Maubichfest an der Alten Schule


Florian Ropertz holt 2003 am Winzerverein aus dem Bäckerauto fünf der ca. 70 Maubichkuchen. Die Sibbeschrömspieler an den Tischen lassen sich dadurch nicht stören. Karl-Heinz Schweinheim (r.) klopft Peter Josef Schütz und Stefan Dünker gerade "zwei Stück", im Hintergrund (v.l.) schauen Jörg Wollert, Manfred Dünker, Rainer Retterath und Walter Dünker dem Geschehen zu. Foto: Thomas Schaaf.

Als 2017 der Lantershofener Winzerverein renoviert und umgebaut wurde, stand der Außenbereich der örtlichen Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“ nicht zur Ausrichtung ihre Maubichfestes zur Verfügung. Also entschied man sich, den gemeindeeigenen Platz neben der ehemaligen Schule zu nutzen. Mobile Infrastruktur wurde geschaffen und schnell entstand ein gemütlicher Biergarten unter Bäumen, auf dem sich gut feiern ließ. Auch die Nachbarschaft machte mit, unterstützte und feierte mit den Junggesellen. Kein Wunder, dass die Junggesellen das eigentliche Provisorium nun schon zum dritten Mal nutzen wollen. Weil die Schule abgerissen wird, wird hier das Fest am 20. und 21. Juli aber auch letztmalig stattfinden. Zunächst aber dreht sich noch einmal alles um den bekannten Hefekuchen mit seinem eigenwilligen, dunkelbraunen Belag, dessen Hauptzutat getrocknete Birnen sind. Seit Ende der 1960er Jahre feiert man in Lantershofen dieses Fest, das in erster Linie zur Finanzierung der kostspieligen Lambertuskirmes dient.

Am Samstagabend, 20. Juli, fällt der Startschuss zum Dämmerschoppen. Dabei gibt es unter andere ein Sibbeschrööm-Turnier um den Maubichpokal. Mit dem Frühschoppen geht es am Sonntag weiter. Nach reichhaltigem Mittagsmenü mit Spießbraten, Bratkartoffeln und Krautsalat lockt am frühen Nachmittag das große Maubichkuchenessen. Auf die Kinder warten derweil allerlei Spiele samt Hüpfburg. Birnen gibt es übrigens nicht nur auf dem Kuchen, Lantershofen ist auch für seine Birnenspirituosen bekannt, auch diese sind am Festplatz direkt am Birnenrundwanderweg im Angebot.