Aktuelles


aus dem Ortsbeirat

Vergissmeinnicht hat geholfen


Beim Schmücken der Straßen für die Fronleichnamsprozession hatten Anlieger am Donnerstag voriger Woche in der Schmittstraße ein tellergroßes tiefes Schlagloch mit Erde befüllt und, in Ermangelung von Vergissmeinnicht-Blümchen, mit Primeln bepflanzt. Später wurde das Ensemble noch mit dem Spruch "Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott" versehen. Hintergrund der Aktion war, dass die Winterschäden an den Straßen im Dorf von der seit langem von der Gemeindeverwaltung hierfür beauftragten Baufirma noch nicht durchgeführt worden waren.

Hier in der Schmittstraße konnte der Autofahrer zur Fronleichnamsprozession die "Vergissmeinnicht" im Schlagloch bewundern. Fotos in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Auch oben im Engpass der Zweibrückenstraße sind einige Schäden zu beseitigen.

Jetzt rückte die Baufirma endlich an und begann, die gröbsten Schäden zu beseitigen. Ob die Berichte in der örtlichen Presse über die Schlaglochbeseitigung durch Bepflanzung das Anrücken der Baufirma beschleunigt haben oder dann doch jemand von "ganz oben" nachgeholfen hat, lässt sich derzeit noch nicht eindeutig nachvollziehen.

Pflegepatenschaft für Pflanzbeete oder andere gemeindliche Flächen


Jetzt im Mai und Juni wächst das Grün in Feld, Flur, Wald und Dorf wieder kräftig. Deutlich wird auch in diesem Jahr, dass  die Mitarbeiter des Bauhofes der Gemeinde Grafschaft bei der Vielzahl der Objekte kaum Herr über das Grün werden können.  Zu Zeiten, als die Dörfer noch selbstständig waren, also vor mehr als vierzig Jahren, erledigten die Orte solche Arbeiten in eigener Regie, also entweder mit ortsansässigen Arbeitern  oder sehr häufig in privater Eigeninitiative. Allerdings gab es damals noch nicht die vielen Neubaugebiete, Kindergärten, Schulen, Sportplätze und allerlei weitere zu pflegende Flächen, wo sich die Natur nicht nur im Frühjahr regelmäßig durchsetzt.

Wenig pflegeleicht angelegt: Ortseingangsplatz an der Winzerstraße. Bei der Neuplanung bzw. Anlage wurde der Einbau einer Folie zur Durchwuchsverhinderung wohl vergessen oder "eingespart". Der Disteln kann man jetzt nur noch durch fleißiges Zupfen oder eine nette Dusche Herr werden. Fotos in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Langsam aber sicher wächst der Parkplatz vor dem DGH Winzerverein zu.

Trotz erheblichen Maschineneinsatzes und ausgeweiteter Zahl an Mitarbeitern im Bauhof bleibt es schwierig, einen hohen Pflegestand der gemeindlichen Flächen zu garantieren. So gibt es denn auch immer wieder Bürgerbeschwerden über wucherndes Unkraut, allerdings auch immer wieder Beispiele für Eigeninitiativen von Vereinen oder aber auch von Mitbürgern, sei es z.B. in der Engasse (Bild), an der Kirche, wo allerdings nicht die Gemeinde Eigentümer ist oder am Heimkehrerkreuz und am Blankardskreuz (Bild).

Das Blankardskreuz an der Mehrzweckhalle hat eigentlich ein adretteres Aussehen verdient. Die jährliche Pflege hier ist vereinsintern geregelt und soll in Kürze angegangen werden.
Ein schönes Beispiel von Eigeninitiative stellt das gemeindliche Beet unten in der Enggasse dar, das von Anliegerin Frau Schneider liebevoll gepflegt wird.

Kürzlich hat der Gemeinderat beschlossen, Anwohnern, die eine Pflegepatenschaft für Beete übernehmen, einen Gutschein der örtlichen Gärtnereien, Gartenmärkte und Gartenbaubetriebe in Höhe von 25,00 € jährlich zukommen zu lassen. Anwohner, die an der Übernahme einer Beetpflege interessiert sind, können sich beim Bauhof der Gemeinde Grafschaft, unter der Telefonnummer 02641/8002-2, melden. Auch Ortsvorsteher Leo Mattuscheck (Tel. 0264125479) kann Auskunft geben. Zunächst wird eine Pflegevereinbarung abgeschlossen. In der Regel werden in einem solchen Falle keine Vorgaben zur zukünftigen Bepflanzung eines Beetes gemacht. Denkbar wäre z.B. die Bepflanzung mit Bodendeckern, Buchsbaumsträuchern und/oder einer wechselnden, jahreszeitlich bedingt blühenden Bepflanzung. Ein Bepflanzungsvorschlag der Anwohner wird Bestandteil der Vereinbarung. Sollte sich in dem entsprechenden Beet ein Baum befinden, so bleibt dieser in der Pflege und Unterhaltung der Gemeinde.

Pflegeaktionen wären natürlich auch in anderer Form immer möglich, so zum Beispiel wenn sich Gruppen, Vereine oder Private ein oder mehrmals jährlich zur Pflegearbeit an bestimmten Pflanzbeeten oder sonstigen pflegebedürftigen Objekten verabreden. Möglichkeiten hierzu wird man unschwer viele finden.

Ortsbeirat Lantershofen tagte


Wegekreuz und Zusätze zu Straßennamen

Kreuz an der Zweibrückenstraße. Das Wegekreuz aus dem Jahr 1727 soll an seinen Ursprungsort in der Rheinstraße versetzt werden. Foto: Thomas Weber.

Mit der Versetzung eines Wegkreuzes, der Erweiterung von Straßenschildern und der Verabschiedung ehemaliger Ortsbeiratsmitglieder beschäftigte sich der Ortsbeirat von Lantershofen in seiner Sitzung am vergangenen Mittwochabend. Dort beschlossen die Mitglieder, ein Wegekreuz aus dem Jahr 1727, das am oberen Ende der Zweibrückenstraße steht, wieder an seinen Ursprungsort versetzen zu lassen. Der liegt einige Meter weiter und um die Ecke, also in der Rheinstraße, aber am gleichen Haus. Alte Fotos zeigen das Wegekreuz dort.

Versetzt worden war es vor einigen Jahrzehnten von einem Fuhrunternehmer, wohl aus Furcht, das Kreuz oder aber seien LKW beim Rangieren beschädigen zu können. Als die Zweibrückenstraße vor einigen Jahren neu hergerichtet wurde, verschwand der Sockel des Kreuzes förmlich im neuen Bordstein, aus der Inschrift ist nun nur noch zu lesen: „Dieses haben 2 Brüder gegeben…“, eine oder gar zwei Zeilen sind nicht mehr zu sehen.

Einig ist sich der Ortsbeirat auch darin, dass viele der rund 30 Lantershofener Straßennamen eine Bedeutung haben, auf die nun mit Zusätzen unter den Schildern hingewiesen werden soll. Der stellvertretende Ortsvorsteher Stefan Dünker erläuterte, es gebe vier nach Personen benannte Straßen, ebenso viele nach Heiligen benannte, zahlreiche Straßen mit alte Flurnamen und Straßen, die über die Dorfentwicklung berichten, wie die Brennerstraße. Es gab in Lantershofen nämlich einst fünf Brennereien. Fantasienamen sind eher selten. Nun will man prüfen, inwiefern Zusätze oder gar andere Straßenschilder angebracht werden können. Die örtliche Bürgervereinigung will Ortsvorsteher Leo Mattuscheck bitten, die entsprechenden Texte für derartige Zusätze zu entwerfen.

Schließlich standen knapp ein Jahr nach den Kommunalwahlen die Verabschiedungen der ehemaligen Ortsbeiratsmitglieder auf der Tagesordnung. Der Einladung war allerdings lediglich Manfred Dünker gefolgt, dem der Ortsvorsteher für seine 25-jährige Tätigkeit im Ortsbeirat dankte. Die Verabschiedungen von Regina Schwarz und Klaus Dücker werden außerhalb der Ortsbeiratssitzungen durchgeführt.

Zum Ende des öffentlichen Teils informierte Ortsvorsteher Mattuscheck noch über die begonnene Sanierung der Kindergartens, die bei laufendem Betrieb durchgeführt wird und rund ein Jahr dauern wird, sowie über die bevorstehende Ausschilderung des Birnen-Rundwanderweges, der unter anderem vom Bahnhof Ahrweiler aus gekennzeichnet werden wird.

Fundamente für Hochbänke und Holzkonstruktionen gegossen


Am Birnen-Rundwanderweg soll bis 1. Mai alles fertig sein

Ein wenig unter Zeitdruck standen die Arbeiten zur Einrichtung der Fundamente für die Hochbänke und Hochbauten am Birnen-Rundwanderweg in Lantershofen. Bis zum 1. Mai sollen alle Objekte fertiggestellt sein, von denen man weite Aussicht in die heimische Landschaft hat. Nach entsprechenden Vorarbeiten durch die Firma Manfred Braun wie dem Ausheben der Fundamente konnte am Samstagmorgen pünktlich um 7.30 Uhr die erste Fuhre Beton in die recht gewaltigen vier Gründungsfundamente für die Konstruktion "fliegendes Dach" aus regionalen Hölzern unter Leitung von Manfred Braun Sen. eingebracht werden.

Kreuz mit brennender Kerze neben den beiden Bänken an der "Bahndammsbrück": Besinnung schon auf dem Weg zur geplanten "Kapelle". Fotos in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Manfred Braun senior und sein Gehilfe bringen den ersten Beton in die Fundamente des "fliegenden Daches" ein. Diesiger Nebel herrscht am Tag der partiellen Sonnenfinsternis.

Ebenfalls am Samstag hatte Ortsvorsteher Leo Mattuscheck zum Baumpflanzen im Bereich der geplanten Holzkonstruktion "spirituellen Tankstelle" eingeladen. Nathalie Franzen ist Eigentümerin dieser Fläche, ebenso der angrenzenden Weide, die sie der Dorfgemeinschaft als Streuobstwiese und Ausgleichsfläche zur Verfügung gestellt hat. Es galt nun, insgesamt 24 Obstbäume unterschiedlichster Sorten in den Boden zu bringen.

Auf dem Weg zur "spirituellen Tankstelle": Fundamente für eine Hochbank oberhalb des Bahndammeinschnitts.
Hier wird die Holz"kapelle" errichtet. Auf der Wiese links im Hintergrund haben Bürger und Vereine gestreut Obstbäume gepflanzt.

22 Personen, darunter 5 Personen des Ortsbeirates, nahmen an der Pflanzaktion teil. Das Grundstück im Eigentum von Frau Franzen wurde als Ausgleichsfläche für die Flächen der Holzbauobjekte am Birnenrundwanderweg zur Verfügung gestellt und wertet als Streuobstwiese den Birnenrundwanderweg auf. Natalie Franzen stellte auch gute Verpflegung mit Brötchen und Wurst bereit, Anja Knieps sorgte für heißen Kaffee, der bei dem nasskalten Wetter besonders gut tat. Leider waren bei acht der im Herbst eingeschlagenen Bäume das Wurzelwerk durch Wühlmäuse zerfressen. Im kommenden Herbst sollen diese nachgepflanzt werden.

Ortsvorsteher Leo Mattuscheck freute sich über die gelungene Pflanzaktion: "Hier haben wir Lantershofener wieder einmal gezeigt, wie Dorfleben funktioniert. Allen Beteiligten herzlichen Dank."

Ortsbeirat in Lantershofen - Birnenrundwanderweg


Mit der ersten Sitzung nach der Konstituierung hat der neue Ortsbeirat in Lantershofen seine Arbeit aufgenommen. Dringlich zu behandeln gab es dabei die Anfrage der Verwaltung, die wissen will, welche Haushaltsmittel der Ort für das kommende Jahr für sich auszugeben gedenkt. Grund: Grafschafts Kämmerer will planen. Die Wünsche der Lantershofener beschränkten sich hierbei auf genau ein Projekt, dem der Ortsbeirat einen eigenen Tagesordnungspunkt widmete: die Gestaltung des seit 2013 in der Planung befindlichen Birnenrundwanderweges. Der ist ein "Kind" des Fördervereins "Zukunft".

Auch am Birnensortengarten an der Einfahrt zur Betriebszufahrt der Kettiger Thonwerke und der Villa Maria, heute Asbacher Hof genannt, führt der Birnenrundweg vorbei. Mehrere Holzbänke und -konstruktionen sollen installiert werden. Foto: Thomas Schaaf.

Horst Saame erinnerte an die Idee, die im vergangenen Jahr geboren wurde. Die endgültige, rund 8,2 Kilometer lange Wegeführung durch sowie rund um Lantershofen, die an zwei Stellen an den Rotweinwanderweg anknüpft, ist inzwischen beschlossen. Für die Ausschilderung bedarf es noch der Zusage der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion. Aktuell geht es nun um die Projekte an der Wegstrecke, die den Rundwanderweg besonders attraktiv werden lassen sollen.Das sind verschiedene Hochbänke, die Aussichten aus einigen Metern Höhe ins Siebengebirge oder ins Ahrtal bieten. Zudem ist eine kleine Kapelle, intern auch "spirituelle Tankstelle" genannt, in der Planung, außerdem eine großflächige Überdachung als Wetterschutz. Alle Bauwerke sind in Holzbauweise geplant, für die gesamte Umsetzung kalkuliert der Verein einen finanziellen Aufwand von 78.000 Euro. Die Hälfte dieses Geldes kommt als Zuschuss aus einem EU-Fonds und ist bereits bewilligt. Zudem hätte der Verein gerne eine Unterstützung von der Gemeinde in Höhe von 20.000 Euro. Den Rest, also rund 19.000 Euro, will man aus eigenen Geldern und Spenden generieren. Nur vier der anwesenden Ortsbeiratsmitglieder stimmten über diesen Tagesordnungspunkt ab, die restlichen hatten wegen Befangenheit den Tisch verlassen. Unter den verbliebenen Ortsbeiräten aber herrschte Einstimmigkeit darüber, dass man die Gemeinde um Finanzhilfe bitten wird.Ansonsten erinnert der Lantershofener Rat nur noch einmal, an bereits in der Förderung befindliche Projekte, wie die Thematik der Oberflächenentwässerung oder die Renovierung des Dorfgemeinschaftshauses. Ebenfalls wird die Verwaltung gebeten, noch vor dem anstehenden Winter die zahlreichen Schlaglöcher in den Dorfstraßen zu reparieren.Ortsvorsteher Leo Mattuscheck informierte schlussendlich noch über verschiedene Themen, wie den anstehenden DSL-Ausbau und die Planungen der Gemeinde, die angekaufte Alte Schule wieder zu veräußern.