Neues vom Dorf


Aktuelle Berichte

MGV Cäcilia gratuliert Hermann Mombauer


Klaus Dücker und der Männerchor sowie Leo Mattuscheck für die Bürgervereinigung Lantershofen gratulieren Hermann Mombauer in seinem einladenden Garten. Foto: Anja Braun.

Seinen 75. Geburtstag konnte Hermann Mombauer  am Dienstag feiern. Keine  Frage, da mussten die wenigen verbliebenen Mannen des MGV Cäcilia Lantershofen hin, um ihm mit einem gesungenen Ständchen zu gratulieren. Vorsitzender Klaus Dücker würdigte in einer kurzen Laudatio den langjährigen aktiven Sänger, der schon mit 17 Jahren  dem Chor  beigetreten war. Dücker dankte dem Jubilar mit einem Weinpräsent für seine stete Hilfsbereitschaft. Wenn er auch nie in den Vorstand drängte – immer wenn es gilt anzupacken, sei er wie selbstverständlich zur Stelle. Zur Stelle waren auch Chorleiter Heinrich Fuchs aus Eckendorf, Ehrendirigent Rolf Schmitz und Ortsvorsteher Leo Mattuscheck, um ihre Glückwünsche aus zu sprechen. Anschließend saß man noch in gemütlicher Runde bei einem Umtrunk zusammen.

Schweizer Bischof in Lantershofen


Prominenter Gast im Seminar St. Lambert und der Lambertuskirche war der Bischof des Schweizer Bistums St. Gallen, Markus Büchel. Foto: Dirk Unschuld.

Am 2. Mai 1972 wurde das Studienhaus St. Lambert auf Burg Lantershofen als Spätberufenenseminar gegründet. Daran denken Studenten und Dozenten, vor allem aber die, die auf dem dritten Bildungsweg in Lantershofen ihr Theologiestudium absolvierten, alljährlich im Mai beim Hausfest. Viele von ihnen schlagen dann wieder den Weg auf die Grafschaft ein, um Erinnerungen auszutauschen und sich über die aktuelle Situation der Kirche auszutauschen. Der Priestermangel dürfte dabei eines der zentralen Themen gewesen sein. Beim Welttag für geistliche Berufungen am Sonntag berichtete der aktuelle Leiter des Studienhauses, Regens Volker Malburg, dass aktuell die Hälfte der Zimmer im Studienhaus leer stehen.

Das diesjährige Hausfest begann am Sonntagabend mit einer gemeinsamen Vesper in der St. Lambertuskirche. Das eigentliche Fest fand am Montag statt, prominenter Gast war der Bischof des Schweizer Bistums St. Gallen, Markus Büchel. Der 69-jährige besuchte Burg Lantershofen, wo auch ein Student aus seinem Bistum und ehemaliger Schweizergardist auf dem Weg zum Priestertum studiert. Bischof Büchel feierte am Montagmorgen mit den Besuchern des Hausfestes und der Bevölkerung in der St. Lambertuskirche einen festlichen Gottesdienst.

Ein Tag für Wald und Wild


Jäger und Imker gratulierten zu „1000 Lantesche Jahre“

In Lantershofen besitzen rund drei Dutzend Bürger einen Jagdschein. Eine ganze Menge, und so kam in der Vorbereitungsphase zum 1000-jährigen Jubiläum der ersten urkundlichen des Dorfes die Idee auf, dass sich auch die Jägerschaft mit einer Veranstaltung an den Feierlichkeiten beteiligt. Organisiert von Thomas Otten und Wolfgang Schumacher fand dazu am Sonntag ein ganzer Veranstaltungsreigen statt. Auftakt war eine Hubertusmesse in der überfüllten Lantershofener Lambertuskirche. Regens Volker Malburg als Hauptzelebrant ging auf die enge Verbindung zwischen dem Lantershofener Schutzpatron Lambertus und dem heiligen Hubertus ein. Musikalisch mitgestaltet wurde die „Grand Messe de Saint Hubert“ vom Parforcehorncorps Euskirchen unter der musikalischen Leitung von Nobert Nitschke und dem Bläsercorps Ahrtal.

In der übervollen Lambertuskirche zelebriert Regens Dr. Volker Malburg (Mitte) die Hubertusmesse bei Parforcehörnerklang und jagdlich geschmücktem Gotteshaus. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Die „Grand Messe de Saint Hubert“ wird eindrucksvoll dargeboten vom Parforcehorncorps Euskirchen unter der Leitung von Nobert Nitschke, begleitet von Heinrich Fuchs an der Orgel.

Gleich im Anschluss ging es im Garten des benachbarten Studienhauses St. Lambert weiter. Hier präsentierten sich Jäger und Imker. Die Kreisgruppe Ahrweiler im Landesjagdverband Rheinland-Pfalz zeigte in ihrer „Erlebnisschule Wald und Wild“ eine umfangreiche Sammlung an Tierpräparaten heimischer Waldbewohner, Holzobjekten und diversen waldpädagogischen Materialien. Hingucker war zweifelsfrei ein lebendiger Uhu, der sich das gut besuchte Geschehen anschaute und das „im Mittelpunkt stehen“ sichtlich genoss. An anderer Stelle gab es Jagdhundvorführungen und wiederum viele staunende Blicke.

Nach der Hubertusmesse stärkt man sich mit Wildbratwurst und Getränken bei netten Gesprächen im Burggarten und vielen Attraktionen.
Die Jägerschaft hatte einiges aufgeboten, den Uhu und seinen Falkner, die Erlebnisschule Wald und Wild, Hunde, Imkerei und anderes Interessantes aus der Natur.

Barbara Hartmann vom Kreisimkerverband warb für die aktuellen Maßnahmen zur Bekämpfung des Artensterbens. Für die kleinsten Besucher hielt sie Pinsel und Farbe bereit, die Kinder konnten damit Begattungskästen der Bienen bunt bemalen. Andreas Schneider zeigte gleich nebenan, wie Imkerei früher funktionierte und wie sie aktuell vonstattengeht. Passend zu den gezeigten Themen ließen sich die Gäste Pulled Pork oder Bratwurst vom Wildschwein schmecken, aber auch am Kuchenstand gab es lange Schlangen.

Eine Vielzahl von ausgestopften heimische Tieren sind in der Ausstellung Waldschule zu bewundern, unter anderem diese kapitale Wildsau.
Die Hausherren der Burg, Regens Dr. Volker Malburg (2.v.l.) und Subregens Philip Peters (rechts) freuen sich über den großen Besucherandrang in Kirche und Burggarten.

Neue Chronik Lantershofen Band 1


Ausschnitt aus dem Krönungsbild von Kaiser Heinrich II. Zum Vorverkaufstermin wird Kaiser Heinrich sein gelb-blaues Krönungsgewand wieder anlegen und die Chronik verkaufen.

Texte, Quellen und Bilder zur Lantershofener Geschichte

Gemeinsam mit der Bürgervereinigung Lantershofen und deren Vorsitzenden Erich Althammer freut sich Thomas Schaaf, langjähriger Chronist der Bürgervereinigung und profunder Kenner der Ortshistorie, den ersten Band einer zweibändigen Chronik Lantershofens vorstellen zu können. Das farbige Buch „Texte, Quellen und Bilder zur Lantershofener Geschichte" mit 688 Seiten ist das vierte Buch in der Reihe „Dorf in der Zeit - Lantershofen". Es beinhaltet eine chronologisch angeordnete Sammlung von gegenwärtigen oder historischen textlichen Beiträgen aus dem Leben des Dorfes und seiner Bewohner. Die Chronik beginnt mit einer Beschreibung der Landschaft, in die das Dort eingebunden ist, und setzt sich mit Berichten zu seinen Bewohnern in keltischer, römischer, fränkischer, mittelalterlicher und heutiger Zeit fort. 

Stefan Dünker beschreibt für das Jubiläumsjahr 1019 mit einer umfangreichen bebilderten Würdigung die geschichtlichen Zeit- und Lebensumstände des Dorfes und der Region. Dirk Unschuld erzählt auf ebenfalls illustrierten Seiten von den fünf Lantershofener Schnaps-Brennereien. Aus den weiteren Jahrhunderten nach der ersten Erwähnung von Lantershofen spiegelt das Buch eine Großzahl weiterer Geschehnisse. Kirche, Kapellen, Grafen, Hörige, Bischöfe, Pastoren, Bauern und Handwerker finden sich ebenso wie geschichtliche Entwicklungen in Weinbau, Landwirtschaft und Tonbergbau. Über Schulen, Kindergarten und Straßen berichtet das Buch ebenso wie über die „Leute von Lantershofen". 

Ausführliche Artikel und Bilder vor, während und nach den zwei Weltkriegen geben Einblick in die dörflichen und politischen Gegebenheiten. Kriegerverein, Kapellenneubau, Junggesellen, Schulstreit, Jagd, Winzerverein, Nachtwächter, Backes, Nazizeit, Jubiläumsfest, Kriegsjahre, Kriegstote aus dem Dorf, Besatzung und Währungsreform sind nur einige weitere Schlagworte, über die das neue Buch Chronik Lantershofen Band I berichtet. Ein umfangreiches Namen- und Sachregister rundet das Buch ab.

Dank gilt den Sponsoren Eifel-Destillerie P. J. Schütz, Efferz & Hoppen Immobilien GmbH, Althammer & Wimmers Rechtsanwälte, Kettiger Thonwerke Schaaf & Cie. GmbH, Getränke Visang GmbH, Auto Fuchs Mitshubishi, Wershofen GmbH, Rechtsanwälte Schwarz Glees & Bender, Gemeinde Grafschaft, Kreis Ahrweiler und Kreissparkasse Ahrweiler, die das Entstehen des Buches wesentlich gefördert haben.

Das Buch ist weitestgehend eine Zitatensammlung vieler Autoren, die im Laufe von Jahrhunderten zum Thema Lantershofen berichtet haben beziehungsweise zu schreiben wussten. Das macht auch den Reiz der chronologisch angeordneten Beiträge des Buches aus: Man kann darin wie in einer Sammlung alter Zeitungen blättern und zumeist authentische und nicht durch Umschreibung verfälschte Originalberichte zu einer Vielzahl von Ereignissen im Dorf studieren. Das Buch ist mit weit mehr als 500 Fotos und Repros reich illustriert. Die Bilder sind mit umfangreichen Bildunterschriften versehen, die eine Verbindung zum eigentlichen Chroniktext herstellen. Auch bei dieser neuen Publikation ist es Thomas Schaaf ein Anliegen, der Lantershofener Bevölkerung bisher wenig bekannte geschichtliche Vorgänge und Fakten aus den verschiedensten Lebensbereichen zur Kenntnis zu bringen und insbesondere auch jüngere Menschen für die "alten Zeiten" des Dorfes zu interessieren. Das vorliegende Buch ist also auch ein Versuch, junge Leute für die Bewahrung und Weitergabe von Dorfgeschichte zu begeistern. 

Am Freitag, 24. Mai ab 19 Uhr findet im Lantershofener Winzerverein im Rahmen der Freitagsöffnung ein Vorstell- und Erstverkaufstag des Werkes statt, an dem das Buch für 10,19 Euro zu haben ist. 

Aus der Reihe „Dorf in der Zeit – Lantershofen“:

Teil 1 (2001):
50 Jahre Bürgervereinigung Lantershofen und andere Geschichten
Teil 2 (2011):
60 Jahre Bürgervereinigung Lantershofen und 10 Jahre Lantershofen.de
Teil 3 (2017):
50 Jahre St. Lambertus Lantershofen – Festbuch zum Jubiläum
Teil 4 (2019):
Texte, Quellen und Bilder zur Lantershofener Geschichte

Theaterworkshop im Winzerverein


Der griechische Schauspieler Eleftherios (Lefti) Salomidis wohnt in Lantershofen. Foto: Thomas Schaaf.

Unter der Federführung des Grafschafter Vereins Kulturlant e.V. findet am Pfingstsonntag, 9. Juni, von 14-17 Uhr im Winzerverein Lantershofen ein kostenloser Workshop für Erwachsene, die Interesse am Theaterspielen haben, statt. Durchgeführt wird der Workshop vom griechischen Schauspieler Eleftherios (Lefti) Salomidis. „An diesem Tag machen wir mal etwas anderes und öffnen gemeinsam eine neue künstlerische Seite“, so Salomidis. Der Schauspieler hat in mehr als 40 Theaterstücken und 15 Filmen mitgewirkt und in seiner Heimat als Radiomoderator gearbeitet. Jetzt wohnt er in Lantershofen.

Ziel der Initiative ist es, die grundlegende Bekanntschaft mit der Theaterkunst zu machen und eventuell bei genügend Interesse einen neuen Theaterverein zu gründen. Der Workshop beinhaltet Atemübungen, Theaterspiel und Übungen sowie Fragen zur Theaterkunst. Es wird aus organisatorischen Gründen um Anmeldung unter Telefon 01 57 / 313 782 50 täglich ab 16 Uhr gebeten.

Schenkungsurkunde von 1019 erstmalig für das Dorfarchiv übersetzt


Kaiser Heinrich II. schenkt Lantershofen dem Kloster Michelsberg bei Bamberg, 1.7.1019, Abschrift aus dem späten 15. Jahrhundert. Repro: Andreas Lang.

Erstmalig schriftlich erwähnt ist das Dorf Lantershofen auf einer Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1019. Kaiser Heinrich II. schenkte Lantershofen damals dem Kloster Michelsberg bei Bamberg. Die Originalurkunde lässt sich nicht mehr auffinden. Allerdings existieren mehrere spätmittelalterliche Abschriften des Urkundentextes, der erstmalig für das Dorfarchiv übersetzt werden sollte. Bereits öfters konnte Subregens Philip Peters bei der Übersetzung lateinischer Dokumente für das Dorfarchiv aushelfen. Die Übersetzung der Urkunde stellte allerdings eine besondere Herausforderung dar, hatte sich das im Urkundentext verwendete Latein des Hochmittelalters sprachlich und grammatikalisch vom klassischen Latein der Römerzeit weiterentwickelt. So konnte Subregens Peters dann über einen Studenten der Burg, Frater Wendelinus Naumann OSB von der Benediktinerabtei St. Mauritius zu Tholey, Kontakt zu Dr. Walter Burnikel vermitteln, der für das Dorfarchiv jetzt erstmalig eine Übersetzung der Schenkungsurkunde fertigte:

Lantherishoff heißt ein Landgut, von dem zu erfahren ist, dass es der göttliche Kaiser Heinrich in Christo dem Kloster der Mönche vom Berg des hl. Michael übergeben hat.

Hierüber gibt es eine Urkunde mit folgendem Wortlaut:

Im Namen der heiligen und ungeteilten Dreifaltigkeit Heinrich, durch Gottes Gnade erhabener Kaiser der Römer.

Wenn wir uns bemühen, Kirchen und Gott geweihte Stätten zu fördern und zu begaben, vertrauen wir darauf, dass wir größere und bedeutendere göttliche Hilfe erfahren werden. Deswegen sei allen Christgläubigen und unseren treuen (Untertanen) kund, dass wir das Landgut, das uns nach dem Erbschaftsrecht von Seiten eines gewissen rechtlos gestorbenen Gesilmus zugefallen ist, unserem Bamberger Kloster, welches zu Ehren des hl. Michael für Gott und die dort nach der Regel des hl. Benedikt lebenden Brüder erbaut worden ist – es liegt im so genannten Ahrgau in der Grafschaft des Grafen Ernfrid, sein Name ist Lantherishoffe – mit dieser kaiserlichen Urkunde zu eigen geben und überlassen mit allem rechtmäßigen Zubehör zu diesem Landgut, nämlich mit Äckern, Wiesen, Weiden, Gewässern und Gewässerläufen, Weinbergen, Wäldern und dem Gesinde beiderlei Geschlechts und mit allen Nutzungen, gleich wie sie genannt und geschrieben werden können, ohne Widerspruch irgendeines Menschen zuzulassen. (Diese Schenkung ergeht) mit der Maßgabe, dass der ehr- und denkwürdige Herr Abt Rato, der zur Zeit dieses Kloster leitet, seine Nachfolger und die übrigen dort in mönchischem Leben Gott dienenden Brüder von nun an berechtigt sind, (die Schenkung) frei zu genießen und zu tun, was ihnen zum Nutzen der Kirche gut dünkt. Und damit die Gültigkeit dieser unserer Übereignung beständig und unzerstört jederzeit fortdauere, haben wir diese königliche und kaiserliche Verfügung, die hier und jetzt geschrieben wurde, eigenhändig bekräftigt und mit dem Abdruck unseres Siegels bezeichnen lassen.

Gegeben am 1. Juli im tausendundneunzehnten Jahr nach der Menschwerdung unseres Herrn, im achtzehnten Jahr der Königsherrschaft des Herrn Heinrich, des erhabenen Kaisers der Römer, im sechsten seiner Kaiserwürde. Verhandelt zu Köln.

Ein ganz herzliches Dankeschön gilt Subregens Peters, Frater Wendelinus und Dr. Burnikel für ihren Beitrag zur Lantershofener Dorfgeschichte.

Maibäume in Lantershofen


1. Mai 2019. Der Mai ist gekommen. Der Maibaum bleibt im Wald. Foto und Bildunterschrift: Thomas Schaaf

Wahlen finden im Winzerverein statt


Die kürzlich versandten Wahlbenachrichtigungen weisen für den Wahlbezirk 2501 den Winzerverein Lantershofen als Wahlraum aus. Foto: Roland Schaaf.

Die Gemeinde Grafschaft ist der Anregung gefolgt, den Winzerverein Lantershofen als Wahlraum für den Wahlbezirk 2501 auszuweisen. Die diesjährigen Kommunal- und Europa-Wahlen werden daher nicht mehr in der Mehrzweckhalle stattfinden, sondern erstmalig im Winzersaal. Die Verlegung des Wahllokals war möglich, nachdem der Winzerverein zwischenzeitlich als öffentliches Gebäude zur Verfügung steht und auch barrierefrei erreichbar ist. "Gewohnheitswähler", die die geänderte Wahlraum-Angabe auf der Wahlbenachrichtigung übersehen, sollen zudem durch Aushang an der Mehrzweckhalle auf die neuen Wahlräumlichkeiten im Winzerverein hingewiesen werden.