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Halbkirmes und Oktoberfest im NEUEN Winzerverein


Beste Oktoberfest-Laune im Vorjahr im neuen Saal des Winzervereins. Foto: Dirk Unschuld.

Halbkirmes zu Ehren der heiligen Ursula in Lantershofen: schon seit vielen Jahren veranstaltet die Bürgervereinigung zu diesem Anlass ein Oktoberfest, dieses Mal am Samstag, 20. Oktober, ab 19:30 Uhr. Gefeiert wird im Saal des bajuwarisch blau-weiß dekorierten Lantershofener Winzervereins. Mit Hax´n vom Grill, Leberkäs und Radi sowie original Oktoberfestbier wird fürs leibliche Wohl bestens gesorgt. Die Musikfreunde Lantershofen begleiten den Abend musikalisch.

In diesem Jahr findet wieder ein lustiger und ebenso sportlicher Team-Mehrkampf um den Oktoberfest-Pokal statt. Dabei messen sich Teams von jeweils zwei Personen in originellen Geschicklichkeitsspielen. Interessenten für die Spiele melden sich bitte bis 20 Uhr am Festabend an. Der Saal ist ab 19 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt fünf Euro. Der Vorstand der Bürgervereinigung freut sich über zahlreiche Gäste, am liebsten in Oktoberfest-Tracht.

Gelebte Tradition seit 1928


Nach 90 Jahren ist die Lantershofener Kirmes immer noch hochaktuell

In Lantershofen wurde Lambertus-Kirmes gefeiert, in Verbindung mit dem Schützenfest gleich zwölf Tage lang. Eine Fülle öffentlicher und interner Termine und Festivitäten prägten das Fest, bei dem sich die Lantershofener so gerne selber zu feiern und zu inszenieren wissen. Wenn ihnen aber der Blick von außen bestätigt, dass ihr Treiben etwas ganz Besonderes ist, können sie sich umso mehr bestätigt fühlen. So geschehen am Montagmorgen: Landrat Jürgen Pföhler hatte seinen Beigeordneten Friedhelm Münch geschickt. Der Löhndorfer ist als Hüter örtlicher Traditionen bekannt und ließ sich vom Lantershofener Kirmesvirus anstecken. Im Winzerverein, wo zum internen Festkommers rund 250 Bürger, Junggesellen und Ehrengäste zusammenkamen, blühte er so richtig auf. „Hier passiert etwas, was in unserem Kreis, der vielerorts zur Schlafstätte geworden ist, nur noch selten passiert. Hier gibt es noch wertvolle Menschen, die am Dorfleben mitwirken, die Junggesellen-Schützen prägen den Ort in herausragender Form. Ohne Ihre Kirmes wäre Lantershofen ein ganzes Stück ärmer.“ Worte, die der Festversammlung runtergingen, wie Öl.

Sonntags mit dem Hochamt beginnt die Lambertuskirmes. Die Zelebranten sind (v.l.) Spiritual Prof. Dr. Josef Freitag, Regens Dr. Volker Malburg, Subregens Philip Peters und Pastor Norbert Klaes. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Ehrung der Gefallenen und Verstorbenen und Kranzniederlegung vor den Gedenktafeln für die Kriegs- und Zivilopfer der Weltkriege im Eingang der Lambertuskirche. 2. Offizier Andreas Franzen (l.) und 1. Offizier Tim Ley tragen den Kranz.

Überhaupt war der Festkommers weniger von Traditions-Phrasen, als von deutlichen Worten geprägt. Regens Volker Malburg vom Studienhaus St. Lambert entschuldigte sich dafür, die Festversammlung bei der morgendlichen Messe in zu viel Weihrauch gehüllt zu haben und suchte danach die Verbindung zwischen der Schwenkfahne der Junggesellen und der Dorfgemeinschaft. Malburg sprach vom Schwung, den es braucht, aber auch vom Augenmaß und von der Verantwortung der Fähnriche und denen, die die Fäden im Ort in der Hand halten. Die gelte es auch für die Zukunft zu finden, forderte der Hauptmann und Vorsitzende der veranstaltenden Junggesellen-Schützen, Johannes Schütz, die Festkommersgäste zur aktiven Mitgliederwerbung für die Junggesellen in ihren Familien auf.  Während Ortsvorsteher Leo Mattuscheck auf die anstehenden Feiern „1000 Lantesche Jahre“ mit einem bunten Veranstaltungsreigen hinwies, betonte der Grafschafter Bürgermeister Achim Juchem den Zusammenhalt, der den Ort präge: „Hier gibt es mehr Vereinsmitgliedschaften, als Einwohner.“ Der Festkommers war mehr denn je aber auch ein Rückblick auf die Traditionen der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus.“ Unter der Leitung des Hauptmanns‘ Großvater, Eduard Schütz, waren diese vor 90 Jahren ins Leben gerufen worden. Erich Althammer, der mit der Bürgervereinigung den Nachfolgern der ehemaligen Junggesellen vorsteht, verlas einen Aufruf von  Eduard Schütz aus dem Jahr 1951, im dem es um die Unterstützung der Junggesellen mit fünf Mark pro Unterzeichner ging. Er versprach die fortdauernde finanzielle Unterstützung der Junggesellen durch die Bürgervereinigung. Immerhin beschert das Fest den Junggesellen doch alljährlich ein finanzielles Minus von rund 6.000 Euro.

Den Festkommers im NEUEN Winzerverein eröffnet der Hauptmann der Junggesellen-Schützengesellschaft Johannes Schütz im Beisein von König Matthias Schopp und seines Vaters Eugen Schopp.
Peter-Josef Schütz (l.), der Hauptmann der Gesellschaft vor 30 Jahren, stiftet der Gesellschaft eine Kette für den Hauptmannsorden, auf der die Namen und Amtszeiten aller Hauptleute eingraviert sind. 1. Offizier Tim Ley präsentiert sie auf samtenem Tuch König Matthias Schopp (r.), Hauptmann Johannes Schütz (2.v.r.) und der Festgesellschaft.

Grußworte und Gratulationen waren zudem von den Vertretern der drei Ahrweiler Schützengesellschaften zu hören, musikalisch brachten das Junggesellen-eigene Tambourcorps und die Fanfarenbläser ihre Gratulationen an Schützenkönig Matthias Schopp und Silberjubilar Lothar Krämer zum Ausdruck. Schwenkfähnrich Markus Fabritius erhielt ebenso Ovationen, wie das Colonia Blasorchester, das musikalisch buchstäblich „auf jeden Pott einen Deckel“ hatte.

Im Rahmen des Festkommerses am Montag fanden zahlreiche Ehrungen statt. So gratulierte Hauptmann Johannes Schütz den Königsjubilaren Thomas Hergarten (König vor zehn Jahren), Karl-Heinz Schweinheim (20), Lothar Krämer (25), Helmut Kuttig (30) und Thomas Schaaf (40). Die aktuelle Majestät Matthias Schopp und Silberjubilar Lothar Krämer wurden mit Ehrenplaketten ausgezeichnet. Mati Jüris erhielt eine Urkunde für die 50-jährige Wiederkehr seiner Wahl zum Hauptmann, auch Michael Huff, der vor 25 Jahren Hauptmann wurde, erhielt eine solche Auszeichnung. Peter-Josef Schütz, Hauptmann vor 30 Jahren, stiftete der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft eine Kette für den Hauptmannsorden, auf die Namen und Amtszeiten aller bisherigen Hauptleute graviert wurden.

Geehrt wurden auf dem Festkommers (v.l.) König Matthias Schopp, Thomas Schaaf (40 Jahre), Helmut Kuttig (30), Karl-Heinz Schweinheim (20), Thomas Hergarten (10), Lothar Krämer (25). Hauptmann Johannes Schütz flankiert die Jubilare mit der neuen Kette für den Hauptmannsorden. Foto: Manfred Dünker.
Viel Silber und Gold auf froher Brust bei der Parade am Montag (v.l.): Matthias Schopp, Lothar Krämer, Lars Angsten, Peter Diewald, Jürgen Knieps, Lukas Knieps und Johannes Schütz.

Der Festkommers war nicht öffentlich, aber an den Nachmittagen verfolgten im Ort viele Zuschauer die Stechschritt-Paraden der Lantershofener Junggesellen-Schützen. Das Kirmeswochenende begann offiziell am Sonntagmorgen mit dem Hochamt, bei dem die Lantershofener Chöre die Lambertus-Messe sangen. Am Mittag zogen Junggesellen mitsamt Spielmannszug und Blasorchester auf, um die Majestäten zur feierlichen Festandacht in die Lambertus-Kirche zu geleiten. Vor der Kirche präsentierte sich die Gesellschaft dann dem Publikum. Die Fanfarenbläser traten auf, Fähnrich Fabritius schwenkte die Fahne zu Ehren der Majestäten. Schließlich paradierte die komplette Gesellschaft vor Hunderten von Schaulustigen drei Mal im Stechschritt an den Königen vorbei. Dem anschließenden großen Festzug folgte am Abend im voll besetzten Saal des Winzervereins der  Kirmesball mit der Band „De Fruende.“

Das Tambourcorps war früh am Montagmorgen auf den Beinen, um die Bevölkerung zu wecken. Dem Festgottesdienst folgte der Festkommers, ehe die Gesellschaft am Nachmittag erneut zu Fändelschwenken und Parade antrat. Am Abend fand schließlich der Königsball im Saal statt. Mit einem Trinkzug als Dank der Bevölkerung an die Junggesellen und einer Tanzveranstaltung endete am Dienstag die Lantershofener Lambertus-Kirmes.

Paraden und Bälle zur Lambertus-Kirmes


Kirmessonntag im Jahr 2003: Mario Fuchs (2.v.l.) ist Schützenkönig mit seinen Begleitern Jörg Bender (l.) und Tibor Bender (2.v.r.). Thomas Schaaf ist Silberjubilar mit seinen Begleitern Willi Bach und Karl-Josef Scholl (hinter den Majestäten). Angeführt wird die Junggesellen-Schützengesellschaft von Hauptmann Bernd Knieps (r.). Foto: Manfred Dünker.

Traditionsreiches Patronatsfest beginnt offiziell am Sonntag

Zu Ehren des heiligen Lambertus, des Schutzpatrons der Lantershofener Kirche, findet alljährlich am dritten Septemberwochenende die traditionelle Kirmes als Höhepunkt der Feierlichkeiten in Lantershofen statt. Die Kirmes ist dank Schaustellern ein Fest für Menschen jeden Alters. Offizieller Start ist dabei am kommenden Sonntag, 16. September mit dem Festhochamt. Gefeiert wird dann bis Dienstag.

Zur lockeren Einstimmung auf die Kirmes wird dem neuen Schützenkönig aber schon am Samstag, 15. September, vom Tambourcorps ein Ständchen dargeboten und anschließend im Lantershofener Winzerverein ein geselliger Abend, für jedermann zugänglich, verbracht. Es folgen Tage mit üppigem Programm. Am Kirmessonntag wird zunächst ab 9:30 Uhr das Festhochamt gefeiert. Mittags öffnen die Schausteller rund um den Winzerverein ihre Geschäfte. Dafür wird die Winzerstraße von Freitag bis einschließlich Dienstag für den Durchgangsverkehr gesperrt. Am Sonntag findet dann um 15:30 Uhr die Festandacht in der Lambertuskirche statt, an die sich nahe der Kirche ein Platzkonzert mit Fähndelschwenken, Stechschritt-Paraden und einem anschließenden Festzug durch den Ort anschließt. Um 20 Uhr beginnt im Saal des Winzervereins der Kirmesball, zu dem in diesem Jahr die Band „De Fruende“ aufspielt. Hier machen die Veranstalter gerne deutlich, dass die Tanzveranstaltungen öffentlich und für jedermann zugänglich sind. Im Rahmen der Kirmes findet lediglich der Festkommers am Montagmorgen nur für geladene Gäste statt.

Besagter Kirmesmontag wird in aller Frühe mit dem „Wecken“ durch das Tambourcorps eingeläutet, bevor um 8 Uhr der Festgottesdienst beginnt. Im Anschluss an diesen finden vor der Kirche die Gefallenenehrung sowie ein Platzkonzert und das Fähndelschwenken statt. Der anschließende Festkommers zu Ehren der Majestät ist Junggesellen, Brötchesmädche und Mitgliedern der Bürgervereinigung sowie Ehrengästen vorbehalten. Das Kirmestreiben der Schausteller beginnt wie am Vortag um die Mittagszeit. Am Nachmittag gegen 16:30 Uhr sind dann nahe der Lambertuskirche erneut die Stechschrittparade samt Platzkonzert, Fähndelschwenken und Festzug zu erleben. Zum Abschluss des Tages spielt beim Königsball, zu dem die Gesellschaft uniformiert erscheint, erneut die Tanzband „De Fruende“ um 20 Uhr im Winzerverein auf.

Am Kirmesdienstag beginnt der Trinkzug, bei dem sich die Dorfbevölkerung bei den Junggesellen für die Ausrichtung der Kirmes bedankt, um 14 Uhr und findet sein Ende in den Abendstunden im Saal des Winzervereins. Dort klingt die Lambertuskirmes bei Tanz und Musik aus.

Bürger unterstützen Junggesellen-Schützen


Gut besuchte Mitgliederversammlung der Bürgervereinigung. Foto: Thomas Schaaf.

3.000 Euro für neue Uniformen – Bürgerversammlung bereitete Vorstandswahlen vor

Traditionell fand am Vorabend des Lantershofener Schützenfestes die Mitgliederversammlung der Bürgervereinigung statt. 75 der rund 270 ausschließlich männlichen Mitglieder waren dazu in den Winzerverein gekommen, wo der Vorsitzende Erich Althammer begrüßte. Schriftführer Harald Hess wies in seinem Jahresrückblick auf die vielfältigen Tätigkeiten des Vereins im Jahresrund hin, die im abgelaufenen Jahr von starkem Zuspruch vor allem beim Oktoberfest zur Ursula-Kirmes und bei der Bürgerwanderung im Mai geprägt waren. Schützenfest, Kirmes, Weihnachtsbaum, Winzerverein oder Seniorenfahrt, vieles im örtlichen Geschehen wird von den Bürgern aktiv begleitet. Finanziell bilanzierte Geschäftsführer Leo Mattuscheck ein Jahresminus von knapp 1.000 Euro, aber auch eine immer noch üppig gefüllte Kasse, deren ordnungsgemäße Führung Hubertus Gussone und Dieter Seiwerth bestätigten. Die beiden Kassenprüfer wurden fürs kommende Jahr wiedergewählt. Zu einer Entlastung des Vorstands wird es erst im kommenden Jahr kommen, wenn die dreijährige Amtszeit abgelaufen und ein neuer Vorstand im Amt ist. Dieser wurde bei der Bürgerversammlung aber nicht gewählt, die Satzung sieht eine eigene, Vorstands gebende Versammlung vor. Wahlberechtigt sind dann neben dem aktuellen Vorstand nur die ehemaligen Hauptleute der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft, alle Junggesellen-Schützenkönige, die bereits ihr Silberjubiläum gefeiert haben sowie zehn von der Bürgerversammlung festgelegte Wahlmänner aus dem Kreis der weiteren Mitglieder. Zu diesen bestimmte das Gremium am Samstag Christian Dünker, Dirk Unschuld, Stefan Dünker, Roland Schaaf, Simon Schaaf, Martin Dünker, Marco Schmidt, Klaus Kuttig, Wolfgang Kanter und Rainer Böhm. Die Vorstandswahlen wurden auf Freitag, 16. November, terminiert.

Nach den durchzuführenden Vereinsregularien und einem kräftigen Imbiss referierte Horst-Peter Kujath auf der Bürgerversammlung umfassend über die Planungen zur Feier „1000 Lantesche Jahre“ im Jahr 2019. Aus den Reihen der Mitglieder wurde dabei die zurückhaltende Aktivität der Bürger bei den Planungen zum anstehenden Jubiläum kritisiert. „Wenn man uns anspricht, werden wir mitmachen“, sagte der Vorsitzende Erich Althammer zu. Im Punkt „Verschiedenes“ berichtete Johannes Schütz, der Hauptmann und Vorsitzende der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“, deren Unterstützung Vereinszweck der Bürgervereinigung ist, über das aktuelle Geschehen bei den derzeit 68 Junggesellen. Schütz dankte der Bürgervereinigung für die Bereitstellung von 3.000 Euro zur Anschaffung neuer Uniformen, forderte im gleichen Zug aber sowohl weitere Unterstützung, vor allem aber die Begegnung zwischen Bürgern und Junggesellen „auf Augenhöhe“, die man zuletzt vermisst habe, an. Schütz machte den Bürger noch einmal deutlich, dass alleine die üppig und traditionell gefeierte Lambertus-Kirmes den Junggesellen jährlich ein Minus von rund 6.000 Euro beschere, für deren Deckung man das ganze Jahr über tätig sei. Zum Ende der Versammlung blieb es Erich Althammer vorbehalten, den Mitgliedern gerne wieder den „Dresscode“ für die anstehende Kirmes mit auf den Nachhauseweg zu geben: schwarzer Anzug, weißes Hemd, silberne Krawatte und Zylinder.

Königsvogel in Lantershofen wehrte sich lange


Nach 226 Schuss stand Matthias Schopp als Schützenkönig fest

Die Lantershofener Junggesellen-Schützen-Gesellschaft “St. Lambertus“ hat einen neuen Schützenkönig. Am Sonntagabend dauerte es jedoch eine ganze Weile, bis der hölzerne Königsvogel von der Stange fiel. Den 226. und letzten Schuss hatte Matthias Schopp abgegeben. Der 26-jährige Bauingenieur setzte sich in einem spannenden Wettstreit gegen Maurice Ley durch und krönte damit seine „Junggesellenlaufbahn“ bei den Lantershofener Schützen.

Vor dem Königsschießen herrschen guter Betrieb und hohe Spannung auf dem Schützenplatz am Ende der Lambertusstraße. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Spannender Wettkampf zwischen den Kandidaten Maurice Ley (links) und Matthias Schopp (rechtes Gewehr). Die Schießoffiziere Stefan Dünker (vorne) und Lars Henscheid (mit Fernglas) überwachen den Schießvorgang.

Um 20:39 stand es endlich fest: Lantershofen wird die Lambertus-Kirmes in der kommenden Woche mit König Matthias an der Spitze feiern. Böllerschüsse verkündeten die frohe Botschaft der Bevölkerung. Auf den Schultern seiner Kameraden wurde der ehemalige Fähnrich der Schwenkfahne in die Lambertushütte getragen, ließ sich auf dem Weg dorthin schon kräftig feiern und bekam dann vom Hauptmann und Vorsitzenden der Gesellschaft zu hören: „Der alte König ist tot, es lebe der neue König.“ Mehr als 300 Festgäste verfolgten das Prozedere und stimmten in Jubel ein. Vorgänger Benedikt Fabritius gab die äußeren Zeichen der Königswürde, Zepter und Königsketten weiter und verabschiedete sich vom Amt des Königs. Derweil nutzte eine große Schar von Gratulanten die Gelegenheit, die neue Majestät zu beglückwünschen. Ortsvorsteher Leo Mattuscheck überbrachte die besten Wünsche des Dorfes und begrüßte die neue Majestät als „König im Jahr des anstehenden Dorfjubiläums“, Erich Althammer gratulierte für die Ortsvereine, Ahrweilers Junggesellen-König Lars Angsten überbrachte die Glückwünsche der Brudergesellschaft aus der Kreisstadt. Brötchesmädche und Junggesellen gratulierten ebenfalls. Im Ort selbst wurde der Schützenkönig am Abend unter Glockengeläut in einem Fackelzug vorgestellt. Noch bis tief in die Nacht feierten die Junggesellen mit ihren ehemaligen Königen und Hauptleuten den nun 82. Schützenkönig der Gesellschaft.

Die Schützenkameraden Julian Schmitz (links) und Markus Fabritius tragen den neuen König Matthias Schopp zur Proklamation in die Lambertushütte.
Mit dem neuen Schützenkönig Matthias Schopp freuen sich Hauptmann Johannes Schütz (links) und Ex-Majestät Benedikt Fabritius.

Schon am Morgen des Schützenfesttages hatten sich die Vertreter von 14 Ortsvereinen zum Wettschießen um den Lambertus-Pokal versammelt, aus dem die Motorradfreunde als Sieger hervor gingen. Kathleen Mühle gelang der entscheidende Schuss auf das Vereinslogo. Am Nachmittag gingen dann im Wettschießen der Vorstände der Junggesellen aus Ahrweiler und Lantershofen die Gäste nach einem Volltreffer von Christopher Eudenbach als Sieger hervor.

Schützenfest ist Auftakt zur Kirmes


Für König Benedikt Fabritius wird am nächsten Sonntag auf dem Schießplatz an der Lambertushütte ein Nachfolger gesucht, der zur Kirmes die Junggesellen-Schützengesellschaft anführt. Foto und Bildunterschrift: Thomas Schaaf.

Nachfolger von König Benedikt Fabritius gesucht 

In Lantershofen stehen die Höhepunkte des jährlichen Festkalenders an, wenn die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft am zweiten und dritten September-Wochenende zu den Kirmesfeierlichkeiten bittet. Diese werden am Sonntag, 9. September, mit dem Schützenfest eröffnet, nachdem sich der amtierende Schützenkönig Benedikt Fabritius zwei Tage zuvor in einem internen Festabend von seinem Amt verabschiedet hat. Das Schützenfest findet an der Lambertushütte statt, wo sich der Schießstand der Lantershofener Junggesellen befindet. Der Tag der Schützen beginnt um 11 Uhr mit dem Wettschießen der Ortsvereine. Am Nachmittag wird der amtierende Schützenkönig Benedikt Fabritius ein letztes Mal von der Gesellschaft durch den Ort zum Schießpatz in der Lambertusstraße geleitet. Dort findet ab 15 Uhr das „Sauschießen“ der beiden Vorstände der Junggesellen-Schützen-Gesellschaften aus Lantershofen und Ahrweiler statt. Im Anschluss daran steht es beim Preisvogelschießen jedermann frei, selbst sein Glück zu versuchen. Den Höhepunkt des Tages bildet das Königsvogelschießen ab 19 Uhr, aus dem der neue König hervorgeht, der im Anschluss in der Lambertushütte proklamiert und mit einem Fackelzug durch das Dorf geleitet wird. Am Abend feiern dann die Junggesellen beim internen Königsabend ihre neue Majestät.

Mitgliederversammlung der Bürgervereinigung


Die Mitgliederversammlung im Vorjahr war gut besucht. Wegen der Bestimmung von Wahlmännern für die „Vorstand gebende Versammlung“ werden einige Bürger mehr erwartet. Foto 2017 und Bildunterschrift: Thomas Schaaf.

Am Samstag, 8. September, findet die Mitgliederversammlung der Lantershofener Bürgervereinigung statt. Beginn ist um 20 Uhr im Winzerverein Lantershofen. Auf der Tagesordnung steht neben den Berichten von Schrift- und Geschäftsführer sowie den Kassenprüfern ein Vortrag von Horst Peter Kujath zu den Vorbereitungen der Feiern zur erstmaligen Erwähnung Lantershofen vor 1000 Jahre, die 2019 stattfinden. Da in diesem Jahr turnusmäßig in einer eigenen Versammlung die Vorstandswahlen der Bürgervereinigung anstehen, werden zudem aus dem Auditorium zehn Wahlmänner für die „Vorstand gebende Versammlung“ gewählt.

Mitgliederversammlung der Bürgervereinigung


Guter Besuch auf der Mitgliederversammlung im Vorjahr. Foto: Thomas Schaaf.

Zur Mitgliederversammlung am Samstag, 8. September um 20.00 Uhr, lädt die Bürgervereinigung Lantershofen e.v. ihre Mitglieder in den Saal des  Winzervereines herzlich ein. Neben den üblichen Regularien wie Ehrungen, Berichten des Vorstandes zum Jahresverlauf und der Neuwahl der Kassenprüfer steht die Wahl von 10 Wahlmännern für die Vorstand gebende Versammlung an. Diese soll nach drei Jahren einen neuen Vorstand wählen. Zum Thema "1000 Lantesche Jahre" im kommenden Jahr wird Horst Saame einen Vortrag halten. Der Punkt Verschiedenes rundet die Tagesordnung ab. Erich Althammer, Vorsitzender der Bürgervereinigung, freut sich über einen regen Besuch im Saal des NEUEN Winzervereins.