Kabarettist Philipp Weber spricht über „Durst“


Deutschlands radikalster Verbraucherschützer

Vernünftiges Trinken will gelernt sein. Millionen Deutsche schlucken heute missbräuchlich Alkohol. Im letzten Jahr mussten deshalb 23000 Rentner stationär behandelt werden. Wie heißt es so schön: „Viele ältere Menschen müssen nachts öfters raus“. Es wird aber nie gesagt wohin. Jetzt ist es klar: Zur Ü-80-Party mit betreutem Trinken! Auch die Leistungsträger dieser Gesellschaft langen kräftig zu. Es gibt Krankenhäuser, da schwankt die Chefarztvisite als Polonaise ins Zimmer. Und im Flugzeug kann man nicht mehr sicher sein: Wer hat mehr getankt, die Maschine oder der Pilot? Droht Deutschland in seinem eigenen Durst zu ertrinken? Die Antwort auf diese bierernsten Fragen ist erschütternd komisch: Tee macht fahruntüchtig ab 0,8 Kamille. Kakao ist Koks für Kinder. Milch ohne Fett ist keine Milch, sondern Quatsch. Für eine gute Tasse Kaffee braucht man 140 Liter Wasser. Der Mensch lebt nicht allein von Kefir. Stille Wasser sind nicht tief, sondern teuer.

Wer bringt Klarheit in die trüben Gewässer der deutschen Trinkkultur? Philipp Weber. Der studierte Chemiker und Biologe ist Deutschlands radikalster Verbraucherschützer und hat sich mit Leib und Leber Ihrem Wohl verschrieben. Der Autor und Macher des Sensations-Programms „Futter – streng verdaulich“ widmet sich nun den flüssigen Gaumenfreuden. „Durst – Warten auf Merlot“ ist ein furioses Meisterwerk der komischen Volksaufklärung. Denn Weber will mehr: lachende Gesichter, glückliche Menschen und eine bessere Welt. Doch vor allem: den Ministerposten für Verbraucherschutz!

Die bestuhlte Vorstellung findet am Freitag, 29. März, 20 Uhr, im Winzerverein Lantershofen statt (Buslinie 849, Haltestelle Lantershofen, Winzerstraße). Tickets kosten im Vorverkauf 16 Euro zuzüglich möglicher Gebühren, an der Abendkasse 20 Euro. Tickets und Infos sind über die Interseite www.kulturlant.de erhältlich. Weitere Vorverkaufsstellen sind in der Grafschaft Getränke Visang (Karweiler), Rewe-Markt (Ringen), Eifeldestillerie (Lantershofen) sowie in Bad Neuenahr-Ahrweiler Wittich Medien, Plattenkiste und Ahrtal-Tourismus.