Aktuelles


aus dem Ortsbeirat

Ortsbeirat Lantershofen beschäftigt sich mit Wunschzetteln


Hier ist es zu eng und zu schräg zur Aufstellung einer Tischtennisplatte. Fotos in diesem Bericht: Thomas Schaaf.

Weil sie mit ihren Freundinnen auf dem Lantershofener Spielplatz gerne Tischtennis spielen will, schrieb eine ganz junge Lantershofenerin den Grafschafter Bürgermeister Achim Juchem und äußerte den Wunsch nach einer Tischtennisplatte. Juchem reagierte umgehend und brachte die Umsetzung auf den Weg. Die Örtlichkeit wurde geprüft, wobei festgestellt wurde, dass der Wunschspielplatz nicht für eine solche Platte geeignet ist. Aber Lantershofen hat zwei Spielplätze, auf dem anderen Platz geht das. Am vergangenen Freitag landete der Wunsch der kleinen Lantershofenerin nun im Ortsbeirat, die junge Dame saß im Publikum und erwartete das Votum des Gremiums. Und wie nicht anders zu erwarten, votierte der Ortsbeirat geschlossen dafür, dass der Spielplatz in der Landhoferstraße mit einer Tischtennisplatte ausgerüstet wird. „Es ist gut, dass die Kinder so etwas vorschlagen, dann wird auch nicht am Bedarf vorbei gebaut“, so der stellvertretende Ortsvorsteher Stefan Dünker.

Es gab weitere Wünsche zu erfüllen. So würden die Vereine „Zukunft Lantershofen“ und „Musikfreunde“ gerne am Vereins-Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilnehmen. Das geht aber nur, wenn sich auch der Ort anmeldet. Auch diesem Wunsch trug der Ortsbeirat Rechnung, Ortsvorsteher Leo Mattuscheck hatte zu Fristwahrung bereits vorab die Meldung eingereicht. Dazu passte die Information, dass die Kommune Patenschaften für kommunale Pflanzbeete anbietet und solche mit einem jährlichen Gutschein über 25 Euro fördert.

Noch sind die Rollläden geschlossen, aber demnächst wird der Jugendraum eröffnet.

Wunschlos glücklich zeigten sich die Lantershofener in puncto Nachtragshaushalt der Gemeinde. Es werden aus Lantershofen keine Mittel für Investitionen beantragt. Schließlich informierte der Ortsvorsteher noch darüber, dass in der Karwoche der am Kindergarten neu errichtete Jugendraum dem Kinder- und Jugendförderverein der Grafschaft übergeben wird. Um die Arbeit mit den Jugendlichen wird sich Hannah Scholl kümmern. Zudem warb Mattuscheck um die Teilnahme an der Ortsteilwerkstatt im Rahmen des Gemeindeentwicklungskonzepts. Für Karweiler, Bengen und Lantershofen findet diese am 22. Mai ab 18 Uhr in der Bengener Mehrzweckhalle statt. Zuvor gibt es weitere Termine im Ort: am 1. April ist die Bevölkerung zur Teilnahme am Dreck-weg-Tag aufgerufen, los geht es um 10 Uhr an der Mehrzweckhalle. Eine Woche später wird am Dorfeingangsplatz in der Winzerstraße eine Folie unter die dort platzierten Eisenfiguren eingearbeitet, um dem Unkrautwuchs Herr zu werden.

Ein Dutzend Maßnahmen für Karweiler und Lantershofen


Gemeinde Grafschaft stellte Vorhaben in den beiden Ortschaften vor

Der 4. Juni 2016 war ein schwarzer Tag für viele Teile der Grafschaft, Starkregen richtete Millionenschäden an. Karweiler und Lantershofen waren seinerzeit verschont geblieben, hier hatte es kaum geregnet, während nur ein paar Kilometer weiter nordöstlich ein als „1000-jähriges Ereignis“ geltender Starkregen niederging und einen großen Teil der insgesamt 59 Kilometer Grafschafter Bachläufe über die Ufer treten ließ. Das seither in der Fertigung befindliche Konzept zum Hochwasserschutz aber wird für die gesamte Gemeinde erstellt. „Man kann ja nicht vorhersehen, wo der nächste Starkregen niedergeht“, so Bauamtsleiter Friedhelm Moog. Am Freitag wurden die Maßnahmen für Karweiler und Lantershofen vorgestellt, rund 20 Bürger, die meisten aus den Ortsbeiräten, waren in die Lantershofener Mehrzweckhalle gekommen. Dort stellten Mitarbeiter des Bonner Ingenieurbüros Steen, Meyers, Schmiddem das vor, was an Maßnahmen derzeit angedacht ist. Dass es sich dabei um Dinge handelt, die nicht von heute auf morgen erledigt werden können und dass die gemeindeweit rund 100 Vorhaben auf eine große Stange Geld kosten, machte Moog unmissverständlich klar.

Wasserüberflutung in der oberen Schmittstraße und der Straße Im Wickchen. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Straße Am Frumech und die Brennerstraße unter Wasser.

Sieben Maßnahmen wurden für Lantershofen vorgeschlagen, wobei die Bevölkerung aufgefordert ist, sich bei der Planung und Festlegung zu beteiligen. Ein markanter Bereich ist das Gebiet südwestlich des Dorfes. Hier läuft das Wasser bei Starkregen von den Feldern und Feldscheunen in den Ort. Für die Scheunen in der Verlängerung der Schmittstraße sollen demnach Wasser rückhaltende Maßnahmen geschaffen werden. Auf Höhe des Bahndamms im weiteren Verlauf des Wirtschaftsweges ist geplant, die Asphaltfläche zu erhöhen, Ziel ist die Umleitung von Regenwasser in den Bahndamm. Hier muss zudem ein vorhandener Durchlass freigelegt und ein Graben zum Ablauf des Wassers erstellt werden. Am Fuchsbach selbst sollen Kaskadenbauwerke zur Drosselung des ankommenden Oberflächenwassers beitragen, nördlich des Baches sind ebenfalls Rückhaltemaßnahmen geplant. Ein von einem Baumstamm zerstörtes Einlaufgitter am Durchlauf unter der Karweilerstraße muss erneuert werden.

Bauamtsleiter Moog (rechts) erläutert die Wassersituation um Lantershofen herum Foto: Dirk Unschuld.

Die fünf für Karweiler geplanten Maßnahmen beziehen sich auf den Karweiler Graben südlich des Ortes und auf den Bengener Bach. Im Karweiler Graben sollen demnach Retentionsräume geschaffen werden, dazu soll ein parallel der L83 verlaufender Graben aufgeweitet werden. Am Bengener Bach sind zudem Maßnahmen im Bereich der Grasmühle geplant. Dort sollen Engstellen verbreitert und weitere Retentionsräume geschaffen werden. Weiter oberhalb am Ringener Bach planen die Ingenieure zudem Kaskaden, um den Wasserablauf zu drosseln. Sollte das Factory Outlet Center bei Beller gebaut werden, muss dort ein weiteres Rückhaltebecken errichtet werden.

Informationsveranstaltung zum Hochwasserschutzkonzept


Am Freitag, den 17.03.2017, findet ab 16 Uhr eine Informationsveranstaltung zur „Vorstellung von angedachten Einzelmaßnahmen für das Hochwasserschutzkonzept im Bereich der  Ortsbezirke Karweiler und Lantershofen“ statt. Zuerst wird das beauftragte Ingenieurbüro die bisher angedachten Einzelmaßnahmen in diesem Bereich der Gemeinde Grafschaft vorstellen. Anschließend ist Zeit für Fragen und Anregungen aus dem Publikum. Veranstaltungsort ist der Versammlungsraum in der Mehrzweckhalle Lantershofen, Graf-Blankard-Straße in 53501 Grafschaft-Lantershofen. Interessierte Bürger sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht von Nöten.

Informationsveranstaltung zum Gemeindeentwicklungskonzept für die Grafschaft


Am Dienstag, 21. Februar 2017 um 18.00 Uhr lädt die Gemeinde Grafschaft ihre Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung in die Sporthalle in Ringen ein. Anlass ist der Auftakt für das Projekt „Gemeindeentwicklungskonzept für die Grafschaft“. Ziel der Gemeinde ist es zunächst, gemeinsam mit dem beauftragten Planungsbüro plan-lokal aus Dortmund sowie mit dem Büro für kommunale Meinungsforschung Vielhaber aus Sundern durch intensive Bürgerbeteiligung ein breit angelegtes Meinungsbild der Grafschafter Bevölkerung zu erstellen. Dieses soll in der späteren Planungsphase in ein zukunftsweisendes Konzept einfließen.

Im November startete das Vorhaben Gemeindeentwicklungskonzept mit einer telefonischen Befragung der Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Grafschaft. Bei dieser repräsentativen Erhebung konnten umfangreiche Erkenntnisse darüber erlangt werden, welche Meinungen und Vorstellungen im Zusammenhang mit der vergangenen und zukünftigen Gemeindeentwicklung bestehen. Die ausführliche Präsentation der Befragungsergebnisse wird Inhalt der Veranstaltung am 21. Februar sein. Im weiteren Verlauf des Abends werden die Möglichkeiten vorgestellt, die den Bürgerinnen und Bürgern zur aktiven Beteiligung zur Verfügung stehen. Hierzu zählt ein Online-Portal, auf dem die Bevölkerung ihre Ideen und Anregungen zu den zentralen Themen der Gemeindeentwicklung einbringen kann. Weiterhin werden im Mai fünf Ortsteil-Werkstätten angeboten, zu denen jeweils nach Dörfern gebündelt eingeladen wird. Die Termine finden Sie bereits hier.

Weitere Informationen zum Gemeindeentwicklungskonzept sind erhältlich bei: Gemeinde Grafschaft, Bereich Gemeindeentwicklung/Wirtschaftsförderung, Ansprechpartner: Klaus Becker, Ahrtalstraße 5, 53501 Grafschaft-Ringen, Telefon: 0 26 41 / 80 07- 90, E-Mail: klaus.becker(at)gemeinde-grafschaft.de sowie auf www.gemeinde-grafschaft.de unter „Aktuelles“.

Landhoferstraße und Eifelweg ausgelichtet


Drei Bäume anfangs der Landhoferstraße wurden auf der rechten Straßenseite ausgelichtet. Die Bäume auf der linken Seite und im weiteren Verlauf der Straße können vorerst weiterwachsen. Foto und Bildunterschrift: Thomas Schaaf.

Nicht strittig im Ortsbeirat war das Verfahren und das Ergebnis der Baumschau, die das Gremium im Rahmen eines Ortsbeiratstermins in der Landhoferstraße und im Eifelweg unlängst durchgeführt hatte. Hiernach sollte der allzu große Baumbestand in beiden Straßen, der die Belichtung insbesondere der südlich der Landhoferstraße stehenden Häuser erheblich behinderte, an einigen Stellen entfernt werden. Eine Beratung darüber, "ob bestimmte Bäume zum Auslichten entfernt werden sollen", hatte vorher die Baumkommission der Gemeinde Grafschaft dem Ortsbeirat empfohlen.

Aufgrund der Ergebnisse der Beratungen der gemeindlichen und örtlichen Gremien rückten kürzlich die Mitarbeiter des Bauhofes der Gemeindeverwaltung mit ihren Gerätschaften an, um die vom Ortsbeirat zur Fällung ausgewählten Bäume zu beseitigen. In Anbetracht der jetzt noch verblieben vielen, durchweg sehr großen Bäume ist die Maßnahme, so die Meinung der Anlieger, aber auch vieler Dorfbewohner, nicht nur vertretbar, sondern mit Rücksicht auf die direkt betroffenen Mitbürger auch geboten gewesen.

Jugendarbeit kommt nur schwer in Gang


Förderverein sagte Termin beim Ortsbeirat  kurzfristig ab

Irgendwie war der Wurm drin bei der jüngsten Ortsbeiratssitzung. Dort hatten die Vertreter eigentlich eine Abordnung des Kinder- und Jugendfördervereins Grafschaft erwartet, der sich künftig in die Betreuungsarbeit im neuen Jugendraum einbringen möchte. Dieser soll im Dezember übergeben werden, nachdem dort zunächst noch Nachbesserungsarbeiten anstanden. Beim Bau war ein Abflussrohr vergessen worden. Was der Förderverein nun plant, brachte der Ortsbeirat nicht in Erfahrung, der Verein hatte die Präsentation kurzfristig abgesagt. „Das ist bei einem Verein mit zwei Hauptamtlichen und einem ehrenamtlichen Vorstand nicht zu akzeptieren“, wetterte Hubert Münch (SPD). Ortsvorsteher Leo Mattuschek blieb nur, darüber zu informieren, dass es in Lantershofen mehr als 300 Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 25 Jahren gibt, dass sich zahlreiche Vereine in der Jugendarbeit bemühen und dass auch mit dem Studienhaus St. Lambert über eine Unterstützung der Nachwuchsarbeit beraten werde.

In der Landhoferstraße sollen die drei ersten Bäume rechts ausgelichtet werden. Bedingt durch den Ost-West-Verlauf der Straße verdunkeln die nicht standortgerechten, übergroßen Bäume mit ihren Blättern im Sommer Wohnzimmer und Küchen ganz erheblich. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Auch im Eifelweg sollen drei Bäume für mehr Licht sorgen, empfiehlt der Ortsbeirat einstimmig.

Probleme bereitet auch der Beschluss, zur Durchführung eines Betreuungsangebots für Senioren durch die Caritas in der Mehrzweckhalle eine Behindertentoilette einzubauen. Der geplante Bereich ist zu klein, Überlegungen der Kommune zum Umsetzung im ohnehin kleinen Foyer wurden verworfen. Eine solche Toilette wäre aber ohnehin wünschenswert, bemerkte Thomas Schaaf (CDU). Diese gehöre mittlerweile zum Standard in öffentlichen Gebäuden. Der Ortsbeirat regte demnach an, auf alle Fälle über eine solche Toilette nachzudenken, und zwar unabhängig vom geplanten Betreuungsangebot.

Auch das Thema „Bäume“ stand auf der Tagesordnung. Wie in fast allen Grafschafter Orten, sind unter anderem in der Lantershofener Landhoferstraße und im Eifelweg einst Feldahornbäume gesetzt worden, die heute die Häuser überragen und die absolut nicht standortgerecht sind. Beschwerden seitens der Anwohner hatte es bereits einige gegeben. Die eingesetzte Baumkommission hatte den Bestand für gesund erklärt, aber dem Ortsbeirat die Entscheidung zur Ausdünnung überlassen. Dieser sah sich die Situation im September vor Ort an und entschied nun, dass in beiden Straßen jeweils drei Bäume gefällt werden sollten. Diese durch neue, standortgerechte Pflanzungen zu ersetzen, war nicht Teil der Beschlussfassung. Auch hatte es zuvor keine Anwohnerbefragung gegeben, die von Teil des Ortsbeirats eigentlich befürwortet worden war.

Kellergewölbe des Winzervereis wird wieder nutzbar


Viel Zeit nahmen sich Bauamtsleiter Friedhelm Moog und Gemeindearchitektin Diana Porten, um die Sanierungs- und Erweiterungspläne für das Dorfgemeinschaftshaus Winzerverein Lantershofen anlässlich eines Besprechungstermins in der Gemeindeverwaltung in Ringen zu erläutern. Neben Ortsvorsteher Leo Mattuscheck (CDU) und den Ortsbeiratsmitgliedern Jörg Bender (CDU), Dominik Knieps (CDU) und Stefan Dünker (CDU) nutzten zahlreiche Lantershofener Vereinsvertreter die Gelegenheit, sich einen Überblick über die Planungen zu verschaffen und Fragen zum Bauablauf zu klären. So sieht der Bauzeitenplan vor, dass sowohl Sanierung als auch Foyer-Anbau am 2. Januar 2017 starten. Zuvor müssen Saal, Kellergewölbe und ehemalige Gaststätte für die Bauarbeiten vollständig geräumt werden. Das Mobiliar soll daher übergangsweise in der Alten Schule untergebracht werden. Diese Arbeiten, zu der im Dorf noch nach Unterstützung gesucht wird, koordiniert der Trägerverein mit seinem Vorsitzenden Sven Krämer. Ebenfalls als Eigenleistung ist die Demontage des Saalbodens vorgesehen, der an anderer Stelle noch gute Verwendung finden kann.

Maximal 250 Sitzplätze sind bei einer Reihenbestuhlung des Winzersaales genehmigungstechnisch vorgesehen. Repros und Bildunterschriften in diesem Bericht: Roland Schaaf.
Die Grobterminplanung sieht die Fertigstellung der Maßnahme zur Kalenderwoche 33 vor. Sanierung und Erweiterung sollen zeitgleich erfolgen.

Voraussichtlich in der letzten Ratssitzung des Jahres können die derzeit ausgeschriebenen Baumaßnahmen an die ausführenden Firmen vergeben werden. Die Grobterminplanung sieht dann vor, dass alle Maßnahmen bis Ende August 2017 abgeschlossen sind und die St. Lambertus-Kirmes im neu hergerichteten Saal in gewohnter Tradition gefeiert werden kann. Dann sollen die umfangreichen baulichen Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen sein: So ist beispielsweise die Erneuerung der kompletten Dacheindeckung vorgesehen, außerdem werden Boden und Wände einer Feuchtesanierung unterzogen und ein ansprechender Parkettboden verbaut. Schallschutzfenster werden eingebaut, ebenso eine schallabsorbierende Wandbekleidung. Darüber hinaus wird die Liegenschaft mit einer leistungsfähige Heizungs- und Lüftungsanlage und neuen Elektroinstallationen ausgerüstet.

Zahlreiche Anregungen und Vorschläge der ortsansässigen Vereine sind in der vorliegenden Planung berücksichtigt und werden mit der Durchführung der Maßnahme umgesetzt. Klar ist jedoch auch, dass nicht alle Wünsche umsetzbar oder im vorgegebenen Kostenrahmen realisierbar sind. Ob beispielsweise der Einbau einer professionellen Verdunkelungsanlage für den Saal darstellbar ist, befindet sich noch in Prüfung. Aber selbst die vom Ortsbeirat mehrheitlich abgelehnte Abtrennungsmöglichkeit zwischen Kneipenraum und Foyer ist planerisch vorausschauend berücksichtigt und wäre zu einem späteren Zeitpunkt ohne bautechnische Probleme durchführbar, wusste Bauamtsleiter Friedhelm Moog zu berichten. Die vom Gemeinderat beschlossene Versorgung der Dorfgemeinschaftshäuser mit kostenfreiem Internet mittels WLAN wird anschlusstechnisch im Zuge der Maßnahmen ebenfalls bereits vorbereitet. Weil an fast alle Nutzungskonstellationen bereits gedacht ist, konnten sich die anwesenden Vereinsvertreter dann auch auf die Anregung eines zusätzlichen Abflusses in einem Bodentank vor dem Bühnenbereich beschränken, um mit einer mobilen Theke noch flexibler in der Raumnutzung des Saales zu sein.

Und noch eine freudige Botschaft hatte Friedhelm Moog im Gepäck: Bei der Kreisverwaltung Ahrweiler als Genehmigungsbehörde konnte er mit seinem Team erreichen, dass auch der Gewölbekeller unter dem ehemaligen Gaststättenteil des Gebäudes wieder offiziell genutzt werden darf. Zudem erlaubt die Baugenehmigung der Kreisverwaltung, den Winzersaal offiziell als sogenannte Versammlungsstätte zu nutzen – mit den damit verbundenen Vorteilen. Wenn im nächsten Jahr die Rohbauarbeiten beginnen, werden zudem regelmäßige Jour Fixe-Termine angeboten. Auch die farbliche Gestaltung wird vor Beginn der Malerarbeiten noch beraten, wie Moog versicherte. Eine knallgelbe Außenfassade dürfte damit vom Tisch sein.

Arbeiten am Winzerverein könnten im Januar beginnen


Der tiefliegende Jugendraum stand unter Wasser, da wohl ein Abflussrohr vergessen wurde. Foto: Thomas Schaaf.

Sanierung und Anbau des Lantershofener Dorfgemeinschaftshauses stehen an

Einen Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses in Lantershofen wird es nicht geben. Dort wird stattdessen der alte Winzerverein saniert und umgebaut, den die Gemeinde in zwei Zügen erworben hat. Der Vorteil: im Ort muss man nicht jahrelang, wie in anderen Grafschafter Ortsteilen auf ein derartiges öffentliches Gebäude warten. Während der jüngsten Ortsbeiratssitzung am vergangenen Freitag gab Ortsvorsteher Leo Mattuscheck (CDU) die weiteren Planungsschritte bekannt. So sei der Bauantrag gestellt. Ist dieser genehmigt, sollen die Nutzer noch einmal gehört und dann die Gewerke ausgeschrieben werden. Bei seiner Sitzung im Dezember soll der Gemeinderat die Aufträge dann vergeben, mit Beginn des neuen Jahres könnten die Arbeiten starten. Neben einer umfangreichen Sanierung des 1897 entstandenen Baus wird an diesen noch ein Foyer angebaut. Zur Kirmes Mitte September 2017 ist der Abschluss der Arbeiten geplant.

Weitere öffentliche Gebäude standen im Fokus des Ortsbeirats. So gibt es eine Anfrage der Caritas nach der Nutzung von Teilen der Mehrzweckhalle, wo man ein Betreuungsangebot für Senioren einrichten wolle. Zunächst einen halben, später einen ganzen Tag in der Woche. Das Gebäude eignet sich, weil es barrierefrei ist, lediglich eine Toilette müsste behindertengerecht umgebaut werden. „Wir sollten aber aufpassen, dass es nicht zu einer steten Ausweitung des Angebots kommt und dann die Vereine, die die Halle nutzen, darunter leiden“, bemerkte Hubert Münch (SPD). Grundsätzlich begrüßte der Ortsbeirat die Anfrage und auch den Toilettenumbau, sofern die Nutzung durch die örtlichen Vereine nicht beeinträchtigt wird.

Gleich neben der Halle liegt der Kindergarten, der erst kürzlich saniert wurde. Nach einem Starkregen standen die angebauten Jugendräume wenige Tage nach der Einweihung unter Wasser. Hier hatte man schlichtweg ein Abflussrohr vergessen, was nun in Ordnung gebracht werde, berichtete der Ortsvorsteher. Wunschlos glücklich zeigte sich der Ortsbeirat hinsichtlich der Haushaltsplanungen der Gemeinde Grafschaft für 2017. Man sei mit renoviertem Kindergarten und baldiger Sanierung des Winzervereins aktuell im Soll. Eine zu sanierende Toilettenanlage am Schießplatz sei zudem mit Mitteln der Kommune in Eigenleistung fertiggestellt worden. Daher erinnert der Ortsbeirat nur noch einmal an die bereits gewünschte Sanierung des Gewölbekellers im Winzerverein zur Nutzung als Versammlungsort.