und verabschiedete sich vom Amt des Königs. Derweil nutzte eine große Schar von Gratulanten die Gelegenheit, die neue Majestät zu beglückwünschen. Ortsvorsteher Leo Mattuscheck überbrachte die besten Wünsche des Dorfes, Erich Althammer gratulierte für die Ortsvereine, Ahrweilers Junggesellen-König Marc Schorn überbrachte die Glückwünsche der Brudergesellschaft aus der Kreisstadt. Brötchesmädche und Junggesellen gratulierten ebenfalls. Im Ort selbst wurde der Schützenkönig am Abend unter Glockengeläut in einem Fackelzug vorgestellt. Noch bis tief in die Nacht feierten die Junggesellen mit ihren ehemaligen Königen und Hauptleuten den nun 83. Schützenkönig der Gesellschaft.

Auf den Schultern seiner Kameraden wird Markus Fabritius in die Lambertushütte zur Proklamation getragen.
Ex-Majestät Matthias Schopp (r.), Erster Offizier Marco Böhm (l.) und Hauptmann Tim Ley (2.v.l.) freuen sich mit dem ehemaligen Schwenkfähnrich Markus Fabritius über dessen Proklamation mit Zepter und Königskette.

Schon am Morgen des Schützenfesttages hatten sich die Vertreter von 14 Ortsvereinen zum Wettschießen um den Lambertus-Pokal versammelt, aus dem der Verein Kulturlant als Sieger hervorging. Jürgen Witsch gelang der entscheidende Schuss auf das Vereinslogo. Am Nachmittag gingen dann im Wettschießen der Vorstände der Junggesellen aus Ahrweiler und Lantershofen die Gastgeber nach einem Volltreffer von Matthias Schopp als Sieger hervor.