Neues vom Dorf


Aktuelle Berichte

Ortsteilreform tritt in Kraft


Bürgerinitiative soll gegründet werden

Mehr als 40 Jahre liegt die letzte große Kommunalreform in Rheinland-Pfalz zurück. Nachdem die erste Stufe der Kommunal- und Verwaltungsreform (Optimierung der Strukturen der Landkreise und kreisfreien Städte) weitgehend abgeschlossen ist, soll die zweite Stufe bis 2019 – wie im Koalitionsvertrag von SPD und Bündnis 90 / Die Grünen festgehalten – umgesetzt werden. Die Kommunal- und Verwaltungsreform gehört zu den politischen Schwerpunkten der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Gründe für die neuerliche Reform sind insbesondere die mit dem demographischen Wandel verbundenen Herausforderungen, die teilweise erhebliche Veränderung der Bedeutung und des Umfangs öffentlicher Aufgaben und die für eine Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben relevanten technologischen Entwicklungen.

Von der zweiten Umsetzungsstufe der Kommunalreform sind nun auch die Ortsteile der verbandsfreien Gemeinde Grafschaft betroffen. Das Landesgesetz über die Grundsätze der Kommunal- und Verwaltungsreform geht davon aus, dass in der Regel verbandsfreie Gemeinden mit mindestens 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern und Verbandsgemeinden mit mindestens 12.000 Einwohnerinnen und Einwohnern eine ausreichende Leistungsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Verwaltungskraft haben, die sie in die Lage versetzen, auch künftig die eigenen und die übertragenen (staatlichen) Aufgaben fachlich fundiert und wirtschaftlich wahrzunehmen. Diese Vorgabe erfüllt die Grafschaft zwar auf Gemeindeebene. Die im Gesetz vorgesehene Mindestgröße der einzelnen Ortsteile von mindestens 1.500 Einwohnerinnen und Einwohnern erreichen auf der Grafschaft jedoch nur Gelsdorf und sowie Ringen mit den angeschlossenen unselbstständigen Orten Beller und Bölingen.

Mit der Ausweisung des Neubaugebietes „In der Fuchsbach“ hatte der Gemeinderat noch den Verlust der Eigenständigkeit des Ortsteils Lantershofen zu verhindern versucht. Während die vermarktende Entwicklungsgesellschaft DSK zwischenzeitlich „Ausverkauf“ der Baugrundstücke im Neubaugebiet verkünden konnte und Ortsvorsteher Leo Mattuscheck bereits zahlreiche Neubürgerinnen und Neubürger in Lantershofen begrüßte, so sorgten die von der Gemeinde verkündeten aktuellen Einwohnerzahlen bei den Gemeindepolitikerin jedoch schnell für Ernüchterung: Mit derzeit 1.473 mit Hauptwohnsitz in Lantershofen gemeldeten Bürgerinnen und Bürgern wurde die Zielmarke von 1.500 Einwohnern knapp verfehlt. Folge: Das Landesgesetz sieht eine verpflichtende Zusammenlegung benachbarter Ortsteile im Rahmen einer sogenannten „Ortsfusion“ vor.

„Mit der kurzfristig geplanten Erweiterung des Baugebiets „Fuchsbach II“ im regionalen Raumordnungsplan hätten wir bei der Landesregierung den Nachweis führen können, innerhalb der nächsten fünf Jahre die geforderte Mindestortsgröße zu überschreiten“, weiß Ortsvorsteher Mattuscheck zu berichten. Doch diese Erweiterung wird voraussichtlich nicht kommen. Mit den Stimmen von SPD, Grünen und den Freien Wählern wurde eine Erweiterung auf der letzten Ratssitzung im März abgelehnt. „Unverständlich“ findet Mattuscheck, der auch mit der Vorgehensweise der Gemeindeverwaltung hadert. Überraschend hatten Mitarbeiter des Bauhofs bereits die Ortseingangsschilder in Lantershofen abmontiert und durch solche mit dem Schriftzug „Karweiler“ ersetzt. Nach Auskunft der Mitarbeiter geschah der Austausch auf Anweisung der Landesregierung, die die Ortsteilreform für die Grafschafter Orte – so auch Karweiler/Lantershofen – per Rechtsverordnung mit Wirkung zum 31.03.2015 in Kraft gesetzt hat.

Damit möchte sich die Bürgervereinigung Lantershofen nicht abfinden. „Gepflegte Traditionen, gelebte Brauchtumspflege und eine aktive Dorfgemeinschaft – dafür steht Lantershofen mit seinem Namen“, stellt der Bürger-Vorsitzende Erich Althammer sichtlich erregt fest und moniert: „Kurz vor der Feier unseres 1000-jährigen Bestehens seit der ersten Erwähnung 1019 lässt sich Lantershofen nicht einfach wegfusionieren“. Althammer ruft nun zur Gründung einer Bürgerinitiative gegen die Übernahme durch Karweiler auf. Die Gründungsveranstaltung findet am 1. April um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Winzerverein statt.

Schon 2500 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet


Kreis fördert Bau des Sportheims - Holger Bucher bleibt VfB-Vorsitzender

Der VfB Lantershofen baut derzeit ein neues Sportheim. Natürlich waren der Bau und alles damit verbundene Schwerpunkt bei der Jahreshauptversammlung, die am Gründonnerstagabend im Lantershofener Winzerverein stattfand. Aber es fanden auch Vorstandswahlen statt.

Vorsitzender Holger Bucher leitet die Mitgliederversammlung in DGH Winzerverein. Fotos in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Landrat Dr. Jürgen Pföhler überreicht "Bares" in Höhe von 5.000 € aus der Kreiskasse bzw. dem Förderprogramm Ländlicher Raum an Holger Bucher.

Die Versammlung stieß bei den Mitgliedern des Lantershofener Sportvereins auf reges Interesse, alleine 44 der knapp 200 VfB’ler waren gekommen, um sich über den aktuellen Stand der Vereinsarbeit zu informieren. Der Vorsitzende Holger Bucher berichtete in seinen Begrüßungsworten von mittlerweile geleisteten 2500 ehrenamtlichen Arbeitsstunden. Dank dafür zollte auch Wilfried Ley im Bericht des Vorstands der großen Schar der Freiwilligen. Dank galt aber auch Politik und Verwaltung, ohne deren Zutun der Bau gar nicht möglich gewesen wäre. Denn der Gemeinderat war sich einig gewesen, das dezentral angelegte Sportstättenkonzept durch den Bau in Lantershofen zu untermauern, nur die Grünen waren dagegen.

Rund 400.000 Euro teuer wird der Bau werden, 220.000 Euro und später noch einmal 20.000 Euro sagte die Gemeinde als Zuschuss zu. Man werde im vereinbarten Kostenrahmen bleiben, so Ley. Da passte es den Verantwortlichen gut, dass auch der Kreis Ahrweiler den Neubau in sein „Förderprogramm Ländlicher Raum“ aufgenommen hat. Landrat Dr. Jürgen Pföhler nutzte die Versammlung am Donnerstag, um dem VfB den Bewilligungsbescheid über die Fördersumme von 5.000 Euro überreichen zu können. „Das aktuelle Projekt ist ein herausragendes Beispiel für ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement“, hob Pföhler hervor. Wegen der hohen Bedeutung des Vereinsheims für die Dorfgemeinschaft und die örtliche Infrastruktur habe der VfB die Höchstförderung aus dem kreiseigenen Förderprogramm erhalten.

Landrat Dr. Jürgen Pflöhler (4.v.l.) und Beigeordneter Michael Schneider (3.v.l.) danken VfB-Vorsitzendem Holger Bucher (Mitte) für 2500 Arbeitsstunden am neuen Sportheim.
Alter neuer Vorstand: Heinzbert Kurth, Heinz-Albert Bender, Wilfried Ley, Dieter Sebastian und Vorsitzender Holger Bucher.

Natürlich ruhen die sportlichen Aktivitäten des Vereins nicht. Iris Peltriaux berichtete über die mittlerweile drei Turngruppen, die montags und donnerstags aktiv sind. Derweil regte der Vorsitzende Holger Bucher an, das einst so erfolgreiche Kinder- und Jugendturnen wiederzubeleben. Die Nordic-Walker haben aktuell ihren Trainingstag von Donnerstag auf Freitag verlegt. Jörg Bender berichtete zudem über die beiden Fußball-Spielgemeinschaften im Jugend- und Seniorenbereich. Der VfB Lantershofen spielt als einer der wenigen Vereine im Kreis gemeinsam mit den Sportfreunden Bengen und dem SC Birresdorf nun schon im fünften Jahr überkreislich in der Bezirksliga, die Spielgemeinschaft hat dazu mit Jeset Akwapay den jüngsten Trainer der gesamten Liga. Im Jugendfußball gesellt sich zu den drei genannten Vereinen der SV Leimersdorf dazu, hier ist in allen Altersklassen von A-Jugend bis zu den Bambini mindestens jeweils ein Team im Spielbetrieb.

Einen Blick in die Kasse gewährte Heinz-Albert Bender. Das vergangene Vereinsjahr bescherte dem VfB ein Minus von rund 1300 Euro, was in erster Linie des wegen der Bauarbeiten ausgefallen Straßenturniers geschuldet sei. Dass die Vereinskasse einwandfrei geführt wird, bestätigte Prüfer Heinzbert Kurth, in der Folge wurde der Vorstand einstimmig entlastet.

Zur Wahl standen im Anschluss drei Vorstandsposten für die Dauer von zwei Jahren. Einstimmig wurden dabei der Vorsitzende Holger Bucher, der stellvertretende Geschäftsführer Wilfried Ley sowie der stellvertretende Schatzmeister Dieter Sebastian in ihren Ämtern bestätigt. Gleiches galt auch für den Ehrenrat, den weiterhin Heinzbert Kurth, Helmut Dünker und Hermann-Günter Krämer stellen. Und auch die Kassenprüfer Heinzbert Kurth und Jörg Wollert dürfen zwei weitere Jahre lang die Finanzen überwachen.

Nächstes großes Ziel des VfB Lantershofen ist die Fertigstellung und Einweihung des neuen Vereinsheims. Ob dies bis zum traditionellen Termin des dörflichen Straßenturniers im August klappen wird, ist derzeit noch fraglich. Auf jeden Fall aber soll das neue Gebäude noch in diesem Jahr fertig werden und dann auch den kirchlichen Segen bekommen.

Jahreshauptversammlung des Auto-Sport-Club Ahrweiler


Der ASC Ahrweiler hat am 8.3.2015 bei herrlichem Frühjahrswetter in den Neuenahrer Bahnhofsstuben seine Jahreshauptversammlung durchgeführt. Der 1. Vorsitzende des Vereins Mario Fuchs begrüßte die Mietglieder und erläuterte im Geschäftsbericht das vergangene Jahr 2014. Am 15. Juni wurde auf dem Parkplatz des Apollinarisstadions der Jugend Kart Slalom und am 26. Oktober der Auto Slalom Youngster Cup auf dem Sportflugplatz Bengener Heide durchgeführt. Die Heide war auch wieder Austragungsort  des am 01.November bei gutem Wetter stattfindendem legendären Herbst Autoslalom. Wie immer wurden die Veranstaltungen vom starken Teilnehmerfeld positiv angenommen. Im Anschluss erfolgte der positive Kassenbericht und einzelne Vostandsposten standen zu Neuwahl an.

Vorsitzender Mario Fuchs (ganz oben Mitte) mit seinen Motorsportlern bei der Siegerehrung. Foto: Auto-Sport-Club Ahrweiler.

Der ASC Ahrweiler hat 2014 bei der Wertung der Ortsclubs des ADAC Mittelrhein den 2. Platz belegt. Dies ist für so einen relativ überschaubaren Verein nur durch zuverlässige Motorsportler zu erreichen die keine Veranstaltung auslassen und immer durchweg sehr gute Ergebnisse einfahren. Die ASC Fahrer nehmen zum überwiegenden Teil an den Mittelrheinischen Meisterschaften des ADAC.

So können bei den Autos die jungen ASC Fahrer Kai Heinrichs (Platz 3 - Slalom Youngster Cup), Pascal Heimermann (Platz 4 Rheinland Pfalz DMSB Slalom Meisterschaft) und Tobias Frings (Platz 1 Clubsport Slalom Meisterschaft sowie Platz 3 Rheinland Pfalz DMSB Slalom Meisterschaft)  gute Erfolge aufweisen. Im Deutschen Slalom Meisterschaftsendlauf konnte der Routinier Mario Fuchs einen guten 3. Platz im starken Teilnehmerfeld behaupten. Außerdem konnte Mario gemeinsam mit Jürgen Plumm die Teamwertung der Deutschen Slalom Meisterschaft gewinnen. In der Rundstreckenmeisterschaft Nat. A-LP 200 konnten Christian Scherer und Stefan Schmickler einen hervorragenden 2. Platz nach Hause holen. Auch die Kart Slalom Jugend des ASC war mit mehreren Fahren bei den entscheidenden Finalläufen bis zur Deutschen Meisterschaft dabei und konnten in der Mittelrheinischen Meisterschaft mit Justin Löhndorf einen 2. Platz in Klasse K2 und Colin Dünker einen 3. Platz in Klasse K3 erkämpfen.

Bei der anschließenden Siegerehrung zur Clubmeisterschaft des ASC bekamen alle aktiven Motorsportler vom Ehrenvorsitzenden Peter Scherer und dem Sportleiter Frank Heinrichs ihre Pokale. Der Verein bietet noch Kindern zwischen 7 und 11 Jahren die Möglichkeit zum Kart Slalom fahren. Hier kann man auf das kompetente Training setzen, welches den Kindern das nötige Auge und die Sicherheit vermittelt um später auch Wettbewerbe zu bestreiten. Der finanzielle Aufwand ist hier überschaubar, da die Slalom Karts vom Verein bzw. ADAC gestellt werden.  Informationen/Kontakt zum Schnuppertraining gibt es unter www.asc-ahrweiler.de.

Von Null auf Eins


Der beste deutsche Gin kommt aus der Lantershofener Eifeldestillerie

Nur wenige Monate nachdem der „Siegfried Rheinland Dry Gin“ aus der Taufe gehoben wurde, hat das edle Destillat in der internationalen Fachwelt bereits höchste Anerkennung gewonnen. Beim World Spirits Award 2015 wurde Siegfried mit der Medaille „Double Gold“ ausgezeichnet. Nach dem speziell auf Spirituosen zugeschnittenem WOB 100 Punkte Bewertungssytem erzielte Siegfried Rheinland Dry Gin 95,7 Punkte und konnte sich damit die höchstmögliche Klassifizierung sichern. Diese Auszeichnung hat bisher noch kein Gin deutscher Herkunft erreichen können.

Über "Double Gold" beim World Spirits Award für "Siegfried Rheinland Dry Gin" freuen sich die Rheinland Distillers Raphael Vollmar (l.) und Gerald Koenen (r.) mit ihrem Brennpartner Peter-Josef Schütz (m.) bei der feierlichen Preisverleihung in Koge / Dänemark. Foto: Eifel-Destillerie.

Der World Spirits Award hat sich seit seiner Gründung 2004 als hochwertigste Prämierung in der Spirituosenbranche etabliert. Am jüngsten Wettbewerb hatten sich 65 Destillerien aus 25 Nationen mit rund 300 Spirituosen beteiligt. „Aus dem Stand von 0 auf 95,7 Punkte, damit haben wir mit unserem ‚Siggi’ einen Traumstart hingelegt“, freuen sich die Bonner Unternehmer Raphael Vollmar (38) und Gerald Koenen (37) bei der feierlichen Preisverleihung am Donnerstag (19.03.) in Koge bei Kopenhagen.

„Es hat sich gelohnt, mit unserem Brennpartner Peter-Josef Schütz von der Eifel-Destillerie in Lantershofen ganz auf traditionelle, handwerkliche Brennereikunst und somit auf hochwertigste Qualität zu setzen“, sagt Koenen. „Mit diesem hohen Anspruch und viel Herzblut haben wir nicht nur unseren Bekanntenkreis, den heimischen Handel und die Gastronomie überzeugt, sondern auch die internationale Fachjury des World Spirits Award. Diese setzt sich aus renommierten und erfahrenen Sensorikern und internationalen Experten der Spirituosenbranche zusammen.“

Das Geheimnis ihres Erfolgs sehen die Rheinland Distillers in der erst im vergangenen Jahr sorgsam entwickelten Rezeptur ihres Dry Gins. Sie wollten mit dem neugeschaffenen Produkt die Symbiose aus der Liebe zu ihrer Heimat, dem Rheinland, der Freude an ehrlichen und handwerklichen Erzeugnissen und dem Streben nach höchster Qualität erreichen. Und das sei ihnen durch die internationale Auszeichnung nunmehr bestätigt worden.

Die Marke Siegfried steht für regionale Herkunft, hat aber zweifelsfrei überregionale Ausstrahlung. „Der Verbraucher verbindet heute mit ‚regionalen Produkten’ vor allem Transparenz und hohe Qualität. Unser Rheinland Dry Gin wird als glaubwürdig und authentisch wahrgenommen“, wissen Koenen und Vollmar. „Glaubt man den Erzählungen, so hat der Kampf Siegfrieds mit dem Drachen, das Bad in seinem Blut und der tragische Zwischenfall mit dem Lindenblatt direkt vor unserer Haustür am Drachenfels stattgefunden“, erläutern die Bonner Unternehmer, weshalb Siegfried, der Held der Nibelungensage, bei der Namensgebung Pate gestanden hat. Auch in der Rezeptur des Gins spielt die Linde eine tragende Rolle. Als Leitbotanical verleiht die Lindenblüte dem Gin seinen besonders milden und abgerundeten Geschmack und verbindet so den Markennamen mit dem Destillat.

Die ersten Flaschen Siegfried Rheinland Dry Gin wurden den Rheinland Distillers von Freunden und Bekannten Ende 2014 aus der Hand gerissen. Inzwischen ist die Produktion beim Brennpartner Peter-Josef Schütz professionell angelaufen. Ein nationales Vertriebsnetz mit Spirituosenfachhandel, Premiummärkten, Bars und Restaurants ist erfolgreich im Aufbau. Im Onlineshop unter www.siegfriedgin.com ist die 0,5 l Flasche des 41-prozentigen Destillats für 29,90 Euro zzgl. Versandkosten zu beziehen.

Trauer um Pfarrer Ulrich Bals


Für die für die Chöre des MGV Cäcilia Lantershofen 1893 e.V. teilt Vorsitzender Klaus Dücker mit, dass Pfarrer Ulrich Bals verstorben ist (*29.11.1957 +22.03.2015). Traurig und tief erschüttert nimmt die Sängerschar Abschied von ihrem ehemaligen Sangesfreund, der nach schwerer Krankheit zu seinem Herrn gerufen wurde.

Ulrich Bals stand während seines Studiums in Lantershofen von 1983 bis 1986 als Sangesbruder in den Vereinsreihen und begleitete die Chorvorträge am Klavier oder an der Orgel. Unvergessen bleibt sein den Menschen zugewandtes fröhliches Wesen und sein Lachen. Mit Dankbarkeit blicken die Vereinsmitglieder auf seine Freundschaft sowie auf sein musikalisches Engagement und Können zurück.

Klaus Dücker, im März 2015 für den Vorstand.

Ehre seinem Andenken

Freiheit für die Blockflöte


„Wildes Holz“ gastieren am 25. April im DGH Winzerverein

Der Grafschafter Verein Kulturlant e.V. hat sein aktuelles Saisonprogramm aus aktuellem Anlass erweitert. Die Grafschafter konnten einen neues, ausgefallenes Musikprogramm unter Vertrag nehmen, dass derzeit deutschlandweit Furore macht: „Wildes Holz“ kommen am Samstag, 25. April nach Lantershofen. Es geht im tiefsten Innern darum, die gute alte Blockflöte von ihrem weniger guten Ruf zu befreien.

„Wildes Holz“ entlockt den Instrumenten kaum für möglich gehaltene Töne. Foto: Veranstalter.

Wildes Holz, das sind Markus Conrads am Kontrabass Anto Karaula an der akustischen Gitarre und Tobias Reisige mit insgesamt 18 verschiedenen Blockflöten: wenn das nicht mal eine astreine Besetzung für eine Rockband ist! Das dachten sich die drei, bei denen Reisige aus seinem Instrumentarium Klänge hervorbringen, die man kaum für möglich hält.

Wer hätte schon gedacht, dass die Blockflöte mit Stücken von AC/DC einen Saal zum Toben bringt, oder dass sie die Stimme eines jungen Michael Jackson geradezu perfekt imitiert?Sogar Stücke von Deep Purple oder Kraftwerk funktionieren astrein in der Holz-Version. Neben solch verblüffenden Bearbeitungen bekannter Radio-Hits stellt das neue Programm „Astrein“ auch Adaptionen klassischer Werke in den Mittelpunkt, die bei Wildes Holz ein gutes Stück rockiger daherkommen als man es sonst zu hören gewohnt ist. Abgerundet wird es durch eigene Kompositionen, die besonders faszinieren und die überraschenden Klangmöglichkeiten dieser Besetzung voll ausreizen. Wird diese atemberaubende musikalische Darbietung dann auch noch mit bestechender Bühnenpräsenz, spontaner Komik und Publikumsnähe verbunden, dann verdient sie endgültig das Prädikat: astrein!

Die Show „Astrein“ von Wildes Holz ist am Samstag, 25. April, ab 20 Uhr im Winzerverein Lantershofen zu sehen und zu hören. Karten für  die bestuhlte Veranstaltung sind zum Vorverkaufspreis von 16 Euro zuzüglich möglicher Gebühren in der Plattenkiste (Bad Neuenahr), bei Ahrtaltourismus (Ahrweiler und Bad Neuenahr), im Rewe-Markt (Ringen), der Eifeldestillerie (Lantershofen), bei Getränke Visang (Karweiler) sowie telefonisch unter 0175/5700262 oder 02641/202118 und online unter www.kulturlant.de oder www.bonnticket.de erhältlich.

Neue geistliche Lieder


„Cantamus“ singen und spielen zugunsten der Orgelsanierung

Das Sextett „Cantamus“ lädt am Sonntag, 26. April, um 18 Uhr zu einem meditativen Konzert in die Pfarrkirche St. Lambertus in Grafschaft-Lantershofen herzlich ein. Der Eintritt ist frei. Spenden für die Renovierung der Orgel sind erbeten.

Cantamus sind am 26. April in Lantershofen zu sehen und zu hören. Foto: Cantamus.

Im Focus von Cantamus steht in diesem Jahr die professionelle Erstellung einer CD mit zwölf Titeln aus dem breiten Programm der „Neuen geistlichen Liedern“ (NGL), die während des Konzertes erklingen. Es wird auch ein Titel, der aus der Feder der Gruppe stammt, zu hören sein. Die Musiker von Cantamus haben sich dem wenig bekannten Musikgenre „Neuer Geistlicher Lieder“ verschrieben.

Seit mehreren Jahren präsentieren sie NGL sehr erfolgreich in der Region in Gottesdiensten und meditativen Konzerten. Wie der Name von Cantamus (aus dem Lateinischen = Wir singen / Lasst uns singen) zum Ausdruck bringt, steht neben der Instrumentalmusik vor allem der meist mehrstimmige Gesang im Vordergrund. Dabei bindet das Ensemble musikalische Elemente der Pop-, Rock- und Jazzmusik in ihr Repertoire ein. Ein mehrstimmiger Gesang rundet das Klangbild ab. Fragen, wie Frieden und Gerechtigkeit, Reichtum und Armut, aber auch Themen zu meiner Person und meinem Gottesbild werden musikalisch, textlich und über eine Beamer-Präsentation thematisiert. Die musikalische Reise geht dabei von meditativen Balladen aus, mit Klängen aus Südamerika, neuen Liedern bekannter NGL-Bands über Pop und Rock bis hin zu Traditionals.

Ein Wald für die Landesgartenschau


Lantershofener Elmar Zillgen entwarf die Präsentation für „Landesforsten“

Wenn am 17. und am 18. April offiziell in Landau die rheinland-pfälzische Landesgartenschau (LGS) eröffnet wird, dann werden die Besucher auch eine Konstruktion zu sehen bekommen, zu der Menschen und Unternehmen aus dem Kreis Ahrweiler einen wesentlichen Beitrag geleistet haben. Gemeint ist der Beitrag von „Landesforsten“, also der Forstwirtschaft des Landes. Diesem kommt eine große Bedeutung zu, bestehen doch ganze 42 Prozent der gesamten Landesfläche aus Wald.

In luftiger Höhe bringt Baumkletterer Manuel Moitz mit seinem Team Fahnen an, die Baumwipfel symbolisieren. Fotos in diesem Bericht: Andreas Kranz.
Wer hat dich, du schöner Wald,
aufgebaut so hoch da droben.
(Joseph von Eichendorff /
Felix Mendelssohn Bartholdy).

Am Wettbewerb für die Präsentation von Landesforsten beteiligten sich 14 Büros. Den Zuschlag erhielt letztendlich der Lantershofener Elmar Zillgen mit seiner Idee „Heimatwald - Dir sind wir grün.“ In diesem LGS-Beitrag des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten werden 70 Bäume von sieben bis 17 Metern Höhe aus dem Boden ragen. Es ist eine der beiden größten Konstruktionen auf der Landesgartenschau.

Die Bäume kommen aus 70 der 75 Gemeinden der Südpfalz. Sie stellen die emotionalen Inhalte Stärke und Wirkung des Waldes dar und sind weithin sichtbar. Leichte Fahnen in Grüntönen mit Waldmotiven als Kronendach und mit Informationen bedruckte Baumummantelungen kommunizieren in der Ausstellung die Arbeit der Förster. Wer kümmert sich um den Wald, was bedeutet der Wald auch für die Gesellschaft? Diese Fragen werden in der Ausstellung beantwortet. Gerade an den Bäumen sind aber auch häufig Sprüche zu lesen, die zum Denken anregen und Spaß machen sollen: „Wachsam auf Wachstum“, „Bäume Tragen Kronen“, „Wieso Wald, auf anderen Planeten wachsen auch keine Bäume“ oder „Kaum Baum – bald Wald.“

Die Multifunktionalität des Waldes wird also Thema der Dauerausstellung. Der Besucher findet Informationen, wohin er auch blickt: auf Tafeln am Boden, am Baumstamm auf den Ummantelungen oder aber in der Luft, wo beispielsweise Tiersilhouetten zu sehen sind. An den Bäumen befestigte Exponate laden zusätzlich interaktiv zum Handeln ein.

Verantwortliches Unternehmen für die Ausstellung ist die Agentur von Elmar Zillgen in Lantershofen. Der holte sich für den Aufbau jede Menge Kompetenz aus dem Ahrkreis mit ins Boot. So hat die Remagener Firma Bestmann Messebau die Ummantelungen für die Ausstellung sowie die Fahnen gedruckt. Baumkletterer Manuel Moitz und sein Team aus Lantershofen haben die Fahnen als eine Art luftige Baumkrone in den unterschiedlichen Höhen installiert. Metallbildhauer Friedhelm Pankowski aus Nierendorf wurde mit dem Bau einer Krone beauftragt. Zuvor haben die Holzbauingenieure Pirmin Jung aus Sinzig die Holzstammstatik errechnet.

Die Landesgartenschau kann beginnen, erwartet werden bis Oktober an den 245 Ausstellungstagen rund 800.000 Besucher. Und so, wie in Landau, haben sich die Förster des Landes wohl noch nie präsentiert. Weitere Infos: www.lgs-landau.de.