Neues vom Dorf


Aktuelle Berichte

Kulturschaffende sammelten für Starkregenopfer


Kulturlant und A-capella-Formation Rondo Vocal sorgten für mehr als 3.000 Euro Gewinn für die Opfer

Die Solidarität mit den Opfern der jüngsten Unwetter ist weiterhin hoch. In Lantershofen gab es am vergangen Freitag ein Benefizkonzert im Rahmen eines ganzen Konzertwochenendes. Organisiert vom Verein Kulturlant stand die erfolgreiche Grafschafter A-capella-Formation „Rondo Vocal“ auf der Bühne. Ihr Konzert unter dem Motto „Alles mit dem Mund“ spülte in Kombination von Spenden, einer Versteigerung und dem Verkauf von Speisen und Getränken mehr als 3.000 Euro auf das Grafschafter Spendenkonto. Bürgermeister Achim Juchem, selbst großer Fan von Rondo Vocal, freute sich über das Engagement, bedankte sich bei den „Machern“ mit Tüten voller Süßigkeiten und wies darauf hin, dass alleine in der Grafschaft mehr als 60 Familien geschädigt seien, die keinen entsprechenden Versicherungsschutz hätten.

Auch die "Alten Herren" vom VfB haben sich spontan bereiterklärt, mit ihrem Getränkestand die Aktion zu unterstützen, derweil "Junge Damen" vom Verein Kulturlant von den Gästen in die Spenderbox etliche Euros sammelten. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Rolf Blechschmidt, Hajo Hecker, Detlef Wronka, „Jö“ Küls und Ingo Krämer singen "Winds of Change". Der Song spiegelt die Zeitstimmung zum Ende der 80er Jahre wieder. Perestroika und Glasnost lassen grüßen.

Im Saal des Winzervereins sorgten Rolf Blechschmidt, Hajo Hecker, Detlef Wronka, „Jö“ Küls und Ingo Krämer mit ihrer Musik für gute Laune und jede Menge Beifallsstürme. Das Repertoire der fünf ist vielschichtig, sie brachten ganz ohne instrumentale Begleitung Lieder der Beatles, Scorpions oder von Queen ebenso zu Gehör, wie Titel der  Bläck Fööss oder aber afrikanische Traditionals. Nicht fehlen durften Songs bekannter, aktueller und ehemaliger A-capella-Bands. Die Wise Gyus waren mehrfach vertreten, aber auch der „kleine grüne Kaktus“ der Comedian Harmonists wurde besungen. „Lolipop“, „Barbara Ann“ und natürlich „The Lion sleeps tonight“, dass sind Klassiker für A-capella-Formationen, die von Rondo Vocal in Perfektion vorgetragen wurden.

"Nearer My God to Thee", "Näher zu Dir, mein Gott" soll das Luxusdampfer-Orchester beim Untergang der Titanic 1912 gespielt haben. Rondo Vocal stellt das Lied gekonnt als A-Capella-Version vor.
Kulturlant-Moderator Thomas Weber (rechts) bei der Versteigerung eines "Wohnzimmer-Konzertes" von Rondo-Vocal.

Mitgebracht hatte das Quintett, auf dessen Initiative hin der Abend stattfand, nicht nur ein Konzert ohne Gage und die technische Ausstattung, es wurde auch noch ein weiteres privates, so genanntes „Wohnzimmerkonzert“ mit Rondo Vocal versteigert. Auch diese Auktion brachte mehr als 600 Euro aufs Spendenkonto, dafür wird im Wohnzimmer der Lantershofener Familie Berndt demnächst live gesungen. Ins richtige Licht gesetzt wurde das Konzert derweil von Peter Rieck.

Begeisterte Zuhörer, unter anderen auch vorne Bürgermeister Achim Juchem mit Gattin, spendeten neben viel Geld auch reichlich Beifall, den sich Rondo-Vocal mit perfekten Vorträgen auch redlich verdient hatte.
Zimmer-Konzert-Gewinner Horst Berndt (Mitte) freut sich auf das Treffen zu Hause mit den Sängern von Rondo-Vocal, das er soeben - heiß umkämpft - ersteigert hat.

Rund um das Konzert waren jede Menge Helfer damit beschäftigt, Spenden zu sammeln und über die Bewirtung weitere Gelder für den guten Zweck zu erwirtschaften. Der ausrichtende Verein „Kulturlant“ hatte einiges auf die Beine gestellt. Die Mitglieder sorgten hinter den Theken für zufriedene Gesichter, ein Team des VfB Lantershofen schenkte im Biergarten Getränke aus, Peter Ropertz von der gleichnamigen Ahrweiler Metzger stand am Grill und verkaufte die vom ihm gestifteten Würstchen mit seitens der Bad Neuenahrer Bäckerei Oebel gestifteten Brötchen.

Peter Roperz (links), hier mit Vorstandssprecher Hermann-Josef Efferz, spendete die leckeren Würstchen, die Bäckerei Oebel schenkte die Brötchen dazu.
In der Pause ließ es sich im Winzervereinsgarten bei kühlen Getränken und Verpflegung "rundum" gut aushalten.

Diese gingen weg, wie die viel beschriebenen „warmen Semmeln“, Immerhin waren ja auch rund 200 Gäste zum Konzert gekommen, angezogen von der Werbung, um die sich der Verlag Linus Wittich gekümmert hatte. Viele der Gäste blieben nach dem Konzert noch auf ein Getränke, ein Schwätzchen oder aber den Blick auf die Public-Viewing-Bildschirme, wo das Fußballspiel der Europameisterschaft zu sehen war.

Viel Spaß und Spannung beim Public Viewing


Auch in der Kneipe in Lantershofen war der Fußballkrimi gegen Italien zu sehen. Wie bei allen Spielen der Nationalmannschaft hatte der Verein Kulturlant wieder zum "Rudelgucken" ins DGH Winzerverein geladen. Eine große neu angeschaffte Leinwand sorgte neben dem bisherigen großen Fernseher für gute Sehqualität bei bester Bewirtung mit Speis und Trank.

Sehr guter Besuch und hohe Spannung auf allen Ebenen der ehemaligen Gaststätte bei den Spielen der deutschen Mannschaft, hier beim Spiel gegen die Slowakei (3:0) am vergangenen Sonntag. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Ähnlich wie gegen die Slowakei sah es im Gastraum jetzt am Samstag gegen Italien aus, allerdings war die Spannung um ein Vielfaches höher, auch wegen der Verlängerung und dem Elfmeterschießen.

Deutschland steht nun im Halbfinale der EM 2016, nachdem der Weltmeister nach spannendem Spiel und Verlängerung Italien im Elfmeterschießen geschlagen hat. Beim Spiel der deutschen Fußballnationalmannschaft herrschte ein lang anhaltender Nervenkrieg, der im Elfmeterschießen gipfelte. In den beiden regulären Spielhälften wogten die Chancen hin und her, vielleicht hatte die deutsche Mannschaft in der zweiten Hälfte leichte Vorteile, aber auch in den beiden Verlängerungen zeigte sich keine Mannschaft so viel stärker, als dass hieraus ein weiteres Tor den endgültigen Erfolg hätte bringen können. Nach sieben Fehlschüssen beim Elfmeterschießen schoss Jonas Hector zum 6:5 für Deutschland ein. Nächster Gegner am Donnerstag im Halbfinale ist entweder Frankreich oder die Überraschungsmannschaft Island. Dann sorgt auch wieder Kulturlant mit seinem Public-Viewing-Angebot in der ehemaligen Gaststätte des Winzervereins für gute Unterhaltung und gesellige Stimmung bei den Gästen.

Vorstandssitzung bei der Bürgervereinigung


Die Holzpanelen werden optisch als etwas zu einfach empfunden, man hätte sich eine etwas solidere Ausführung gewünscht. Foto und Bildunterschrift: Thomas Schaaf.

Mehrere Punkte aus dem dörflichen Lantershofener Leben standen auf der Tagesordnung einer Vorstandssitzung der Bürgervereinigung Lantershofen bei Hubertus Feist, an der weiter Harald Hess, Mario Fuchs und Thomas Schaaf unter Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden Werner Braun teilnahmen, der auch das Protokoll der letzten Sitzung genehmigen ließ. Themenbereiche im täglichen Allerlei der Vereinigung waren mal wieder Pflege und Erhalt der Lambertushütte sowie die Seniorenfahrt zum Neuwieder Zoo am Dienstag, 12. Juli. Bei einer Nachbetrachtung der Familienwanderung 2016 am 24.04.2016 stellte man fest, dass in Anbetracht des schlechten Wetters die Beteiligung durchaus gut gewesen und die Präsentation des VfB Lantershofen am Sportplatz sehr gelungen gewesen sei. Später hätten sich die teilnehmenden  Wanderer lange an und in der Lambertushütte bei Wein und Würstchen aufgehalten, was  als positives  Zeichen zu werten sei. Im nächsten Jahr wolle man dem Vorschlag von Ludwig Klein folgen und die Wanderung dem Thema "40 Jahre Feuerwehr Lantershofen" widmen.

Diskutiert wurde die Art und Weise der Vervielfältigung von eigenen Schriften. Routinemäßig anfallende Druckerzeugnisse wie  Informationsblätter und Ankündigungen lässt Schriftführer Harald Hess mittlerweile über eine Online-Druckerei fertigen. Dies sei erheblich kostengünstiger als das bisherige Verfahren über eine Druckerei vor Ort. Diesen Argumenten schloss sich der Vorstand an.

Für die Bürgerversammlung vor Kirmes wird noch ein Gastredner gesucht, der örtliche Themen beleuchten und vermitteln kann. Zu den Holzbänken am Heimkehrerkreuz ist der Vorstand der Meinung, dass die Ausgestaltung der Holzarbeiten den Erwartungen nicht entspräche und das Aussehen verbesserungswürdig sei. Man wolle sich nach Alternativen für die Holzauflage erkundigen. Zur Bestuhlung im Winzerverein verweist der Vorstand auf den Beschluss aus der Sitzung  vom 4.03.2016, in dem festgehalten sei: „Sofern der Junggesellenvorstand den im Hinblick auf Kirmes vorgesehenen Stühlen zustimmt, besteht der Beschluss, den Zuschuss von 1.500 Euro zu gewähren, fort“. Zur Bewirtschaftung des Dorfgemeinschaftshauses regte der Vorstand an, die Kommunikation zwischen dem Trägerverein DGH und dem Vorstand der Bürgervereinigung zu verbessern, die aktuelle Regelung sei noch nicht zufriedenstellend. Daher solle ein Vertreter des Trägervereins zur nächsten Vorstandssitzung der Bürgervereinigung geladen werden, um sich über Fragen der Bewirtschaftung direkt auszutauschen.

Weitere Themen waren die Vorbereitung des Oktoberfestes bzw. der Halbkirmes im kommenden Herbst und die Klärung offener Fragen zur Unterhaltung der Lambertushütte. Mit einem Dank an Gastgeberin Gertraud Feist für die Gastfreundschaft mit Wein und vorzüglichen Schnittchen schloss Werner Braun die Sitzung gegen 23 Uhr.

Es ist der Anfang eines Anfangs


Timo Aytac Güzelmansur sprach im Burgforum Lantershofen über den Dialog zwischen Christen und Muslimen

In unregelmäßigen Abständen öffnet das Studienhaus St. Lambert in Lantershofen seine Pforten, um die Bevölkerung am studentischen Leben der Seminaristen teilhaben zu lassen. Dieses „Burgforum“ lockte am Mittwoch neben den derzeit rund 40 Studierenden mindestens genau so viele weitere Gäste an. Auf der Tagesordnung stand ein ebenso aktuelles, wie brisantes Thema: „Der christlich-islamische Dialog und sein Beitrag zum friedlichen Zusammenleben in Deutschland.“ Als Referent konnte der Geschäftsführer der von der Deutschen Bischofskonferenz eingerichteten Christlich-Islamischen Begegnungs- und Dokumentationsstelle „Cibedo“, Dr. Timo Aytac Güzelmansur, gewonnen werden. Er ist in Anatolien muslimisch aufgewachsen und zum Christentum konvertiert.

Güzelmansur versteht sich als Brückenbauer sowohl zwischen den Kulturen und den Religionen. In Lantershofen gab er seinen Zuhörern zunächst ein Art Grundkurs zum Thema „Islam“, von dessen Entstehung im siebten Jahrhundert über die Nachfolger des Propheten Muhammad bis hin zur Aufspaltung in verschiedene religiöse Gruppierungen unter dem Kalifen Moawija.

Die erste große Welle Islamisten erreichte Deutschland ab 1960 mit den Gastarbeitern. Erst, als diese während der Energiekrise Anfang der 1970er Jahre ihre Familien nachholten, wurde die Religion hierzulande nach außen sichtbar, unter anderem entstanden erste Moscheegemeinden. Rund 4,3 Millionen Muslime aus 40 Nationen lebten 2015 in Deutschland, die aktuelle Flüchtlingswelle dürfte die Zahl noch einmal in die Höhe getrieben haben. Zahlreiche islamistische Verbände wollen diese Menschen nach außen vertreten. „Es sind aber nur rund 20 Prozent, die dort organisiert sind, der Rest ist eine schweigende Mehrheit“, so Güzelmansur.

Und wie sieht der Dialog der Religionen aus? Güzelmansur berichtete von einer versöhnlichen Tonart von Seiten der katholischen Kirche, eingeschlagen von Papst Paul VI. mit dem zweiten vatikanischen Konzil. Kein Wunder, sprechen Islamisten und Christen doch von ein und demselben Gott. Der Frieden untereinander und das gegenseitige Verstehen stehen im Vordergrund. „Die Frömmigkeit des anderen betrachten, um die religiösen Traditionen zu verstehen“, drückte es Papst Johannes Paul II. aus. „Interreligiöser Dialog ist also nicht Mission“, so Günzelmasur, der die Forderung des aktuellen Papstes Franziskus, eine Haltung der Offenheit müsse den interreligiösen Dialog kennzeichnen, unterstrich.

Vor allen unter den auswärtigen Gästen des Burgforums wurde in der kurzen Diskussionsrunde nach dem Vortrag der Vorbehalt gegenüber dem Islam immer wieder deutlich. „Muss ich Angst haben, dass wir vom Islam überrollt werden“, wollte eine Besucherin wissen. Fragen nach dem Frauenbild in der islamischen Welt und nach der Toleranz gegenüber dem Christentum in islamischen Ländern wurden gestellt. Es ging um die mögliche Scheu vor der Integration, um vermutete extremistische Lehren in den Koranschulen oder der Frage nach der Sicht der Wertigkeit von Grundgesetz oder Scharia in den Augen der Muslime. Timo Aytac Güzelmansur war bemüht, alle Fragen ausreichend zu beantworten, ohne die Situation zu schön zu reden. Er sprach vom patriarchalischen Gesellschaftsbild in den Familien, das sich bildungsabhängig entwickele, von mangelnder Toleranz trotz verkündeter Religionsfreiheit in vereinzelten Staaten und bat um Respekt vor den oftmals anderen Gewohnheiten anderer Kulturkreise.

„Es ist erst der Anfang eines Anfangs“, fasste Dr. Christian Hartl, der Spiritual am Studienhaus St. Lambert, die Erkenntnisse aus dem Burgforum am Ende zusammen. Hartl versprach, das Thema werde seitens des Studienhauses auch an zukünftigen Forenabenden präsent sein.

Kulturlant-Ehrenamtler Thomas Weber in SWR-Landesschau vorgestellt


Über den Kulturlant-Geschäftsführer Thomas Weber berichtet ein Beitrag des SWR-Fernsehens, den man weiter unten abrufen kann. Foto und Bildunterschrift: Thomas Schaaf.

Unter dem Titel „Ehrenamtlicher Einsatz für mehr Kultur“ brachte der Südwestrundfunk kürzlich in der Landesschau einen Bericht über Thomas Weber, der uns hier in Lantershofen natürlich als Text- und manchmal auch Bildautor in den örtlichen Lokalzeitungen und in der Internetseite Lantershofen.de ein beinahe täglicher Begriff ist. In dem Beitrag des SWR ging es allerdings nicht um die Pressearbeit von Thomas Weber, sondern um dessen ehrenamtlichen Einsatz für die Kultur in Grafschaft und Lantershofen. Im von ihm initiierten und mitgegründeten Verein „Kulturlant e.V.“ bringt er mit seinen Vorstands- und Vereinsmitgliedern „Kultur auf's Land und ins Dorf“, so Weber. Dass ihm dies in hohem Maße gelungen ist, davon zeugen die vielen Auftritte bekannter Künstler aus verschiedensten Bereichen und die guten Besuchszahlen bei diesen Veranstaltungen. Die jüngste war ein Benefizkonzert der Vokalgruppe „Rondo Vokal“, mehr als 3.000 Euro konnte der Verein für bedürftige Opfer der Flutkatastrophe sammeln. In mehreren Ortschaften der Gemeinde Grafschaft waren im Juni hohe Flutschäden bei einem Starkregenereignis entstanden.

Der Landesschau-Beitrag des SWR berichtet über die Vereinsaktivitäten und die ehrenamtliche Tätigkeit von Thomas Weber, der in hohem Maße in diesem Verein als Geschäftsführer, Planer und „Hilfskraft für alles“ eingespannt ist.

120 Jahre für zwei Lantershofener - Jana und Albrecht Weidel


Ihren jeweils sechzigsten Geburtstag feierten schon vor Monaten dem Datum nach Jana und Albrecht Weidel, die noch vielen Lantershofenern als Gastwirte der ehemaligen Gaststätte "Zur Post", vormals "Jörresse", bekannt sind. Jetzt hatten sie eingeladen, mit Verwandten, politischen Freunden und ehemaligen Kameraden der Feuerwehr, Bibelkreis, Nachbarn und ehemaligen Gästen der "Post"  ihre runden Geburtstage gemeinsam zu feiern. Herzlichen Glückwunsch. Eingeladen hatten sie zur Straußenfarm oberhalb von Kirchdaun und Golfplatz, weshalb jetzt hier dieser Bericht steht.

Auf die Straußenfarm Gemarkenhof Remagen hatten die ehemaligen Wirte in der Gaststätte "Zur Post" anlässlich ihrer Geburtstage eingeladen. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Jana und Albrecht Weidel im Jahr 2001 nach der Wiedereröffnung im Schankraum der Gaststätte "Zur Post".

Obwohl beinahe alle Gäste "aus der Gegend" stammten, war den meisten die "Straußenfarm" bisher nur vom Vorbeifahren mit dem Auto und vom Hörensagen als landwirtschaftlicher Hof bekannt. Dass auf dem "Gemarkenhof Remagen" eine sehr ordentliche Restauration "Zur Straußenfarm" mit Café, Restaurant und großer überdachter Sonnenterasse existiert und erfolgreich betrieben wird, davon waren viele der Gäste dann doch ziemlich überrascht. Neben Straußenfleisch-Angeboten auf der Speisekarte gibt es aber auch normale, gutbürgerliche Gerichte.

Ein Erlebnis ist die „Bimmelbahn-Tour“, eine mehr als einstündige Führung mit der Bimmelbahn durchs Straußenparadies. Sie bringt interessante Kurzweil und viele Infos zu den Straußen aller Größenordnungen. Ein Hofladen bereichert das Angebot, hier kann man leere und bemalte Straußeneier, Lampen aus Straußeneiern, Straußenfiguren aus Kunststoff, Keramik oder Plüsch, Postkarten, Lederwaren, Straußenfleisch und anderes erstehen. Auf der Internetseite www.straussenfarm-gemarkenhof.de kann man weitere Informationen für einen Besuch bekommen.

Ene Besuch im Zoo, oh,oh,oh oh...


Seniorenfahrt mit der Bürgervereinigung in den Neuwieder Zoo

Für ihre jährliche Busfahrt mit den Lantershofener Senioren über 70 Jahren hatte sich der Vorstand der Bürgervereinigung Lantershofen um den stellvertretenden Vorsitzenden Werner Braun in diesem Jahr den Neuwieder Zoo ausgesucht. Der 1970 gegründete Zoo ist der größte Zoo in Rheinland-Pfalz, im Vergleich zum Kölner Zoo natürlich klein, bietet aber trotzdem eine einzigartige Erlebniswelt, in der sich Tiere und Besucher gleichermaßen wohlfühlen können. Der Zoo hat in den letzten Jahren viele neue Projekte entwickelt und eingerichtet. Weitere werden folgen und sind in Arbeit.

Die Lantershofener Senioren sind im Neuwieder Zoo angekommen. In zwei Gruppen werden sie durch das Zoogelände geführt. Fotos und Bildunterschriften: Thomas Schaaf.
Eine Mitarbeiterin des Zoos erklärt an den Volieren die Vogelarten und ihre Eigenheiten.

Am Eingang empfingen zwei Mitarbeiterinnen des Zoos die Busgesellschaft und starteten eine gemächliche, aber ausführliche Führung durch den Zoo, der sich mit sehr gepflegten Volieren und Gehegen, aber auch einem insgesamt sauberen Umfeld und Wegen positiv darstellte. Eine Vielzahl von Tieren bekamen die Senioren zu sehen, neben Flamingos, Schlangen, Affen, Schildkröten und Geparden auch den alten Strauß „Franz-Josef“, der sich mit seinen schwarzen Federn leicht von den grauen Hennen unterscheiden ließ.

An der neuen Pinguinanlage erklärt die Führerin Einzelheiten zum Leben der Pinguine.
Mancher Senior will es genau wissen, hier betrachtet Josef Rönn die große gelbe Anakonda.

Das Italienische Restaurant im Zoozentrum servierte nach der Führung Kaffee und Kuchen. Noch mehr als eine Stunde Zeit verblieb bis zur Heimfahrt zur Tierbeobachtung und freien Verfügung in den verschiedenen Zooarealen. Ein seltener Berberlöwe mit wehender Mähne, Erdmännchen, Krokodile, Pinguine, Flamingos und allerlei sonstiges Getier wie die Kaiserschnurrbarttamarine oder die Hominidae, die Menschenaffen, vervollständigte das große Tierschauangebot des Zoos.

Wieder angekommen in Lantershofen organisiert Rolf Schmitz dieses schöne Gruppenfoto mit seinem Fotoapparat. Auf dem Bild ist auch einmal Hobbyfotograf Thomas Schaaf vorne mit weißem Hemd zu sehen. Zumeist steht er hinter der Kamera und ist so unsichtbar. Foto: Mario Fuchs.
Wirklich leckere Schnittchen "mit Liebe gemacht" verdankt die Gesellschaft den KFD-Damen Rita Tempel, Doris Krämer, Edith Weier und Marlene Knieps, welche die Bewirtung im DGH, der ehemaligen Gaststätte im Winzerverein, übernommen hatten. Herzlichen Dank dafür.

Ins Dorfgemeinschaftshaus DGH Lantershofen zurückgekehrt servierten die Damen von der KFD jedem Teilnehmer ein leckeres Schnittchen, unterstützt wurden sie von den Vorstandsmitgliedern Mario Fuchs, Leo Mattuscheck, Thomas Schaaf und Harald Hess. Die einhellig begeisterte Meinung der Senioren zum Halbtagesausflug in den Zoo lautete frei nach dem bekannten Lied von Hans Knipp: „Ene Besuch im Zoo, oh, oh, oh, oh - nä wat woar dat schön - nä wat woar dat schön…“

Einbruch – wie kann man Einbrüchen vorbeugen?


In die zweite Runde ging jüngst die vom Förderverein „Zukunft Lantershofen“ initiierte neue Gesprächs- und Vortragsreihe „Forum Lantershofen“. Nachdem vor einigen Wochen Karl-Friedrich Amendt tiefe Einblicke in die Geschichte der rheinischen Wegekreuze gab, stand diesmal mit „Einbruch – Wie kann man Einbrüchen vorbeugen“ ein überaus aktuelles Thema auf dem Programm, denn die bundesweit feststellbare Tendenz der Zunahme der Fallzahlen beim Wohnungseinbruchsdiebstahl ist auch im Bereich der Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler deutlich spürbar. Erster Referent des Abends war Thomas Schäfer vom Polizeipräsidium Koblenz, der nicht nur Daten und Fakten, sondern auch praktische Präventionsmaßnahmen in Sachen Einbruch präsentierte. Diese Straftaten haben vor allem während der „dunklen Jahreszeit“ Hochkonjunktur. Laut einer im Großraum Köln erhobenen Studie sind zu 65 Prozent Einfamilienhäuser und zu 35 Prozent Mehrfamilienhäuser betroffen – in ländlichen Regionen wie der Grafschaft liegt die Einfamilienhausquote sicherlich noch höher. Ihren „Einstieg“ in fremde Häuser finden die Gauner in 80 bis 85 Prozent aller Fälle über Fenster und Fenstertüren.

Für geübte Einbrecher bieten gekippte Fenster gute Möglichkeiten, allerdings leisten geschlossene normale Fenster dem versierten Ganoven auch keinen großen Widerstand. Fotos und Bildunterschriften: Thomas Schaaf.
Auch normale Türen bieten kaum Schutz vor Einbrechern, ein stabiler Schraubendreher reicht häufig aus, Fenster oder Türen aufzuhebeln. Nachbarschaftliche Aufmerksamkeit kann hier einiges verhindern.

Wirksamster Einbruchschutz sind nachgewiesenermaßen mechanische Schutzmaßnahmen. Weiterhin, so Thomas Schäfer, seien ein gesundes Misstrauen und soziale Kontrolle überaus wichtig. Wachsame Nachbarn, die sich verdächtige Nummernschilder notieren, auffällige Geräusche registrieren oder auf „merkwürdige“ Personen achten sind rote Tücher für Kriminelle. Verdächtige Wahrnehmungen sollte man dabei stets der Polizei mitteilen. Last but not least ist auch Beleuchtung wichtig, denn Einbrecher steigen am liebsten in dunkle Häuser ein. Zur Einbruchsprävention gehören auch entsprechende Urlaubsvorbereitungen wie das Abschalten des Anrufbeantworters, das regelmäßige Leeren des Briefkastens und „Bewegung“ an den Rollläden.

Von der Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler war Wilfried Manheller den Berg hinauf gekommen und berichtete davon, dass es in Lantershofen seit 2014 „nur“ fünf Wohnungseinbrüche gegeben habe. Auch Manheller unterstrich die Wichtigkeit von Licht und „Leben“. „Das Haus sollte den Eindruck vermitteln, dass jemand dort ist. Denn die Polizei ist nicht in der Lage, dieses Phänomen in den Griff zu bekommen – auch nicht mit mehr Personal.“ Daher wies Manheller auf Bürgerinitiativen gegen Einbruch hin, wie sie im Bereich der oberen Grafschaft bereits seit einigen Jahren erfolgreich aktiv sind.

„Bürgerinitiative“ war auch das Stichwort für Elke Wolber, die eine eben solche in Esch gründete. Inzwischen gibt es weitere Initiativen in Gelsdorf, Holzweiler und Vettelhoven. Sie blickte zunächst auf die Entstehung der „BI“ zurück, die sich als „WhatsApp-Gruppe“ formierte. Mittlerweile sind etliche aufmerksame Bürger dort engagiert und achten bei ihren zu allen Tages- und Abend/Nachtzeiten stattfindenden Spaziergängen durch den Ort auf Auffälligkeiten, die sie bei Bedarf an die Polizei weitergeben. Vom negativ geprägten Begriff der „Bürgerwehr“ distanzieren sich die Mitglieder der Initiativen ganz entschieden.

Eine entsprechende Bürgerinitiative soll jetzt auch in Lantershofen unter der Regie von Hubertus Gussone ins Leben gerufen werden. Als Mitarbeiter der Kriminalitätsopferhilfsorganisation „Weißer Ring“ hat Gussone reichlich Erfahrung mit den für die Opfer oftmals nicht unerheblichen Folgen von Wohnungseinbrüchen. Wer mehr über die geplante Initiative wissen und eventuell mitmachen möchte, kann sich an Hubertus Gussone unter Telefon 02641-27836 oder an Ortsvorsteher Leo Mattuscheck, Telefon 02641-25479 wenden.