Neues vom Dorf


Aktuelle Berichte

Folk-Rocker „Paddy“ lockte große Fangemeinde


"Paddy Goes to Holyhead“ feierte 30 Jahre Bühnenjubiläum

30 Jahre ist es her, als ein gewisser Paddy Schmidt aus dem hessischen Süden die Folkmusik in Deutschland zu modifizieren begann, mit rockigen Klängen unterlegte und gegen alle Prognosen damit Erfolg hatte. Der Name seiner Band: Paddy Goes to Holyhead. Der Bandname ist nicht nur eine Anspielung auf die seinerzeit erfolgreiche Band „Frankie Goes to Hollywood“, sondern bezieht sich auch auf die „Paddies“, Auswanderer aus Irland, sowie auf die walisische Hafenstadt Holyhead, die für viele Iren Durchgangsstation bei der Auswanderung war. Die Anfängerjahre der Band sind daher auch geprägt durch viele Auswandererlieder aus Irland. Erst 1993 wurde aus der traditionellen Irish-Folk-Besetzung eine Folk-Rock-Formation. Mit der Neuorientierung wurde die Band erfolgreicher. So entstand ein aufwändiges Video zur Singleauskopplung „Bound Around.“ Es sollte das erfolgreichste Stück der Band werden.

Sehr guter, auch textsicherer Besuch im NEUEN Winzerverein bei der Formation "Paddy goes to holyhead". Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Almuth Ritter an der Geige, Paddy Schmidt an Gitarre und Harmonika und Gittarist Uwe „Uhu“ Bender sorgen für Begeisterung im Publikum.

Paddy blieb immer bodenständig, nahm jeden auch noch so kleinen Gig an und tourt seitdem durch die Republik. Am Samstag war er im Rahmen seiner derzeit laufenden unplugged-Tour zu Gast bei Kulturlant im Winzerverein Lantershofen. Knapp 300 Gäste hatte er angelockt, nicht immer sind es so viele. So manch einer war von weither angereist, um den Folk-Rocker und seine unplugged-Band zu erleben. „Das hat richtig Spaß gemacht, die Leute waren richtig gut drauf, das hat mich schon berührt“, zeigte sich Paddy nach drei Konzertstunden angetan. Auf der Bühne gab Paddy alles, Gesang, Gitarre und Mundharmonika waren sein Metier. In den Mittelpunkt der Band spielte er aber zu keiner Zeit. Immer wieder wechselten die Hauptrollen in den vorgetragenen Stücken. Almuth Ritter an der Geige sorgte oftmals für rhythmisches Klatschen im Publikum, dass mit jedem gespielten Song enthusiastischer wurde. Selbst Bassist Uwe „Uhu“ Bender, der an seinem Instrument brillierte, stand im Rampenlicht und war weit mehr als der Rhythmusgeber.

Gitarre und Harmonika von Paddy Schmidt im "irischen" Dreiklang mit der Uwe Bender'schen Bassgitarre und der E-Geige von Almuth Ritter.
An die dreihundert Besucher zeigten sich im Winzerverein begeistert vom intensiven brillanten musikalischen Vortrag der drei Künstler.

Dem Publikum wurde ein buntes musikalisches Programm geboten. Mittendrin natürlich die Hits von Paddy: „Bound around“ war schon ganz früh zu hören, „Far away“ eröffnete die zweite Konzerthälfte, bei „Here’s to the People“ oder „Johnny went to the war“ wurde das Auditorium zu einem großen Chor. Viele der Zuhörer waren textsicher, eine ganze Menge verfolgte Paddys Bühnenleben von den Anfängen im Jahr 1986 an. Seinerzeit war er im Sinziger Helenensaal aufgetreten, sprang doch auf und von der Bühne. Das machte er in Lantershofen nicht mehr, die volle Konzentration galt der Musik. Und da griff Paddy auch in die Kiste der bekanntesten irischen Traditionals, da durften Gassenhauer, wie „Dirty old town“ oder „Whisky in the jar“ keinesfalls fehlen. Selbst für das romantische „Streets of London“ war Platz und Zeit. Und alle sangen mit.

Krimilesung mit Weinprobe


Andernacher Autor Andreas J. Schulte liest in Lantershofen

Unter dem Titel „Weinprobe plus“ startet der Trägerverein des Winzervereins Lantershofen in Zusammenarbeit mit der Dagernova Weinmanufaktur am 26. Oktober eine neue Veranstaltungsreihe. Zwei Mal im Jahr soll diese stattfinden. Das „plus“ bedeutet, dass sich zur Weinprobe mit Sekt und fünf Weinen der Dagernova zum einen begleitende Fingerfood-Speisen gesellen. Weiterhin wird die Weinprobe mit einem kulturellen Part versehen. Für diesen sorgt bei der ersten Ausgabe der Andernach Autor Andreas J. Schulte. Der ist vielfältig unterwegs und machte zuletzt mit seinen Krimis „Eifelfieber“ und „Eifelrache“ auf sich aufmerksam. Auch in Lantershofen möchte Schulte das Publikum in die „mörderische Eifel“ entführen. Für die „Häppchen“ in Form von Fingerfood sorgt die Niederzissenerin Nicole Köpper mit ihren kreativen Genusserlebnissen. Sie verriet im Vorfeld schon einmal, dass es unter anderem Orangen-Estragon-gebeizten Thunfisch mit Süßkartoffelrösti und mit Wildschweinbrät gefüllte Bratpaprika mit Cranberry-Haselnuss-Streusel geben wird.

Die Weinprobe plus findet am Freitag, 26. Oktober, ab 19 Uhr im Gastraum des Winzervereins Lantershofen statt. Anmeldungen nehmen der Trägerverein des Winzervereins (winzerverein@lantershofen.de oder 0175/5700262) oder die Dagernova Weinmanufaktur in Bad Neuenahr (Heerstr. 91-93, info@dagernova.de) gerne entgegen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Abendkasse gibt es nicht. Tickets kosten 27 Euro.

Radwechseltage bei Auto-Fuchs


Radwechseltage bei Auto-Fuchs. Foto: Thomas Schaaf.

Spätestens beim ersten Eis auf den Autoscheiben merkt man, dass der Winter kommen will und man die Räder bei Mario Fuchs vom gleichnamigen Autohaus auf Winterreifen wechseln lassen sollte. Die Radwechseltage beginnen am 2.10.2018 von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Die Werkstatt bietet den Komplettwechsel von 4 Rädern für 25 Euro und die Einlagerung für 20 Euro an. Termine hierfür sollte man über das Telefon 02641-25153  machen. Seit über 35 Jahren ist die Firma Fuchs auf der Grafschaft zuverlässiger Werkstattpartner rund um das Fahrzeug mit langer Erfahrung und Fachwissen, seit 2012 auch mit der Marke Mitsubishi. Das Autohaus inseriert auch in der Internetseite Lantershofen.de in der Rubrik "Handel & Wandel / Gewerbe" und unterstützt hiermit die Bürgervereinigung Lantershofen.

Zwei Preise bei "Unser Dorf hat Zukunft"


Landrat Dr. Jürgen Pföhler (von rechts) überreicht die Urkunde der Sonderklasse an Leo Mattuscheck, Dominik Knieps, Wilfried Sprinkmeier und Horst Saame. Grafschaft-Beigeordneter Ingo Derz freut sich mit. Foto: Dirk Unschuld.

Seit mehreren Jahrzehnten trägt auch der Kreis Ahrweiler für seine Dörfer den Landes-Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ aus. Mehrere Tage war die siebenköpfige Kreis-Kommission für die Bewertung der Dörfer und Vereine unterwegs.  Auch Lantershofen hatte in diesem Jahr wieder am Kreiswettbewerb teilgenommen und errang zwei Preise, die mit 1000 Euro und 1500 Euro dotiert waren. Aus dem Wettbewerb der Vereine ging der „Förderverein Zukunft Lantershofen“ als Sieger hervor. In der Sonderklasse gelangte der Grafschafter Ort, der den alten Winzerverein zum Dorfgemeinschaftshaus umbaute, auf Platz zwei. Weiter heißt es in der Mitteilung der Kreisverwaltung, dass es den Lantershofenern mit der Neugestaltung des Winzervereins  wieder einmal gelungen sei, Tradition mit Moderne in vorbildlicher Weise zu verknüpfen. Hier sei ein Dorfgemeinschaftshaus entstanden, in dem die kulturelle Vielfalt des Ortes gelebt werde.

„Orgel rockt“ präsentierte Stücke aus Rock, Pop und Filmmusik


Musikalisches Novum für die Lantershofener St. Lambertus Kirche: Wo sonst in der Regel ausschließlich geistliche Töne zu hören sind, füllten kürzlich Hits und Klassiker aus Rock, Pop und Filmmusik den erstklassigen Resonanzraum des Gotteshauses. Grund für dieses ungewöhnliche Konzert war das Gastspiel von Organist, Musikproduzent und Chorleiter Patrick Gläser, der seit fast neun Jahren mit seinem Programm „Orgel rockt“ durch die Republik tourt und jetzt auch in Lantershofen Station machte. Die auf den ersten Blick kuriose Symbiose aus Rock, Pop und Orgel machte neugierig: Fast 200 Besucher sorgten für eine gut gefüllte Kirche - sehr zur Freude von Horst-Peter Kujath, der für die Organisation der beliebten Lantershofener Orgelkonzerte verantwortlich ist.

Patrick Gläser an der Simon-Orgel in der Lambertuskirche. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Zu den einzelnen Musikstücken gibt Patrick Gläser thematische Erläuterungen.

Patrick Gläser startete sein Set mit der Musik zum  Film „1492“ von „Vangelis“, hierzulande auch bekannt als Einlaufmusik des Boxers Henry Maske in den 1990er Jahren. Es folgte der Coldplay-Hit „Viva la Vida“, der trotz dominierender, heller Töne überaus warm-harmonisch daherkam. Mit dem 1980er Jahre-Klassiker „Shout“ wurde es dann erstmals etwas rockiger, bevor sich beim Beatles-Evergreen „All you need is love“ etliche Besucher beim mitsummen ertappten. Sollte jemand noch Zweifel an der Orgelkompatibilität der Stücke haben, waren diese spätestens jetzt beseitigt. Berührungsängste zeigte der Orgelvirtuose Patrick Gläser sowieso nicht: Nach dem Titeltrack der Kultserie „Game of Thrones“ setzte er mit „Sailing“ von Rod Stewart im wahrsten Sinne des Wortes die Segel, erinnerte das Klangbild doch zuweilen an den dazugehörigen Wellengang.

In der Lantershofener Kirche kann man dem Organisten beim Spiel "auf die Finger", natürlich auch auf die Füße schauen.
Ein konzentriertes und einfühlsames Publikum sinniert und meditiert über die teils ungewohnten, rhythmischen und rockigen Klänge der Simon-Orgel.

Auch vor Ausflügen in härtere Sphären schreckte der im baden-württembergischen Öhringen ansässige Musiker nicht zurück und präsentierte das „Kinderlied“ der deutschen Fun-Metal-Combo Knorkator – auf die Orgel umgelegte Gitarrenriffs inklusive. „Der Song ist für mich auch ein Psalm gegen Unrecht und Missbrauch an Kindern. Der der geschieht nicht nur in Kriegsgebieten oder in der Kirche sondern auch bei uns in der Nachbarschaft hinter verschlossenen Türen“, so Patrick Gläser, der nicht nur einige der Stücke mit kurzen Erläuterungen anmoderierte, sondern zwischendurch dem Publikum auch noch einen kleinen Exkurs in Funktion und Spielweise der Lantershofener „Simon-Orgel“ gab. Ganz nebenbei schaffte es Gläser, bei Kompositionen wie „Aquarius/Let the Sunshine in“ (The 5th Dimension) auch den klanglichen Spirit der jeweiligen Zeit zu transportieren. Den entscheidenden Anstoß das Projekt „Orgel rockt“ zu starten gab seinerzeit übrigens die Metallica-Ballade „Nothing else matters“, die an diesem Abend ebenso wenig fehlte wie die vom Publikum gefeierte Queen-Hymne „Bohemian Rhapsody“. Als die Besucher schon restlos begeistert stehende Ovationen gaben, lieferte Patrick Gläser noch einen satten Zugaben-Teil, unter anderem mit „Skyfall“ (Adele) und „I will survive“ (Gloria Gaynor).

Das Beste von Udo Jürgens


SahneMixx sind Europas authentischste Udo Jürgens Coverband. Foto: Veranstalter.

SahneMixx präsentiert die Nummer 1 der Udo-Shows

Im Jahr 2014 verstarb Udo Jürgens. Seine Musik aber ist populär wie eh und je. Dafür sorgt nicht zuletzt die Formation „SahneMixx“ mit Europas erfolgreichster und authentischster Udo-Jürgens-Show. Seit 14 Jahren stellt sich SahneMixx der musikalischen Herausforderung, die schönsten Lieder des Ausnahmekünstlers zu präsentieren und sein musikalisches Erbe auf den Konzertbühnen zu bewahren. Mit begeisternder Bühnen-Show und ansteckender Spielfreude nimmt SahneMixx das Publikum mit auf eine emotionale Zeitreise – geradewegs zurück in die unvergleichliche Atmosphäre der Livekonzerte von Udo Jürgens.

Udo Jürgens höchstpersönlich hat SahneMixx anerkannt und brachte dies sowohl bei verschiedenen Treffen, als auch in Form von Briefen und Gratulationen zum Ausdruck. Im Lauf der Jahre begeisterte SahneMixx in unzähligen Live-Konzerten regelmäßig das Publikum und entwickelte sich so zur Nummer 1 der Udo-Jürgens-Shows. SahneMixx-Sänger Hubby Scherhag interpretiert die Lieder des großen Vorbilds derart gut, dass sich die Zuschauer vom ersten Ton an in ein echtes Udo-Konzert versetzt fühlen. Vom perfekten  Orchester-Sound über den weißen Flügel und das rote Jacketfutter bis hin zum legendären Bademantel-Finale stimmt bei SahneMixx selbst das kleinste Detail. Und wenn Hubby Scherhag nach den Zugaben zum „Bademantel-Finale“ zurück auf die Bühne applaudiert wird, spätestens dann wird SahneMixx zum Gänsehaut-Erlebnis!

SahneMixx sind am Dienstag, 2. Oktober, ab 20 Uhr im Lantershofener Winzerverein zu erleben. Tickets für das unbestuhlte Konzert und Infos sind über die Interseite www.kulturlant.de erhältlich. Weitere Vorverkaufstellen sind in der Grafschaft Getränke Visang (Karweiler), Rewe-Markt (Ringen), Eifeldestillerie (Lantershofen) sowie in Bad Neuenahr-Ahrweiler Wittich Medien, Plattenkiste und Ahrtal-Tourismus.

Gelebte Tradition seit 1928


Nach 90 Jahren ist die Lantershofener Kirmes immer noch hochaktuell

In Lantershofen wurde Lambertus-Kirmes gefeiert, in Verbindung mit dem Schützenfest gleich zwölf Tage lang. Eine Fülle öffentlicher und interner Termine und Festivitäten prägten das Fest, bei dem sich die Lantershofener so gerne selber zu feiern und zu inszenieren wissen. Wenn ihnen aber der Blick von außen bestätigt, dass ihr Treiben etwas ganz Besonderes ist, können sie sich umso mehr bestätigt fühlen. So geschehen am Montagmorgen: Landrat Jürgen Pföhler hatte seinen Beigeordneten Friedhelm Münch geschickt. Der Löhndorfer ist als Hüter örtlicher Traditionen bekannt und ließ sich vom Lantershofener Kirmesvirus anstecken. Im Winzerverein, wo zum internen Festkommers rund 250 Bürger, Junggesellen und Ehrengäste zusammenkamen, blühte er so richtig auf. „Hier passiert etwas, was in unserem Kreis, der vielerorts zur Schlafstätte geworden ist, nur noch selten passiert. Hier gibt es noch wertvolle Menschen, die am Dorfleben mitwirken, die Junggesellen-Schützen prägen den Ort in herausragender Form. Ohne Ihre Kirmes wäre Lantershofen ein ganzes Stück ärmer.“ Worte, die der Festversammlung runtergingen, wie Öl.

Sonntags mit dem Hochamt beginnt die Lambertuskirmes. Die Zelebranten sind (v.l.) Spiritual Prof. Dr. Josef Freitag, Regens Dr. Volker Malburg, Subregens Philip Peters und Pastor Norbert Klaes. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Ehrung der Gefallenen und Verstorbenen und Kranzniederlegung vor den Gedenktafeln für die Kriegs- und Zivilopfer der Weltkriege im Eingang der Lambertuskirche. 2. Offizier Andreas Franzen (l.) und 1. Offizier Tim Ley tragen den Kranz.

Überhaupt war der Festkommers weniger von Traditions-Phrasen, als von deutlichen Worten geprägt. Regens Volker Malburg vom Studienhaus St. Lambert entschuldigte sich dafür, die Festversammlung bei der morgendlichen Messe in zu viel Weihrauch gehüllt zu haben und suchte danach die Verbindung zwischen der Schwenkfahne der Junggesellen und der Dorfgemeinschaft. Malburg sprach vom Schwung, den es braucht, aber auch vom Augenmaß und von der Verantwortung der Fähnriche und denen, die die Fäden im Ort in der Hand halten. Die gelte es auch für die Zukunft zu finden, forderte der Hauptmann und Vorsitzende der veranstaltenden Junggesellen-Schützen, Johannes Schütz, die Festkommersgäste zur aktiven Mitgliederwerbung für die Junggesellen in ihren Familien auf.  Während Ortsvorsteher Leo Mattuscheck auf die anstehenden Feiern „1000 Lantesche Jahre“ mit einem bunten Veranstaltungsreigen hinwies, betonte der Grafschafter Bürgermeister Achim Juchem den Zusammenhalt, der den Ort präge: „Hier gibt es mehr Vereinsmitgliedschaften, als Einwohner.“ Der Festkommers war mehr denn je aber auch ein Rückblick auf die Traditionen der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus.“ Unter der Leitung des Hauptmanns‘ Großvater, Eduard Schütz, waren diese vor 90 Jahren ins Leben gerufen worden. Erich Althammer, der mit der Bürgervereinigung den Nachfolgern der ehemaligen Junggesellen vorsteht, verlas einen Aufruf von  Eduard Schütz aus dem Jahr 1951, im dem es um die Unterstützung der Junggesellen mit fünf Mark pro Unterzeichner ging. Er versprach die fortdauernde finanzielle Unterstützung der Junggesellen durch die Bürgervereinigung. Immerhin beschert das Fest den Junggesellen doch alljährlich ein finanzielles Minus von rund 6.000 Euro.

Den Festkommers im NEUEN Winzerverein eröffnet der Hauptmann der Junggesellen-Schützengesellschaft Johannes Schütz im Beisein von König Matthias Schopp und seines Vaters Eugen Schopp.
Peter-Josef Schütz (l.), der Hauptmann der Gesellschaft vor 30 Jahren, stiftet der Gesellschaft eine Kette für den Hauptmannsorden, auf der die Namen und Amtszeiten aller Hauptleute eingraviert sind. 1. Offizier Tim Ley präsentiert sie auf samtenem Tuch König Matthias Schopp (r.), Hauptmann Johannes Schütz (2.v.r.) und der Festgesellschaft.

Grußworte und Gratulationen waren zudem von den Vertretern der drei Ahrweiler Schützengesellschaften zu hören, musikalisch brachten das Junggesellen-eigene Tambourcorps und die Fanfarenbläser ihre Gratulationen an Schützenkönig Matthias Schopp und Silberjubilar Lothar Krämer zum Ausdruck. Schwenkfähnrich Markus Fabritius erhielt ebenso Ovationen, wie das Colonia Blasorchester, das musikalisch buchstäblich „auf jeden Pott einen Deckel“ hatte.

Im Rahmen des Festkommerses am Montag fanden zahlreiche Ehrungen statt. So gratulierte Hauptmann Johannes Schütz den Königsjubilaren Thomas Hergarten (König vor zehn Jahren), Karl-Heinz Schweinheim (20), Lothar Krämer (25), Helmut Kuttig (30) und Thomas Schaaf (40). Die aktuelle Majestät Matthias Schopp und Silberjubilar Lothar Krämer wurden mit Ehrenplaketten ausgezeichnet. Mati Jüris erhielt eine Urkunde für die 50-jährige Wiederkehr seiner Wahl zum Hauptmann, auch Michael Huff, der vor 25 Jahren Hauptmann wurde, erhielt eine solche Auszeichnung. Peter-Josef Schütz, Hauptmann vor 30 Jahren, stiftete der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft eine Kette für den Hauptmannsorden, auf die Namen und Amtszeiten aller bisherigen Hauptleute graviert wurden.

Geehrt wurden auf dem Festkommers (v.l.) König Matthias Schopp, Thomas Schaaf (40 Jahre), Helmut Kuttig (30), Karl-Heinz Schweinheim (20), Thomas Hergarten (10), Lothar Krämer (25). Hauptmann Johannes Schütz flankiert die Jubilare mit der neuen Kette für den Hauptmannsorden. Foto: Manfred Dünker.
Viel Silber und Gold auf froher Brust bei der Parade am Montag (v.l.): Matthias Schopp, Lothar Krämer, Lars Angsten, Peter Diewald, Jürgen Knieps, Lukas Knieps und Johannes Schütz.

Der Festkommers war nicht öffentlich, aber an den Nachmittagen verfolgten im Ort viele Zuschauer die Stechschritt-Paraden der Lantershofener Junggesellen-Schützen. Das Kirmeswochenende begann offiziell am Sonntagmorgen mit dem Hochamt, bei dem die Lantershofener Chöre die Lambertus-Messe sangen. Am Mittag zogen Junggesellen mitsamt Spielmannszug und Blasorchester auf, um die Majestäten zur feierlichen Festandacht in die Lambertus-Kirche zu geleiten. Vor der Kirche präsentierte sich die Gesellschaft dann dem Publikum. Die Fanfarenbläser traten auf, Fähnrich Fabritius schwenkte die Fahne zu Ehren der Majestäten. Schließlich paradierte die komplette Gesellschaft vor Hunderten von Schaulustigen drei Mal im Stechschritt an den Königen vorbei. Dem anschließenden großen Festzug folgte am Abend im voll besetzten Saal des Winzervereins der  Kirmesball mit der Band „De Fruende.“

Das Tambourcorps war früh am Montagmorgen auf den Beinen, um die Bevölkerung zu wecken. Dem Festgottesdienst folgte der Festkommers, ehe die Gesellschaft am Nachmittag erneut zu Fändelschwenken und Parade antrat. Am Abend fand schließlich der Königsball im Saal statt. Mit einem Trinkzug als Dank der Bevölkerung an die Junggesellen und einer Tanzveranstaltung endete am Dienstag die Lantershofener Lambertus-Kirmes.

Paraden und Bälle zur Lambertus-Kirmes


Kirmessonntag im Jahr 2003: Mario Fuchs (2.v.l.) ist Schützenkönig mit seinen Begleitern Jörg Bender (l.) und Tibor Bender (2.v.r.). Thomas Schaaf ist Silberjubilar mit seinen Begleitern Willi Bach und Karl-Josef Scholl (hinter den Majestäten). Angeführt wird die Junggesellen-Schützengesellschaft von Hauptmann Bernd Knieps (r.). Foto: Manfred Dünker.

Traditionsreiches Patronatsfest beginnt offiziell am Sonntag

Zu Ehren des heiligen Lambertus, des Schutzpatrons der Lantershofener Kirche, findet alljährlich am dritten Septemberwochenende die traditionelle Kirmes als Höhepunkt der Feierlichkeiten in Lantershofen statt. Die Kirmes ist dank Schaustellern ein Fest für Menschen jeden Alters. Offizieller Start ist dabei am kommenden Sonntag, 16. September mit dem Festhochamt. Gefeiert wird dann bis Dienstag.

Zur lockeren Einstimmung auf die Kirmes wird dem neuen Schützenkönig aber schon am Samstag, 15. September, vom Tambourcorps ein Ständchen dargeboten und anschließend im Lantershofener Winzerverein ein geselliger Abend, für jedermann zugänglich, verbracht. Es folgen Tage mit üppigem Programm. Am Kirmessonntag wird zunächst ab 9:30 Uhr das Festhochamt gefeiert. Mittags öffnen die Schausteller rund um den Winzerverein ihre Geschäfte. Dafür wird die Winzerstraße von Freitag bis einschließlich Dienstag für den Durchgangsverkehr gesperrt. Am Sonntag findet dann um 15:30 Uhr die Festandacht in der Lambertuskirche statt, an die sich nahe der Kirche ein Platzkonzert mit Fähndelschwenken, Stechschritt-Paraden und einem anschließenden Festzug durch den Ort anschließt. Um 20 Uhr beginnt im Saal des Winzervereins der Kirmesball, zu dem in diesem Jahr die Band „De Fruende“ aufspielt. Hier machen die Veranstalter gerne deutlich, dass die Tanzveranstaltungen öffentlich und für jedermann zugänglich sind. Im Rahmen der Kirmes findet lediglich der Festkommers am Montagmorgen nur für geladene Gäste statt.

Besagter Kirmesmontag wird in aller Frühe mit dem „Wecken“ durch das Tambourcorps eingeläutet, bevor um 8 Uhr der Festgottesdienst beginnt. Im Anschluss an diesen finden vor der Kirche die Gefallenenehrung sowie ein Platzkonzert und das Fähndelschwenken statt. Der anschließende Festkommers zu Ehren der Majestät ist Junggesellen, Brötchesmädche und Mitgliedern der Bürgervereinigung sowie Ehrengästen vorbehalten. Das Kirmestreiben der Schausteller beginnt wie am Vortag um die Mittagszeit. Am Nachmittag gegen 16:30 Uhr sind dann nahe der Lambertuskirche erneut die Stechschrittparade samt Platzkonzert, Fähndelschwenken und Festzug zu erleben. Zum Abschluss des Tages spielt beim Königsball, zu dem die Gesellschaft uniformiert erscheint, erneut die Tanzband „De Fruende“ um 20 Uhr im Winzerverein auf.

Am Kirmesdienstag beginnt der Trinkzug, bei dem sich die Dorfbevölkerung bei den Junggesellen für die Ausrichtung der Kirmes bedankt, um 14 Uhr und findet sein Ende in den Abendstunden im Saal des Winzervereins. Dort klingt die Lambertuskirmes bei Tanz und Musik aus.