Heute
noch kein Bericht hier eingegangen Heute am Mittwoch ist leider noch kein Tagesbericht eingegangen - das macht aber nichts, da die Hauptsache das Pilgern ist und nicht das Berichtschreiben. Das "Fehlen" des heutigen Berichtes hat seine Ursache vermutlich wieder in der mangelnden Stromversorgung. Wir nehmen mal an, dass den Laptop wieder seine Strom-Kraft verlassen hat.
Wenn nochmal ein Bericht fehlt oder später kommt, schauen wir uns einmal genauer an, was alles an wichtigen Dingen im Kofferraum zu finden ist. Ebenso können wir uns gelegentlich das Pilgermobil einmal von innen ansehen.
Von Estella
nach Los Arcos (6) Telefonische Mitteilung von Jörg vo 6. Mai, 19.15 Uhr: Problem mit Bildübertragung und fehlendem Strom besteht weiter. Neue Bilder vorraussichtlich morgen. Unser sechster Wandertag begann mit kleinen blauen Lücken in den Wolken und wir freuten uns schon auf Sonnenschein, leider zu früh, wie später ersichtlich. Gestartet wurde um 9.15 Uhr in Ayequi, etwa zwei Kilometer nach Estalla. Als wir schon fast mit unseren Vorbereitung für das erste Teilstück unser heutigen Wanderung fertig waren, trat ein Frau, eine deutsche Frau - Christiane aus Bonn -, auf uns zu und fragte, ob sie nicht bis Los Arcos, unser Ziel für das erste heutige Teilstück, mit dem Wohnmobil mitfahren könnte. Sie begründete dies damit: Dies sei ihr zweiter Wandertag - und der erste liegt ihr noch mächtig in den Knochen. Ohne Zögern willigten wir ein. Hein - er hatte wegen seiner Fußbeschwerden wieder Fahrdienst - und Christiane verließen mit dem Wohnmobil Ayequi und wir marschierten Richtung Los Arcos. Bevor wir den ersten Ort - Azqueta - passiert, wollte Menn das Wandern aufgeben, denn er fand ein tolles Fahrrad - siehe Foto -. Im Ort selbst füllten wir unsere Wasserflaschen auf und begaben uns bei immer dunkler werdendem Himmel auf den Weg nach Villamayor del Monjardin. Auf halben Weg kamen wir, so war unser erster Eindruck, an einer großen Scheune vorbei, die sich aber bei näherem Augenschein als Wasserzisterne entpuppte. Das Refugium von Villamayor de Monjardin erreichten wir gegen 10.30 Uhr, der nächste Stempel in unseren Pilgerpässen war fällig. Das Refugium wird von einem niederländischen Ehepaar geführt, so dass wir uns mit ihnen deutsch unterhalten konnten.
Mit Halbschuhen war dieser Weg nicht passierbar, einmal vom Halt her, zum anderen liefeb die Schuhe von oben voll. Die Hölle des
Nordens des Radklassikers Paris-Roubaix, ist dagegen das reinste
Die Kommunikation untereinander und das Frozzeln über- und miteinander kam zum Erliegen. So ging es bis Los Arcos. Hier erwartete uns Hein mit heißem Tee und einem hervorragenden Eifelgeist aus der Eifeldestillation P.J. Schütz. Nocheinmal Dank, lieber P.J., für diese großzügige Unterstützung. Zwischenzeitlich hatte der Regen aufgehört. Die Wanderer wechselten die Schuhe, Strümpfe und alle andere Bekleidung und machte sich auf den Weg nach Torres del Rio. Die ersten fünf Kilometer war der Weg hervorragend. Alle bei unserem "Technischen Halt" in Los Arcos an uns vorbei gewanderten Pilger konnten wir Dank unserer kleinen Rucksäcke schnell wieder überholen.
Am vereinbarten Ort, der Eremitage Nuestro Senora del Poyo, kurz hinter Torres del Rio an derer N 111 gelegen, trafen wir wieder auf Hein. Unser fahrbares Hotel parkte auf einer großen grünen Wiese, die mit bunter Blumen bedeckt und mit jungen Pappeln bepflanzt war. Erst war Körperpflege angesagt - siehe Foto -, aber auch die "Klamotten" mussten gereinigt werden. Bei herrlichen Sonnenschein wurden die jungen Bäume zu Wäscheständern umfunktioniert. Unsere Freude währte aber nicht lange, dann zogen dicke, pechschwarze Wolken auf und kurz danach öffnete der Himmel wieder einmal seine Schleusen. Ein Wolkenbruch par exelance.
Sie, Eva, rufen, ihr aus den nassen Sachen helfen, mit ihr unsere Erbsensuppe teilen und sie zum nächsten Refugium nach Viana fahren, das war für uns eine Kavalierspflicht, ein Samariterdienst. Unserere erste Absicht,
an der Eremitage zu nächtigen und von dort die nächste Etappe
zu starten, war durch den Regen hinfällig geworden. Die schöne
Wiese stand Bevor Eva uns verließ, reinigte Franz ihr am Brunnen vor dem Refugium noch die Wanderschuhe. Ich höre schon Doris sagen: Meine hat er noch nie geputzt. Noch 610 Kilometer nach Santiago de Compostela.
Los Arcos Los Arcos ist ein mittelalterliches Städtchen, das auf den Trümmern eines Dorfs römischen Ursprungs errichtet wurde. Ursprung der Siedlung war möglicherweise ein "mansio" (Gasthaus) an einer Wegkreuzung. Seine Lage am Pilgerpfad und die Situation einer halben Grenzstadt verwandelten es in einen Ort, an dem Wegzoll erhoben und Geld gewechselt wurde, was sein Gedeihen stark begünstigte.
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