Aktuelles


aus der Pfarrei

Erstes Konzert auf der neuen Simon-Orgel in der Lambertuskirche


Trierer Domorganist Josef Still gibt dem neuen Instrument ein gutes Zeugnis

Zu einem ersten Konzert auf der neuen Simon-Orgel in der Lantershofen konnte das Orgelteam am Sonntag mehr als 150 interessierte Zuhörer begrüßen. Am neuen Instrument, dass die Pfarrei im vergangenen Jahr in Selm erstanden hatte, saß dabei der Trierer Domorganist Josef Still. Er hatte der Pfarrei, nachdem feststand, dass die bestehende Orgel nicht mehr zu gebrauchen ist, geraten, sich auf dem Markt für gebrauchte Orgeln umzusehen. Zu was die Orgel mit ihren 21 Registern in der Lage ist, stellte Josef Still schon zum Konzertbeginn mit Johann Sebastian Bachs Passacaglia und Fuge in c-Moll eindrucksvoll unter Beweis. Was die Organisatoren aber noch mehr erfreute, war Stills Bewertung der Orgel. „Er hat bereits am Samstag mehrere Stunden auf der Orgel gespielt und eine sehr positive Bewertung abgegeben“, machte Horst-Peter Kujath vom Orgelteam deutlich.

Horst-Peter Kujath (links) vom Organisationsteam und Walter Moitz vom Pfarrverwaltungsrat berichten kurz über die neue Orgel und den Sammelstand der Spenden; sie stellen den Organisten vor und erhöhen die gespannte Erwartung der Zuhörer. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Domorganist Josef Still an der neu intonierten Simon-Orgel. Er bezeichnet sie als Konzert geeignet. Markus Prange (rechts) assistiert beim Umblättern und Registerschalten. Das musikalische Erlebnis war schon etwas Besonderes und Großartiges in der Lambertuskirche. Virtuoser Wohlklang in Vereinigung von Organist und Instrument.

Die wichtigste Aussage Stills für das Team: „Die Orgel klingt wunderbar weich und ist mit schönen Registern versehen, so dass hierauf auch Teile der französischen Orgelmusik gespielt werden können.“ Das Instrument sei konzertant zu nutzen, so Still, der genau das eindrucksvoll unter Beweis stellte und mit Werken von Max Reger, Johannes Brahms oder Gabriel Fauré auswartete. Faurès „Libera me“ aus dem Requiem war dabei in einer Orgelbearbeitung von Virgil Fox zu hören. Regers Variationen und Fuge über „Heil, unserem König Heil“, die einstige Nationalhymne des Königsreichs Bayern, ließ Josef Still die drei Choralvorspiele aus opus 11 „Schmücke dich, o liebe Seele“, „Es ist ein Ros entsprungen“ und „Herzlich tut mich verlangen“ von Brahms folgen. Imposant dann der „Bolero de Concert“ von Louis James Alfred Lefebure-Wely. Abgerundet wurde der am Ende stark bejubelte Orgelvortrag mit dem 1993 entstandenen Werk „Mariales“ des libanesischen Organisten Naji Hakim und dem Choral in a-Moll von César Franck.

Zwischen den Stücken des Konzertprogramms gibt Josef Still Erläuterungen zur Orgel, ihrem Klang und den Komponistenwerken. Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Max Reger, Gabriel Fauré, Johannes Brahms, Louis Lefebure-Wely, Naji Hakim und César Franck bilden ein breites Klangspektrum im Konzertprogramm.
Stehender Applaus am Schluss des Konzertes: Orgelbaumeister Siegfried Merten (2.v.l.) gratuliert dem Konzertorganisten Josef Still (links) zum grandiosen Eröffnungskonzert. Der "einheimische" Organist Markus Prange applaudiert mit dem stehenden Kirchenrund. Still macht eine beeindruckende Zugabe: Toccata und Fuge in d-Moll (BWV 565). Ein furioser Abschluss des sehr gelungenen Konzerts.

Zu Beginn des Konzerts hatte Walter Moitz vom Pfarrverwaltungsrat die Zuhörer darüber informiert, dass die Gesamtkosten für die neue Orgel nun feststehen und sich auf 137.000 Euro belaufen. Zur endgültigen Finanzierung bedürfe noch einiger Spenden. Hier zeigte sich Moitz jedoch zuversichtlich, zum einen seien bereits weit über 100.000 Euro auf dem Spendenkonto eingegangen, zum anderen kamen seit der Weihe der Orgel im Dezember von verschiedenen Vereinen Gelder in Höhe von 3.100 Euro zusammen. Im Rahmen des sonntäglichen Konzerts übergab der Vorstand des Fördervereins „Zukunft“ Lantershofen einen Scheck über 500 Euro. Und auch die Türsammlung im Anschluss an das Orgelkonzert erbrachte einen Erlös von knapp 1.000 Euro. Zumindest Teile davon sollen in die Finanzierung weiterer Konzerte fließen. Horst-Peter Kujath kündigte bereits an, dass es in der Osterzeit Meditationen von Subregens Philip Peters geben werde, die von den Organisten der Pfarreiengemeinschaft Grafschaft begleitet würden. Zudem sind für dieses Jahre Konzerte mit dem Ahrweiler Organisten Klaus-Dieter Holzberger und im Herbst sogar ein Konzert unter dem Titel „Orgel rockt“ geplant.

Werke von Bach, Brahms, Reger und anderen


Erstes Konzert an der neu aufgeführten Orgel in St. Lambert. Foto: Thomas Schaaf.

Das erstes Orgelkonzert auf der neuen Simon-Orgel, die durch Orgelbau Siegfried Merten aus Remagen transferiert und reorganisiert wurde, findet am 22. Januar 2017 um 17.30 Uhr in der Kirche St. Lambertus statt. Der Trierer Domorganist Josef Still spielt Werke von Johann Sebastian Bach (1685 - 1750), Gabriel Fauré  (1845 - 1924), Max Reger (1873 - 1916), Johannes Brahms  (1833 - 1897), Louis James Alfred Lefebure-Wely  (1817 - 1869), Naji Hakim (geb. 1955) und César Franck  (1822 - 1890). Der Eintritt ist frei, um eine Spenden für eine Fortführung der Orgelkonzerte wird gebeten.

Trierer Domorganist Josef Still spielt die Simonorgel


Erstes Konzert auf der neu eingebauten Orgel

Auf der neuen Lantershofener Orgel mit ihren 21 Registern wird es in unregelmäßigen Abständen Konzerte geben. Die Orgel war im Dezember in der örtlichen Lambertuskirche geweiht worden, nachdem die Vorgängerorgel buchstäblich „verbraucht“ war. Die neue Simon-Orgel hatte zuvor mehr als 30 Jahre lang ihren Dienst im Münsterland getan. Den Tipp, eine gebrauchte Orgel anzuschaffen, hatte der Trierer Domorganist Josef Still den Lantershofenern gegeben. Das Organisationsteam zum Orgelbau freut sich, dass es gelungen ist, Josef Still für das erste Konzert gewinnen zu können. Dieses findet am Sonntag, 22. Januar, ab 17:30 Uhr statt. Der Eintritt ist frei, im Anschluss des Konzerts wird jedoch um freiwillige Spenden zur Finanzierung weiterer Konzerte gebeten.

Kulturlant unterstützt Orgelkauf


Kulturlant-Sprecher Udo Rehm (links) überreicht den Scheck für die Beteiligung am Orgelkauf an Walter Moitz vom Verwaltungsrat der Kirchengemeinde. Foto: Thomas Weber.

Der Grafschafter Verein Kulturlant e.V. hat sich an den Kosten für den Kauf einer neuen Orgel für die Lantershofener St. Lambertuskirche beteiligt. Kulturlant-Vorstandssprecher Udo Rehm überreichte Walter Moitz stellvertretend für das Orgelteam einen Scheck über 1.000 Euro. Die Spende überreichte der Verein im Rahmen der Konzerte der New York Gospel Stars in der Weihnachtswoche.

kfd-Frauen der Grafschaft unterstützen „Ahrweiler Tafel“


Bei der Ahrweiler Tafel übergeben die Grafschafter kfd-Frauen ihre Spende. Foto: E.T. Müller.

480 Euro und Lebensmittel zum Elisabethentag gesammelt

Ende November hatten die kfd-Frauen der Oberen, Mittleren und  Unteren Grafschaft zur Elisabeth-Messe nach Eckendorf eingeladen, die von  Pfarrer Alexander Burg zelebriert wurde. Gemeindereferentin Ursula Richter hatte  den Gottesdienst vorbereitet und sich um die caritative Aktion rund um den  Elisabethentag gekümmert, sodass die kfd-Frauen ihrer Schutzpatronin nach- eiferten und Geld- und Lebensmittelspenden für die „Ahrweiler Tafel“ sammelten. 480 Euro und viele Kisten, randgefüllt mit Lebensmitteln, konnten die kfd-Frauen  der Oberen, Mittleren und Unteren Grafschaft der ökumenischen Tafel in Bad  Neuenahr-Ahrweiler überreichen.  Der von den kfd-Frauen aus der Grafschaft gestiftete Geldbetrag und Lebensmittel helfen der  „Ahrweiler Tafel“ bei ihrer wichtigen Arbeit. Gudrun Schimansky, ehrenamtliche Tafelmitarbeiterin der Bürogruppe, und Caritas- Mitarbeiterin Christiane Böttcher bedankten sich herzlich für die großzügige Unterstützung. Christiane Böttcher: „Der Unterhalt der Tafel kostet richtig Geld. Nächstes  Jahr muss ein neues Tafelfahrzeug angeschafft werden. Zu den laufenden Kosten  noch ein großer Betrag, der durch Spenden zusammenkommen muss.“ Die "Ahrweiler Tafel" erhält keine öffentlichen Fördergelder, sodass die ökumenische  Kooperation aus Caritas, Evangelischer Kirchengemeinde, Dekanat Ahr-Eifel und  Diakonie alle Kosten selbst tragen muss.

Weihnachtsspenden unter dem Stichwort „Ahrweiler Tafel“ können auf folgende  Konten eingezahlt werden: Konto 803 742 bei der Kreissparkasse Ahrweiler, BLZ 577 513 10 und Konto 506 637 500 bei der Volksbank Rhein-Ahr-Eifel eG, BLZ 577 615 91.

Es ist geschafft: Der Werdegang der neuen Lantershofener Orgel


Orgelbaukoordinator Horst-Peter Kujath erzählt die Geschichte der neuen alten Orgel aus Selm. Maßgeblich und engagiert hat er das Orgelprojekt vom Beginn bis zum ersten offiziellen Klang begleitet. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.

Einweihungsrede des Orgelbau-Projektkoordinators Hans-Peter Kujath

„Liebe Messbesucher, Gäste und Freunde der Pfeifenorgelmusik, wir haben es geschafft. Unsere neue gebrauchte Orgel der Firma Simon, die von der Orgelbaufirma Merten aus Remagen überholt wurde, ist fertig und kann gespielt werden. Alles begann im Frühjahr 2015 mit dem Besuch des damaligen Orgelsachverständigen, Domorganist Josef Still, aus Trier. Er hat unsere alte Orgel begutachtet. Sein Urteil: Die Orgel ist mechanisch verbraucht, klanglich ein Kind ihrer Zeit und sehr spitz und scharf klingend. Sein Rat: Sehen sie sich im Internet nach einem neuen Instrument um.

Für uns kam die Einschätzung nicht ganz unerwartet, aber es traf uns schon hart, denn unsere finanziellen Möglichkeiten warten zu diesem Zeitpunkt arg beschränkt. Daraufhin beauftragten wir sechs Orgelbaufirmen, für die Instandsetzung der Mayer-Orgel mit 14 Registern aus dem Jahre 1971 ein Angebot abzugeben. Das Ergebnis der Analyse durch die Firmen war sehr ernüchternd: Eine der Firmen hat sich nicht gemeldet und kein Angebot abgegeben, eine zweite wollte kein Angebot abgeben, da sie nicht sicherstellen konnte, die Orgel in einen für sich und die Gemeinde akzeptablen Zustand zu bringen. Die anderen vier Angebote variierten zwischen 55.000 € und 120.000 €.

Durch die Restauration wäre klanglich keine Änderung erzielt worden, sondern nur eine Sicherstellung der Funktion erreicht. Die Zahlen haben uns letztendlich überzeugt. Wir haben uns innerhalb der Gemeinde, dem Pfarrgemeinde- und Verwaltungsrat geeinigt, dem Rat von Herrn Still zu folgen und uns im Internet nach einem gebrauchten Instrument umzusehen. Zweimal hatten wir bei der Bewerbung um ein Instrument das Nachsehen gehabt. Im Mai 2016 war es dann soweit. Wir haben die Selmer Gemeinde St. Josef besucht und eine Woche später bereits unsere Kaufabsicht kundgetan. Die dort vorgefundene Pfeifenorgel ist bestens geeignet um bei den Gemeindemessen den Gesang zu führen, Chor und Schola zu begleiten, bei der Gesangsausbildung der Studenten mitzuwirken, Gottesdienste und Andachten des Studienhauses musikalisch mitzugestalten, bei Pontifikalämtern mit Bischöfen und Kardinälen eine adäquate musikalische Begleitung zu sichern. Nochmals ein Dank an die Selmer Gemeinde, die uns Zeit gab, die finanziellen Dinge im Anschluss an die Kaufzusage regeln zu können. Wir haben die Orgel erworben mit der Einschränkung, wenn wir das Projekt finanziell nicht stemmen können, vom Kauf zurücktreten zu können. Die Genehmigung der bischöflichen Behörde musste ja auch noch eingeholt werden. Wie sie sehen, haben wir die 70% der Gesamtprojektsumme zusammen und durften starten.

An dieser Stelle ein besonderer Dank an die August-Dörner-Stiftung, die spontan 50.000 € zur Verfügung stellte, da die Kirche auch vom Studienhaus rege genutzt wird. Ebenfalls allen anderen Spendern und Orgelpfeifenpaten recht herzlichen Dank für die großzügige finanzielle Unterstützung. Ohne Sie hätten wir solch ein Instrument, wie die jetzige Orgel, Baujahr 1982, mit 21 klingenden Registern und 256 Möglichkeiten der Klangspeicherung, nicht erstellen können. Da ich nun beim “Dank sagen“ angekommen bin, möchte ich der Orgelbaufirma Merten, d.h. Herrn Merten, seiner Mitarbeiterin und seinen sieben Mitarbeitern recht herzlich für die exzellente Arbeit in den vergangenen vier Monaten beim Abbau  (27. – 30. September), der kompletten Überholung und Einbau von Ergänzung/Änderungen      (1. – 20. Oktober) sowie beim Wiederaufbau (ab dem 20. Oktober) und der Intonation der Orgel recht herzlich danken. Alle Termine wurden fristgerecht eingehalten. Eine von uns organisierte Exkursion zur Orgelbaufirma Merten wurde von 36 Gemeindemitgliedern genutzt, um sich an Ort und Stelle über den Orgelbau im Allgemeinen und unsere Orgel (sie stand dort in ihre Einzelteile zerlegt) zu informieren. Das war für alle Teilnehmer ein einmaliges Erlebnis.

In Remagen empfängt Orgelbauer Siegfried Merten (rechts) die Besuchergruppe vorwiegend aus Lantershofen unter Führung von Koordinator Horst-Peter Kujath (Mitte).
In der Werkstatt des Orgelbauers.

Die Orgel ist ebenfalls finanztechnisch zu 99,2 % in dem von beauftragen Rahmen von 136.000 € geblieben, von denen fast 103.000 € durch Spenden bereits abgedeckt sind. Eine unglaubliche Kraftanstrengung aller, die uns geholfen haben. Danke. Hier sind jetzt auch im gleichen Atemzug die freiwilligen Helferinnen und Helfer zu nennen, die bei Abbau der alten Mayer Orgel geholfen haben. Sie wird demnächst in Slowenien in einer Kirche erklingen. Weiterhin alle Helfer, die beim Streichen der Kirchenrückwand, Aufbau des Gerüstes zum Streichen und dessen kostenlose Gestellung, Abbau der Kirchenbänke, Lagerung der Kirchenbänke, Erstellung der Elektroinstallation in der Orgel (war nicht Bestandteil des Orgelauftrages), Putzen der Kirche usw. geholfen haben.
Von dieser Stelle aus: Danke.

Das alles wurde vom Kernteam Orgel gesteuert: Pfarrer Burg und Subregens Peters für die kirchlichen Belange, den Organisten Heinrich Fuchs und Markus Prange für die musikalischen Elemente, Walter Moitz vom Verwaltungsrat für die Finanzen und Orgelpfeifenpatenschaften und mir als Projektkoordinator, dem „Jungen für Alles“. Das Arbeiten in diesem Team hat einfach Freude gemacht. Wir haben diskutiert, Dinge in Frage gestellt, abgewogen und was besonders wichtig ist: Entscheidungen wurden zügig und fast immer einstimmig getroffen.  Recht herzlichem Dank für die exzellente Zusammenarbeit

Was haben wir an der Selmer-Orgel geändert? Wie sie alle aus eigener Erfahrung wissen, ist ein gebrauchtes Instrument nicht zu 100% das Wunschinstrument. Bei uns traf es aber zum Glück zu 90% zu. Aus Verkehrssicherungsgründen mussten wir die Orgel höher setzen (links und rechts die Türme). Wir haben uns für 50 cm entschieden, um damit zugleich die Klangentfaltungsmöglichkeit der Töne im Raum verbessert. Der alte Orgel-Standort sollte auch wieder der Neue sein (Baukommission d. Bistums). Die Orgel steht mit einem Abstand von 5 cm vor der Wand. Dieses ermöglicht eine gute Luftzirkulation, um Schimmelbildung und Pilzbefall vorzubeugen. Das Podest (Tunnel zwischen dem Spieltisch und der Orgel) musste kompl. verkleidet werden, da die Orgel ebenerdig steht. Wir haben uns dann entschieden, es symmetrisch links und rechts zulaufen zu lassen und es an beiden Seiten mit einem Auftritt versehen, um es als Standort für Chor und Schola nutzen zu können. Das Ganze wurde final mit einem Teppich verkleidet. Darunter laufen alle mechanischen- und elektrischen Verbindungen vom Spieltisch zur Orgel her.

Der alte Liedanzeiger war überholungsbedürftig, da dieses innerhalb der 40-jährigen Nutzung noch nie geschehen ist. Problem war: Es gibt keine Ersatzteile mehr, und wir hätten für die Bedienung im Spieltisch zusätzlich umfangreiche mechanische Anpassungen durchführen müssen. Wie andere Gemeinden auch, haben wir uns für den Kauf eines neuen Projektors mit Funkfernsteuerung entschieden. Der Spieltisch erhielt eine LED-Beleuchtung. Um den Organisten-Gesang überall in der Kirche hören und auch verstehen zu können, haben wir ein neues Mikrofon installiert. Jetzt soll es mit der Verständlichkeit wohl klappen, wie wir bereits bei den Tests festgestellt haben. 

Die Abstimmung bzgl. der Register erfolgte mit dem Orgelsachverständigen Herrn Evers aus Bad Kreuznach mit nachfolgenden Ergebnissen: Die Rohrschalmey 8‘ wurde durch eine gebrauchte Oboe 8‘ ersetzt. Diese ist beim Spiel vielfältiger einsetzbar und hat einen wesentlich angenehmeren Klang. Hr. Merten hatte noch eine aus einer engl. Orgel zur Disposition und wir haben getauscht. Das Register Sesquialtera 2-fach haben wir getrennt. Es erklingen gleichzeitig 2 Pfeifen (2 2/3‘ und 1 3/5‘) in unterschiedlichen Tonhöhen. Durch diesen Kunstgriff haben wir zwei unabhängig voneinander erklingende Register gewonnen. Es war mechanisch kein allzu großer Aufwand, der Effekt bei den gewonnenen Klangvariationsmöglichkeiten hingegen ist immens.

Uns wurde empfohlen, zur Klangabrundung ein streichendes 8‘ Register in das Schwellwerk aufzunehmen. Wir haben darauf hin, da es sich hier um ein neu zu fertigendes Register handelt, zuerst unsere Finanzen überprüft und erst ganz zum Schluss das Register Salizional 8‘ beauftragt. Sie werden begeistert sein, wenn sie es solo oder in Kombination mit anderen Registern hören. Die Prospektpfeifen wurden poliert. Nach über 30 Jahren Dienst im nördlichen Ruhrgebiet waren sie angelaufen und fleckig. Das ist bei Blei-/Zinnlegierungen aber ganz normal. Wie sie sehen, erstrahlen sie nun wieder im ursprünglichen Glanz. Sie werden es nicht glauben, aber die Pfeifen durften beim Transport und Einbau nur mit Stoffhandschuhen angefasst werden, um keine Fettflecken zu hinterlassen. Die Exkursionsteilnehmer haben das vor Ort erfahren. Ein lauter Ruf von Hr. Merten und die Fingen gelangten erst gar nicht an die Pfeifen, denn die laden förmlich zum Berühren ein.

Ich komme nun zum Schluss und es ist mir ganz wichtig zu ergänzen, dass die Orgel als Instrument ganz im Sinne des zweiten vatikanischen Konzils ein wichtiges Element der Eucharistie-Feier ist. Hier bei uns ist der Organist nun wieder Teil der Gemeinde. Er sitzt direkt zwischen uns und kann die Orgel sowie den Gemeindegesang unmittelbar hören. Und nun noch der Schlusssatz des Orgelabnahmeprotokolls von Orgelsachverständigen Herrn Evens vom Montag dieser Woche: „Ich beglückwünsche Sie zur Anschaffung dieses für den schönen Kirchenraum und seine angenehme Akustik adäquaten Instruments und wünsche Ihnen viel Freude an den zur höheren Ehre Gottes erklingenden Orgeltönen.“

Das erste Konzert auf unserer Orgel findet am Sonntag, dem 22. Januar 2017 statt. Domorganist Josef Still wird um 17:30 Uhr die Orgel spielen. Wir freuen uns natürlich sehr, solch eine Kapazität bei uns zu haben. Weiter Konzerte sind bereits in Vorbereitung  (Hr. Holzberger und Hr. Evens) . Zur Osterzeit zwei Meditationen mit Orgelbegleitung (Sub-Regens Peters für Texte und M. Prange sowie H. Fuchs treten solistisch dabei auf).

Zum Schluss möchte ich Sie im Auftrag der Kirchengemeinde und des Studienhauses herzlich zu einem Umtrunk in das Studienhaus St. Lambert einladen, um gemeinsam mit uns diesen Vormittag ausklingen zu lassen.“

Projekt „Neue Orgel Lantershofen“ nach drei Jahren abgeschlossen


Regens Dr. Malburg nahm die Weihe am Sonntag vor – Kosten von rund 136.000 Euro

„Die Orgel droht zu verstummen“ hieß es vor drei Jahren in der Lantershofener St. Lambertuskirche. Die Alarmglocken schrillten und lösten eine Welle von Anstrengungen, auch vieler Ehrenamtler, aus. Vergangenen Sonntag fand nun die Weihe der neuen Orgel statt. Es war der Abschluss eines Mammutprojektes der Kirchengemeinde Karweiler-Lantershofen.

Regens Dr. Volker Malburg (links) und Subregens Phillip Peters (rechts) begrüßen die Gläubigen zur Orgelweihe. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Regens Dr. Volker Malburg segnet die neue Orgel und die Gläubigen.

Rund 180 Besucher des Hochamts mussten zu Beginn noch ohne begleitendes Instrument „Wir sagen Euch an, die lieben Advent“, singen, dann aber erteilte Regens Dr. Volker Malburg der neuen Orgel Gottes Segen. Das neue Zeitalter der Kirchenmusik in Lantershofen konnte beginnen. „Wir haben es geschafft“, freute sich auch Horst-Peter Kujath. Er hatte das Projektteam als Koordinator in der Vergangenheit begleitet und die Gruppe mit Pfarrer Alexander Burg und Subregens Philipp Peters für die kirchlichen Belange, den Organisten Heinrich Fuchs und Markus Prange für die musikalischen Elemente und Walter Moitz vom Verwaltungsrat für die Finanzen und Orgelpfeifenpatenschaften geführt. Nun hat Lantershofen eine neue Orgel, auch wenn diese bereits 1982 gebaut wurde und das aus Jahr 1971 stammende alte Instrument ersetzt. Die „heiße Phase“ des Orgelkaufs begann im Frühjahr 2015. Damals hatte Domorganist Josef Still aus Trier empfohlen, den Gebrauchtorgelmarkt zu sondieren und das vorhandene Instrument zu ersetzen. Zuvor hatten Orgelbaufirmen eine Restauration abgelehnt, oder Preise bis zu 120.000 Euro veranschlagt, nur um die Spielfähigkeit der Orgel mit ihren 14 Registern zu erhalten. Nach zwei vergeblichen Kaufversuchen fanden die Lantershofener im Mai 2016 eine passende Orgel in Selm, wo die St. Josefkirche vor der Entweihung und dem Abriss stand. Die dortige Pfeifenorgel wurde als bestens geeignet, bei den Gemeindemessen den Gesang zu führen, Chor und Schola zu begleiten, bei der Gesangsausbildung der Studenten mitzuwirken, Gottesdienste und Andachten des Studienhauses musikalisch mitzugestalten und bei den immer wieder in Lantershofen stattfindenden Pontifikalämtern mit Bischöfen und Kardinälen eine adäquate musikalische Begleitung zu sichern, eingestuft.

Organist und Dirigent Heinrich Fuchs (links) und Organist Markus Prange am Spieltisch intonieren mit dem Chor und der Gemeinde das Lied "Wir sagen euch an den lieben Advent".
Mit seinen Messdienern lauscht Dr. Volker Malburg den neuen Klängen im Kirchenraum.

Aber wie bezahlen? Erst einmal mußten 70 Prozent der veranschlagten Gesamtkosten von 136.000 Euro auf dem Konto liegen. Hier kam die August-Dörner-Stiftung als Träger des Studienhauses St. Lambert zum Zuge, die alleine 50.000 Euro zur Verfügung stellte, da die Kirche auch rege vom Studienhaus genutzt wird. Mittlerweile hat die Kirchengemeinde 103.000 Euro beisammen, sucht aber noch weitere Pfeifen- und Registerpaten. Eine neue Orgel hätte übrigens rund 400.000 Euro gekostet.

Organist Markus Prange an der neuen Orgel fühlt sich in seinem Element.
Rechtzeitig zur Weihnachtszeit ist die Orgel fertig. Beim Abschluss des Gottesdienstes erschallt gemeinsam mit Orgel und Gläubigen das mächtige "Großer Gott, wir loben Dich".

Die neue Orgel, die gegenüber ihrem alten Standort auf 21 Register erweitert wurde, war Ende September abgebaut, zerlegt und in Remagen gereinigt, erweitert und renoviert worden. Seit Anfang Oktober erfolgte der Aufbau in Lantershofen. Die frühere Orgel wurde derweil nach Slowenien verkauft und wird dort bald in einer Kirche erklingen. In der Lantershofener Kirche steht nun eine perfekt auf den Raum zugeschnittene Orgel, Sie dürfte die meistgespielte Kirchenorgel in einer größeren Umgebung sein, wird sie doch von Pfarrgemeinde und Studienhaus genutzt. Dass das Instrument fast 35 Jahre alt ist, sieht man ihm nicht an, zumal die zahlreichen Prospektpfeifen umfassend poliert wurden. Die neue Orgel ist als Instrument - ganz im Sinne des zweiten vatikanischen Konzils - ein wichtiges Element der kirchlichen Gemeinschaft und der Eucharistie-Feier. Im Gegensatz zum vorherigen Instrument ist nun der Organist wieder Teil der Gemeinde. Er sitzt direkt vor der Orgel und kann diese sowie den Gemeindegesang unmittelbar hören. Das erste Konzert auf der Orgel findet am Sonntag, 22. Januar, statt. Der Trierer Domorganist Josef Still wird ab 17:30 Uhr die Orgel spielen. „Wir freuen uns natürlich sehr, solch eine Kapazität bei uns zu haben“, so Horst-Peter Kujath.

Orgel wird Sonntag in Betrieb genommen


Im Rahmen des Hochamts in der Lantershofener Lambertuskirche wird am kommenden Sonntag, 11. Dezember, ab 10.45 Uhr die neue Orgel in der Kirche in Betrieb genommen und geweiht. Während der Messe werden die beiden Grafschafter Organisten Heinrich Fuchs und Markus Prange abwechselnd mit besonderen Stücken aufwarten. Dazu werden auch die Lantershofener Chöre zu hören sein.

Rechtzeitig zur Weihnachtszeit wird die neue Orgel beim Hochamt am 3. Adventsonntag in Betrieb genommen. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Organist Markus Prange, Orgelbetreuer Horst-Peter Kujath und Burg-Hausmeister Peter Großgarten (von links) freuen sich über die neue Orgel und inspizieren letzte Teppichboden-Arbeiten am Gestängekasten des Spieltisches.

Vor dem Schlusssegen wird Horst-Peter Kujath das Projekt "Neue Orgel in St. Lambertus" nochmals Revue passieren lassen. Drei Jahre sind seit der Feststellung, dass die alte Orgel „am Ende“ ist, vergangen. Im September war von der Pfarrei in Selm bei Münster eine gebrauchte Orgel erstanden, restauriert und ergänzt und danach in Lantershofen aufgebaut worden.