Aktuelles


aus dem Ortsbeirat

Kein neues Bauland in Lantershofen


Als neues Bauland ebenso wie andere Flächen schon zweimal abgelehnt: Fläche für ca. 25 Häuser in Verlängerung der linken Seite der Schmittstraße. Foto: Thomas Schaaf.

Ortsbeirat lehnt erneute Initiative des Ortsvorstehers mehrheitlich ab

Einmal mehr lehnte der Lantershofener Ortsbeirat eine Initiative von Ortsvorsteher Leo Mattuscheck (CDU) zur Ausweisung weiteren Baulands im 1400-Seelen-Ort ab. Mattuscheck betonte, dass es aktuell noch Möglichkeiten zur Baulandausweisung für junge Familien im Rahmen der befristeten Novelle des Paragraphen 13b des Baugesetzbuchs gebe, danach bestünde aufgrund neuer, großer Baugebiete in Ringen und Gelsdorf für Lantershofen keine Möglichkeit für neue Baugebiete mehr. Nach Rücksprache mit Wirtschaftsförderer Klaus Becker sei es in dem in der Gemeinde bereits weit fortgeschrittenen Verfahren noch möglich, kurzfristig auf den Zug aufzuspringen. Dem schob der Ortsbeirat einmal mehr einen Riegel vor. Hubert Münch (SPD) hätte sich zur Sitzung eine Vor-Ort-Information von der Verwaltung gewünscht, wie dies auf der letzten Ortsbeiratssitzung auch vereinbart wurde. Martina Münch (SPD) hinterfragte, ob es ein Dorf überhaupt vertrage, immer weiter zu wachsen und Christian Kreidt (CDU) betonte, auch der letzte Ortsbeirat habe neues Bauland abgelehnt, die Voraussetzungen hätten sich seither nicht geändert. Dominik Knieps (CDU), der sich zwar neue Baulandflächen vorstellen kann, jedoch nicht in der vom Ortsvorsteher vorgeschlagenen Schmittstraße, regte eine Grundsatzdiskussion der Ortsbeiratsmitglieder über ihre Vorstellungen von der künftigen Entwicklung Lantershofens an. Einen Schnellschuss lehnte auch der stellvertretende Ortsvorsteher Stefan Dünker (CDU) ab, er fühle sich überrumpelt. Mit dem Ortsvorsteher stimmte lediglich Vera Häckel (CDU). Sie sieht das Signal an junge Familien, Lantershofen weiter zu entwickeln, positiv.

Einstimmig sprach sich der Ortsbeirat für seine Meldungen zum Gemeindehaushalt 2020 aus. Zum einen möchte man Haushaltsmittel für eine Planung zur Renaturierung des Fuchsbachs im Bereich der Doppelkurve an der L83 eingestellt wissen. Am Winzerverein möchte man einen überdachten Fahrradunterstand platziert wissen. Weiterhin spricht sich der Ortsbeirat dafür aus, aufgrund alleine von rund 70 Veranstaltungen in Lantershofen auf die vielen Banner und Plakate zu verzichten und die Installation einer Videowand an der L83 zu prüfen.

Dankesworte und ein Präsent der Gemeinde gab es vom Ortsvorsteher für die ehemaligen Ortsbeiratsmitglieder Jörg Bender und Anja Knieps. Dem nicht zur Sitzung gekommenen Ex-Ortsbeirat Thomas Schaaf dankte der Ortsvorsteher in Abwesenheit. Mit Blick auf künftige Beratungspunkte sprach Mattuscheck von anstehenden Vorschlägen des Ordnungsamtes zur Verbesserung der Verkehrssituation im Ort, sowohl für den fließenden, wie für den ruhenden Verkehr.

Nächste Ortsbeiratssitzung im Winzerverein


Nachdem die Gemeinde Grafschaft bei den Kommunalwahlen im Mai 2019 bereits einer entsprechenden Anregung gefolgt ist, hat jetzt auch Ortsvorsteher Leo Mattuscheck den Winzerverein als Sitzungsort für die nächste Ortsbeiratssitzung festgelegt. Die öffentliche Sitzung findet am 14.08.2019 um 19 Uhr statt. Vorgesehen ist eine umfangreiche Agenda, die einigen Beratungsbedarf erwarten lässt. Neben dem Nachtragshaushalt 2019 und der Neufassung der Investitionsprioritätenliste ab dem Jahr 2020 stehen mit dem Jugendraum und dem Winzerverein auch die Nutzung zweier gemeindlicher Gebäude auf der Tagesordnung. Zudem ist die Beschaffung eines Seecontainers als Lagermöglichkeit für die Lantershofener Ortsvereine aufgrund des Wegfalls der Abstellmöglichkeit in der „Alten Schule“ beabsichtigt.

Potentialfläche „Doppelstein“ (oberhalb August-Dörner-Ring). Fotos: Gemeinde Grafschaft.
"Verlängerung Schmittstraße.
"Unter der Schwallhüll".

Als letzten inhaltlichen Beratungspunkt hat Ortsvorsteher Mattuscheck die Ausweisung von Wohnbauflächen zur Deckung des Eigenbedarfs in Lantershofen vorgesehen. Zum Hintergrund: Im Jahr 2017 beschloss der Ortsbeirat, keine der als Wohnbau-Potentialflächen identifizierten Areale zu beplanen. Grundsätzlich erkannte der Ortsbeirat zwar eine Erfordernis zur Ausweisung von geeigneten neuen Wohnbauflächen für den dörflichen Eigenbedarf an, aber weil in Lantershofen gerade erst das mittlerweile fünfte Neubaugebiet binnen weniger Jahrzehnte verwirklicht wurde, sah man damals keine Notwendigkeit - auch weil in Lantershofen noch rund 70 Baulücken existieren. Ob sich die damalige Einschätzung nach nur zwei Jahren ändert, berät der neu konstituierte Ortsbeirat.

Kleinod


Ein elektrisches und optisches Kleinod steht jetzt mitten vor dem renovierten Winzerverein. Foto: Thomas Schaaf.

Als besonderes Kleinod in den Lantershofener Gefilden zeigt sich seit einigen Tagen ein weißes Gebilde auf dem kleinen Parkplatz vor dem Winzerverein. Unauffällig schmiegt es sich an die schöne Weinbergstrockenmauer, zwischen braunem Stein und grauem Schiefer räkeln sich bei wärmendem Sonnenschein mutige graugrüne Eidechsen. Schamvoll verdeckt der weiße Klotz mit seiner starken Figur und den verschränkten Armen die grünen Ranken des jungen Weines, der im Herbst süße blaue Früchte tragen will und durchbricht die harmonischen Linien der stützenden Bruchsteine. Leise kräuselt der Wind um den Sockel des rechteckigen Quaders mit seinen anmutigen Kanten und Ecken und bläst den krümeligen Sand der parkenden Gefährte zu kleinen Dünen am Fuße seines Schattens zusammen. Erhöht ist die luftige Sichtachse zur Saalestür und abgelenkt der freie Blick zur Treppe. Schön ist die Welt.

Gemeinderats- und Ortsvorsteherwahlen


Kurz nach 18.00 Uhr am Wahltag leeren (von rechts) Stefan Dünker, Anja Knieps und Roland Schaaf zuerst die Urne für die Europawahl. Foto: Thomas Schaaf.

Leichte Stimmenverluste musste Leo Mattuschek (CDU) bei den Wahlen zum Ortsvorsteher in Lantershofen hinnehmen, kam aber dennoch auf deutliche 64,82 Prozent aller Stimmen gegen Martina Münch (SPD) und geht nun in seine vierte Amtszeit als Ortsvorsteher. Mattuscheck und Münch waren auch 2014 gegeneinander angetreten, damals hatten 67,82 Prozent der Wähler für Mattuscheck gestimmt.

Zum neuen Ortsbeitrat wurden gewählt: CDU (5 Sitze): Leo Mattuscheck, Stefan Dünker, Dominik Knieps, Robin Grießel, Christian Kreidt; (Anm. Red.: Mit der Ernennung zum Ortsvorsteher scheidet Leo Mattuscheck nach dem Kommunalwahlgesetz aus dem Ortsbeirat aus; in diesen rückt dann Vera Häckel nach.) SPD (2 Sitze): Martina Münch, Hubert Münch.

Einlaufbauwerk am Fuchsbach fertiggestellt


Ein mächtiges, verzinktes Einlaufgitter schützt die große Fuchsbachröhre vor Verstopfungen. Foto: Thomas Schaaf.

Die Neufassung des Einlaufbauwerks für den Fuchsbach am Anfang der Lambertusstraße ist fertiggestellt, nachdem nun die Umzäunung und das Einlaufgitter erneuert wurden. Das im August vom Ortsbeirat befürwortete Bauprojekt war nötig geworden, weil der bisherige Einlauf durch ein Unwetter zerstört worden war. Neu gefasst und befestigt wurde auch der Unterhaltungsplatz oberhalb der Einlaufröhre, damit Treibgut entfernt und das neue Bauwerk gewartet werden kann. 40.000 Euro hat die  Maßnahme im Rahmen des Hochwasserschutzkonzeptes der Gemeinde Grafschaft gekostet. Von der neuen Geländer-Absperrung profitiert derzeit auch der Zirkus Florida. Er hat dort jetzt bequem und gut sichtbar seine bunten Plakate für die Zirkusvorstellungen aufhängen können.   

Einlaufbauwerk am Fuchsbach wird erneuert


Die Arbeiten am Einlaufbauwerk für den Fuchsbach haben begonnen. Foto: Thomas Schaaf.

Im August hatte der Ortsbeirat über die Neufassung des Einlaufbauwerks für den Fuchsbach am Anfang der Lambertusstraße beraten. Ingenieur Michael Schmiddem vom Bonner Büro Steen-Meyers-Schmiddem hatte den Plan vorgestellt hatte. Nötig wurde die Maßnahme, nachdem der bisherige Einlauf durch ein Unwetter zerstört wurde. Derzeit haben Bauarbeiter der Firma L.v. Schönbeck aus Windhagen damit begonnen, die beschlossene Maßnahme, die auch ein neues Einlaufgitter umfasst, auszuführen. Neu gefasst und befestigt wird auch der Unterhaltungsplatz oberhalb der Einlaufröhre, damit Treibgut entfernt und das neue Bauwerk besser gewartet werden kann. 40.000 Euro kostet die Maßnahme im Rahmen des Hochwasserschutzkonzeptes der Gemeinde Grafschaft.

Zwei Preise bei "Unser Dorf hat Zukunft"


Landrat Dr. Jürgen Pföhler (von rechts) überreicht die Urkunde der Sonderklasse an Leo Mattuscheck, Dominik Knieps, Wilfried Sprinkmeier und Horst Saame. Grafschaft-Beigeordneter Ingo Derz freut sich mit. Foto: Dirk Unschuld.

Seit mehreren Jahrzehnten trägt auch der Kreis Ahrweiler für seine Dörfer den Landes-Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ aus. Mehrere Tage war die siebenköpfige Kreis-Kommission für die Bewertung der Dörfer und Vereine unterwegs.  Auch Lantershofen hatte in diesem Jahr wieder am Kreiswettbewerb teilgenommen und errang zwei Preise, die mit 1000 Euro und 1500 Euro dotiert waren. Aus dem Wettbewerb der Vereine ging der „Förderverein Zukunft Lantershofen“ als Sieger hervor. In der Sonderklasse gelangte der Grafschafter Ort, der den alten Winzerverein zum Dorfgemeinschaftshaus umbaute, auf Platz zwei. Weiter heißt es in der Mitteilung der Kreisverwaltung, dass es den Lantershofenern mit der Neugestaltung des Winzervereins  wieder einmal gelungen sei, Tradition mit Moderne in vorbildlicher Weise zu verknüpfen. Hier sei ein Dorfgemeinschaftshaus entstanden, in dem die kulturelle Vielfalt des Ortes gelebt werde.

Öffentliche Toilette an der Mehrzweckhalle


Querschnitt der Planung für eine Behinderten-Toilettenanlage an der Mehrzweckhalle. Foto: Architekturbüro Dünker.

Ortsbeirat Lantershofen erkennt mehrere Bauvorhaben an – 39 Parkplätze am Winzerverein entstehen

In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Lantershofener Ortsbeirat mit mehreren Bauvorhaben, um deren Planungen anzuerkennen. So stellte Ingenieur Michael Schmiddem vom Bonner Planungsbüro Steen-Meyers-Schmiddem die Neugestaltung des Einlaufbauwerks des Fuchsbachs in eine unterirdische Röhre in der Lambertusstraße vor. Der vorhandene Einlauf war bei einem Unwetter zerstört worden. Die 40.000 Euro teure Maßnahme sieht nun ein schräges Einlaufgitter vor, dass in Beton eingebracht wird, beidseitig werden Wasserbausteine verarbeitet. Angeschwemmtes Treibgut soll durch den Wasserdruck nach oben auf das Gitter gedrückt werden und kann von dort abtransportiert werden. Dazu wird über dem Einlauf ein drei Meter breiter Unterhaltungsplatz befestigt, der mit Fahrzeugen vom Bauhof befahren werden kann. Das ganze Ensemble wird mittels eines Gitters gesichert. Die Maßnahme gehört zu den Lantershofener Punkten im Rahmen des Hochwasserschutzkonzeptes der Gemeinde.

Angebaut werden soll an der Mehrzweckhalle, und zwar ein rund zwölf Quadratmeter großer Kubus rechts vom Haupteingang. Dort soll eine von innen zugängliche Behinderten gerechte Toilette entstehen. Hier will die Verwaltung zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und schlägt einen zusätzlichen Zugang von außen an, um die Toilette auch als öffentliches WC anbieten zu können. „Ich finde die Kombination ausgesprochen gut“, so Thomas Schaaf (CDU), der weiter ausführte, man solle das Konzept verfolgen und dann aus den Erfahrungen mit einem öffentlichen WC lernen.

An der L83 sollen auf Höhe des Winzervereins, aber auf der gegenüber liegenden Seite 39 Parkplätze entstehen. Das entsprechende Grundstück habe man bereits erworben, berichtete Bauamtsleiter Friedhelm Moog. In einer Einbahnstraßenregelung sollen hier quer Parktaschen eingezeichnet werden. Die Fahrspur soll dabei gepflastert, die Parktaschen mit wassergebundener Decke versehen werden. In diesem Zuge wurde die gesamte Parksituation am Winzerverein beleuchtet. Dort gibt es am nördlichen Zugang rund fünf Parkplätze, am südlichen Zugang soll auf dem Vorhof noch ein Behindertenparkplatz entstehen. Für den neu zu errichtenden Parkplatz wünscht sich der Ortsbeirat auf Anregung von Hubert Münch (SPD) eine Beleuchtung, auch solle der Einbau einer Überquerungshilfe geprüft werden. Zudem sollten auf dem Areal überdachte Fahrradparkplätze und eine E-Bike-Ladestation entstehen. Zukunftsweisend soll auch eine spätere Nachrüstung einer PKW-Schnelladestation angedacht werden. Die Planungen wurden allesamt einstimmig anerkannt.

Das steilste Stück des geschotterten Waldweges "Bölstertweg" von Lantershoen nach Bölingen. Ortsbeiratsmitglied Thomas Schaaf sprach sich gegen eine "nachhaltige Befestigung", gemeint ist die Erneuerung des Unterbaus und Aufbringung einer bituminösen Tragdeckschicht aus, weil der Weg mitten durch Wald führe, die bisherige Nutzung als Fuß- und landwirtschaftlicher Weg auch ohne Asphaltdecke gewährleistet sei und er einen wesentlich erhöhten Schleichverkehr Tag und Nacht durch den Wald befürchtet. Die Maßnahme soll 75.000 Euro im Lantershofener Bereich kosten. Hinzu kommen die Kosten für den Ringener Bereich. Foto und Bildunterschriften: Thomas Schaaf.

Weiterhin beschäftigte sich der Ortsbeirat mit der Beratung über die Verwendung von Mitteln in Höhe von 20.000 Euro zur Infrastrukturverbesserung. Ursprünglich angedachte nachhaltige Befestigungen von Waldwegen des Birnenrundwanderwegs würden den vorgegebenen Kostenrahmen sprengen, so Bauamtsleiter Friedhelm Moog. Nun beschloss der Ortsbeirat einstimmig, den Betrag in zwei weitere Stromstationen auf dem Außengeländes des Winzervereins zu investieren. Diese kommen Veranstaltungen, wie der Kirmes, dem Adventsmarkt oder weiteren Open-Air-Veranstaltungen zugute. Für eine mögliche spätere Installation einer Schnelladestation für PKW solle im Rahmen der Maßnahmen auf der nördlichen Seite des Winzervereins ein 100-Kilowatt-Stromanschluss geschaffen werden.

Als Maßnahmen für den Haushalt 2019 erneuerte der Ortsbeirat die Forderung nach der Oberflächenentwässerung südlich des Ortes im Großraum „Ahrweiler Berg.“ Weiterhin sollen die Bürgersteige im Ort auf Sicherheitsmängel überprüft werden, punktuell soll zudem die Ortsbeleuchtung auf mögliche Verbesserungen hin geprüft werden. Zudem möchte der Ortsbeirat die nachhaltige Befestigung von Teilen des Birnenrundwanderwegs, die bei Regen immer wieder ausgeschwemmt werden, einstellen. Gegen die letztgenannte Maßnahme stimmte Thomas Schaaf (CDU), der einen erhöhten Schleichverkehr zwischen Lantershofen und Bölingen befürchtet, alle weiteren Maßnahmen wurden einstimmig verabschiedet.