Auf
dem Jakobsweg
Die täglichen Berichte vom Pilgerquartett Lantershofen - PiQuaLa
-
nach Santiago de Compostela in Spanien |
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Später
aufgestanden
Von
Mitpilger Jörg Wollert / Sonntag, 4. Mai 2003, 9.07 Uhr
Hey Thomas,
heute am Sonntag sind
wir etwas später aufgestanden, einmal weil Sonntag ist und
zweitens haben wir nur noch 12 Kilometer bis Pamplona. Diese kurze Etappe
tut
uns allen ganz gut, da wir alle irgend ein Zipperlein haben.

Frühstück in Larrasoana. |
Nach einem guten
Frühstück mit Eiern und Speck macht der Rest der Crew den
Wagen reisefertig, während ich dir noch einige Zeilen schreibe
und dir (Anm.: und den Lantershofenern) das Neueste von PiQuaLa mitteile. |
Anmerkung TS: Wie
man an dem frischen Bild von heute morgen 9.07 Uhr sieht, hat Jörg
jetzt alles mit der Technik im Griff. 3 Bilder sind angekommen, davon
eins eben von heute morgen.
Guten Morgen nach
Larrasoana !

Von Larrasoana
nach Pamplona (3)
Von Mitpilger Jörg Wollert
/ Sonntag, 4. Mai 2003, Eingang 19.03 Uhr, eingestellt 20.45 Uhr
Hey Thomas,
noch schnell
ein paar Notizen vom heutigen Tag.
Über unseren Marsch nach Pamplona gibt es nicht viel zu berichten.
Der Weg führte uns fast immer auf der Landstraße zum Ziel nach
Pamplona. Hein hatte Schwierigkeiten, für unser Wohnmobil einen passenden
Parkplatz zu finden, aber nach langem Suchen wurde er unterhalb des "Parkhotels"
fündig.

Alle Mann, einer
hinter der Kamera, unterhalb des Parkhotels, wo sie nach langem Suchen
ihr Pilgermobil abgestellt hatten. |
In Pamplona
wurde Jörg von den "Pamplonakriegern" Menn, Franz
und Hein in das Sehenswerte der Hauptstadt der Provinz Navarra eingewiesen.
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Unser erster Weg in
Pamplona führte uns zum Refugium, um uns den begehrten Stempel abzuholen.
Nach dem dies erledigt war, begann der Stadtrundgang. Unser erster Anlaufpunkt
war die Stierkampfarena mit dem Denkmal von Ernest Hemingway am Eingang
zur Arena. Dann ging es weiter zum Placa del Castillo - eine riesige Baustelle,
der gesasmte Platz wird zur Tiefgarage umfunktioniert. Ein riesiger Bauzaun
versperrt den ganzen Platz und nimmt ihm seine ganze Schönheit, aber
in gut einem Jahr soll er im alten Glanz erstrahlen.
Über das TXOKO,
Tropican, Casino (Pamplonafahrer kennen diese Kampstätten) kamen
wir zum Cafe Iruna. Hier stärkten wir uns mit einem Cafe con Leche.
Mit einem Besuch in der Bar Bodega, wo wir uns einige Tapas einverleibten,
natürlich fehlte ein Bier nicht.
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Menn, Hein und Ignacio, der Besitzer des Hotels Alhambra,
der auch zum Hotel Europa, einem Familienbetrieb, weitere Beziehungen
besitzt. Rechts der Arm von Franz. Hier packt man gerade die großzügigen
Geschenke von Ignacio dankbar ein.
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Unser weiterer
Weg führte uns zum Rathaus, an die Stadtmauer und die Kathedrale,
bevor wir uns im Hotel Europa zum Essen niederlassen wollten. |
Leider
hatte das Hotel, das früher oft Wohnstätte der Pamplonakämpfer
aus Lantershofen gewesen ist, geschlossen. Marie Jose, eine Mitbesitzerin
des Hotels Europa, rief daraufhin ihren Bruder Ingnacio, Besitzer des Restaurant
Alhambra, an und avisierte unseren Besuch.
Nur zur Information
von nicht Pamplonainsidern: Diese ganzen aufgeführten gastronomischen
Betriebe waren die Anlaufpunkte der Lantershofener Pamplonafahrer. Im
Alhambra angekommen wurden wir von Ignacio und Esther herzlich empfangen
(mit Küsschen und so). Ein Kaffee uns ein Cognac gab es zur Begrüßung
und dann wurde von alten Zeiten erzählt.

Ignacio vom Hotel
Alhambra bei seiner Pilger-Beschenkaktion. |
Ignacio holte
sein Fotoalbum und zeigte uns Bilder von Besuchen seiner Deutschen
Freunde und auch von seinem Gegenbesuch in Ahrweiler.
Zum Abschied
wurden wir mehr als reich beschenkt: wir erhielten Kaviar, Wachtelpastete,
Nüsse in mehreren Schattierungen, Wein und Sekt. Zu guter Letzt
fuhr uns Ignacio noch zum Standort unseres Wohnmobils. |
Am Wohnmobil wurde
der Sekt geköpft, da wir eine drei Liter Flasche nicht im Kühlschrank
unterkriegen. Während ich hier schreibe, holte Menn für Hein
und Franz einen Boonekamp (soll ich schreiben - sagt Menn).
Das Wetter war wieder
hervorragend und wird uns auch hoffentlich morgen auf dem weiteren Weg
begleiten.
PS nochmals für
Heinz Bach:
Trotz großer
Aufmerksamkeit des PiQuaLa haben wir seine Rückleuchten noch nicht
gesehen. (Anmerkung
TS: Heinz Bach hält sich ebenfalls in der Gegend um Pamplona mit
seiner lieben Gattin auf. Er fährt seine Strecken aber mit seinem
Mercedes ab und geht daher viel weniger zu Fuß als unsere vier Pilgerfreunde.)

Pamplona
TS
Div. / 4. Mai 2003
Pamplona hat ungefähr
180.000 Einwohner und ist die Hauptstadt von der Provinz Navarra. Es gibt
dort zwei Universitäten (UPNA Universidad Publica de Navarra und
Universidad de Navarra). Bis zum Meer oder zur Grenze nach Frankreich
sind es ca. 100 Kilometer. Dort wird der VW-Polo gebaut auch Bosch-Siemens,
Liebherr und andere sind dortt vertreten.
Pamplona ist eine
der berühmtesten und ältesten Städte Spaniens. Lange Stadtmauern
aus dem 16. Jahrhundert, die noch heute weite Teile des Zentrums umschließen
und entlang deren Mauern Parkanlagen und Monumente zu finden sind, zeugen
von der langen Geschichte Pamplonas.

Selbst pamploneser Babys sind mit der traditionellen Kleidung geschmückt.
Das Foto entstand während der Fiesta 1989. |
Am meisten bekannt wurde
Pamplona jedoch durch seinen alljährlichen Stierkampf. Bei
dem jährlichen spektakulären Ereignis Anfang Juli werden
die Kampfstiere von ihren Stallungen durch eigens hierfür abgesperrte
Straßen der Stadt in die Arena getrieben.
Hunderte junge
Männer, meist in traditioneller, weißer Kleidung mit
rotem Gürtel, wollen ihren Mut beweisen und laufen vor den
Stieren her - ein Schauspiel, das häufig mit Blut und Tränen
endet. Tausende Schaulustige aus aller Welt schauen dem Spektakel
zu. Das Fest von San Fermin, wie es auch genannt wird, erstaunt
und schockiert jährlich auch Millionen Fernsehzuschauer. |
Kein anderer
als Ernest Hemingway war von den "Sanfermines", so wie
überhaupt vom Stierkampf tief beeindruckt und schrieb darüber
in mehreren seiner Romane. In den Tagen nach den "Sanfermines"
wird in der ganzen Stadt gefeiert, getanzt und getrunken - ganz
sicher ist das die aufregendste Woche des ganzen Jahres in Pamplona.
Obwohl die "Sanfermines"
von Pamplona das berühmteste Ereignis dieser Art sind, gibt
es in mehreren Orten der Umgebung ähnliche Feierlichkeiten,
in Tuleda, Estella und in Tafalla. |

Zur Zeit der Fiesta erhält auch das Denkmal
für Ernest Hemmingway vor der Arena in Pamplona einen standesgemäßen
Schmuck. Das Foto entstand während der Fiesta San Fermin 1989. |

1989 auf dem Plaza
de Castillio in Pamplona. Heinz Bach, Leo Krämer, Dietmar Monreal,
Erwin Münch, Heinz Schütz, Heinrich Klaes und Franz Efferz. |

Stammplatz der
Lantershofener auf dem Plaza de Castillio: Erwin Münch , Leo
Krämer, Thomas Schaaf, Peter Steinborn, vorne von Hinter Dietmar
Monreal und Hein Bach. 1989. |

Stadtbummel durch die Altstadt von Pamplona: Leo Krämer, Peter
Steinborn, Dietmar Monreal, Heinz Bach und Erwin Münch. 1989. |

Vor dem Rathaus
in Pamplona: Erwin Münch, Karl-Josef Scholl, Peter Steinborn,
Heinz Bach, Leo Krämer, Dietmar Monreal, vorne Mätzlers
Hans aus Ahrweiler. 1989. |

Pamplona
und Lantershofen
haben eine besondere Beziehung
TS / 3. Mai 2003
Zweimal jährlich
treffen sich die "Pamplonakämpfer" aus Lantershofenzum
spanischen Essen. Seit mehr als dreißig Jahren besteht nun dieser
lockere Freundeskreis mit der einzigen Gemeinsamkeit, mindestens einmal
im Leben mit der Gruppe im spanischen Pamplona an der Fiesta St. Fermin
teilgenommen zu haben.
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Seit etlichen
Jahren trifft man sich - abwechselnd mal mit, mal ohne Damen - in
Antonios "Apollinaris-Klause" in Remagen unterhalb der Apollinariskirche
zum vorwiegenden Genuss spanischer Vorspeisen, wobei die Weine "Tinto"
oder auch "Clarete" in Strömen fließen. |
Starker Kaffe, Flan
und Weinbrand "Carlos Premiero" tun ihr übriges, um die
spanische Atmosphäre so zu ihrem Höhepunkt zu treiben, bis auch
noch die Sing-Kehlen gelockert sind und zum Schrecken der anderen Klausengäste
spanische "La-la-la-laaaaa-la"- und "Viva"-Gesänge
in frenetischer Lautstärke erklingen.
Höhepunkte der
Lantershofener "Pamplonakämfer" sind natürlich die
regelmäßigen Fahrten im Juli zur "Enciero" nach Pamolona,
die unregelmäßig in loser Folge und meist mit wechselnden Teilnehmern
je nach Lust, Laune und Geld der Fiesta St. Firmin beiwohnen wollen.

Statue San Fermin vor
der Kirche San Lorenzo. |
Der Start
der Fiesta ist immer am 6. Juli.
Einen weiteren
Höhepunkt bedeutet am 7. Juli die Prozession zu Ehren des heiligen
San Fermín. Dieser war Kardinal im frühen Mittelalter
und sein Abbild steht in der Kapelle der Kirche San Lorenzo.
Die Stadt ist
während der Encieros (Stiertreiben) und der Stierköämpfe
in der Arena voller Touristen und es ist ordentlich was los in jeder
Beziehung. Die Fiesta San Fermín ist viel mehr als nur Stiere
und Treiben und Stierkampf. |
Überall in der
Innenstadt sind Bühnen aufgebaut und es gibt viele, unterschiedliche
Darbietungen. Pop, Rock, Jazz, Volksmusik, Folklore, Theater für
Kinder, Gaukler, wie gesagt, da ist viel los.

Fiesta 1989: Enciero
(Striertreiben). |

Fiesta 1989: Heinz
Schütz, Peter Steinborn, Thomas Schaaf, Heinrich Klaes, Dietmar
Monreal, Karl-Josef Scholl, Leo Krämer, Franz-Peter Efferz und
Erwin Münch (bei "Marcelliano" in der Unterstadt). |

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