Neues vom Dorf


Aktuelle Berichte

TTC Karla - Familienwanderung fand großen Anklang


Die große Karla-Familie beim Abschlusstreffen an der Lambertushütte nach der Wanderung. Foto: Jürgen Mombauer.

Zur alljährlichen Familienwanderung der Grafschafter Tischtennissportler trafen sich am Pfingstmontag gut 60 kleine und große Wanderfreunde. Ausgangspunkt war die Mehrzweckhalle in Lantershofen. Von hier ging es bergan übers Rottstück, durch den Ahrweiler Wald zum Rotweinwanderweg und über den Birnenrundwanderweg zur Lambertushütte. Hier fanden sich außer den Wanderern noch zahlreiche weitere Mitglieder mit Familienangehörigen ein, um gemeinsam den Abschluss in geselliger Runde zu feiern. Hierzu hatte der Verein, der in diesem Jahr 70 Jahre besteht, auch die Nichtwanderer eingeladen. Fleißige Helfer sorgten für die gute Bewirtung der inzwischen mehr als 90 Personen. Neben Kaffee und Kuchen gab es Würstchen vom Grill, Bier von Fass und eine große Auswahl nichtalkoholischer Getränke. Die Hütte erwies sich als idealer Rastplatz. Da es der Wettergott besonders gut meinte, saß man in gemütlicher Runde vor der Hütte. Während die Kinder sich mit Ballspielen erfreuten, ließen es sich einige Jugendliche und Erwachsene nicht nehmen, auf einem Klapptisch Tischtennis zu spielen. Jedenfalls zog es keinen schnell nach Hause, sodass die meisten erst in den frühen Abendstunden den Heimweg antraten. Eine gelungene Veranstaltung, lautete die einhellige Meinung der Teilnehmer.

Verstorben aus unserer Pfarreiengemeinschaft


Verstorben ist aus unserer Pfarreiengemeinschaft am 6.6.2019 im Alter von 80 Jahren 

Konstantin "Konni" Hildenbrand.

Er wohnte früher in Grafschaft-Lantershofen

Das Sterbeamt wird am Freitag, dem 21. Juni 2019, um 14.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Katharina in Karweiler gehalten. Anschließend ist die Urnenbeisetzung auf dem Friedhof Karweiler.

Das Totengebet für den Verstorbenen findet am Mittwoch, dem 19. Juni 2019, um 18.00 Uhr in der Pfarrkirche zu Karweiler statt. 

Ehre seinem Andenken!

Kleinod


Ein elektrisches und optisches Kleinod steht jetzt mitten vor dem renovierten Winzerverein. Foto: Thomas Schaaf.

Als besonderes Kleinod in den Lantershofener Gefilden zeigt sich seit einigen Tagen ein weißes Gebilde auf dem kleinen Parkplatz vor dem Winzerverein. Unauffällig schmiegt es sich an die schöne Weinbergstrockenmauer, zwischen braunem Stein und grauem Schiefer räkeln sich bei wärmendem Sonnenschein mutige graugrüne Eidechsen. Schamvoll verdeckt der weiße Klotz mit seiner starken Figur und den verschränkten Armen die grünen Ranken des jungen Weines, der im Herbst süße blaue Früchte tragen will und durchbricht die harmonischen Linien der stützenden Bruchsteine. Leise kräuselt der Wind um den Sockel des rechteckigen Quaders mit seinen anmutigen Kanten und Ecken und bläst den krümeligen Sand der parkenden Gefährte zu kleinen Dünen am Fuße seines Schattens zusammen. Erhöht ist die luftige Sichtachse zur Saalestür und abgelenkt der freie Blick zur Treppe. Schön ist die Welt.

Kirchturm der Lambertuskirche wird renoviert und gestrichen


Schon von weitem kann man bei einem Blick über das Dorf erkennen, dass sich am Kirchturm etwas tut. Um einige Meter überragt er die umliegenden Häuser, selber ist er jetzt schlecht zu sehen, umspannt ihn doch ein hohes Arbeitsgerüst mit einem grünen Sicherheitsnetz. Schon zur Zeit der Sanierung des Kirchenfünfecks der Lambertuskirche vor einigen Jahren war der Wunsch groß, auch den Turm zu sanieren und anzustreichen, jedoch fehlte der Elan und das Geld, sich auch an diese große Aufgabe zu wagen. Jetzt ist es soweit, die Arbeiten sind angelaufen.

Die ortsansässige Firma Team Gerüstbau Service unterstützt die Bereitstellung des Gerüstes. Fotos in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Die "Knochenarbeit" für die Gerüstbauer bei der Erstellung eines Gerüstes ist umso schwerer, je mehr es in die Höhe geht.
Die Gerüstbauer haben es bis zum Hahn geschafft und das Sicherheitsnetz gespannt. Die Arbeiten können beginnen.

Auf Befragen teilt der Verwaltungsratsvorsitzende Walter Moitz jetzt mit, dass die kompletten Arbeiten der Betonsanierung als Eigenleistung erbracht werden. Moitz: „Dies ist uns möglich geworden, da sich aus der Dorfgemeinschaft und der Pfarrei Menschen mit ihrer jahrelangen handwerklichen Erfahrung einbringen, die aber namentlich nicht genannt werden wollen.“ Diese Fachleute koordinierten und steuerten die Arbeiten, sie kennten die Arbeitsschritte und kennten die zu verarbeitenden Materialen. Moitz weiter: „Die Maßnahme wurde geplant mit dem Architekturbüro Dünker. Manfred Dünker unterstützt uns und hat mit den Handwerken und dem Bistumsarchitekten Herrn von der Stein die Maßnahme abgestimmt und geplant.“ Unternehmerleistungen entstünden eventuell bei Sanierungen am Kupferdach des Turmes und bei der Überarbeitung der Turmeingangstür. Walter Moitz merkt an, die Firma Team Gerüstbau Service als ortsansässiges Unternehmen unterstütze die Bereitstellung des Gerüstes. Die Bauzeit werde vermutlich etwa von Juni bis Mitte / Ende August anhalten.

Im Einzelnen sind folgende Maßnahmen geplant: Zur Untergrundvorbereitung werden die gesamten Turmflächen mittels Druckwasserstrahlverfahren von Moos und Algen befreit und mit Algicid behandelt. Dann werden korrodierte Bewehrungsteile (Betonstahl) freigelegt, gesäubert und entrostet. Es folgt eine zweimalige Rostschutzbehandlung der gesäuberten und entrosteten Bewehrungsteile. Hier werden ca. 250 kg Spezialmörtel und 80 l Fixativ in unterschiedlichen Verfahren zum Rostschutz und als Haftungsbrücke aufgetragen. Für den Grund- und Schlussanstrich werden ca. 400 kg verarbeitet.  Zur Farbgebung wurde auf Muster aus den Farbgruppen aus dem Kirchenanstrich vor 11 Jahren (2008) zurückgegriffen. Annette Dünker von Farbdesign Dünker hat die Farbrezepturen zur Verfügung gestellt. Der Turmanstrich wird in zwei gräulichen Tönen erfolgen, entsprechend den Farbtönen aus dem Kirchenanstrich. Gestrichen werden auch die Stahlfenster und Stahlgitter. Weitere Arbeiten sind die Klempnerarbeiten, Schreinerarbeiten. Die Gesamtkosten einschl. MwSt sind im Umfang von 32.700 Euro geplant.

Walter Moitz freut sich, dass die Arbeiten in der letzten Woche sehr gut angelaufen sind. Der Turm wurde im Wasserstrahlhochdruckverfahren gereinigt, die losen Betonteile wurden abgetragen, die korrodierten Stahlteile wurden entrostet und mit Rostschutz und Spezialmörtel behandelt. Moitz: “Ein herzlicher Dank an alle, die sich so spontan mit ihrem Geschick und ihrer Zeit eingebracht haben. In dieser Woche stehen weitere Mörtelarbeiten an. Die abgeklopften Stellen werden mit dem Spezialmörtel verschlossen und die größeren schadhaften Betonbereiche schichtweise wieder aufgebaut.“  

Unvergessliche Tage der 1.000-Jahr-Feier in Lantershofen


Im Namen der Bürgervereinigung Lantershofen e.V. bedanke ich mich aufs Allerherzlichste für die hinter uns liegenden Ver­anstaltungen aus Anlass der urkundlichen Erwähnung unseres Heimartortes vor 1.000 Jahren. Mein erster und ganz besonderer Dank gilt dem Organisati­onsteam um Leo Mattuscheck, unseren Ortsvorsteher. Unzählige Stunden hat dieses Team Ideen entwickelt, geplant und organisiert. Die Arbeit hat sich gelohnt. Das Team konnte ganz Lantershofen mobilisieren, diverse Musikgruppen organisieren und sogar den Erzbischof von Bamberg von der Idee begeis­tern, in Lantershofen an Christi Himmelfahrt ein Pontifikalamt zusammen mit unseren Priestern von der Burg zu zelebrieren sowie den Landrat, den Bürgermeister der Gemeinde Grafschaft, diverse Ortsvorsteher und weitere Personen aus dem Gemein­derat bewegen, der Einladung zum Festakt am letzten Sonntag Folge zu leisten.

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick zelebrieret mit unseren Priestern von der Burg ein von den Junggesellen-Schützen begleitetes Pontifikalamt. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Erzbischof Schick nimmt nach dem Pontifikalamt am Festzug durch das Dorf mit den Bürgern und Junggesellen-Schützen teil.

Der Dank der Lantershofener, sicherlich auch vielfach ausgespro­chen, dokumentierte sich in dem überwältigenden Besuch der einzelnen Veranstaltungen, sei es bei der Eröffnungsveranstaltung im Januar im Saal des Winzervereins, sei es bei den heiligen Mes­sen wie der Hubertusmesse, Pontifikalamt mit Erzbischof Ludwig Schick oder Ökumenischer Gottesdienst, zelebriert von Pastor Burg und der evangelischen Pastorin Smidt-Kulla. Auch die vom „Kulturlant“ aus Anlass der 1.000-Jahr-Feierlichkeiten georderte BAP-Coverband „MAM“ verzeichnete ein volles Haus im Saal des Winzervereins. Am Samstag besuchte die Lantershofener Bevölkerung in großer Anzahl die offenen Höfe. Am letzten Sonn­tag verzeichnete der Festakt wiederum einen bis auf den letzten Platz gefüllten Saal des Winzervereins. Ich finde diese begeisterte Anteilnahme an den einzelnen Veranstaltungen stellt auch ohne Worte ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren dar.

Bei gutem Wetter herrscht nach dem Pontifikalamt gute Laune im Burghof beim Gespräch zwischen Erzbischof Schick (Mitte), Schützenkönig Mathias Schopp (2.v.r.), Regens Dr. Volker Malburg (r.), Robin Grießel (l.) und Subregens Philip Peters.
Bereits am 12. Mai fand in der Lambertuskirche eine vielbeachtete, überfüllte Hubertusmesse mit den Klängen der Parforcehorngruppe Euskirchen statt. Anschließend stellt die Jägerschaft den Bürgern ein "Wildes Rahmenprogramm" mit sehr intrerssanten Infos zu Bienen, Hunden, Wild und einem echten Uhu vor.

Bedanken möchte ich mich neben dem Organisationsteam und der Lantershofener Bevölkerung für ihre Begeisterung und zahlreiche Teilnahme an den Feierlichkeiten unseres Jubiläums auch bei all denen, die durch ihren körperlichen Einsatz zum Gelingen dieser Festlichkeiten beigetragen haben. Ich denke hieran die Personen, die ihre Höfe hergerichtet und einen ganzen Tag lang die Gäste bewirtet haben. Ich denke an die vielen Helfer, die erforderlich waren, um den Saal zu bestuhlen und herzurichten, die Zelte auf- und abzubauen und zu bestuhlen sowie die vielen anderen notwendigen, aber im Hintergrund der Festivitäten zu verrich­tenden Arbeiten. Hierfür auch aus der Sicht der Lantershofener Bürgervereinigung ein herzliches Wort des Dankes. Nicht vergessen möchte ich aber auch die Chöre von Lantershofen und die Lantershofener Musikfreunde. Sie haben wochenlang geprobt, um einen immensen Beitrag zu unserer Jubiläumsfeier zu leisten. An dieser Stelle darf auch nicht vergessen werden unsere Musikgruppe Cantamus. Alle Mitglieder dieser Gruppen haben dazu beigetragen, dass die Festivitäten auch musikalisch zu einem Höhepunkt im Lantershofener Dorfleben wurden.

Am Freitag nach Christi Himmelfahrt war der Winzerverein beim MAM-Konzert sardinendosenvoll.
Im Hofe der Eifeldestillerie waren neben dem Hausherren mit seinen Destillat-Spezialitäten am Jubiläumssamstag auch die Junggesellen-Schützen mit ihrem gemütlichen Zelt und einer tollen Ausstellung von Gesellschaftsutensilien wie Uniformen, Säbeln, Zeptern und Bildern vertreten.

Mein ganz besonderer Dank gilt aber auch den Junggesellen. Diese sind, wie allgemein bekannt ist, der Lantershofener Bürger­vereinigung besonders ans Herz gewachsen und haben wieder einmal überzeugend dem Ruf Folge geleistet, unseren Jubiläums­veranstaltungen ein besonderes Gepräge zu geben. Es war, jedenfalls für mich, besonders beeindruckend, wie sie in der Destillerie des Peter-Josef Schütz museumsähnlich das Jung­gesellenleben über viele Jahrzehnte dargestellt haben. Einmalig in unserer Geschichte war das von der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft organisierte kombinierte „Schwenken“ einiger ehemaliger Fähnriche mit dem amtierenden Fähnrich Markus Fabritius.

Kleiner Ausschnitt aus der Ausstellung der Junggesellen-Schützen im Verkaufsraum der Destillerie. Beeindruckend waren auch die Silberketten der Könige, die von Moses-Schaufensterpuppen mit den vereinseigenen grün-weißen Uniformen vorgeführt wurden.
Im Hofe Heinz Schütz war der Bär, wenn nicht sogar der Teufel los. Musikalisch und gesellig ging es mit den zwei Blasorchestern Calmbach und Lantershofen dort den ganzen Jubiläumssamstag bei bester Stimmung rund.

Ein besonderer Dank gilt auch Thomas Schaaf, der in hunderten von Stunden die Geschichte von Lantershofen nachempfunden und festgehalten hat. Dies gilt sowohl für das Schrifttum als auch für das Bildmaterial. Diese unermüdliche jahrelange Arbeit, auch als Chronist der Bürgervereinigung, hat ihn schließlich in die Lage versetzt, als viertes Buch der Reihe „Dorf in der Zeit - Lantersho­fen“ den ersten Band der Lantershofener Chronik bis zum Jahr 1948 zu erstellen. Auch dies war neben den Recherchen eine großartige Leistung, die er zusammen mit seinem Sohn Roland Schaaf und den beiden Co-Autoren Stefan Dünker und Dirk Un­schuld erbracht hat.

Die vier unter der Autorenschaft von Thomas Schaaf von der Bürgervereinigung herausgegebenen Bücher aus der Reihe "Dorf in der Zeit - Lantershofen". Das neue Buch 4 kann man arbeitstäglich in der Eifeldestillerie oder im Büro der Kettiger Thonwerke beziehen. Auch Restbestände der drei Vorgängerbücher aus der Buchreihe können - soweit der Vorrat reicht - noch erworben werden. Alle Bücher kosten 15,- € pro Stück. Foto: Dirk Unschuld.
Anlässlich der Herausgabe des vierten Buches rechtzeitig zum 1000-jährigen Jubiläum freuen sich am Vorverkaufstag Bürger-Vorsitzender Erich Althammer (l.) mit Roland Schaaf (r.), der das Layout des Buches erstellt hatte, Kaiser Heinrich II. (Thomas Schaaf) als Verkaufsförderer des neuen Buches vorzustellen. Heinrich II. hatte zu verantworten, dass Lantershofen mit der Unterzeichnung einer Urkunde schon im Jahr 1019 aus dem Dunkel der Geschichte hervortrat. Foto: Dirk Unschuld.

Nicht unerwähnt bleiben darf natürlich auch die Festschrift, die seitens des Organisationsteams aus Anlass unseres Jubiläums vorgelegt wurde. Sie bietet hochinteressante Informationen über unser Heimatdorf und seine Geschichte. Die künstlerische Darstel­lung trägt ebenso wie die gesamte Werbung für das Jubiläumsjahr die unverkennbare Handschrift von Elmar Zillgen. Ein herzliches Dankeschön gilt auch all denen, die an dieser Festschrift mitge­wirkt haben. Die bisherigen Veranstaltungen in unserem Jubeljahr haben die Dorfgemeinschaft gestärkt und gefestigt. Die vielen Gespräche haben uns wieder ein Stück näher gebracht in einer Zeit, in der immer weniger miteinander gesprochen wird. Insbesondere aus diesem Grunde waren die bisherigen Festveranstaltungen so wichtig und wertvoll, dass ich es nicht versäumen wollte, im Namen der Bürgervereinigung und, wie ich denke, aller Lantershofener ein herzliches Wort des Dankes an alle zu richten, die zu diesem phantastischen Erfolg beigetragen haben.

Erich Althammer,  Vorsitzender der Bürgervereinigung Lantershofen

Priesterweihe eines Lantershofener Kandidaten in Münster


MÜNSTER. Fünf Männer wurden an Pfingsten von Bischof Felix Genn, dem ehemaligen Regens des Studienhauses, im Dom zu Münster zu Priestern geweiht, darunter Ernst Willenbrink, der hier in Lantershofen im Seminar St. Lambert studiert hat. Zur Weihe waren auch einige Studenten und weitere Angehörige des  Studienhauses  sowie Mitglieder seines Lantershofener Bibelkreises angereist, dem er lange Jahre angehörte.

Bischof Felix Genn (2.v.r. hinten) feiert das Pontifikalamt und leitet die Zeremonien zur Priesterweihe auch von Ernst Willenbrink (kniend 2.v.l.). Fotos in diesem Bericht: Screenshot Paulusdom.de.
Ernst Willenbrink (links) nach der Weihe im Kreise seiner Priesterkollegen.

Willenbrink machte nach dem Fachabitur eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann und bewarb sich beim Textilunternehmen C&A, schlug die Managerlaufbahn ein und wurde Filialleiter. Er arbeitete in Hamburg, Hannover, Brüssel und weiteren Städten, bis er sich entschloss, die Ausbildung zum Ständigen Diakon mit Zivilberuf zu machen. Getragen hat ihn sein Lieblingspsalm aus der Bibel: „Mit meinem Gott überspringe ich Mauern“. In den Jahren nach der Diakonenweihe hat Ernst Willenbrink immer öfter gespürt, mehr zu wollen. 2012 war er sich sicher: „Ich habe einen zweiten Ruf Gottes gehört.“ Der Lippetaler packte seine Sachen und ging zum Studium ins Priesterhaus für Spätberufene ohne Abitur nach Lantershofen. „Eine tolle Region mit tollen Mitbrüdern“, schwärmt Willenbrink über die Zeit in der Eifel. Heute hat er sein Ziel erreicht, Priester zu werden. Herzlichen Glückwunsch, viel Freude und Gottes Segen in seinem neuen Amt.

Gisela und Fritz Schiffbauer feiern Diamantene Hochzeit


Beim Blick in den Rückspiegel verliebt

Am 9. Juni jährt sich die Hochzeit von Gisela und Fritz Schiffbauer aus Lantershofen zum 60. Mal. Die noch sehr rüstigen Rentner feiern das Fest der Diamantenen Hochzeit. Schon zwei Tage zuvor hat die Dorfbevölkerung das Jubelpaar hochleben lassen. Das Lantershofener Blasorchester Musikfreunde, die Lantershofener Chöre und das Tambourcorps der Junggesellen-Schützen gratulierten musikalisch, die weiteren Vereine und die Bevölkerung schlossen sich der Gratulationskur an. Bei gutem, aber fast stürmischen Wetter herrschte allseits gute Laune und verleitete das Jubelpaar zu einigen flotten Tänzchen. Am Sonntag feiern die Eheleute Fritz und Gisela Schiffbauer um 10.45 Uhr in der Lambertuskirche eine Heilige Messe als  Dankamt anlässlich ihrer Diamanthochzeit.

Diamant-Jubelpaar Gisela und Fritz Schiffbauer vor ihrem Haus in der Lambertusstraße. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Gratulationsreigen der Vereine, hier der stellvertretende Ortsvorsteher Stefan Dünker (2.v.r) und der Vorsitzende der Bürgervereinigung Erich Althammer (r.).

Kennen lernten sich die Ur-Lantershofenerin und der Bonner im Linienbus. Den steuerte Fritz Schiffbauer seinerzeit zwischen Rheinbach und Sinzig, seine spätere Frau Gisela fuhr mit dem Bus nach Bad Neuenahr zur Arbeit. Beim Blick in den Rückspiegel verliebte sich Fritz Schiffbauer in die vier Jahre jüngere Gisela, schnell hatte es „gefunkt.“

Fritz Schiffbauer blickt auf ein abwechslungsreiches Leben zurück. 1933 geboren, ging er 1942 im Rahmen der „Kinderlandverschickung“ nach Oberschlesien. In seiner Heimatstadt Bonn war das elterliche Anwesen drei Mal bombardiert worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er zurück, beendete die Volksschule und begann eine Lehre als Kfz-Schlosser. Nach zehnjähriger Werkstatttätigkeit wechselte er in den Busverkehr, fuhr erst Reisegruppen und nach einem Jahr Linienverkehr. Später war er 20 Jahre als „Mädchen für alles“ bei den Kettiger Thonwerken in Lantershofen, danach 17 Jahre als Cheffahrer der Spielbank Bad Neuenahr tätig. Seine Frau Gisela begann 1952 eine Lehre als kaufmännische Angestellte bei einem Herrenausstatter in Bad Neuenahr und blieb dort runde 50 Jahre.

Unter dem Kommando des neuen Hauptmanns Tim Ley (r.) der Junggesellen-Schützengesellschaft St. Lambertus Lantershofen schwenkt Fähnrich Markus Fabritius zu Ehren des Jubelpaars die Fahne unter den Klängen des Tambourcorps.
Nach Platzkonzert und Ständchen von Musikfreunden, Chören und Tambourcorps folgt die Gratulation der Bevölkerung und der Vereine. Das Jubelpaar bedankt sich mit einem kleinen Umtrunk und kleinen lukullischen Stärkungen.

Seit dem Eintritt ins Rentenalter kümmern sich die beiden um ihre Hobbys, bei Gisela ist das der Garten, aber auch ein kleines Kaffeekannen-Museum. Fritz schraubte zwölf Jahre an einer alten Isetta, die die beiden auf viele Oldtimertreffen in ganz Deutschland führte, bis man sich vor zwei Jahren von dem guten Stück trennte. Seither träumt der rüstige Rentner von einem VW Käfer Cabrio.

Gisela und Fritz Schiffbauer erneuern und bekräftigen ihr Eheversprechen in der mit Pastor Alexander Burg gefeierten Heiligen Messe in der Lambertuskirche. Foto: Sven Krämer.
Beifall für das Jubelpaar Gisela und Fritz Schiffbauer beim Verlassen der Lambertuskirche. Foto: Sven Krämer.

Filmchen „Kaiser Heinrich II.“ wird nochmals vorgeführt


Kaiser Heinrich II. (Thomas Schaaf) war zur Buchvorstellung während der "Freitagsöffnung" erschienen. Erich Althammer (l.) dankte Roland Schaaf (r.) für den Satz und das Layout des Buches. Foto: Dirk Unschuld.

Vortrag zur Lantershofener Geschichte sehr gut besucht

Gut angekommen war am Freitag, 24.5. bei den Gästen des Trägervereins der Vortrag des langjährigen Chronisten der Bürgervereinigung Lantershofen, Thomas Schaaf. In der übervollen ehemaligen Kneipe des Winzervereins hatte Schaaf im Rahmen der zumeist kulturellen „Freitagsöffnung“ mit einem kurzweiligen Abriss aus der Lantershofener Geschichte seine Zuhörer in Bann gehalten. Grundlage des Vortrags war die unter seiner Autorenschaft von der Bürgervereinigung herausgegebene neue Chronik (Band I), aus der er mittels Beamer-Präsentation auch einige Seiten vorstellte und hieraus zitierte. Erich Althammer, Vorsitzender Bürgervereinigung, freute sich über das große Interesse an der Lantershofener Geschichte.

Als interessante Zugabe konnte Schaaf ein kleines 7-Minuten-Filmchen über Kaiser Heinrich II. vorführen, der im Jahr 1019 Lantershofen mit seiner Schenkungsurkunde aus dem Dunkel der Geschichte hervorholte. Mit dunkler Leinwand und dem vertrauten Geläut der Lambertuskirche, deren älteste Glocke immerhin aus dem Jahr 1458 stammt, beginnt der Videoclip; derweil liest Kaiser Heinrich den Beginn des lateinischen Urkundentextes vor: „Lantherishoff nome est predii – Lantershofen ist der Name des Grundbesitzes…” Das Video stellt Kaiser Heinrich II. und die Urkunde von Lantherishoff aus dem Jahr 1019 vor, wobei Heinrichs geschichtliche Vita eingebettet ist in schöne Landschaftsbilder aus Lantershofen. Ergänzt werden die geschichtlichen Informationen zu Heinrich II. durch einen Hinweis des Kaisers auf das neue Buch. Im Filmchen hat Heinrich eigens sein altes farbenprächtiges gelb-blaues Krönungsgewand angelegt.

In ihrer Schneiderwerkstatt schneidet Bianka Köhne das gelbe Gewand von Kaiser Heinrich II. zu. Foto: Thomas Schaaf.
Der blaue Umhang des Krönungsgewandes von Kaiser Heinrich II. ist schon fertig. Foto: Thomas Schaaf

Schneiderin Bianka Köhne aus Heimersheim (verlaine-gewaender.de) hat es nach dem Krönungsbild aus dem Regensburger Sakramentar gefertigt. Zu sehen sind im Filmchen auch die Heilige Lanze und das Reichsschwert, die Insignien seiner kaiserlichen Macht. Andreas Kriechel aus Karweiler hat die Lanze geschmiedet. Darsteller von Heinrich ist Thomas Schaaf, der auch die Idee zum Video-Clip hatte. Helmut Kappen spricht markant die Drehbuchtexte. Den Auftrag zur fachlichen Umsetzung des filmischen Konzeptes erhielt Laurin Beißel aus Oeverich mit seiner Medienproduktion Weirdframe.

Wegen des großen Anklangs will der Trägerverein des Winzervereins im Rahmen der „Freitagsöffnung“ das Filmchen Heinrich II. am 28. Juni 2019 um 20.30 Uhr nochmals vorführen. Geöffnet ist der Gastraum ab 19.00 Uhr. Auch sind hier die neue Chronik Band I und die drei Vorgängerbücher erhältlich.