Von Portomarin
nach Palas du Rei (20) Hey Thomas, diesmal muss es ohne Bilder gehen, denn wir haben wieder einmal keinen Strom. Morgen sind wir wieder auf einen Campingplatz und dann sende ich dir die zwei Bilder. Bericht vom 24. Mai 2003 KvD Hein.
Vom Campingplatz Santa Martina starteten wir mir dem Wohnmobil in Richtung
Portomarin. Hein setzte uns am Camino in der Nähe des Stausee ab.
Der Als es dann endlich losging, gingen wir über eine Brücke neuerer Bauart, die aber schon stark angerostet und die Stahlplatten teilweise lose waren und gelangten auf die andere Seite des Tales. Von Kilometer 89 bis Kilometer 85,5 - seit wir Galicien erreicht haben, wird alle 500 Meter durch einen Stein die Entfernung nach Santiago de Compostela angezeigt - wanderten wir durch eine hügelige Landschaft auf glatten, festen Wege durch alte Waldbestände.
Der Ginster am Wegesrand erreichte eine Höhe von zwei bis drei Metern, auch die Kohlstauden sind frauenhoch (um niemand zu diskriminieren habe ich nicht mannshoch geschrieben). Nach ca. zwei Stunden ging eine Regenschauer nieder. Sicherheitshalber hatten wir unsere Regenjacken mitgenommen, die blitzschnell ausgepackt und angezogen wurden. Die Ponchos blieben eingepackt.
Die restliche Strecke nach Palas du Rei (Palast des Königs) war nicht anders als die erste. Immer wieder erwischten uns ein paar Regenschauer und es war teilweise, wenn die Sonne sich hinter den Regenwolken versteckte, recht kalt. Palas du Rei zeigt heute nicht mehr viel von seiner Vergangenheit auf dem Camino. Im Mittelalter pflegten die Pilger hier einen Ruhetag einzulegen und sich dann zu Gruppen zusammenzufinden, bevor sie die letzten 65 Kilometer in Richtung Santiago de Compostela in Angriff nahmen. Die Stadt wurde erstmals im 9. Jahrhundert erwähnt, als Sitz eines keltischen Feldlagers. Das einzige kulturell erwähnenswerte Bauwerk der Stadt ist die Pfarrkirche San Tirso mit ihrem romanischen Portal. Im "Liber Sanoti Jacobi" steht allerdings etwas wirklich Bemerkenswertes, die alten Zeiten betreffend: Die Mägde der Gastunterkünfte pflegten Nachts die Zimmer der Pilger aufzusuchen, um sie zu verführenn und um Geld zu verdienen. Und die Dirnen, die zwischen Portomarin und Palas du Rei ihr Unwesen trieben, seien zu exkommunizieren. Sie sollten ausgestoßen werden und ihnen sollte die Nase abgeschnitten werden. Moch 65 Kilometer bis Santiago de Compostela.
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