Aktuelles


aus dem Ortsbeirat

Kleinod


Ein elektrisches und optisches Kleinod steht jetzt mitten vor dem renovierten Winzerverein. Foto: Thomas Schaaf.

Als besonderes Kleinod in den Lantershofener Gefilden zeigt sich seit einigen Tagen ein weißes Gebilde auf dem kleinen Parkplatz vor dem Winzerverein. Unauffällig schmiegt es sich an die schöne Weinbergstrockenmauer, zwischen braunem Stein und grauem Schiefer räkeln sich bei wärmendem Sonnenschein mutige graugrüne Eidechsen. Schamvoll verdeckt der weiße Klotz mit seiner starken Figur und den verschränkten Armen die grünen Ranken des jungen Weines, der im Herbst süße blaue Früchte tragen will und durchbricht die harmonischen Linien der stützenden Bruchsteine. Leise kräuselt der Wind um den Sockel des rechteckigen Quaders mit seinen anmutigen Kanten und Ecken und bläst den krümeligen Sand der parkenden Gefährte zu kleinen Dünen am Fuße seines Schattens zusammen. Erhöht ist die luftige Sichtachse zur Saalestür und abgelenkt der freie Blick zur Treppe. Schön ist die Welt.

Gemeinderats- und Ortsvorsteherwahlen


Kurz nach 18.00 Uhr am Wahltag leeren (von rechts) Stefan Dünker, Anja Knieps und Roland Schaaf zuerst die Urne für die Europawahl. Foto: Thomas Schaaf.

Leichte Stimmenverluste musste Leo Mattuschek (CDU) bei den Wahlen zum Ortsvorsteher in Lantershofen hinnehmen, kam aber dennoch auf deutliche 64,82 Prozent aller Stimmen gegen Martina Münch (SPD) und geht nun in seine vierte Amtszeit als Ortsvorsteher. Mattuscheck und Münch waren auch 2014 gegeneinander angetreten, damals hatten 67,82 Prozent der Wähler für Mattuscheck gestimmt.

Zum neuen Ortsbeitrat wurden gewählt: CDU (5 Sitze): Leo Mattuscheck, Stefan Dünker, Dominik Knieps, Robin Grießel, Christian Kreidt; (Anm. Red.: Mit der Ernennung zum Ortsvorsteher scheidet Leo Mattuscheck nach dem Kommunalwahlgesetz aus dem Ortsbeirat aus; in diesen rückt dann Vera Häckel nach.) SPD (2 Sitze): Martina Münch, Hubert Münch.

Einlaufbauwerk am Fuchsbach fertiggestellt


Ein mächtiges, verzinktes Einlaufgitter schützt die große Fuchsbachröhre vor Verstopfungen. Foto: Thomas Schaaf.

Die Neufassung des Einlaufbauwerks für den Fuchsbach am Anfang der Lambertusstraße ist fertiggestellt, nachdem nun die Umzäunung und das Einlaufgitter erneuert wurden. Das im August vom Ortsbeirat befürwortete Bauprojekt war nötig geworden, weil der bisherige Einlauf durch ein Unwetter zerstört worden war. Neu gefasst und befestigt wurde auch der Unterhaltungsplatz oberhalb der Einlaufröhre, damit Treibgut entfernt und das neue Bauwerk gewartet werden kann. 40.000 Euro hat die  Maßnahme im Rahmen des Hochwasserschutzkonzeptes der Gemeinde Grafschaft gekostet. Von der neuen Geländer-Absperrung profitiert derzeit auch der Zirkus Florida. Er hat dort jetzt bequem und gut sichtbar seine bunten Plakate für die Zirkusvorstellungen aufhängen können.   

Einlaufbauwerk am Fuchsbach wird erneuert


Die Arbeiten am Einlaufbauwerk für den Fuchsbach haben begonnen. Foto: Thomas Schaaf.

Im August hatte der Ortsbeirat über die Neufassung des Einlaufbauwerks für den Fuchsbach am Anfang der Lambertusstraße beraten. Ingenieur Michael Schmiddem vom Bonner Büro Steen-Meyers-Schmiddem hatte den Plan vorgestellt hatte. Nötig wurde die Maßnahme, nachdem der bisherige Einlauf durch ein Unwetter zerstört wurde. Derzeit haben Bauarbeiter der Firma L.v. Schönbeck aus Windhagen damit begonnen, die beschlossene Maßnahme, die auch ein neues Einlaufgitter umfasst, auszuführen. Neu gefasst und befestigt wird auch der Unterhaltungsplatz oberhalb der Einlaufröhre, damit Treibgut entfernt und das neue Bauwerk besser gewartet werden kann. 40.000 Euro kostet die Maßnahme im Rahmen des Hochwasserschutzkonzeptes der Gemeinde Grafschaft.

Zwei Preise bei "Unser Dorf hat Zukunft"


Landrat Dr. Jürgen Pföhler (von rechts) überreicht die Urkunde der Sonderklasse an Leo Mattuscheck, Dominik Knieps, Wilfried Sprinkmeier und Horst Saame. Grafschaft-Beigeordneter Ingo Derz freut sich mit. Foto: Dirk Unschuld.

Seit mehreren Jahrzehnten trägt auch der Kreis Ahrweiler für seine Dörfer den Landes-Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ aus. Mehrere Tage war die siebenköpfige Kreis-Kommission für die Bewertung der Dörfer und Vereine unterwegs.  Auch Lantershofen hatte in diesem Jahr wieder am Kreiswettbewerb teilgenommen und errang zwei Preise, die mit 1000 Euro und 1500 Euro dotiert waren. Aus dem Wettbewerb der Vereine ging der „Förderverein Zukunft Lantershofen“ als Sieger hervor. In der Sonderklasse gelangte der Grafschafter Ort, der den alten Winzerverein zum Dorfgemeinschaftshaus umbaute, auf Platz zwei. Weiter heißt es in der Mitteilung der Kreisverwaltung, dass es den Lantershofenern mit der Neugestaltung des Winzervereins  wieder einmal gelungen sei, Tradition mit Moderne in vorbildlicher Weise zu verknüpfen. Hier sei ein Dorfgemeinschaftshaus entstanden, in dem die kulturelle Vielfalt des Ortes gelebt werde.

Öffentliche Toilette an der Mehrzweckhalle


Querschnitt der Planung für eine Behinderten-Toilettenanlage an der Mehrzweckhalle. Foto: Architekturbüro Dünker.

Ortsbeirat Lantershofen erkennt mehrere Bauvorhaben an – 39 Parkplätze am Winzerverein entstehen

In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Lantershofener Ortsbeirat mit mehreren Bauvorhaben, um deren Planungen anzuerkennen. So stellte Ingenieur Michael Schmiddem vom Bonner Planungsbüro Steen-Meyers-Schmiddem die Neugestaltung des Einlaufbauwerks des Fuchsbachs in eine unterirdische Röhre in der Lambertusstraße vor. Der vorhandene Einlauf war bei einem Unwetter zerstört worden. Die 40.000 Euro teure Maßnahme sieht nun ein schräges Einlaufgitter vor, dass in Beton eingebracht wird, beidseitig werden Wasserbausteine verarbeitet. Angeschwemmtes Treibgut soll durch den Wasserdruck nach oben auf das Gitter gedrückt werden und kann von dort abtransportiert werden. Dazu wird über dem Einlauf ein drei Meter breiter Unterhaltungsplatz befestigt, der mit Fahrzeugen vom Bauhof befahren werden kann. Das ganze Ensemble wird mittels eines Gitters gesichert. Die Maßnahme gehört zu den Lantershofener Punkten im Rahmen des Hochwasserschutzkonzeptes der Gemeinde.

Angebaut werden soll an der Mehrzweckhalle, und zwar ein rund zwölf Quadratmeter großer Kubus rechts vom Haupteingang. Dort soll eine von innen zugängliche Behinderten gerechte Toilette entstehen. Hier will die Verwaltung zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und schlägt einen zusätzlichen Zugang von außen an, um die Toilette auch als öffentliches WC anbieten zu können. „Ich finde die Kombination ausgesprochen gut“, so Thomas Schaaf (CDU), der weiter ausführte, man solle das Konzept verfolgen und dann aus den Erfahrungen mit einem öffentlichen WC lernen.

An der L83 sollen auf Höhe des Winzervereins, aber auf der gegenüber liegenden Seite 39 Parkplätze entstehen. Das entsprechende Grundstück habe man bereits erworben, berichtete Bauamtsleiter Friedhelm Moog. In einer Einbahnstraßenregelung sollen hier quer Parktaschen eingezeichnet werden. Die Fahrspur soll dabei gepflastert, die Parktaschen mit wassergebundener Decke versehen werden. In diesem Zuge wurde die gesamte Parksituation am Winzerverein beleuchtet. Dort gibt es am nördlichen Zugang rund fünf Parkplätze, am südlichen Zugang soll auf dem Vorhof noch ein Behindertenparkplatz entstehen. Für den neu zu errichtenden Parkplatz wünscht sich der Ortsbeirat auf Anregung von Hubert Münch (SPD) eine Beleuchtung, auch solle der Einbau einer Überquerungshilfe geprüft werden. Zudem sollten auf dem Areal überdachte Fahrradparkplätze und eine E-Bike-Ladestation entstehen. Zukunftsweisend soll auch eine spätere Nachrüstung einer PKW-Schnelladestation angedacht werden. Die Planungen wurden allesamt einstimmig anerkannt.

Das steilste Stück des geschotterten Waldweges "Bölstertweg" von Lantershoen nach Bölingen. Ortsbeiratsmitglied Thomas Schaaf sprach sich gegen eine "nachhaltige Befestigung", gemeint ist die Erneuerung des Unterbaus und Aufbringung einer bituminösen Tragdeckschicht aus, weil der Weg mitten durch Wald führe, die bisherige Nutzung als Fuß- und landwirtschaftlicher Weg auch ohne Asphaltdecke gewährleistet sei und er einen wesentlich erhöhten Schleichverkehr Tag und Nacht durch den Wald befürchtet. Die Maßnahme soll 75.000 Euro im Lantershofener Bereich kosten. Hinzu kommen die Kosten für den Ringener Bereich. Foto und Bildunterschriften: Thomas Schaaf.

Weiterhin beschäftigte sich der Ortsbeirat mit der Beratung über die Verwendung von Mitteln in Höhe von 20.000 Euro zur Infrastrukturverbesserung. Ursprünglich angedachte nachhaltige Befestigungen von Waldwegen des Birnenrundwanderwegs würden den vorgegebenen Kostenrahmen sprengen, so Bauamtsleiter Friedhelm Moog. Nun beschloss der Ortsbeirat einstimmig, den Betrag in zwei weitere Stromstationen auf dem Außengeländes des Winzervereins zu investieren. Diese kommen Veranstaltungen, wie der Kirmes, dem Adventsmarkt oder weiteren Open-Air-Veranstaltungen zugute. Für eine mögliche spätere Installation einer Schnelladestation für PKW solle im Rahmen der Maßnahmen auf der nördlichen Seite des Winzervereins ein 100-Kilowatt-Stromanschluss geschaffen werden.

Als Maßnahmen für den Haushalt 2019 erneuerte der Ortsbeirat die Forderung nach der Oberflächenentwässerung südlich des Ortes im Großraum „Ahrweiler Berg.“ Weiterhin sollen die Bürgersteige im Ort auf Sicherheitsmängel überprüft werden, punktuell soll zudem die Ortsbeleuchtung auf mögliche Verbesserungen hin geprüft werden. Zudem möchte der Ortsbeirat die nachhaltige Befestigung von Teilen des Birnenrundwanderwegs, die bei Regen immer wieder ausgeschwemmt werden, einstellen. Gegen die letztgenannte Maßnahme stimmte Thomas Schaaf (CDU), der einen erhöhten Schleichverkehr zwischen Lantershofen und Bölingen befürchtet, alle weiteren Maßnahmen wurden einstimmig verabschiedet.

Planungsabend zum Jubiläum


Am kommenden Montag, 19. Februar, findet um 20 Uhr im Winzerverein Lantershofen das nächste Planungstreffen zur Feier der 1000. Wiederkehr der ersten urkundlichen Erwähnung statt. Alle, die sich an der Durchführung der Feiern aktiv beteiligen oder über diese informieren wollen, sind herzlich eingeladen. Schwerpunkt des Abends wird die Aufarbeitung der Vorschläge, die beim oder nach dem ersten Planungstreffen eingingen, sein. Dazu steht die Bildung von Arbeitsgruppen auf dem Programm. Ortsvorsteher Leo Mattuscheck lädt die Bevölkerung zur Mitgestaltung herzlich ein.

In Lantershofen will man derzeit keine neuen Bauflächen


Ort wuchs in 50 Jahren um 200 Prozent – Hohe Integrationskraft soll nicht überstrapaziert werden

Dank einer Novelle im Baugesetzbuch melden derzeit die Ortsbeiräte der Grafschafter Dörfer zahlreiche Flächen zur Ausweisung in Baugebiete an. Mit einer Ausnahme: in Lantershofen ist man derzeit nicht an weiteren Baugrundstücken interessiert. Vielmehr fordert der Ortsbeirat die Verwaltung auf, Anreize zu schaffen oder Maßnahmen zu ergreifen, damit es den Besitzern der zahlreichen Baulücken leichter fällt, diese zu schließen oder am Markt anzubieten. Alleine in Lantershofen gibt es mehr als 70 solcher Baulücken. Grundsätzlich erkennt der Ortsbeirat zwar eine Erfordernis zur Ausweisung von geeigneten neuen Wohnbauflächen für den dörflichen Eigenbedarf an, aber weil in Lantershofen gerade erst das mittlerweile fünfte Neubaugebiet binnen weniger Jahrzehnte verwirklicht wurde, sieht man derzeit keine Notwendigkeit. Allerdings behält sich der Ortsbeirat vor, bei erhöhtem Bedarf eine solche Neuausweisung abermals zu beraten, wobei auf die Verträglichkeit von Neuausweisungen hinsichtlich einer gesunden Dorfentwicklung zu achten sei. Ortsvorsteher Leo Mattuscheck (CDU) hatte zuvor darauf hingewiesen, dass sich 84 Prozent der Lantershofener Bevölkerung im Rahmen der Befragung zum Dorferneuerungskonzept für die Ausweisung von Neubaugebieten ausgesprochen. Die Frage habe sich aber auf die gesamte Gemeinde und nicht explizit auf den Ort bezogen, entgegnete Mattuschecks Stellvertreter Stefan Dünker (CDU). Dünker befürchtet zudem eine Überstrapazierung der starken Integrationskraft des Ortes, der seit den 1970er Jahren um rund 200 Prozent gewachsen sei. Neue Bauflächen würden zudem infrastrukturelle Probleme nach sich ziehen. Der Ortsbeirat sprach sich einstimmig für den von Thomas Schaaf (CDU) vorgelegten Beschlussvorschlag aus.

Auch wegen der hohen Zahl an Baulücken und Leerständen sowie dem Neubaugebiet "In der Fuchsbach", hier die Paul-Solbach-Straße, soll derzeit auf weitere Bauland-Ausweisungen verzichtet werden. Eine spätere Beratung bei erhöhtem Eigenbedarf behält sich der Ortsbeirat vor. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Mit der Sanierung des Kindergartens, dem neuen Jugendraum und dem renovierten Winzerverein ist Lantershofen gemeindlicherseits derzeit gut bedacht. Trotzdem erinnerte der Ortsbeirat an die Durchführung der seit einigen Jahren in Planung stehenden Maßnahmen zur Außengebietsentwässerung im Bereich des Ahrweiler Berges und dem Hochwasserschutz in anderen Dorfbereichen.

Wunschlos glücklich ist man im Ort auch in Sachen Gemeindehaushalt. Lantershofen sei in der jüngsten Vergangenheit mit der Sanierung des Kindergartens, dem neuen Jugendraum und dem Winzerverein gut bedacht worden. Allerdings mahnte der Ortsbeirat wiederholt an, den seit rund einem Jahrzehnt diskutierten Planungen für die Außengebietsentwässerung im südlichen Bereich den notwendigen finanziellen Spielraum einzuräumen. Hier ist in den Vorschlägen zum Grafschafter  Hochwasserschutzkonzept die Herstellung eines Entwässerungsgrabens zur Ableitung des ankommenden Oberflächenwassers um die Ortslage Lantershofen herum mit Einleitung in Rückhaltebecken vorgesehen.

Ein Dauerthema in den Ortsbeiräten sind die Straßenbäume. Hier standen drei Empfehlungen der Baumkommission auf der Agenda, denen der Ortsbeirat folgte. Fünf wiederholt inspizierte Robinien in der Straße „Zum Forstberg“ sollen demnach auf halber Höhe gekappt werden. Dem Antrag einer Bauherrengemeinschaft zur Fällung von drei gesunden Feldahorn-Bäumen in der Landhoferstraße wurde ebenso nicht stattgegeben, wie dem Antrag eines Bürgers auf Baumfällung in gleicher Straße, dem öffentliche Bäume das Fahrzeug ständig verunreinigen.