Aktuelles


aus dem Seminar

Ein Tag für Wald und Wild


Jäger und Imker gratulierten zu „1000 Lantesche Jahre“

In Lantershofen besitzen rund drei Dutzend Bürger einen Jagdschein. Eine ganze Menge, und so kam in der Vorbereitungsphase zum 1000-jährigen Jubiläum der ersten urkundlichen des Dorfes die Idee auf, dass sich auch die Jägerschaft mit einer Veranstaltung an den Feierlichkeiten beteiligt. Organisiert von Thomas Otten und Wolfgang Schumacher fand dazu am Sonntag ein ganzer Veranstaltungsreigen statt. Auftakt war eine Hubertusmesse in der überfüllten Lantershofener Lambertuskirche. Regens Volker Malburg als Hauptzelebrant ging auf die enge Verbindung zwischen dem Lantershofener Schutzpatron Lambertus und dem heiligen Hubertus ein. Musikalisch mitgestaltet wurde die „Grand Messe de Saint Hubert“ vom Parforcehorncorps Euskirchen unter der musikalischen Leitung von Nobert Nitschke und dem Bläsercorps Ahrtal.

In der übervollen Lambertuskirche zelebriert Regens Dr. Volker Malburg (Mitte) die Hubertusmesse bei Parforcehörnerklang und jagdlich geschmücktem Gotteshaus. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Die „Grand Messe de Saint Hubert“ wird eindrucksvoll dargeboten vom Parforcehorncorps Euskirchen unter der Leitung von Nobert Nitschke, begleitet von Heinrich Fuchs an der Orgel.

Gleich im Anschluss ging es im Garten des benachbarten Studienhauses St. Lambert weiter. Hier präsentierten sich Jäger und Imker. Die Kreisgruppe Ahrweiler im Landesjagdverband Rheinland-Pfalz zeigte in ihrer „Erlebnisschule Wald und Wild“ eine umfangreiche Sammlung an Tierpräparaten heimischer Waldbewohner, Holzobjekten und diversen waldpädagogischen Materialien. Hingucker war zweifelsfrei ein lebendiger Uhu, der sich das gut besuchte Geschehen anschaute und das „im Mittelpunkt stehen“ sichtlich genoss. An anderer Stelle gab es Jagdhundvorführungen und wiederum viele staunende Blicke.

Nach der Hubertusmesse stärkt man sich mit Wildbratwurst und Getränken bei netten Gesprächen im Burggarten und vielen Attraktionen.
Die Jägerschaft hatte einiges aufgeboten, den Uhu und seinen Falkner, die Erlebnisschule Wald und Wild, Hunde, Imkerei und anderes Interessantes aus der Natur.

Barbara Hartmann vom Kreisimkerverband warb für die aktuellen Maßnahmen zur Bekämpfung des Artensterbens. Für die kleinsten Besucher hielt sie Pinsel und Farbe bereit, die Kinder konnten damit Begattungskästen der Bienen bunt bemalen. Andreas Schneider zeigte gleich nebenan, wie Imkerei früher funktionierte und wie sie aktuell vonstattengeht. Passend zu den gezeigten Themen ließen sich die Gäste Pulled Pork oder Bratwurst vom Wildschwein schmecken, aber auch am Kuchenstand gab es lange Schlangen.

Eine Vielzahl von ausgestopften heimische Tieren sind in der Ausstellung Waldschule zu bewundern, unter anderem diese kapitale Wildsau.
Die Hausherren der Burg, Regens Dr. Volker Malburg (2.v.l.) und Subregens Philip Peters (rechts) freuen sich über den großen Besucherandrang in Kirche und Burggarten.

Schenkungsurkunde von 1019 erstmalig für das Dorfarchiv übersetzt


Kaiser Heinrich II. schenkt Lantershofen dem Kloster Michelsberg bei Bamberg, 1.7.1019, Abschrift aus dem späten 15. Jahrhundert. Repro: Andreas Lang.

Erstmalig schriftlich erwähnt ist das Dorf Lantershofen auf einer Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1019. Kaiser Heinrich II. schenkte Lantershofen damals dem Kloster Michelsberg bei Bamberg. Die Originalurkunde lässt sich nicht mehr auffinden. Allerdings existieren mehrere spätmittelalterliche Abschriften des Urkundentextes, der erstmalig für das Dorfarchiv übersetzt werden sollte. Bereits öfters konnte Subregens Philip Peters bei der Übersetzung lateinischer Dokumente für das Dorfarchiv aushelfen. Die Übersetzung der Urkunde stellte allerdings eine besondere Herausforderung dar, hatte sich das im Urkundentext verwendete Latein des Hochmittelalters sprachlich und grammatikalisch vom klassischen Latein der Römerzeit weiterentwickelt. So konnte Subregens Peters dann über einen Studenten der Burg, Frater Wendelinus Naumann OSB von der Benediktinerabtei St. Mauritius zu Tholey, Kontakt zu Dr. Walter Burnikel vermitteln, der für das Dorfarchiv jetzt erstmalig eine Übersetzung der Schenkungsurkunde fertigte:

Lantherishoff heißt ein Landgut, von dem zu erfahren ist, dass es der göttliche Kaiser Heinrich in Christo dem Kloster der Mönche vom Berg des hl. Michael übergeben hat.

Hierüber gibt es eine Urkunde mit folgendem Wortlaut:

Im Namen der heiligen und ungeteilten Dreifaltigkeit Heinrich, durch Gottes Gnade erhabener Kaiser der Römer.

Wenn wir uns bemühen, Kirchen und Gott geweihte Stätten zu fördern und zu begaben, vertrauen wir darauf, dass wir größere und bedeutendere göttliche Hilfe erfahren werden. Deswegen sei allen Christgläubigen und unseren treuen (Untertanen) kund, dass wir das Landgut, das uns nach dem Erbschaftsrecht von Seiten eines gewissen rechtlos gestorbenen Gesilmus zugefallen ist, unserem Bamberger Kloster, welches zu Ehren des hl. Michael für Gott und die dort nach der Regel des hl. Benedikt lebenden Brüder erbaut worden ist – es liegt im so genannten Ahrgau in der Grafschaft des Grafen Ernfrid, sein Name ist Lantherishoffe – mit dieser kaiserlichen Urkunde zu eigen geben und überlassen mit allem rechtmäßigen Zubehör zu diesem Landgut, nämlich mit Äckern, Wiesen, Weiden, Gewässern und Gewässerläufen, Weinbergen, Wäldern und dem Gesinde beiderlei Geschlechts und mit allen Nutzungen, gleich wie sie genannt und geschrieben werden können, ohne Widerspruch irgendeines Menschen zuzulassen. (Diese Schenkung ergeht) mit der Maßgabe, dass der ehr- und denkwürdige Herr Abt Rato, der zur Zeit dieses Kloster leitet, seine Nachfolger und die übrigen dort in mönchischem Leben Gott dienenden Brüder von nun an berechtigt sind, (die Schenkung) frei zu genießen und zu tun, was ihnen zum Nutzen der Kirche gut dünkt. Und damit die Gültigkeit dieser unserer Übereignung beständig und unzerstört jederzeit fortdauere, haben wir diese königliche und kaiserliche Verfügung, die hier und jetzt geschrieben wurde, eigenhändig bekräftigt und mit dem Abdruck unseres Siegels bezeichnen lassen.

Gegeben am 1. Juli im tausendundneunzehnten Jahr nach der Menschwerdung unseres Herrn, im achtzehnten Jahr der Königsherrschaft des Herrn Heinrich, des erhabenen Kaisers der Römer, im sechsten seiner Kaiserwürde. Verhandelt zu Köln.

Ein ganz herzliches Dankeschön gilt Subregens Peters, Frater Wendelinus und Dr. Burnikel für ihren Beitrag zur Lantershofener Dorfgeschichte.

Fünf Studenten in St. Lambert zu Lektoren beauftragt


Vordere Reihe (von links): Wolfgang Ehrle, Bistum Augsburg, Torsten Buß, Bistum Osnabrück, Andreas Heupel, Bistum Paderborn, Jens Bauer, Bistum Trier, Br. Leo Gauch, Benediktinergemeinschaft Fischingen. Hintere Reihe: Diakon Richard Reißner, Bistum Augsburg, Regens Dr. Volker Malburg, Subregens Philip Peters. Foto: Markus Brandt.

Am 3. Sonntag im Jahreskreis, den 20. Januar 2019, beauftragte Herr Regens Dr. Volker Malburg die Studenten des 1. Kurses mit dem Lektorat. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Schola des Studienhauses umrahmt. Beim anschließenden Empfang im Foyer des Studienhauses überreichte Regens Dr. Volker Malburg  ein kleines Geschenk und gratulierte im Namen der Hauskommunität. Die Lektoratsbeauftragung ist die erste  Beauftragung eines Seminaristen auf dem Weg zum Priesteramt und stellt nach dem Eintritt ins Seminar den ersten großen Schritt in Richtung Weihe dar. Der Lektor soll nicht nur die Lesung im Gottesdienst vortragen, sondern auch mit seinem Herz die biblische Botschaft bezeugen.

Dr. Dr. Theo Schäfer gestorben


Trauer im Studienhaus Sankt Lambert in Lantershofen. Der Gründungsregens des Priesterseminars für Spätberufene, Prälat Theo Schäfer, ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Von 1976 bis zum Jahr 2000 stand Schäfer dem Studienhaus vor. Schäfer stammte aus einer Bauernfamilie in Vlatten im Kreis Düren, war gelernter Landwirt. Mit 20 Jahren drückte er noch einmal die Schulbank, denn er wollte Pfarrer werden. Nach dem Abitur in Bad Münstereifel studierte Schäfer in Bonn, Aachen und Regensburg Theologie, Philosophie und Kunstgeschichte. Zu seinen Theologie-Professoren gehörte Josef Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI., der auch sein Doktorvater war. Am 21. Februar 1959 wurde Theo Schäfer im Aachener Dom zum Priester geweiht.

Station seines priesterlichen Wirkens war von 1959 bis 1962 die Kaplanzeit in Krefeld. Von 1962 bis 1967 war er als Studentenpfarrer in Aachen, von 1967 bis 1974 als Direktor des Aachener Theologenkonvikts in Bonn und von 1974 bis 1976 als Pfarrer von Nideggen tätig. Ab 1976 baute er auf Wunsch des damaligen Trierer Bischofs Bernhard Stein und des Aachener Bischofs Klaus Hemmerle das Studienhaus Sankt Lambert in Lantershofen auf. Dieses leitete er als Regens bis zum Jahr 2000, war dort Studienleiter und Dozent für Fundamentaltheologie. Schäfer lebte ab 1990 in Niederzissen, war als leidenschaftlicher Fußballer, Reiter und Bergsteiger bekannt.

Aufgrund seiner Verdienste im Priesterberuf wurde er im Mai 1999 von Papst Johannes Paul II. zum Prälaten ernannt. Theo Schäfer wird am kommenden Freitag in seinem Geburtsort Vlatten beigesetzt. Die Beerdigung leitet der Trierer Bischof Stephan Ackermann.

Beauftragung zum Akolythat


Der Weihbischof des Erzbistums Hamburg, Horst Eberlein, im Kreise der Akolyten, Studenten und Messdiener im Garten des Studienhauses. Foto: Markus Brandt.

Am vergangenen Sonntag empfingen fünf Seminaristen aus dem 2. Kurs durch den Weihbischof des Erzbistums Hamburg, Weihbischof Horst Eberlein, ihre Beauftragung zu Akolythen. Zur Beauftragung wählte der Kurs den Spruch nach Röm. 14,17 „Das Reich Gottes ist Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist.“ Im feierlichen Gottesdienst  haben die Beauftragten sich mit ihrem „Hier bin ich“ persönlich in den Dienst nehmen lassen - in der Kirche und für die Menschen. Sie unterstützen den Priester während der Messe am Altar und dürfen die Kommunion austeilen; ebenfalls dürfen sie die Kommunion zu den Menschen bringen, welche auf Grund von Krankheit nicht an der Messfeier teilnehmen können. Mit dem Akolythat gehen die fünf Seminaristen nun einen weiteren Schritt in Richtung ihres späteren Dienstes als Priester. Im Anschluss an das feierliche Pontifikalamt gab es im Studienhaus im Studienhaus einen Empfang, bei dem die Seminargemeinschaft zusammen mit den Familienangehörigen und Freunden der Beauftragten zusammen gefeiert haben.

„Orgel rockt“ präsentierte Stücke aus Rock, Pop und Filmmusik


Musikalisches Novum für die Lantershofener St. Lambertus Kirche: Wo sonst in der Regel ausschließlich geistliche Töne zu hören sind, füllten kürzlich Hits und Klassiker aus Rock, Pop und Filmmusik den erstklassigen Resonanzraum des Gotteshauses. Grund für dieses ungewöhnliche Konzert war das Gastspiel von Organist, Musikproduzent und Chorleiter Patrick Gläser, der seit fast neun Jahren mit seinem Programm „Orgel rockt“ durch die Republik tourt und jetzt auch in Lantershofen Station machte. Die auf den ersten Blick kuriose Symbiose aus Rock, Pop und Orgel machte neugierig: Fast 200 Besucher sorgten für eine gut gefüllte Kirche - sehr zur Freude von Horst-Peter Kujath, der für die Organisation der beliebten Lantershofener Orgelkonzerte verantwortlich ist.

Patrick Gläser an der Simon-Orgel in der Lambertuskirche. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Zu den einzelnen Musikstücken gibt Patrick Gläser thematische Erläuterungen.

Patrick Gläser startete sein Set mit der Musik zum  Film „1492“ von „Vangelis“, hierzulande auch bekannt als Einlaufmusik des Boxers Henry Maske in den 1990er Jahren. Es folgte der Coldplay-Hit „Viva la Vida“, der trotz dominierender, heller Töne überaus warm-harmonisch daherkam. Mit dem 1980er Jahre-Klassiker „Shout“ wurde es dann erstmals etwas rockiger, bevor sich beim Beatles-Evergreen „All you need is love“ etliche Besucher beim mitsummen ertappten. Sollte jemand noch Zweifel an der Orgelkompatibilität der Stücke haben, waren diese spätestens jetzt beseitigt. Berührungsängste zeigte der Orgelvirtuose Patrick Gläser sowieso nicht: Nach dem Titeltrack der Kultserie „Game of Thrones“ setzte er mit „Sailing“ von Rod Stewart im wahrsten Sinne des Wortes die Segel, erinnerte das Klangbild doch zuweilen an den dazugehörigen Wellengang.

In der Lantershofener Kirche kann man dem Organisten beim Spiel "auf die Finger", natürlich auch auf die Füße schauen.
Ein konzentriertes und einfühlsames Publikum sinniert und meditiert über die teils ungewohnten, rhythmischen und rockigen Klänge der Simon-Orgel.

Auch vor Ausflügen in härtere Sphären schreckte der im baden-württembergischen Öhringen ansässige Musiker nicht zurück und präsentierte das „Kinderlied“ der deutschen Fun-Metal-Combo Knorkator – auf die Orgel umgelegte Gitarrenriffs inklusive. „Der Song ist für mich auch ein Psalm gegen Unrecht und Missbrauch an Kindern. Der der geschieht nicht nur in Kriegsgebieten oder in der Kirche sondern auch bei uns in der Nachbarschaft hinter verschlossenen Türen“, so Patrick Gläser, der nicht nur einige der Stücke mit kurzen Erläuterungen anmoderierte, sondern zwischendurch dem Publikum auch noch einen kleinen Exkurs in Funktion und Spielweise der Lantershofener „Simon-Orgel“ gab. Ganz nebenbei schaffte es Gläser, bei Kompositionen wie „Aquarius/Let the Sunshine in“ (The 5th Dimension) auch den klanglichen Spirit der jeweiligen Zeit zu transportieren. Den entscheidenden Anstoß das Projekt „Orgel rockt“ zu starten gab seinerzeit übrigens die Metallica-Ballade „Nothing else matters“, die an diesem Abend ebenso wenig fehlte wie die vom Publikum gefeierte Queen-Hymne „Bohemian Rhapsody“. Als die Besucher schon restlos begeistert stehende Ovationen gaben, lieferte Patrick Gläser noch einen satten Zugaben-Teil, unter anderem mit „Skyfall“ (Adele) und „I will survive“ (Gloria Gaynor).

Verabschiedung auf Burg Lantershofen


Regens Dr. Malburg (vorne links) verabschiedet die gute Seele im Büro des Studienhauses, Doris Krämer, und die erfolgreichen Studenten. Foto: Studienhaus.

Am 13.07.2018 fand im Studienhaus die Verabschiedung von 11 Studenten und der langjährigen Sekretärin, Frau Krämer statt. Die Abschiedsfeier begann mit einem feierlichen Vespergottesdienst in der St. Lambertuskirche in Lantershofen. Regens Dr. Malburg ermutigte Frau Krämer und die 11 Studenten, die mit ihrem Abschluss das Studienhaus verlassen, mit Gottvertrauen den neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Im anschließenden Festakt ging Prof. Aloys Buch in seinem Festvortrag auf die heutige kirchliche Situation ein und plädierte für eine Erneuerung der Kirche, die nicht nur auf eine Spiritualität der Innerlichkeit setzt, sondern auch ihre Verantwortung für die Welt in karitativem Handeln und Entwicklung sozial-ethischer Lösungsansätze wahrnimmt. Nur eine Kirche, die Liturgie, Caritas und Verkündigung in gleichberechtigter Weise ausübt, hat eine Zukunft.

Danach konnten Professor Buch und Regens Malburg den 11 Absolventen des Studienhauses St. Lambert ihre Abschlusszeugnisse überreichen. Mit Erfolg das Studium in St. Lambert abgeschlossen haben: Br. Daniel Maria (Gemeinschaft der Seligpreisungen), Vincent de Smet (Erzbistum Luxemburg), Markus Höfer (Erzbistum Köln), Nico Leiter (Bistum Dresden-Meißen), Timo Niegsch (Bistum Dresden-Meißen), Thomas Rudolf (Erzbistum Freiburg), Michael Sankowsky (Bistum Rottenburg-Stuttgart), Br. Josef San Torcuato (OSB), Martin Saur (Bistum Rottenburg-Stuttgart), Kai Scheffler (Bistum Fulda), Dominik Schmitt (Bistum Trier).

Im Anschluss an die Verabschiedung der Studenten galt es auch Frau Doris Krämer in den Ruhestand zu verabschieden. Regens Malburg bedanke sich für die große Einsatzbereitschaft, die Frau Krämer während ihrer fast 20jährigen Tätigkeit gezeigt hat. Frau Krämer ist das Gesicht und das Gedächtnis des Studienhauses. Man konnte sich darauf verlassen, dass sie zuverlässig und sorgfältig alles plante und organsierte und immer ansprechbar war für die Sorgen und Anliegen der Studenten und Dozenten. Mit ihrem Weggang geht wirklich eine Ära zu Ende. Regens Malburg wünschte ihr für den künftigen Ruhestand alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen.

Hoher geistlicher Besuch im Studienhaus St. Lambert


Im Rahmen des diesjährigen Hausfestes konnten Regens Dr. Volker Malburg und Subregens Philip Peters den Kölner Erzbischof und Kardinal Rainer Maria Woelki als Hauptzelebrant, Festredner und Ehrengast begrüßen. Neben zahlreichen Vertretern aus Politik, Kirche und Wirtschaft waren auch viele Dozenten und „Ehemalige" der Einladung des Studienhauses gefolgt.

Vor dem Gottesdienst inzensiert Erzbischof Woelki den Altar mit Weihrauch. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht und der Bilderserie: Thomas Schaaf.
Nach dem Gottesdienst stellt man sich mit Erzbischof Woelki den Fotografen im Burggarten des Seminars.

In seiner Predigt während des Pontifikalmachte Rainer Maria Woelki auch aus seiner bekannten Sympathie für den 1. FC Köln keinen Hehl: „Was wir Kölner nicht alles tun. Jetzt sind wir extra abgestiegen, nur um nicht nach Düsseldorf fahren zu müssen", so der Kardinal augenzwinkemd.

Vor dem Festakt erörtern Regens Dr. Volker Malburg (Mitte) und Subregens Phillip Peters (r.) mit Erzbischof Dr. Rainer Maria Kardinal Woelki die Situation im Studienhaus.
Markus Höfer stellt das Erzbistum Köln vor und freut sich über neues Interesse am Studienhaus: "Maach et joot un meld dich ens..."

In seiner anschließenden Festrede beleuchtete Woelki aktuelle- und Zukunftsthemen der Kirche, wie beispielsweise das Engagement der Gemeindemitglieder oder die Vergrößerung der Pfarreien. Dabei wünscht sich der Kardinal eine offene, lebendige Kirche, in der sich jede(r) aktiv einbringen kann und soll. Neben Grußworten von Dr. Volker Malburg und MdL Horst Gies sorgte Prof. Matthias Kreuels am Flügel mit Mozart-Kompositionen für den passenden musikalischen Rahmen. Zum Abschluss des offiziellen Teils erhielt Kardinal Woelki dann aus den Händen des ebenfalls in Lantershofen lebenden FC-Archivars ein von ihm geschriebenes und gewidmetes Buch über den Traditionsclub aus der Domstadt.