Neues vom Dorf


Aktuelle Berichte

Verstorben aus unserer Pfarreiengemeinschaft


Verstorben ist aus unserer Pfarreiengemeinschaft am 29. September 2019 im Alter von 80 Jahren 

Alis Weber

ehemals Lantershofen, wohnte sie zuletzt im Seniorenhaus St. Martin in Ahrweiler.

Die Trauerfeier findet statt am Mittwoch, 16. Oktober, ab 14 Uhr auf dem Bergfriedhof in Ahrweiler (Ramersbacherstraße). Im Anschluss findet hier die Urnenbeisetzung unter Weinreben statt.

Ehre ihrem Andenken

Lantershofen gab sich multikulturell


„Lantesche für Lantesche“ feierte seine Bevölkerung aus 28 Nationen

24 Jahre ist es her, dass sich in Lantershofen eine lockere Initiative aus Neubürgern und Alteingesessenen zusammentat, um unter dem Namen „Lantesche für Lantesche“ internationale kulturelle und kulinarische Abende zu veranstalten. Damals wurde es im Keller unter dem Winzerverein mal spanisch, mal brasilianisch und auch mal böhmisch. Mit den Erlösen gestaltete die Gruppe seinerzeit im Kirchenumfeld eine Ruhe-Oase mit Sitzgruppe, Pergola und einem Brunnen.

Den Auftakt des Events gibt das Tambourcorps der Junggesellen-Schützengesellschaft St. Lambertus Lantershofen, das unter Leitung von Tambourmajor Nils Henscheid im Saal des Winzervereins den Gästen ein schmissiges Ständchen präsentiert und dann unter Trommel- und Flötenklängen aus dem Saal marschiert. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Rita Keller, eine der "Lantesche für Lantesche"-Chefinnen (l.), stellt mit Moderator Horst-Peter Kujath und der gebürtigen Litauerin Diana Schneider die Festtagssuppe nach baltischem Rezept vor. "Nicht verstaubt, unabhängig und weltoffen", lautet das Motto der Veranstaltung. Das erinnert an das Jahr 1788, als die Lantershofener in einem Schulstreit mit Karweiler von sich behaupteten: "Die Lantershofener sind freiherrlich und haben daher weder nach weltlicher noch nach geistlicher Obrigkeit etwas zu fragen" (Chronik S. 210).

Dank der Initiative von Rita Keller und Maria Kuttig startete „Lantesche für Lantesche“ nun eine neue Auflage. Die Feiern „1000 Lantesche Jahre“ gaben den Impuls dazu. Dieses Mal waren 120 Gäste in den Saal des Winzervereins gekommen, dieses Mal wurde nicht ein Land oder eine Region beleuchtet, es wurde ein Multi-Kulti-Abend mit entsprechendem Programm und Leckereien im Speiseplan. Denn es leben in dem 1400-Seelen-Dorf mittlerweile Menschen aus 28 Nationen. „Wir sind vor vier Jahren hierher gekommen und fühlen uns sehr wohl und angenommen“, berichtete Masuma, eine junge Afghanin, die ihr Heimatland vorstellte. Zusammen mit ihrer Schwester und einer Freundin hatte sie zwei Tage gekocht, um den Festgästen die herzhafte Lamm-Reisspeise Qabolipolo oder das süße Jalibi zu kredenzen. Diana Schneider zog es aus Litauen in die Grafschaft. Auch sie stellte ihr Heimatland mit seinen 2.000 Seen vor. Gebacken hatte sie Šakotis, eine baltische Form des Baumkuchens, bei dem auf ein Kilo Mehr bis zu 50 Eier kommen.

Währen des Hauptganges, einem Gericht aus arabischer Küche mit Kofta, nordafrikanischem Tabouleh oder Couscous mit einem indischen würzig-süß-sauren Birnen-Chutney, unterhielt Andreas Schmickler mit seiner Klarinette die Gäste musikalisch.
Einen weiteren beachtlichen Musikbeitrag liefert das Duo mit Stephan-Maria Glöckner und Elmar Zillgen mit ihren Konzertgitarren ab. Greensleeves aus England und der Englishman in New York von Sting geben Eindrücke von der vielfältigen auch anderen Welt.

Mit Šaltibarščiai, der kalten Rote-Beete-Suppe mit warmen Kartoffeln, startete der Abend kulinarisch, während das Tambourcorps der Lantershofener Junggesellen-Schützen-Gesellschaft deutsche Marschmusik präsentierte und Laurin Beißel seinen Jubiläumsfilm über die Errungenschaften Lantershofens zeigte. Andreas Schmickler präsentiert die Flaggen und Nationalhymnen aller 28 in Lantershofen lebenden Völker – den Vatikan mit Blick auf das Studienhaus Burg Lantershofen ließ er augenzwinkernd aus, ehe der Musiker selbst zur Klarinette griff, um den Hauptgang auf den Tellern musikalisch zu begleiten. Da gab es südkaukasische Kofta mit Couscous und Chutney aus Lantershofener Birnen. Hintendrauf stand Rødgrød, eine Form der Roten Grütze, auf dem Tisch, dazu Smörrebröd aus Schweden, Nussecken aus Österreich leckerer Kaffee aus dem Anbau der Kogi-Indianer aus Kolumbien.

Elefterios Salomidis und seine Frau Dany Celner beeindrucken mal wieder mit ihrer ausdrucksstarken Pantomime. Salomidis ist derzeit im Begriff, hier eine Theatergruppe aufzubauen, die grundlegende Bekanntschaft mit der Theaterkunst vermitteln will.
Masuma (r.) - sie stellt ihren Kulturkreis vor - und ihr Mann Reza (Mitte) stammen aus Afghanistan und wohnen in Lantershofen,. Moderator Kujath stellt "Quabolipolo" und "Jalibi" vor.

Auf der Bühne präsentierte Moderator Horst-Peter Kujath Stephan Maria Glöckner und Elmar Zillgen, das Gitarrenduo präsentierte bekannte Songs aus Europa und Übersee, ließ Paolo Conte genauso zu Gehör kommen, wie portugiesischen Fado. Schreiend komische Pantomine mit griechischen Wurzeln gab es von Schauspieler Eleftherios Salomidis und seiner Frau Danny Celner und die mit Musikern mehreren Ländern besetzte Kölner Formation „Ensemble Elastique“ um Bandleader Jean-Philippe Demuegeot spielte selbst komponiertes mit musikalischem Ursprung aus Spanien, Italien oder der Karibik. Dem Motto des Abends „Nicht verstaubt, unabhängig und weltoffen“ wurde der bis tief in die Nacht gehende Festabend allemal gerecht.

Die Kölner Formation „Ensemble Elastique“ um den Bandleader Jean-Philippe Demuegeot spielt Eigenkompositionen mit musikalischen Ursprüngen aus Spanien, Italien oder der Karibik: Bolero aus Bayern, Rompicolione von Italien, französischer Valse pour Mamam und karibisches Beausoleil setzen die Themen. Ghetto aus Amerika, Täräntulällä aus Finnland, Coucou aus dem Balkan und Tribute to fela kuti aus Nigeria vervollständigen die musikalische Reise.
Zum Schluss eines schönen Abends dankt Rita Keller (mit Mikrofon) allen Beteiligten, Mitwirkenden, Helfern und Künstlern, aber auch den Gästen für den Erfolg des Events "Lantesche für Lantesche".

TTC Karla - Galavorstellung der „Ersten“ gegen Koblenz


Das gegen Koblenz erfolgreiche Team der 1. Mannschaft (v.l.) Peter Klöckner, Justus Ulrich, Oliver Retterath, Marvin Krupp, Stefan Ockenfels, Marco Zabbei. Foto: Marina Ockenfels.

Bedenken im Vorfeld der Partie der 1. Mannschaft gegen den TTC Olympia Koblenz, dem man in der Rückrunde der letzten Saison noch unterlegen war, lösten sich schnell in Wohlgefallen auf. Die Gastgeber präsentierten sich auf die Minute topfit und legten einen bewunderswerten Blitzstart hin. Nach dem Gewinn aller drei Eingangsdoppel bauten Stefan Ockenfels, Justus Ulrich, Marvin Krupp und Peter Klöckner die Führung auf imposante 7:0 aus. Dann konnten die Koblenzer zwar am unteren Paarkreuz zwei Erfolge einfahren, mussten aber anschließend durch erneute Siege der Spitzenspieler Stefan Ockenfels und Justus Ulrich eine hohe 2:9-Niederlage einstecken. Besonders die Leistung des erst 16-jährigen Justus Ulrich ist hervorzuheben, der innerhalb weniger Wochen zu einer festen Größe am vorderen Paarkreuz avancierte. Von der fantastischen Vorstellung der 1. Mannschaft zeigten sich auch die Fans hellauf begeistert. Mit nunmehr 5:3 Punkten ist der Start in die neue Saison bestens gelungen. Nach einer einwöchigen Pause stehen der „Ersten“ allerdings mit den Auswärtsspielen in Weißenthurm und Adenau am 11. und 12. Oktober zwei schwere Aufgaben bevor.

Kein neues Bauland in Lantershofen


Als neues Bauland ebenso wie andere Flächen schon zweimal abgelehnt: Fläche für ca. 25 Häuser in Verlängerung der linken Seite der Schmittstraße. Foto: Thomas Schaaf.

Ortsbeirat lehnt erneute Initiative des Ortsvorstehers mehrheitlich ab

Einmal mehr lehnte der Lantershofener Ortsbeirat eine Initiative von Ortsvorsteher Leo Mattuscheck (CDU) zur Ausweisung weiteren Baulands im 1400-Seelen-Ort ab. Mattuscheck betonte, dass es aktuell noch Möglichkeiten zur Baulandausweisung für junge Familien im Rahmen der befristeten Novelle des Paragraphen 13b des Baugesetzbuchs gebe, danach bestünde aufgrund neuer, großer Baugebiete in Ringen und Gelsdorf für Lantershofen keine Möglichkeit für neue Baugebiete mehr. Nach Rücksprache mit Wirtschaftsförderer Klaus Becker sei es in dem in der Gemeinde bereits weit fortgeschrittenen Verfahren noch möglich, kurzfristig auf den Zug aufzuspringen. Dem schob der Ortsbeirat einmal mehr einen Riegel vor. Hubert Münch (SPD) hätte sich zur Sitzung eine Vor-Ort-Information von der Verwaltung gewünscht, wie dies auf der letzten Ortsbeiratssitzung auch vereinbart wurde. Martina Münch (SPD) hinterfragte, ob es ein Dorf überhaupt vertrage, immer weiter zu wachsen und Christian Kreidt (CDU) betonte, auch der letzte Ortsbeirat habe neues Bauland abgelehnt, die Voraussetzungen hätten sich seither nicht geändert. Dominik Knieps (CDU), der sich zwar neue Baulandflächen vorstellen kann, jedoch nicht in der vom Ortsvorsteher vorgeschlagenen Schmittstraße, regte eine Grundsatzdiskussion der Ortsbeiratsmitglieder über ihre Vorstellungen von der künftigen Entwicklung Lantershofens an. Einen Schnellschuss lehnte auch der stellvertretende Ortsvorsteher Stefan Dünker (CDU) ab, er fühle sich überrumpelt. Mit dem Ortsvorsteher stimmte lediglich Vera Häckel (CDU). Sie sieht das Signal an junge Familien, Lantershofen weiter zu entwickeln, positiv.

Einstimmig sprach sich der Ortsbeirat für seine Meldungen zum Gemeindehaushalt 2020 aus. Zum einen möchte man Haushaltsmittel für eine Planung zur Renaturierung des Fuchsbachs im Bereich der Doppelkurve an der L83 eingestellt wissen. Am Winzerverein möchte man einen überdachten Fahrradunterstand platziert wissen. Weiterhin spricht sich der Ortsbeirat dafür aus, aufgrund alleine von rund 70 Veranstaltungen in Lantershofen auf die vielen Banner und Plakate zu verzichten und die Installation einer Videowand an der L83 zu prüfen.

Dankesworte und ein Präsent der Gemeinde gab es vom Ortsvorsteher für die ehemaligen Ortsbeiratsmitglieder Jörg Bender und Anja Knieps. Dem nicht zur Sitzung gekommenen Ex-Ortsbeirat Thomas Schaaf dankte der Ortsvorsteher in Abwesenheit. Mit Blick auf künftige Beratungspunkte sprach Mattuscheck von anstehenden Vorschlägen des Ordnungsamtes zur Verbesserung der Verkehrssituation im Ort, sowohl für den fließenden, wie für den ruhenden Verkehr.

Köster & Hocker-Konzert ist ausverkauft


Das Konzert des Kölner Duos Köster & Hocker am Samstag, 2. November, in Lantershofen ist ausverkauft, wie der Verein Kulturlant jetzt bekanntgab. Zudem seien für die Kabarett-Gastspiele „Abschiedstour“ mit Christine Prayon am 16. November und „Obacht Miller“ mit Rolf Miller am 13. Dezember nur noch wenige Karten vorrätig, so ein Kulturlant-Sprecher.

Alte Schule fristet ihre letzten Tage


Nicht mehr lange werden wir uns an diesem mittlerweile idyllischen und vertrauten Anblick erfreuen können. Die Alte Schule von 1911 ist verkauft, nachdem sie über lange Jahrzehnte als Schulgebäude für mehrere hundert Schüler gedient hatte und der Klassenraum später für verschiedene Zwecke wie z.B. als Jugendraum genutzt wurde. Bemühungen des Seminars St. Lambert und später der Gemeinde Grafschaft um einen Erhalt und Neunutzung des Gebäudes z.B. als Dorfgemeinschaftshaus erwiesen sich spätestens nach der Erstellung eines Gutachtens eines vereidigten Sachverständigen als wenig sinnvoll.

Ein vertrauter Anblick seit mehr als hundert Jahren. Die Alte Schule von 1911. Fotos in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Auf dem ehemaligen Schulhof wird bald niemand mehr unter Bäumen spielen.

Nach öffentlichen Verkaufsangeboten erwarb schließlich ein Grafschafter Bauunternehmer das Gelände, um hier seniorengerechte Wohnungen mit einem integrierten Gemeinschaftsbereich zu errichten. Nach der derzeitigen Planung sollen im November die Bäume auf dem ehemaligen Schulhof gefällt werden, nachdem Hochspannungsleitung und die Feueralarm-Sirene auf dem Schuldach beseitigt bzw. versetzt worden sind. Vorab möchte der Unternehmer die Anlieger über den Ablauf und Umfang der Abriss- und Bauarbeiten bei einem Informationsgespräch informieren. Ein genauer Termin steht derzeit aber noch nicht fest.

Glaube, Liebe, Kunst im Priesterseminar


Regens Dr. Volker Malburg (l.) und Oliver Peter Breuer tauschen sich aus über die durch die Acrylbilder gesetzten Themen. Foto: Martin Gausmann.

Vor zahlreichen Besuchern haben der Regens des Lantershofener Studienhauses St. Lambert Volker Malburg und der Priesteramtskandidat und Künstler Oliver Peter Breuer am vergangenen Wochenende die Kunstausstellung „Glaube, Liebe, Kunst" eröffnet. Die abstrakte Kunst Breuers, der früher als Kunsttherapeut gearbeitet hat, inspiriert sich vor allem aus dem eigenen Lebens- und Glaubensweg des Künstlers und lädt ein, sich in Auseinandersetzung damit den eigenen Fragen von Leben und Glauben zu stellen. „Es ist etwas ganz besonderes, wenn ein Student aus dem Haus eine Vernissage macht", hob Regens Malburg in seiner Begrüßung an. „Es unterstreicht die Bedeutung des Künstlerischen in der Priesterausbildung." Bei der Wahl des Titels, einer Abwandlung der göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe nach dem Diktum des Apostels Paulus, habe er „etwas geschluckt", aber dann verstanden, was Kunst und Hoffnung miteinander zu tun haben: „Kunst will Hoffnung geben." Gemeinsam mit den Besuchern freute er sich, die Ausstellung „bei so einem schönen Licht" erstmalig betrachten zu dürfen.

"Erschaffung der Welt". Foto: Thomas Schaaf.
"Leichtigkeit". Foto: Thomas Schaaf.

Breuer dankte für die Möglichkeit, im Priesterseminar ausstellen zu dürfen. „Das ist ein ganz besonderer Ort." Bisher habe er gemeinsam mit seinen Klienten ausgestellt, jetzt habe er erstmalig die Möglichkeit, ausschließlich sein eigenes CEuvre zu präsentieren. In der Therapie habe er immer wieder die „Entfaltung der heilenden Wirkung von Kunst" erleben dürfen. „Gestalterischer Ausdruck ist ein Grundbedürfnis des Menschen." Mit Blick auf das Zitat von Pablo Picasso, demzufolge die Kunst den Staub von der Seele wische, fügte er augenzwinkernd hinzu: „Meine Seele wurde gut entstaubt." In der Ausstellung finden sich vornehmlich Acrylbilder, wobei Breuer die Farbe gerne mit weiteren Stoffen vermischt und somit bildhauerische Elemente in seine Bilder mit hineinnimmt. Die Ausstellung ist noch bis zum Ende des Trimesters, also bis Anfang Dezember, zu den Öffnungszeiten des Studienhauses zu besichtigen.

Behindertentoilette im Rohbau fast fertig


Der Rohbau für die Behindertentoilette weist auch einen Zugang von Außen auf. Foto: Thomas Schaaf.

Im August 2018 berieten die gemeindlichen Gremien in mehreren Sitzungen über die Notwendigkeit des Einbaus einer Behindertentoilette an der Mehrzweckhalle und die Beauftragung für dieses Projekt. Zwölf Quadratmeter Grundfläche wies die Planung für den Anbau im Bereich des Haupteingangs der Mehrzweckhalle aus. In diesen Tagen hat die Umsetzung des Bauvorhabens begonnen, der Rohbau mit den Gründungsfundamenten ist im Wesentlichen fertiggestellt. In Rat und Ausschüssen wurde ebenfalls überlegt, mit einem zusätzlichen Zugang von außen gleichzeitig auch eine öffentliche Toilette zur Verfügung zu stellen. 60 000 Euro waren im Nachtragshaushalt 2017 für die Maßnahme im Haushaltsplan der Gemeinde eingestellt.