Neues vom Dorf


Aktuelle Berichte

Kirche St. Katharina ist nicht verkauft


Die Kirche St. Katharina Karweiler und das Pfarrhaus. Die Gemeinde Grafschaft sucht jetzt das Gespräch mit dem Verwaltungsrat u.a. über Liegenschaften und Bestattungsformen. Foto: Thomas Schaaf.

Von Walter Moitz, dem Verwaltungsratsvorsitzenden der Kirchengemeinde der Pfarrei St. Katharina hat die Redaktion nachfolgend Erklärung erhalten, die Bezug nimmt auf Informationen, die aus nichtöffentlicher Gemeinderatssitzung Teilen der Presse "zugespielt" wurden. In der Erklärung, die von Moitz auch in der heutigen Messe in der Lamberetuskirche vorgetragen wurde und zu der er sich aufgrund von Falschmeldungen und des Vertrauensbruches interessierter politischer Personen aus dem Gemeinderat genötigt sah, heißt es wie folgt: 

"Liebe Pfarrgemeinde! Der Artikel im GA „Kirche Sankt Katharina in Karweiler wird verkauft“ war die Schlagzeile der Woche und hat natürlich Sie alle überrascht, verwundert, den einen oder anderen verärgert. Sowohl positive und negative Reaktionen haben uns erreicht.

Fakt ist: Nein, die Kirche ist nicht verkauft! Nein, der VR hat keinen Beschluss gefasst, die Kirche zu verkaufen! Ja, der VR hat der Gemeindeverwaltung ein Gesprächsangebot unterbreitet! Und JA, der Gemeinderat hat der Gemeindeverwaltung am vergangenen Donnerstag in NICHTÖFFENTLICHER Sitzung das Mandat erteilt, mit uns das Gespräch zu suchen, allerdings nicht nur über das Objekt Kirche, sondern aus eigenem Interesse auch über die Liegenschaft Pfarrhaus.

Wie kam es aber dazu, dass wir auf die Gemeinde zugegangen sind und Gesprächsbereitschaft signalisiert haben? Der Gemeinderat beschäftigt sich zurzeit mit „alternativen Bestattungsformen“.  Das war und ist öffentlich bekannt. Hinzu kam, dass die SPD-Fraktion in einem Zeitungsbericht am 20. September letzten Jahres sowohl im GA als auch in der RZ davon sprach, dass „Die SPD Grafschaft auch einer Ausweitung der möglichen Bestattungsformen auf Grabeskirchen/ -kapellen positiv gegenüber steht.“ Die Kirche in Karweiler ist noch die einzige Kirche auf der Grafschaft, die umgeben ist von einem Friedhof, der sich im Eigentum der Gemeinde befindet. Die Information, dass die Gemeinde sich auch mit Grabeskirchen oder –kapellen auf der Grafschaft beschäftigt, war sehr wertvoll und wurde vom VR aufgegriffen.

Der VR hat sich mit einem Brief an die Gemeindeverwaltung gewendet und ein Gesprächsaustausch angeboten. Dabei hat der Verwaltungsrat den Gedanken geäußert, dass er sich vorstellen kann, die Kirche von Karweiler neben seiner Funktion als Versammlungsort und Gebetsort auch als Kolumbarium (Grabeskirche) zu nutzen. Der VR hat bei diesem Vorschlag die Zukunftsfähigkeit der Karweiler Kirche im Blick. Die Gespräche mit der Gemeinde sollen aufzeigen, welche Möglichkeiten bestehen, die Kirche auf Sicht als Gebäude funktionsfähig zu halten. Ob zukünftig nämlich noch alle Baumaßnahmen zur Erhaltung der Kirche umsetzbar sind, ist ungewiss.

Ein weiterer Punkt: Kann eine Großpfarrei Bad Neuenahr-Ahrweiler ab 2022 alle Kirchen auf der Grafschaft halten? Ganz abgesehen davon, ob in jeder Kirche weiterhin Gottesdienste gehalten werden, muss auch ein Küster oder Küsterin zur Verfügung stehen, der Putzdienst aufrecht erhalten werden, die Kirche gepflegt werden. Die Bereitschaft, Dienste auch gegen Entgelt zu besetzen, ist immer schwieriger.

Die anstehenden Gespräche mit der Gemeinde sind ergebnisoffen. Es kann sein, dass die Gespräche mit der Gemeinde im Sande verlaufen, da keine Übereinkunft gefunden wird. Zu Bedenken ist ebenfalls, dass das Generalvikariat in Trier einer anderen Nutzung bzw. einem Verkauf oder Eigentumsübergang mit Nutzungsrecht seine Zustimmung geben muss oder auch verweigern kann. Der Bürgermeister hat sich nach der Gemeinderatsitzung Anfang dieser Woche gemeldet und zum Gespräch nach Pfingsten eingeladen. Dabei hat er sich enttäuscht gezeigt, dass die Informationen aus dem nicht öffentlichen Teil des Gemeinderates an die Presse gelangt sind. Der Verwaltungsrat findet es ebenfalls sehr bedauerlich, dass dieses sensible Thema in die Presse/Öffentlichkeit gelandet ist und zudem inhaltlich verfälscht aufgebauscht wurde.

Es wäre/war in unserem Interesse, dass Sie, die betroffene Gemeinde, nach ersten Sondierungen eingebunden sind, bevor das Thema über die Presse in die breite Öffentlichkeit gelangte. Die Gemeindeverwaltung hat mit der Einladung das Interesse noch erweitert und möchte neben dem Objekt Kirche auch über einen Ankauf des Pfarrhauses das Gespräch führen. Die Gemeinde ist derzeit Mieter der beiden Wohneinheiten und der mittleren Versammlungsetage, die als Quartier für die Pfadfinder derzeit genutzt wird. Interessanterweise wurde diese Information in dem Zeitungsartikel nicht erwähnt! 

Und noch ein Gedanke sei erlaubt: Das älteste kirchliche Gebäude auf der Grafschaft, die St. Hubertuskapelle in Birresdorf, ist schon vor 40 Jahren in das Eigentum der Gemeinde Grafschaft übergegangen, und es wird immer noch wöchentlich der Rosenkranz dort gebetet, es werden Andachten gehalten, es finden Eucharistiefeiern statt. Und vor 4 Wochen fand dort eine Orgelweihe statt, wie Sie es sicherlich auf der Titelseite der Grafschafter Zeitung vor 3 Wochen lesen und sehen konnten. Die neue Orgel wurde von der Gemeinde Grafschaft auf Initiative und Vermittlung des Ortsbeirates und Ortsvorstehers von Birresdorf, unseres Bürgermeisters Achim Juchem und unseres Organisten Heinrich Fuchs gekauft. All dies zeigt, dass auch ein Eigentumsübergang der Nutzung keinen Abbruch tun muss.

Wie geht es nun aber konkret weiter? Wir werden die Einladung des Bürgermeisters zu Gesprächen annehmen. Bevor es Beschlüsse oder Verträge geben wird, werden wir Sie, die betroffene Gemeinde, über die Inhalte oder über das Scheitern der Gespräche informieren. Offen sind wir für Gedanken, Meinungen und Vorschläge, wie z. B. die Gründung eines Fördervereins für die Kirche. Gerne können Sie uns (Walter Moitz und Pfarrer Burg) oder die Mitglieder aus den Gremien ansprechen. Gez. VR Walter Moitz (Vorsitzender), Gez. Pfarrer Alexander Burg.

Großer Andrang auf die Dorfchronik


Lantershofens Geschichte bis zum Jahr 1948 in einem Buch

688 Seiten dick, 1.750 Gramm schwer: in Lantershofen ist der erste von zwei Teilen einer Dorfchronik erschienen. Zusammengetragen und geschrieben wurde sie von Thomas Schaaf unter tatkräftiger Mitarbeit seines Sohnes Roland sowie Stefan Dünker und Dirk Unschuld. Herausgeber ist die Bürgervereinigung Lantershofen. Am vergangenen Freitag wurde das Werk im Winzerverein des Ortes vorgestellt. An die 100 Lantershofener saßen im dortigen Gastraum dicht an dicht nebeneinander und hörten der Vorstellung zu, mehr als 150 Chroniken wurden schon am ersten Abend verkauft.

Die Buchpräsentation und das nachfolgende 7-Minuten-Filmchen über Kaiser Heinrich II. fanden große Beachtung. Fotos in diesem Bericht: Dorothee Schaaf. Bildunterschriften: Thomas Schaaf.
Über die neue Chronik und seine Entstehung berichtete der langjährige Chronist der Bürgervereinigung Thomas Schaaf. In der Hand hält er die Schulchronik des Volksschullehrers Jakob Diederich, die noch in handschriftlicher Sütterlinschrift abgefasst ist. Sie war eine wichtige Grundlagen für das neue Buch.

Es dürften an die 20 Jahre sein, die sich Thomas Schaaf mit der Chronik befasste. Jahre, in denen er in seiner Eigenschaft als Chronist der Bürgervereinigung alles sammelte und zusammentrug, was über die Geschichte Lantershofens zu erfahren war. Natürlich die handgeschriebenen Chroniken, die die Dorflehrer in früherer Zeit verfassten. Kaum ein Speicher in Lantershofen, auf dem alte Bilder oder Dokumente lagern könnten, war vor dem umtriebigen Chronisten sicher. Zeitzeugen wurden befragt und all das, was in anderen Werken bereits Erwähnung fand oder in Zeitungsarchiven lagerte, gesammelt. Erschienen ist die neue Chronik als viertes Werk der Serie „Dorf in der Zeit – Lantershofen.“ Alle vier Werke wurden von Schaaf initiiert und verfasst. Dank einer Fülle von Geldgebern ist auch das neue Werk für jedermann erschwinglich. Wenn Lantershofen am kommenden Wochenende das 1000-jährige Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung feiert, wird die Chronik für 15 Euro erhältlich sein, am Vorstellungstag kostete sie lediglich 1019 Cent.

Nach dem Filmchen über und mit Heinrich II., verkörpert von Thomas Schaaf, geht es nahtlos über zum Chronikverkauf, den Kaiser Heinrich II. im seinem gelben Gewand und blauem Umhang zusammen mit Erich Althammer durchführt.
Zuvor bedankte sich "Kaiser Heinrich" mit Überreichung des ersten Druckexemplares der neuen Chronik bei Roland Schaaf (rechts), der den Satz und das Layout für die Chronik ehrenamtlich übernommen hatte. Auch für die beiden Vorgängerbücher schon hatte Roland Schaaf verantwortlich gezeichnet.

Zum Verkauf schlüpfte der Autor in ein Kostüm, das Kaiser Heinrich II. darstellte und erinnerte an besagte Urkunde, mit der der Kaiser im Jahr 1019 die Schenkung des Ortes „Lanterishoffe“ mit seinen Äckern, Wiesen und Wäldern dem Kloster Michelsberg im neu gegründeten Bistum Bamberg schenkte. Zuvor hatte Schaaf die Inhalte der Chronik und das Zustandekommen des Werks in einem unterhaltsamen Vortrag vorgestellt. Erich Althammer, der Vorsitzende der Bürgervereinigung, dankte Schaaf für dessen unermüdlichen, ehrenamtlichen Einsatz für Lantershofen. „Die vorliegende Sammlung fundierter Quellen zur Lantershofener Geschichte bis zur Währungsreform 1948 soll das Interesse an den Geschehnissen im und um das Dorf herum lebendig halten und wichtige und auch manch unwichtige Begebenheit für uns und die Nachwelt erhalten“, so Althammer.

Kaiser Heinrich II. alias Thomas Schaaf und Erich Althammer laden ein zum Buchkauf für 1019 Cent. Schnell ist der Vorrat vergriffen, Nachschub muss herbeigeschafft werden. An die 150 Bücher gingen schon weg.
Auch von einem Restbestand der alten Bücher 1,2 und drei der Serie "Lantershofen - Dorf in der Zeit" gingen noch etliche über den Verkaufstresen. "Kassierer" und Bürgervereinsvorsitzender Erich Althammer zeigte sich sehr erfreut über das Verkaufsergebnis.

Die Chronik beginnt mit der frühzeitlichen Geschichte Lantershofens, dem Ort soll eine keltische Siedlung zugrunde liegen. Die Geschichte des Ortes liegt tatsächlich so weit zurück, dass der Zeitpunkt einer ersten Besiedlung nicht mehr feststellbar ist. Gefundene Tonscherben deuten aber auf eine mögliche Besiedlung noch weit vor der Keltenzeit hin. Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1019 zurück, Abschriften der Urkunde liegen noch vor, das Original ist nicht vorhanden. Markus Wiegend und Alexander Maul von der Philipps-Universität in Marburg haben die Urkunde und weitere Urkunden über Lantershofen übersetzt. Der Schenkung anno 1019 folgen erste zeitlich zugeordnete Informationen.

Neben der Auflistung von Zeitdokumenten enthält die Chronik eine fundierte Abhandlung über die Spirituosenherstellung in Lantershofen, die das Dorf einst maßgeblich prägte. Fünf Brennereien gab es, detaillierte Informationen dazu hat Dirk Unschuld zusammengetragen. Was die Chronik ebenfalls auszeichnet, ist eine Vielzahl von Bildern, die erstmals öffentlich zu sehen sind. Die Suche auf den Lantershofener Speichern nach altem Material hat sich auf jeden Fall gelohnt. In der Reihe „Dorf in der Zeit – Lantershofen“ wartet auch Thomas Schaaf nun die nächste Aufgabe, nämlich Teil zwei der Dorfchronik, beginnend im Jahr 1948. Material hat er bereits genügend gesammelt.

Ehemaliger wird Subregens


Neuer Subregens wird Thomas Porwol. Foto: Studienhaus.

Priesterseminar in Lantershofen bekommt Verstärkung

Kaplan Thomas Porwol wird zum 1. September neuer Subregens des überdiözesanen Priesterseminars Studien­haus St. Lambert in Lantersho­fen. Er ist 41 Jahre alt und seit 2015 Priester der Diözese Aachen. Vor dem Beginn seines Studiums war er in der Wer­be- und Medi­enbranche tätig. Als Spätberufener studierte er ab 2008 selbst im Studienhaus St. Lambert. Derzeit leistet er seinen Dienst in der Propstei Sankt Vi­tus in Mönchengladbach und wird neben seiner Tätigkeit als Sub­regens in St. Lambert in seiner Stadt Mönchengladbach als Sub­sidiär tätig sein.

Das Studienhaus St. Lambert in Lantershofen ist das deutsch­landweit einzige Priesterseminar des Dritten Bildungsweges und ei­ne Bildungseinrichtung speziell für „Spätberufene'', die katholi­sche Priester in einer Diözese oder einer Ordensgemeinschaft werden wollen, aber kein Abitur haben. Zurzeit bereiten sich 29 Se­minaristen in St. Lambert auf den Priesterberuf vor.

Vorverkauf der neuen Chronik am Freitag


Gewichtiges Dokument Lantershofener Geschichte ist eingetroffen

Das Schwergewicht unter den bisher von der Bürgervereinigung Lantershofen herausgegebenen vier geschichtlich orientierten Büchern aus der Reihe „Dorf in der Zeit – Lantershofen“ ist zweifelsohne die neue Chronik Band I. Mit 1.718 Gramm und 688 Seiten stellt sie ein „gewichtiges“ Dokument dörflicher Geschichte dar (Buch 1wog 634 Gramm, Buch 2 920 Gramm und Buch 3 576 Gramm). Vor einigen Tagen wurde das neue Buch von der Druckerei in Plauen im Vogtlandkreis, die auch schon die beiden vorherigen Bücher gedruckt hatte, angeliefert.

In der Druckerei: Ein fertig gedruckter Stoß Druckbögen. Auf jedem Blatt sind beidseitig insgesamt 16 Buchseiten in genau bestimmter Reihenfolge abgedruckt, damit sie nach dem Beschneiden in der richtigen Reihenfolge im Buch zusammengeheftet werden können. Foto: Satzart Plauen.
Die Beispiel-Buchseite 330 berichtet über die Junggesellenfahne von 1879, die Beerdigung einer Leiche, den Winter 1879, die Ausgabe von Saatkartoffeln, den Nachtwächter, das Spritzenhaus und den Gemeindebrunnen 1880. Foto: Thomas Schaaf.
Kaiser Heinrich II. im Krönungsgewand mit Heiliger Lanze und dem Reichsschwert. Foto: Bayerische Staatsbibliothek München (Clm 4452, fol 11).

Jetzt am Freitag, 24.5., findet ab 19.00 Uhr in der Winzervereinsgaststätte Lantershofen im Rahmen der "Freitagsöffnung" der Vorverkauf des neuen Buches zum Sonderpreis statt. Vorsitzender Erich Althammer und der langjährige Chronist der Bürgervereinigung Thomas Schaaf stellen um 19.30 Uhr das Buch (10,19 €, nur im Vorverkauf) anhand einer Beamer-Präsentation vor. Der Buchvorstellung folgt das 7-Minuten-Filmchen „Kaiser Heinrich II. und Lantershofen“. Das Video stellt den Kaiser in seinem gelb-blauen Krönungsgewand und die Jubiläums-Urkunde von Lantherishoff aus dem Jahr 1019 vor, wobei Heinrichs geschichtliche Vita eingebettet ist in Landschaftsbilder von Lantershofen. Sprecher und Darsteller im geschichtlichen Filmchen sind zwei Lantershofener Protagonisten.

Zum Buchverkauf am Freitag, 24.5., wird Kaiser Heinrich II. wieder sein gelbes Krönungsgewand mit dem blauen Umhang anlegen und Erich Althammer beim Verkauf der neuen Chronik unterstützen. Er bringt auch die Heilige Lanze und das Reichsschwert mit in den Winzerverein. Auch an den Jubiläumstagen sind das neue Buch und die drei älteren Bücher der Bürgervereinigung für je 15.00 € zu erhalten. 

Trägervereins-Vorstand ist komplett


Vorsitzender Roland Schaaf begrüßt die anwesenden Mitglieder im Gastraum des Winzervereins. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.

Winzerverein Lantershofen weist eine hohe Belegungsfrequenz auf

Es ist immer was los im Lantershofener Winzerverein. Die hohe Belegungsfrequenz dieses der Gemeinde Grafschaft gehörenden Bürgerhauses hält vor allen Dingen den verwaltenden Trägerverein auf Trab. Am vergangenen Freitag war Mitgliederversammlung. Die 28 der insgesamt 105 Mitglieder, die vom Vorsitzenden Roland Schaaf begrüßt wurden, hörten im Laufe der 45-minütigen Versammlung sowohl umfassende, wie positive Rückblicke auf das vergangene Jahr.

Der jetzt komplette Vorstand (v.l.): Peter Großgarten, Florian Ropertz, Thomas Weber, Roland Schaaf, Marco Schmidt, Simon Schaaf, Manuel Efferz, Stefan Dünker, Benedikt Queckenberg und Erwin Münch.

Schriftführer Manuel Efferz berichtete von den umfangreichen Möglichkeiten des Hauses. Neben Familienfeiern gab es hier Konzerte, Partys, Karnevalssitzungen, die traditionellen Lantershofener Kirmesfeiern oder kulinarische Events. Es wurde sogar Fußball gespielt im Festsaal. Die Vereine im Ort haben das Haus als Veranstaltungsstätte längst für sich entdeckt. Forenvorträge waren ebenso gut besucht, wie ein Spaß-Tischtennisturnier oder ein irischer Abend der Junggesellen. Wenn an den Freitagen nicht vermietet ist, laden Dorfvereine und –gruppierungen zum Dorftreff ein, mit den Erlösen sorgt der Trägerverein immer wieder für infrastrukturelle Verbesserungen, teilweise auch in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, die die Infrastruktur für ihre Projekte nutzen. Was nicht in den Zuständigkeitsbereich des Besitzers fällt, finanziert man selbst. Das ist in erster Linie Technik, ein Beamer wurde erneuert, zwei Leinwände beschafft, ein Computer sorgt für Musik und medientechnische Unterstützung. Weil das Haus oft frequentiert ist, hält man aber auch in puncto Lärm engen Kontakt zu den Nachbarn. Ufern Veranstaltungen aus, wird gemeinsam kommuniziert, wie man schnelle Abhilfe schaffen kann.

Schatzmeister Simon Schaaf hielt ebenfalls positive Zahlen bereit. So hat der Trägerverein trotz Anschaffungen im vergangenen Jahr einen Überschuss von rund 3.000 Euro erwirtschaften können. Geld, das man dringend benötigt, stehen doch aktuell weitere Verbesserungen zur Mediennutzung im Gastraum und gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsmaßnahmen im Küchenbereich zur Umsetzung an. Auch die vom alten Besitzer übernommen Theke bedarf bald einer umfassenden Sanierung. Die Kassenprüfer Erich Althammer und Wolfgang Kanter bestätigten indes die ordentliche Kassenführung, der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Komplettiert werden konnte zudem der Vorstand, in dem nun mit Florian Ropertz und Peter Großgarten zwei weitere Objektewarte vakante Positionen bekleiden. Die beiden Kassenprüfer wurden ebenfalls wiedergewählt.

In der abschließenden Diskussionsrunde, bei der generelle Dorftreff-Öffnungszeiten, die Ausstattung des Festsaals oder die Notwendigkeit der technischen Schulung von Vereinsvertretern angesprochen wurde, zeigte sich, dass dem Trägerverein die Arbeit so schnell nicht ausgehen wird.

Erste Bienen-Projekte umgesetzt


Bienenlehrpfad und das „Bienenlant“ sind entstanden

Wer in Lantershofen über den Birnenrundwanderweg geht, kann sich jetzt auch über das Leben der Bienen informieren. Seitdem nämlich in dem Ort im vergangenen Jahr ein Forum-Vortrag zur Arbeit der Imker die Problematik fehlender Nahrungsquellen für Insekten offenbarte, ist bei Rat und Verwaltung der Gemeinde Grafschaft ein richtiger Hype zur Rettung der Insekten ausgebrochen, selbst auf Kreisebene nahm das Thema Fahrt auf. Entstanden sind jetzt einen Bienenlehrpfad und das „Bienenlant“, das alles zwischen den Holzobjekten „Fliegendes Dach“ und „Spirituelle Tankstelle.“ Zum einen wurden dort ein halbes Dutzend Informationstafeln aufgestellt, die sich mit Leben und Überleben von Wild- und Zuchtbienen und den Zusammenhängen mit der Natur als Nahrungsquelle beschäftigen und informieren, zudem wurden fünf Elsbeerenbäume am Wegesrand gepflanzt. Direkt neben dem Objekt der spirituellen Tankstelle entstand das Bienenlant, ein kleiner Rundweg, der ebenfalls mit Infotafeln versehen ist. Aber nicht nur das, hier wurde mit Unterstützung des Deutschen Imkerbundes auch eine Schaubeute aufgestellt. In dieser platzierte Imker Andreas Schneider zur Eröffnung vom Bienenlant ein ganzes Bienenvolk. Wer die Schaubeute öffnet, sieht die Bienen hinter Glas und kann sich auf Infotafeln darüber informieren, was im Bienenvolk vor sich geht. Hier sind der Weg zur Trachtquelle und der Eintrag von Nektar und Pollen beschrieben, ebenfalls die Bestäubung als Leistung für Natur und Mensch bis hin zur Entstehung von Honig.

Jürgen Hemmers (Mitte) hilft beim Einsetzen der Bienen unter fachlicher Anleitung von Bienenvater Andreas Schneider (r.) mit. Fotos in diesem Bericht: Dirk Unschuld. Bildunterschriften: Thomas Schaaf.
Auch Grafschaft-Bürgermeister Achim Juchem (links) freut sich über die Bienenaktionen.

Dazu wurden Bäume gepflanzt, neben Birnen auch Kastanien, Weiden und Elsbeeren. Als nächstes wird eine Totholzhecke angelegt, dann folgen ein Biotop und ein Insektenhotel. Beim offiziellen Spatenstich drückte der Grafschafter Bürgermeister Achim seine Freude darüber aus, dass nach vielen Beratungen nun die ersten Projekte fertig sind. Vor allem die Mitarbeiter des Grafschafter Bauhofs hatten kräftig Hand angelegt. Als Andreas Schneider das Bienenvolk einsetzte, halfen Karola und Jürgen Hemmers kräftig mit. Sie hatten sich spontan bereiterklärt, die Umsetzung der Idee mit einer üppigen Finanzspritze zu unterstützen. Nachdem ihnen ihre Töchter ein Bienenhotel schenkten, entstand schnell Begeisterung für die Honigproduzenten. Es folgte die Einrichtung eines Bienenvolks auf dem eigenen Grundstück und jetzt das Bienenlant. Das Projekt des Fördervereins Zukunft Lantershofen entstand passend zum Festreigen „1000 Lantesche Jahre“ und wurde außer von den Eheleuten Hemmers auch von der Gemeinde Grafschaft, dem Landkreis Ahrweiler, der Raiffeisenbank Voreifel und der Bürgervereinigung Lantershofen gefördert.

Proppenvoller Winzerverein begab sich auf musikalische Zeitreise


Die Musikfreunde auf musikalischer Zeitreise mit ihren Gästen. Foto: Klaus Schmidt.

Musikfreunde Lantershofen boten Blasorchestersound der Extraklasse

Es ist längst kein Ereignis mehr, dass sich „nur“ auf Lantershofen fokussieren lässt, zieht es doch ein Publikum aus der näheren und weiteren Umgebung an. Die Rede ist vom immer wieder neue Rekorde aufstellenden Frühlingskonzert der Musikfreunde Lantershofen. Wie schon im vergangenen Jahr, als man den britischen Inseln eine musikalische Hommage verehrte, war das Konzert auch 2019 ein Zuschauer – oder besser Zuhörer – Magnet. Und wenn Lantershofen schon das tausendste Jubiläum seiner ersten urkundlichen Erwähnung feiert, geht das auch an den Musikfreunden nicht spurlos vorbei. Grund genug also, dem mit mehr als 250 Gästen proppenvollen Winzerverein eine musikalische Zeitreise zu bieten, die es im wahrsten Sinne des Wortes in sich hatte. Es war Blas- und Orchestermusik auf Top-Niveau, modern, jedoch ohne klassische Einschläge zu verdecken und dazu noch extrem abwechslungsreich.

Wo sonst bekommt der geneigte Musikfan schon die ungewöhnliche und vor allem nie langweilige Mischung aus Film-Soundtracks („The Flintstones“, „1492 – Conquest of Paradise“), Schlager („Dschingis Khan“), irisch/britischen Traditionals („Celtic Ritual“, „History of Hamstede“) und sogar lupenreinem Rock („Leningrad“/Billy Joel, „Wind of Change“/Scorpions, „Made in Germany“/u.a. Klaus Lage/Wolfgang Niedecken) im harmonischen Zusammenspiel zahlreicher Instrumente auf die Ohren? Kein Wunder also, dass das Publikum reichlich mitsang und mitklatschte. Unter dem wie immer umsichtigen und erfahrenen Dirigat von Manfred Sebastian musste auch auf Klassiker wie „Toccata in D Minor“ (Johann Sebastian Bach) und „Erzherzog Albrecht Marsch“ nicht verzichtet werden. Als dann im Zugabenteil der von Manfred Sebastian eigens für Blasorchester arrangierte „Lantershofener Marsch“ den Winzerverein rockte, hielt es das begeisterte Auditorium eh nicht mehr auf den Plätzen.

Darüber hinaus hatte das Konzert nicht „nur“ Musik, sondern auch einiges an „Drumrum“ zu bieten: In der „Lantesche Küche“ gab es Deftiges auf den Teller und beim Birnenschnaps-Tasting wurde eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass das Lantershofener Nationalobst zu Hochprozentigem gebrannt nochmal so gut schmeckt. Passend zur Jahreszeit hatten Ludwig Klein und Franz-Josef Etten im Saal noch einen schmucken Maibaum gestellt – „ganz traditionell mit Micken“, wie die Musikfreunde augenzwinkernd attestierten.

Lantershofener Junggesellen-Schützen wählen neuen Vorstand


Der neu gewählte Vorstand der Gesellschaft (v.l.n.r.): Schwenkfähnrich Markus Fabritius, Tambourmajor Simon Goldbach, Kassierer Clemens Queckenberg, Hauptmann Tim Ley, 2. Offizier Andreas Franzen, Tragfähnrich Justin Waldecker, Majestät Matthias Schopp, Schriftführer Christian Herz und 1. Offizier Marco Böhm. Foto: Johannes Schütz

Tim Ley ist neuer Hauptmann der Junggesellen-Schützen

Seit jeher halten die Junggesellen-Schützen aus Lantershofen ihre jährliche Generalversammlung am letzten Tag des Monats April ab. Diese Zusammenkunft wird stets mit Spannung erwartet, da an diesem Abend alle acht Wahlämter des Vorstandes zur Abstimmung stehen. Bevor die Junggesellen sich am 30.4.2019 jedoch in den Keller des Winzervereins begaben, in welchem die Sitzung dieses Jahr stattfand, trafen sie sich mit der Dorfgemeinschaft an der Kirche zum Maianspielen. Zahlreiche Schaulustige konnten sich an den musikalischen Darbietungen vom Männer- und Frauenchor des MGV „Cäcilia“, dem Tambourcorps Lantershofen und dem Panik Orchester erfreuen. Auch Schwenkfähnrich Markus Fabritius gab unter schwierigen Wetterbedingungen sein Können zum Besten. Im Anschluss zog man in Richtung Winzerverein. Hier angekommen strömte der Großteil der Mitgekommenen in den Gastraum des Winzervereins, in dem die Bürgervereinigung den Tanz in den Mai veranstaltete. Die Junggesellen stiegen hingegen die Treppe in das Kellergewölbe hinab und nahmen ihre Plätze für die Versammlung ein.

Hauptmann Johannes Schütz eröffnete die Versammlung um 20:31 Uhr und hieß die 43 erschienenen Mitglieder herzlich Willkommen. Nach der Gefallenenehrung, in der die Schützen ihrer gefallenen, vermissten und verstorbenen Kameraden gedachten, folgte die Aufnahme neuer Mitglieder. Martin Goldbach und Felix Wistuba traten der Gesellschaft bei und erhöhten damit die Anzahl der Vereinsmitglieder auf stattliche 70 Mann. Nach dem Feststellen der Beschlussfähigkeit, die Satzung der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft schreibt vor, dass mindestens die Hälfte der aktiven Vereinsmitglieder zugegen sein muss, beschlossen die Anwesenden, den jährlichen Mitgliedsbeitrag von bisher 20 Euro auf 25 Euro zu erhöhen. Dieser wurde zuletzt 2014 moderat erhöht und stammte vorher noch aus DM-Zeiten.

Es folgten die Jahresberichte von Schriftführer Leon Schneider und Kassierer Christian Herz. Letzterem bescheinigte Kassenprüfer Robin Grießel eine ordnungsgemäße Kassenführung und beantragte die Entlastung des Vorstandes, die daraufhin einstimmig erteilt wurde. Dann trat Hauptmann Johannes Schütz ein letztes Mal ans Rednerpult und bedankte sich bei seinen Kameraden für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Schütz hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass er für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung stehe. Er war seit September 2016 Vorsitzender der Junggesellen-Schützen und bekleidete bereits zuvor mehrere Vorstandsposten.

Nach einer kurzen Pause übernahm im folgenden Matthias Schopp die Versammlungsleitung und eröffnete die Vorstandswahlen. Zuerst stand das freigewordene Amt des Hauptmanns zur Abstimmung. Dafür schlug der Vorstand den bisherigen 1. Offizier Tim Ley vor. Dieser wurde daraufhin ohne Gegenkandidaten einstimmig gewählt und bekam von König Schopp die Amtskette umgehangen. Der neue Vorsitzende ist 20 Jahre alt und studiert derzeit katholische Religion und Chemie auf Lehramt.  Er ist seit 2016 Mitglied der Gesellschaft, war jedoch bereits seit Jahren aktives Mitglied des Tambourcorps. In den vergangen zwei Jahren war er als Schriftführer und stellvertretender Vorsitzender Teil des Vorstands. Ley bedankte sich für das Vertrauen und fuhr mit der Wahl des 1. Offiziers fort. Hierfür bewarben sich gleich zwei ehemalige Vorstandsmitglieder. Zum einen Marco Böhm, der bereits Kassierer, Tragfähnrich und Schriftführer war und 2015 die Königswürde erlangte. Der Gegenkandidat Justin Waldecker hatte im Geschäftsjahr 2017/18 bereits den Posten des 1. Offiziers inne und war vorher als 2. Offizier und Tragfähnrich im Vorstand aktiv. Die Wahl konnte Marco Böhm für sich entscheiden und damit zum siebten Mal am Vorstandstisch Platz nehmen. Der neue 1. Offizier ist 27 Jahre alt und studiert derzeit im Master Mathe und Informatik auf Lehramt. Bei der Wahl zum 2. Offizier kandidierte Amtsinhaber Andreas Franzen für ein weiteres Vorstandsjahr. Hierbei gab es keinen Gegenkandidaten und so kam es zur Wahl per Handzeichen, bei der dieser einstimmig wiedergewählt wurde. Der 21-Jährige ist zur Zeit als Rettungssanitäter tätig und strebt ein Karriere als Feuerwehrmann an. Bei der Wahl zum Tragfähnrich trat Amtsinhaber Julian Schmitz nicht erneut an, sodass die Anwesenden die Wahl zwischen Leon Schneider, welcher zuvor Schriftführer gewesen war, und Justin Waldecker hatten. Das Votum der Mehrheit fiel auf Waldecker, der sich sichtlich über die Rückkehr in das Leitungsgremium freute. Waldecker ist 24 Jahre alt und arbeitet als KFZ-Meister im elterlichen Autohaus.  Weiter ging es mit der Wahl des Schwenkfähnrich, zu der sich nur Amtsinhaber Markus Fabritius aufstellen ließ. Die Anwesenden bescheinigten ihm gute Arbeit und votierten einstimmig für ein weiteres Engagement von Fabritius. Der angehende Malermeister ist 23 Jahre alt und beginnt damit bereits seine fünfte Amtszeit. Die darauffolgende Abstimmung zum Posten des Tambourmajors brachte wieder Spannung mit sich, denn Nils Henscheid beendete nach drei Jahren seine Vorstandsarbeit. An seiner Stelle warb das langjährige Tambourcorpsmitglied Simon Goldbach um Stimmen. Diese erhielt der 19-jährige Schüler auch und wurde einstimmig zum neuen Major berufen. Die Wahl zum Schriftführer konnte Christian Herz für sich entscheiden. Er wurde ohne Gegenkandidaten per Akklamation einstimmig gewählt. Der 20-Jährige Herz war im vorangegangenem Jahr Kassierer und hat vor kurzem sein Abitur abgelegt. Die Vorstandswahlen endeten traditionell mit dem Posten des Kassierers. Als Hüter der Finanzen bewarb sich Clemens Queckenberg. Er war bereits in der vorletzten Amtsperiode als Kassierer tätig. Die Arbeit des 23-Jährigen war allen noch in Erinnerung geblieben, denn er wurde per Handzeichen einstimmig erwählt. Nach einem Auslandssemester in den USA beginnt Queckenberg in diesem Jahr sein Masterstudium im Bereich Wirtschaftsmathematik.

Allen aus dem Vorstand ausgeschiedenen Vereinsmitgliedern wurde für ihre bisherige Arbeit durch Hauptmann Tim Ley herzlich gedankt. Ley bedankte sich ebenfalls bei den neu gewählten Mitgliedern für ihre Bereitschaft und blickte zuversichtlich auf die vor ihm liegende Amtszeit.