Neues vom Dorf


Aktuelle Berichte

Mitgliederversammlung der Bürgervereinigung


Die Mitgliederversammlung im Vorjahr war gut besucht. Wegen der Bestimmung von Wahlmännern für die „Vorstand gebende Versammlung“ werden einige Bürger mehr erwartet. Foto 2017 und Bildunterschrift: Thomas Schaaf.

Am Samstag, 8. September, findet die Mitgliederversammlung der Lantershofener Bürgervereinigung statt. Beginn ist um 20 Uhr im Winzerverein Lantershofen. Auf der Tagesordnung steht neben den Berichten von Schrift- und Geschäftsführer sowie den Kassenprüfern ein Vortrag von Horst Peter Kujath zu den Vorbereitungen der Feiern zur erstmaligen Erwähnung Lantershofen vor 1000 Jahre, die 2019 stattfinden. Da in diesem Jahr turnusmäßig in einer eigenen Versammlung die Vorstandswahlen der Bürgervereinigung anstehen, werden zudem aus dem Auditorium zehn Wahlmänner für die „Vorstand gebende Versammlung“ gewählt.

Fünf Buchstaben machen Ehrenamtler sauer


Vortrag zur Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) lockte fast 200 Vereinsvertreter nach Lantershofen

Wie ein Damoklesschwert über ihrem Verein sehen ehrenamtlich tätige Vorstände derzeit die Datenschutzgrundverordnung, kurz DSGVO. Die CDU Grafschaft hatte das Thema nun aufgegriffen und die Vereine des Kreises zu einem Vortrag nach Lantershofen eingeladen. Dass es dazu 140 Anmeldungen gab und am Ende fast 200 Ehrenamtler den Saal des Winzervereins füllten, zeigt die Unsicherheit, mit der noch viele Vereinsvertreter der DSGVO gegenüberstehen. In Lantershofen referierte Rechtsanwalt Dennis Groh aus Köln und machte schon zu Beginn seines Vortrags dem Publikum abwehrend klar: „Ich habe das nicht entworfen.“ Schon da war klar, was auf die Zuhörer zukommen sollte. Groh versuchte, das 100-Seiten Werk DSVGO so zu zerlegen, dass die Vereine einen Leitfaden bekommen: Was ist besonders wichtig, was kann ich noch später erledigen? Denn eines ist klar: die Anforderungen sind für die meisten Ehrenamtler zumindest kurzfristig gar nicht zu leisten und Anwälte oder andere Dienstleister kann sich noch lange nicht jeder Verein leisten.

Zum Fachvortrag hatte der Grafschafter CDU-Vorsitzende Michael Schneider den renommierten Rechtsanwalt Dennis Groh aus Köln geladen. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Beinahe 200 Interessierte - oder Verzweifelte - an der Datenschutzgrundverordnung waren zu der Veranstaltung der CDU Grafschaft gekommen.

Seinen Vortrag teilte Groh in elf Fragestellungen auf, da ging es darum, was denn die DSGVO überhaupt sei, für wen sie gelte, welche Pflichten und Rechte sie beinhaltete und was man sonst so alles beachten müsse. Da ging es um Begrifflichkeiten, wie die personenbezogenen oder sensiblen Daten. Daten, die ein Verein erhebend darf, um überhaupt agieren zu können und vor allen Dingen um Einwilligungen der Mitglieder zu alledem. Gut möglich, dass Aufnahmeanträge einzelner Vereine bald mehrseitig werden. Schnell kamen im Auditorium Fragen auf: „Was ist mit vorhandenen Mitgliederbeständen, wann muss ich was löschen oder kann es behalten? Groh musste in seinem Vortrag und bei den Antworten oft auf den Konjunktiv greifen, die schwammige Formulierung in der DSGVO lässt wie zumeist bei Gesetzen und Verordnungen Spielräume offen, Grauzonen entstehen, die vermutlich erst in weiter Zukunft durch Urteile kleiner werden. Der Anwalt konnte vielfach nur Empfehlungen aussprechen, widersprach dabei auch schon mal anderen Experten und berichtete viel aus den Handlungen, die in seiner Sozietät zu dem Thema unternommen wurden.

Mit CDU-Vorsitzendem Michael Schneider (von rechts) und Referent Dennis Groh freuten sich die Mitorganisatoren Roland Schaaf, Klaus Huse, Christian Kreidt und Leo Mattuscheck über einen vollen Saal.

Schließlich gab es einen Leitfaden der Mindestmaßnahmen: Daten, die nicht zwingend für die Mitgliedschaft benötigt werden, am besten löschen; wenn nach DSGVO erforderlich Datenschutzbeauftragten benennen; Einwilligungserklärungen von Mitgliedern einholen. Ganz wichtig: Alle datenschutzrechtlichen Vorgänge sorgfältig dokumentieren und vor allem die Internetseite entsprechend pflegen. Denn die ist erster Anlaufpunkt für Abmahnanwälte. “Die hängen sich wie Fledermäuse an ihren Hals“, so Groh. „Das ist doch Wahnsinn, wer soll das alles machen“, so die Reaktion von Elmar Schmitz aus dem Vorstand der Gemeinschaft der Ahrweiler Niederhut. Wie er dachten viele der Besucher nach dem knapp zweistündigen Vortrag, beidem zwangsläufig viele Fragen offen blieben, der aber mehr, als eine Hilfestellung für die Vereine war.

Öffentliche Toilette an der Mehrzweckhalle


Querschnitt der Planung für eine Behinderten-Toilettenanlage an der Mehrzweckhalle. Foto: Architekturbüro Dünker.

Ortsbeirat Lantershofen erkennt mehrere Bauvorhaben an – 39 Parkplätze am Winzerverein entstehen

In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Lantershofener Ortsbeirat mit mehreren Bauvorhaben, um deren Planungen anzuerkennen. So stellte Ingenieur Michael Schmiddem vom Bonner Planungsbüro Steen-Meyers-Schmiddem die Neugestaltung des Einlaufbauwerks des Fuchsbachs in eine unterirdische Röhre in der Lambertusstraße vor. Der vorhandene Einlauf war bei einem Unwetter zerstört worden. Die 40.000 Euro teure Maßnahme sieht nun ein schräges Einlaufgitter vor, dass in Beton eingebracht wird, beidseitig werden Wasserbausteine verarbeitet. Angeschwemmtes Treibgut soll durch den Wasserdruck nach oben auf das Gitter gedrückt werden und kann von dort abtransportiert werden. Dazu wird über dem Einlauf ein drei Meter breiter Unterhaltungsplatz befestigt, der mit Fahrzeugen vom Bauhof befahren werden kann. Das ganze Ensemble wird mittels eines Gitters gesichert. Die Maßnahme gehört zu den Lantershofener Punkten im Rahmen des Hochwasserschutzkonzeptes der Gemeinde.

Angebaut werden soll an der Mehrzweckhalle, und zwar ein rund zwölf Quadratmeter großer Kubus rechts vom Haupteingang. Dort soll eine von innen zugängliche Behinderten gerechte Toilette entstehen. Hier will die Verwaltung zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und schlägt einen zusätzlichen Zugang von außen an, um die Toilette auch als öffentliches WC anbieten zu können. „Ich finde die Kombination ausgesprochen gut“, so Thomas Schaaf (CDU), der weiter ausführte, man solle das Konzept verfolgen und dann aus den Erfahrungen mit einem öffentlichen WC lernen.

An der L83 sollen auf Höhe des Winzervereins, aber auf der gegenüber liegenden Seite 39 Parkplätze entstehen. Das entsprechende Grundstück habe man bereits erworben, berichtete Bauamtsleiter Friedhelm Moog. In einer Einbahnstraßenregelung sollen hier quer Parktaschen eingezeichnet werden. Die Fahrspur soll dabei gepflastert, die Parktaschen mit wassergebundener Decke versehen werden. In diesem Zuge wurde die gesamte Parksituation am Winzerverein beleuchtet. Dort gibt es am nördlichen Zugang rund fünf Parkplätze, am südlichen Zugang soll auf dem Vorhof noch ein Behindertenparkplatz entstehen. Für den neu zu errichtenden Parkplatz wünscht sich der Ortsbeirat auf Anregung von Hubert Münch (SPD) eine Beleuchtung, auch solle der Einbau einer Überquerungshilfe geprüft werden. Zudem sollten auf dem Areal überdachte Fahrradparkplätze und eine E-Bike-Ladestation entstehen. Zukunftsweisend soll auch eine spätere Nachrüstung einer PKW-Schnelladestation angedacht werden. Die Planungen wurden allesamt einstimmig anerkannt.

Das steilste Stück des geschotterten Waldweges "Bölstertweg" von Lantershoen nach Bölingen. Ortsbeiratsmitglied Thomas Schaaf sprach sich gegen eine "nachhaltige Befestigung", gemeint ist die Erneuerung des Unterbaus und Aufbringung einer bituminösen Tragdeckschicht aus, weil der Weg mitten durch Wald führe, die bisherige Nutzung als Fuß- und landwirtschaftlicher Weg auch ohne Asphaltdecke gewährleistet sei und er einen wesentlich erhöhten Schleichverkehr Tag und Nacht durch den Wald befürchtet. Die Maßnahme soll 75.000 Euro im Lantershofener Bereich kosten. Hinzu kommen die Kosten für den Ringener Bereich. Foto und Bildunterschriften: Thomas Schaaf.

Weiterhin beschäftigte sich der Ortsbeirat mit der Beratung über die Verwendung von Mitteln in Höhe von 20.000 Euro zur Infrastrukturverbesserung. Ursprünglich angedachte nachhaltige Befestigungen von Waldwegen des Birnenrundwanderwegs würden den vorgegebenen Kostenrahmen sprengen, so Bauamtsleiter Friedhelm Moog. Nun beschloss der Ortsbeirat einstimmig, den Betrag in zwei weitere Stromstationen auf dem Außengeländes des Winzervereins zu investieren. Diese kommen Veranstaltungen, wie der Kirmes, dem Adventsmarkt oder weiteren Open-Air-Veranstaltungen zugute. Für eine mögliche spätere Installation einer Schnelladestation für PKW solle im Rahmen der Maßnahmen auf der nördlichen Seite des Winzervereins ein 100-Kilowatt-Stromanschluss geschaffen werden.

Als Maßnahmen für den Haushalt 2019 erneuerte der Ortsbeirat die Forderung nach der Oberflächenentwässerung südlich des Ortes im Großraum „Ahrweiler Berg.“ Weiterhin sollen die Bürgersteige im Ort auf Sicherheitsmängel überprüft werden, punktuell soll zudem die Ortsbeleuchtung auf mögliche Verbesserungen hin geprüft werden. Zudem möchte der Ortsbeirat die nachhaltige Befestigung von Teilen des Birnenrundwanderwegs, die bei Regen immer wieder ausgeschwemmt werden, einstellen. Gegen die letztgenannte Maßnahme stimmte Thomas Schaaf (CDU), der einen erhöhten Schleichverkehr zwischen Lantershofen und Bölingen befürchtet, alle weiteren Maßnahmen wurden einstimmig verabschiedet.

Bankautomaten bleiben in der Lantershofener Dorfmitte


Der Geldautomat soll noch einige Zeit hier verbleiben. Foto und Bildunterschrift: Thomas Schaaf.

Angedachte Verlegung an die L83 ist für die Raiffeisenbank kein Thema mehr

Erst im März dieses Jahres war die Filiale der Raiffeisenbank Voreifel in Lantershofen auf zwei reine Automaten reduziert und das Personal abgezogen worden. Seither können Kunden nur noch den ehemaligen Schaltervorraum aufsuchen und dort auf wenigen Quadratmetern Geld oder Auszüge ziehen und sich einzelne Formulare holen sowie Überweisungen einwerfen. Nun wurde bei der jüngsten Sitzung des Lantershofener Ortsbeirats bei der Beratung über die Parkplatzsituation am Winzerverein über Planungen des Geldinstituts berichtet, den Automatenservice aus der Ortsmitte auf das Gelände des Winzervereins verlegen zu wollen, möglichst dicht an die L83. Hier sei eine Art Container in der Planung.

Bankvorstand Heiko Ulrich konnte auf GA-Nachfrage zwar frühere Überlegungen in diese Richtung bestätigen, diese Planungen seien derzeit aber vom Tisch. „Das werden wir wohl tendenziell nicht umsetzen“, so Ulrich, auch wenn eine Verlegung an die L83 voraussichtlich eine höhere Frequenz mit sich bringen würde. „Das wäre eine Investition, die schnell sechsstellig würde und das rechnet sich nicht“, so der Banker. Dass die derzeitige Lösung noch lange Bestand habe, konnte er ebenfalls nicht versprechen, für die kommenden zwei bis drei Jahre aber sieht Ulrich den Automatenstandort in der Ortsmitte gesichert. „Wir müssen abwarten, wie es generell mit dem Bargeld weitergeht, das liegt aber nicht in unserer Hand“, so Ulrich.

1000-Jahr-Feier 2019 mit Erzbischof, offenen Höfen und tollen Konzerten


Das Logo für die 1000-Jahr-Feiern. Entwurf: Elmar Zillgen.

Lantershofen will das ganze Jahr über feiern

Seit Monaten wird in Lantershofen an den Planungen für die Feier der 1000-jährigen Wiederkehr der ersten urkundlichen Erwähnung im kommenden Jahr gearbeitet. Jetzt steht der Rahmen. Der sieht vor, dass es im ganzen Ort das ganze Jahr über Feiern geben wird, ein Festwochenende von Christi Himmelfahrt bis zum folgenden Sonntag bildet den Höhepunkt. Kirche und Studienhaus St. Lambert stehen im Mittelpunkt des ersten Festtages am Donnerstag, 30. Mai 2019. Früh am Morgen sammelt das Tambourcorps die Bevölkerung ein, ehe in der Lambertuskirche ein Pontifikalamt die Feiern eröffnet. Hauptzelebrant ist der Bamberger Erzbischof Ludwig Schrick, denn am 1. Juli 1019 schenkte Kaiser Heinrich II. seine Besitzung „Lantherishoffe“, die er durch Erbrecht von einem rechtlos gestorbenen Giselinus erhalten hatte, dem Benediktinerkloster Michelsberg, das im Besitz des ersten Bischofs des 1007 gegründeten Bistums Bamberg war. Die Schenkung wird nach dem Hochamt auf Burg Lantershofen nachgestellt. Dort wird auch die große Dorfchronik, die in den vergangenen Jahren unter Federführung von Thomas und Roland Schaaf erstellt wurde, präsentiert. Die fürs Dorf typischen Brötchesmädchen laden zu besagten Brötchen ein, dann wird unter Federführung des Studienhauses ein bunter Nachmittag folgen.

Den Freitag, 31. Mai, gestaltet der Verein Kulturlant mit einem Konzert der BAP-Coverband „MAM“ im Winzerverein. In 2019 wird es 25 Jahre her sein, dass BAP unter dem falschen Namen „Der 7 ’Ühnchen“ ein Konzert in Lantershofen gaben. Der Vorverkauf für den ersten Partyabend startet am 1. Oktober. Samstag, 1. Juni, ist der „Tag für alle.“ Dann werden Lantershofener Höfe ihre Pforten öffnen, dort werden sich Vereine präsentieren und bunte musikalische und kulinarische Angebote bereitstellen. Durch und rund um das Dorf wird es historische Führungen geben, der Kindergatren gestaltet ein Programm für die kleinsten Besucher, die Jugend bietet etwas für die Teens an. Am Abend wird es im Hof der Eifeldestillerie ein weiteres Konzert geben. Das „Duo Balance“, das hier zuletzt vor neun Jahren auftrat, präsentiert „Lieder, Songs und Chansons.“ Der Vorverkauf wird Anfang 2019 starten.

Mit einem ökumenischen Gottesdienst beginnt der letzte Tag des Festwochenende, 2. Juni. An diesem Tag sollen die Lantershofen, die drei Tage lang Gastgeber waren, selber feiern. Im Winzerverein findet ein Frühschoppen mit den Musikfreunden und Gastmusikern statt, dort wird ein Menü serviert, ehe kurz nach Mittag dort ein offizieller Empfang mit kurzen Vorträgen stattfindet. Nach der Kaffeetafel am Nachmittag wird am Abend erneut das Tambourcorps durch den Ort ziehen und das Fest beenden.

Neben dieser viertägigen Veranstaltungen sollen alle weiteren Feste im Jahreskalender unter dem Motto „1000 Lantesche Jahre“ ausgetragen werden. Dazu sind weitere Veranstaltungen in der Mache, ein Neujahrsempfang eröffnet das Festjahr. Es wird eine Hubertusmesse mit anschließender Wildverkostung geben. Die üppige Dorfchronik wird noch vor dem Festwochenende an mehreren Abenden in Ausschnitten vorgestellt. Die örtlichen Sportvereine planen ein großes Sportfest und der Kindergarten ein Kinderfest. Und auch der Große Zapfenstreich soll zu erleben sein. Letztendlich wird sich das Jubiläum übers ganze Jahr durch den feierfreudigen Ort ziehen. Dabei hoffen die Organisatoren um Horst Peter Kujath und Ortsvorsteher Leo Mattuscheck über eine große aktive und passive Anteilnahme der örtlichen Bevölkerung an den Feiern. „Wir machen das fürs Dorf und nicht für uns“, so Kujath an einem der nicht immer sonderlich gut besuchten offenen Planungsabende.

Fotoausstellung in der Galerie "Alte Werkstatt"


Ahrweiler. In der Galerie „Alte Werkstatt" an der Delderstraße in Ahrweiler ist zurzeit die Fotoausstellung „in:between" zu sehen. 40 großformatige Bilder zeigt Christian Fuhrmann dort. Sie sind auf den zahlreichen Reisen des 40- jährigen in den vergangenen Jahren entstanden. Fuhrmanns Fotos zeigen Straßen und Häuserschluchten, markante Gebäude und Städte, aber auch Menschen in verschiedenen Situationen und mit den unterschiedlichsten Gesichtsausdrücken: Menschen in Gedanken, Menschen auf dem Spielplatz, Menschen mit erkennbaren Sehnsüchten. Keines der Bilder ist gestellt, alle entstanden aus dem Moment heraus, wie Fuhrmann berichtet.

Interessante Gespräche bei der Eröffnung führten auch Galerist Klaus Dünker (links) und Udo Rehm (rechts), beide aus Lantershofen, mit dem Fotografen Christian Fuhrmann. Rehm ist Vorsitzender des Grafschaft-Lantershofener Kulturvereins "Kulturlant" und ließ es sich in dieser Funktion nicht nehmen, an der Eröffnung der Ausstellung teilzunehmen. Foto und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Mehrere Gäste aus Lantershofen interessierten sich für die Fotoausstellung, so auch Hobbyfotograf und Geschichtsfreund Thomas Schaaf (links), der sich hier von Christian Fuhrmann ein "in:between"-Buch signieren lässt. Foto: Thomas Biesenbach.

Und so werden die Menschen im Museum, die sich die dort ausgestellte Kunst anschauen, selbst zu Kunstobjekten. Fuhrmann, der sein künstlerisches Handwerk von der Pike auf gelernt hat, hat seine Fotografien im Nachhinein bearbeitet, spielt mit Farben und mit Botschaften. Ein Hingucker: Aus dem Schriftzug des Discounters „Kaufland" ließ der Fotograf „Lalaland" entstehen. Begleitend zu der Ausstellung ist im Lärchenverlag ein Buch erschienen, in dem Autor Klaus Dünker den Ausstellungstitel im Vorwort mit der Wortschöpfung "Dazwischendrin" übersetzt. "Diese Wortschöpfung beschreib am besten den Leitgedanken in der Fotografie von Christian Fuhrmann. Ein Fotograf, der die Vorstellungskraft hat, mit seinen Fotos Ideen zu vermitteln und somit den Betrachter zur Kunst des Sehens auffordert. Jede Technik, alle Effekte, die er anwendet, haben ihre Berechtigung. Immer haben das Ziel, der Botschaft des Bildes Gewicht zu verleihen", so Dünker, der die Ausstellung im Beisein des Landtagsabgeordneten Horst Gies und des Ahrweiler Ortsvorstehers Peter Diewald eröffnete. Rund 60  Kunstinteressierte nahmen anschließend Zeit, die Bilder ausgiebig zu betrachten. Die Fotoausstellung in:between in der Galerie „Alte Werkstatt" ist noch am Samstag und Sonntag, 25. u. 26. August, jeweils von 11 bis 18 zu sehen.

Neue Bilder für das Archiv


Waltraud Fuchs gibt Erläuterungen zu den Fotos aus dem Album von Richard Fuchs. Foto: Thomas Schaaf.

Nachschub für sein umfangreiches Archiv von Lantershofener Bildern erhielt Fotograf und Geschichtsfreund Thomas Schaaf in diesen Tagen von Waltraud Fuchs aus der Karweiler Straße. Sie hatte auf seine Bitte hin die sorgsam geführten Fotoalben ihres verstorbenen Mannes Richard Fuchs, der im Jahr 1961 Schützenkönig der Junggesellen-Schützengesellschaft St. Lambertus Lantershofen und 1986 Silberjubilar der Gesellschaft war, zum Abfotografieren zur Verfügung gestellt. Schaaf freute sich über den großen Zuwachs an Bildern vorwiegend aus den sechziger Jahren und bedankte sich herzlich bei Waltraud Fuchs. Nicht nur Kirmesbilder, sondern auch solche aus dem sonstigen Dorfleben waren darunter. Eine Bereicherung für das Archiv.

Weihnachtskonzert von „Wildes Holz“ fällt aus


Wegen des tragischen Todes des Gitarristen Anto Karaula fällt die Kulturlant-Veranstaltung am 7. Dezember aus. Foto: Thomas Schaaf.

Das für Freitag, 7. Dezember, bei Kulturlant in Lantershofen angekündigte Weihnachtskonzert „Alle Jahre wilder“ des Trios „Wildes Holz“ findet nicht statt. Anto Karaula, der Gitarrist des Trios, ist in der vergangenen Woche in seinem Urlaub am Bodensee an den Folgen einer plötzlich aufgetretenen Hirnblutung verstorben. „In welcher Form es mit Wildes Holz weitergeht, können wir derzeit noch nicht sagen. Wir haben alle Konzerte in diesem Jahr abgesagt und wollen uns die nötige Zeit für einen Neuanfang nehmen“, so die Triomitglieder Tobias Reisige und Markus Conrads. Erworbene Tickets können bei den Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden.