Auf dem Jakobsweg
Die täglichen Berichte vom Pilgerquartett Lantershofen - PiQuaLa -
nach Santiago de Compostela in Spanien

Pilgergrafik "Dicker Zeh" von Martin Moitz
TS / MM / 12. Mai 2003

Wie bereits vorgestern angekündigt, hilft uns Martin Moitz aus der Zweibrückenstraße - sofern seine Zeit als Schüler dies zulässt - ein wenig diese Pilgerseiten (PiQuaLa) zu verschönen. Beim Anblick der Grafik spontan "gedichtet":


Bei dicken Backen, dickem Zeh,
nach "Eifelgeist" tut nichts mehr weh !

Wer möchte, kann an die Lantershofener
Eifelgeist-Destillerie weitere Sprüche schicken:
info@eifelgeist-destillerie.de

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Mail vom Eifelgeist: Bester Eifelgeist-Spruch wird belohnt
TS / PJS / 13. Mai 2003


Soeben erreichte uns eine Mail von Peter-Josef Schütz aus der Eifel-Destillerie:

Die Idee mit den Sprüchen von und zum Eifelgeist in der Seite "PiQuaLa - Jakobsweg - 11. Tag" ist echt witzig, so daß wir uns überlegt haben, den besten Spruch mit zwei Eintrittskarten zu unserem Konzert "Destillate und Balladen" am Sonntag, 29. Juni, 18.30 Uhr zu belohnen.

Die Wahl des besten Spruchs sollen die vier Pilger vom PIQUALA nach ihrer Rückkehr vornehmen.

Peter-Josef und Petra

Sprüche mailen an die Eifelgeist-Destillerie und Karten gewinnen:
info@eifelgeist-destillerie.de

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Von Burgos nach Castrojeritz (11)
Von Mitpilger Jörg Wollert / Montag, 12. Mai 2003, Eingang 16. 24 Uhr, eingestellt 17.00 Uhr

Kraftfahrer vom Dienst war heute Hein.

Von Villafria fuhren wir mit dem Wohnmobil durch Burgos - diese Strecke hatten wir gestern zweimal unter unserer Füsse gebracht - bis Hormillos del Camino.

An einer Bar sprach uns Ehepaar aus Bocholt an, ob wir sie nicht bis Castrojerix, unserem heutigen Etappenziel, mitnehmen könnten. Da wir alle Vier nach der Pfadfinderidee "Jeden Tag eine gute Tat" handeln, war auch dieser Samariterdienst fast schon Pflicht.

Wir Wanderer erlebten ein ganz neues Landschaftsbild. Soweit das Auge reicht - nur Kornfelder, unterbrochen von großen Steinhaufen und eventuell einer einsamen Steineiche.


Steine entlang dem Jakobsweg.
Neben dem El Camino nur Steine, die von den Feldern gesammelt am Wanderweg abgelegt wurden, nur hin und wieder durch einige Dornenbüsche unterbrochen. - Foto -

Der Weg zieht sich unendlich lang auf dieser Hochebene hin. Die Pilger auf dem Pilgerpfad sehen aus wie Perlen auf einer langen Kette. Immer wieder sieht man Pilger in der Sonne rasten, um etwas zu trinken oder einfach nur ein schattiges Plätzchen zu nutzen, um neue Kräfte zu schöpfen.

Trotz der vielen, vielen Peregrinos (Pilger) ist der El Camino nicht mit Wohlstandsmüll belastet - wie unsere Wanderwege. Jeder Pilger nimmt seinen Abfall mit.


Hontanas.
Gegen 12.15 Uhr tat sich vor unsere n Augen ein großen Tal auf und auf der Talsohle lag das Dorf Hontanas. -Foto-

Im Schatten der Kirche, die wie üblich verschlossen war, rasteten wir und stärkten uns für die letzten zehn Kilometer mit Butterbroten und vitaminisiertem Wasser.

Auf halber Strecke zwischen Hontanas und Castrojerix kamen wir an dem Convent San Antón vorbei, einer gotischen Ruine. Der Convent gehörte zum Orden San Anton.

Dieser Orden wurde durch einen französichen Grafen gegründet und die Reliequin des Heiligen San Anton wurden nach hier überführt. Zeitweise unterhielt dieser Orden 369
Krankenstationen.

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Castrojeritz

Kurz vor Castrojeriz finden sich die Reste des Klosters San Anton, eine gotische Ruine, die zum Orden der Antoniermönche an. Dieser Orden wurde von einem französischen Adligen namens Guerin im Jahr 1095 in St. Didier-de-la-Mothe (im Dauphine) gegründet, als die Reliquien des Hl. Antonius, dem "ersten Einsiedler" und bekannten ägyptischen Anachoreten aus dem 3. Jh., von Konstantinopel dorthin überführt wurden.

Der Ruf dieses Ordens beruht größtenteils auf seiner Fähigkeit das "fuego de San Anton" (Feuer des Hl. Antonius) zu heilen, eine Krankheit, die Europa während des 10.und 11. Jh. geißelte und als erste Symptome brennende autausschläge und Rötungen der Gliedmassen zeigte (ebenso wie der Rotlauf oder die Schweinepest, die die Antoniermönche ebenfalls heilten). Zwei der Merkmale, welche die Überlieferung dem Hl. Antonius zuschreibt, das Feuer und das Schwein, scheinen mit dieser Krankheit eng verbunden zu sein.

Die städtebauliche Anlage von Castrojeriz zieht sich in ihrer ganzen Länge über den Südhang des Hügels, auf dem sich die Burg befindet. Das Städtchen war nicht nur für die Wallfahrt wichtig, sondern spielte auch im politischen Leben der Umgebung eine Rolle.

Der Name "Castrum Sigerici" datiert seine Gründung mindestens in die westgotische Zeit zurück.


Kirche San Juan.

Im 9. und 10. Jh. war es Schauplatz ständiger Schlachten zwischen Sarazenen und Christen. Im Jahre 1131 macht Alphons VII. es endgültig kastilisch, als er die aragonesische Garnison vertreibt, die sie verteidigen sollte.

Am Eingang des Städtchens trifft man auf die ehemalige Stiftskirche Virgen del Manzano, die im 18. Jh. auf dem ursprünglichen romanisch-gotischen Gebäude des 13. Jh. errichtet wurde.

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