Martin
Moitz zeichnet einige Pilgersituationen Soeben fuhr Marin Moitz mit seinem Mountainbike bei www.Lantershofen.de vor. Der junge Hobby-Grafiker stellte seine ersten Entwürfe zum Thema "Lantershofener Pilger" vor, die er auf Anregung von Thomas Schaaf für diese "PiQuaLa-Seite" zeichnen will.
Heute
vermutlich kein Bericht wegen Strommangel Wie Mitpilger Jörg heute morgen telefonisch mitteilte, reicht der Strom im Laptop womöglich nicht mehr zum Schreiben und Versenden nach Lantershofen. Über's Telefon bekamen wir hier mit, dass offensichtlich wieder die Samariterdienste unserer Lantershofener Pilger gefragt waren: Ein Pilger aus Bayern hatte ziemliche Probleme und schrie ständig "Wasser! Wasser!" Was nun genau abging, ist noch nicht bekannt, da Jörgs Handy mal wieder der Saft ausging. Von
Santo Domingo über
Belorado nach San Juan de Ortega (9) Hey Thomas, gestern trat wieder das gleiche Problem auf, wir hatten
nicht mehr genügend Der Kraftfahrer vom Dienst war Franz. Start um 08.20 Uhr von Santa Domingo de la Calzada nach Grannón. In einer Bar tranken wir unseren obligatorischen Kaffee und benutzten die Toilette, um uns den Spatengang in Gottes freier Natur zu ersparen. Jetzt verließen wir das Gebiet von La Rioja und betraten den Boden von Kastilien und Leon, d.h. die Provinz Burgos. Noch einen kleinen Abstecher nach Vilorie, wo der Gründer der Stadt Santa Domingo de la Calzada geboren wurde. Um 09.45 Uhr starteten wir unsere heutige Etappe. Ausgangspunkt war Belorado. Seit dem Verlassen der Gegend von La Rioja veränderte sich die Landschaft gravierend, die Weinberge wurden wieder durch Kornfelder ersetzt, die Blumenpracht am Wegesrand fehlte. Dafür wuchs der Gemeine Bärenklau dicht an dicht. Unsere Mittagsbrote aßen wir in Villafranca Montes de Oca. Gestärkt durch Speis´ und Trank begannen wir den Aufstieg auf den 1150 Meter hohen Puerto de la Pedraja. Je höher wir kamen, je schneller veränderte sich unsere Umgebung.
Die Erikastaude ist teilweise über einen Meter hoch und hat eine kräftige rote Blüte, aber auch einige Sträucher mit weißer Blüte und auch wieder gelber Ginster kamen in unser Blickfeld. Auf halben Weg zum
Gipfel passierten wir ein Denkmal zu Ehren der Gefallenen aus dem spanischen
Bürgerkrieg. Mitten in dieser herrlichen Heidelandschaft trafen wir
eine deutsch-französische Gruppe bei ihrer Mittagsrast. Während
eines kleinen Die restlichen zwei bis drei Kilometer bis zu unseren Etappenziel San Juan de Ortega gingen wir gemeinsam. Zwischenzeitlich haben wir schon mehrere Modelle kennengelernt, wie man sich den El Camino erwandern kann. Eine Engländerin fährt mit dem Bus und ihrem Gepäck am Abend zu ihrem nächsten Etappenziel, übernachtet dort, fährt am nächsten Morgen wieder zurück und wandert zu ihrem Gepäck usw.
Die gesamte Gruppe wandert mit leichtem Gepäck zu den drei Autos, zwei Fahrer fahren mit einem Auto zu dem am Einstiegtsort zurückgelassenen Wagen und fahren wieder zu der Gruppe usw. Nun noch einmalzur Erinnerung, wie wir den El Camino bezwingen wollen. Drei Mann des PiQuaLa (Pilgerquartett Lantershofen) wandern und der Vierte fährt das Wohnmobil zum nächsten Etappenort und dies im täglichen Wechsel.
Unser KvD (Kraftfahrer vom Dienst) fuhr sie zum nächsten Refugium. In dieser Zeit gingen wir drei Wanderer in die Kirche, die hier direkt neben dem Refugium lag. Das Refugium stammt aus dem 12. Jahrhundert. Es wurde von dem frommen Mönch Juan de Ortega, einem Schüler von Santa Domingo de la Calzada, gegründet, der auch viele Straßen und Brücken für die Pilger baute. Die Kirche selbst ist ein romanischer Bau mit späteren Anbauten. In der Krypta ist das Grabmal des Namengebers San Juan de Ortega erhaalten. Während wir uns von der Sonne verwöhnen lassen, treten zwei deutsche Frauen auf uns zu, die eine fragt, ob wir sie mit nach Burgos nehmen könnten und die andere, ob wir ihr Gepäck mit nach Burgos nehmen könnten. Beide Bitten wurden gewährt. Noch 502 Kilometer bis Santiago de Compostela.
San Juan de Ortega
Durch das unwegsame Gelände von Ortega (aus dem lat. »urtiga« = Brennessel) bahnte er einen Weg und gründete eine Mönchsgemeinschaft nach der Ordensregel des Hl. Augustin.
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