Auf dem Jakobsweg
Die täglichen Berichte vom Pilgerquartett Lantershofen - PiQuaLa -
nach Santiago de Compostela in Spanien

Bericht und Bilder gekommen - aber nicht eingestellt
TS / 14. Mai 2003

Ein 50-jähriger Geburtstag war am Dienstagabend zu feiern. Daher konnten der Bericht und die Bilder, die gestern abend schon eingetroffen waren, nicht bearbeitet und in www.lantershofen.de eingestellt werden.

Nachgeholt wurde das Einstellen am Mittwoch um 8.00 Uhr.

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Von Castrojeritz über Bodilla nach Villalcazar (13)
Von Mitpilger Jörg Wollert / Dienstag, 13. Mai 2003, Eingang 1.37 Uhr, eingestellt Mittwoch, 8.00 Uhr

Hey Thomas,

Gestern Abend haben wir uns entschlossen, unsere Taktik zu ändern. Aus zeitlichen Gründen müssen wir versuchen, pro Tag größere Strecken unter unsere Füße zu bringen. Die Schlußfolgerung daraus ist, wir müssen einen "Doppelschlag" durchziehen, das heißt, zwei des PiQuaLa wandern die ersten 23 Kilometer, die zweite Hälfte fährt mit dem Wohnmobil diese Strecke, stellen das Wohnmobil ab und wandern die nächsten 23 Kilometer. Die zuerst gewanderten übernehmen das Wohnmobil und fahren zum nächsten Etappenziel, wo dann das PiQuaLa wieder ein Quartett ist.

Nach diesem Entschluß gingen wir noch etwas ins Städtchen. Castrojeriz liegt unterhalb der Reste einer Burg aus dem 12. Jahrhundert und schlängelt sich um den Burgberg. Die Burg war Sitz eines Grafen aus Kastilien. Der relativ kleine Ort verfügt über drei Kirchen (alle verschlossen) und drei Refugien. Unser Übernaschtungsplatz lag direkt gegenüber einer Guardia Civil-Station(Polizei), auf die wir gut aufpassten.

Um 8.45 Uhr machte sich das PiQuaLa auf den Weg, die eine Hälfte per Wohnmobil - Hein und Franz - die anderen per pedes - Menn und Jörg -.


Aufstieg über den Mostilares-Berg.

Sofort hintern Castrojeriz mussten wir den Mostilares erklimmen -Foto-.

Beim Aufstieg kamen wir mit Alois aus Niederlahnstein ins Gespräch, der den El Camino alleine bezwingen will.

Auf dem Gipfel war ein schöner Rastplatz angelegt, der zum Rasten direkt einlud, da aber ein recht starker Wind dort oben blies, entschlossen wir uns bis zum nächsten Ort zu warten.


Abstieg vom Berg Mostilares mit dem "El Camino".
Während des Abstiegs -Foto- hatten wir einen herrlichen Ausblick auf die ersten Anzeichen der Meseta, flaches Land - soweit das Auge sehen kann.

Bevor wir Itero del Castillo erreichten, wo wir eine Rast einlegen wollten, mussten wir den Rio Pisuerga auf einer mittelalterlichen Brücke mit acht Bögen überqueren und gelangten auf der anderen Seite in die Provinz Palencia.

In Boadilla del Camino machten wir Mittagsrast und fanden das gut sichtbar am El Camino abgestellten Wohnmobil. Unsere Fahrt führte uns durch Fromista. Hier hielten wir an und sahen uns die Kirche San Martin an, eines der schönsten Bauwerke der spanischen Frühromantik.


Templerkirche Santa Maria la Blanca.
Weiter ging es nach Villalcazar de Segur, wo das PiQuaLa sich wieder vereinte. Gemeinsam sahen wir uns die Templerkirche -Foto- Santa Maria la Blanca.

Das gewaltige Portal zeigt Christus mit den Symbolen der Evangelisten. In der Mitte die Madonna mit Königen und Aposteln, darunter ein mit vielen Figuren verzierten Bogen. Beim Betreten der Kirche fällt die schlichte Bauweise im Inneren auf. Rechts vom Eingang sind die Sarkophage einiger spanische Fürsten zu sehen. Die Kirche wird zur Zeit restauriert und renoviert. Der Vorplatz und die angrenzenden Seitenstraße erhalten ein neues Ansehen.

Bericht der zweiten Hälfte des PiQuaLa.
Verfasser: Hein

Franz und Hein begannen ihre Hälfte des Doppelschlages von Boadilla aus. Der Weg führte bis Fromista etwas abseits von der Landstraße und später folgte er dem Kanal de Castilla.

Ab Poblacion de Campos lief ein wunderschöner Pfad entlang des forellenreichen Rio Uzieza bis Villcacar de Segur, wo unsere Hälfte des Marsches zu Ende war und wir wieder auf Menn und Jörg trafen.

Für uns war diese Strecke der Meseta, auf der man meilenweit sehen kann, eine der Schönsten. Gemeinsam traten wir die Fahrt zum Campingplatz El Eden an.


Franz behandelt seine Blasen. Gute Besserung!

Heute wurden die ersten Blasen behandelt.

Und dies 395 Kilometer vor Santiago
de Compostela.

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