Neues vom Dorf


Aktuelle Berichte

Die "Pänz" feierten Karneval


Nur einen Tag nach der großen Kappensitzung in Lantershofen gehörte der Saal des Winzervereins den Kindern. Am Sonntag fand dort der Kinderkarneval statt. der Einladung des Fördervereins „Katharinchen“ waren fast 200 „Pänz“ mitsamt Eltern gefolgt. Für die Nachwuchs-Narren gab es ein buntes Programm, bei dem es auch darum ging, sich nach Herzenslust auszutoben.

Die Ringener Wendböggele marschieren mit ihrem Tanzcorps und Gefolge auf. Fotos in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Die Freibeuter des Meeres und von Lantershofen machen den Saal unsicher. Moderator Christopher Till Wagenknecht bedank sich bei ihnen.

Auf der Bühne durften sich die Kindergartenkinder präsentieren. die kleinen Löwen, Clowns, Feen oder Cowboys bestaunten die Mini-Garden der Ringener Wendböggele und begrüßten die Bachemer Kinderprinzessin Isabel I., die ihre Aufwartung machte. Die LA-Freibeuter, das waren Väter mit ihren Töchtern, hatten eine ganze Reihe von Tänzen in ihrem Repertoire und das Duo Chris & Andi beeindruckte die Kinder mit ihrem Puppentheater.

Auch die Funken der Karnevalsgesellschaft "Rot-Weiß" Bachem 1960 e.V. beeindrucken mit ihrem tänzerischen Können. Zwei Lantershofener Mädels sind auch mit dabei.
Oberkindernarr Till Eulenspiegel alias Christopher Wagenknecht führt souverän durch das Programm und bedankt sich hier bei der KG-Vorsitzenden Petra Münch und ihren Bachemer Jecken.

Derweil konnten sich Eltern und Großeltern bei Kaffee und Kuchen auf die kommenden närrischen Tage einstimmen. Der Kindergarten wird wieder dabei sein, wenn am Veilchendienstag ab 14:11 Uhr der Karnevalszug durch Lantershofen zieht.

Karneval wie vor 50 Jahren und dennoch hochmodern


Karneval wie vor 50 Jahren? Ja, das geht, wie man in Lantershofen am Samstag eindringlich unter Beweis stellte. Denn die dortige Kappensitzung im ausverkauften Winzerverein bot wieder einmal alles, was zu einer solchen Sitzung gehört: Garden, Tollitäten, Musik, Männerballett und vor allem eines: Rednerinnen und Redner. Und das alles unter dem abgewandelten Jubiläumsjahr-Motto „1000 Jahre jeck und jung.“ Statt eines Karnevalsvereins hatten Junggesellen-Schützen und Musikfreunde eingeladen, letztere sorgten den ganzen Abend für den guten musikalischen Ton.

Sitzungspräsident Erich Althammer eröffnet die Kappensitzung unter dem Motto "1000 Jahre jung und jeck. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Grafschaft-Bürgermeister Achim Juchem trifft dienstlich bedingt etwas später zur Sitzung ein, hatte mit Gattin Edeltraut aber schon an der Saaltür seinen Spaß.

Es war in erster Linie ein Festival der Büttenredner, dass den bestens gelaunten Gästen da präsentiert wurde. Und es war eine Sitzung, die in hohem Maße von Dorf eigenen Kräften gestaltet wurde. Zahlreiche Redner brachten ihre Vorträge aus der Bütt dazu in Reimform darf. Wie Karl-Heinz Schweinheim, der als Berichterstatter vom Ortsbeirat das Gremium auf der Suche nach Wertschöpfung und Zukunftsperspektiven begleiten durfte – nicht ohne Blick zurück. „Lantesche war mal ein schöner Ort, denn fünf Brennereien gab es dort.“ Politisch unkorrekt, karnevalistisch aber sehr korrekt beleuchtete er, was man sich sonst nur hinter vorgehaltener Hand erzählt.

Kinderprinz Kilian I. (Jüris) aus Sinzig besucht mit Prinzessin Susanna und dem Hofstaat den Saal im Herkunftsdorf seines Vaters.
Redner Kai Kramosta nimmt auch auf Gummibärchen und den Bürgermeister aktuellen karnevalistischen Bezug.

Ebenso kritisch nahm der mittlerweile 81-jährige Rolf-Dieter Schmitz die Lantershofener ins Gebet. Als „Gutenberg“ machte er klar, was er so druckt und was ihn drückt: „Pastor Burg lässt Lantershofen gerne aus, doch dafür gibt’s das Studienhaus.“ Und so forderte der „Gutenberg“ In Zeiten von Mauerbauplänen in den fernen USA den Abriss der Mauer, die ums Studienhaus auf Burg Lantershofen gezogen ist.

Dessen Leitung, Regens Volker Malburg und Subregens Philip Peters, gehören ebenfalls zum jecken Inventar in Lantershofen. Ihre Bühnenvorträge sind legendär. Dieses Mal wagten sie den Blick in die Zukunft: der Regens mit Rollator leitet besagtes Studienhaus schon 43 Jahre. „Dass ich hier bleiben durfte, war meine Beförderung.“ Auf Besuch kam der Subregens, auch schon 76 Jahre alt. Beide feierten in weiter Zukunft das Fest „3000 Jahre Lantershofen“, berichteten sie doch von Ausgrabungen, bei denen ein „Lantesche Maubichkuchen“ aus dem Jahr 941 vor Christus gefunden wurde. „Das Alter war gar nicht so einfach zu bestimmen, denn der Maubich sieht frisch genauso aus.“

Eine Horde Freibeuter, Väter mit ihren Töchtern, führen verschiedenste räuberische Tänze vor.
Gaby Fabritius stellt sich in der Bütt als jung gebliebenes älteres Mädchen "Maria Funke“, als Funkemariechen vor.

Gaby Fabritius, ebenfalls seit vielen Jahren Bütten-As im Birnendorf, kam als jung gebliebenes „Mädchen Maria Funke“ daher, besser: als Funkenmariechen. Sie machte klar: „Ich hann noch Kraft, stohn voll em Saft.“ Getreu ihrer Kernaussage „Mer hätt e Rääch esu jät schönes zu sehn“, holte sie die ganze Ahrweiler Möhnenschar im Mariechenkostüm auf die Bühne, wo dann ein etwas anderer Mariechentanz präsentiert wurde. „Doll und Döllchen“ waren in diesem Jahr in einer Person vereint, Gerda Doll trat alleine vors Publikum, weil die Tochter wegen zahlreicher Verkehrsdelikte im Knast sitze. Also machte die Mama klar, dass Lantershofen boome: „Alle wollen hier wohnen.“ Und darum muss im Dorf was fürs Klima getan werden, forderte sie die Pflanzung von 1000 Mammutbäumen zwischen den ganzen Birnbäumen im Ort.

Bürgermeister Achim Juchem, dem Redner Kai Kramosta unterstellte, den ganzen Kofferraum voller Gummibärchen zu haben, nahm die Anregung dankend auf. Schließlich trat auch noch der „Doktor von Mayen“, Werner Blasweiler ans Mikrofon und sprach übers gleiche Zeitverständnis von Mann und Frau: „Wenn sie im Bad sagt, sie sei gleich fertig, dauert das genauso lange, wie sein Ausspruch in der Kneipe, er komme gleich heim.“

Karl-Heinz Schweinheim führt nach seiner Büttenrede mit Sitzungspräsiden Erich Althammer ein Zwiegespräch über Geld fort.
Die Truppe „Blue Velvet“ aus Bad Bodendorf feiert tänzerich „Karneval im All“.
Gerda Doll tritt in diesem Jahr ohne Döllchen an und fordert, 1000 Mammutbäume zwischen die Birnbäume zu pflanzen.
Prinz Jens I. (Bauer) vom Studienhaus St. Lambert lässt es auch gesanglich mit seinen Mitstudenten einschließlich Subregens krachen.

Es gab aber nicht nur Büttenreden in Lantershofen. Auch Tollitäten waren zu Gast. Kinderprinz Kilian I. aus Sinzig mit seiner Prinzessin Susanna kam, weil Kilians Vater doch als waschechter „Lantesche Jong“ auch lange Sitzungspräsident war. Die Ahrweiler Karnevalsgesellschaft brachte die tanzende Stadtgarde und Prinzessin Marlis mit. Beim Gesang von Prinz Jens I. (Bauer) vom Studienhaus St. Lambert ging buchstäblich die Post ab.

Prinzessin Margit von der Ahrweiler Karnevalsgesellschaft bringt den Saal mit der tanzenden Stadtgarde in Wallung und zum Schunkeln.
Rolf-Dieter Schmitz nimmt als "Gutenberg" vieles im Dorf geistreich und humorvoll aufs Korn.
Das Ouzo-Duo Dany Celner und Lefti Salomidis tanzen mit Lantesche Aushilfsballetttänzern in der Mitte Sirtaki.
Alt-Regens Volker Malburg zeigt dem Alt-Subregens Philip Peters einen ausgegrabenen Maubichkuchen von 941 vor Christus: "Maubich sieht frisch genauso aus.".
Als Gesangsduo reißen die beiden jecken Regenten den kompletten Saal mit.
Jahrtausendelfen schließen den langen Karnevalsabend mit ihren grazilen Bewegungsversuchen ab. Männerballet so jung, jeck und frisch wie damals.

Die vom Tambourcorps der Lantershofener Junggesellen-Schützen traditionell eröffnete und von Erich Althammer moderierte Sitzung sah eine Horde Väter mit ihren Töchtern, die als „Freibeuter“ eine ganze Reihe verschiedenster Tänze zeigten. „Hamlet oder Schwanensee?“ war die Frage der beiden Pantomimen vom Ouzo-Duo (Dany Celner und Lefti Salomidis). Die Showtänzerinnen „Blue Velvet“ aus Bad Bodendorf nahmen das Publikum schließlich zum „Karneval im All“ mit. Und als krönenden Abschluss erlebte Lantershofen die Auferstehung des vor gut zehn Jahren erfolgreichen Männerballetts der recht filigran wirkenden „Jahrtausendelfen.“

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Fünf Studenten in St. Lambert zu Lektoren beauftragt


Vordere Reihe (von links): Wolfgang Ehrle, Bistum Augsburg, Torsten Buß, Bistum Osnabrück, Andreas Heupel, Bistum Paderborn, Jens Bauer, Bistum Trier, Br. Leo Gauch, Benediktinergemeinschaft Fischingen. Hintere Reihe: Diakon Richard Reißner, Bistum Augsburg, Regens Dr. Volker Malburg, Subregens Philip Peters. Foto: Markus Brandt.

Am 3. Sonntag im Jahreskreis, den 20. Januar 2019, beauftragte Herr Regens Dr. Volker Malburg die Studenten des 1. Kurses mit dem Lektorat. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Schola des Studienhauses umrahmt. Beim anschließenden Empfang im Foyer des Studienhauses überreichte Regens Dr. Volker Malburg  ein kleines Geschenk und gratulierte im Namen der Hauskommunität. Die Lektoratsbeauftragung ist die erste  Beauftragung eines Seminaristen auf dem Weg zum Priesteramt und stellt nach dem Eintritt ins Seminar den ersten großen Schritt in Richtung Weihe dar. Der Lektor soll nicht nur die Lesung im Gottesdienst vortragen, sondern auch mit seinem Herz die biblische Botschaft bezeugen.

Frische Musik-Brise aus Schottland


Schottlands bester Nachwuchs in puncto traditioneller Musik kommt nach Lantershofen. Foto: Veranstalter.

Preisträger renommierter Wettbewerbe auf Deutschland-Tour in Lantershofen

Nach der erfolgreichen Premiere der Young Scots Trad Awards Winner Tour in 2018 werden auch in 2019 vier junge schottische Ausnahmemusiker in 19 Spielstätten in Deutschland und Österreich konzertieren. Wie bereits in 2018 geben Preisträger und Finalisten von renommierten Wettbewerben wie dem BBC Radio Scotland Young Trad Awards, BBC Radio 2 Folk Awards, MG Alba Awards und Molloy Award Zeugnis ihres Könnens. Erstmals dabei ist die Kulturlant-Bühne in Lantershofen, wo die vier Musiker am Samstag, 23. Februar zu hören sind.  

Ziel dieser Wettbewerbe ist es, junge schottische Musiker zu animieren, schottische Musiktraditionen mit der eigenen musikalischen Virtuosität fortzuführen und zu beflügeln. Bei den BBC Radio Scotland Young Trad Awards beispielsweise bewerben sich jährlich zahlreiche Musiker. Sechs Finalisten kämpfen anlässlich eines Prestigekonzerts beim berühmten Celtic Connections Festival im schottischen Glasgow um den ersten Platz. Der oder die Beste wird mit dem BBC Radio Scotland Young Traditional Musician Award des entsprechenden Jahres ausgezeichnet.

Charlie Stewart (Geige), Iona Fyfe (Gesang), Paddy Callaghan (Akkordeon) und Luc McNally (Gitarre) begeistern ihr Publikum mit einer Mischung aus traditioneller Musik, die den Puls der Zeit trifft - Tradition trifft Moderne. Mit ihrer Solo-Performance im ersten Programmteil und ihrem gemeinsamen Auftritt in der zweiten Programmhälfte zeichnen Charlie, Iona, Paddy und Luc ein facettenreiches musikalisches Bild Schottlands.

Das bestuhlte Konzert findet am Samstag, 23. Februar, ab 20 Uhr im Winzerverein Lantershofen statt (Buslinie 849, Haltestelle Lantershofen, Winzerstraße). Tickets für die bestuhlte Veranstaltung kosten im Vorverkauf 16 Euro zuzüglich möglicher Gebühren, an der Abendkasse 20 Euro. Tickets und Infos sind über die Interseite www.kulturlant.de erhältlich. Weitere Vorverkaufsstellen sind in der Grafschaft Getränke Visang (Karweiler), Rewe-Markt (Ringen), Eifeldestillerie (Lantershofen) sowie in Bad Neuenahr-Ahrweiler Wittich Medien, Plattenkiste und Ahrtal-Tourismus.

Kabarettist Thomas Freitag sezierte die vielen Probleme Europas


KabarettistThomas Freitag trifft den Nagel tagesaktuell mit Europa auf den Kopf. Fotos in diesem Bericht: Thomas Biesenbach. Bildunterschriften: Thomas Schaaf.

Weckruf für Ahrweiler Freiheitswochen - erschreckende Wahrheiten im Mantel des Kabaretts

Thomas Freitag, seit Mitte der 1970er Jahre als Kabarettist und Parodist auf Deutschlands Bühnen zuhause, hat den Nagel wieder einmal ins Schwarze getroffen, als er sich vor gut zwei Jahren dazu durchrang, sein 18. Soloprogramm zum Thema „Europa“ zu schreiben. Ein Thema, dass auch bei der 197. Aufführung des Programms am Samstag in Lantershofen aktuell ist und scheinbar täglich aktueller wird. Als politischer Kabarettist muss Freitag dabei natürlich tagesaktuell bleiben und vom Konzept schon mal abschweifen. Dieses Mal bekam Verkehrsminister Scheuer für seine jüngsten Einlassungen sein  Fett weg: „Wir Europäer haben von den Ägyptern die Zahlen überliefert bekommen, die Null ist heute Verkehrsminister.“

250 Zuschauer im ausverkauften Lantershofener Winzerverein erlebten einen launischen Thomas Freitag in der Rolle des Peter Rübenbauer. Der ist EU-Bürokrat und für die Entwicklung aller europäischen Kreisverkehre zuständig. Besser: er war es. War es doch ausgerechnet der Brite, der ihm im neuen Kreisel auf Lesbos entgegen kam und ihm den Unfalltod bescherte. Der Brite mit seinen Launen wie dem Linksverkehr, dessen Insel am besten ein paar Kutter aufs Meer Richtung Amerika schleppen würden. Nun findet sich Rübenbauer im Jenseits wieder, an einer verkommenen Haltestelle mit umgeworfenem Mülleimer. Zeit, nachzudenken. Über das, was Europa heute noch ist, was es mal war und was es eigentlich sein sollte. Zeit, im Jenseits auch ein paar Menschen zu treffen. Willi Brandt zum Beispiel, eine von Freitags Paraderollen als Parodist. Brandts übergroße Statue in der Parteizentrale sollte AFD-Chef Gauland für dessen „Vogelschiss-Eklat“ mal eine scheuern. Zeus war auch im Jenseits zu treffen und machte klar: „Das alte Rom war das erste zentrale Europa.“ Nur hielt damals die Philosophie Europa zusammen, heute ist es die Betriebswirtschaft. Dann die Religionen, vertreten durch den evangelischen Selbstmordattentäter, der mit alten Socken tötet, weil er nicht mit ansehen kann, wie die anderen faulenzen, während sein Luther doch der erste echte Arbeiter war. Thesen anschlagen war halt anstrengend.

Fazit von Thomas Freitag: Europa ist eine gute Sache, man hätte es nur nicht mit anderen Ländern machen sollen.

Das richtige Rezept, wie man mit Europa umgehen soll, damit es künftig nicht nur durch die Champions League geeint ist, fanden Rübenbauer und seine Leidensgenossen im Jenseits nicht, dafür hinterließen sie aber eine Menge Nachdenkliches bei den Besuchern der Kulturlant-Bühne. Mit dem Thema „Europa“ beschäftigen sich ab 13. März auch die Ahrweiler Freiheiter zweieinhalb Wochen sehr intensiv. Der Kabarettabend mit Thomas Freitag war sozusagen der Weckruf zu den vierten Ahrweiler Freiheitswochen, die dann mit einer Fülle von Vorträgen, Ausstellungen, Kulturveranstaltungen, Schülerwettbewerben und mehr aufwarten werden.

Orgelkonzerte mit K.D. Holzberger und Chr. A. Noll


Klaus-Dieter Holzberger aus Ahrweiler an der Orgel der Laurentiuskirche. Foto: Veranstalter.

Unter dem Motto „Orgel und Heimat“ sowie im Rahmen des Festzyklus von “1000 Lantesche Jahre“ finden in 2019 ebenfalls wieder zwei Orgelkonzerte in der St. - Lambertus Kirche in Grafschaft-Lantershofen statt. Für 2019 konnten mit Klaus-Dieter Holzberger, ein weit über die Region hinaus bekannter Organist und Dekanatskantor aus Ahrweiler und Christoph Anselm Noll aus Bad Neuenahr zwei Konzertorganisten aus direkter Nachbarschaft gewonnen werden. Der Eintritt zum Konzert ist frei. Um Spenden für die Durchführung der Konzerte wird gebeten.

Am Sonntag, dem 24. Februar 2019 beginnt um 19:00 Uhr in der kath. Pfarrkirche St. Lambertus,  Grafschaft-Lantershofen das fünfte Orgelkonzert mit dem Titel “Orgel und Heimat“, dem Motto der Rheinland-Pfälzer Orgelkonzerte in 2019. Klaus-Dieter Holzberger, geboren 1956 in Stadtallendorf (Oberhessen), ist verheiratet und hat zwei Söhne. Mit acht Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht. Bereits drei Jahre später spielte er in seiner Heimatgemeinde St. Michael Gottesdienste. 1973 absolvierte er die Organisten C-Prüfung in Fulda. Nach dem Abitur studierte er 1975 bis 1981 an der Musikhochschule Detmold Kirchenmusik und Klavier. Helmut P. Tramnitz (Orgel), Franzpeter Goebels (Klavier) und Alexander Wagner (Chorleitung) waren hier seine wichtigsten Lehrer. Nach Abschluss des Studiums mit A-Examen, künstlerischer Reifeprüfung (Orgel) und staatlicher Musiklehrerprüfung (Klavier), wurde er 1981 Küster, Organist und Chorleiter an der St. Laurentius-Kirche in Ahrweiler, die 1991 eine neue Orgel erhielt, deren Disposition und Ausführung von ihm prägend mitgestaltet wurde. Der Chor der St. Laurentius-Kirche entwickelte sich unter seiner Leitung zu einem großen Ensemble, mit 100 aktiven Sängerinnen und Sängern und ist ein wichtiger Bestandteil des Gemeindelebens in Ahrweiler. Regelmäßige Konzerttätigkeiten (Orgel und Oratorienaufführungen) und Mitwirkung bei verschiedenen Orgel-Festivals zeichnen sein künstlerisches Schaffen aus. Seit 1. Oktober 2003 ist er als Dekanatskantor tätig.

„Zukunft Europa“ ist Thema der Ahrweiler Freiheitswochen


Kabarettist Thomas Freitag befasst sich mit dem Thema "Europa". Foto: Veranstalter.

Veranstaltungsreihe findet vom 13.-31. März statt - Kabarettistischer Weckruf in Lantershofen zum Auftakt

KREIS AHRWEILER. Vom 13. bis 31. März finden zum nunmehr vierten Mal die „Ahrweiler Freiheitswochen“ statt, die 2016 ins Leben gerufen wurden. Die aktuelle Situation in der Welt und die Herausforderungen für moderne Gesellschaften in Europa erfordern eine nachhaltige Stärkung des gesellschaftlichen Dialoges über Freiheits- und Zukunftskonzepte im weitesten Sinne. Unter dem Motto „Freiheiter – Freiheit und Frieden durch Begegnung und Dialog“ sollen seitdem jährlich themenbezogene Veranstaltungswochen mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und Projekten die unterschiedlichsten Facetten der Freiheits- und Friedensproblematik aufgreifen und damit einen aktiven Beitrag zum toleranten Miteinander von Bürgern, Gesellschaften, Nationalitäten, Religionen und beispielsweise von Wissenschaft und Kunst liefern.

Das Thema ist in diesem Jahr nicht nur aus aktuellem Anlass die „Zukunft Europas“. Das einzigartige Freiheits- und Friedensprojekt der Europäischen Union steht mehr als 60 Jahre nach den Römischen Verträgen vor großen Herausforderungen. Die Themen sind komplex: mehr oder weniger Europa, der Brexit, Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten, Finanzausgleich und Migration und Schutz der Außengrenzen sind nur einige Punkte, die zum Teil sehr umstritten diskutiert werden. Das globale Umfeld der europäischen Union wird zunehmend komplexer und unberechenbarer. Die Einzelinteressen der Mitgliedsstaaten stehen oft zukunftsträchtigen Lösungsansätzen im Wege. Die Wahlen zum Europäischen Parlament im Mai werden für die nächsten fünf Jahre wichtige Weichen dafür stellen, wie die Herausforderungen der Zukunft gelöst werden sollen.

Mit dem Thema „Europa“ befasst sich auch der renommierte Kabarettist Thomas Freitag, der einst als humoristischer Kritiker Helmut Kohls bekannt wurde. Sein Auftritt am kommenden Samstag, 9. Februar, in Lantershofen, ist der Weckruf für die Ahrweiler Freiheiter. Freitags Programm „Europa, der Kreisverkehr und ein Todesfall“ wirft einen scharfen, satirischen und sehr komischen Blick auf Europa… oder das, was davon noch übrig ist. Freitag meint dazu: „Europa! Was für ein erstaunlicher Erdteil! Ein Kontinent, der die Philosophie erfunden hat, die moderne Wissenschaft entwickelt und die Menschenrechte formuliert hat … und der es heute schafft, auf über 3000 Seiten zu erklären, wie viel Wasser maximal durch einen Duschkopf fließen darf. Europa ist eine große Idee. Die Idee, eines Hauses, in dem 28 verschiedene Nationen (je nach Laune vielleicht auch nur 27) zusammenleben und zusammenarbeiten. Wobei jeder, der mal versucht hat, in einer WG mit nur drei Leuten einen Spülplan zu entwickeln, ahnt: Das wird sauschwer! Europa steht nicht gut da im Moment. Früher suchten hier Touristen aus Übersee nach den Resten der alten Ruinen. Heute scheint Europa selbst die größte Ruine zu sein.

Satirisch wollen die Ahrweiler Freiheiter auf ihr Thema einstimmen, ehe dann ab 13. März mehr als 30 Einzelveranstaltungen wie Sonderausstellungen, Museumsführungen, Lesungen mit Musik, Vorträge, Diskussionen, ein Schülerwettbewerb und – passend zum Motto - ein internationales Jugend-Europa-Camp den interessanten Rahmen der Freiheitswochen bilden werden. Gerade der Schülerwettbewerb und das Jugend-Europa-Camp haben einen hohen Stellenwert der Veranstaltungsreihe, da die Jugend ein wichtiger Bestandteil unser aller Zukunft ist. Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse der Schulen im Kreis können an dem Schülerwettbewerb zum Thema „Jugend gestaltet Europa“ teilnehmen. Das Jugend-Europa-Camp ist für alle interessierten Jugendlichen offen und erfordert lediglich eine Anmeldung. Als besondere „europäischer“ Höhepunkte der Veranstaltungswochen wird ein Treffen der europäischen Partnerstädte der Gemeinden und Städte im Kreis Ahrweiler stattfinden. Weitere Informationen sind unter www.freiheiter-aw.de erhältlich.

Dr. Dr. Theo Schäfer gestorben


Trauer im Studienhaus Sankt Lambert in Lantershofen. Der Gründungsregens des Priesterseminars für Spätberufene, Prälat Theo Schäfer, ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Von 1976 bis zum Jahr 2000 stand Schäfer dem Studienhaus vor. Schäfer stammte aus einer Bauernfamilie in Vlatten im Kreis Düren, war gelernter Landwirt. Mit 20 Jahren drückte er noch einmal die Schulbank, denn er wollte Pfarrer werden. Nach dem Abitur in Bad Münstereifel studierte Schäfer in Bonn, Aachen und Regensburg Theologie, Philosophie und Kunstgeschichte. Zu seinen Theologie-Professoren gehörte Josef Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI., der auch sein Doktorvater war. Am 21. Februar 1959 wurde Theo Schäfer im Aachener Dom zum Priester geweiht.

Station seines priesterlichen Wirkens war von 1959 bis 1962 die Kaplanzeit in Krefeld. Von 1962 bis 1967 war er als Studentenpfarrer in Aachen, von 1967 bis 1974 als Direktor des Aachener Theologenkonvikts in Bonn und von 1974 bis 1976 als Pfarrer von Nideggen tätig. Ab 1976 baute er auf Wunsch des damaligen Trierer Bischofs Bernhard Stein und des Aachener Bischofs Klaus Hemmerle das Studienhaus Sankt Lambert in Lantershofen auf. Dieses leitete er als Regens bis zum Jahr 2000, war dort Studienleiter und Dozent für Fundamentaltheologie. Schäfer lebte ab 1990 in Niederzissen, war als leidenschaftlicher Fußballer, Reiter und Bergsteiger bekannt.

Aufgrund seiner Verdienste im Priesterberuf wurde er im Mai 1999 von Papst Johannes Paul II. zum Prälaten ernannt. Theo Schäfer wird am kommenden Freitag in seinem Geburtsort Vlatten beigesetzt. Die Beerdigung leitet der Trierer Bischof Stephan Ackermann.