Neues vom Dorf


Aktuelle Berichte

32 Jahre im Dienst der Pfarrei


Große Resonanz beim Neujahrsempfang der Pfarreiengemeinschaft

„Das waren doch wesentlich mehr Gäste, als sich vorab angemeldet hatten“, freute sich Klaus Dücker über die große Resonanz beim Neujahrsempfang der Pfarreiengemeinschaft, der am Sonntag in Lantershofen stattfand. Beginnend mit einer von sämtlichen Priestern der Gemeinschaft und des Studienhauses Burg Lantershofen zelebrierten Festmesse begann die Begegnung am frühen Abend. Im Saal des Winzervereins trafen sich im Anschluss rund 150 Gäste, um gemeinsam auf das neue Jahr anzustoßen und gute Wünsche auszusprechen. Es war die mittlerweile fünfte Begegnung zum neuen Jahr in der Pfarreiengemeinschaft.

Gäste sind auch die Pastoren Groß, Klaes und Spiritual Dr. Christian Hartl (v.l.). Fotos in diesem Bericht: Daniel Assenmacher.
Klaus Dücker blickt unter der Schirmherrschaft von St. Lambertus und St. Katharina auf die zurückliegenden Jahre zurück.

Klaus Dücker, der den Pfarrgemeinderat der 900 Jahre alten Pfarrei Karweiler nach 32-jähriger Tätigkeit – davon 28 Jahre als Vorsitzender – nun verlassen wird, nutzte die Gelegenheit, noch einmal ausführlich zurückzublicken. Er konnte unter den Gästen das „Triumvirat“ des Studienhauses St. Lambert mit Regens Monsignore Dr. Michael Bollig, Spiritual Dr. Christian Hartl und Subregens Philip Peters begrüßen. Auch die Beigeordnete der Gemeinde Grafschaft, Martina Münch, war der Einladung gefolgt. Dücker ging noch einmal auf die zu Beginn des letzten Jahres erfolgte die Übernahme der bislang in kirchlicher Bauträger- und Betriebsführerschaft geführten Kindertagesstätten in Gelsdorf und Lantershofen durch die Kommune ein: "Meinen persönlichen Schmerz hinsichtlich der Übernahme der Betriebsführerschaft durch die Kommune hatte ich bereits bei der Neujahrsbegegnung des letzten Jahres artikuliert. Ich sehe darin eine Verletzung des Subsidiaritätsprinzips, nachdem der Hilfe zur Selbsthilfe der Vorrang vor einer unmittelbaren Aufgabenübernahme durch den Staat gegeben werden sollte." Als Beispiele des guten Miteinanders mit der Zivilgemeinde nannte er das in Gang gesetzte Projekt „Älterwerden in der Grafschaft“ sowie die durch die Gemeinde zu regelnde Unterbringung und Betreuung der zugewiesenen Flüchtlinge. 

Als „Leuchttürme des gemeinsamen kirchlichen Lebens der Pfarreiengemeinschaft“ nannte Dücker die Wiedereröffnung der Filialkirche St. Petrus in Ketten in Nierendorf, zudem den ersten Entwurf des Immobilienkonzeptes des BGV, der als Folge der im Juli 2014 vorgelegten Vorschläge des Kirchengemeindeverbandes der Grafschaft im September 2015 der Verbandsvertretung, dem Pfarreienrat und den Pfarrgemeinderäten vorgestellt worden ist, sowie die Vorstellung eines von Pastor Burg und Gemeinderefentin Ursula Richter neu erstellten und bereits in Anwendung befindlichen neuen Konzeptes der Erstkommunionvorbereitung, weg vom Katechetenmodell hin zu einer engeren Beteiligung und Mitwirkung der Eltern. 

Nach der Würdigung des bisherigen Vorsitzenden Klaus Dücker durch Pastor Alexander Burg (v.l.): Anita Schneider, Gemeindereferentin Ursula Richter, Joachim Opfer, Helmut Jermer, Thea Dücker, Klaus Dücker, Pastor Alexander Burg und Subsidiar Pfarrer i.R. Kurt Groß. Foto: Daniel Assenmacher.
Gäste aus der Politik sind (v.l.) die Ortsvorsteher Dr. Dr. Franz-Josef Schneider, Leo Mattuscheck, Andreas Ackermann und Josef Braun sowie die Ratsmitglieder Marcel Werner und Lothar Barth. Foto: Anita Schneider.

„Als besonderes Ereignismöchte ich auch die Weihe zum Diakon von Marcel Rieck aus Bengen hervorheben, nach der nach langer Zeit ohne Berufungen, wieder ein junger Mann aus unserer Pfarreiengemeinschaft dieses Jahres in Trier zum Priester geweiht werden wird“, so Klaus Dücker. Er verband seine Neujahrsworte mit Gedanken zu seinem Abschied aus dem Ehrenamt: „Ich werde im nächsten Monat 74 Jahre alt und habe 32 Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit im Pfarrgemeinderat, davon 28 Jahre in der Funktion des Vorsitzenden, zeitweilig mit mehreren Vorsitzenden-Hüten, zum Beispiel im Dekanat und die letzten vier Jahre in unserer Pfarreiengemeinschaft geleistet. Es ist an der Zeit, dass Jüngere die Verantwortung übernehmen.“ 

Für Pfarrei und Pfarreiengemeinschaft nutzte Pastor Alexander Burg die Gelegenheit, Klaus Dücker für dessen lang anhaltende Tätigkeit in den verschiedenen Gremien zu danken. Als kleines Dankeschön erhielt er zudem eine überdimensionale Torte mit dem Logo der Pfarreiengemeinschaft.

Kappensitzung und Kinderkarneval im Saal


Närrisches Wochenende in Lantershofen

Nach der Kappensitzung am Samstag kommt am Sonntag, 24. Januar der jecke Nachwuchs auf seine Kosten. Nach mehrjähriger Abstinenz wird es wieder Kinderkarneval geben. Verantwortlich hierfür ist der Förderverein Katharinchen des örtlichen Kindergartens. Los geht es um 15:11 Uhr, Einlass ist um 14:30 Uhr. Auf dem Programm stehen Tanzdarbietungen, Sketche, Mitmachspiele und eine Kinderdisco. Gut zwei Stunden lang können sich die hoffentlich schön bunt kostümierten Kinder nach Herzenslust austoben, auf die Eltern warten Kaffee und Kuchen, herzhafte Speisen oder kalte Getränke. Karten sind an der Tageskasse erhältlich.

Zur Erinnerung (siehe Bericht weiter unten): Die Kappensitzung am 23. Januar beginnt bereits um 18:11 Uhr, Einlass ist eine Stunde zuvor. Eintrittskarten gibt es ausschließlich an der Abendkasse. Sitzungspräsident Markus Jüris verspricht im Vorfeld wieder ein buntes Sitzungsprogramm mit „jecken Größen“ aus Lantershofen, aber auch aus den umliegenden Orten. Im Anschluss an die Kappensitzung wird es im Winzerverein noch ein wenig Partystimmung geben. Dafür sorgen dann die Musikfreunde und ein Discjockey. Für einen stimmungsvollen närrischen Auftakt ist man also gerüstet.

Verstorben aus unserer Pfarrgemeinde


Verstorben ist aus unserer Pfarrgemeinde

Katharina (Tina) Weber geb. Murzel
* 17.6.1936 +4.1.2016
Neuenahr, Landgrafenstraße 17
früher Karweilerstraße 13

Das Sterbeamt feiern wir am Mittwoch, dem 20. Januar 2016 um 11.00 Uhr in der Kirche St. Lambertus Lantershofen. Die Urnenbeisetzung findet später in der Rheinruhe in Bad Breisig statt. 

Ehre ihrem Andenken!

kfd-Frauen überreichen 1.000 Euro und Lebensmittelspenden an die „Ahrweiler Tafel“


Bei der Spendenübergabe in den Tafelräumen: (von links) Gudrun Schimansky, Doris Krämer, Christiane Böttcher, Christel Schmitz, Marlene Knieps, Ursula Griesbaum, Rita Fuchs und Christel Kirchhoff. Foto: E.T. Müller.

Vor über 780 Jahren gestorben, denken wir heute immer noch an die  Liebestaten der Heiligen Elisabeth. Auch in diesem Jahr feierte Pastor Alexander Burg rund um ihr Fest mehrere Gottesdienste, die im Zeichen des Helfens standen. Die kfd-Frauen der Grafschaft eiferten ihrer Schutzpatronin nach und baten nach den Gottesdiensten in den Pfarreien der Grafschaft um Geld- und Lebensmittelspenden für die „Ahrweiler Tafel“. 1.000 Euro und eine große Menge an Lebensmitteln konnten die kfd‘-Frauen der Grafschaft  der ökumenischen Tafel in Bad Neuenahr-Ahrweiler überreichen. Gudrun Schimansky von der Büro- und Steuerungsgruppe und Caritas-Mitarbeiterin Christiane Böttcher bedankten sich herzlich für die großzügige Unterstützung. Christiane Böttcher: „Ihre Spende ist uns eine große Hilfe. Ohne Spenden könnten wir das Angebot der Tafel nicht aufrechterhalten, denn wir bekommen keine öffentlichen Fördergelder. Da helfen uns die 1.000 Euro sehr.“ Immer mehr Menschen brauchen die „Ahrweiler Tafel“. Und das liegt nicht in erster Linie an der Flüchtlingswelle, betonte Christiane Böttcher: „1.000 Menschen erhalten in diesem Dezember Lebensmittel von der ‚Ahrweiler Tafel‘. 367 Menschen waren es noch im Jahr 2011.“ Zu den 70 Lebensmittelhändlern aber ist kein neuer hinzugekommen, sodass  Tafelkunden nur noch alle drei Wochen an der Ausgabe teilnehmen können.  

Spenden unter dem Stichwort „Ahrweiler Tafel“ können auf folgende  Konten eingezahlt werden: Konto 803 742 bei der Kreissparkasse Ahrweiler, BLZ 577 513 10 und Konto 506 637 500 bei der Volksbank Rhein-Ahr-Eifel eG, BLZ 577 615 91.

Umbau des Lantershofener Winzervereins soll im Sommer beginnen


Umbau-Grundrissplan für die Renovierung und Erweiterung des Winzervereines. Rot gezeichnet sind die neuen Anbauten, gelb die abzureißenden Teile. Plangrundlage: Architekturbüro Dünker.

Ortsbeirat begrüßte die Pläne, diskutierte aber kontrovers um Details

Ausgiebig beschäftigte sich der Lantershofener Ortsbeirat am Mittwoch wieder mit den Sanierungs-und Umbauarbeiten des Winzervereins, der in Kürze endgültig in den Besitz der Gemeinde Grafschaft übergehen und zu einem Dorfgemeinschaftshaus werden soll. Dort bedarf es nicht nur einer gründlichen Sanierung, nach den Plänen des neuen Eigentümers soll auch einiges umgebaut werden. Diese Pläne, die bereits mehrfach geändert werden mussten, waren der Bevölkerung im Rahmen einer Ortsbeiratssitzung bereits im vergangenen Oktober vorgestellt worden. Seinerzeit war die Sitzung noch auf große Resonanz gestoßen, es hatte einige Ideen und Einwände gegeben, sodass zunächst der Bevölkerung und den Vereinen noch einmal die Möglichkeit gegeben wurde, ihre Ideen zu formulieren. „Es ist letztendlich aber lediglich von einer Person etwas an uns herangetragen worden“, so Bauamtsleiter Friedhelm Moog. Auch an der jüngsten Sitzung nahmen nur noch zwei Einwohner teil, darunter mit Roland Schaaf ein Mitglied des Gemeinderates, der aktiv an der Diskussion teilnahm.

Architektin Sarah Dünker ging gegenüber dem Ortsbeirat auf die mit genanntem Schreiben erhaltenen Änderungsvorschläge ein, die der Ortsbeirat dann ebenfalls ausgiebig diskutierte. Einigkeit herrschte hierzu in keinem Punkt, zudem nahmen Hubert Münch (SPD) und Stefan Dünker (CDU) wegen Befangenheit nicht an den Diskussionen teil. Letztendlich begrüßte der Ortsbeirat die geplante Sanierung samt Erweiterung und erkannte die Planungen weitestgehend an. Allerdings wurde über drei Änderungsvorschläge abgestimmt, und das mit sehr knappen Ergebnissen. Den Wegfall einer derzeit vorhandenen Verbindungstüre zwischen dem Saal und dem Gaststättentrakt akzeptierte der Ortsbeirat mit einer Stimme Mehrheit nicht. Dagegen fand der Vorschlag, die Fläche des geplanten Foyers zugunsten der Fläche der Gaststätte zu verkleinern, keine Mehrheit. Gleiches gilt für die vorgebrachte Idee, eine Trennwand zwischen Gaststätte und geplantem Foyer anzubringen.

Die Planungen, für deren Umsetzung der Gemeinde Grafschaft ein Landeszuschuss von 500.000 Euro bewilligt wurde, werden voraussichtlich Anfang März dem Bauausschuss zur Beratung vorgelegt werden. Nach Beantragung der Baugenehmigung und der Ausschreibung der verschiedenen Gewerke rechnet Bauamtsleiter Friedhelm Moog mit einem Baubeginn zu Beginn der Sommerferien, wobei der Saal bis zur Lantershofener Kirmes im September unangetastet bleiben soll. Zur Kirmes 2017 sollen die Arbeiten dann komplett beendet sein. Es müßten allerdings noch Abstimmungen mit Vereinen geben, die die Örtlichkeit für Veranstaltungen nutzten, räumte Moog ein.

Regens Dr. Michael Bollig hinterläßt Spuren in Lantershofen


Berufliche Veränderung war absehbar – Kontakt zum Dorf war ihm wichtig

Lapidar heißt es auf der Internetseite des Seminars St. Lambert: "Im Gottesdienst zur Eröffnung des Wintertrimesters gab Regens Dr. Bollig eine Neuigkeit bekannt. Nach 10 Jahren seiner Tätigkeit als Regens in Lantershofen wird Dr. Bollig zum 1. Mai 2016 die Leitung der Pfarrei Hl. Edith Stein in Trier übernehmen. Zusätzlich zu dieser Aufgabe wird Dr. Bollig Dozent für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Theologischen Fakultät der Universität in Trier."

Regens Dr. Michael Bollig wenige Wochen nach seiner Amtseinführung am 24.9.2006. St. Lambertus, Patron von Lantershofen und dem Burg-Seminar schaut gefällig zu. Foto: Thomas Schaaf.
Zu Kirmes in Lantershofen im zylindergeschwärzten Saal dabei zu sein und die "Burg" zu vertreten, war ihm stets Ehre und Freude. Viele seiner Anekdoten zeugten von großer Dorfkenntnis, Humor und Interesse am Umgang mit Menschen schlechthin. Foto: Thomas Schaaf.

Dass Regens Dr. Michael Bollig bereits in wenigen Wochen das Studienhaus St. Lambert in Lantershofen verlassen wird (der GA berichtete), hat zu einigen Reaktionen in Lantershofen geführt. So ganz überraschend kommt diese berufliche Veränderung für Klaus Dücker, der 28 Jahre lang dem Pfarrgemeinderat vorgestanden hat, allerdings nicht. „Nach zehn Jahren war mit einer solchen Veränderung zu rechnen“, so Dücker, der weiter betonte: „Dr. Bollig ist ein durch und durch guter Seelsorger, der mit seinen Predigten, die sich oftmals mit den aktuellen Problemen der Gesellschaft befassten, bei den Gläubigen in der Pfarrei gut angekommen ist.“ Dücker hob die Einrichtung des „Burgforums“ durch Dr. Bollig besonders hervor. Hier seien immer wieder brandaktuelle Themen mit wesentlichen Aspekten aufgegriffen worden. Das Forum habe auch der Bevölkerung offen gestanden. Unter anderem erinnerte Dücker an den Vortrag von Rupert Neudeck zu vergangenen Flüchtlingssituationen. Auch habe Dr. Bollig in der aktuellen Frage der Flüchtlingspolitik schnell reagiert und Unterkünfte angeboten, übrigens noch bevor Papst Franziskus die kirchlichen Einrichtungen zu derartigem Handeln aufgerufen habe.

Am Tag seiner Amtseinführung zieht Dr. Bollig (links) mit Weihbischof und Ex-Regens Dr. Stephan Ackermann (Mitte) und Bischof Dr. Reinhard Marx zum Gottesdienst in der Lambertuskirche ein. Foto: Thomas Schaaf.
Dr. Bollig fachsimpelt mit Andreas Jauss (links), ehemaligem Student und Künstler am 27. Mai 2015 bei der Vernissage in der Aula des Seminars. Foto: Thomas Schaaf.

Leo Mattuscheck, Ortsvorsteher von Lantershofen und Vorstandsmitglied im Förderverein des Studienhauses St. Lambert bedauert sehr, dass Dr. Bollig das Studienhaus verlässt: „Er hat als Regens das Miteinander zwischen der „Burg“ und dem Dorf mit seiner ruhigen, einfühlsamen Art sehr gefördert. Wir möchten ihm danken für die gute Zusammenarbeit zwischen Studienhaus und Lantershofen. Seine Idee im Rahmen des Dorferneuerungskonzeptes, die Öffnung der Mauer um das Studienhaus wurde aufgrund der "Haushaltskonsolidierung" der Gemeinde Grafschaft nicht ausgeführt, was schade ist“, so Mattuscheck.

Michael Bollig fühlte sich Lantershofen und insbesondere seinen Traditionen sehr verbunden, er war unter anderem regelmäßiger Gast und Redner beim Festkommers am Kirmesmontag, weshalb der Vorsitzende der Kirmes veranstaltenden Junggesellen-Schützen, Robin Grießel, betonte: „Mit Dr. Bollig verliert Lantershofen und insbesondere die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft "St. Lambertus" einen sehr guten Freund. Seine treffenden Worte in Reden und Predigten, auch im Rahmen der Lantershofener Kirmes, werden in guter Erinnerung bleiben, ebenso wie die geselligen Abende für Junggesellen und Brötchesmädchen, zu denen er regelmäßig einlud.“

Regens Dr. Michael Bollig (links) und Gertrud Hermes überbringen Pater Günter Gerhartz SJ für das Studienhaus Glückwünsche und Geschenke zum 80. Geburtstag. Foto: Thomas Schaaf.
Inmitten der Studenten des Seminars St. Lambert im Garten der Burg, wo Dr. Bollig zehn Jahre gewirkt hat. Foto: Thomas Schaaf.

„Für seine neuen Aufgaben in Trier, zu denen er durch den Bischof Dr. Ackermann berufen wurde, wünschen wir Monsignore Dr. Michael Bollig im Namen aller Lantershofener alles erdenklich Gute und viel Glück auf seinem weiteren Lebensweg“, so Ortsvorsteher Mattuscheck.

Mit stressfreien Tönen ins neue Jahr


Für Jazzfreunde ist das Event „Jazz ohne Stress“ zum Jahresauftakt ein Pflichttermin

„Das gehört einfach zum Beginn eines Jahres dazu“, so die Aussage einer Besucherin von „Jazz ohne Stress“ am Samstagabend im Saal des Lantershofener Winzervereins. Dort fand die Veranstaltung, die vom örtlichen Saxophonisten Jonas Röser, der mittlerweile in Essen lebt und arbeitet, vor elf Jahren ins Leben gerufen wurde, zum 12. Mal statt. Erstmals stand mit Kulturlant e.V. ein Verein hinter dem Jazzevent, dass von zuletzt zwei auf ein Konzert reduziert wurde. Die Folge: für Kulturlant blieb es keineswegs stressfrei, der Andrang auf die Karten war so groß, dass die frühere Club-Atmosphäre einer Reihenbestuhlung weichen mußte. Rund 200 Besucher waren es schließlich, die die besondere Atmosphäre des Abends genießen wollten.

Zum 12. Mal gastiert Jonas Röser mit seinen Musikern im Saal des Winzervereins. Fotos in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Begeisterte Gäste im vollen Winzervereinssaal spenden Beifall in einer besonderen musikalischen Atmosphäre.

Wie in den vergangenen Jahren üblich, war zunächst das Trio „Tricycle“ zu hören. Dahinter steckten die Berufsmusiker Jonas Röser (Altsaxophon), Caspar van Meel (Kontrabass und E-Bass) und Dominic Brosowski (Schlagzeug). Eine ungewöhnliche Instrumentalisierung, zumal hierbei ganz auf ein harmoniebegleitendes Instrument wie das Klavier verzichtet wird. „Mit Free-Jazz hat das, was wir spielen, übrigens nichts zu tun“, machte Jonas Röser deutlich. Vielmehr orientiere sich das Trio am Komponisten Thelonious Sphere Monk (1917-1982), der die Musikrichtung der drei entscheidend prägte. Die präsentierten Titel seien allesamt äußerst konzipiert und durcharrangiert, betonte Röser. Grundlage der Bearbeitungen, die überwiegend von Tricycle selbst vorgenommen wurden, sind Stücke für Orchester, die auf die Instrumente des Trios runtergebrochen werden. Bei „At night“, „Dionysus Dance“ oder „What if?“ waren die Soli klar definiert, ein führendes Instrument jedoch nicht zu erkennen.

Marta Król und Jonas Röser präsentieren sich vielfältig. Erstmals stand Kulturlant hinter dem Jazzevent.
2012, 2013 und 2015 fand aus genehmigungsrechtlichen Fragen der Event im Saal statt, nachdem in den Jahren davor jeweils zwei Konzerttermine im Gewölbekeller gegeben wurden. 2014 war man nach Dernau ausgewichen.

Gäste aus Polen begrüßten Tricycle im zweiten Konzertteil. Eigens für dieses Konzert aus dem Nachbarland angereist war Marta Król. Sie gehört zu den führenden jungen Jazzsängerinnen einer üppig bestückten polnischen Jazzszene. Ihr erstes Album erhielt zahlreiche hohe Auszeichnungen. In Lantershofen präsentierte Król überwiegend Stücke aus ihrem aktuellen zweiten Album „Thank God I’m a Woman“, zumeist in englischer Sprache. An ihrer Seite musikzierte Pianist Łukasz Flakus, der Marta Król schon seit vielen Jahren begleitet und unterstützt. Für deren neues Album hatte Flakus nun auch erstmals einen Titel komponiert, der in polnischer Sprache zu hören war: „Uśmiech“, was so viel bedeutet wie „Lächeln.“ Sie habe sich sogleich in das Stück verliebt, gab die sympathische Sängerin zu. Aber auch sonst präsentierte sich Marta Król als vielfältig. In ihrem Repertoire wechselten sich sanfte Liebeslieder, die nicht unbedingt mit einem Happy End enden mußten, mit markanten Songs ab. Der „Song of Longing“ handelte von Hoffnung und Liebe und einem „lucky day“, der CD-Titelsong „Thank God I’m a Woman“ behandelte die Vorzüge der Frau. Den Rock-Song „Light My Fire“, den „The Doors“ 1967 veröffentlichten, präsentierte sie in einer von Robby Krieger geschriebenen Jazz-Version. „From this Moment on“ aus der Feder von Cole Porter war schon von Berühmtheiten wie Frank Sinatra oder Shania Twain gecovert worden. Als eine der beiden Zugaben war „Summer Soft“ von Stevie Wonder zu hören. Mit dem Gospel „Don’t Let Go“ verabschiedeten sich die fünf Musiker nach rund zweieinhalb Stunden unter lang anhaltendem Applaus von der Bühne in Lantershofen.

Musikalisch wird Kulturlant nach Karneval wieder aktiv. Während es am 20. Februar ein Rookie-Festival für vier junge Bands geben wird, kommt Deutschlands Top-Bassist Helmut Hattler mit seinem Bandprojekt „Hattler“ am 25. Februar nach Lantershofen.

ASC Ahrweiler ehrte seine Meister


Der ASC Ahrweiler ehrte seine sportlich erfolgreichen Mitglieder. Foto: Thomas Weber.

Jahreshauptversammlung der Motorsportler - Mario Fuchs blickte zurück

Zu seiner Jahreshauptversammlung mit gleichzeitiger Ehrung der Vereinsmeister hatte der Auto-Sport-Club (ASC) Ahrweiler eingeladen. Vorsitzender Mario Fuchs nutzte die Gelegenheit zu einem Rückblick auf das vergangene Jahr, in dem der ASC auf dem Parkplatz des Bad Neuenahrer Apollinarisstadions einen Jugend Kart Slalom und auf dem Flugplatz Bengener Heide Auto-Slalomwettbewerbe des Youngster Cups und des ADAC-Clubsport sowie einen DMSB Slalom austrug.

Der ASC Ahrweiler belegte im Jahr 2015 bei der Ortsclubwertung des ADAC Mittelrhein wie schon im Vorjahr unter 39 Ortsclubs einen hervorragenden zweiten Platz. „Dies ist für so einen relativ überschaubaren Verein nur durch zuverlässige Motorsportler zu erreichen, die keine Veranstaltung auslassen und immer durchweg sehr gute Ergebnisse einfahren“, so Mario Fuchs, dessen Dank aber auch den ehrenamtlichen Helfern wie inaktiven Mitgliedern, Freunden und Familienmitgliedern galt. So konnten in der Saison 2015 für den ASC bei den Autos beachtliche Ergebnisse eingefahren werden.

Bei der anschließenden Siegerehrung zur Clubmeisterschaft des ASC bekamen alle aktiven Motorsportler vom Ehrenvorsitzenden Peter Scherer und dem 2. Vorsitzenden Michael Stahl feierlich die Pokale überreicht. Vereinsmeister sind Mario Fuchs (DMSB Slalom), Kai Heinrichs (Clubsport Slalom), Stefan Schmickler (Rundstrecke) und im Kart-Slalom Henrik Witte. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung verkündete Kassiererin Helmi Fuchs eine ausgeglichene Kassenlage. Bei den Vorstandswahlen kam es zu keinen Veränderungen, so dass die Regularien binnen kürzester Zeit erledigt waren.