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vom Verein

Das Leben geht weiter nach dem Deutschland-Aus


Nach dem verlorenen Spiel der Deutschen Mannschaft gegen Mexiko und dem Spiel gegen Schweden konnten man als Fan schon durchaus gewisse Vorahnungen entwickeln. Man wollte es aber einfach nicht wahrhaben, dass möglicherweise ein unrühmliches Ende schon kurz bevorstehen könnte. Das Südkorea-Match öffnete der deutschen Fangemeinde dann wieder die Augen für die Realität. Ausgeschieden, Aus und Ende, Heimflug, Wundenlecken, Blamage. Doch das Leben geht weiter, die Weltmeisterschaft ebenfalls.

Nach dem Auf- und Ausräumen im Saal des Winzervereins geht das normale Leben wie hier bei der Freitagsöffnung der ehemaligen Kneipe weiter. Herrliches Wetter verlockt zum Verweilen bei kühlen Getränken im Freien vor dem Winzerverein. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Nach drei Spielen und dem Turnier-Aus der deutschen Mannschaft ist der Saal des NEUEN Winzervereins wieder für den nächsten Event wieder hergerichtet. Übrig geblieben sind lediglich zwei einsame Deutschlandfahnen hinten rechts im Bild.

Auch Lantershofen kehrt früher als erwartet zur Realität und dem alten Lantershofener Leben ohne Public Viewing zurück. Sehr viele fußballerisch erfreuliche Minuten gab hierbei im gut besuchten Saal des NEUEN Winzervereins allerdings nicht, wenn man einmal vom überschwänglichen Jubel beim 2:1 gegen Schweden absieht. Bemerkenswert beim Public-Viewing war weniger die Leistung der deutschen Nationalelf, als vielmehr der dankenswerte Einsatz von fünf Lantershofener Vereinen und deren vielen Helfer für diese stimmungsgeladene Dorfveranstaltung für Jung und Alt. Schade, dass wegen des frühzeitigen Ausscheidens der Deutschen Mannschaft auch ein frühes Aus für das Public Viewing angesagt war. Auch den veranstaltenden Vereinen hätte man ein paar WM-Spiele mehr mit der Nationalmannschaft gegönnt. Aber so ist halt nun einmal der Fußball.

Winzerverein Lantershofen lockte zur Besichtigung


Zum Tag der Architektur lockte der NEUE Winzerverein nicht nur angehende „Häuslebauer“, es kamen auch zahlreiche Kulturinteressierte und potentielle Mieter für Privatfeiern. Foto: Thomas Schaaf.

Beim Tag der Architektur war das erweiterte Gebäudeensemble einziges Objekt im Kreis

„Architektur bleibt“ lautete das Motto beim Tag der Architektur, bei dem am vergangenen Wochenende bundesweit nahezu 1.000 Bauten interessierten Besuchern offen standen. In Rheinland-Pfalz waren es 63 Objekte, davon eines im Kreis Ahrweiler. Dabei handelte es sich mit dem Winzerverein Lantershofen nicht um ein Wohngebäude, sondern um ein Bürgerhaus im Eigentum der Kommune. Dass kein Wohnhaus präsentiert wurde, ist nicht ungewöhnlich, im nördlichen Rheinland-Pfalz überwog die Präsentation von kommunalen oder gewerblichen Einrichtungen. Das Besondere beim Winzerverein Lantershofen ist, dass hier ein Neubau in einen Altbestand integriert wurde. Die Grafschafter Architektin Sarah Dünker hatte die Aufgabe, den mehr als 100 Jahre alten Winzerverein, in dem bis in die 1970er Jahre Wein produziert wurde, um ein Foyer zu erweitern und gleichzeitig den in die Jahre gekommenen Bestand zu sanieren. Das Ensemble umfasst einen mehr als 200 Quadratmeter großen Saal, einen 70 Quadratmeter großes Gastraum mit angegliederter Küche, Toiletten und Lagerräume und ist mit einem Gewölbe unterkellert.

Es wurde bei den Arbeiten, die im Jahr 2017 in nur 35 Wochen ausgeführt wurden, zunächst ein gut 50 Jahre alter Anbau an das ehemalige Lokal abgerissen. Hier entstand der Erweiterungsbau als Eingangsgebäude im Winkel zwischen dem Gaststättenraum und dem Saal, sodass man nun nach Betreten des Foyers entweder den Saal oder die erhöhte Gastraumebene erreichen kann. Damit letzte auch von Rollstuhlfahrer genutzt werden kann, wurde eine Rollstuhlhebebühne eingebaut. Daneben entstand eine behindertengerechte Toilette. In großen Teilen des Gebäudes ist Barrierefreiheit gewährleistet. Weiterhin sind im neuen Flachdachbau, der sich bewusst dem historischen Gebäudekomplex unterordnet, eine Garderobe und Lagerflächen entstanden. Es entstanden Kosten im Gebäude von zunächst 875.000 Euro, 190.000 Euro kosteten die Außenanlagen und weitere 100.000 Euro wurden für die Ausrüstung als Kulturstätte veranschlagt.

Zum Tag der Architektur lockte das Gebäude daher nicht nur angehende „Häuslebauer“, es kamen auch zahlreiche Kulturinteressierte und Besucher, die sich das Haus ansahen, weil sie in absehbarer Zeit Privatfeiern planten. Entsprechend zufrieden mit der Resonanz zeigte sich die Architektin, die sich an beiden Tagen viel Zeit für das Gespräch mit den Besuchern des Winzervereins nahm. Dieser kann auch online besichtigt werden, unter der Internetadresse www.winzerverein-lantershofen.de bietet der Trägerverein des Hauses einen virtuellen Rundgang an.

Beim „Rudelgucken“ wurde erneut mächtig gezittert


Später Jubel im Winzerverein bei den Fussballfans

Ende gut, alles gut: dass die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft in der Nachspielzeit den Siegtreffer zum 2:1 gegen Schweden erzielte, sorgte vor allen bei den Public Viewing Veranstaltungen für kollektiven Freudenjubel. Da war dann das Zittern in den 90 Minuten vorher vergessen. Auch im Lantershofener Winzerverein schwand die Hoffnung auf ein gutes Ende der Partie gegen die Schweden trotz 0:1-Rückstand zu keiner Zeit. Dafür sorgten vor allem ein paar Kinder, die fast unentwegt mit Anfeuerungsgesängen präsent waren und die somit die Stimmung hoch hielten. Ihre Anfeuerungen wurden erhöht, als Toni Kroos in der Nachspielzeit einen Freistoß zum 2:1 in die Maschen schoss, gab es kein Halten mehr. Neben dem Treffer sorgte auch der Abpfiff des Spiels wenige Minuten später für Erleichterung und Freudentänze. Das Public Viewing kann weitergehen, der Traum der Titelverteidigung lebt weiter.

Gut besucht ist der Saal des Winzervereins, etwas weniger als beim ersten Mal. Hier jubeln die Fans beim 1:1. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Nach dem Anschlusstreffer zum 1:1 steigt die Stimmung beträchtlich an, zittern musste man bis zum Strafstoß zum Spielende: Sieg für die deutsche Mannschaft mit 2:1.

 Zum „Rudelgucken“ in dem Grafschafter Ort waren rund 150 Fußballfans jeden Alters erschienen, nicht nur aus Lantershofen. Im Winzerverein sorgten sich mit Vertretern des VfB Lantershofen, Kulturlant, des Trägervereins, des Fördervereins Zukunft und der Musikfreunde gleich fünf Vereine um die Fußballfans, servierten kühle Getränke und kleine Speisen zu ebenso kleinen Preisen. Der Saal war in schwarz, rot und gold dekoriert, die im Haus installierte Technik sorgte für ein optimales Bild. Die Fußballfans platzierten sich auf Bänken, Stühlen, in Sofas und Sesseln oder am Stehtisch. Am kommenden Mittwoch geht es weiter, der Winzerverein öffnet für das nächste Spiel gegen Südkorea (16 Uhr) eine Stunde vor Spielbeginn.

Jubel über das 2:1 in der letzten Spielminute. Erleichterung macht sich breit und löst vorhergehende Verzweiflung ab.
Die Fans im Stadion in Russland schwenken auch auf der Leinwand im NEUEN Winzerverein Lantershofen ihre schwarzrotgoldenen Fahnen.
Die Mama muss das fußballbegeisterte schwedische Mädchen wegen des Verlierens in letzter Minute trösten.
Torschütze Toni Kroos gibt auch im Winzerverein seinen Eindruck vom Spielverlauf im Interview kurz nach dem Spiel wieder.

Architekturbüro Dünker erneut für „Tag der Architektur“ ausgewählt


Samstag nach dem Tag der Architektur ist WM-Public Viewing angesagt 

Architektur bleibt! Das diesjährige Motto für den Tag der Architektur könnte nicht besser zum Projekt „Der NEUE Winzerverein“ in Grafschaft-Lantershofen passen. Das über 100 Jahre alte Bauensemble konnte nach seiner umfassenden Sanierung und Erweiterung um ein Eingangsgebäude Ende 2017 wiedereröffnet werden.

Ortstypische Ahrtaler Grauwacke gibt dem Ensemble von Alt und Neu ein harmonisches Gepräge. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Lichtdurchflutet ist der Anabau des Foyers, das mit rollstuhlfahrergerechten Toilette und Rollstuhlhebebühne allen Gästen die Teilnahme an Veranstaltungen ermöglicht.

Im Februar dieses Jahres überzeugte das Projekt bei der Auswahl zum Tag der Architektur in Rheinland-Pfalz. 15 der 16 Jurymitglieder bestätigten der Architektin Sarah Dünker mit ihrer Wahl, dass „Der NEUE Winzerverein“ ein gutes Beispiel für angemessenes, zeitgenössisches Bauen ist. Bereits 2015 konnte Dünker die Jury mit der Umsetzung eines Einfamilienwohnhauses in Sinzig für sich gewinnen. Am 23. und 24. Juni öffnen sich im Rahmen der Veranstaltung „Tag der Architektur“ die Türen des Winzervereins. Architekturfreunde und Bauinteressierte sind eingeladen, das Objekt näher unter die Lupe zu nehmen.

Voll gewahrt blieb der historische Anblick des ehrwürdigen Gebäudes aus dem Jahr 1898. Innen erfolgte eine komplette Kernsanierung mit Einbau aller heutigen technischen Veranstaltungseinrichtungen.
Der Saal, wie man ihn seit über hundert Jahren kennt. Ein modernes, komplett renoviertes Schmuckstück mit historisch gewachsener Wohlfühlatmosphäre.

Bereits bei der Ankunft fällt auf, dass es dem Team vom Architekturbüro Dünker ein Anliegen war, dass sich das Gebäude in den historischen Dorfkern einfügt. Die Fassaden strahlen mit ihren gedeckten Naturtönen pure Eleganz aus und harmonieren mit der ortstypischen Ahrtaler Grauwacke, die insbesondere beim Erweiterungsbau als Gestaltungselement verwendet wurde. In Kombination mit den Weinreben auf Schieferbruch im Bereich der Außenanlagen werden sämtliche Zweifel ausgeräumt, dass es sich bei dem Objekt nicht um den Winzerverein handeln könnte. Auch im Gebäudeinneren verleihen der Eichen-Parkettboden in Verbindung mit den weinroten, akustisch wirksamen Wandverkleidungen dem Saal eine gemütliche Atmosphäre. Durch den neuen Eingangsbaukörper wurde das vorhandene Raumprogramm so ergänzt, dass das Anwesen für die vielfältigen dörflichen Veranstaltungen genutzt werden kann. Insbesondere die neu eingerichtete rollstuhlfahrergerechte Toilette sowie die Rollstuhlhebebühne zum Erreichen des Gastraums ermöglichen nun allen, an Dorffestivitäten, Kulturveranstaltungen und Privatfeiern teilzunehmen. Darüber hinaus wurde in die technische Ausstattung investiert, um möglichst viele denkbare Veranstaltungsszenarien abzudecken. Trotz neuem Gebäudeinneren wurde die historische Bausubstanz mit ihrer architektonischen Formensprache erhalten. Der über 200 m² große Veranstaltungssaal wirkt als überhöhter Einzelbaukörper. Daran grenzt in etwas flacherer Bauweise die ehemalige Gaststätte mit Remise an. Der Erweiterungsbaukörper ordnet sich mit seinem Flachdach ganz bewusst unter, setzt sich mit seiner Gestaltung allerdings auch vom Bestand ab. Die historische Gebäudearchitektur bleibt also und geht mit dem Neubau eine Symbiose aus alt und neu ein.

Am Samstag, 23.06.2018 und am Sonntag, 24.06.2018 ist „Der NEUE Winzerverein“ für Besucher offen. Am Samstag besteht im Anschluss an den Tag der Architektur die Möglichkeit, das WM Spiel der Nationalelf gemeinsam mit weiteren Fußballfreunden auf Großbildleinwand im Winzerverein zu sehen.
 
Standort: Winzerstraße 16 in 53501 Grafschaft-Lantershofen Termine: Samstag, 23.06.2018: 14-18 Uhr / Sonntag, 24.06.2018: 11-18 Uhr Bauherr: Gemeinde Grafschaft Architektin: M.Sc. (RWTH) Architektin Sarah Dünker / Architekturbüro Dünker. Weitere Informationen rund um den Tag der Architektur unter: www.diearchitekten.org bzw. www.tag-der-architektur.de

Fussballfans warteten vergeblich aufs erste Tor


Beim „Rudelgucken“ im NEUEN Winzerverein überwiegt Optimismus

Dass der spätere Weltmeister sein Auftaktspiel im Turnier verlieren kann, ist nichts Neues. 2010 verlor der spätere Titelträger Spanien sein erstes Spiel gegen die Schweiz mit 0:1. Die Hoffnung bleibt also, nachdem Deutschland am Sonntag dem Team aus Mexico ebenfalls mit 0:1 unterlag.

Voller Saal und gute Stimmung im NEUEN Winzerverein beim Public Viewing. Fotos und Bildunterschriften: Thomas Schaaf.
Jung und Alt, Ortsansässige und viele Gäste aus der Nachbarschaft erleben ein hektisches Spiel gegen die flotten Mexikaner.

Hoffnung und Optimismus überwogen auch beim gemeinsamen Fußballgucken im NEUEN Winzerverein Lantershofen. Dort hatten sich der VfB, Kulturlant, der Trägerverein des Winzervereins, der Förderverein Zukunft und die Musikfreunde mächtig ins Zeug gelegt, um den Fußballfans eine schöne „Public-Viewing-Arena“ präsentieren zu können. Die zeigten sich begeistern, kamen in Scharen und in jedem Alter. An die 200 Fans platzierten sich auf Bänken, Stühlen, in Sofas und Sesseln oder am Stehtisch, um das deutsche Team anzufeuern.

Bis in die letzte Ecke ist der Saal auch mit Stehtischen, Sofas und Sesseln bestückt.
In der 34. Minute fällt das 0:1 für Mexiko. Dann ist Pause, auch für Raucher und Kinder vor dem Winzerverein. Die deutsche Mannschaft kann bis zum Spielende nicht mehr aufholen.

Die Veranstalter servierten kühle Getränke und mexikanisches Essen zu äußerst moderaten Preisen. „Es geht hier nicht uns Geld verdienen, sondern ausschließlich um den gemeinsamen Spaß am Fußball gucken“, machten die Vereine klar. Vor und nach der Partie und in der Pause waren Fachgespräche angesagt, im Foyer des Winzervereins war der Kicker belagert. Nur mit dem Sieg wurde es nichts. Den soll es nun am Samstag geben, wenn die Lantershofener Vereine ab 19 Uhr wieder zum „Rudelgucken“ in den Winzerverein bitten.

Winzerverein wurde zur Arena


Fußballspaß auf Socken: In einer 70 Quadratmeter großen Hüpfburg in Form eines Fußballfeldes ging es im Saal des Winzervereines fußballerisch zur Sache. Foto: Thomas Weber.

Mit Fußball und Erdbeerkuchen stimmte der VfB Lantershofen auf die WM ein

Wie viele Zuschauer sahen bei der WM 1930 das Vorrundenspiel zwischen Rumänien und Peru? Waren es 105.000, 300, 65.000 oder 10.000? Und wer ist mit 13 Toren bei einem einzigen WM-Turnier bis heute Rekordhalter? Marco van Basten, Gerd Müller, Pelé oder Just Fontaine? Fachwissen rund um die Fußball-Weltmeisterschaften war beim Experten-Quiz des VfB Lantershofen am Samstagabend gefragt. Die VfB-Sportler hatten an zwei Tagen unter dem Motto „Fußball-Spaß“ zu einer ganz besonderen Einstimmung auf die anstehenden Spiele der weltbesten Kicker in Russland eingestimmt. Das Quiz mit seinen rund 25 Fragen, die in drei Runden von der Besetzung der Tische im Biergarten des Winzervereins zu beantworten waren und die FC-Köln-Archivar Dirk Unschuld stellte, waren nur ein Teil des Programms.

Es wurde auch gekickt, dazu wurde der Saal des Winzervereins zum Fußballstadion. Hier hatte der VfB Lantershofen eine 70 Quadratmeter große Hüpfburg in Form eines Fußballfeldes ausgebaut. Nur auf Socken galt es dort für die jeweils drei Personen starken Mannschaften, den Plastikball im Tor des Gegners unterzubringen. „Das ist voll anstrengend“ war der Tenor unter den Teilnehmern. Kein Wunder, war doch auch der Boden des Spielfeldes mit Luft gefüllt. Entsprechend gingen die Jux-Spiele nur über wenige Minuten, dann war bei den Sportlern buchstäblich „die Luft raus.“ Immerhin reichte es für Turniere. Am Samstag waren die „Erwachsenen“ dran, Sonntag die Kinder. Beim ersten Turnier hatten am Ende die Pink-Panther der JSG Bengen/Lantershofen/Birresdorf mit Christian Wagner, Yannik Schneider und Sebastian Kernenbach die Nase vorn, sie gewannen einen Verzehrbon und wiesen den Fußball-Nachwuchs in Person von Leon Schneider, Leon Feldmann und Christoph Assenmacher dank eines 6:5-Sieges im Endspiel in die Schranken.

Bei den Kindern wurden am Sonntag im Rahmen einer Mini-WM Ländermannschaften gebildet. Insgesamt sechs Teams hatten einen Heidenspaß, bei dem sich am Ende Frankreich in einem spannenden Finale gegen Deutschland durchsetzte. Und wer vom Spielen auf der Fußball-Hüpfburg noch nicht genug hatten, konnte seine Treffsicherheit noch an der Torwand unter Beweis stellen. Wer nicht aktiv einschreiten wollte, konnte sich das spaßige Turnier bei frisch gezapftem Kölsch oder einer Auswahl verschiedenster Erdbeerkuchen anschauen. Dabei war der Quizinhalt immer wieder Gesprächsthema, war doch längst nicht jedem Besucher bekannt, dass 1930 nur 300 Zuschauer Rumänien gegen Peru sehen wollten, oder das Just Fontaine seit nunmehr 60 Jahren der Rekord-WM-Torschütze ist. Dazu gab es dann auch noch Anschauungsunterricht der Fitness-Gruppen des VfB, die eine öffentliche Turnstunde vorführten.

Nach dem Fußball-Spaß ist vor der Weltmeisterschaft. Und da lädt der VfB Lantershofen zusammen mit anderen Ortsvereinen zum Public Viewing der Spiele Deutschen Fußball-Nationalmannschaft auf großer Leinwand im gut gelüfteten Saal des Lantershofener Winzervereins ein.

Trägerverein des Winzervereins hat viel zu tun


Mitgliederversammlung bestätigte Vorstand – Haus ist stark frequentiert

Neun Monate ist es her, dass der Winzerverein Lantershofen nach umfangreicher Sanierung und Umbau neu eröffnet wurde. Fast zeitgleich wurde der Vorstand des Trägervereins neu gewählt. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung am vergangenen Freitag wurde eine erste Bilanz gezogen. Und die fiel äußerst positiv aus, wie Schriftführer Manuel Efferz in seinem Rückblick verdeutlichte. So erfreut sich das Haus einer starken Auslastung, vor allen Dingen Grafschafter Vereine sind es, die die Räumlichkeiten nutzen. Efferz ging explizit auf die die zahlreichen Veranstaltungen des Eröffnungswochenendes im vergangenen Oktober ein, an deren Durchführung sich gleich neun Lantershofener Vereine beteiligten.

Aus der Satzung: Der Verein dient dem Zweck, den Winzerverein Lantershofen im Rahmen eines Nutzungs- und Unterhaltungsvertrages zu bewirtschaften und zu unterhalten. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Schriftführer Manuel Efferz (rechts) berichtet der Versammlung über das verflossene Vereinsjahr. Die Mitglieder und die Vorstandskollegen (v.l.) Benedikt Queckenberg, Simon Schaaf, Marco Schmidt und Vorsitzender Roland Schaaf folgen interessiert seinen Ausführungen.

„Mit dem Eröffnungswochenende waren die Umbauarbeiten aber noch nicht erledigt“, führte der Schriftführer weiter aus, dass in jüngster Vergangenheit in Eigenregie Lagerkapazitäten für mehrere Vereine geschaffen wurden. Zudem wurde, teilweise ebenfalls in Kooperation mit Partnervereinen, Anschaffungen getätigt. Mediengerechte Installationen im ehemaligen Gaststättenbereich, die Vorträge und Sitzungen ermöglichen, wurden ebenso angeschafft, wie eine hochwertige Reinigungsmaschine. Das alles ging ins Geld, wie Schatzmeister Simon Schaaf aus seiner Bilanz für 2017 verlauten ließ. Da blieb unterm Strich trotz Einnahmen von gut 19.000 Euro ein Jahresverlust von 2.000 Euro. Wolfgang Kanter, der zusammen mit Erich Althammer die Kasse geprüft hatte, bestätigte die ordnungsgemäße Kassenführung, der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Vorstandsfoto im Hof des Winzervereins: (v.l.) Stefan Dünker (Objektwart), Marco Schmidt (2. Vorsitzender), Benedikt Queckenberg (Objektwart), Roland Schaaf (Vorsitzender), Simon Schaaf (Schatzmeister), Mauel Efferz (Schriftführer) und Thomas Weber (Geschäftsführer). Gewählt wurde auch Erwin Münch (bei der Versammlung verhindert und nicht auf dem Foto) als dritter Objektwart.
Nach der Satzung sind die Gewählten, hier jetzt im Foyer des Winzervereins, zuständig insbesondere auch für die nachhaltige Bereitstellung geeigneter Räumlichkeiten für die historischen Dorffeste und Veranstaltungen, für die Nutzung durch die Vereine, Gruppierungen und sonstigen Institutionen sowie für die private Nutzung.

Ehe die Rechenschaftsberichte verlesen wurde, hatten die 22 der insgesamt 103 anwesenden Mitglieder bereits eine Satzungsänderung beschlossen und den Posten eines Geschäftsführers im Vorstand installiert. Der Vorsitzende Roland Schaaf begründete diesen Schritt mit dem hohen organisatorischen Aufwand im Zusammenhang mit den Vermietungen, den es zu schultern gilt. Schaaf wurde bei den späteren Vorstandswahlen einstimmig in seinem Amt bestätigt. Gleiches gilt für den stellvertretenden Vorsitzenden Marco Schmidt, Schriftführer Manuel Efferz und Schatzmeister Simon Schaaf. Das Amt des Geschäftsführers übernahm Thomas Weber. Zudem wurden mit Benedikt Queckenberg, Erwin Münch und Stefan Dünker drei Objektwarte im Amt bestätigt. Da die Satzung bis zu fünf Objektwarte vorsieht, würde der Vorstand gerne weitere Positionen besetzen, aus der Versammlung aber fand sich niemand.

Bei der abschließenden Informationsrunde erkundigten sich die Mitglieder unter anderem nach der Aufstellung des vorhandenen, aber noch eingelagerten Biergartenmobiliars und nach der Fertigstellung der Küche. Hier gibt es zwei interessierte Kochclubs. Auch die weitere technische Ausrüstung des Hauses wurde hinterfragt. Roland Schaaf konnte alle Anfragen beantworten, ehe er die Sitzung nach 50 Minuten beendete. Zuvor wies er aber noch darauf hin, dass in der neu geschaffenen Internetpräsenz www.winzerverein-lantershofen.de nun auch ein virtueller Rundgang durch das Gebäude zu finden ist.

Zusammen Fußball feiern im NEUEN Winzerverein


Nach dem Spiel gegen Österreich steigen Nervosität und Spannung. Diese spielerische Pleite sagt allerdings nichts über die deutschen Chancen bei der WM aus. Bei der gezeigten Spielqualität ist jedoch ziemlich sicher ein frühes Ausscheiden programmiert. Auch für das geplante Public Viewing wäre das "nicht nett". Foto und Bildunterschrift: Thomas Schaaf.

Lantershofener Vereine laden zum Public Viewing in den Winzerverein ein

Unter dem Motto „Zusammen Fußball feiern“ laden fünf Lantershofener Vereine bei den Weltmeisterschafts-Spielen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in den Winzerverein des Ortes ein. Im dortigen Saal wird bei den Spielen Public Viewing geboten, Großbildleinwand und Beamer versprechen schöne Fußballfeste. Eingeladen ist jeder, der Interesse an den Spielen hat, geöffnet wird jeweils eine Stunde vor dem Spiel. Im Saal selbst sorgten Sofa-Ecke, Gastrobestuhlung und Stehtische dafür, dass jeder so Fußball schauen kann, wie er möchte. Kühle Getränke und Snacks zu zivilen Preisen stehen bereit, der Eintritt ist selbstverständlich frei. Auftakt des Public Viewing ist am Sonntag, 17. Juni, wenn die DFB-Elf um 17 Uhr gegen Mexico antritt. Am Samstag, 23. Juni, heißt der nächste Vorrundengegner um 20 Uhr Schweden. Am Mittwoch, 27. Juni, geht es dann um 16 Uhr gegen Südkorea, erst danach stehen die Termine für mögliche weitere Spiele fest.