Neues vom Dorf


Aktuelle Berichte

Vorverkauf der neuen Chronik am Freitag


Gewichtiges Dokument Lantershofener Geschichte ist eingetroffen

Das Schwergewicht unter den bisher von der Bürgervereinigung Lantershofen herausgegebenen vier geschichtlich orientierten Büchern aus der Reihe „Dorf in der Zeit – Lantershofen“ ist zweifelsohne die neue Chronik Band I. Mit 1.718 Gramm und 688 Seiten stellt sie ein „gewichtiges“ Dokument dörflicher Geschichte dar (Buch 1wog 634 Gramm, Buch 2 920 Gramm und Buch 3 576 Gramm). Vor einigen Tagen wurde das neue Buch von der Druckerei in Plauen im Vogtlandkreis, die auch schon die beiden vorherigen Bücher gedruckt hatte, angeliefert.

In der Druckerei: Ein fertig gedruckter Stoß Druckbögen. Auf jedem Blatt sind beidseitig insgesamt 16 Buchseiten in genau bestimmter Reihenfolge abgedruckt, damit sie nach dem Beschneiden in der richtigen Reihenfolge im Buch zusammengeheftet werden können. Foto: Satzart Plauen.
Die Beispiel-Buchseite 330 berichtet über die Junggesellenfahne von 1879, die Beerdigung einer Leiche, den Winter 1879, die Ausgabe von Saatkartoffeln, den Nachtwächter, das Spritzenhaus und den Gemeindebrunnen 1880. Foto: Thomas Schaaf.

Jetzt am Freitag, 24.5., findet ab 19.00 Uhr in der Winzervereinsgaststätte Lantershofen im Rahmen der "Freitagsöffnung" der Vorverkauf des neuen Buches zum Sonderpreis statt. Vorsitzender Erich Althammer und der langjährige Chronist der Bürgervereinigung Thomas Schaaf stellen um 19.30 Uhr das Buch (10,19 €, nur im Vorverkauf) anhand einer Beamer-Präsentation vor. Der Buchvorstellung folgt das 7-Minuten-Filmchen „Kaiser Heinrich II. und Lantershofen“. Das Video stellt den Kaiser in seinem gelb-blauen Krönungsgewand und die Jubiläums-Urkunde von Lantherishoff aus dem Jahr 1019 vor, wobei Heinrichs geschichtliche Vita eingebettet ist in Landschaftsbilder von Lantershofen. Sprecher und Darsteller im geschichtlichen Filmchen sind zwei Lantershofener Protagonisten.

Zum Buchverkauf am Freitag, 24.5., wird Kaiser Heinrich II. wieder sein gelbes Krönungsgewand mit dem blauen Umhang anlegen und Erich Althammer beim Verkauf der neuen Chronik unterstützen. Er bringt auch die Heilige Lanze und das Reichsschwert mit in den Winzerverein. Auch an den Jubiläumstagen sind das neue Buch und die drei älteren Bücher der Bürgervereinigung für je 15.00 € zu erhalten. 

Trägervereins-Vorstand ist komplett


Vorsitzender Roland Schaaf begrüßt die anwesenden Mitglieder im Gastraum des Winzervereins. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.

Winzerverein Lantershofen weist eine hohe Belegungsfrequenz auf

Es ist immer was los im Lantershofener Winzerverein. Die hohe Belegungsfrequenz dieses der Gemeinde Grafschaft gehörenden Bürgerhauses hält vor allen Dingen den verwaltenden Trägerverein auf Trab. Am vergangenen Freitag war Mitgliederversammlung. Die 28 der insgesamt 105 Mitglieder, die vom Vorsitzenden Roland Schaaf begrüßt wurden, hörten im Laufe der 45-minütigen Versammlung sowohl umfassende, wie positive Rückblicke auf das vergangene Jahr.

Der jetzt komplette Vorstand (v.l.): Peter Großgarten, Florian Ropertz, Thomas Weber, Roland Schaaf, Marco Schmidt, Simon Schaaf, Manuel Efferz, Stefan Dünker, Benedikt Queckenberg und Erwin Münch.

Schriftführer Manuel Efferz berichtete von den umfangreichen Möglichkeiten des Hauses. Neben Familienfeiern gab es hier Konzerte, Partys, Karnevalssitzungen, die traditionellen Lantershofener Kirmesfeiern oder kulinarische Events. Es wurde sogar Fußball gespielt im Festsaal. Die Vereine im Ort haben das Haus als Veranstaltungsstätte längst für sich entdeckt. Forenvorträge waren ebenso gut besucht, wie ein Spaß-Tischtennisturnier oder ein irischer Abend der Junggesellen. Wenn an den Freitagen nicht vermietet ist, laden Dorfvereine und –gruppierungen zum Dorftreff ein, mit den Erlösen sorgt der Trägerverein immer wieder für infrastrukturelle Verbesserungen, teilweise auch in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, die die Infrastruktur für ihre Projekte nutzen. Was nicht in den Zuständigkeitsbereich des Besitzers fällt, finanziert man selbst. Das ist in erster Linie Technik, ein Beamer wurde erneuert, zwei Leinwände beschafft, ein Computer sorgt für Musik und medientechnische Unterstützung. Weil das Haus oft frequentiert ist, hält man aber auch in puncto Lärm engen Kontakt zu den Nachbarn. Ufern Veranstaltungen aus, wird gemeinsam kommuniziert, wie man schnelle Abhilfe schaffen kann.

Schatzmeister Simon Schaaf hielt ebenfalls positive Zahlen bereit. So hat der Trägerverein trotz Anschaffungen im vergangenen Jahr einen Überschuss von rund 3.000 Euro erwirtschaften können. Geld, das man dringend benötigt, stehen doch aktuell weitere Verbesserungen zur Mediennutzung im Gastraum und gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsmaßnahmen im Küchenbereich zur Umsetzung an. Auch die vom alten Besitzer übernommen Theke bedarf bald einer umfassenden Sanierung. Die Kassenprüfer Erich Althammer und Wolfgang Kanter bestätigten indes die ordentliche Kassenführung, der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Komplettiert werden konnte zudem der Vorstand, in dem nun mit Florian Ropertz und Peter Großgarten zwei weitere Objektewarte vakante Positionen bekleiden. Die beiden Kassenprüfer wurden ebenfalls wiedergewählt.

In der abschließenden Diskussionsrunde, bei der generelle Dorftreff-Öffnungszeiten, die Ausstattung des Festsaals oder die Notwendigkeit der technischen Schulung von Vereinsvertretern angesprochen wurde, zeigte sich, dass dem Trägerverein die Arbeit so schnell nicht ausgehen wird.

Erste Bienen-Projekte umgesetzt


Bienenlehrpfad und das „Bienenlant“ sind entstanden

Wer in Lantershofen über den Birnenrundwanderweg geht, kann sich jetzt auch über das Leben der Bienen informieren. Seitdem nämlich in dem Ort im vergangenen Jahr ein Forum-Vortrag zur Arbeit der Imker die Problematik fehlender Nahrungsquellen für Insekten offenbarte, ist bei Rat und Verwaltung der Gemeinde Grafschaft ein richtiger Hype zur Rettung der Insekten ausgebrochen, selbst auf Kreisebene nahm das Thema Fahrt auf. Entstanden sind jetzt einen Bienenlehrpfad und das „Bienenlant“, das alles zwischen den Holzobjekten „Fliegendes Dach“ und „Spirituelle Tankstelle.“ Zum einen wurden dort ein halbes Dutzend Informationstafeln aufgestellt, die sich mit Leben und Überleben von Wild- und Zuchtbienen und den Zusammenhängen mit der Natur als Nahrungsquelle beschäftigen und informieren, zudem wurden fünf Elsbeerenbäume am Wegesrand gepflanzt. Direkt neben dem Objekt der spirituellen Tankstelle entstand das Bienenlant, ein kleiner Rundweg, der ebenfalls mit Infotafeln versehen ist. Aber nicht nur das, hier wurde mit Unterstützung des Deutschen Imkerbundes auch eine Schaubeute aufgestellt. In dieser platzierte Imker Andreas Schneider zur Eröffnung vom Bienenlant ein ganzes Bienenvolk. Wer die Schaubeute öffnet, sieht die Bienen hinter Glas und kann sich auf Infotafeln darüber informieren, was im Bienenvolk vor sich geht. Hier sind der Weg zur Trachtquelle und der Eintrag von Nektar und Pollen beschrieben, ebenfalls die Bestäubung als Leistung für Natur und Mensch bis hin zur Entstehung von Honig.

Jürgen Hemmers (Mitte) hilft beim Einsetzen der Bienen unter fachlicher Anleitung von Bienenvater Andreas Schneider (r.) mit. Fotos in diesem Bericht: Dirk Unschuld. Bildunterschriften: Thomas Schaaf.
Auch Grafschaft-Bürgermeister Achim Juchem (links) freut sich über die Bienenaktionen.

Dazu wurden Bäume gepflanzt, neben Birnen auch Kastanien, Weiden und Elsbeeren. Als nächstes wird eine Totholzhecke angelegt, dann folgen ein Biotop und ein Insektenhotel. Beim offiziellen Spatenstich drückte der Grafschafter Bürgermeister Achim seine Freude darüber aus, dass nach vielen Beratungen nun die ersten Projekte fertig sind. Vor allem die Mitarbeiter des Grafschafter Bauhofs hatten kräftig Hand angelegt. Als Andreas Schneider das Bienenvolk einsetzte, halfen Karola und Jürgen Hemmers kräftig mit. Sie hatten sich spontan bereiterklärt, die Umsetzung der Idee mit einer üppigen Finanzspritze zu unterstützen. Nachdem ihnen ihre Töchter ein Bienenhotel schenkten, entstand schnell Begeisterung für die Honigproduzenten. Es folgte die Einrichtung eines Bienenvolks auf dem eigenen Grundstück und jetzt das Bienenlant. Das Projekt des Fördervereins Zukunft Lantershofen entstand passend zum Festreigen „1000 Lantesche Jahre“ und wurde außer von den Eheleuten Hemmers auch von der Gemeinde Grafschaft, dem Landkreis Ahrweiler, der Raiffeisenbank Voreifel und der Bürgervereinigung Lantershofen gefördert.

Proppenvoller Winzerverein begab sich auf musikalische Zeitreise


Die Musikfreunde auf musikalischer Zeitreise mit ihren Gästen. Foto: Klaus Schmidt.

Musikfreunde Lantershofen boten Blasorchestersound der Extraklasse

Es ist längst kein Ereignis mehr, dass sich „nur“ auf Lantershofen fokussieren lässt, zieht es doch ein Publikum aus der näheren und weiteren Umgebung an. Die Rede ist vom immer wieder neue Rekorde aufstellenden Frühlingskonzert der Musikfreunde Lantershofen. Wie schon im vergangenen Jahr, als man den britischen Inseln eine musikalische Hommage verehrte, war das Konzert auch 2019 ein Zuschauer – oder besser Zuhörer – Magnet. Und wenn Lantershofen schon das tausendste Jubiläum seiner ersten urkundlichen Erwähnung feiert, geht das auch an den Musikfreunden nicht spurlos vorbei. Grund genug also, dem mit mehr als 250 Gästen proppenvollen Winzerverein eine musikalische Zeitreise zu bieten, die es im wahrsten Sinne des Wortes in sich hatte. Es war Blas- und Orchestermusik auf Top-Niveau, modern, jedoch ohne klassische Einschläge zu verdecken und dazu noch extrem abwechslungsreich.

Wo sonst bekommt der geneigte Musikfan schon die ungewöhnliche und vor allem nie langweilige Mischung aus Film-Soundtracks („The Flintstones“, „1492 – Conquest of Paradise“), Schlager („Dschingis Khan“), irisch/britischen Traditionals („Celtic Ritual“, „History of Hamstede“) und sogar lupenreinem Rock („Leningrad“/Billy Joel, „Wind of Change“/Scorpions, „Made in Germany“/u.a. Klaus Lage/Wolfgang Niedecken) im harmonischen Zusammenspiel zahlreicher Instrumente auf die Ohren? Kein Wunder also, dass das Publikum reichlich mitsang und mitklatschte. Unter dem wie immer umsichtigen und erfahrenen Dirigat von Manfred Sebastian musste auch auf Klassiker wie „Toccata in D Minor“ (Johann Sebastian Bach) und „Erzherzog Albrecht Marsch“ nicht verzichtet werden. Als dann im Zugabenteil der von Manfred Sebastian eigens für Blasorchester arrangierte „Lantershofener Marsch“ den Winzerverein rockte, hielt es das begeisterte Auditorium eh nicht mehr auf den Plätzen.

Darüber hinaus hatte das Konzert nicht „nur“ Musik, sondern auch einiges an „Drumrum“ zu bieten: In der „Lantesche Küche“ gab es Deftiges auf den Teller und beim Birnenschnaps-Tasting wurde eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass das Lantershofener Nationalobst zu Hochprozentigem gebrannt nochmal so gut schmeckt. Passend zur Jahreszeit hatten Ludwig Klein und Franz-Josef Etten im Saal noch einen schmucken Maibaum gestellt – „ganz traditionell mit Micken“, wie die Musikfreunde augenzwinkernd attestierten.

Lantershofener Junggesellen-Schützen wählen neuen Vorstand


Der neu gewählte Vorstand der Gesellschaft (v.l.n.r.): Schwenkfähnrich Markus Fabritius, Tambourmajor Simon Goldbach, Kassierer Clemens Queckenberg, Hauptmann Tim Ley, 2. Offizier Andreas Franzen, Tragfähnrich Justin Waldecker, Majestät Matthias Schopp, Schriftführer Christian Herz und 1. Offizier Marco Böhm. Foto: Johannes Schütz

Tim Ley ist neuer Hauptmann der Junggesellen-Schützen

Seit jeher halten die Junggesellen-Schützen aus Lantershofen ihre jährliche Generalversammlung am letzten Tag des Monats April ab. Diese Zusammenkunft wird stets mit Spannung erwartet, da an diesem Abend alle acht Wahlämter des Vorstandes zur Abstimmung stehen. Bevor die Junggesellen sich am 30.4.2019 jedoch in den Keller des Winzervereins begaben, in welchem die Sitzung dieses Jahr stattfand, trafen sie sich mit der Dorfgemeinschaft an der Kirche zum Maianspielen. Zahlreiche Schaulustige konnten sich an den musikalischen Darbietungen vom Männer- und Frauenchor des MGV „Cäcilia“, dem Tambourcorps Lantershofen und dem Panik Orchester erfreuen. Auch Schwenkfähnrich Markus Fabritius gab unter schwierigen Wetterbedingungen sein Können zum Besten. Im Anschluss zog man in Richtung Winzerverein. Hier angekommen strömte der Großteil der Mitgekommenen in den Gastraum des Winzervereins, in dem die Bürgervereinigung den Tanz in den Mai veranstaltete. Die Junggesellen stiegen hingegen die Treppe in das Kellergewölbe hinab und nahmen ihre Plätze für die Versammlung ein.

Hauptmann Johannes Schütz eröffnete die Versammlung um 20:31 Uhr und hieß die 43 erschienenen Mitglieder herzlich Willkommen. Nach der Gefallenenehrung, in der die Schützen ihrer gefallenen, vermissten und verstorbenen Kameraden gedachten, folgte die Aufnahme neuer Mitglieder. Martin Goldbach und Felix Wistuba traten der Gesellschaft bei und erhöhten damit die Anzahl der Vereinsmitglieder auf stattliche 70 Mann. Nach dem Feststellen der Beschlussfähigkeit, die Satzung der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft schreibt vor, dass mindestens die Hälfte der aktiven Vereinsmitglieder zugegen sein muss, beschlossen die Anwesenden, den jährlichen Mitgliedsbeitrag von bisher 20 Euro auf 25 Euro zu erhöhen. Dieser wurde zuletzt 2014 moderat erhöht und stammte vorher noch aus DM-Zeiten.

Es folgten die Jahresberichte von Schriftführer Leon Schneider und Kassierer Christian Herz. Letzterem bescheinigte Kassenprüfer Robin Grießel eine ordnungsgemäße Kassenführung und beantragte die Entlastung des Vorstandes, die daraufhin einstimmig erteilt wurde. Dann trat Hauptmann Johannes Schütz ein letztes Mal ans Rednerpult und bedankte sich bei seinen Kameraden für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Schütz hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass er für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung stehe. Er war seit September 2016 Vorsitzender der Junggesellen-Schützen und bekleidete bereits zuvor mehrere Vorstandsposten.

Nach einer kurzen Pause übernahm im folgenden Matthias Schopp die Versammlungsleitung und eröffnete die Vorstandswahlen. Zuerst stand das freigewordene Amt des Hauptmanns zur Abstimmung. Dafür schlug der Vorstand den bisherigen 1. Offizier Tim Ley vor. Dieser wurde daraufhin ohne Gegenkandidaten einstimmig gewählt und bekam von König Schopp die Amtskette umgehangen. Der neue Vorsitzende ist 20 Jahre alt und studiert derzeit katholische Religion und Chemie auf Lehramt.  Er ist seit 2016 Mitglied der Gesellschaft, war jedoch bereits seit Jahren aktives Mitglied des Tambourcorps. In den vergangen zwei Jahren war er als Schriftführer und stellvertretender Vorsitzender Teil des Vorstands. Ley bedankte sich für das Vertrauen und fuhr mit der Wahl des 1. Offiziers fort. Hierfür bewarben sich gleich zwei ehemalige Vorstandsmitglieder. Zum einen Marco Böhm, der bereits Kassierer, Tragfähnrich und Schriftführer war und 2015 die Königswürde erlangte. Der Gegenkandidat Justin Waldecker hatte im Geschäftsjahr 2017/18 bereits den Posten des 1. Offiziers inne und war vorher als 2. Offizier und Tragfähnrich im Vorstand aktiv. Die Wahl konnte Marco Böhm für sich entscheiden und damit zum siebten Mal am Vorstandstisch Platz nehmen. Der neue 1. Offizier ist 27 Jahre alt und studiert derzeit im Master Mathe und Informatik auf Lehramt. Bei der Wahl zum 2. Offizier kandidierte Amtsinhaber Andreas Franzen für ein weiteres Vorstandsjahr. Hierbei gab es keinen Gegenkandidaten und so kam es zur Wahl per Handzeichen, bei der dieser einstimmig wiedergewählt wurde. Der 21-Jährige ist zur Zeit als Rettungssanitäter tätig und strebt ein Karriere als Feuerwehrmann an. Bei der Wahl zum Tragfähnrich trat Amtsinhaber Julian Schmitz nicht erneut an, sodass die Anwesenden die Wahl zwischen Leon Schneider, welcher zuvor Schriftführer gewesen war, und Justin Waldecker hatten. Das Votum der Mehrheit fiel auf Waldecker, der sich sichtlich über die Rückkehr in das Leitungsgremium freute. Waldecker ist 24 Jahre alt und arbeitet als KFZ-Meister im elterlichen Autohaus.  Weiter ging es mit der Wahl des Schwenkfähnrich, zu der sich nur Amtsinhaber Markus Fabritius aufstellen ließ. Die Anwesenden bescheinigten ihm gute Arbeit und votierten einstimmig für ein weiteres Engagement von Fabritius. Der angehende Malermeister ist 23 Jahre alt und beginnt damit bereits seine fünfte Amtszeit. Die darauffolgende Abstimmung zum Posten des Tambourmajors brachte wieder Spannung mit sich, denn Nils Henscheid beendete nach drei Jahren seine Vorstandsarbeit. An seiner Stelle warb das langjährige Tambourcorpsmitglied Simon Goldbach um Stimmen. Diese erhielt der 19-jährige Schüler auch und wurde einstimmig zum neuen Major berufen. Die Wahl zum Schriftführer konnte Christian Herz für sich entscheiden. Er wurde ohne Gegenkandidaten per Akklamation einstimmig gewählt. Der 20-Jährige Herz war im vorangegangenem Jahr Kassierer und hat vor kurzem sein Abitur abgelegt. Die Vorstandswahlen endeten traditionell mit dem Posten des Kassierers. Als Hüter der Finanzen bewarb sich Clemens Queckenberg. Er war bereits in der vorletzten Amtsperiode als Kassierer tätig. Die Arbeit des 23-Jährigen war allen noch in Erinnerung geblieben, denn er wurde per Handzeichen einstimmig erwählt. Nach einem Auslandssemester in den USA beginnt Queckenberg in diesem Jahr sein Masterstudium im Bereich Wirtschaftsmathematik.

Allen aus dem Vorstand ausgeschiedenen Vereinsmitgliedern wurde für ihre bisherige Arbeit durch Hauptmann Tim Ley herzlich gedankt. Ley bedankte sich ebenfalls bei den neu gewählten Mitgliedern für ihre Bereitschaft und blickte zuversichtlich auf die vor ihm liegende Amtszeit.

MGV Cäcilia gratuliert Hermann Mombauer


Klaus Dücker und der Männerchor sowie Leo Mattuscheck für die Bürgervereinigung Lantershofen gratulieren Hermann Mombauer in seinem einladenden Garten. Foto: Anja Braun.

Seinen 75. Geburtstag konnte Hermann Mombauer  am Dienstag feiern. Keine  Frage, da mussten die wenigen verbliebenen Mannen des MGV Cäcilia Lantershofen hin, um ihm mit einem gesungenen Ständchen zu gratulieren. Vorsitzender Klaus Dücker würdigte in einer kurzen Laudatio den langjährigen aktiven Sänger, der schon mit 17 Jahren  dem Chor  beigetreten war. Dücker dankte dem Jubilar mit einem Weinpräsent für seine stete Hilfsbereitschaft. Wenn er auch nie in den Vorstand drängte – immer wenn es gilt anzupacken, sei er wie selbstverständlich zur Stelle. Zur Stelle waren auch Chorleiter Heinrich Fuchs aus Eckendorf, Ehrendirigent Rolf Schmitz und Ortsvorsteher Leo Mattuscheck, um ihre Glückwünsche aus zu sprechen. Anschließend saß man noch in gemütlicher Runde bei einem Umtrunk zusammen.

Schweizer Bischof in Lantershofen


Prominenter Gast im Seminar St. Lambert und der Lambertuskirche war der Bischof des Schweizer Bistums St. Gallen, Markus Büchel. Foto: Dirk Unschuld.

Am 2. Mai 1972 wurde das Studienhaus St. Lambert auf Burg Lantershofen als Spätberufenenseminar gegründet. Daran denken Studenten und Dozenten, vor allem aber die, die auf dem dritten Bildungsweg in Lantershofen ihr Theologiestudium absolvierten, alljährlich im Mai beim Hausfest. Viele von ihnen schlagen dann wieder den Weg auf die Grafschaft ein, um Erinnerungen auszutauschen und sich über die aktuelle Situation der Kirche auszutauschen. Der Priestermangel dürfte dabei eines der zentralen Themen gewesen sein. Beim Welttag für geistliche Berufungen am Sonntag berichtete der aktuelle Leiter des Studienhauses, Regens Volker Malburg, dass aktuell die Hälfte der Zimmer im Studienhaus leer stehen.

Das diesjährige Hausfest begann am Sonntagabend mit einer gemeinsamen Vesper in der St. Lambertuskirche. Das eigentliche Fest fand am Montag statt, prominenter Gast war der Bischof des Schweizer Bistums St. Gallen, Markus Büchel. Der 69-jährige besuchte Burg Lantershofen, wo auch ein Student aus seinem Bistum und ehemaliger Schweizergardist auf dem Weg zum Priestertum studiert. Bischof Büchel feierte am Montagmorgen mit den Besuchern des Hausfestes und der Bevölkerung in der St. Lambertuskirche einen festlichen Gottesdienst.

Ein Tag für Wald und Wild


Jäger und Imker gratulierten zu „1000 Lantesche Jahre“

In Lantershofen besitzen rund drei Dutzend Bürger einen Jagdschein. Eine ganze Menge, und so kam in der Vorbereitungsphase zum 1000-jährigen Jubiläum der ersten urkundlichen des Dorfes die Idee auf, dass sich auch die Jägerschaft mit einer Veranstaltung an den Feierlichkeiten beteiligt. Organisiert von Thomas Otten und Wolfgang Schumacher fand dazu am Sonntag ein ganzer Veranstaltungsreigen statt. Auftakt war eine Hubertusmesse in der überfüllten Lantershofener Lambertuskirche. Regens Volker Malburg als Hauptzelebrant ging auf die enge Verbindung zwischen dem Lantershofener Schutzpatron Lambertus und dem heiligen Hubertus ein. Musikalisch mitgestaltet wurde die „Grand Messe de Saint Hubert“ vom Parforcehorncorps Euskirchen unter der musikalischen Leitung von Nobert Nitschke und dem Bläsercorps Ahrtal.

In der übervollen Lambertuskirche zelebriert Regens Dr. Volker Malburg (Mitte) die Hubertusmesse bei Parforcehörnerklang und jagdlich geschmücktem Gotteshaus. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Die „Grand Messe de Saint Hubert“ wird eindrucksvoll dargeboten vom Parforcehorncorps Euskirchen unter der Leitung von Nobert Nitschke, begleitet von Heinrich Fuchs an der Orgel.

Gleich im Anschluss ging es im Garten des benachbarten Studienhauses St. Lambert weiter. Hier präsentierten sich Jäger und Imker. Die Kreisgruppe Ahrweiler im Landesjagdverband Rheinland-Pfalz zeigte in ihrer „Erlebnisschule Wald und Wild“ eine umfangreiche Sammlung an Tierpräparaten heimischer Waldbewohner, Holzobjekten und diversen waldpädagogischen Materialien. Hingucker war zweifelsfrei ein lebendiger Uhu, der sich das gut besuchte Geschehen anschaute und das „im Mittelpunkt stehen“ sichtlich genoss. An anderer Stelle gab es Jagdhundvorführungen und wiederum viele staunende Blicke.

Nach der Hubertusmesse stärkt man sich mit Wildbratwurst und Getränken bei netten Gesprächen im Burggarten und vielen Attraktionen.
Die Jägerschaft hatte einiges aufgeboten, den Uhu und seinen Falkner, die Erlebnisschule Wald und Wild, Hunde, Imkerei und anderes Interessantes aus der Natur.

Barbara Hartmann vom Kreisimkerverband warb für die aktuellen Maßnahmen zur Bekämpfung des Artensterbens. Für die kleinsten Besucher hielt sie Pinsel und Farbe bereit, die Kinder konnten damit Begattungskästen der Bienen bunt bemalen. Andreas Schneider zeigte gleich nebenan, wie Imkerei früher funktionierte und wie sie aktuell vonstattengeht. Passend zu den gezeigten Themen ließen sich die Gäste Pulled Pork oder Bratwurst vom Wildschwein schmecken, aber auch am Kuchenstand gab es lange Schlangen.

Eine Vielzahl von ausgestopften heimische Tieren sind in der Ausstellung Waldschule zu bewundern, unter anderem diese kapitale Wildsau.
Die Hausherren der Burg, Regens Dr. Volker Malburg (2.v.l.) und Subregens Philip Peters (rechts) freuen sich über den großen Besucherandrang in Kirche und Burggarten.