Auf dem Jakobsweg
Die täglichen Berichte vom Pilgerquartett Lantershofen - PiQuaLa -
nach Santiago de Compostela in Spanien

Von Santa Catalina nach Manjarin (17)
Von Mitpilger Jörg Wollertl / Sonntag, 18. Mai 2003, Eingang Montag 19.45 Uhr, eingestellt 20.30 Uhr.

Hey Thomas,

noch ein Wort zum gestrigen Abend. Franz wollte etwas aus dem Wohnmobil holen, das 20 Meter von der Bar des Rubin Capello entfernt stand. Er kam zurück mit der Frage: "Wo steht das Wohnmobil?" Das war aber am frühen Nachmittag, etwas später suchte er dann seine Brille, die einfach nicht zu finden war. Unter Mithilfe von 20% der Dorfbewohner wurde seine Brille dann glücklicherwseise wieder gefunden.

Bericht vom 18. Mai.2003

Kraftfahrer vom Dienst war heute Menn. Von Santa Catalina de Somoza (30 Einwohner) starteten wir um 9.00 Uhr. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass das Refugium von Santa Catalina de Somoza mehr Schlafplätze hat, als der Ort Einwohner.

Zuvor hatten wir um 8.30 Uhr die Bar geöffnet und uns eine Tasse Kaffee geleistet. Nach ca. vier Kilometern, nach dem Ort El Ganso, änderte sich wieder das Gesicht der Maragateria. Hohes Heidekraut über 1,80 Meter hoch in den Farben Weiß und
R ot bedeckte das Land.

Der letzte Ort vor dem großen Anstieg zum Rabanal-Paß Rabanal del Camino beherbergt in seinen Mauern ein Benediktinerkloster, welches von österreichischen Mönchen unterhalten wird. Die sehr einfache, aber beeindruckende Kirche ist romanischen Ursprungs. Erstaunlich ist auch, dass ein Ort mit 60 Einwaohnern drei Refugien unterhält, das ist einzigartig.


Kampf mit den Ginsterhecken.

Auf dem El Camino.

Jetzt begann der Aufstieg, erst langsam, dafür mussten wir uns so richtig durch die dicht am El Camino stehenden Ginsterhecken kämpfen -Foto-.

Eine Machete wäre hier sehr nützlilch gewesen.

Wenn man sich einen Blick zurück gönnte, versöhnte der Ausblick für die Strapazen -Foto- (Anm. TS Bild mit schönem Ausblick noch nicht angekommen).

Die letzten fünf Kilometer waren eine Schinderei. Als Vergleich die Steigung von Ahrweiler über den Maubisch-Paß in Lantershofen ist eine Spielerei gegen diesen Anstieg.


Herberge im Dorf Foncsbadón. 3 Pilger, 1 Wirtin, 1 Fotograf Jörg.
Nach drei Kilometern erreichten wir dann das erste von seinen Einwohnern verlassene Dorf Foncebadón. Der Ort wurde 946 gegründet. Seit zwei Jahren steht dort oben wieder eine Herberge und ein schönes uriges Restaurant. -Foto-
Zwei Kilometer weiter erreichten wir den Gipfel mit dem Cruz de Ferro (Eisenkreuz). Wie schon erwähnt, legten dort die Pilger seit 1000 Jahren aus der Heimat mitgebrachte Steine ab, um so symbolisch um Schutz für den weiteren Weg nach Santiago de Compostela zu bitten. Der Stein ist auch Zeichen für die Sünde, von der man sich befreien möchte. -Foto-
Alle 4 am Cruz de Ferrro.

Vom Gipfel ging es nun wieder vier Kilometer abwärts bis zu unserem Etappenziel Manjarin.Dort hat 1993 ein Santiago-Pilger im einem der letzten noch halbwegs intakten Häuser ein Refugium eingerichtet. -Foto- (Anm. TS: Irgendwie ist dieses Bild nicht aufzutreiben in der Mail.)

Noch 224 Kilometer nach Santiago de Compostela.

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