Auf dem Jakobsweg
Die täglichen Berichte vom Pilgerquartett Lantershofen - PiQuaLa -
nach Santiago de Compostela in Spanien

Postkarte aus Spanien zu den Winzerstuben
TS / 20. Mai 2003

Neben dem Wandern und Emailschreiben bleibt für unsere Pilger noch Zeit zum Postkartenverschicken.

Hier ein Beispiel aus Castrojeritz an das Winzerstubenteam und dessen Gäste am Tresen.

Text: Viele Grüße von den Santiagopilgern an alle, die am Tresen 'rumhängen . Wir sind wohlauf - nur der Weizenbiervorrat hört bald auf.

PiQuaLa
Jörg, Menn, Franz, Hein.

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Von Molinaseco nach Trabadelo (19)
Von Mitpilger Jörg Wollert / Dienstag, 20. Mai 2003, Eingang 17.26 Uhr, eingestellt 18.00 Uhr.

Hey Thomas,

gestern trat das Problem auf, dass der Server mir mitteilte, dass das Limit der Übertragungszeit überschritten wäre, daraufhin habe ich Dir zwei E-Mails
geschickt.

Bericht vom 20.05.2003, der 19. Tag unserer Wanderung.

Hein ist heute KvD. Vom Campingplatz "El Bierzo" in Villamartin de la Abadia fuhren wir nach Ponferrada / Columbrianos und begannen unsere Wanderung von dort um 8.20 Uhr.

Über Fuente Nuevos, Camponaraya, Cacabelos und Piero erreichten wir Villafranca del Bierzo. Auf der ganzen Strecke säumten Weinfelder, große Obstplantagen - meist Birnenbäume - und Gemüsefelder unseren Weg.


Herrlicher Blick auf Villafranca.
Hinter Piero mussten wir noch einen Hügel erklimmen, auf dem Gipfel hatten wir einen wunderschönen Blick auf Villafranca (französische Stadt) del Bierzo -Foto-.

Am Eingang der Stadt begrüßte uns die mittelalterliche romanische Kirche "Iglesia de
Santiago" mit dem Tor der Vergebung, das nur im heiligen Jahr geöffnet wird. Wir zündeten Kerzen für unsere Lieben daheim an. Durch ein Privileg, durch Papst Calixto (1455-1458), konnten auch hier die Pilger im Heiligen Jahr eine volle Absolution erhalten - wie in Santiago de Compostela.


Refugium von Jesus bei Villafranca.
Direkt nebenan liegt das bekannte Refugium von Jesus. -Foto-, halb Haus, halb Zelt, das vor einigen Jahren abgebrannt war und jetzt wieder aus eigener Kraft und ohne staatliche Hilfe von Jesus und seinen Freunden aufgebaut wird.

Vor dem Refugium, in der herrlichen Mittagssonne, saß Marlies Jung aus Essen -Foto mit Jesus-.

Sie hatte einen Ruhetag eingelegt, weil sie 17 Kilometer auf asphaltierter Straße gelaufen war und ihre Knie diese Strapaze nicht mitmachten.


Menn, Franz, Jesus, Marlies aus Essen und Hein vor dem Refugium.

Jesus hatte sich bereit erklärt, sie auf den Cebreiro zu fahren, um ihr diesen Anstieg zu ersparen.

Ein Stückchen weiter liegt die Kirche San Franzisco, woran sich unser Franz besonders gerne erinnern wird, da dort auch Franz von Assisi auf seinem Pilgerweg gewesen war. Als letzte Kirche besuchten wir die Colgiata de Santa Maria de Crunego, eine Gründung der Mönche von Cluny. Endlich einmal ein Ort, wo alle Kirche geöffnet waren.

Als Hein mit unserem Wohnmobil weiter Richtung Trabadelo fahren wollte, traf er unsere bayerischen Freunde, die allerdings nur noch zu Zweit waren, da der Dritte im Bunde ein bis zwei Ruhetage einlegen musste. Hein nahm beide bis Trabadelo mit.

Die drei Wandernden des PiQuaLa machten sich jetzt auf den Weg zum Etappenziel Trabadelo. Gleich nach der Überquerung einer mittelalterlichen Brücke über den Rio Burbia begann ein steiler Anstieg, teilweise über 50 %. Die Strecke führte erst durch eine Heidelandschaft wie wir sie auf unsrer Wanderung schon des öfteren gesehen haben. Danach betraten wir einen herrlich nach Kiefern duftenden Kiefernwald. Der Höhenrücken war mit Maronenplantagen bepflanzt.


Martin aus Tennessee und Simon aus Schotland mit Menn, Franz und Jörg (Foto).

Auf halben Weg trafen wir zwei Pilger -Foto- die im Schatten der Kiefern ein Päuschen eingelegt hatten. Nach einem "Hola" stellte sich heraus, dasss der Eine Martin aus Tennessee und der Andere Simon aus Edinburg (Schottland) waren.

Martin sprach ein fast akzentfreies deutsch, das er bei einen längeren Aufenthalt in Köln gelernt hatte.

Auf dem Höhenrücken unter einen großen knorrigen Maronenbaum machten wir eine Pause. Wir bestaunten, welche Baumformen die alten, immer wieder beschnittenen Bäume mit den Jahren annehmen können. Mir kamen dabei die sprechendenh Bäume aus dem "Herr der Ringe" in Erinnerung.

Und an allen Stellen hatten wir immer wieder einen wunderschöne Blick auf Villafranca de Bierzo -Foto- und auf Trabadelo.
Entlang der Landstraße mit Blick auf Villafrace.

Noch 171 Kilometer bis Santiago de Compostela.

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