Neues vom Dorf


Aktuelle Berichte

Die Musikfreunde gratulieren Heinrich Wolber zum 90. Geburtstag


Tenorhornist aus der Karweiler Straße ist ältestes Vereinsmitglied

Heinrich Wolber, ein Gründungsmitglied der Musikfreunde Lantershofen feierte am Sonntag, dem 26. November seinen 90. Geburtstag im Kreise seiner Familie. Als musikalisch sehr begabter Mensch war er in seiner Jugend Mitglied des damals noch existierenden „Zupforchesters“ und spielte Mandoline. Darüber hinaus betätigte er sich als Geiger und Akkordeonspieler. Seinem Musikverein den er als Gründungsmitglied mit ins Leben rief, war er als Tenorhornist eine Stütze und diente dem Verein auch 25 Jahre als Kassierer im Vorstand.

Nicht alltäglich im Seniorenheim Maria und Josef ist ein Geburtstagsständchen einer Blaskapelle.
Alle Musikfreunde gratulieren nach ihrem Ständchen dem 90-jährigen Geburtstagskind Heinrich Wolber (links). Fotos in diesem Bericht: Manfred Sebastian.

Aus gesundheitlichen Gründen beendete er seine aktive Zeit im Verein, ist aber immer noch als inaktives Mitglied dabei. Nach seiner Erkrankung in diesem Jahr musste er leider seinen Wohnsitz in ein Altersheim verlegen. Im Altenheim St. Josef in Ahrweiler hat er nun eine neue Bleibe gefunden. Dort freute er sich sehr über den überraschenden Besuch seiner Musikkameraden, die zu einem Geburtstagsständchen aufspielten.

Von New York nach Lantershofen


Zwei Konzerte singen die NY-Gospel-Singers in Lantershofen, am 19.12, hierfür gibt es noch einige Karten, und am 20.12, dieses Konzert ist ausverkauft. Foto: Veranstalter.

Gospel Stars aus der Weltstadt treten im Dorf auf – 70 Konzerte in diesem Winter in Deutschland

Was für ein Gegensatz: aus der Metropole New York stammen die nach ihrer Stadt benannten Gospel-Stars, alle haben sie die ganze Welt bereist, alle haben sie mit Weltstars gearbeitet. Und nun treten sie im 1400-Seelen-Dorf Lantershofen auf, wo sie kurz vor den Weihnachtstagen die dortige Kirche gleich zwei Mal füllen werden. Der rührige Grafschafter Verein Kulturlant hatte das Ensemble verpflichten können. Das war nicht einfach. Niemand der Gospel Stars dürfte jemals den Namen Lantershofen gehört haben. Natürlich kommen die Gospel Stars nicht nur für die Lantershofener Konzerte am 19. und 20. Dezember über den Atlantik geflogen. Sie werden im Winter rund 70 Auftritte in ganz Deutschland absolvieren, in Hallen, Kirchen und Konzertsälen. Eine renommierte Bochumer Konzertagentur, die Stars wie Elvis Costello, Eros Ramazotti oder DJ Bobo auf Tournee schickt,  kümmert sich um die Gospel-Tour, und das bereits im neunten Jahr in Folge. Auftakt der Tour ist am 16. Dezember im niederländischen Hoogeveen, drei Tage später reisen sie dann in Lantershofen an.

Wer sind diese New York Gospel Stars? An der Spitze steht Craig Wiggins, einer der leidenschaftlichsten Sänger, Direktoren und Lehrer in den gesamten USA. Mit seiner atemraubend ausdrucksstarken Stimme und seiner authentischen Art begeistert er. Wiggins ist Chor-Direktor für den „Love Fellowship Choir“, der den Grammy Award in den letzten 12 Jahren gewonnen hat. Er hat mit Stevie Wonder, Baby Face, Luther Vandross, Aretha Franklin, Justin Timberlake und Sean Puffy Combs gesungen und verwandelt jedes Konzert in einen wunderbaren Abend.

Tyrone Flowers hat bereits im Alter von sechs Jahren angefangen, im Kirchenchor zu singen. Sein Talent teilt er stetig mit seinem Publikum, die Bühne teilte er bereits mit Pattie Labelle, Whitney Houston, Mary J Blidge, Prince, Diana Ross und vielen anderen. Er wurde bereits als „Pavarotti of Gospel“ betitelt. Ahmed Wallace konnte früh den heute modernen kirchlichen Gesang für sich entdecken und dies mit seinem stark vertieften Glauben verbinden. Seine Fans begeistert er mit großartigen Konzerten und seiner außergewöhnlichen Tenor-Stimme. Ein sensationeller Sänger, der mit Lauryn Hill, Justin Timberlake, Whitney Houston, Prince oder der berühmten amerikanischen Soul-Sängerin und Pianistin Aretha Franklin arbeitete. Matia Celeste Washington stammt aus Brooklyn. Im zarten Alter von zwei Jahren wurde ihr Gott gegebenes Talent offensichtlich. Ihre außergewöhnliche, über acht Oktaven reichende Stimme ermöglichte ihr, mit einer Vielzahl von bekannten Künstlern aus der ganzen Welt zusammen zu arbeiten. Allison Hill Mitchell pflegt ihre Liebe zur Musik seit dem 3. Lebensjahr. Für sie ist Musik Familie und Glaube. Sie wurde zu einer der gefragtesten Gospelsängerinnen, stellte ihr Können als Solistin im Chor, aber auch als Dirigentin mehrfach unter Beweis. Latoya Duggan singt schon seit dem Kindesalter. Schon damals war ihre Stimme engelsgleicher Herkunft und bis heute hinterlässt sie ausschließlich beeindruckte Gesichter.  Die klaren Töne, eine jede durch ihre Stimme perfektionierte Strophe eines Liedes erscheint leidenschaftlicher und liebevoller. Eugene Reid ist ein absolutes Ausnahmetalent. Ohne jemals Unterricht gehabt zu haben, floss das musikalische Taktgefühl für ein nahezu perfektes Schlagzeugspielen durch seine Adern. Sein Sinn für die Musik in Kombination mit dem selten vorkommenden absoluten Gehör macht Eugene Reid zu einem einzigartigen Musiker. Letztendlich legte er die Drum Sticks zur Seite und widmete sich vollkommen dem Piano. Keesha Gumbs ist eine leidenschaftliche, lebensfrohe New Yorkerin. Die professionelle Musikerin leitet ein selbst gegründetes, weibliches Acapella Quintett. Nach erfolgreicher Zusammenarbeit mit internationalen, hochgeschätzten Künstlern wie Mariah Carey, Donnie McClurkin, Karen Sheard und Kierra Sheard, ist sie natürlich keine Unbekannte mehr, die Bühne ist ihr zu Hause. Sie sang bereits bei den Harlem Gospel Singers. Jermaine Allen ist Drummer, leidenschaftlich spielt er bereits seit seinem 4. Lebensjahr Schlagzeug. Rhythmus und Taktgefühl sind ihm in die Wiege gelegt worden. Er hatte nicht nur die Ehre für einen der New Yorker Hauptchöre „The True Gospel Ensemble“ zu spielen, er begleitete ebenfalls den legendären „New York State Haitian Choir“ elf Jahre lang und gilt heute als einer der begehrtesten Schlagzeugspieler der USA.

Der Glaube, die Nächstenliebe und die Musik verbinden sich nun am 19. und 20. Dezember gemeinsam zu einem der schönsten Ereignisse der Weihnachtszeit: dem Gospelgesang. Klassische Gospellieder, ruhige Balladen und Welthits ergeben dabei eine Mischung, die zu einer ästhetischen Einheit verschmelzen wird, so dass jeder Abend zu einem unvergesslichen Konzertbesuch wird.

Das Konzert am 20. Dezember ist lange ausverkauft. Tickets gibt es noch für das Konzert am Montag, 19. Dezember, 20 Uhr. Diese sind zum Vorverkaufspreis von 25 Euro zzgl. Gebühren erhältlich in der Plattenkiste (Bad Neuenahr), bei Ahrtal-Tourismus (Ahrweiler und Bad Neuenahr), Rewe-Markt Ringen, Getränke Visang (Karweiler), der Eifeldestillerie (Lantershofen) sowie online unter www.kulturlant.de und telefonisch unter 02641/202118 und 0175/5700262.

Jubiläumsweihnachtskonzert der Musikfreunde Lantershofen


Anlässlich der Veranstaltungsreihe des 40jährigen Bestehens der Musikfreunde Lantershofen laden die Musiker zum Jubiläumsweihnachtskonzert am Sonntag, dem 18. Dezember um 17:00 Uhr in die Lantershofener Kirche ein. Unter dem Motto „Stern über Bethlehem“ haben sich zu diesem besonderen weihnachtlichen Konzert, auch ganz besondere Gäste angekündigt. Die beiden Chöre „MFC Lantershofen“ und der Chor M „Sing und Swing“ werden dieses Jubiläumsweihnachtskonzert bereichern. Als weitere „Special Guest“ wird die Gruppe „Cantamus“ mit von der Partie sein. Die neue Simons-Orgel ist  ebenfalls mit einem Solostück des Organisten Heinrich Fuchs eingebunden.  Im Programm befindet sich das Mottostück „Stern über Bethlehem“ welches von allen Musikern und Chorsängern gemeinsam vorgetragen wird.  Lassen Sie sich überraschen und stimmen Sie sich an diesem Abend auf Weihnachten ein. Alle Musiker und ihre Gäste freuen sich auf ihren zahlreichen Besuch. Gleichzeitig möchte der Verein auf sein Projekt 2017 „ Bläserklasse für Erwachsene“ hinweisen. Bisher haben sich schon 20 Interessenten gemeldet um gemeinsam im Bläserklassenverband das Musizieren auf einem Blasinstrument in netter Gemeinschaft zu erlernen. Vorkenntnisse sind keine erforderlich.

Chöre des MGV Cäcilia gratulieren Wilfried Huff (80)


Zu seinem 80. Geburtstag  gratulierten die Sänger des MGV Cäcilia, allen voran Vorsitzender Klaus Dücker ihrem Sangesbruder Wilfried Huff am 26. November und überbrachten ihre Glück- und Segenswünsche. Wie soll es bei einem eingefleischten Weinkenner und Weinfreund anders sein, mit einem Guten Tropfen von der Ahr. Neben zahlreichen Gästen waren auch zwei Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde erschienen.

Die langjährigen Sangesbrüder Heinz Klaes, Vorsitzender Klaus Dücker, Alfons Schmickler und Otto Krämer bei der Gratulationscour für Wilfried Huff (Mitte). Foto: Michael Schneider.
Vorsitzender Klaus Dücker und Erster Beigeordneter Michael Schneider gratulieren dem Geburtstagskind Wilfried Huff (von links). Foto: Heinz Klaes.

Für die Gemeinde Grafschaft gratulierte der 1. Beigeordnete Michael Schneider unter Assistenz von Ortsvorsteher Leo Mattuscheck, der vorerst noch beim Aufstellen des Weihnachtsbaumes an der Lambertuskirche beschäftigt war. Wilfried Huff, ein treues und langjähriges Mitglied des Chores, bedankte sich am darauffolgenden Dienstag gemeinsam mit seiner Ehefrau Hanni, die ebenfalls Geburtstag feierte, mit einem Umtrunk in gemütlicher Runde des Chores.

„Vanessa Backes“ ausverkauft


Das Gastspiel der Schauspielerin Alice Hoffmann in der Person der „Vanessa Backes“ am Samstag, 10. Dezember, bei Kulturlant im Winzerverein Lantershofen ist ausverkauft. Das meldet der Veranstalter. Es wird demnach keine Abendkasse mehr geben. Tickets für die nächste Kulturlant-Veranstaltung, ein Weihnachtskonzert mit den New York Gospel Stars am Montag, 19. Dezember, in der Lantershofener Kirche, sind noch erhältlich. Gleiches gilt für die Veranstaltungen im neuen Jahr. Infos sind unter www.kulturlant.de erhältlich.

Orgel wird Sonntag in Betrieb genommen


Im Rahmen des Hochamts in der Lantershofener Lambertuskirche wird am kommenden Sonntag, 11. Dezember, ab 10.45 Uhr die neue Orgel in der Kirche in Betrieb genommen und geweiht. Während der Messe werden die beiden Grafschafter Organisten Heinrich Fuchs und Markus Prange abwechselnd mit besonderen Stücken aufwarten. Dazu werden auch die Lantershofener Chöre zu hören sein.

Rechtzeitig zur Weihnachtszeit wird die neue Orgel beim Hochamt am 3. Adventsonntag in Betrieb genommen. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Organist Markus Prange, Orgelbetreuer Horst-Peter Kujath und Burg-Hausmeister Peter Großgarten (von links) freuen sich über die neue Orgel und inspizieren letzte Teppichboden-Arbeiten am Gestängekasten des Spieltisches.

Vor dem Schlusssegen wird Horst-Peter Kujath das Projekt "Neue Orgel in St. Lambertus" nochmals Revue passieren lassen. Drei Jahre sind seit der Feststellung, dass die alte Orgel „am Ende“ ist, vergangen. Im September war von der Pfarrei in Selm bei Münster eine gebrauchte Orgel erstanden, restauriert und ergänzt und danach in Lantershofen aufgebaut worden.

Das Saarland als Eichmaß für Katastrophen


Alice Hoffmann präsentierte sich als biedere „Vanessa Backes“ bei Kulturlant

Wenn ältere Frauen sich auf der Straße begegnen und anfangen zu erzählen, über dies und jenes und vielleicht auch über die große Welt, hört man gerne zu. Genauso war es, als sich am Samstag eine eben dieser Frauen auf der Kulturlant-Bühne in Lantershofen präsentierte. Ihr Name: Vanessa Backes. Hinter dem Pseudonym steckte niemand anderes, als Schauspielerin Alice Hoffmann, die einst als „s’Hilde“ an der Seite von Gerd Dudenhöfers Figur des Heinz Becker bundesweit bekannt wurde. Mit der Person der Frau Backes spielt sie die spät geschiedene Frau, deren Mann sich eine jüngere gesucht hat, und erklärt dem Publikum das Leben und das Saarland und explizit das Leben aus der Sicht der Saarländerin.

Voller Saal im DGH-Winzerverein bei Vanessa Backes. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Hinter dem Pseudonym Vanessa Backes steht die Schauspielerin Alice Hoffmann.

„Sinnerer Saarländer do?“ so die erste Frage der scheu wirkenden Backes, die sich über die fünf nach oben gehenden Hände unter den 230 Gästen im ausverkauften Lantershofener Winzerverein freute. Dem Rest musste sie erst einmal ihren Dialekt erklären, zunächst aber traute sie sich, Mantel und Tuch abzulegen. Ein Stuhl als einzige Requisite auf der Bühne musste herhalten, als Frau Backes unterm Mantel die Kittelschürze präsentierte. Natürlich die „Schärz für gut“, also die Sonntagsschürze. „Mit kollossal schlankenden Längsstreifen“, wie sie betonte. Zurück zum Sprachunterricht: wichtigstes Wort des Saarländers ist „ebbes“ und Zentrum des saarländischen Kulturverständnisses ist „Hauptsach gut gess“, also gut gegessen. Am liebsten Dibbelappes, der dem rheinischen Döppekooche nahe kommt. Feindbild Nummer eins des Saarländers ist der „Pälzer“, der ihm schon deshalb suspekt ist, weil ein Pälzer sechs Saarländern keinen Saarland-Witz erzählen will, da er den dann auch noch sechs Mal erklären müsste.

Vanessa Backes nach der Veranstaltung im Gespräch mit Gästen und Organisatoren.
Auch für Hilfe im Notfall durch das rote Kreuz sorgt Kulturlant bei Veranstaltungen. Kulturlant-Sprecher Hermann-Josef Efferz (rechts) bedankt sich bei den Mitarbeitern des Roten Kreuzes.

Am Ende ließ sie dann auch noch die Hüllen fallen, also Mantel, Mütze, Schürze und Perücke und aus der biederen Vanessa Backes wurde die quicklebendige Alice Hoffmann. Das Publikum dankte ihr mit lang anhaltendem Beifall.

Kulturlant setzt sein Programm nun mit Konzerten der New York Gospel Stars am 19. und 20. Dezember in der Lantershofener Kirche fort. Nächster Gast der Comedy- und Kabarettreihe ist am 21. Januar im Ringener Bürgerhaus Henning Schmidtke mit dem Vorwurf: „Zu blöd für Burnout.“

Projekt „Neue Orgel Lantershofen“ nach drei Jahren abgeschlossen


Regens Dr. Malburg nahm die Weihe am Sonntag vor – Kosten von rund 136.000 Euro

„Die Orgel droht zu verstummen“ hieß es vor drei Jahren in der Lantershofener St. Lambertuskirche. Die Alarmglocken schrillten und lösten eine Welle von Anstrengungen, auch vieler Ehrenamtler, aus. Vergangenen Sonntag fand nun die Weihe der neuen Orgel statt. Es war der Abschluss eines Mammutprojektes der Kirchengemeinde Karweiler-Lantershofen.

Regens Dr. Volker Malburg (links) und Subregens Phillip Peters (rechts) begrüßen die Gläubigen zur Orgelweihe. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Regens Dr. Volker Malburg segnet die neue Orgel und die Gläubigen.

Rund 180 Besucher des Hochamts mussten zu Beginn noch ohne begleitendes Instrument „Wir sagen Euch an, die lieben Advent“, singen, dann aber erteilte Regens Dr. Volker Malburg der neuen Orgel Gottes Segen. Das neue Zeitalter der Kirchenmusik in Lantershofen konnte beginnen. „Wir haben es geschafft“, freute sich auch Horst-Peter Kujath. Er hatte das Projektteam als Koordinator in der Vergangenheit begleitet und die Gruppe mit Pfarrer Alexander Burg und Subregens Philipp Peters für die kirchlichen Belange, den Organisten Heinrich Fuchs und Markus Prange für die musikalischen Elemente und Walter Moitz vom Verwaltungsrat für die Finanzen und Orgelpfeifenpatenschaften geführt. Nun hat Lantershofen eine neue Orgel, auch wenn diese bereits 1982 gebaut wurde und das aus Jahr 1971 stammende alte Instrument ersetzt. Die „heiße Phase“ des Orgelkaufs begann im Frühjahr 2015. Damals hatte Domorganist Josef Still aus Trier empfohlen, den Gebrauchtorgelmarkt zu sondieren und das vorhandene Instrument zu ersetzen. Zuvor hatten Orgelbaufirmen eine Restauration abgelehnt, oder Preise bis zu 120.000 Euro veranschlagt, nur um die Spielfähigkeit der Orgel mit ihren 14 Registern zu erhalten. Nach zwei vergeblichen Kaufversuchen fanden die Lantershofener im Mai 2016 eine passende Orgel in Selm, wo die St. Josefkirche vor der Entweihung und dem Abriss stand. Die dortige Pfeifenorgel wurde als bestens geeignet, bei den Gemeindemessen den Gesang zu führen, Chor und Schola zu begleiten, bei der Gesangsausbildung der Studenten mitzuwirken, Gottesdienste und Andachten des Studienhauses musikalisch mitzugestalten und bei den immer wieder in Lantershofen stattfindenden Pontifikalämtern mit Bischöfen und Kardinälen eine adäquate musikalische Begleitung zu sichern, eingestuft.

Organist und Dirigent Heinrich Fuchs (links) und Organist Markus Prange am Spieltisch intonieren mit dem Chor und der Gemeinde das Lied "Wir sagen euch an den lieben Advent".
Mit seinen Messdienern lauscht Dr. Volker Malburg den neuen Klängen im Kirchenraum.

Aber wie bezahlen? Erst einmal mußten 70 Prozent der veranschlagten Gesamtkosten von 136.000 Euro auf dem Konto liegen. Hier kam die August-Dörner-Stiftung als Träger des Studienhauses St. Lambert zum Zuge, die alleine 50.000 Euro zur Verfügung stellte, da die Kirche auch rege vom Studienhaus genutzt wird. Mittlerweile hat die Kirchengemeinde 103.000 Euro beisammen, sucht aber noch weitere Pfeifen- und Registerpaten. Eine neue Orgel hätte übrigens rund 400.000 Euro gekostet.

Organist Markus Prange an der neuen Orgel fühlt sich in seinem Element.
Rechtzeitig zur Weihnachtszeit ist die Orgel fertig. Beim Abschluss des Gottesdienstes erschallt gemeinsam mit Orgel und Gläubigen das mächtige "Großer Gott, wir loben Dich".

Die neue Orgel, die gegenüber ihrem alten Standort auf 21 Register erweitert wurde, war Ende September abgebaut, zerlegt und in Remagen gereinigt, erweitert und renoviert worden. Seit Anfang Oktober erfolgte der Aufbau in Lantershofen. Die frühere Orgel wurde derweil nach Slowenien verkauft und wird dort bald in einer Kirche erklingen. In der Lantershofener Kirche steht nun eine perfekt auf den Raum zugeschnittene Orgel, Sie dürfte die meistgespielte Kirchenorgel in einer größeren Umgebung sein, wird sie doch von Pfarrgemeinde und Studienhaus genutzt. Dass das Instrument fast 35 Jahre alt ist, sieht man ihm nicht an, zumal die zahlreichen Prospektpfeifen umfassend poliert wurden. Die neue Orgel ist als Instrument - ganz im Sinne des zweiten vatikanischen Konzils - ein wichtiges Element der kirchlichen Gemeinschaft und der Eucharistie-Feier. Im Gegensatz zum vorherigen Instrument ist nun der Organist wieder Teil der Gemeinde. Er sitzt direkt vor der Orgel und kann diese sowie den Gemeindegesang unmittelbar hören. Das erste Konzert auf der Orgel findet am Sonntag, 22. Januar, statt. Der Trierer Domorganist Josef Still wird ab 17:30 Uhr die Orgel spielen. „Wir freuen uns natürlich sehr, solch eine Kapazität bei uns zu haben“, so Horst-Peter Kujath.