Auf dem Jakobsweg
Die täglichen Berichte vom Pilgerquartett Lantershofen - PiQuaLa -
nach Santiago de Compostela in Spanien

Wir nehmen einmal an...
TS / Donnerstag, 8. Mai 2003, 16.00 Uhr

dass - wie gestern - auch heute am Donnerstag kein Tagesbericht eingehen wird - die technischen und praktischen Probleme sind ja bekannt.

Also können wir da weitermachen, wo wir gestern aufgehört haben, nämlich beim Blick in das Pilgermobil.

Links sehen wir die enge, aber komplette eingerichtete Toilette mit Waschbecken und Dusche (rechts um die Ecke).

Rechts werfen wir ein Blick auf den "Mini-Flur", links das "Wohnzimmer" mit Esstisch.

Ein paar weitere Bilder vom Wohnmobil und anderen interessanten Sachen sind noch vorhanden, aber die werden wir später womöglich als vorläufigen Ersatz für die noch nicht eingegangenen Berichte benötigen - falls unseren Pilgern wieder der Strom fehlen sollte.

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Zielort noch unbekannt
TS / Donnerstag, 8. Mai 2003, 16.00 Uhr

Da wir hier in Lantershofen weder per Email, noch über Handy etwas über unsere Pilger erfahren haben, können wir auch noch nichts vorab über den Zielort berichten.

Man kann vermuten, dass sie - der Karte gemäß - und wenn keine besonderen Wander-Probleme aufgetreten sind, in Viana oder vielleicht sogar schon in Navarrete eingetroffen sind.

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Kein Lebenszeichen....
Von Mitpilger Jörg Wollert / Donnerstag, 8. Mai 2003

Hey Thomas,

Gestern konnte ich Dir leider nichts von uns übermitteln, denn es fehlte wieder mal am elektrische Strom.

Heute habe ich Fahrdienst, habe unser Hotel auf einem Campingplatz bei Navaretta abgestellt und habe Zeit, etwas ausführlicher zu berichten (siehe auch Vortagesbericht).

Beim Start der Wanderer gegen 9.00 Uhr regnete es in Strömen. Unsere Drei holten die Ponchos raus und - ab ging es gen Navaretta. Mehr kann ich dir über die heutige Wanderung noch nicht schreiben. Ich glaube aber, dass Hein und die anderen Beiden schon noch etwas in den Laptop tippen werden.

Mit dem Wohnmobil bin ich kurz nach den Wanderern gestartet und habe sie nach ca. einen Kilometer überholt - ein lautes Hupkonzert war fällig.

Auf dem Campingplatz habe ich erst einmal unser Abwasser und die Chemietoilette entsorgt, frisches Wasser in den Tank gepumpt und dann den elektrischen Strom angeschlossen.

Zwischendurch noch einen Small-Talk mit einem englischen Ehepaar aus Leeds, bevor ich die schmutzige Wäsche in der Waschmaschine des Campingplatzes gereinigt und im Trockner schrankfertig machte.

Jetzt noch schnell den Bericht von gestern getippt und alles kann dann nach Deutschland gesendet werden. Nachdem der Bericht heraus sein wird, muss noch das Wohnmobil aufgeklart werden - und mein Magen ruft auch schon nach Essen.

Meine Absicht war gewesen, Dir den Bericht spätestens um 13.00 Uhr zu übermitteln. Aber es kommt immer anders als man denkt. Senden angeklickt, Senden/Empfangen angeklickt, wählen angeklickt, Fehlermeldung, Sender nicht betrriebsbereit. Handy war leer.

Jetzt ist es fast 17.00 Uhr und die drei Wanderer sind zurück. Wenn sie vom Duschen zurück sind, will Hein mir was diktieren.

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Von Los Arcos nach Navarrete (7)
Von Mitpilger Heinrich Klaes / Donnerstag, 8. Mai 2003

Bericht von Hein über die Wanderung vom 8. Mai:

Bei strömenden Regen begannen wir unsere Tour Richtung Logronno. Die ersten
vier Kilometer nahmen wir die Landstaße N 111, denn die Wanderwege waren
wieder so dreckig und schlammig wie während der letzten Tage.

Der Regen ließ dann bald nach, aber die Ponchos mussten wir anbehalten, denn der Gischt von den LKW´s war schlimmer als Regen. Dann wechselten wir auf den befestigten Camino und überquerten nach einer Stunde die Straße zwischen Navarra und La Rioja.

Nach einer weiteren halben Stunde waren wir in Logronno und überquerten den hochwasserführenden Rio Ebro. Das Refugium war leider noch geschlossen, so dass wir keinen Stempel erhalten konnten. Dafür wurden wir entschädigt, endlich waren zwei Kirchen geöffnet (die Kathedrale und Santa Maria del Palacio).

In der Kirche Santa Maria del Palacio wurde der Altar restauriert. (Gruß an Marianne). Anschließend gingen wir weiter in Richtung Navarrete. Auf diesem Teielstück hielten wir unter einem schönen Zypressenbaum Mittagsrast. Kurz vor Navarrete sahen wir die Reste eines mittelalterlichen Hospitals für Pilger mit Namen "San Juan de Acre".

Gegen 14.30 Uhr erreichten wir das Refugium in Navarrete, holten uns unseren Stempel ab und gingen die letzten zwei Kilometer bei herrlicher Sonne, die wir seit vier Tagen nicht mehr gesehen hatten, über eine wenig befahrene Landstraße zum Campingplatz.

Jörg hatte auf der Wiese unseren Campingtisch mit Stühlen aufgebaut. Es gab Tee mit Plätzchen. Nachdem wir uns gestärkt hatten, waren wir wieder im normalen Rhythmus: Körperpflege, Ausrüstungspflege, Abendessen zubereiten.

Bei einem "Weizen" werden wir den Abend ausklingen lassen.

Noch 585 Kilometer bis Santiago de Compostela.

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