Neues vom Dorf


Aktuelle Berichte

Jukeboxparty und „Zoch“ am Veilchendienstag


Hier führt im Vorjahr der Mayener Discjockey Johannes Held die stimmungsgeladene Karnevalspolonaise im Saal des Winzervereins an. Foto: Veranstalter.

Lantershofen feiert am Samstag und Dienstag Karneval

An den anstehenden Karnevalstagen wird auch in Lantershofen noch einmal kräftig gefeiert, obwohl es dort keine Karnevalsgesellschaft gibt. Zum närrischen Treiben laden daher Musikfreunde und Junggesellen-Schützen ein, und zwar am Samstag und am Veilchendienstag. Am kommenden Samstag, 2. März, findet im Saal des Winzervereins zum zweiten Mal die Karnevals-Jukeboxparty mit dem Mayener Discjockey Johannes Held, der von SWR1 bekannt ist, statt. Held hat nach der Kombination aus Jukeboxparty und närrischen Hits, die auch in diesem Jahr wieder ansteht, vor, den Anteil an Karnevalsmusik noch einmal zu erhöhen. Hits der Bläck Fööss, Brings, Cat Ballou, Höhner, Kasalla, Paveier oder der Räuber treffen hier mit der gewohnt hohen Qualität an Licht und Ton auf alle feierwütigen Partyjecken. Partyklassiker der letzten sechs Musikjahrzehnte fehlen ebenso wenig, wie Ausflüge in die Schlager- und Apres-Ski-Szene. Mitsingen und abfeiern ist also garantiert. Einlass ist um 19 Uhr, los geht die Party um 20:11 Uhr, also eine Stunde früher, als im vergangenen Jahr. Die Musikfreunde und die Junggesellen-Schützen betreuen die Veranstaltung.

Am allerletzten Karnevalstag, 5. März, setzt sich dann um 14:11 Uhr der Veilchendienstagszug in Bewegung und wird sich als närrischer Lindwurm eine gute Stunde lang durch Lantershofen ziehen. Der Zug startet auch in diesem Jahr wieder im August-Dörner-Ring und endet am Winzerverein, wo im Anschluss die After-Zoch-Party stattfinden und ein Discjockey zu den letzten Stunden der Session auf die Tanzfläche bittet. Wer im Zug mitgehen möchte, wird um Anmeldung bei Leo Mattuscheck (02641/25479) gebeten.

Bach und Mozart an der Simon-Orgel


Klaus-Dieter Holzberger spielte im Rahmen der Rheinland-Pfälzer Orgelkonzerte in Lantershofen

Mit einem Orgelkonzert in der Lantershofener St. Lambertuskirche wurde am Sonntagabend die feiern „1000 Lantesche Jahre“ fortgesetzt. Rund 70 Besucher erlebten dabei Dekanatskantor Klaus-Dieter Holzberger an der Simon-Orgel. Die Veranstaltung fand im Rahmen der in 2019 unter dem Motto „Orgel und Heimat“ statt. Holzberger brachte dabei Stücke aus einem Zeitraum vom frühen 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zu Gehör. Er begann mit Toccata, Adagio und Fuge in C-Dur von Johann Sebastian Bach, die dieser 1708 in Weimar in seiner Zeit als Hoforganist schrieb. Das Werk stellt eine Besonderheit innerhalb von Bachs Werken dar, weil er zwischen das Toccata und die Fuge noch einen langsamen Satz einschiebt.

Es folgten Thema und eine Vielzahl von Variationen aus der Sonate Nr. 5 für Orgel von Bach’s Sohn Carl Philipp Emanuel, der im 18. Jahrhundert unter anderem in Hamburg  als Musikdirektor wirkte und dessen Musik kaum Einfluss des Vaters zeigt. Von seinem wahrscheinlichen Lehrer Johann Sebastian Bach wesentlich stärker inspiriert wurde Gottfried August Homilius. Klaus-Dieter Holzberger untermalte das mit dem kleinen Trio in G-Dur. Ganz klassische Stücke schrieb der holländische Musiker Christian Friedrich Ruppe, aus dessen Konzert für Orgel in C-Dur Holzberger das Allegro maestoso, Larghetto con espressione und das Rondo zu Gehör brachte. Ebenfalls zu hören: Wolfgang Amadeus Mozart. Hier präsentierte der Organist zum einen die Fantasie in f-moll, geschrieben für eine Orgelwalze und das eher heitere Menuett aus der Sinfonie in Es-Dur. Nach weit mehr als einer Stunde schloss Holzberger das Konzert, dass er perfekt auf die Lantershofener Orgel zusammengestellt hatte, mit Adolph Friedrich Hesses Einleitung, Thema und Variationen in A-Dur. Das Auditorium quittierte das Konzert mit lang anhaltendem Applaus.

Tausenddreihundertundzweiundzwanzig - Winmar von Lantershofen


Winmar von Lantershofen, kolorierte Federzeichnung nach Eugen Agnus. Repro: Thomas Schaaf.

Hof Winmar - Vorläufer von Burg Lantershofen? 

Kaiser Heinrich II., der im Jahr 1019 das Dorf Lantershofen mit allen Hörigen, Wiesen und Waldungen an den Erzbischof von Bamberg geschenkt hatte, ist schon lange tot, als Graf Wilhelm von Neuenahr dreihundert Jahre später am 11. Juni 1322 eine Urkunde unterschreibt, wonach „der Vogt von Ödingen und dessen Frau Gertrud den Knappen Winmar von Lantershofen, Winrich Luskus (der Schielende) von Nierendorf und anderen 13 Morgen Ackerland auf den Feldern des Dorfes Nieren­dorf nahe beim oberen Fischweiher von St. Gereon, die sie von ihnen zu Lehen hatten, als solche aufgegeben haben.

Spiel- und Lebensfreude waren ansteckend


Schottlands bester Musikernachwuchs spielte in Lantershofen

Das war wahrlich ein Zungenbrecher: Young Scots Trad Awards Winner Tour. Dahinter stecken 18 Konzerte in ebenso vielen Tagen. Den Abschluss ihrer Tournee quer durch Deutschland machten vier junge Schotten am Samstagabend auf der Kulturlant-Bühne in Lantershofen. Präsentiert wurden die Ausnahme-Musiker von der Deutschen Petra Eisenburger, sie führte auch durch das Programm, das knapp 200 Gäste von der ersten Minute an begeisterte.

Sehr gut besuchtes Konzert mit begeisterten Zuschauern im Saal des Winzervereins. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Vier Topmusiker: Am Knopfakkordeon ist Paddy Callaghan, Charlie Stewart spielt die Geige, Sängerin Iona Fyfe ist "the voice"und steht in Front, Luc McNally brilliert mit der Gitarre.

Die jungen Schotten, die Siegerpreise in Wettbewerben traditioneller schottischer Musik gewinnen konnten, stellten sich nacheinander musikalisch vor, später spielten sie dann zusammen. Begleitet wurden die Preisträger dabei vom Gitarristen Luc McNally, der in den Jahren 2016 und 2017 ebenfalls begehrte schottische Nachwuchspreise gewinnen konnte. Ihm stand als erstes Charlie Stewart zur Seite, der das Geigenspiel an der Royal Conservatoire of Scotland studierte und für den der Begriff des Teufelsgeigers äußerst zutreffend war. Stewart brachte aber nicht nur die Musik authentisch rüber, er verkörperte zudem eine große Spiel- und damit verbunden, auch Lebensfreude. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht und begleitendem Taktspiel, teilweise mit beiden Füßen, sorgte Charlie Stewart gleich im ersten Stück für helle Begeisterung, sein „Fire-cross Song“ erntete tosenden Applaus. Ein klein wenig ruhiger ließ es „the voice“ im vierköpfigen Ensemble angehen. Iona Fyfe ist gerade einmal 21 Jahre alt, als Sängerin aber bereits weltweit unterwegs. Sie nahm das Publikum mit, animierte beim Song „Swing and Turn“ zum Mitsingen. „Take me out Drinking Tonight“ spiegelte die schottische Freude an der Geselligkeit wider. Dritter im Bunde der Preisträger-Tour war Paddy Callaghan, eine ebenso lustige, wie gemütliche Persönlichkeit. Sobald er aber zum Knopfakkordeon greift, explodiert er förmlich. „Schnell“ sei seine Musik, sagt er. Eines von zwei gelernten deutschen Wörtern. „Wunderbar“ ist das andere, auch weil sein Lieblingsort in Schottland „Bar“ sei. „The Trip to Dingle“ zeigte dem Publikum, dass Callaghan nicht zu viel versprochen hatte, auf der Bühne und im Saal ging sprichwörtlich die Post ab.

Von der ersten Minute an reißen die vier jungen Schotten die Zuhörer mit ihrer traditionellen heimatnahen Musik mit.
Nach dem Konzert hagelt es Riesen-Beifall für die Musiker, die sich artig mit tiefen Verbeugungen beim Publikum bedanken.

Im zweiten Konzertpart gehörte die Bühne im Lantershofener Winzerverein dann allen vier Musikern, wobei Iona Fyfe betonte, sie sei für den eher melancholischen Part zuständig. Das war übertrieben, auch wenn ihre Mitstreiter es immer dann, wenn Titel mit Gesang anstanden, ruhiger angehen ließen. Dafür hatte hier das Publikum wieder seinen Einsatz, ihm gehörte der stimmlich äußerst hoch angesetzte Refrain bei „Bonnie Lass of Fire.“ Wenn es dann instrumental zuging, gingen die drei Musiker in die Vollen, man fühlte sich im Winzerverein auf ein schottisches Volksfest oder in einen Glasgower Pub versetzt. Am Ende hielt es keinen mehr auf den Sitzen, zumal Kulturlant in Zusammenarbeit mit „Ahrland“ auch Biere und Whiskey aus Schottland reichte. Die Musiker bevorzugten derweil deutsches Bier und trockene Ahrweine, packten nach Mitternacht die Instrumente ein zweites Mal aus und spielt im Winzerverein noch  bis tief in die Nacht im kleinen Kreis.

Die "Pänz" feierten Karneval


Nur einen Tag nach der großen Kappensitzung in Lantershofen gehörte der Saal des Winzervereins den Kindern. Am Sonntag fand dort der Kinderkarneval statt. der Einladung des Fördervereins „Katharinchen“ waren fast 200 „Pänz“ mitsamt Eltern gefolgt. Für die Nachwuchs-Narren gab es ein buntes Programm, bei dem es auch darum ging, sich nach Herzenslust auszutoben.

Die Ringener Wendböggele marschieren mit ihrem Tanzcorps und Gefolge auf. Fotos in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Die Freibeuter des Meeres und von Lantershofen machen den Saal unsicher. Moderator Christopher Till Wagenknecht bedank sich bei ihnen.

Auf der Bühne durften sich die Kindergartenkinder präsentieren. die kleinen Löwen, Clowns, Feen oder Cowboys bestaunten die Mini-Garden der Ringener Wendböggele und begrüßten die Bachemer Kinderprinzessin Isabel I., die ihre Aufwartung machte. Die LA-Freibeuter, das waren Väter mit ihren Töchtern, hatten eine ganze Reihe von Tänzen in ihrem Repertoire und das Duo Chris & Andi beeindruckte die Kinder mit ihrem Puppentheater.

Auch die Funken der Karnevalsgesellschaft "Rot-Weiß" Bachem 1960 e.V. beeindrucken mit ihrem tänzerischen Können. Zwei Lantershofener Mädels sind auch mit dabei.
Oberkindernarr Till Eulenspiegel alias Christopher Wagenknecht führt souverän durch das Programm und bedankt sich hier bei der KG-Vorsitzenden Petra Münch und ihren Bachemer Jecken.

Derweil konnten sich Eltern und Großeltern bei Kaffee und Kuchen auf die kommenden närrischen Tage einstimmen. Der Kindergarten wird wieder dabei sein, wenn am Veilchendienstag ab 14:11 Uhr der Karnevalszug durch Lantershofen zieht.

Karneval wie vor 50 Jahren und dennoch hochmodern


Karneval wie vor 50 Jahren? Ja, das geht, wie man in Lantershofen am Samstag eindringlich unter Beweis stellte. Denn die dortige Kappensitzung im ausverkauften Winzerverein bot wieder einmal alles, was zu einer solchen Sitzung gehört: Garden, Tollitäten, Musik, Männerballett und vor allem eines: Rednerinnen und Redner. Und das alles unter dem abgewandelten Jubiläumsjahr-Motto „1000 Jahre jeck und jung.“ Statt eines Karnevalsvereins hatten Junggesellen-Schützen und Musikfreunde eingeladen, letztere sorgten den ganzen Abend für den guten musikalischen Ton.

Sitzungspräsident Erich Althammer eröffnet die Kappensitzung unter dem Motto "1000 Jahre jung und jeck. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Grafschaft-Bürgermeister Achim Juchem trifft dienstlich bedingt etwas später zur Sitzung ein, hatte mit Gattin Edeltraut aber schon an der Saaltür seinen Spaß.

Es war in erster Linie ein Festival der Büttenredner, dass den bestens gelaunten Gästen da präsentiert wurde. Und es war eine Sitzung, die in hohem Maße von Dorf eigenen Kräften gestaltet wurde. Zahlreiche Redner brachten ihre Vorträge aus der Bütt dazu in Reimform darf. Wie Karl-Heinz Schweinheim, der als Berichterstatter vom Ortsbeirat das Gremium auf der Suche nach Wertschöpfung und Zukunftsperspektiven begleiten durfte – nicht ohne Blick zurück. „Lantesche war mal ein schöner Ort, denn fünf Brennereien gab es dort.“ Politisch unkorrekt, karnevalistisch aber sehr korrekt beleuchtete er, was man sich sonst nur hinter vorgehaltener Hand erzählt.

Kinderprinz Kilian I. (Jüris) aus Sinzig besucht mit Prinzessin Susanna und dem Hofstaat den Saal im Herkunftsdorf seines Vaters.
Redner Kai Kramosta nimmt auch auf Gummibärchen und den Bürgermeister aktuellen karnevalistischen Bezug.

Ebenso kritisch nahm der mittlerweile 81-jährige Rolf-Dieter Schmitz die Lantershofener ins Gebet. Als „Gutenberg“ machte er klar, was er so druckt und was ihn drückt: „Pastor Burg lässt Lantershofen gerne aus, doch dafür gibt’s das Studienhaus.“ Und so forderte der „Gutenberg“ In Zeiten von Mauerbauplänen in den fernen USA den Abriss der Mauer, die ums Studienhaus auf Burg Lantershofen gezogen ist.

Dessen Leitung, Regens Volker Malburg und Subregens Philip Peters, gehören ebenfalls zum jecken Inventar in Lantershofen. Ihre Bühnenvorträge sind legendär. Dieses Mal wagten sie den Blick in die Zukunft: der Regens mit Rollator leitet besagtes Studienhaus schon 43 Jahre. „Dass ich hier bleiben durfte, war meine Beförderung.“ Auf Besuch kam der Subregens, auch schon 76 Jahre alt. Beide feierten in weiter Zukunft das Fest „3000 Jahre Lantershofen“, berichteten sie doch von Ausgrabungen, bei denen ein „Lantesche Maubichkuchen“ aus dem Jahr 941 vor Christus gefunden wurde. „Das Alter war gar nicht so einfach zu bestimmen, denn der Maubich sieht frisch genauso aus.“

Eine Horde Freibeuter, Väter mit ihren Töchtern, führen verschiedenste räuberische Tänze vor.
Gaby Fabritius stellt sich in der Bütt als jung gebliebenes älteres Mädchen "Maria Funke“, als Funkemariechen vor.

Gaby Fabritius, ebenfalls seit vielen Jahren Bütten-As im Birnendorf, kam als jung gebliebenes „Mädchen Maria Funke“ daher, besser: als Funkenmariechen. Sie machte klar: „Ich hann noch Kraft, stohn voll em Saft.“ Getreu ihrer Kernaussage „Mer hätt e Rääch esu jät schönes zu sehn“, holte sie die ganze Ahrweiler Möhnenschar im Mariechenkostüm auf die Bühne, wo dann ein etwas anderer Mariechentanz präsentiert wurde. „Doll und Döllchen“ waren in diesem Jahr in einer Person vereint, Gerda Doll trat alleine vors Publikum, weil die Tochter wegen zahlreicher Verkehrsdelikte im Knast sitze. Also machte die Mama klar, dass Lantershofen boome: „Alle wollen hier wohnen.“ Und darum muss im Dorf was fürs Klima getan werden, forderte sie die Pflanzung von 1000 Mammutbäumen zwischen den ganzen Birnbäumen im Ort.

Bürgermeister Achim Juchem, dem Redner Kai Kramosta unterstellte, den ganzen Kofferraum voller Gummibärchen zu haben, nahm die Anregung dankend auf. Schließlich trat auch noch der „Doktor von Mayen“, Werner Blasweiler ans Mikrofon und sprach übers gleiche Zeitverständnis von Mann und Frau: „Wenn sie im Bad sagt, sie sei gleich fertig, dauert das genauso lange, wie sein Ausspruch in der Kneipe, er komme gleich heim.“

Karl-Heinz Schweinheim führt nach seiner Büttenrede mit Sitzungspräsiden Erich Althammer ein Zwiegespräch über Geld fort.
Die Truppe „Blue Velvet“ aus Bad Bodendorf feiert tänzerich „Karneval im All“.
Gerda Doll tritt in diesem Jahr ohne Döllchen an und fordert, 1000 Mammutbäume zwischen die Birnbäume zu pflanzen.
Prinz Jens I. (Bauer) vom Studienhaus St. Lambert lässt es auch gesanglich mit seinen Mitstudenten einschließlich Subregens krachen.

Es gab aber nicht nur Büttenreden in Lantershofen. Auch Tollitäten waren zu Gast. Kinderprinz Kilian I. aus Sinzig mit seiner Prinzessin Susanna kam, weil Kilians Vater doch als waschechter „Lantesche Jong“ auch lange Sitzungspräsident war. Die Ahrweiler Karnevalsgesellschaft brachte die tanzende Stadtgarde und Prinzessin Marlis mit. Beim Gesang von Prinz Jens I. (Bauer) vom Studienhaus St. Lambert ging buchstäblich die Post ab.

Prinzessin Margit von der Ahrweiler Karnevalsgesellschaft bringt den Saal mit der tanzenden Stadtgarde in Wallung und zum Schunkeln.
Rolf-Dieter Schmitz nimmt als "Gutenberg" vieles im Dorf geistreich und humorvoll aufs Korn.
Das Ouzo-Duo Dany Celner und Lefti Salomidis tanzen mit Lantesche Aushilfsballetttänzern in der Mitte Sirtaki.
Alt-Regens Volker Malburg zeigt dem Alt-Subregens Philip Peters einen ausgegrabenen Maubichkuchen von 941 vor Christus: "Maubich sieht frisch genauso aus.".
Als Gesangsduo reißen die beiden jecken Regenten den kompletten Saal mit.
Jahrtausendelfen schließen den langen Karnevalsabend mit ihren grazilen Bewegungsversuchen ab. Männerballet so jung, jeck und frisch wie damals.

Die vom Tambourcorps der Lantershofener Junggesellen-Schützen traditionell eröffnete und von Erich Althammer moderierte Sitzung sah eine Horde Väter mit ihren Töchtern, die als „Freibeuter“ eine ganze Reihe verschiedenster Tänze zeigten. „Hamlet oder Schwanensee?“ war die Frage der beiden Pantomimen vom Ouzo-Duo (Dany Celner und Lefti Salomidis). Die Showtänzerinnen „Blue Velvet“ aus Bad Bodendorf nahmen das Publikum schließlich zum „Karneval im All“ mit. Und als krönenden Abschluss erlebte Lantershofen die Auferstehung des vor gut zehn Jahren erfolgreichen Männerballetts der recht filigran wirkenden „Jahrtausendelfen.“

Fünf Studenten in St. Lambert zu Lektoren beauftragt


Vordere Reihe (von links): Wolfgang Ehrle, Bistum Augsburg, Torsten Buß, Bistum Osnabrück, Andreas Heupel, Bistum Paderborn, Jens Bauer, Bistum Trier, Br. Leo Gauch, Benediktinergemeinschaft Fischingen. Hintere Reihe: Diakon Richard Reißner, Bistum Augsburg, Regens Dr. Volker Malburg, Subregens Philip Peters. Foto: Markus Brandt.

Am 3. Sonntag im Jahreskreis, den 20. Januar 2019, beauftragte Herr Regens Dr. Volker Malburg die Studenten des 1. Kurses mit dem Lektorat. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Schola des Studienhauses umrahmt. Beim anschließenden Empfang im Foyer des Studienhauses überreichte Regens Dr. Volker Malburg  ein kleines Geschenk und gratulierte im Namen der Hauskommunität. Die Lektoratsbeauftragung ist die erste  Beauftragung eines Seminaristen auf dem Weg zum Priesteramt und stellt nach dem Eintritt ins Seminar den ersten großen Schritt in Richtung Weihe dar. Der Lektor soll nicht nur die Lesung im Gottesdienst vortragen, sondern auch mit seinem Herz die biblische Botschaft bezeugen.

Frische Musik-Brise aus Schottland


Schottlands bester Nachwuchs in puncto traditioneller Musik kommt nach Lantershofen. Foto: Veranstalter.

Preisträger renommierter Wettbewerbe auf Deutschland-Tour in Lantershofen

Nach der erfolgreichen Premiere der Young Scots Trad Awards Winner Tour in 2018 werden auch in 2019 vier junge schottische Ausnahmemusiker in 19 Spielstätten in Deutschland und Österreich konzertieren. Wie bereits in 2018 geben Preisträger und Finalisten von renommierten Wettbewerben wie dem BBC Radio Scotland Young Trad Awards, BBC Radio 2 Folk Awards, MG Alba Awards und Molloy Award Zeugnis ihres Könnens. Erstmals dabei ist die Kulturlant-Bühne in Lantershofen, wo die vier Musiker am Samstag, 23. Februar zu hören sind.  

Ziel dieser Wettbewerbe ist es, junge schottische Musiker zu animieren, schottische Musiktraditionen mit der eigenen musikalischen Virtuosität fortzuführen und zu beflügeln. Bei den BBC Radio Scotland Young Trad Awards beispielsweise bewerben sich jährlich zahlreiche Musiker. Sechs Finalisten kämpfen anlässlich eines Prestigekonzerts beim berühmten Celtic Connections Festival im schottischen Glasgow um den ersten Platz. Der oder die Beste wird mit dem BBC Radio Scotland Young Traditional Musician Award des entsprechenden Jahres ausgezeichnet.

Charlie Stewart (Geige), Iona Fyfe (Gesang), Paddy Callaghan (Akkordeon) und Luc McNally (Gitarre) begeistern ihr Publikum mit einer Mischung aus traditioneller Musik, die den Puls der Zeit trifft - Tradition trifft Moderne. Mit ihrer Solo-Performance im ersten Programmteil und ihrem gemeinsamen Auftritt in der zweiten Programmhälfte zeichnen Charlie, Iona, Paddy und Luc ein facettenreiches musikalisches Bild Schottlands.

Das bestuhlte Konzert findet am Samstag, 23. Februar, ab 20 Uhr im Winzerverein Lantershofen statt (Buslinie 849, Haltestelle Lantershofen, Winzerstraße). Tickets für die bestuhlte Veranstaltung kosten im Vorverkauf 16 Euro zuzüglich möglicher Gebühren, an der Abendkasse 20 Euro. Tickets und Infos sind über die Interseite www.kulturlant.de erhältlich. Weitere Vorverkaufsstellen sind in der Grafschaft Getränke Visang (Karweiler), Rewe-Markt (Ringen), Eifeldestillerie (Lantershofen) sowie in Bad Neuenahr-Ahrweiler Wittich Medien, Plattenkiste und Ahrtal-Tourismus.