Neues vom Dorf


Aktuelle Berichte

Kaffetrinken für einen guten Zweck


In das Foyer und den Speisesaal des Studienhauses St. Lambert laden Pfarrgemeinderat und kfd ein. Foto: Thomas Schaaf.

Zum Kaffeetrinken und zur Begegnung nach dem Gottesdienst an Palmsonntag, 9. April 2017, im Foyer und im Speisesaal des Studienhauses St. Lambert in Lantershofen laden Pfarrgemeinderat und kfd herzlich ein. Der Kuchen und die vorösterlichen Bäckereien können selbstverständlich auch gerne zum Kaffeetrinken mit nach Hause mitgenommen werden. Es wird aber auch etwas "Herzhaftes“ zum Mittagessen geben. Gerne werden auch Kuchenspenden angenommen (Tel.: 02641/6308). Mit dem Erlös des Mittagessens sowie des Kaffee- und Kuchenverkaufs unterstützen wir nochmals die Finanzierung der neuen Orgel in der St.-Lambertus-Kirche in Lantershofen. Der Pfarrgemeinderat Karweiler/Lantershofen und die kfd Bengen/Karweiler/Lantershofen freuen sich auf viele Besucher.

Der Frühling ist die schönste Zeit


Frühlingsboten in der Karweiler Straße. Foto: Thomas Schaaf.

Der Frühling ist die schönste Zeit! Was kann wohl schöner sein?  Da grünt und blüht es weit und breit im goldnen Sonnenschein. Am Berghang schmilzt der letzte Schnee, das Bächlein rauscht zu Tal, es grünt die Saat, es blinkt der See im Frühlingssonnenstrahl. Die Lerchen singen überall, die Amsel schlägt im Wald! Nun kommt die liebe Nachtigall und auch der Kuckuck bald. Nun jauchzet alles weit und breit, da stimmen froh wir ein: Der Frühling ist die schönste Zeit! Was kann wohl schöner sein?

Verstorben aus unserer Pfarreiengemeinschaft


Verstorben ist am 24. März im Alter von 89 Jahren aus unserer Pfarrgemeinde

Franz Schmitz
Schmittstraße 29

Das Sterbeamt feiern wir am Montag, den 3.4.2015 um 14.00 Uhr in der St. Lambertuskirche. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

Das Totengebet wird gehalten am Dienstag 28., Mittwoch 29. und Donnerstag 30.3 jeweils um 18.00 Uhr in der St. Lambertuskirche in Lantershofen.

Ehre seinem Andenken!

TTC Karla - Drei Endspiele in der Mehrzweckhalle


Spannende Kämpfe sind zu erwarten am 31.3. und am 1.4. in der Mehrzweckhalle. Foto: Thomas Schaaf.

Gleich drei Vereinsmannschaften kämpfen am letzten Spieltag der Saison 2016/2017 in der Mehrzweckhalle in Lantershofen um Meisterehren. Den Anfang machen am Freitag, 31.03., 20 Uhr die 2. und die 7. Mannschaft. Im Gipfeltreffen der Kreisliga, der höchsten Spielklasse auf Kreisebene, stehen sich die Grafschafter Reserve und die SG Sinzig/Ehlingen III gegenüber. Beide Teams liegen mit 32:2 nach Punkten gleichauf. Da die „Zweite“ als Tabellenführer jedoch das bessere Spielverhältnis aufweist, würde ihr schon ein Remis zum Titelgewinn und Aufstieg in die 2. Bezirksliga reichen. Mit einem kleinen Vorteil geht auch die 7. Mannschaft in die entscheidende Partie gegen die TTG Kalenborn/Altenahr V um die Titelvergabe in der 4. Kreisklasse. Als Tabellenführer weist die „Siebte“ 23:7 Punkte auf gegenüber 22:8 der Gäste. Somit würde auch der 7. Mannschaft ein Remis zum Meistertitel genügen, der gleichzeitig zum Aufstieg in die 3. Kreisklasse berechtigt.

Das Highlight steigt dann am Samstag, 01.04., bereits um 16 Uhr. Zur Titelentscheidung in der 2. Bezirksliga empfängt die 1. Mannschaft die SG Sinzig/Ehlingen II. Nach Punkten liegen zwar beide Teams mit 35:3 gleichauf, aber die „Erste“ besitzt das geringfügig bessere Spielverhältnis, sodass ihr schon ein Remis zum Titelgewinn reichen würde. Für die Kombinierten zählt dagegen nur ein Sieg. Trotz des leichten Vorteils gilt auch für die „Erste“ die Devise, voll auf Sieg spielen. Bei der ausgeglichenen Spielstärke beider Teams dürfte die Tagesform den Ausschlag geben. Dem Titelträger winkt zudem der direkte Aufstieg in die 1. Bezirksliga, während der Tabellenzweite in die Relegation muss.

Die Attraktivität dieses Derbys verspricht ein volles Haus. Neben zahlreichen Fans des Grafschafter Sextetts ist auch mit einem großen Anhang des Gästeteams zu rechnen. Egal wie die Entscheidung ausfällt, fest steht jedenfalls, dass man sich anschließend gemeinsam in den Räumen der Mehrzweckhalle entweder zur Saisonabschluss- oder zur Meisterschaftsfeier treffen wird. Hierzu sind natürlich auch alle Spielerinnen und Spieler des TTC Karla mit Partner oder Partnerin eingeladen.

Kulturlant blickt zurück


Kulturlant lädt ein zur Mithliederversammlung. Collage: Thomas Schaaf.

Zur ordentlichen Mitgliederversammlung bittet der Grafschafter Verein Kulturlant  seine Mitglieder am Mittwoch, 26. April 2017, ab 20:30 Uhr. Die Versammlung findet in der Mehrzweckhalle in Lantershofen statt. Auf der Tagesordnung stehen Rechenschaftsberichte von Vorstand, Schatzmeister und der Kassenprüfbericht. Zudem berät die Versammlung über die Höhe des Jahresbeitrags. Anträge zur Tagesordnung können bis zum Beginn Sitzung schriftlich an den Vorstand gestellt werden.

Ortsbeirat Lantershofen beschäftigt sich mit Wunschzetteln


Hier ist es zu eng und zu schräg zur Aufstellung einer Tischtennisplatte. Fotos in diesem Bericht: Thomas Schaaf.

Weil sie mit ihren Freundinnen auf dem Lantershofener Spielplatz gerne Tischtennis spielen will, schrieb eine ganz junge Lantershofenerin den Grafschafter Bürgermeister Achim Juchem und äußerte den Wunsch nach einer Tischtennisplatte. Juchem reagierte umgehend und brachte die Umsetzung auf den Weg. Die Örtlichkeit wurde geprüft, wobei festgestellt wurde, dass der Wunschspielplatz nicht für eine solche Platte geeignet ist. Aber Lantershofen hat zwei Spielplätze, auf dem anderen Platz geht das. Am vergangenen Freitag landete der Wunsch der kleinen Lantershofenerin nun im Ortsbeirat, die junge Dame saß im Publikum und erwartete das Votum des Gremiums. Und wie nicht anders zu erwarten, votierte der Ortsbeirat geschlossen dafür, dass der Spielplatz in der Landhoferstraße mit einer Tischtennisplatte ausgerüstet wird. „Es ist gut, dass die Kinder so etwas vorschlagen, dann wird auch nicht am Bedarf vorbei gebaut“, so der stellvertretende Ortsvorsteher Stefan Dünker.

Es gab weitere Wünsche zu erfüllen. So würden die Vereine „Zukunft Lantershofen“ und „Musikfreunde“ gerne am Vereins-Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilnehmen. Das geht aber nur, wenn sich auch der Ort anmeldet. Auch diesem Wunsch trug der Ortsbeirat Rechnung, Ortsvorsteher Leo Mattuscheck hatte zu Fristwahrung bereits vorab die Meldung eingereicht. Dazu passte die Information, dass die Kommune Patenschaften für kommunale Pflanzbeete anbietet und solche mit einem jährlichen Gutschein über 25 Euro fördert.

Noch sind die Rollläden geschlossen, aber demnächst wird der Jugendraum eröffnet.

Wunschlos glücklich zeigten sich die Lantershofener in puncto Nachtragshaushalt der Gemeinde. Es werden aus Lantershofen keine Mittel für Investitionen beantragt. Schließlich informierte der Ortsvorsteher noch darüber, dass in der Karwoche der am Kindergarten neu errichtete Jugendraum dem Kinder- und Jugendförderverein der Grafschaft übergeben wird. Um die Arbeit mit den Jugendlichen wird sich Hannah Scholl kümmern. Zudem warb Mattuscheck um die Teilnahme an der Ortsteilwerkstatt im Rahmen des Gemeindeentwicklungskonzepts. Für Karweiler, Bengen und Lantershofen findet diese am 22. Mai ab 18 Uhr in der Bengener Mehrzweckhalle statt. Zuvor gibt es weitere Termine im Ort: am 1. April ist die Bevölkerung zur Teilnahme am Dreck-weg-Tag aufgerufen, los geht es um 10 Uhr an der Mehrzweckhalle. Eine Woche später wird am Dorfeingangsplatz in der Winzerstraße eine Folie unter die dort platzierten Eisenfiguren eingearbeitet, um dem Unkrautwuchs Herr zu werden.

Mitgliederversammlung beim VfB


Organisiert vom VfB-Vorstand, der jetzt teilweise neu gewählt wird: Fußballfest im August 2016. Foto: Thomas Schaaf.

Traditionell wird der VfB Lantershofen am Gründonnerstag, 13. April, seine Jahreshauptversammlung durchführen. Diese findet dann ab 20 Uhr in der „kleinen Kneipe“ auf Burg Lantershofen statt. Eingeladen sind alle Mitglieder des Vereins. Unter anderem gilt es, an diesem Abend einen neuen Vorsitzenden zu finden, der die Nachfolge von Holger Bucher antritt. Bucher kandidiert nicht mehr. Ebenfalls zur Wahl stehen die Posten des stellvertretenden Geschäftsführers und des stellvertretenden Schatzmeisters. Zudem werden die Berichte des Vorstands, der Abteilungen und den Schatzmeisters vorgelegt. Anträge zur Tagesordnung sind mindestens acht Tage vor der Versammlung schriftlich beim Vorstand einzureichen.

Fahnen der Lantershofener Junggesellenschützen erneuert


Notwendige Arbeiten durch großzügige Spenden ermöglicht

Am vergangenen Freitag, den 17.03.2017, hatte die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft "St. Lambertus" Lantershofen eine Reihe von Gästen zu einer Messe in der Hauskapelle des Studienhauses St. Lambert auf Burg Lantershofen geladen. Anlass war die Einsegnung der neu angeschafften Schwenkfahne der Schützengesellschaft. Die Messe wurde vom Regens des Studienhauses, Dr. Volker Malburg, zelebriert und von den Junggesellenschützen mitgestaltet. Neben den Lantershofener Junggesellenschützen und dem Tambourcorps wohnten der Einsegnungsmesse viele der ehemaligen Hauptleute und Schwenkfähnriche der Gesellschaft bei. Zu den Gästen zählten auch der Lantershofener Ortsvorsteher, Leo Mattuscheck, und der Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Bad Neuenahr-Ahrweiler, Horst Gies sowie die privaten Spender. Der Brauch, neue Fahnen im Rahmen einer Messe einsegnen zu lassen, ist bereits seit dem 10. Jahrhundert nachweisbar und heute noch vor allem in den katholischen Gebieten bei Traditionsvereinen weit verbreitet. Im Anschluss an die Messe luden die Schützen noch zu einem kleinen Sektempfang in die an diesem Abend von einigen "Brötchesmädche" bewirtete Burgkneipe ein, auf deren Vorplatz auch das "Einschwenken" der neuen Fahne durch Fähnrich Matthias Schopp erfolgte.

Neben der Erneuerung der Schwenkfahne hat die Lantershofener Junggesellen-Schützen-Gesellschaft im vergangenen Jahr zudem die grundlegende Restaurierung ihrer Tragfahne durchführen lassen. Beide Maßnahmen waren nur durch die großzügige Unterstützung durch mehrere Spender und Förderer möglich

Regens Dr. Volker Malburg segnet im Beisein von König Robin Grießel, Hauptmann Johannes Schütz und Schwenkfähnrich Matthias Schopp die neue Schwenkfahne. Bildunterschriften in diesem Bericht: Robin Grießel. Foto: Dirk Unschuld
Die Mitglieder des Vorstandes König Robin Grießel, Schwenkfähnrich Matthias Schopp, Kassierer Maurice Ley, Tambourmajor Nils Henscheid, Schriftführer Marco Böhm und Hauptmann Johannes Schütz präsentieren stolz die frisch gesegnete Schwenkfahne. Foto: Dirk Unschuld

Die Spender:

Die Kosten für die Anschaffung der neuen Schwenkfahne und die Restaurierung der Tragfahne beliefen sich gemeinsam auf rund 6000 €. Ein Drittel des Betrags wurde von der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft aus eigenen Mitteln aufgebracht. Zuschüsse zu den Kosten gewährten die Gemeinde Grafschaft und der Kreis Ahrweiler. Gedeckt werden konnten die Kosten jedoch erst durch die großzügigen Spenden der Raiffeisenbank Voreifel eG und der Kreissparkasse Ahrweiler, der Eheleute Wilfried und Johanna Huff sowie von Sven Krämer. Zudem führte die Schreinerei Hoppe aus Ahrweiler die Neulackierung des Tragfahnenstockes kostenlos durch.

Die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft "St. Lambertus" Lantershofen spricht allen Spendern und Förderern ihren herzlichen Dank dafür aus, dass sie den Erhalt und die Erneuerung dieser für die Dorfgemeinschaft und die Junggesellenschützen so wichtigen und symbolträchtigen Stücke ermöglicht haben.

Die Fahnen der Lantershofener Junggesellenschützen:

Die neue Schwenkfahne ist die vierte Schwenkfahne der Gesellschaft und entspricht motivisch weitestgehend ihren beiden Vorgängern aus den Jahren 1957 und 1987. Sie trägt kreisförmig den Schriftzug "Junggesellen-Schützen Lantershofen" und dazwischen die Jahreszahlen 1835, das Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung des Junggesellenvereins Lantershoven, und 2016 als Stiftungsjahr. Ihr Zentralmotiv ist eine Ährengarbe mit davor gekreuzter Sense und Rechen - heraldische Symbole für die landwirtschaftliche Tradition Lantershofens - gebunden mit einem Band in grün-weiß, den Farben der Schützengesellschaft. Eine darunterliegende Weinranke symbolisiert die historische Bedeutung des Weinbaus in Lantershofen. In den vier Ecken der Schwenkfahne finden sich als Symbole zwei für das Schützenwesen stehende Zielscheiben mit dahinter gekreuzten Gewehren und zweimal ein dreiblättriges Eichenlaub als heraldisches Symbol der Treue und der Vaterlandsliebe.

Die restaurierte Tragfahne ist die zweite Tragfahne der Gesellschaft. Sie wurde 1967 gestiftet und ersetzte eine Vorgängerfahne aus dem Jahr 1879. Die aktuelle Tragfahne zeigt auf ihrer Vorderseite, die mit grünem Samt besetzt ist, als Hauptmotiv den Heiligen Lambert von Lüttich mit Bischofsstab, Bibel, Mitra und Nimbus. Links des Hauptmotivs findet sich der Schriftzug: "Junggesellen-Schützengesellschaft St + Lambertus" und darunter die Abbildung einer Armbrust als Symbol für das Schützenwesen. Rechts des Hauptmotivs befindet sich der Schriftzug: "Lantershofen 1492-1967". Die beiden Jahreszahlen stehen für das Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung eines Lantershofener Schützenwesens und das Stiftungsjahr. Über diesem Schriftzug findet sich die Abbildung eines Kreuzes als Bezug zur christlichen Tradition der Lantershofener Schützen. Zentrales Motiv der Fahnenrückseite aus weißem Tuch ist das Wappen der Grafen von Blankart, welche zwischen Spätmittelalter und Früher Neuzeit mit Burg Lantershofen einen Adelssitz im Ort unterhielten. In einem kreisförmigen Schriftzug um das Wappen sind die Werte abgebildet, auf welche sich die Gesellschaft beruft: "Religion und Tugend, Arbeitsamkeit und Fleiß, Frohsinn und Scherz, Eintracht und Liebe".

Die kirchliche Seite der Tragfahne zeigt den Schutpatron der JSG, den heiligen Lambert von Lüttich. Foto: Robin Grießel
Auf der weltlichen Seite sind das Wappen der Grafen von Blankhart und die Werte der JSG dargestellt. Foto: Robin Grießel

Die Anschaffung der neuen Schwenkfahne und die Restaurierung der Tragfahne:

Da das Fahnentuch der Schwenkfahne durch das Schwenken einer sehr hohen Materialbelastung ausgesetzt wird, muss es in regelmäßigen Abständen erneuert werden. Das 1987 zuletzt erneuerte Fahnentuch hatte nach beinahe 30 Jahren seine Altersgrenze erreicht, sodass bei einer weiteren Verwendung irreparable Schäden an der Fahne zu befürchten gewesen wären. Deshalb entschied sich der Vorstand der Junggesellen bereits zu Beginn des vorletzten Jahres für eine baldige Neuanschaffung des Schwenkfahnentuches. Auch die Generalversammlung im Mai 2015 befürwortete diese Maßnahme. Im Sommer des gleichen Jahres lud man die ehemaligen Schwenkfähnriche der Gesellschaft aus verschiedenen Generationen zu einer gemeinsamen Beratung darüber ein, worauf bei einer Neuanschaffung besonders zu achten sei. Der Einladung folgten Hermann Mombauer (Fähnrich 1963-66 und 1969-70), Walter Dünker (Fähnrich 1976-80) und Martin Dünker (Fähnrich 2005-2010), die wichtige Anregungen für die weitere Entscheidungsfindung beitragen konnten. Die Auftragserteilung zur Neuanschaffung des Fahnentuchs erfolgte nach Klärung der Finanzierung im Sommer letzten Jahres. Aufgrund von Gesprächen mit dem Fahnenmaler Bernd Klihm aus Bad Honnef, einem der wenigen Anbieter in Deutschland der das Kunsthandwerk der Herstellung hochwertiger Traditionsfahnen noch ausübt, kam der Vorstand der Junggesellenschützen überein, das neue Fahnentuch nicht bedrucken sondern traditionell von Hand bemalen zu lassen. Dieses Verfahren ist zwar deutlich aufwändiger und kostenintensiver, jedoch ist das Ergebnis auch weitaus höherwertiger. Motivische Anpassungen der Fahne wurden nur sehr behutsam vorgenommen. So unterscheiden sich einige Nuancen bei der Farbgebung, insbesondere bei den Jahreszahlen, welche der Farbgebung der übrigen Schriftzüge angepasst wurde, um sie weniger in den Betrachtungsfokus zu stellen. Verändert wurde auch die Anordnung der Weinranken. Umrahmten diese zuvor die Ährengarbe, sind sie nunmehr unterhalb ausgebreitet dargestellt um die im optischen Gesamteindruck störenden Freiflächen unterhalb der Jahreszahlen zu schließen. Beim Material des Fahnentuchs entschied man sich anstelle der bisherigen Schapperipsseide für ein dünneres aber belastbareres und optisch gefälligeres 155g/m²-Polyestergewebe. Auch die neue Fahne erhielt wieder eine Umrandung aus Fransen. Das Annähen der Fransen erfolgte durch die Fahnenwerkstatt des Klosters Nonnenwerth. In Übereinstimmung mit der Empfehlung der ehemaligen Schwenkfähnriche wurden die Fransen gegenüber der Vorgängerfahne deutlich gekürzt. Die Länge der Fransen hat einen großen Einfluss auf die Schwenkbarkeit der Fahne, da sie einen erheblichen Luftwiderstand bieten und mit zunehmender Länge die Fahne beim Schwenken stärker abbremsen, was das Schwenken der alten Fahne sehr kraftraubend machte.

Hier zu sehen ist die digitale Umsetzung der neuen Schwenkfahne. Darstellung: Fahnenmaler Bernd Klihm
Fähnrich Matthias Schopp zeigt, dass sich auch an die neue Fahne bravourös schwenken lässt Foto: Dirk Unschuld

Die Tragfahne der Gesellschaft besteht aus mehreren Schichten unterschiedlicher Materialien, ist aufwendig bestickt und enthält wertvolle Materialien wie eingewirkte Goldfäden und ist damit nochmals deutlich aufwendiger verarbeitet als die Schwenkfahne. Sie ist im Vergleich zur Schwenkfahne niedrigeren Materialbelastungen ausgesetzt. Es ist daher deutlich seltener erforderlich, das Tragfahnentuch - wie zuletzt 1967 - komplett zu ersetzen. Im Abstand einiger Jahrzehnte ist es jedoch erforderlich, die Fahne fachkundig restaurieren zu lassen, da ihre fortwährende Verwendung schon allein durch ihr Eigengewicht zu Beschädigungen des Materials führt. Entsprechende Restaurierungsarbeiten wurden im vergangenen Jahr wieder erforderlich und durch die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft in Auftrag gegeben. Die Arbeiten wurden in der Fahnenwerkstatt des Klosters Nonnenwerth durchgeführt. Die Fahne musste unter anderem vollständig auseinandergetrennt, gereinigt, geglättet und neu zusammengenäht werden. An beschädigten Stellen wurden neue Goldfäden eingezogen und Stickereien ausgebessert. Außerdem wurden neue Karabinerhaken zur Befestigung am Fahnenstock eingesetzt. Als einzige optische Veränderung wurde in Absprache mit dem Vorstand der Junggesellenschützen eine dünne beidseitig umlaufende Borte ersetzt, die im Gegensatz zum vorherigen Wellenmuster nunmehr ein Kreuzmuster ziert.

Mit der Neuanschaffung und der Restaurierung der für die Gesellschaft so wichtigen Fahnen haben die Junggesellenschützen mithilfe der Spender und Förderer einen wichtigen Beitrag dafür geleistet, dass die Brauchtumspflege in Lantershofen auch in den nächsten Jahrzehnten in der gewohnten Weise fortgeführt werden kann.