Neues vom Dorf


Aktuelle Berichte

TTC - Zwei Vizemeistertitel bei den Verbandsmeisterschaften


Das bei den Verbandsmeisterschaften erfolgreiche Vereinstrio (v..l.) Mona Scholz, Domenic Wamig, Patricia Rech. Foto: Christian Heck.

Überaus erfolgreich schnitten die drei Vereinsvertreter bei den gemeinsamen Meisterschaftskämpfen der Tischtennisverbände Rheinland und Rheinhessen in Mülheim-Kärlich ab. Einen Riesenerfolg konnte dabei Domenic Wamig verbuchen. Im mit 34 Teilnehmern stark besetzten Elitefeld der Herren-B-Klasse errang er einen sensationellen zweiten Platz. Mit sechs Siegen und nur einer Niederlage in der Schlussrunde lag er gleichauf mit dem Sieger, wies aber das etwas schlechtere Satzverhältnis auf. Natürlich war Domenic auf diesen  Überraschungserfolg stolz und durfte viele Glückwünsche für seine exzellente Leistung entgegennehmen.

Sehr gut schlugen sich auch die zwei weiblichen Vertreter, Patricia Rech und Mona Scholz, in der Damen-B-Klasse. Beide zogen als Gruppensieger in die Ko-Runde ein. Patricia scheiterte hier erst im Halbfinale gegen die spätere Siegerin und belegte einen großartigen dritten Platz. Mona musste sich knapp mit 2:3 Sätzen im Viertelfinale der späteren Zweitplatzierten beugen, kam dann aber noch auf den fünften Platz. Noch besser lief es für Patricia und Mona im Doppelwettbewerb. Hier waren sie dem Titelgewinn ganz nah, mussten sich jedoch mit 2:3 Sätzen im Finale geschlagen geben. Dennoch überwog die Freude über die Vizemeisterschaft.

Rookie-Bands plädieren für mehr junge Musik


Kulturlant-Festival präsentierte drei Formationen aus Belgien und Deutschland

Neben vielen gestandenen Künstlern aus der Musik- und Kabarettszene betätigt sich der Grafschafter Verein Kulturlant in unregelmäßigen Abständen fördernd für junge Musiker, und zwar mit einem Festival für Nachwuchsbands. Kulturlant lud nun zum dritten Mal junge Musiker zu „Rookie“ ein. Mit der Unterstützung von Sponsoren und dem massiven Einsatz eigener Mittel setzen die Grafschafter dabei als eigene Vorgabe um, jeder Band eine angemessene Gage zu zahlen, dem Publikum aber dennoch freien Eintritt zu gewähren. Knapp 150 Gäste erlebten so am vergangenen Samstag im Lantershofener Winzerverein drei Bands der etwas härteren Gangart. Den Auftakt machte „The Pariah“ aus Bottrop. Gerade erst ihr ihr erstes Album „No truth“ erschienen, aus dem die meisten der dargebotenen Songs stammten. Ihre Musik bezeichnet die Formation als „Melodic Hardcore“, Leadsänger Henning Begemann hielt es während der rund 45-minütigen Performance nur selten auf der Bühne, immer wieder mischte er sich ins Publikum, um den Gästen die Botschaften der Band möglichst nahe zu bringen.

Die Band „Betray Your Idols“ aus Bad Neuenahr-Ahrweiler. Fotos in diesem Bericht: Dirk Unschuld.
Die Gruppe „Valley“ aus Halle/Belgien.

Zum zweiten Mal auf der Kulturlant-Bühne standen „Valley“ aus dem belgischen Halle. Ihr Auftritt gefiel vor allen Dingen den etwas älteren Gästen, Valley ließen Erinnerungen an „gute alte Hardrock-Zeiten“ aufkommen, da wurden Parallelen zu Bands, wie „Van Halen“ deutlich. Auch sie präsentierten überwiegend Titel aus ihrem aktuellen Album „Dark Tears // Bright Smiles.“ Songs, wie „Safety of youth“ oder „Confused“ beschrieben die Gefühlslagen der jungen Generation in Belgien, melodischer Sound untermalte die 45-minütige Performance, die Valley den deutlichsten Applaus an diesem Abend einbrachte. 

Ebenfalls zum zweiten Mal in Lantershofen waren „Betray Your Idols“ zu erleben. Sie hatten ein Heimspiel, geben die fünf Musiker doch Ahrweiler als Heimatstadt an. Die Band stellte nicht nur das musikalische Equipment für alle Bands, was lange Umbaupausen ersparte, sie dürften auch die meisten der Gäste an diesem Abend angezogen haben. Wir die beiden Bands zuvor, waren auch „Betray Your Idols“ rund 45 Minuten lang zu hören. Songs, wie „Broken Arrows“ oder „Denial“ zeigten, dass die Band schon mehr als zehn Jahre existiert und alle Musiker bestens aufeinander abgestimmt sind. Und dennoch ist jeder Auftritt eine neue Herausforderung, weit entfernt von Routine. „Betray Your Idols“ hatten neben ihrer Musik auch noch eine Botschaft für Veranstalter Kulturlant dabei: „Macht doch bitte öfter Konzerte mit diesen Genres.“

Allerlei Karneval


Kappensitzung, Kinderkarneval und Zuganmeldung

Zur Kappensitzung in den NEUEN Winzerverein Lantershofen laden die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“ und die Musikfreunde Lantershofen als gemeinsame Veranstalter am Samstag, 16. Februar, ab 18:11 Uhr ein. Beide Vereine gaben jetzt bekannt, dass die Sitzung nach dem Vorverkaufsabend Anfang Januar ausverkauft ist.

Zum Kinderkarneval am Sonntag, 17. Februar 2019 lädt der Förderverein Katharinchen e.V. ebenfalls in den NEUEN Winzerverein ein. Die Veranstaltung beginnt um 15.11 Uhr. Neben den Kindern treten die Ringener Wendböggele mit zwei Gruppen, die LA-Freibeuter, das Duo Chris & Andi und die KG Rot-Weiß Bachem auf. Danach geht die Kinderdisco ab.

Die Veranstalter des Lantershofener Karnevals, Musikfreunde und Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“, laden alle Narrengruppen aus der Grafschaft und darüber hinaus ein, den Abschluss der diesjährigen Session gemeinsam in Lantershofen zu feiern und beim Veilchendienstagszug mitzumachen. Der Zug startet am 5. März um 14:11 Uhr und wird eine gute Stunde lang durch Lantershofen ziehen. Anschließend wird es im Winzerverein Lantershofen eine finale After-Zoch-Party mit DJ-Musik und der letzten Möglichkeit, noch einmal Karneval zu feiern, geben. Wer am Zug teilnehmen möchte, wird gebeten, sich bei Zugleiter Leo Mattuscheck (02641/25479, leo.mattuscheck@t-online.de) anzumelden:

Kulturlant präsentiert Programm fürs Jahr 2019


Ein buntes Programm präsentiert "Kulturlant." Kollage: Thomas Schaaf.

Fast noch ein Dschungelcamp-Gewinner

Die ersten Musik- und Kabarettveranstaltungen in 2019 hat Lantershofen bereits erlebt, parallel dazu veröffentlichte der Verein Kulturlant e.V. sein Programm für 2019, zumindest mit den bislang feststehenden Veranstaltungen. Dabei bieten die Grafschafter im Lantershofener Winzerverein wieder eine Fülle von Musik- und Kabarettabenden, von denen einige bereits ausverkauft sind. „Die Nachfrage nach Tickets hat im letzten Jahr sehr stark zugenommen“, freuen sich die beiden Vorstandssprecher Marie-Luise Witsch und Udo Rehm. Dies gelte vor allem für die Kabarett- und Comedy-Abende. Für die bis Mai laufende Kulturlant-Saison gibt es lediglich noch Tickets für das Gastspiel „Durst – Warten auf Merlot“ mit Philipp Weber am 29. März. In der neuen Spielzeit, die im Oktober beginnt, kommen dann Ingolf Lück (12. Oktober), Christine Prayon (16. November) oder Rolf Miller (13. Dezember) nach Lantershofen. Für die insgesamt sieben Abende der neuen Spielzeit 2019/20 wird auch wieder ein Abo angeboten, Informationen dazu gibt es im aktuellen Programmheft.

Verstärkt wird in der Grafschaft derzeit das Thema „Musik“ angegangen. Nach dem alljährlichen Jahresauftakt mit „Jazz ohne Stress“ und dem Nachwuchsfestival „Rookie“ geben sich am 23. Februar die Gewinner der BBC Schottland Nachwuchswettbewerbe traditioneller schottischer Musik auf ihrer Deutschlandtour ein Stelldichein in Lantershofen. An die laufende Saison angehangen wurde zudem am 30. Mai zu den Feiern „1000 Lantesche Jahre“ ein Konzert der BAP-Coverband „MAM.“ Ebenfalls in der noch laufenden Saison wird Deutschlands derzeit erfolgreichste Zaubershow „Die Magier 2.0“ zu sehen sein (7. April).

Aus Köln kommen am 2. November die vielfach ausgezeichneten Gerd Köster und Frank Hocker mit ihrem neuen Programm „Wupp“ in den Winzerverein. Aus Österreich wird dort am 30. November das Trio „feelfalt“ zu einem Adventkonzert erwartet. Sänger aus Russland und der Ukraine bilden den Chor der Schwarzmeerkosaken, dem einst auch Ivan Rebroff angehörte. Sie sind am 6. Dezember in der St. Lambertuskirche in Lantershofen zu erleben. Chorleiter ist übrigens der frühere Schlagerstar Peter Orloff, der zuletzt ganz andere Schlagzeilen machte, als er in Vertretung eines Schlagerkollegen ins Dschungelcamp zog und erst in der Finalrunde geschlagen wurde. Schließlich kommt am 29. Dezember zum Jahresabschluss Europas meistgebuchte Tributeband „Die Toten Ärzte“ nach Lantershofen. „Selber musizieren“ heißt es bereits am 23. Oktober, dann findet zum zweiten Mal das SWR1 Public Singing statt.

Neben diesen Veranstaltungen lädt Kulturlant zum Kinderkino ein und weißt auch weitere kulturelle Veranstaltungen in Lantershofen hin. Das Programm liegt bei den Vorverkaufsstellen und in ausgesuchten Geschäften aus, es kann aber auch über die Internetseite www.kulturlant.de geladen werden.

Blutmond 2


In der fälschlichen Annahme, die Mondfinsternis finde am ganz frühen Morgen des Dienstag statt, wurde unser Fotograf gegen 6.00 Uhr beim Besorgen von Zeitung und der Valder'schen Brötchen durch die himmlische Realität eindrucksvoll eines Besseren belehrt: mittelhoch am westlichen tiefdunklen Sternenhimmel zeigte sich der volle Mond in dunkelroter Pracht. Gleich brach wieder die Begeisterung für solche Himmelserscheinungen aus und schnell schnappte sich unser Hobbyfotograf seine Kamera mit dem dicken Objektiv.

Hinter der Ringener Pfarrkirche St. Dionysius will der Blutmond langsam verschwinden. Fotos in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Schemenhaft treten die Tonkegel an der Ringener Tongrube aus der tiefen Dunkelheit hervor.

Schon am 28. Juli vorigen Jahres gab es eine beeindruckende Mondfinsternis. Auch ein Blutmondereignis, über das wir hier berichtet haben. Fotografisch war nicht alles gelungen, so wie jetzt auch. Der Mond alleine macht es nicht aus, die Kombination vom Blutmond mit einem ortstypischen Objekt scheint um einiges interessanter zu sein. Dazu muss dann auch die Beleuchtung eines solchen Objektes stimmen. An der Ringener Kirche gelang ein solches Bild, St. Dionysius fällt hierbei allerdings etwas pixelig aus. Trotzdem ist Fotofreund  Thomas Schaaf zufrieden: „Schon wieder hat man wieder neue Eindrücke und Erfahrungen gesammelt. Für das nächste Mal.“ Am 16.7.2019 ist die nächste Mondfinsternis, allerdings nur partiell.

Die Extravaganz in Person


Kabarettistin Lisa Eckhart zieht vom Leder. Foto: Dirk Unschuld.

Lisa Eckhart machte klar: „Ich bin nicht Künstler, ich bin Kunst“

Mit einem fulminanten „Kracher“ startete der Verein Kulturlant am Sonntagabend in sein diesjähriges Kabarettprogramm. Auf der Bühne erlebten 250 hin- und hergerissene Besucher eine der derzeit angesagtesten Kabarettistinnen im deutschsprachigen Raum. Lisa Eckhart, gerade einmal 26 Jahre alt, startet mit ihrem zweiten Bühnenprogramm derzeit durch, spielt nur vor ausverkauften Häusern. Auch in Lantershofen war seit Wochen kein Ticket mehr zu erhalten. Dass das neue Programm der sympathischen, aber dennoch unnahbar wirkenden Österreicherin, die ihre ersten Bühnenerfolge als Poetry-Slammerin feiern konnte, zwar „Die Vorteile des Lasters“ heißt, mit den Transportfahrzeugen aber so gar nichts zu tun hat, machte sie gleich zu Beginn klar. Musste sie aber eigentlich nicht, der Blick auf die Bühne genügte. Keine Ausstattung, nur ein Barhocker und ein Mikrofon, dahinter über die gesamte Dauer des Programms ein knallrot illuminierter Hintergrund. Davor die Künstlerin, die sich nicht als solche sieht, wenn sie sagt: „Ich bin nicht Künstler, ich bin Kunst.“

Lisa Eckharts Mission ist die Abrechnung mit der Gesellschaft, scharfzüngig und bitterböse. Das, was der Mensch in seinem tiefsten Innern vielleicht möchte, aber nicht auszusprechen oder vielleicht nicht einmal zu denken wagt, Lisa Eckhart bringt es auf die Bühne. Wieder hatte sie ihre Zuhörer für sich eingenommen, um ihnen ihre Laster wie einen Spiegel vorzuhalten. Es war eine perfekte eigene Inszenierung, die der Österreicherin auf ihrer Missionsreise durch die Republik auch in Lantershofen stehende Ovationen bescherte. Gekommen war sie übrigens mit den besten Wünschen des Kabarettisten Torsten Sträter. Der hatte ihr erst wenige Tage vor dem Gastspiel auf der Grafschaft nach der Sendung „Nuhr im Ersten“ gesteckt, dass es in Lantershofen ein tolles Publikum gebe. Die Grüße Sträters gab sie gerne weiter.

Rookie: Junge Bands für junge Leute


Headliner bei Rookie sind „Betray Your Idols.“ Foto: Thomas Biesenbach.

Bei Kulturlant Rookie treten drei Formationen bei freiem Eintritt auf

Unter dem Begriff „Kulturlant Rookie“ lädt der Grafschafter Kulturverein in unregelmäßigen Abständen zu einem Festival getreu dem Motto „Junge Bands für junge Leute“ in den Winzerverein Lantershofen ein. Kulturlant und weitere Sponsoren sorgen dabei für freien Eintritt. Bei der nächsten Auflage am Samstag, 26. Januar sind drei Bands am Start: Headline sind  „Betray Your Idols“, zehn Jahre Bandgeschichte führten zu dem Sound, den sie heute haben: Melodic Hardcore mit einer starken Dosis Punk-Drive und schweren, drückenden Ambient Parts. Angefangen hat alles mit den Veröffentlichungen der Platten „Cotillion“ und „We Are“, durch die sich die Band aus dem Bonner Raum viele Konzerte und eine größere Tour durch Deutschlands Großstädte ermöglichen konnte. Im April 2016 folgte die EP „Broken Arrows“, auf der „Betray Your Idols“ ihren Sound bereits in die heutige, melodisch-punkige Richtung entwickelt haben. Themen des Lebens, Hoffnung und Zusammenhalt behandelt die Platte auf eine realistische, ehrliche Art, die dem Hörer nahe geht.

Ob als Headliner, auf Festivals oder als Opener für Bands wie „Napoloen“, Hundreth“, „Capsize“, „Landscape“ oder „Polar“, es lässt sich mit Sicherheit behaupten, dass „The Pariah“ wohl nie eine Show gespielt haben, bei der sie nicht neue Fans für sich begeistern konnten. Die Kombination aus Druck, Spielfreude und absoluter Überzeugung am eigenen Tun packt letztendlich jeden, was zuletzt bei den Sommer-Shows zu beobachten war. „Valley” ist eine Melodic-Hardcore-Band aus dem belgischen Halle. Sie kombinieren Melodic-Hardcore mit Post-Rock und Einflüssen Ihrer direkten Umgebung. Valley entführen hierbei ihre Zuhörer in eine eigene Gedanken- und Gefühlswelt. Im Juni 2014 veröffentlichten sie ihre Debüt EP „Life’s Storms“. Ein Jahr später erschien mit "Eternity is Love" ihre zweite EP. Die sechs Stücke dieser EP wurde in unterschiedlichsten Shows in Belgien, Holland und Deutschland promoted.

Kulturlant Rookie findet am 26. Januar im Winzerverein Lantershofen statt. Das Festival beginnt um 20 Uhr, Einlass ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Bussard aufgescheucht


Startpunkt Zaunpfahl, am Draht hängen dicke Regentropfen. Auf und davon in den dunkeldiesigen Lantershofener Himmel. Fotos in diesem Bericht: Thomas Schaaf.

Ziemlich gleichgültig gegenüber vorbeifahrenden Autos zeigte sich ein Mäusebussard auf der Anhöhe "Maubichpass" in Sichtweite des Heimkehrerkreuzes auf dem Ahrweiler Berg. Zweimal, einmal hin und einmal zurück, ließ der auf der Lauer liegende bzw. sitzende Raubvogel ohne Zucken das silberne Fahrzeug passieren. Für den nächsten, dritten Durchgang wollte der Fotograf seine Kamera vorbereitet haben, um nach Möglichkeit ein nettes Bild vom Vogel zu erhaschen, obwohl die Bedingungen hierfür, Nieselregen, Foto durch Glas und sehr bedeckter dunkler Himmel, nicht gerade vielversprechend waren. Die Kehrtwende zum dritten Anlauf wollte er in der ersten Wegegabelung auf der Ahrweiler Seite vollziehen, dort kam aber Manuel Efferz mit seinem Auto schon aus Ahrweiler entgegen. So drohte der Fototermin mit dem Bussard ins Wasser zu fallen. "Kannst Du mich bitte zuerst fahren lassen, wenn ich gedreht habe, dort sitzt ein Mäusebussard, den will ich fotografieren - oder hast Du es eilig?". Die Antwort war kurz und bündig: "Eilig habe ich es zwar, aber fahr los, Thomas, fahr los!" Der ließ sich das nicht zweimal sagen, drehte mit dem Auto wieder Richtung Maubichpass und konnte den Bussard in Vorbeifahrt fotografisch mehrmals leidlich  "erwischen". Durch das langsamer werdende Vorbeifahren ließ sich der Vogel dann doch aus der Ruhe bringen und aufscheuchen: kurz plusterte er sich auf und verschwand in den Lantershofener Lüften.

Eleganter Abflug. Über die abgeräumten Äste der Apfelplantage am Maubichpass entschwindet der große Raubvogel.

Derweil wartete Mauel Efferz an der Wegegabelung auf der andern Bergseite. Er wartete und wartete, wartete und wartete, obwohl er wegen eines wichtigen Termins eigentlich sehr dringend nach Hause hätte fahren müssen. Dass der Fotograf längst auf dem Heimweg war, ahnte er nicht. So verbrachte er noch fast eine Viertelstunde wartend auf der Ahrweiler Bergseite unterhalb des Kreuzes. Bis es ihm zu bunt wurde und er Gas gab: Kein Mäusebussard und kein Fotograf ward mehr auf der gegenüberliegenden Maubichpassseite zu sehen. Abends bei der Freitags-Kneipenöffnung im Winzerverein konnten sich Manuel Efferz und der Fotograf dann doch noch ausführlich bei Kölsch und Wein über die Mäusbussardangelegenheit besprechen.