Neues vom Dorf


Aktuelle Berichte

Schützenfest ist Auftakt zu Lantershofener Kirmes


Julian Schmitz (links) und Markus Fabritius tragen den neuen König Matthias Schopp zur Proklamation in die Lambertushütte. Foto: Thomas Schaaf (2018).

Nachfolger von Matthias Schopp als König wird gesucht

In Lantershofen stehen die Höhepunkte des jährlichen Festkalenders an, wenn die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft am zweiten und dritten September-Wochenende zu den Kirmesfeierlichkeiten bittet. Diese werden am kommenden Sonntag, 8. September, mit dem Schützenfest eröffnet, nachdem sich der amtierende Schützenkönig Matthias Schopp zwei Tage zuvor in einem internen Festabend von seinem Amt verabschiedet hat. Das Schützenfest findet an der Lambertushütte am Ende der Lambertusstraße statt, wo sich der Schießstand der Lantershofener Junggesellen befindet.

Der Tag beginnt um 11 Uhr mit dem Wettschießen der Ortsvereine. Nach der Mittagspause, für die die Junggesellen eine Stärkung am Imbiss und der Kuchentheke empfehlen, wird der amtierende Schützenkönig ein letztes Mal von der Gesellschaft durch den Ort zum Schießplatz geleitet. Dort findet am Nachmittag ab 15 Uhr das „Sauschießen“ der beiden Vorstände der Junggesellen-Schützen-Gesellschaften aus Lantershofen und Ahrweiler auf zwei hölzerne Wildschweine statt. Im Anschluss daran steht es beim Preisvogelschießen jedermann frei, selbst sein Glück zu versuchen. Den Höhepunkt des Tages bildet jedoch das Königsvogelschießen ab 19 Uhr, aus dem der neue König hervorgeht, der im Anschluss in der Lambertushütte von Schützenhauptmann Tim Ley proklamiert und mit einem Fackelzug durch das Dorf geleitet wird. Am Abend feiern dann die Junggesellen beim internen Königsabend ihre neue Majestät.

Bürgervereinigung tagt


Am Samstag, 7. September, findet die Mitgliederversammlung der Lantershofener Bürgervereinigung statt. Beginn ist um 20 Uhr im Winzerverein Lantershofen. Auf der Tagesordnung steht neben den Berichten von Schrift- und Geschäftsführer sowie den Kassenprüfern auch ein Vortrag zu einem Heimat bezogenen Thema. Zudem werden Vertreter der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft St. Lambertus, die von der Bürgervereinigung laut Satzungszweck unterstützt werden, aus dem aktuellen Vereinsgeschehen vortragen. Die von Erich Althammer geführte Lantershofener Bürgervereinigung ist eine reine Männerrunde mit etwa 270 Mitgliedern, die nicht nur aus Lantershofen stammen. Entstanden ist die Vereinigung Anfang der 1950er Jahre, seit nunmehr 40 Jahren hat man eine eigene Satzung.

Drachenzähmen leicht gemacht im Kinderkino


Drachenzähmen leicht gemacht im Kinderkino. Kollage: Thomas Schaaf.

Das Kulturlant Kinderkino zeigt am Freitag, 30. August, 16.30 Uhr den von Dreamworld produzierten Animationsfilm „Drachenzähmen leicht gemacht“ im Winzerverein Lantershofen.

Auf der kleinen Insel Berk, hoch im Norden, wird nicht lange gefackelt: Mordsstarke Wikinger beschützen ihre Insel vor wilden Drachen, die ihnen das Leben zur Hölle machen. Riesige Wesen, die mit ihren Flammen die Dörfer niederbrennen können oder mit ihren Doppelköpfen für Angst und Schrecken sorgen. Auch der schmächtige Teenager Hicks, genannt "der Hüne", ist Feuer und Flamme für die Drachenjagd - nur leider hat er im Umgang mit Waffen zwei linke Hände. Da sein Vater niemand Geringeres ist als Haudrauf "der Stoische", Häuptling des Wikingerstammes und ein berühmter Drachenjäger, soll Hicks auf der Drachenschule die raue Kampfkunst der Wikinger erlernen. Doch ehe Hicks - der übrigens ein pfiffiger und begeisterter Tüftler ist - den gefürchteten Unterricht antreten kann, wird sein Dorf von den Drachen angegriffen. Das ist Hicks große Chance, einmal einen Drachen zu besiegen und die Ehre seines Vaters zu retten...

„Drachenzähmen leicht gemacht“ erzählt eine Geschichte um Freundschaft, Selbstfindung und Toleranz. In der es im Kern darum geht, sich selbst treu bleiben und nicht anderer Leute Erwartungen zu erfüllen. Eine Geschichte von Menschlichkeit und dem Glauben ans Gute im Menschen. Diese einfache, aber mächtige Botschaft wird hier mit einem fabelhaft unterhaltsamen Film dargeboten. Und wie sie erzählt wird! Als quietschvergnügtes, herrlich turbulentes Abenteuer mit einer gehörigen Portion Grusel und Humor - und als actionreiche Achterbahnfahrt. Ein Animationsfilm, der vor schrägen Ideen nur so sprudelt. Bei diesem Film stimmt einfach alles: Er ist spannend, witzig, hat eine tolle Botschaft und mit Hicks eine sehr sympathische Hauptfigur. Im September zeigt das Kulturlant Kinderkino übrigens den zweiten Teil der Geschichte.

VfB Lantershofen erlebte viel Zuspruch


Drei Tage Fußballfest mit vielfältigem Angebot

Das berühmte „runde Leder“ stand am Wochenende in Lantershofen im Mittelpunkt. Der VfB Lantershofen hatte an drei Tagen zum Fußballfest auf den Sportplatz eingeladen. Hier standen Fußballspiele um Pokale und Punkte, aber auch jede Menge geselliges Treiben an. Freitags traten zunächst fünf Altherren-Teams gegeneinander an, den Siegerpokal konnte am Ende der SV Dernau in die Höhe halten.

Guter Besuch herrschte bei den Spielen am Sonntagnachmittag auf Tribüne, Getränkewagen und der Restauration. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Viele junge Leute und Kinder interessierten sich für das Geschehen rund um den Sportplatz.

Am Samstagnachmittag kickten drei D-Juniorenteams um den Turniersieg in einem Blitzturnier. Hier bildete das Team der Grafschafter Spielgemeinschaft die stärkste Mannschaft sicherte sich den Sieg.

Harte Kämpfe um den Ball beherrschen die Szene beim Spiel GSG Grafschat gegen ESV Kreuzberg unter dem Reklameband für die Jukebox-Party am Samstag, 31. Oktober im Winzerverein.
Ein Ball, viele Spieler um ihn herum. Auf der anderen Spielfeldseite ist alles frei.

Den Sonntag hatte man zunächst gar nicht in der Planung, weil aber die Seniorenteam der Grafschafter Spielgemeinschaft (GSG) Heimspiele in ihren jeweiligen Spielklassen auszutragen hatten, wurde diese nach Lantershofen verlegt und das Fußballfest um einen Tag verlängert. Attraktive Gegner sorgten dabei für jede Menge Zuschauer. In einem Grafschafter Derby der Kreisliga C setzte sich die zweite GSG-Mannschaft zunächst mit 4:0 gegen den SV Leimersdorf durch, anschließend schlug die erste Mannschaft den ESV Kreuzberg mit 3:2. Mindestens ebenso viel, wie am Spielfeldrand, tat sich an den Verpflegungsständen des VfB Lantershofen, Waffeln und Hamburger fanden reißenden Absatz und auch beim Bier vom Fass ließen es sich die Besucher schmecken.

„Lantesche für Lantesche“ nach 20 Jahren mit neuer Ausgabe


Multikulti auf Bühne und Herd 

Es ist schon mehr 20 Jahre her, da lockten die Veranstaltungen „Lantesche für Lantesche“ mit kulinarischen und musikalischen Angeboten aus aller Welt viele Gäste in den Gewölbekeller des Lantershofener Winzervereins. Dort fanden spanische, italienische oder brasilianische Abende statt, Bühnenprogramm, Speisen und Getränke orientierten sich immer an den Traditionen des Themenlandes. Mit den Erlösen aus den Abenden schufen die damaligen Macher an der Kirche einen Brunnen mit umliegender Begrünung, Sitzecke und Pergola. Jetzt gibt es aus Anlass der Festreihe „1000 Lantesche Jahre“ eine Neuauflage von „Lantesche für Lantesche“, dieses Mal im Saal des Winzerverein und mit Platz für 125 Gäste. Dabei hat man sich nicht spezifisch der Kultur und der Küche eines Landes verschrieben. Das Motto lautet vielmehr „Multi-Kulti – nicht verstaubt und weltoffen.“ Genauso will sich Lantershofen am Samstag, 28. September präsentieren. Neue und bekannte Mitwirkende, Musiker und Vortragende bietet ab 19 Uhr einen bunten Abend mit Musik, Essen, Trinken und Kleinkunst. Eintrittskarten können bei Brigitte Hartmann unter Telefon 02641/202884 bestellt werden, sie kosten 25 Euro und beinhalten Essen und Programm. Und auch, wenn der Programmname es anders vermittelt: dabei sein kann natürlich auch, wer nicht aus Lantershofen kommt.

Drei Tage Fussballfest mit dem VfB auf dem Sportplatz


Der VfB Lantershofen lädt am kommenden Wochenende, 23.-25. August, zum Fussballfest auf die örtliche Sportanlage ein. Dort treten am Freitagabend die Altherren-Kicker des SV Mayschoss, SV Gimmigen, SC Birresdorf/Leimersdorf, SV Dernau, Sportfreunde Bengen und des Grafschafter SV zu einem Kleinfeldturnier gegeneinander an. Das erste Spiel wird um 18 Uhr angepfiffen. Der Samstag, 24. August, gehört zunächst der Jugend, um 14 Uhr beginnt ein Blitzturnier der D-Jugendlichen. Um 18 Uhr präsentiert sich dann die neu gegründete Grafschafter SG III zu einem Einlagespiel. Um Punkte in der Meisterschaft geht es am dritten Tag des Fussballfestes. Am Sonntag, 25. August, tritt um 12 Uhr die Grafschafter SG II in einem Lokalderby gegen den SV Leimersdorf an. Um 14:30 Uhr erwartet B-Ligist Grafschafter SG den ESV Kreuzberg. Gastgeber VfB Lantershofen serviert an allen Festtagen kühle Getränke und einen Imbiss, sonntags stehen dabei Waffeln und Hamburger auf der Speisenkarte.

Theaterprojekt in Lantershofen


Der neue Theaterworkshop in Lantershofen beginnt am Freitag, 16. August, um 18:30 Uhr. Collage: Thomas Schaaf.

Nach einem im Juni angebotenen Theaterworkshop in Lantershofen beginnt am Freitag, 16. August, um 18:30 Uhr dort ein neues Theaterprojekt unter der Federführung des Grafschafter Vereins Kulturlant. Die Projektleitung obliegt dem griechischen Schauspieler Eleftherios Salomidis. Ziel ist es, den Teilnehmern professionelles Theaterspiel zu vermitteln. Dazu wird geprobt, es werden aber auch Aufführungen in Theatern besucht. Im kommenden Jahr will man ein erstes eigenes Stück präsentieren. Die Gruppe trifft sich regelmäßig freitags um 18:30 Uhr im Winzerverein Lantershofen oder alternativ in der Mehrzweckhalle des Ortes. Mitmachen kann jeder, auch wenn er nicht am Workshop teilgenommen hat. Informationen erteilt Eleftherios Salomidis im Vorfeld gerne unter der Telefonnummer 01 57 / 313 782 50, und zwar täglich ab 16 Uhr.

„Ich dät et alles su widder dun“


Der 93-jährige Ludwig Sebus blickte auf ein erfülltes Leben zurück

Die Bühne ist sein Lebensinhalt, ohne geht es nicht. Gemeint ist Ludwig Sebus aus Köln, stolze 93 Jahre und seit 70 Jahren auf den Bühnenbrettern zu Hause. 1925 geboren hat der Grandseigneur des Kölner Karnevals schon viel erlebt, inklusive eines Weltkriegs und fünfjähriger Kriegsgefangenschaft in Russland. Kaum zurück in Köln, schloss er sich dort der singenden Zunft an, die ihn schnell zum Karneval führte. An der Seite des Kölnbarden Hans-Jürgen Jansen, der als 72-jähriger in Sebus einen väterlichen Freund sieht, war der rüstige Senior am Sonntag in Lantershofen zu erleben. Vor dem Hintergrund der Restauration einer aufgefundenen alten Fahne, die noch sechs Jahre älter als Sebus ist, hatten Junggesellen-Schützen und deren ehemalige Fähnriche unter Mithilfe des Vereins Kulturlant zum Kölner Mundartabend eingeladen. Ziel ist es, die Existenz der Fahne zu kommunizieren, um diese einmal einer Restaurierung zuführen zu können.

Erich Althammer (Mitte), Ex-Fähnrich und Vorsitzender der Bürgervereinigung, und der Kölnbarde Hans-Jürgen Jansen (l.) begrüßen im gut gefüllten Saal des Winzervereins mit dem Publikum den 93-jährigen Grandseigneur des Kölner Karnevals Ludwig Sebus. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Kölnbarde Hans-Jürgen Jansen singt und spielt zur Einstimmung auf Ludwig Sebus "Krätzjer un Leedche" aus dem rheinischen Köln.

Sebus berichtete in seinen Ausführungen und im Zwiegespräch mit Jansen über die ganz alten Zeiten, als er die frühen Liedermacher Köln kennenlernte, mit einer Ausnahme: von Willi Ostermann bekam er nur noch in Kindesjahren dessen große Beerdigung auf dem Melatenfriedhof mit. Nach der Rückkehr aus Russland und dem Miterleben einer großen Feier auf dem Alter Markt war dann für Sebus klar: „Da will ich dabei sein.“ Er dichtete und komponierte. Sein Erstlingswerk für den Karneval wäre heute wohl verpönt: „Hück trööte mer die janze Naach, bis morje fröh et Sönnche laach“ hatte durchzechte Nächte zum Thema. Aller Anfang war natürlich schwer, auch für das neue Mitglied im Literarischen Komitee. Nach seinen ersten Vorstellabenden standen gerade einmal 30 Karnevalsauftritte im Kalender. Aber der Aufstieg in der Domstadt war unaufhaltbar.

Singen macht durstig, also verlangt Ludwig Sebus „jet ze drinke“. Kulturlant-Sprecherin Marie-Luise Witsch serviert feinstes sprudelndes Premiumwasser. Und schon geht das Sebus´sche "Verzällche" weiter.
Eine beeindruckende Erscheinung auf der Lantershofener Bühne: Ludwig Sebus mit Lied und Herz aus Köln. Er brillierte mit Wortwitz, Lebensweisheiten und dem Fazit: „Ich dät et alles su widder dun“.

Kölnbarde Hans-Jürgen Jansen, der nach dreijähriger intensiver Vorarbeit vor fünf Jahren eine große Sebus-Biographie veröffentlichte, brachte die rund 150 Gäste im Lantershofener Winzerverein am Sonntagabend mit gesungenen Krätzjer von Ostermann, Berbuer und Sebus in Stimmung, schnell wurde sich eingehakt und geschunkelt, die Texte waren den Besuchern auch nach Jahrzehnten noch geläufig, vom schnelllebigen heutigen kölschen Liedgut war da nichts zu merken. Dann trat Gentleman Sebus ans Mikrofon, trotz hohen Alters mit erstaunlich guter Stimme ließ er „Am Dom zu Kölle“ erklingen, sang vom „dicke und vom drüjje Pitter“ und davon, dass man sogar „Kölsche in der Südsee“ trifft. Sebus galanter Wortwitz, gespickt mit Komplimenten für die Weiblichkeit und Spitzen an die Männer im Saal sorgte für viel Gelächter, seine Lebensweisheiten und seine positive Art beeindruckten. Dass der 93-jährige seiner Meinung nach im Leben alles richtig gemacht hatte, drückte er am Ende in seinem neuen Lied „Ich dät et alles su widder dohn“ recht deutlich aus. Und weil das Publikum Sebus und Jansen nach zwei Stunden nicht so einfach von der Bühne lassen wollte, gab es das fast schon obligatorische „Ich möch ze Fooss no Kölle john“ als Zugabe mit auf den Heimweg.