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- Pilgerquartett Lantershofen (1) Auftaktbericht zur Pilgerreise nach Santiago de Compostela Vier Lanterhofener Bürger haben einen Entschluss gefasst: Im Mai wollen sie von St. Jean Pied de Port nach Santiago de Compostela auf dem "Jakobspfad" wandern. Der Beginn der Wanderung in St. Jean Pied de Port liegt in Frankreich ca. 15 Kilometer vor der spanischen Grenze. Das Ziel Santiago de Compostela liegt ca. 750 Kilomerter westlich von der Ausgangsposition im Nordwesten Spaniens.
Zu Viert sollte dieses Unterfangen in die Tat umgesetzt werden, drei "Mann" sollten wandern und der vierte das Wohnmobil von einer Tagesetappe zur nächsten chauffieren - und dies im ständigen Fahrerwechsel. Schnell war der erste Teilnehmer mit Heinrich Klaes (Klaese Hein), einem bereits im Jahre 1994 auf diese Strecke gewanderten Pamplonafreund, gefunden. Auch Franz-Peter Efferz (Löhndorfs Franz) erklärte sich spontan bereit, an dieser Tour teilzunehmen. Der vierte Telnehmer fand sich leider nicht so schnell. Thomas Schaaf erklärte sich zwar bereit, als Fahrer mitzumachen, aber nur, wenn sich sonst niemand finden würde. Dann endlich! Auf dem 40. Geburtstag von Dietmar Monreal fand sich der vierte Wanderer - Jörg Wollert, der auch die Idee entwickelte, für Lantershofen.de regelmäßige Berichte und Bilder von dem Pilgerabenteuer per Laptop und Handy zu schicken. So ist dies der erste elektronisch von Jörg Wollert übermittelte Bericht und die ersten Bilder zum Thema "PiQuaLa - Pilgerquartett Lantershofen". Thomas und Roland Schaaf werden sich um prompte Bearbeitung und Einstellung der Berichte in Lantershofen.de bemühen.
Anfang 2003 konnten nun die Vorbereitungen beginnen. Langsam begann das Training. Zunächst wurden kürzere Strecken abgewandert, die danach ständig länger wurden. Schließlich nahmen die vier "Pilger in Spe" diejenigen Entfernungen in Angriff, die dann später auf dem Pilgerweg in Spanien einer Tagesetappe entsprechen - ca. 25 - 30 Kilometer. Als Höhepunkt des Trainings galt ein Wochenendausflug nach Langenfeld, der in etwa den Bedingungen in Spanien entspricht.
Als letzte Überprüfung der Form diente die heutige Wanderung (13. April 2003) durch das Siebengebirge. Von Bad Honnef aus startete das Pilgerteam durch das Mucherwiesental in das Naturschutzgebiet Siebengebirge. Vorbei am Leyberg, einem ehemaligen Basaltbruch und weiter über das "Auge Gottes", eine Vierwegekreuzung im tiefen Wald. Hier führte die alte Straße vom Rhein (Rheinbreitbach) in den Westerwald vorbei und das "Auge Gottes" wachte über die Benutzer dieser Straße. Im herrlichen Sonnenschein hielten die Vier hier ihre Brotzeit ab. Weiter führte der Weg der Wanderer an Kreuzeiche, Servatiuskapelle und Florians Hütte vorbei zurück zum Ausgangspunkt Bad Honnef.
Gedanken
und Erläuterungen Was bringt in der heutigen Zeit die Menschen dazu, sich auf den 1100 Jahre alten Pilgerweg, auch Jakobsweg genannt, mit Ziel Santiago de Compostela zu begeben? Nun, die Beweggründe sind durchaus verschiedener Natur: Der Eine geht aus religiöser Überzeugung, der Andere, um ein fremdes Land abseits der touristischen Regionen kennen zu lernen, der Dritte, um seine körperliche Fitness auf Ausdauer zu trainieren oder weil er vor oder nach einer schwierigen privaten oder beruflichen Entscheidung steht und einen klaren Kopf braucht. Zeit dazu hat man auf dem Pilgerweg mehr als genug. Bei den meisten Wanderern kommen wohl mehrere Gründe zusammen. Die Pilger-Wanderreise der vier Lantershofener in das im äußersten Nordwesten Spaniens gelegene Santiago de Compostela beginnt am Fuße der französischen Seite der Pyrenäen in St. Jean Pied de Port. Bis dorthin fahren die Vier mit dem Wohnmobil, dann aber wandern jeden Tag drei "Mann" in wechselndem Turnus, der vierte muß fahren, macht morgens den Abwasch, erledigt die Einkäufe und hat dann bis zum Treffen am Nachmittag an einem vorher bestimmten Ort ausreichend Zeit, sich die Sehenswürdigkeiten der jeweiligen Region anzuschauen. Die gesamte Strecke beträgt 750 - 800 km und dauert bei 25 - 30 km Wanderstrecke pro Tag den ganzen Mai 2003. In Spanien gibt es auf dem „Camino de Santiago" fast alle 20 km sogenannte „Refugios", mehr oder weniger einfache Pilgerunterkünfte, in welchen man für wenig Geld übernachten kann. Diese sind jedoch reserviert für Fußgänger, Radfahrer oder Reiter, nicht jedoch für Pilger, die nebenher auch noch Auto fahren. Die vier Lantershofener Wanderer sind mit Laptop und Digitalkamera ausgerüstet und wollen regelmäßig, wenn möglich täglich, einen kurzen Bericht und Bilder zur Redaktion von www.Lantershofen.de schicken, die dann aufbereitet und unter der Rubrik "Hier und Heute - PiQuaLa" aktuell eingestellt werden.
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- Weitere Vorbereitungen (2)
Die noch nicht im Besitz jedes Einzelnen befindlichen Kleidungsstücke, wie Regenumhang, Wanderschuhe, Wanderstöcke, Funktionsunterwäsche und -oberwäsche wurden im Basislager in Bad Neuenahr-Ahrweiler mit Unterstützung des Besitzers (unser Sponsor) gekauft. Am Osterwochenende wurden das Koch- und Essgeschirr ausgesucht und für die Reise vorbereitet.
Am Dienstag, den
29. April 2003, werden wir das Wohnmobil übernehmen, alles Gepäck
verstauen, die noch benötigten Lebensmittel und vor allem das erforderliche
Weizenbier kaufen und uns mit unseren fahrbaren Untersatz
vertraut machen.
Unsere Fahrt geht über Trier, Luxemburg, Metz, Fontainebleau (Paris), Clermont Ferrand, Bordeaux nach Saint Jean Pied de Port. Unsere erste Wanderetappe führt uns von Saint Jean Pied de Port (Frankreich) nach Roncesvalles (Spanien), Streckenlänge ca. 25 Kilometer. Diese Etappe führt uns quasi aus dem Flachland ca. 181 Meter NN bis auf eine Höhe von 1180 Meter, also eine durchschnittliche Steigung von ca. 10%, die uns die ersten Schweißausbrüche garantiert. Am Izendorre Fuente nach ca. 2/3 der Strecke passieren wir die spanisch / französische Grenze und bleiben dann bis zu unserem Ziel auf spanischen Gebiet.
Dia-Vortrag
"Jakobsweg" am Donnerstag in der "Post" Zur Einstimmung auf die kurz bevorstehenden Wanderung des "Pilgerquartetts Lantershofen" über den "Jakobsweg" in Spanien hält Hermann Hartmann, ein profunder Kenner des Pilgerweges nach Santiago de Compostela, am
einen Lichtbildervortrag über "El Camino - Der Weg - Ein außergewöhnliches Erlebnis". Jedermann ist herzlich eingeladen, sich bei diesem Vortrag einen kleinen Eindruck zu verschaffen, was auf die vier Lantershofener Bürger auf ihrem eigenen Weg nach Santiago de Compostela zukommen wird.
Interessanter
Dia-Vortrag über den "Jakobsweg" Gewissermaßen zur Einstimmung auf die in der nächsten Woche startende Pilgerreise von vier Lantershofener Bürgern zeichneten Heinrich Hartmann, Heinrich Klaes und Heinz Schäfer im Gasthaus "Zur Post" mit Dias und Fotoalben einen groben Umriss einer ähnlichen Reise, die sie im Jahr 1996 auf dem "Jakobsweg" nach Santiago de Compostela unternommen hatten.
Die gut besuchte Veranstaltung wurde neben den Dias und Bildern geprägt von den Erzählungen, Annekdoten und persönlichen Eindrücken, welche die drei Pilgerreisenden auf dem Jakobsweg, in den "Refugien" und im Kontakt mit anderen Pilgern mit nach Hause genommen hatten. Den Vortragenden zollten die Besucher des Dia-Abends dankbaren Beifall; St. Jakob, "sein" Weg, Santiago de Compostela und die Vorfreude auf die am nächsten Mitwoch startende Lantershofener "Expedition" nach Spanien waren jedoch noch einige Stunden weiteres Gesprächsthema in der "Post" bei Jana und Albrecht Weidel. PiQuaLa
- Abholung des Pilgermobils (3) Einen Tag früher als geplant konnte die Fahrensleute ihr gemietetes Wohnmobil in der Calvarienbergstraße Ahrweiler am Campingplatz bei Herrn Schmitt in Empfang nehmen.
Die Übergabe erfolgte nicht durch eine einfache Schlüsselübergabe, sondern nach einer beinahe zweistündigen intensiven Einweisung mit den notwendigen Erklärungen zu den vielen Funktionen und Vorrichtungen in dem Gefährt.
Viele kleine Tips und Tricks zum Umgang mit dem Wohnmobil konnte Herr Schmitt den Fernreisenden noch verraten, auch deswegen, weil er selbst bereits damit in Spanien gewesen ist.
In ordentlicher Weise nun vorgebildet, überführten die Reisenden ihr "Pilgermobil" nach Lantershofen zu Jörg Wollert und Erwin Münch in den Hof, wo man dann sofort zu weiteren Taten schritt: dem Verpacken und Einladen bereits vorher bereitgestellter wichtiger Ausrüstungsgegenstände wie Weizenbier, Vitamin-C- und ähnliche Rollen.
Kaum hatte man mit der Beladung begonnen, so weckte das große Gefährt einiges Interesse, so dass die Fahrzeugbelader über mangelnden Besuch sich nun wirklich nicht beklagen konnten: Zunächst schaute sich Winzervereins-Alt-Wirt Karl Krupp "datt Spillche" an, danach stillte ein Teil der von der Hess'schen Tafel zurückkehrenden Kommunionsmontagsnachbarschaftskaffedamen ihre Neugier:
sogar das kleine, aber feine "Stille Örtchen" und die eingebaute Dusche musste begutachtet werden. Bei so viel Interesse war natürlich dann erstmal eine Verzällpause mit Reval und anderen Sachen angesagt. Ob bei dieser Situation die Einräumarbeiten noch fortgeführt wurden, ist derzeit hier noch nicht bekannt.
Erste
Mail aus dem Pilgermobil (7) Hey Thomas, Antwort: Hallo Jörg, Endlich
Abreise - 30. April 16.00 Uhr (8) Der heutige Mittwoch war für alle Beteiligten - ob Pilgerquartett, Familienangehörige oder Freunde - ziemlich spannungsgeladen, bis sich endlich und tatsächlich das Pilgermobil in Richtung Spanien in Bewegung setzen konnte. Seit 13.00 Uhr war man bei Wollerts im Hof "zu Gange", hier fehlte noch dieses, jenes fiel den abreisen wollenden Pilgern noch ein, was sie noch "schnell" erledigen mussten.
Letzte Anweisungen bei der Allianz Efferz/Alfter im Büro und an den zufällig vorbeikommenden Gesellen unseres Schornsteinfegermeisters Scholl, noch eine schnelle Heimfahrt, Ersatzbrille holen und - tief durchatmen, dann setze Jörg Wollert das Wohnmobil in Gang, nicht ohne bei der Hofausfahrt beinahe seine eigene Eisenpforte gerammt zu haben. St. Christopherus, St. Jakob und St. Lambertus - steht ihnen bei!
Manches Präsent oder "Wegzehrung" führen die Pilger mit sich, unter anderem diverse Produkte der Eifeldestillerie, darunter natürlich auch der berühmte "Eifelgeist", der nicht nur bei Zahnschmerz beste Verwendung finden kann. Schnell ging's noch zur LKW-Waage der Kettiger Thonwerke, um sicherzustellen, dass das Wohnmobil nicht überladen sei. Wiegemeister Werner Assenmacher stellte einen entsprechenden Wiegeschein aus, bei dem "PiQuaLa - Pilgerquartett Lantershofen" als Anschrift engegeben ist.
Anschließend vor dem endgültigen "Abflug" schnell noch ein letztes Foto vor dem Lantershofener Kapellchen. Familie Bach und Erwin Münch, von der Arbeit kommend, kreuzten noch den Weg und verabschiedeten sich.
Jetzt ging's aber wirklich los - Jörg Wollert war erster Pilgerchauffeur. Gute Fahrt und glückliche Heimkehr. Pilgerquartett
in St. Jean Pied de Port angekommen (9) Gegen 16.00 Uhr sind Jörg, Menn, Hein und Franz in St. Jean Pied de Port nach 24-stündiger Fahrt mit Fahrerwechsel gut angekommen. Erste Probleme mit der Kommunikationstechnik traten auf: Die Akkus sowohl vom übermittelnden Handy als auch vom Laptop waren aus unerfindlichen Gründen leer und das E-Mailprogramm meldete den Fehler 678: "Remotcomputer meldet sich nicht". Zunächst muss also den technischen Geräten wieder Leben eingehaucht werden und der Fehler 678 beseitigt werden, damit der erste Bericht, den Jörg Wollert bereits fertig gestellt hatte, dann hoffentlich morgen übermittelt werden kann.
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