Neues vom Dorf


Aktuelle Berichte

St.-Martins-Brauchtum in Lantershofen


St. Martinstag in Lantershofen – das ist gelebtes und bewährtes Brauchtum, dem im Laufe der Jahre auch kleinere Veränderungen nicht geschadet haben. Und so zelebrierte man auch heuer wieder den „hillije Määtes“. Der obligatorische Laternenzug startete an der Kindertagesstätte St. Katharina, wo der Förderverein „Katharinchen“ bei kühlen Temperaturen mit Kinderpunch für die Kleinen und Glühwein für die Großen bereitstand. Dann zog der bunt-leuchtende Tross durch den Ort, vorbei an vielen mit Kerzen illuminierten Häusern zum großen Martinsfeuer am Ende der Rheinstraße, hoch oben über der Kreisstadt. Wie immer hatten die Mitglieder der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“ ein stattliches Feuer entzündet an dem auch St. Martin hoch zu Ross seine helle Freude hatte.

An dem prächtigen Martinsfeuer, aufgerichtet und entzündet von der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“, erfreuten sich St. Martin, die Kinder und auch sehr viele erwachsene Teilnehmer am diesjährigen Martinszug. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Der Saal des Winzervereins quoll beinahe über, so viele Kinder und Erwachsene waren gekommen.

Dann ging es, flankiert vom Tambourcorps der Junggesellen, den Musikfreunden Lantershofen und der freiwilligen Feuerwehr Lantershofen, zum Winzerverein, wo St. Martin jede Menge Martinswecken an die zahlreichen Kinder verteilte. Eben jene Kinder hatten etliche, überaus kreative Laternen gebastelt, was mit Prämierungspreisen verdientermaßen gewürdigt wurde. Natürlich hatte der veranstaltende Martinsausschuss auch die kultige Martinsverlosung vorbereitet, bei der viele attraktive Preise zu gewinnen waren. Dank heißer Würstchen oder einem Drink an der Winzervereins-Theke kam auch der Genuss-Aspekt alles andere als zu kurz.

Jahreshauptversammlung beim TTC Karla


Seine Mitglieder lädt der Tischtennisverein TTC Karla für Mittwoch, den 20. November 2019 in die Mehrzweckhalle Lantershofen ein. Nach der Begrüßung werden Themen sein die Berichte von Vorstand und Kassenprüfer  mit entsprechender Aussprache. Sodann soll ein Versammlungsleiter gewählt und der Vorstand entlastet werden. Dann stehen die Wahlen zum  Vorstand und der Kassenprüfer an. Weitere Punkte auf der Tagesordnung sind die Ehrung langjähriger Mitglieder und eine Beitragsanpassung an die vom Sportbund vorgegebenen Mindestbeiträge. Mit dem Punkt "Verschiedenes" geht die Jahreshauptversammlung ihrem Ende entgegen. Der Vorstand bittet um zahlreiches Erscheinen und freut sich besonders, wenn auch viele inaktive Mitglieder begrüßt werden können.

Köster & Hocker begeisterten im ausverkauften Winzerverein


Mit fremden Federn geschmückt

Unter den Hunderten Kölner Musikern ist Gerd Köster ein ganz schräger Vogel, der zusammen mit seinem introvertierten wirkenden Partner Frank Hocker seit Jahrzehnten immer neue Projekte auf den Musikmarkt wirft, die schon wegen ihrer Skurrilität eine ganz eigene Fangemeinde anlocken. „The Piano has been drinking“ war eine der erfolgreichsten musikalischen Projekte der beiden, die derzeit, und das schon seit Jahren, als Köster & Hocker durch die Lande ziehen und die Bühnen füllen. Als Duo treten sie dabei in der Regel nicht mehr auf, auch nicht bei Kulturlant in Lantershofen, wo Köster & Hocker am vergangenen Samstag gemeinsam mit dem Gitarristen Roger Schaffrath aus der Wolf Maahn Band auf der Bühne standen und vor 250 Gästen das Konzertprogramm der neuen Spielzeit eröffneten.

Gute kölsche Stimmung im ausverkauften Winzervereinssaal. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Eindrucksvolle Gitarrenmusik von Frank Hocker und Roger Schaffrath begleitet Sänger Gerd Köster durch das Programm.

Im Publikum war gut beraten, wer der kölschen Mundart mächtig war, andere Töne gab es den ganzen Abend über nicht zu hören. Denn der gebürtige Nippesser Köster kennt nur seinen eigenen Kölner Dialekt. Und der findet sich auch in seinen Texten wieder, die eigentlich nicht seine Texte sind. Denn Köster & Hocker präsentierten eingekölschte Coverversionen, hinter denen Hits von Musikgrößen, wie Bob Dylan, Iggy Pop oder Tom Waits stehen. Deren Texte klingen in der kölschen Version, wie für die Musikfans der Domstadt geschrieben. Geborgte Lieder, die ins „Veedel“ passen, wie die Faust aufs Auge. Köster & Hocker haben ihr aktuelles Album nicht umsonst „Fremde Feddere“ genannt, mit denen sie sich so authentisch schmücken, als wären es die eigenen.

Mit eingekölschten Coverversionen, mit „Fremde Feddere“, mit fremden Federn gefallen die Kölsch-Musiker dem begeisterten Publikum.
Nach dem "Ruude Jolf" und stehenden Ovationen bedanken sich die drei Musiker (v.l.) Gerd Köster, Frank Hocker und Roger Schaffrath bei ihrem Auditorium.

Und so singen sie vom ganz normalen Leben, vom Typen um die Ecke, von dem, der verliebt war und von dem, der es nur bedingt geschafft hat. Wie beim Lied vom Fall nach dem hohen Aufstieg: „Dieselve Lück, die du bedrisse op dingem Wääsch huh, siehste widder op dingem Wääsch eraff.“ Übersetzt: man sieht sich zweimal im Leben. Köster und Hocker hadern mit dem kleinen Kosmos um sie herum, sehen mehr Autos mit Allradantrieb auf jedem Kindergartenparkplatz, als es Förster in ganz Köln gibt. Sie zitieren musikalisch Songs der Pogues über gebrochene Herzen, derweil ihr Loblied auf die Frauen den eigenwilligen Namen „Lümmel“ trägt. Und sie kölschen Franz Zappas einzigen großen Hit „Bobby Brown“, der es im englischen Sprachraum über Nacht auf den Index schaffte, bei “Nobby Braun“ fast eins-zu eins ein.

Es geht an dem eindrucksvollen Abend in Lantershofen natürlich nicht ohne die alten Songs. „Denn neue Lieder sind nun einmal vollkommen anekdotenfrei“, so Gerd Köster, der dem Wunsch nach den Gassenhauern gerne nachkommt. Und dann singt der Saal vom „Dress“, der Richtung Düsseldorf schwimmt, oder von der Selbsteinschätzung „Mir sinn all Buuresäu“ und der einzigen Wichtigkeit, „Haupsaach es, de Flönz es joot, alles andere es zu kompliziert.“ Kein Wunder, dass die drei sich bei der Zugabe mit ihrem größten Hits von der Bühne machten, nämlich dem „Ruude Jolf.“ Vom Publikum gab es dafür stehende Ovationen.

Großer Zapfenstreich und Höhenfeuerwerk


Mit einem „Großen Zapfenstreich“ enden die  Feierlichkeiten „1000 Lantesche Jahre“ zur ersten urkundlichen Erwähnung des Dorfes Lantershofen. Die Musikfreunde Lantershofen und das Tambourcorps der Bürgerschützen Ahrweiler, unterstützt von den Männern der Freiwilligen Feuerwehren aus Lantershofen und Karweiler als Fackelträger, bieten den Bewohnern von Lantershofen dieses eindrucksvolle, eigentlich militärzeremonische musikalische Schauspiel im Innenhof der Burg Lantershofen am Samstag, dem 16.11.2019 um 18:00 Uhr.

Als weiteres Highlight wird ein Höhenfeuerwerk zu sehen sein, welches die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr des Nachbarortes Karweiler den Lantershofener Bürgern gestiftet haben. Passend zum Feuerwerk intonieren die Musikfreunde die Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel, während die Raketen in den Nachthimmel steigen.  Da es aus Brandschutzgründen keine Erlaubnis gab, das Feuerwerk von Dach der Burg aus abzuschiessen, wird dieses vom Dach der Mehrzweckhalle aus geschehen und ein kleiner Umzug von der Burg zur Mehrzweckhalle nötig sein. Zuschauer und Gäste werden an diesem Abend mit Glühwein und Lantershofener Birnengrog der kalten Jahreszeit entsprechend versorgt. Sicherlich wird es auch nichtalkoholische Getränke geben. Die Musikfreunde sowie die Organisatoren des Festjahres um Ortsvorsteher Leo Mattuschek freuen sich auf regen Besuch.

Allerheiligen


Ab dem 4. Jahrhundert ist ein Fest für alle Heiligen überliefert. Die frühen Christen gedachten am Sonntag nach Pfingsten aller Heiligen, denn sie waren vom Osterfest lange nicht wegzudenken. Dieser "Herrentag aller Heiligen" geht auf Johannes Chrysostomus zurück und wurde damals am Oktavtag von Pfingsten gefeiert. In der griechisch-orthodoxen Kirche hat sich dieser Festtermin bis heute erhalten. Das Leben der Heiligen wurde als Spiegel des Heilsgeschehens an Ostern verstanden. Ab dem 8. Jahrhundert verblasst der Zusammenhang von Ostern und dem „Herrentag aller Heiligen“ allmählich, sodass er zunächst in Irland am 1. November gefeiert wurde. Im Vordergrund stand nicht mehr das Osterfest, sondern die vergehende Natur: Anfang November begann in Irland der Winter und das neue Jahr. Irische Missionare brachten das neue Allerheiligenfest im 9. Jahrhundert auf den Kontinent. Der Termin von Allerheiligen passt auch deshalb in den Totenmonat November, weil sich der lebende Christ durch Jesus Christus mit den Toten verbunden weiß.

Im Jahr 835 setzt Papst Gregor IV. das Fest offiziell im Kalender fest. Die Kirche gedenkt an diesem Tag nicht nur der vom Papst heiliggesprochenen Frauen und Männer. An Allerheiligen wird auch jener Menschen gedacht, die ihren Glauben still gelebt und ihr Christsein konsequent verwirklicht haben.

Daraus ergibt sich eine erweiterte Definition des Heiligenbegriffs, die an das Verständnis der Paulusbriefe anknüpft. Auch Papst Franziskus nimmt in seinem Dokument "Gaudete et exultate“ (Freut euch und jubelt) dieses weite Verständnis des Heilig-Seins auf.

Winzersaal war eine große Tanzfläche


Der Oktober endet in Lantershofen traditionell mit der Jukeboxparty

Bereits zum achten Mal wurde der Oktober in Lantershofen mit der Umwandlung des altehrwürdigen Saals ins eine Discothek beendet. Bei der Jukeboxparty bleibt tatsächlich kein Fuß ruhig, dafür sorgte auch dieses Mal wieder Discjockey Johannes Held. Der Mayener sorgte einmal mehr dafür, dass mehr als 250 Freunde guter Tanzmusik und Fans von Disco-Fox und Rockmusik, auf alle Fälle aber von den größten Hits aller Zeiten in den Grafschafter Ort kamen. Bei der Jukeboxparty war die Stimmung vom ersten Ton an prächtig. Wie immer. Dabei schaffte es Johannes Held, der als Techniker für den Südwestrundfunk arbeitet und hier auch schon mal an den Moderatorentisch darf, dass große Teile des Winzersaals zur Tanzfläche wurden.

Guter Besuch beinahe aller Altersklassen bei der Ü30-Party im Saal des Winzervereins. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Johannes Held hat die Jukebox und das tanzende Volk mit allerlei Partymusik im Griff.

Rundumversorgt wurden die vielen Gäste dabei vom VfB Lantershofen, der sich gleich an mehreren Theken um das Wohl seiner Besucher kümmerte. Im vierten Jahr veranstalten die Sportler die Jukeboxparty, sie bringt dem Verein, der im Bereich Fußball Mitglied der Grafschafter Spielgemeinschaft ist, einen Großteil seines Etats, der in erster Linie für den Fußball-Spielbetrieb der Kinder und Senioren bestimmt ist, ein. 2016 hatte der VfB die Jukeboxparty von Verein „Kulturlant“ übernommen. Die Gastgeber hatten ihre Mitglieder in Gang gesetzt, die den Winzerverein zur Discothek umbauten. Etwa 200 Karten wurden bereits im Vorverkauf an tanzwütige Discogänger aller Altersklassen verkauft, obwohl es sich bei der Jukeboxparty eigentlich um eine Ü30-Party handelt. Und auch die Abendkasse klingelte.

Gute Stimmung bei Lightshow und tänzerischem Körpereinsatz zwischen Saal, Kneipe und Raucherhof.
DJ Johannes Held holt mit passender Musik alles aus sich und seinen Gästen heraus.

 „Musik von den 60er Jahren bis heute – die größten Partyhits aller Zeiten“, das ist sein Motto. „Musik ist Trumpf“ mit diesem Titel startetet die Party pünktlich und Johannes Held betrat die Bühne, um diese sofort wieder zu verlassen und sich unters Publikum zu mischen. Der Kontakt und das Spiel mit dem Publikum sind dem DJ augenscheinlich sehr wichtig. Die ersten Musikwünsche wurden direkt aufgenommen und umgesetzt. „Desireless“ eröffneten den Tanzmarathon und sofort war die Tanzfläche gefüllt. Johannes Held ließ „Boney M.“ und „Abba“, aber auch „AC/DC“ und „Nirvana“ erklingen. Für jedes Ohr war etwas dabei. Dabei legte er aber nicht nur einfach einen Hit nach dem anderen auf. Er präsentierte die Songs so lebendig, dass dem Publikum nichts anders übrig blieb, als mitzutanzen, mitzusingen oder zumindest im Rhythmus der Musik mitzuwippen. Ob durch das Bühnenbild, das an eine Wurlitzer Jukebox erinnerte, oder kleine Musikrätsel, bei denen es Preise zu gewinnen gab – die Veranstaltung von Johannes Held war keine gewöhnliche Disco. In Lantershofen legt der Mayener übrigens seit 2018 nicht nur einmal im Jahr auf. Es gibt im Winzerverein auch eine Karnevals-Jukeboxparty. Diese findet auch im kommenden Jahr statt, der Vorverkauf für den Tanz- und Partyabend am 22. Februar, zu dem Junggesellen-Schützen und Musikfreunde einladen, hat begonnen, Tickets gibt es auf den Vertriebswegen des Vereins Kulturlant.