Aktuelles


aus dem Seminar

Projekt „Neue Orgel Lantershofen“ nach drei Jahren abgeschlossen


Regens Dr. Malburg nahm die Weihe am Sonntag vor – Kosten von rund 136.000 Euro

„Die Orgel droht zu verstummen“ hieß es vor drei Jahren in der Lantershofener St. Lambertuskirche. Die Alarmglocken schrillten und lösten eine Welle von Anstrengungen, auch vieler Ehrenamtler, aus. Vergangenen Sonntag fand nun die Weihe der neuen Orgel statt. Es war der Abschluss eines Mammutprojektes der Kirchengemeinde Karweiler-Lantershofen.

Regens Dr. Volker Malburg (links) und Subregens Phillip Peters (rechts) begrüßen die Gläubigen zur Orgelweihe. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Regens Dr. Volker Malburg segnet die neue Orgel und die Gläubigen.

Rund 180 Besucher des Hochamts mussten zu Beginn noch ohne begleitendes Instrument „Wir sagen Euch an, die lieben Advent“, singen, dann aber erteilte Regens Dr. Volker Malburg der neuen Orgel Gottes Segen. Das neue Zeitalter der Kirchenmusik in Lantershofen konnte beginnen. „Wir haben es geschafft“, freute sich auch Horst-Peter Kujath. Er hatte das Projektteam als Koordinator in der Vergangenheit begleitet und die Gruppe mit Pfarrer Alexander Burg und Subregens Philipp Peters für die kirchlichen Belange, den Organisten Heinrich Fuchs und Markus Prange für die musikalischen Elemente und Walter Moitz vom Verwaltungsrat für die Finanzen und Orgelpfeifenpatenschaften geführt. Nun hat Lantershofen eine neue Orgel, auch wenn diese bereits 1982 gebaut wurde und das aus Jahr 1971 stammende alte Instrument ersetzt. Die „heiße Phase“ des Orgelkaufs begann im Frühjahr 2015. Damals hatte Domorganist Josef Still aus Trier empfohlen, den Gebrauchtorgelmarkt zu sondieren und das vorhandene Instrument zu ersetzen. Zuvor hatten Orgelbaufirmen eine Restauration abgelehnt, oder Preise bis zu 120.000 Euro veranschlagt, nur um die Spielfähigkeit der Orgel mit ihren 14 Registern zu erhalten. Nach zwei vergeblichen Kaufversuchen fanden die Lantershofener im Mai 2016 eine passende Orgel in Selm, wo die St. Josefkirche vor der Entweihung und dem Abriss stand. Die dortige Pfeifenorgel wurde als bestens geeignet, bei den Gemeindemessen den Gesang zu führen, Chor und Schola zu begleiten, bei der Gesangsausbildung der Studenten mitzuwirken, Gottesdienste und Andachten des Studienhauses musikalisch mitzugestalten und bei den immer wieder in Lantershofen stattfindenden Pontifikalämtern mit Bischöfen und Kardinälen eine adäquate musikalische Begleitung zu sichern, eingestuft.

Organist und Dirigent Heinrich Fuchs (links) und Organist Markus Prange am Spieltisch intonieren mit dem Chor und der Gemeinde das Lied "Wir sagen euch an den lieben Advent".
Mit seinen Messdienern lauscht Dr. Volker Malburg den neuen Klängen im Kirchenraum.

Aber wie bezahlen? Erst einmal mußten 70 Prozent der veranschlagten Gesamtkosten von 136.000 Euro auf dem Konto liegen. Hier kam die August-Dörner-Stiftung als Träger des Studienhauses St. Lambert zum Zuge, die alleine 50.000 Euro zur Verfügung stellte, da die Kirche auch rege vom Studienhaus genutzt wird. Mittlerweile hat die Kirchengemeinde 103.000 Euro beisammen, sucht aber noch weitere Pfeifen- und Registerpaten. Eine neue Orgel hätte übrigens rund 400.000 Euro gekostet.

Organist Markus Prange an der neuen Orgel fühlt sich in seinem Element.
Rechtzeitig zur Weihnachtszeit ist die Orgel fertig. Beim Abschluss des Gottesdienstes erschallt gemeinsam mit Orgel und Gläubigen das mächtige "Großer Gott, wir loben Dich".

Die neue Orgel, die gegenüber ihrem alten Standort auf 21 Register erweitert wurde, war Ende September abgebaut, zerlegt und in Remagen gereinigt, erweitert und renoviert worden. Seit Anfang Oktober erfolgte der Aufbau in Lantershofen. Die frühere Orgel wurde derweil nach Slowenien verkauft und wird dort bald in einer Kirche erklingen. In der Lantershofener Kirche steht nun eine perfekt auf den Raum zugeschnittene Orgel, Sie dürfte die meistgespielte Kirchenorgel in einer größeren Umgebung sein, wird sie doch von Pfarrgemeinde und Studienhaus genutzt. Dass das Instrument fast 35 Jahre alt ist, sieht man ihm nicht an, zumal die zahlreichen Prospektpfeifen umfassend poliert wurden. Die neue Orgel ist als Instrument - ganz im Sinne des zweiten vatikanischen Konzils - ein wichtiges Element der kirchlichen Gemeinschaft und der Eucharistie-Feier. Im Gegensatz zum vorherigen Instrument ist nun der Organist wieder Teil der Gemeinde. Er sitzt direkt vor der Orgel und kann diese sowie den Gemeindegesang unmittelbar hören. Das erste Konzert auf der Orgel findet am Sonntag, 22. Januar, statt. Der Trierer Domorganist Josef Still wird ab 17:30 Uhr die Orgel spielen. „Wir freuen uns natürlich sehr, solch eine Kapazität bei uns zu haben“, so Horst-Peter Kujath.

Orgel wird Sonntag in Betrieb genommen


Im Rahmen des Hochamts in der Lantershofener Lambertuskirche wird am kommenden Sonntag, 11. Dezember, ab 10.45 Uhr die neue Orgel in der Kirche in Betrieb genommen und geweiht. Während der Messe werden die beiden Grafschafter Organisten Heinrich Fuchs und Markus Prange abwechselnd mit besonderen Stücken aufwarten. Dazu werden auch die Lantershofener Chöre zu hören sein.

Rechtzeitig zur Weihnachtszeit wird die neue Orgel beim Hochamt am 3. Adventsonntag in Betrieb genommen. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Organist Markus Prange, Orgelbetreuer Horst-Peter Kujath und Burg-Hausmeister Peter Großgarten (von links) freuen sich über die neue Orgel und inspizieren letzte Teppichboden-Arbeiten am Gestängekasten des Spieltisches.

Vor dem Schlusssegen wird Horst-Peter Kujath das Projekt "Neue Orgel in St. Lambertus" nochmals Revue passieren lassen. Drei Jahre sind seit der Feststellung, dass die alte Orgel „am Ende“ ist, vergangen. Im September war von der Pfarrei in Selm bei Münster eine gebrauchte Orgel erstanden, restauriert und ergänzt und danach in Lantershofen aufgebaut worden.

Lantershofener Orgel vor der Fertigstellung


Feierliche Einweihung im Hochamt am dritten Adventssonntag

Sie klingt täglich ein bisschen besser und gehaltvoller: die neue Lantershofener Orgel in der St. Lambertuskirche ist in wenigen Tagen einsatzbereit. Derzeit wird durch die Remagener Orgelbaufirma Merten Register für Register eingesetzt und gestimmt. Die Orgel war seitens der Pfarrgemeinde gebraucht in Selm nahe Münster gekauft worden. In Remagen wurde sie zerlegt, gereinigt, im Aufbau erhöht und um zwei Register ergänzt worden und wird nun in Lantershofen fertiggestellt. Rund 110.000 Euro werden Kauf und Sanierung am Ende gekostet haben. Bei der Orgel dürfte es sich um die meist gespielte Kirchenorgel im Kreis Ahrweiler handeln, da die Lambertuskirche nicht nur von der Pfarreiengemeinschaft, sondern auch vom benachbarten Studienhaus St. Lambert genutzt wird. Ein bis zwei Mal am Tag wird das Instrument gespielt, künftig wird es zudem Orgelkonzerte in St. Lambertus geben.

Orgelbauer Mertens (Mitte) bespricht mit seinem Orgelbaumeister die letzten Feinheiten an den mechanischen Gestängen, die den Spieltisch mit den Orgelpfeifen verbinden. Organist Heinrich Fuchs (links) verfolgt interessiert die Fachgespräche. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
An der großen Tafel sind die Spenden von bestimmten Orgelpfeifen eingetragen. Noch sind einige Patenschaften für Orgelpfeifen frei.

Die Orgel wird im Rahmen des Hochamtes am dritten Adventssonntag, 11. Dezember, um 10:45 Uhr eingesegnet und zum ersten Mal in der Gemeinde und für die Gäste erklingen. Beide Organisten, Heinrich Fuchs und Markus Prange, werden an der Orgel zu hören sein. „Für die Gemeinde dürfte es ein erhebendes Gefühl und großes Ereignis sein, nach vielen Jahren der Spendensammlung nun eine Orgel zu besitzen, die alle Anforderungen des Gemeindegesanges, aber auch den zahlreichen Pontifikalämtern mit Bischöfen und Kardinälen sowie der musikalischen Priesterausbildung, Chor- und Scholabegleitung als auch Konzerten gerecht wird“, so Horst-Peter Kujath, der das Projekt federführend begleitet.

Ein imposantes Bild bietet die Orgel jetzt schon. Auf den neuen Klang kann man sich freuen.

Am 5. Dezember erfolgt die technische Abnahme. „Wir sehen zur Zeit kein Grund, an dem Datum zu zweifeln. Die Firma Merten macht einen sehr guten Job“, so Kujath. Er betont, die Orgel wirke, als wäre sie extra für den Raum gebaut worden. Die Farbe des Eichenholzes passt genau zu den Kirchbänken und der Holzfarbe der Decke. Nach jedem Sonntag-Gottesdienst haben die Gemeindemitglieder derzeit noch die Möglichkeit, sich über den Fortgang der Bautätigkeit zu informieren. Dieses Angebot wird von der Gemeinde rege genutzt. Für die Musik sorgt in St. Lambertus sorgt derzeit noch als Leihgabe eine kleine Truhenorgel der Firma Merten bereit.

Der erste Konzerttermin steht auch schon fest: am Sonntag, 22. Januar 2017, wird der Trierer Domorganist Josef Still das erste Konzert auf der neuen Orgel spielen. Beginn ist um 17:30 Uhr. „Wir freuen uns natürlich sehr darüber, eine solche Kapazität für das erste Konzert gewinnen zu können“, so Kujath. Still war es, der im März 2015 der Gemeinde geraten hat, sich im Internet nach einer neuen, „gebrauchten“ Orgel umzusehen, da die alte Mayer Orgel nach über 40 Jahren täglichen Spiels einfach verbraucht war.

Beauftragung: "Geh und handle genauso!"


Von links: Rev. Father Nformi Joseph Clifford, Frankfurt/St. Georgen, Matthias Thiel, Limburg; Stefan Renner, Rottenburg-Stuttgart; Regens Dr. Christof Strüder, Limburg; Sebastian Heim, Bamberg; Stefan Lunz, Bamberg; Weihbischof Herwig Gössl, Bamberg, Benjamin Schimmer, Würzburg; Martin Brummer, München und Freising; Regens Dr. Volker Malburg, St. Lambert; Br. Lukas Boving OSB, Benediktiner Nütschau; Jan Wiltschek, Hamburg; Subregens Philip Peters, St. Lambert.

Weihbischof Herwig Gössl beauftragt acht Studenten des Seminars St. Lambert

Mit dem Spruch aus Lukas 10,37 „Geh und handle genauso“ überschrieben die 8 Theologie­studenten aus sechs Bistümern und einer Ordensgemeinschaft ihre Beauftragung zum Akolythat, die am 23. Oktober 2016 durch Weihbischof Herwig Gössl aus Bamberg vorgenommen wurde. In einem festlichen Gottesdienst bekamen die Studenten Brot und Wein, die Gaben des Altares, symbolisch überreicht und erhielten damit den Auftrag, Priester und Diakone am Altar zu unterstützen und die Heilige Kommunion im Gottesdienst und bei den Kranken zu spenden.

In seiner Predigt verwies Weihbischof Herwig Gössl darauf, dass der Dienst des Akolythen nicht bedeute, etwas machen zu dürfen, was andere als Messdiener und Kommunionhelfer nicht auch tun könnten. Entscheidend sei, dass sie als Priesteramtskandidaten diesen Dienst in einer Haltung der Demut und aus einer immer tiefer werdenden Verbundenheit mit Jesus Christus heraus verrichten. Dazu solle sie die Beauftragung in besonderer Weise stärken. Im Anschluss an den Gottesdienst fand ein gemeinsames Mittagessen mit den angereisten Gästen, den Familien und Freunden der Beauftragten statt. Der Tag wurde am Nachmittag dann mit Kaffee und Kuchen abgerundet.

Mit dem Akolythat gehen die acht Seminaristen nun einen weiteren Schritt in Richtung ihres angestrebten späteren Dienstes als Priester. Der Begriff „Akolyth“ kommt übrigens aus dem Griechischen und kann mit „Nachfolger" oder "Begleiter“ übersetzt werden. Hierdurch wird deutlich, dass die Nachfolge Jesu im Zentrum der Priesterausbildung steht. Im nächsten Trimester werden die Studenten dann ein kombiniertes Gemeinde- und Schulpraktikum in ihren Heimatdiözesen absolvieren, bevor das Studium dann in St. Lambert weitegeht. Unseren neu beauftragten Mitbrüdern herzlichen Glückwunsch, alles Gute auf ihrem weiteren Weg und Gottes Segen für ihren Dienst.

Burgforum betrachtete aktuelles Liedgut aus dem Gotteslob


Eines der Liedbeispiele in der Diskussion. Foto und Bildunterschrift: Thomas Schaaf

Kirchenmusik sorgt für Emotionen

Mit dem zweiten vatikanischen Konzil begannen große Veränderungen in der christlichen Kirche. Auch in der Kirchenmusik, wenn auch dort die Veränderungen zunächst nur marginal und erst ab den 1970er Jahren stärker zu spüren gewesen sind. Wichtigste Änderungen waren dabei die tätige Teilnahme der Messbesucher am musikalischen Vortrag sowie die Nutzung der Volkssprache anstelle lateinischer Texte. Sowohl die Musik, als auch die Liedtexte bewegen zumindest seither die Gelehrten der Kirche umso mehr. Unter dem Titel „Singen wir, was wir glauben? Glauben wir, was wir singen“ beschäftigten sich mit Thomas Fößel und Matthias Kreuels am vergangenen Freitag zwei Dozenten des Studienhauses St. Lambert beim Lantershofener Burgforum mit der Thematik. Der Vortrag, der später zur Diskussionsrunde wurde, war öffentlich und wurde von zahlreichen „Laien“, wie auch von den Priesteramtskandidaten des Studienhauses besucht.

Wie unterschiedlich Meinungen zu den Aussagen der Kirchenmusik sein können, erläuterten Fößel und Kreuels zunächst am Beispiel des Liedes „Wäre Gesanges voll unser Mund“ aus dem Trierer Eigenteil des Gotteslobes. Das Lied hat sich schnell zu einem gern gesungenen Werke bei vielerlei Anlässen entwickelt, aber gerade die Quintessenz aller im Text beschriebenen Bemühungen, die in den Worten „so reichte es nicht, es reichte doch nicht, dich, unsern Gott recht zu loben“ sorgt immer wieder für Anstoss. So vermittelte es auch Thomas Fößel seinen Kommilitonen. Hier werde die wesenhafte Unbegreiflichkeit Gottes besungen und die Würde der Schöpfung vermindert, so Fößel. Dass die Zeilen aber aus einem ganz anderen Kontext stammen, nämlich aus dem hebräischen Gebetshymnus „Nischmat kolchaj“, diese in der jüdischen Liturgie gebräuchlich sind und sich schließlich in einem Gedicht als Denkmal für das jüdische Ghetto in Frankfurt wiederfinden, entgegnete mit Matthias Kreuels ein Befürworter des Liedes. Auch in seiner Heimatgemeinde in Bad Neuenahr eckte Fößel mit seiner Kritik an, wie er offen zugab. Es komme einzig auf die Haltung an, wo und wie singe ich dieses Lied, war schließlich der Kontext aus dem Forum heraus. 

Dass Liedtexte immer wieder neue Melodien erhalten, zeigte Matthias Kreuels am Beispiel des „Freunde, dass der Mandelzweig.“ Ihm war die von Kirchenmusiker Fritz Baltruweit 1981 komponierte Melodie nicht ästhetisch genug, bisweilen klinge das Lied nach Marschmusik, entgegnete Kreuels. Er bevorzugt die hörbar jüdischere Melodie, die Annette Sommer dem Lieb 1988 gab. Und auch das „Geheimnis des Glaubens“ hat eine neue Melodie erhalten, aber auch einen veränderten Text. Sowohl die Möglichkeit des Kanons, als auch die neue Übersetzung des „Mysterium fidei“ bergen viel Diskussionsstoff. „Ist dieser Text des Liedes an zentraler Stelle im Hochgebet angemessen“ fragte Thomas Fößel zu der neuen Version der seinerzeit von Papst Pius IV. in die Liturgie übernommen Akklamation. Auch hier gingen die Meinungen weit auseinander. „Die neue Melodie reist mich mit“ war aus dem Forum zu hören, aber auch, die neue Version sei theologisch völlig angemessen und der ursprünglich lateinische Text in der Sache genauer dargelegt.

Bibelkreise feiern 25-jähriges Bestehen


Der heutige Weihbischof Robert Brahm war der Initiator

Auf ihr 25-jähriges Bestehen konnten jetzt drei Lantershofener Bibelkreise zurückblicken. Mit einer Heiligen Messe feierten sie gemeinsam in der Kapelle des Studienhauses St. Lambert ihr stolzes Jubiläum. In der „Kleinen Kneipe“ des Seminars setzte sich das Jubiläumstreffen mit Gesprächen rund um die Bibelkreise fort. Mit dabei war auch Weihbischof Robert Brahm aus Trier, der sich sichtlich über den langen Bestand der Bibelkreises in der Pfarrei freute und der Einladung zum Jubiläumsfest gerne gefolgt war.

Liedheft zum Jubiläumstag der Bibelkreise. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
In der Burgkapelle feiern die Mitglieder der Bibelkreise eine Heilige Messe.

Robert Brahm war es, der vor fünfundzwanzig Jahren die Bibelkreise aus der Taufe gehoben hatte. Damals war er noch Subregens des Studienhauses und gleichzeitig Seelsorger der Pfarreien Karweiler-Lantershofen und Bengen. In diesen Ämtern war die Idee erwachsen, in kleinen Gruppen in gemeinsamen Gesprächen interessierter Christen mit Studenten des Seminars St. Lambert Texte der Bibel zu besprechen und zu erfahren. Es entstanden drei eigenständige Bibelkreise mit einem ziemlich festen personellen und zeitlichen Gefüge. Mit dabei waren auch immer Seminaristen aus der „Burg Lantershofen“, die im Zuge ihres Studiums die drei Gruppen begleiteten.

Weihbischof Robert Brahm (Mitte) war vor 25 Jahren der Initiator der Bibelkreise.
Ein Erinnerungsbild an den Jubiläumstag in der Kapelle des Seminars St. Lambert.

So  entstanden Freundeskreise, für die der Austausch von Gedanken in Verbindung mit den Texten der Bibel oder allgemeinen Glaubensfragen ein hohes Gut bedeutet. Lebhaft diskutiert werden Fragen der Auslegung und der Bedeutung für den eigenen Alltag und des eigenen Glaubens. Gemeinsames Gebet, Zusammengehörigkeit und das Teilen von Freud und Leid sind weitere prägende Wesenszüge in der Bibelkreisgemeinschaft. 

Die Bibelkreise treffen sich abwechselnd innerhalb ihrer Familien in der Regel monatlich oder auch öfter, wobei jeweils nach der Beschäftigung mit schwierigen Bibeltexten mitunter auch Kulinarisches in gemütlicher Runde nicht zu kurz kommt.

Burgforum im Studienhaus St. Lambert


Zum Gespräch mit dem Thema „Singen wir was wir glauben? – Glauben wir, was wir singen?“ lädt das Seminar St. Lambert zum BurgForum ein. Fotokollage und Bildunterschrift: Thomas Schaaf.

Singen wir, was wir glauben? – Glauben wir, was wir singen?

Das interdiözesane Priesterseminar St. Lambert lädt am Freitag, 4. November 2016, wieder zu einem Burgforum, das heißt zu einem öffentlichen Vortrag mit Möglichkeit zu Rückfragen und Diskussion, ein. Das neue Gesangbuch „Gotteslob“ gibt den Anlass dazu, über folgendes Thema ins Gespräch zu kommen: „Singen wir, was wir glauben? – Glauben wir, was wir singen?“ Gesprächspartner sind: PD Dr. theol. Thomas Fößel und KMD Prof. em. Matthias Kreuels, beide Dozenten im Studienhaus St. Lambert. Im Verlauf des Abends werden auch einzelne Gesänge aus dem neuen Gotteslob angesungen. Das Burgforum beginnt um 19:30 Uhr im Foyer des Studienhauses. Der Eintritt ist frei.

Simon-Orgel aus Selm wird in der Lambertuskirche aufgebaut


Seit einigen Wochen laufen die Bemühungen um eine neue Orgel für die Lambertuskirche in Lantershofen. Aus der Josefkirche Selm im Ruhrgebiert stammt die gebrauchte Orgel, die bei Orgelbaumeister Merten in Remagen derzeit aufgearbeitet wird. Nach dem Abbau der alten Orgel, die nach Slowenien verkauft wurde, stand die Vorbereitung des Aufstellungsortes in der Kirche auf dem Programm. Bankreihen wurden verkürzt und teilweise entfernt, um dem Instrument und dem Spieltisch des Organisten einen neuen Aufstellungsplatz geben zu können. Beigearbeitet wurde auch die freigewordene Wand nach dem Abbau des alten Instruments.

Hier kann man schon einen groben Eindruck von den Ausmaßen der Simon-Orgel gewinnen. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Verkürzungen der Bänke im Bereich des Spieltisches sind bereits ausgeführt worden. Vorne rechts sind einige Bänke weggefallen.

Bereits seit einigen Wochen laufen die Renovierungsarbeiten an der Orgel aus Selm bei der Orgelbaufirma Merten. In der vorigen Woche hatte eine Abordnung interessierter Mitbürger die Werkstatt, in der die einzelnen Teile der Orgel fachmännisch aufbereitet und dann erst nach Lantershofen verbracht werden, besucht und sich über die Arbeiten an der Orgel informieren lassen (siehe Bericht vom 17. Oktober).

Die Schola des Studienhauses probt für die Beauftragung am Sonntag mit einer provisorischen Kleinorgel, solange die neue Orgel noch nicht in Betrieb ist.
Die Orgel steht im Vergleich zu Selm auf einem erhöhten Gerüst. Die Bankverkürzungen geben dem Spieltisch offenen Raum, so dass der Organist sein eigenes Spiel besser hören und einschätzen kann als bei der alten Orgel.

Vor einigen Tagen nun haben die Orgelbauer mit dem Aufbau in der Lambertuskirche begonnen und das Grundgerüst der Orgel mit Boden und Wand verbunden. Das Grundgerüst wurde um einen halben Meter erhöht, weil die Orgel ursprünglich auf einer Empore stand. Man erkennt die Erhöhung am weißen, neuen Holz im unteren Bereich des Holzgerüstes. Auf den Klang der Orgel wird man sehr gespannt sein.