Auf dem Jakobsweg
Die täglichen Berichte vom Pilgerquartett Lantershofen - PiQuaLa -
nach Santiago de Compostela in Spanien

Von Leon nach Hospital de Orbigo / Astorga (15)
Von Mitpilger Jörg Wollertl / Freitag, 16. Mai 2003, Eingang Freitag 16.43 Uhr, eingestellt 19.00 Uhr.

Hey Thomas,

Heute führten wir unseren letzten "Doppelschlag" aus. Zuerst wanderten Menn und Jörg, Hein und Franz fuhren mit dem Wohnmobil nach Villar de Mazarife und wanderten dann nach Hospital de Orbigo.

Von unserem Übernachtungsplatz fuhren wir erst noch einmal nach León rein, denn wir hatten gestern kein Refugium gefunden und deshalb noch keine Stempel in unseren Pässen erhalten. In der morgigen Rushhour war es ein furchtbares Unterfangen, das
Refugium zu finden. Nach 90 Minuten hatten wir Trobajo del Camino, den Ausgangspunkt für unseren heutigen Tripp, gefunden .

Nach sechs Kilometer aspaltierter Straße, teilweise auf der Landstraße N 120, konnten wir ab Oncina de la Valdoncina auf Feldwegen laufen.


Heidelandschaft am Camino.

Der Camino führte durch eine wunderschöne Heidelandschaft -Foto- (Foto kommt später).

Ginster und andere in vielen Farben blühende Blumen - so weit das Auge reichte.

Den Zielort Hospital de Orbigo wählten wir, weil dieser Ort einmal einen Campingplatz hat und zum anderen wegen der Geschichte der Brücke über den Rio Orbigo.

Geschichte: Im Jahre 1434, ein "Heiliges Jahr", fiel der 25. Juli auf einen Sonntag und somit waren eine große Anzahl von Pilgern zu erwarten. Der Ritter Suero de Quinones kam auf eine ungewöhnliche Idee.
Brücke über den Rio Orbigo in Hopital.

Mit Erlaubnis des Königs stellte er sich mit neun weiteren Kämpfern je 15 Tage vor und nach dem Tag des Apostels an der Brücke von Orbigo auf, um sich mit durchziehenden Rittern im Kampf zu messen. Bei diesen ritterlilche Kämpfen gab es nur einen Toten. Der Ritter plante, durch viele Siege sich von dem Schwur zu befreien, jeden Donnerstag eine Halsfessel tragen zu müssen: Das Zeichen seiner Gefangenschaft in den Fesseln einer edlen Dame.

Noch 269 Kilometer bis Santiago den Compostela, um unsere Halsfessel los zu
werden.

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