Neues vom Dorf


Aktuelle Berichte

Jubliäumskonzert der Musikfreunde Lantershofen


Die Musikfreunde Lantershofen feiern in diesem Jahr ihr 40jähriges Bestehen. Im Rahmen dieses Jubliäums findet am Sonntag, dem 8. Mai um 17:00 Uhr das zweite Konzertevent im Saale des Dorfgemeinschaftshauses „Winzerverein“ statt. Die Musiker haben unter dem Titel „Best of“ die Highlights der letzten 10 Jahreskonzerte zusammengestellt und an einem Probenwochenende in der Jugendherberge Prüm einstudiert. So entstand ein bunter Melodienstrauß, der für jedes Alter und jeden Musikgeschmack ein Schmankerl enthält. Die rund 60 Musiker des Orchesters freuen sich auf zahlreichen Besuch. Der Eintritt ist kostenlos. Für Getränke in der Pause ist gesorgt.

Maibäume in Lantershofen


Ahrblick.
Ahrblick
August-Dörner-Ring
Barbarastraße
Barbarastraße
Zweibrückenstraße
Karweiler Straße
Katharinastraße
Lambertusstraße
Pechweingarten
Pechweingarten
Rheinstraße
Schmittstraße
Zweibrückenstraße
Katharinastraße
Winzerstraße
Maibaum Frumech
Blick Karweilerstraße zum Frumech und Kirche

Alles neu bringt der Mai


Generalversammlung der Lantershofener Junggesellen-Schützen-Gesellschaft nimmt im Vorstand sieben Neu- bzw. Umbesetzungen vor 

Bei leichtem Regen hieß das Tambourcorps der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft "St. Lambertus" Lantershofen gemeinsam mit den Musikfreunden "Panikorchester" Lantershofen und dem Männer- und Frauenchor des MGV "Cäcilia" Lantershofen rund um den in der vergangenen Woche errichteten Dorfmaibaum am Samstag, den 30. April 2016, gegen 19:15 Uhr den Wonne-Monat Mai musikalisch willkommen. Vor den Mitgliedern der Schützengesellschaft lag zu diesem Zeitpunkt noch eine der turbulentesten Generalversammlungen der letzten Jahre. Sie fand, wie bereits im vergangenen Jahr, in der Lambertushütte statt, da der Keller des Lantershofener Winzervereins nach wie vor nicht zur Nutzung freigegeben ist und die Bürgervereinigung Lantershofen in der Gaststätte den öffentlichen Tanz in den Mai veranstaltete. 

In der Mainacht: Schriftführer Benedikt Queckenberg gibt seinen Bericht ab. Vorstand und Vereinsmitglieder hören gespannt zu und warten auf die Wahlen und das spätere Maibaumsetzen. Foto: Clemens Queckenberg.
Der neue Vorstand (von links): Matthias Schopp, Johannes Schütz, Maurice Ley, König Marco Böhm, Benedikt Queckenberg, Hauptmann Robin Grießel, Nils Henscheid und Justin Waldecker. Foto: Lars Henscheidt.

Um 20:27 Uhr eröffnete Hauptmann Robin Grießel die Jahreshauptversammlung der Lantershofener Schützen und begrüßte 50 der insgesamt 71 Vereinsmitglieder. Nachdem die Mitglieder der Gesellschaft in einer Schweigeminute ihrer verstorbenen, vermissten und gefallenen Kameraden gedacht hatten, wurde Tim Ley neu in die Gesellschaft aufgenommen. Schriftführer Benedikt Queckenberg berichtete anschließend in einem kurzweiligen und pointierten Vortrag von den Ereignissen und Entwicklungen des vergangenen Geschäftjahres. Der kommissarische Kassierer Marco Böhm konnte trotz einer Reihe von außerordentlichen Investitionen ein positives Geschäftergebnis verkünden. Es ließ sich konstatieren, dass der Verein wirtschaftlich nach wie vor auf einer soliden Basis steht. Im Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr wies Böhm jedoch auch darauf hin, dass mit der anstehenden Anschaffung eines neuen Schwenkfahnentuches und der Restaurierung der Tragfahne die Gesellschaft außergewöhnlich hohe finanzielle Belastungen erwarten. In diesem Zusammenhang bemüht sich der Vorstand derzeit auch um Unterstützung von außerhalb des Vereins. Die Kassenprüfer Dominik Knieps und Christian Dünker bestätigten eine ordnungsgemäße Kassenführung und beantragten die Entlastung des amtierenden Vorstands, welche die Gesellschaft einstimmig erteilte und so den Weg für die jährliche Neuwahl des Vorstands frei machte. 

Eröffnet wurde die Wahlhandlung durch die von König Marco Böhm geleitete Abstimmung über den Hauptmannsposten. Robin Grießel wurde durch den Vorstand des letzten Jahres erneut als Vereinsvorsitzender nominiert und durch die Gesellschaft per Akklamation für eine weitere Amtsperiode eingesetzt. Es sollte der einzige Wahlgang des Abends bleiben, der keine personelle Veränderung mit sich brachte. Nachdem Grießel seine Wahl angenommen hatte, übernahm er die weitere Leitung der Versammlung. Der Posten des 1. Offiziers war bislang von Stefan Dünker ausgeübt worden, der jedoch nicht für eine weitere Amtszeit kandidierte und somit nach neunjähriger Vorstandstätigkeit als dienstältestes Mitglied der Vereinsleitung den Vorstand verließ. Dünker war seit der Mainacht 2007 Fähnrich der Tragfahne gewesen und seit der außerordentlichen Generalversammlung im September 2013 als 1. Offizier stellvertretender Vorsitzender. Hauptmann Robin Grießel dankte Stefan Dünker im Namen des Vereins für seine langjährige Tätigkeit. Als Nachfolger hatte der Vorstand des Vorjahres den bisherigen 2. Offizier, Johannes Schütz, nominiert. Diesem Wahlvorschlag folgten die Vereinsmitglieder per Akklamation. Für den somit frei werdenden Posten des 2. Offiziers schien sich zunächst kein Bewerber zu finden. Schließlich erklärte sich Justin Waldecker bereit, die Führung der Infantriegruppe zu übernehmen. Ursprünglich wollte er den Posten des Fähnrichs der Tragfahne weiter ausüben, den er bislang kommissarisch inne hatte. Die Vereinsmitglieder bestätigten ihn in offener Abstimmung als 2. Offizier. Somit wurde auch der Posten des Fähnrichs der Tragfahne vakant. Für diesen kandidierte der bisherige Schriftführer der Gesellschaft, Benedikt Queckenberg. Er wurde durch die Gesellschaft ohne Gegenkandidaten gewählt. In der Abstimmung um die Besetzung des Fähnrichs der Schwenkfahne kandidierte der bisherige Amtsinhaber, Markus Fabritius, nicht mehr für eine weitere Amtsperiode. Er legte damit das Amt nieder, das er seit der Mainacht 2014 zwei Jahre lang inne hatte. Der Hauptmann dankte auch Fabritius für die von ihm geleistete Arbeit. Die Suche nach einem neuen Bewerber gestaltete sich erneut schwierig, ehe mit Matthias Schopp der Amtsvorgänger von Markus Fabritius einer erneuten Kandidatur zustimmte. Schopp hatte dieses Amt bereits in den Jahren 2010 bis 2014 inne. Auf Antrag erfolgte die Abstimmung in geheimer Wahl und erbrachte ein eindeutiges Votum für Matthias Schopp als neuen Fähnrich der Schwenkfahne. Als Tambourmajor kandidierte Lars Henscheid ebenfalls nicht mehr für eine weitere Amtszeit und sprach sich für seinen Bruder Nils Henscheid als Nachfolger aus. Lars Henscheid war ebenso wie Markus Fabritius seit der Mainacht 2014 zwei Jahre lang im Amt gewesen und erhielt Dank für die von ihm in dieser Zeit geleistete Arbeit. Da sich die Gesellschaft dem Wahlvorschlag des scheidenden Amtsinhabers anschloss, übernimmt mit Nils Henscheid ein seit Jahren im Tambourcorps tätiger Flötist die Leitung des vereinseigenen Spielmannszuges. Nils Henscheid ist 20 Jahre alt und macht derzeit eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker. In der Wahl um das Amt des Kassierers galt es einen Nachfolger für den nicht mehr kandidierenden Marco Böhm zu finden. Böhm war von der Mainacht 2011  bis zur Mainacht 2015 als Kassierer vier Jahre lang für die Finanzen des Vereins verantwortlich gewesen. In der Mainacht 2015 hatte Böhm den Kassiererposten aufgegeben und war in das Amt des Fähnrichs der Tragfahne gewechselt. Als sein Nachfolger jedoch wenige Monate später, im August 2015, das Amt des Kassierers  niederlegte, kehrte Böhm unter Aufgabe des Tragfahnenamtes kommissarisch auf den Kassiererposten zurück. Zudem ist er seit September vergangenen Jahres auch amtierender Schützenkönig der Gesellschaft. Für diese vielfältige Einsatzbereitschaft und die von ihm geleistete Arbeit erhielt er den Dank der Gesellschaft. Aufgrund der hohen Verantwortung, welche die Führung der Vereinskasse mit sich bringt, hatte sich der Vorstand des Vorjahres entschieden, der Gesellschaft die Wahl von Maurice Ley zum neuen Kassierer zu empfehlen. Die Gesellschaft folgte in ihrem Votum per Akklamation der Empfehlung des Vorstands. Der neue Kassierer Maurice Ley ist von Beruf Industriemechaniker und 22 Jahre alt. Die Wahlen zum Vorstand wurden mit der Bestimmung eines neuen Schriftführers abgeschlossen. Der bisherige Vorstand hatte sich ursprünglich für die erneute Nominierung des bisherigen Amtsinhabers, Benedikt Queckenberg, als Schriftführer ausgesprochen. Aufgrund seiner Wahl zum  Fähnrich der Tragfahne stellte sich Queckenberg jedoch nicht erneut für das Amt des Schriftführers zur Wahl. Zu seinem Nachfolger wählten die Vereinsmitglieder im Folgenden den bisherigen Kassierer und Schützenkönig, Marco Böhm, der somit im Vorstand für das kommende Jahr wieder eine neue Aufgabe übernimmt. 

An die Wahlen zum Vorstand schlossen sich die Wahlen der Fähnrichsbegleiter an. Als Begleiter der Tragfahne beendete Sebastian Glees nach acht Jahren die längste Amtszeit eines Fahnenbegleiters überhaupt. Neu gewählt wurde mit Clemens Queckenberg einer der bisherigen Begleiter der Schwenkfahne und Bruder des neuen Fähnrichs der Tragfahne sowie Jonas van den Berghe, bisher Mitglied der Infantriegruppe. Als Begleiter der Schwenkfahne setzten sich die Amtsinhaber Julian Schmitz und Joel Waldecker, zuvor Infanteriegruppe, gegen den zweiten bisherigen Begleiter der Tragfahne, Severin Bender, durch. Bei der Wahl der Kassenprüfer konkurrierten dann gleich zehn Bewerber um die beiden Posten. Der gerade aus dem Vorstand ausgeschiedene ehemalige 1. Offizier Stefan Dünker sowie der ehemalige Kassierer Christian Dünker erhielten in diesem Wahlgang die meisten Simmen und setzten sich somit gegen die Bewerber Manuel Efferz, Sebastian Glees, Martin Großgarten, Thorsten Klein, Patrick Palm, Florian Ropertz, Leon Schneider und Christian Scholl durch. Anschließend informierte der Hauptmann über zeitnah anstehende Termine. Unter dem Tagesordnungspunkt "Verschiedenes" wurde dann noch über eine Reihe von vereinsinternen Angelegenheiten kontrovers diskutiert, bevor die Gesellschaft mit dem gemeinsamen Singen der Vereinshymne "Kommt alle froh zu Ehren" die diesjährige Jahreshauptversammlung um 23:50 Uhr beendete und sich in die leider nass-kalte Mainacht begab.

"Forum Lantershofen": Karl-Friedrich Amendt referiert zum Thema Wegekreuze


Der „Förderverein Zukunft Lantershofen“ läutet am Freitag, 20. Mai eine neue öffentliche Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Forum  Lantershofen“ ein. Dieses erste Forum findet im Dorfgemeinschaftshaus Winzerverein Lantershofen statt, weitere Foren sollen folgen. An diesem Freitag, 20. Mai referiert Karl-Friedrich Amendt aus Sinzig zum Thema „Rheinische Wegekreuze“. Dabei wird er auch sicherlich auf die Wegekreuze rund um Lantershofen eingehen und für mögliche Fragen zur Verfügung stehen. Amendt hat vor 6 Jahren ein – inzwischen vergriffenes – Buch zu Wegkreuzen veröffentlich und sich seitdem auch weiter intensiv mit diesem Thema befasst.

Als Grundinformation erläutert er die Definition für Wegkreuze, der im Rheinland Schöpflöffel, Bildstöcke, Heiligen Häuschen und Kapellen einschließt. Es ist also nicht einfach, die Übersicht zu bewahren. Der Referent wird sein Publikum zielsicher durch die Welt der geheimnisvollen Zeugen mittelalterlichen Denkens führen. Der Eintritt ist zu dieser Veranstaltung frei.

Lantershofener Ortsbeirat meldet nichts zum Nachtragshaushalt


Wunschlos glücklich

„Warum kommen wir heute eigentlich zusammen?“ Die Frage eines Mitglieds aus dem Lantershofener Ortsbeirat war berechtigt. Allerdings war dieser auch verpflichtet, sich zum Nachtragshaushalt der Gemeinde Grafschaft zu äußern. Und so beschloss das Gremium, dass es keine weiteren Meldungen zu diesem Thema habe. Zudem befasste sich der Rat mit der Neufassung der Investitionsprioritäten der Gemeinde. Auf dieser Liste sind unter anderem Erschließungen der Weingartenstraße und der Straße „Zum Ahrweiler Berg“ sowie die Modernisierung der Gartenstraße vermerkt. „Damit beschäftigt sich der Ortsbeirat schon seit 20 Jahren“, merkte Hubert Münch (SPD) an. Da es aber nun zumindest in Sachen Gartenstraße eine Anfrage eines Anliegers zum schlechten Zustand der Straße gab, vergab der Ortsbeirat dem Projekt erste Priorität und wünscht sich die Maßnahme nach Abschluss der Haushaltskonsolidierung der Gemeinde Grafschaft, also ab 2018. Für die beiden anderen Straßen setzte das Gremium keine Wunschtermine fest, diese dürften also noch eine ganze Weile immer wieder mal Thema im Ortsbeirat sein.

Schon seit langem auf der Liste der "offenen" Investitionsmaßnahmen der Gemeinde Grafschaft steht die Weingartenstraße. Nur zwei Häuser werden von dem befestigten Stichweg erschlossen. Thomas Schaaf (CDU) sah hier keine Priorität und schlug eine nochmalige Verschiebung der Erschließungs- bzw. Ausbaumaßnahmen vor. Foto: Thomas Schaaf (2002).
Gemeinderatsmitglied Roland Schaaf (CDU) schlug vor, eine Renovierung der beiden Gewölbekellerräume bzw. der Toilettenanlagen mit auf die Liste der Investitionsmaßnahmen zu setzen, damit diese nach Erteilung einer Nutzungsgenehmigung durch die Kreisverwaltung der Bevölkerung wieder in gewohntem Maße zur Verfügung stehen können. Foto: Thomas Schaaf (2002).

Die in der Liste ebenfalls enthaltene Modernisierung der Straßenleuchten sei bereits weit voran geschritten, betonte Ortsvorsteher Leo Mattuscheck (CDU), so dass auch hier lediglich der Abschluss des Projekts gewünscht werde. Am Rande bemerkte Münch, dass es auch mit neuen Leuchtkörpern noch jede Menge dunkle Ecken in Lantershofens Straßen gebe. Derweil suchte sich der Ortsbeirat ein neues Wartehäuschen für die Bushaltestelle „Lantershofen, Kapelle“ mit Fahrtrichtung Ringen aus und entscheid sich für eine relativ winddichte Variante.

Oberhalb von Lantershofen sucht sich über den Rücken des Ahrweiler Berges bei Starkregen jede Menge Wasser seinen Weg z.B. in die Schmittstraße und die Enggasse. Die Verwaltung arbeitet mit einem Ingenieurbüro an einer nachhaltigen Lösung einer Ableitung. Foto: Thomas Schaaf (2009).

Nichts Neues gibt es beim Thema der Außenbereichsentwässrung am Ahrweiler Berg. Hier ist die Verwaltung tätig und wird Vorschläge unterbreiten. Weil der Ortsbeirat auch eigene Projekte einbringen konnte, tat er das auch. So wird die Gemeinde zum einen um die Sanierung der Toilettenanlage an der Lambertushütte gebeten. Zum anderen möchte man vorbehaltlich einer Nutzungsgenehmigung durch die Kreisverwaltung notwendige Investitionen in den Gewölbekeller unter dem Winzerverein anstoßen.

Torsten Sträter ist am Mittwoch bei Kulturlant in LA zu Gast


Hat einige Preise gewonnen: Torsten Sträter. Er besitzt die emotionale Reife des Endvierzigers. Foto: Guido Schröder.

Veranstaltung ist lange ausverkauft

"Sträter liest so, wie Bruce Willis aussieht“, das meint zumindest der Westdeutsche Rundfunk. Am Mittwoch, 11. Mai, ist der Poetry Slammer bei Kulturlant in Lantershofen zu Gast. Wer kommt da eigentlich zu Kulturlant? Torsten Sträter hat einige Preise gewonnen, unter anderem das renommierte Scharfrichterbeil (Stahl, scharf, schwer, Passau), den Publikumspreis des Prix Pantheon (Kupfer, schwer, schön, Bonn) und Bester Papa der Welt (Schlüsselanhänger, großartig, Kunststoff, Sohn). Er liest seine Geschichten vor und erzählt dazwischen seltsames Zeug. Reichlich davon. Was immer er tut, ist von einer gewissen Ruhe geprägt. Hysterie ist ihm fremd.

Sträter erzählt sicherheitshalber auch nur von Dingen, von denen er etwas versteht, also zum Beispiel: Die Einsamkeit, die einen umweht, wenn man sich in der gesamten Republik über die eigene Familie lustig macht, tote Hunde, triviale Literatur, die Kindheit im Ruhrgebiet (dauert an), Diäten, soziale Befindlichkeiten, Fleischwurst-Beschaffungsmaßnahmen, der ganze Kladderadatsch. Dabei erhebt sich Torsten Sträter niemals über sein Publikum. Das ist die emotionale Reife des Endvierzigers. Aber: Darf man einfach so vorlesen? Man muss sogar. Etwas vorgelesen zu bekommen, lässt uns seit unserer Kindheit innehalten und entspannen. Oder, wie in Sträters Fall, an den Schädel fassen und kaputtlachen. Beides ist völlig in Ordnung. Ist das Kabarett oder Comedy? Wen juckt das? Sträter sagt: „Nennen Sie es „tiefenentspannte Neurosendeutungslasagne“, wenn Sie Lust haben. Lachen werden Sie trotzdem.“ Denn: „Lachen reinigt die Zähne.“ (Sprichwort aus Tahiti). „Funktioniert nicht bei gebrannten Mandeln.“ (Sträter).

Das Gastspiel am kommenden Mittwoch, 11. Mai, beginnt um 20 Uhr im Winzerverein Lantershofen. Im Anschluss wird es einen Büchertisch mit Signierstunde geben. Die Veranstaltung ist ausverkauft.

Ein Mensch der leisen Worte


Monsignore Dr. Michael Bollig wurde als Regens des Studienhauses St. Lambert verabschiedet

Nach zehnjähriger Tätigkeit als Regens und damit Leiter des interdiözesanen Seminars zur Priesterausbildung „St. Lambert“ in Lantershofen wurde Dr. Michael Bollig aus diesem Amt verabschiedet. Für den 48-jährigen begann am 1. Mai ein neuer Lebensabschnitt. Er übernahm die Leitung der Pfarrei Hl. Edith Stein in Trier. Zusätzlich wird er Dozent für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Theologischen Fakultät der Universität in Trier. Daher hieß es in Lantershofen nun, die Koffer zu packen. Wie groß die Beliebtheit Bolligs nicht nur auf Burg Lantershofen ist, zeigte sich bei zwei Abschiedsfeiern am Sonntag und Montag.

Zum Hausfest des Seminars St. Lambert konnte Noch-Hausherr Regens Dr. Michael Bollig (rechts) auch den Alt-Regenten und Bischof von Trier Dr. Stephan Ackermann begrüßen und mit ihm über alte Zeiten flachsen. Fotos in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Sehr verbunden mit der Burg und Regens Dr. Bollig haben sich weite Teile der Bevölkerung gefühlt. Hier marschieren die Vereine, voran die Junggesellen-Schützen mit ihrem Tambourcorps unter Leitung von Nils Henscheid auf dem Stephansplatz vor der Burg ein.

Zunächst verabschiedeten dabei am Sonntag „das Dorf“ und die Grafschafter Pfarreiengemeinschaft des Regens. Nicht nur die Tatsache, dass mehr als 200 Menschen gekommen waren, um „Tschüss“ zu sagen, zeigt die enge Verbundenheit zwischen Studienhaus und dem Ort. „Das Volk kommt, wenn der Burgherr verabschiedet wird“ drückte es Ortsvorsteher Leo Mattuscheck bildhaft aus. Mattuscheck dankte Dr. Bollig für dessen fortwährende Unterstützung Lantershofen. Erich Althammer, der für die Ortsvereine sprach, hätte sich einen längere Verweildauer von Dr. Bollig in Lantershofen gewünscht und dankte für dessen „fantastische Predigten.“ Walter Moitz zählte noch einmal die Projekte des Fördervereins St. Lambertus auf. Mit einem musikalischen Ständchen verabschiedeten die Lantershofener Musikfreunde, die Chöre des MGV Cäcilia und das Tambourcorps der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft den Regens.

Regens Dr. Michael Bollig (vorn) und seine Studenten, Dozenten, Freunde und Lantershofener Bürger hören sehr interessiert der Rede der Vorsitzenden des Pfarreienrates der Pfarreiengemeinschaft Grafschaft, Anita Schneider, zu, die gleich einen Präsentkorb überreichen wird.
Bischof Stephan Ackermann freut sich mit (v.l.) Spiritual Dr. Christian Hartl und dem ehemaligen Subregens Johannes Brand über manche Bemerkung von Dr. Bollig in dessen Dankesrede. Auch Grafschaft-Bürgermeister Achim Juchem (hinten rechts im weißen Hemd) schmunzelt mit.

Als einen „Menschen der leisen Worte“ bezeichnete die Vorsitzende des Pfarreienrates der Pfarreiengemeinschaft Grafschaft, Anita Schneider, den scheidenden Regens, der mit seinem Team die seelsorgerischen Lücken in der Grafschaft und darüber hinaus immer wieder gefüllt habe.

Anita Schneider, die Vorsitzende des Pfarreienrates der Pfarreiengemeinschaft Grafschaft, und Pastor Alexander Burg danken mit Worten und einem Präasent für die Arbeit von Regens Michael Bollig auch in den Pfarreien.
Mit Weihbischof Robert Brahm (links) und Subregens Philip Peters (rechts) dankt Bischof Stephan Ackermann (2.v.l) Regens Michael Bollig (3.v.l) als seinem Nachfolger im Amt des Leiters des Studienhauses.

Am Montag fand das Hausfest in St. Lambert statt, auch dieses stand ganz im Zeichen der Verabschiedung. Mit einem Pontifikalamt in der St. Lambertuskirche, das vom Trierer Bischof Ackermann und elf weiteren Geistlichen, darunter auch Weihbischof Robert Brahm zelebriert wurde, begannen die Feierlichkeiten. Bischof Ackermann ergriff bei der anschließenden Feier auf Burg Lantershofen das Wort. Er ist der Vorgänger von Dr. Bollig und war sieben Jahre lang am Seminar in Lantershofen als Regens tätig. „Ich habe mich in Lantershofen immer sehr wohl gefühlt. Es gibt kein solches Haus in Deutschland, das derart eng mit der Bevölkerung verbunden ist“, fand der Bischof auch für Lantershofen klare Worte. Seinem Nachfolger im Regens-Amt bescheinigte er, sich intensiv mit der Frage „wie geht Priesterausbildung in der heutigen Zeit“ beschäftigt zu haben. Zudem habe Bollig eine sehr gute Netzwerkarbeit in dem überdiözesanen Haus betrieben. 

„Uns wird heute eine Konstante genommen“, meinte der Grafschafter Bürgermeister Achim Juchem, aber Dr. Bollig habe diese Veränderung gewollt. Juchem gab dem Regens einen Koffer voller Grafschafter Köstlichkeiten mit auf den Weg. Derweil stellte der Kreisbeigeordnete Horst Gies die Herzlichkeit und das Miteinander, die Bollig prägen, in den Fokus. Auch Gies betonte: „Niemals geht man so ganz – schon gar nicht von Lantershofen.“ Nach weiteren Dankesworten seitens des Haussprechers Dominik Stehl und des Spirituals Dr. Christian Hartl mußte auch Dr. Michael Bollig zugeben, dass es ihm am Ende nicht leicht gefallen sei, loszulassen. Bollig betonte aber auch, dass ihm das Amt viel Kraft gekostet habe. „Die Kirche ändert sich immer schneller und immer radikaler. Da können auch die Priester nicht unbeweglich bleiben“, so der scheidende Regens.

Sitzbänke am Heimkehrerkreuz eingebaut


Im März 2015 legte die Bürgervereinigung das Umfeld des Kreuzes neu an. Jetzt wurden die Bänke installiert. Fotos in diesem Bericht: Thomas Schaaf.

Weithin sichtbar ist das Heimkehrerkreuz von 1956 auf dem Ahrweiler Berg. Viele Wanderer haben hier schon Rast gemacht und die herrliche Aussicht in alle Himmelsrichtungen bewundert. Im März vorigen Jahres hatte die Bürgervereinigung Lantershofen das Umfeld des Kreuzes neu gestaltet und eine kleine Bruchsteinmauer errichtet. Jetzt stand die Anbringung von Sitzbänken auf diesem Sitzmäuerchen an. Zweckdienliche Stahlhalterungen wurden eingebaut und die entsprechenden hölzernen Planken angebracht. Mittlerweile werden die Bänke gerne als Ruhe- und Aussichtspunkt angenommen.  

Erste Gäste auf den Bänken, jedenfalls für den Fotografen, waren JSG-Hauptmann Robin Grießel mit seinen Vereinskollegen Maurice Ley und Benedikt Queckenberg (v.r.).
Dem Wanderer zum Heimkehrerkreuz bietet sich ein landschaftlich herrlicher Blick.