Aktuelles


vom Verein

Vorstandgebende Versammlung der Bürgervereinigung tagte


Neuer Vorstand gewählt - Satzungsfragen erörtert 

Im dreijährigen Rhythmus sieht die Satzung der Bürgervereinigung Lantershofen die Neuwahl ihres Vorstandes durch eine vorstandgebende Versammlung vor. Dieses eigens durch Satzung und die Wahl von Wahlmännern bestimmte Gremium wählt den Vorstand für die Dauer von 3 Jahren und setzt sich zusammen aus den vorab von der Mitgliederversammlung bestimmten 10 Wahlmännern, dem amtierenden Vorstand, den ehemaligen Hauptleuten und den Silberjubilaren der Junggesellen-Schützengesellschaft. Dieses wenig übliche Vorstands-Wahlverfahren fand im Jahr 1986 zur Zeit der Satzungserstellung seine Begründung. Damals gab es Bestrebungen, den Charakter der Gesellschaft so stark umzuändern, dass man die Gefahr sah, die Junggesellen-Schützengesellschaft St. Lambertus könne hierdurch gefährdet werden.

In der Mehrzweckhalle tagte die vorstandgebende Versammlung der Bürgervereinigung. Fotos in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Der neu gewählte Vorstand der Bürgervereinigung (v.l.):: Stefan Dünker, Erich Althammer, Leo Mattuscheck, Mario Fuchs, Harald Hess, Werner Braun und Dirk Unschuld.

Insgesamt 32 wahlberechtigte Personen hatten sich zum ausschließlichen Zweck der Vorstandswahlen unter Vorsitz von Erich Althammer in der Mehrzweckhalle getroffen. Nach der Entlastung und dem folgenden Rücktritt des Vorstandes brachten die Wahlen zu den einzelnen Vorstandsposten wenig Überraschendes zu Tage. Alle Vorstandsämter konnten bei einstimmigem Votum besetzt werden, lediglich Geschäftsführer Leo Mattuscheck erhielt eine Gegenstimme. Weiterhin führt nach Vorschlag durch Versammlungsleiter Otto Krämer und einstimmiger Wahl Erich Althammer den Vorsitz, sein Stellvertreter bleibt Werner Braun. Harald Hess übernimmt wieder das Amt des Schriftführers. Neu im Vorstand als 1. Chronist ist Dirk Unschuld, dessen Vorgänger Hubertus Feist unlängst die Vereinsführung bei den Musikfreunden übernommen hatte und daher nicht mehr kandidieren wollte.

Im alten Vorstand vakant war auch das Amt des 2. Chronisten, das Thomas Schaaf im Herbst 2017 niedergelegt hatte, nachdem Bürgervereins-Geschäftsführer Leo Mattuscheck bereits Ende 2016 ohne Beratung mit dem Vorstand der Bürgervereinigung und ohne Beratung mit dem Ortsbeirat Lantershofen als Ortsvorsteher in der Presse öffentlich zur Gründung eines Organisationsteams zur Durchführung des Jubiläumsfestes 2019 aufgerufen hatte. Schaaf ist nach wie vor der Ansicht, dass die Durchführung des Jubiläumsfestes eine originäre Aufgabe der Bürgervereinigung in bewährter Zusammenarbeit mit der Junggesellen-Schützengesellschaft gewesen wäre.

Dem Vorschlag des Altvorstandes, nunmehr Martin Dünker mit dem Amt des 2. Chronisten zu betrauen, folgte die Versammlung nicht.  Mit 17 zu 15 Stimmen setzte sich der aus der Versammlung heraus vorgeschlagene Stefan Dünker denkbar knapp gegen Martin Dünker durch. Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ wurde daraufhin vorgeschlagen, den Vorstand um ein oder zwei Beisitzer zu vergrößern. Dies käme der Vorstandsarbeit insgesamt zu Gute, könne noch besser eine gewünschte Verjüngung des Vorstandes gewährleisten und die Sammlung von Erfahrung in den Vorstandsaufgaben ermöglichen.

Diskutiert wurden des Weiteren vorwiegend grundsätzliche Fragen zur Satzung. So stellte das Konstrukt „vorstandgebende Versammlung“ wieder einmal einen Auslöser für seit Jahren vereinzelt durchgeführte Überlegungen dar, ob man nicht die Vorstandswahlen besser der Mitgliederversammlung überließe, so, wie es bei fast allen anderen Vereinen der Fall sei. Da sich - wie erwartet - ein eindeutiges  Diskussionsergebnis nicht ergab, baten die Anwesenden den neuen Vorstand, sich des Themas bis zur nächsten Mitgliederversammlung intensiv anzunehmen und mögliche Änderungsvorschläge, insbesondere auch im Hinblick auf den Zweck der Gesellschaft (§ 1) zu erarbeiten und gegebenenfalls vorzuschlagen.

"Hallo Raucher" am Heimkehrerkreuz


Bitte an die Raucher am Heimkehrerkreuz 

Das schöne Fleckchen am Heimkehrerkreuz auf der Höhe oberhalb von Lantershofen und Ahrweiler ist ein beliebter Ausflugsrastpunkt und "Raucherecke" auch für viele regelmäßig dort hospitierende tägliche Dauergäste aus dem Dorf. Müll und Unrat waren früher einmal ein Problem, nach der Installation eines Müllbehälters ist es eigentlich recht sauber geworden, da die Überreste von Jugendlichen und Wandersleuten jetzt ordentlich dorthinein entsorgt werden. Dass regelmäßig Hundebesitzer ihre schwarzen, vorschriftsmäßig gesammelten Hinterlassenschaften jetzt hier deponieren, statt sie wie bisher zu Hause zu entsorgen, stinkt und ist weniger schön, beklagt auch die Bürgervereinigung, welche die Kreuzanlage pflegt und betreut. Unterstützung erhielt sie jetzt von Günter, der den mit Zigarettenkippen übersäten Boden vor den Bänken von denselben befreite. Die Kippen hat er in einer dicken Plastiktüte gesammelt und zur Anschauung für die Raucher mit einem handgeschriebenen Zettel versehen: "Hallo Ihr Raucher! Habe Eure Kippen gesammelt! Bitte mitnehmen und demnächst, Ihr wisst schon was ich meine. Ich wünsche Euch einen angenehmen Tag, mit netten Menschen. Günter."

Gesammelte Zigarettenkippen an der Bank am Heimkehrerkreuz. Fotos in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Der größte Steinblock ist aus der Bankmauer herausgerissen.

Vor vierzehn Tagen sollte ein landwirtschaftlicher Wasser-Tankwagen aus Bölingen Wasser für die Bewässerungsanlage der gerade neu angelegten Obstbäume unterhalb des Heimkehrerkreuzes auf dem Ahrweiler Berg liefern. Bei der Anfahrt an die neue Plantage nahm er den Bogen etwas zu großzügig und riss den dicksten Blockstein der Sitzbankanlage vor dem Kreuz aus der Vermauerung. Wann der Schaden beseitigt werden wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

Die Bürgervereinigung gratuliert Thomas Schaaf (70)


Werner Braun (links) und Erich Althammer (rechts) gratulieren Thomas Schaaf. Foto: Roland Schaaf.

26.10.2018. Anlässlich des 70. Geburtstags von Thomas Schaaf, einem langjährigen Mitglied der Bürgervereinigung Lantershofen und langjährigen ehemaligen Vorstandsmitglied, überbrachten die Vorstandsmitglieder Erich Althammer und Werner Braun im Namen des gesamten Vorstands der Vereinigung die herzlichsten Glückwünsche. Die Gratulanten überreichten dem Geburtstagskind ein kleines Präsent mit einer Flasche Schütz-Sekt und Motiv-Gläsern aus der Glasserie der Bürgervereinigung, welche alljährlich mit neuem Lantershofener Motiv auf der Familienwanderung der Bürgervereinigung ausgegeben werden.

Herzlichen Glückwunsch.

Zünftiges zur Halbkirmes bei den Bürgern


In Lantershofen feierten rund 150 Menschen Oktoberfest

Zünftig war es, deftig und gesellig, das Lantershofener Oktoberfest zur Ursulakirmes. Rund 150 Menschen waren der Einladung der örtlichen Bürgervereinigung in den Winzerverein gefolgt. Dort gab es deftige Haxen, Leberkäse oder Brezeln. Die Musikfreunde Lantershofen warteten mit stimmungsvollen Klängen, Alt und Jung feierten gemeinsam, oftmals in bayerische Trachten gehüllt. Die Gastgeber hatten den Saal dazu in den Landesfarben der Bayern dekoriert, Fahnen schmückten die Wände. An den Theken sorgten die Alten Herren des VfB Lantershofen für Getränke, die Frauen der Vorstandsmitglieder der Bürgervereinigung servierten die bajuwarischen Köstlichkeiten.

Eher weltlich geprägt sorgten Mario Fuchs und Hubertus Feist für aktive Unterhaltung. Acht Pärchen traten zum Wettkampf an. Da musste immer in Teamarbeit ein Slalom-Parcours auf dem Tretroller absolviert werden, da wurden Türme aus Pizza-Kartons und Plastikbechern errichtet und da ging es im Paar-Skilauf einmal durch den Saal. Damit alle Gäste die Gaudi verfolgen konnten, wurde alles auch noch auf eine Videowand übertragen. Bei allen Spielchen ging es auf Zeit und Fehlerfreiheit. Am Ende hatten Schützenkönig Matthias Schopp und sein Amtsvorgänger Markus Fabritius die beste Punktzahl und durften sich über den großen Wanderpokal freuen. Sie verwiesen Peter Großgarten und Dominik Knieps auf Platz zwei. Im Saal konnte sich schließlich jeder Gast über ein „Lantershofener Schnäpschen“ freuen, der Bürgervereins-Vorsitzende Erich Althammer und Geschäftsführer Leo Mattuscheck zogen mit der Eifelgeist-Flasche umher und gaben einen aus.

Halbkirmes und Oktoberfest im NEUEN Winzerverein


Beste Oktoberfest-Laune im Vorjahr im neuen Saal des Winzervereins. Foto: Dirk Unschuld.

Halbkirmes zu Ehren der heiligen Ursula in Lantershofen: schon seit vielen Jahren veranstaltet die Bürgervereinigung zu diesem Anlass ein Oktoberfest, dieses Mal am Samstag, 20. Oktober, ab 19:30 Uhr. Gefeiert wird im Saal des bajuwarisch blau-weiß dekorierten Lantershofener Winzervereins. Mit Hax´n vom Grill, Leberkäs und Radi sowie original Oktoberfestbier wird fürs leibliche Wohl bestens gesorgt. Die Musikfreunde Lantershofen begleiten den Abend musikalisch.

In diesem Jahr findet wieder ein lustiger und ebenso sportlicher Team-Mehrkampf um den Oktoberfest-Pokal statt. Dabei messen sich Teams von jeweils zwei Personen in originellen Geschicklichkeitsspielen. Interessenten für die Spiele melden sich bitte bis 20 Uhr am Festabend an. Der Saal ist ab 19 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt fünf Euro. Der Vorstand der Bürgervereinigung freut sich über zahlreiche Gäste, am liebsten in Oktoberfest-Tracht.

Gelebte Tradition seit 1928


Nach 90 Jahren ist die Lantershofener Kirmes immer noch hochaktuell

In Lantershofen wurde Lambertus-Kirmes gefeiert, in Verbindung mit dem Schützenfest gleich zwölf Tage lang. Eine Fülle öffentlicher und interner Termine und Festivitäten prägten das Fest, bei dem sich die Lantershofener so gerne selber zu feiern und zu inszenieren wissen. Wenn ihnen aber der Blick von außen bestätigt, dass ihr Treiben etwas ganz Besonderes ist, können sie sich umso mehr bestätigt fühlen. So geschehen am Montagmorgen: Landrat Jürgen Pföhler hatte seinen Beigeordneten Friedhelm Münch geschickt. Der Löhndorfer ist als Hüter örtlicher Traditionen bekannt und ließ sich vom Lantershofener Kirmesvirus anstecken. Im Winzerverein, wo zum internen Festkommers rund 250 Bürger, Junggesellen und Ehrengäste zusammenkamen, blühte er so richtig auf. „Hier passiert etwas, was in unserem Kreis, der vielerorts zur Schlafstätte geworden ist, nur noch selten passiert. Hier gibt es noch wertvolle Menschen, die am Dorfleben mitwirken, die Junggesellen-Schützen prägen den Ort in herausragender Form. Ohne Ihre Kirmes wäre Lantershofen ein ganzes Stück ärmer.“ Worte, die der Festversammlung runtergingen, wie Öl.

Sonntags mit dem Hochamt beginnt die Lambertuskirmes. Die Zelebranten sind (v.l.) Spiritual Prof. Dr. Josef Freitag, Regens Dr. Volker Malburg, Subregens Philip Peters und Pastor Norbert Klaes. Fotos und Bildunterschriften in diesem Bericht: Thomas Schaaf.
Ehrung der Gefallenen und Verstorbenen und Kranzniederlegung vor den Gedenktafeln für die Kriegs- und Zivilopfer der Weltkriege im Eingang der Lambertuskirche. 2. Offizier Andreas Franzen (l.) und 1. Offizier Tim Ley tragen den Kranz.

Überhaupt war der Festkommers weniger von Traditions-Phrasen, als von deutlichen Worten geprägt. Regens Volker Malburg vom Studienhaus St. Lambert entschuldigte sich dafür, die Festversammlung bei der morgendlichen Messe in zu viel Weihrauch gehüllt zu haben und suchte danach die Verbindung zwischen der Schwenkfahne der Junggesellen und der Dorfgemeinschaft. Malburg sprach vom Schwung, den es braucht, aber auch vom Augenmaß und von der Verantwortung der Fähnriche und denen, die die Fäden im Ort in der Hand halten. Die gelte es auch für die Zukunft zu finden, forderte der Hauptmann und Vorsitzende der veranstaltenden Junggesellen-Schützen, Johannes Schütz, die Festkommersgäste zur aktiven Mitgliederwerbung für die Junggesellen in ihren Familien auf.  Während Ortsvorsteher Leo Mattuscheck auf die anstehenden Feiern „1000 Lantesche Jahre“ mit einem bunten Veranstaltungsreigen hinwies, betonte der Grafschafter Bürgermeister Achim Juchem den Zusammenhalt, der den Ort präge: „Hier gibt es mehr Vereinsmitgliedschaften, als Einwohner.“ Der Festkommers war mehr denn je aber auch ein Rückblick auf die Traditionen der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus.“ Unter der Leitung des Hauptmanns‘ Großvater, Eduard Schütz, waren diese vor 90 Jahren ins Leben gerufen worden. Erich Althammer, der mit der Bürgervereinigung den Nachfolgern der ehemaligen Junggesellen vorsteht, verlas einen Aufruf von  Eduard Schütz aus dem Jahr 1951, im dem es um die Unterstützung der Junggesellen mit fünf Mark pro Unterzeichner ging. Er versprach die fortdauernde finanzielle Unterstützung der Junggesellen durch die Bürgervereinigung. Immerhin beschert das Fest den Junggesellen doch alljährlich ein finanzielles Minus von rund 6.000 Euro.

Den Festkommers im NEUEN Winzerverein eröffnet der Hauptmann der Junggesellen-Schützengesellschaft Johannes Schütz im Beisein von König Matthias Schopp und seines Vaters Eugen Schopp.
Peter-Josef Schütz (l.), der Hauptmann der Gesellschaft vor 30 Jahren, stiftet der Gesellschaft eine Kette für den Hauptmannsorden, auf der die Namen und Amtszeiten aller Hauptleute eingraviert sind. 1. Offizier Tim Ley präsentiert sie auf samtenem Tuch König Matthias Schopp (r.), Hauptmann Johannes Schütz (2.v.r.) und der Festgesellschaft.

Grußworte und Gratulationen waren zudem von den Vertretern der drei Ahrweiler Schützengesellschaften zu hören, musikalisch brachten das Junggesellen-eigene Tambourcorps und die Fanfarenbläser ihre Gratulationen an Schützenkönig Matthias Schopp und Silberjubilar Lothar Krämer zum Ausdruck. Schwenkfähnrich Markus Fabritius erhielt ebenso Ovationen, wie das Colonia Blasorchester, das musikalisch buchstäblich „auf jeden Pott einen Deckel“ hatte.

Im Rahmen des Festkommerses am Montag fanden zahlreiche Ehrungen statt. So gratulierte Hauptmann Johannes Schütz den Königsjubilaren Thomas Hergarten (König vor zehn Jahren), Karl-Heinz Schweinheim (20), Lothar Krämer (25), Helmut Kuttig (30) und Thomas Schaaf (40). Die aktuelle Majestät Matthias Schopp und Silberjubilar Lothar Krämer wurden mit Ehrenplaketten ausgezeichnet. Mati Jüris erhielt eine Urkunde für die 50-jährige Wiederkehr seiner Wahl zum Hauptmann, auch Michael Huff, der vor 25 Jahren Hauptmann wurde, erhielt eine solche Auszeichnung. Peter-Josef Schütz, Hauptmann vor 30 Jahren, stiftete der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft eine Kette für den Hauptmannsorden, auf die Namen und Amtszeiten aller bisherigen Hauptleute graviert wurden.

Geehrt wurden auf dem Festkommers (v.l.) König Matthias Schopp, Thomas Schaaf (40 Jahre), Helmut Kuttig (30), Karl-Heinz Schweinheim (20), Thomas Hergarten (10), Lothar Krämer (25). Hauptmann Johannes Schütz flankiert die Jubilare mit der neuen Kette für den Hauptmannsorden. Foto: Manfred Dünker.
Viel Silber und Gold auf froher Brust bei der Parade am Montag (v.l.): Matthias Schopp, Lothar Krämer, Lars Angsten, Peter Diewald, Jürgen Knieps, Lukas Knieps und Johannes Schütz.

Der Festkommers war nicht öffentlich, aber an den Nachmittagen verfolgten im Ort viele Zuschauer die Stechschritt-Paraden der Lantershofener Junggesellen-Schützen. Das Kirmeswochenende begann offiziell am Sonntagmorgen mit dem Hochamt, bei dem die Lantershofener Chöre die Lambertus-Messe sangen. Am Mittag zogen Junggesellen mitsamt Spielmannszug und Blasorchester auf, um die Majestäten zur feierlichen Festandacht in die Lambertus-Kirche zu geleiten. Vor der Kirche präsentierte sich die Gesellschaft dann dem Publikum. Die Fanfarenbläser traten auf, Fähnrich Fabritius schwenkte die Fahne zu Ehren der Majestäten. Schließlich paradierte die komplette Gesellschaft vor Hunderten von Schaulustigen drei Mal im Stechschritt an den Königen vorbei. Dem anschließenden großen Festzug folgte am Abend im voll besetzten Saal des Winzervereins der  Kirmesball mit der Band „De Fruende.“

Das Tambourcorps war früh am Montagmorgen auf den Beinen, um die Bevölkerung zu wecken. Dem Festgottesdienst folgte der Festkommers, ehe die Gesellschaft am Nachmittag erneut zu Fändelschwenken und Parade antrat. Am Abend fand schließlich der Königsball im Saal statt. Mit einem Trinkzug als Dank der Bevölkerung an die Junggesellen und einer Tanzveranstaltung endete am Dienstag die Lantershofener Lambertus-Kirmes.

Paraden und Bälle zur Lambertus-Kirmes


Kirmessonntag im Jahr 2003: Mario Fuchs (2.v.l.) ist Schützenkönig mit seinen Begleitern Jörg Bender (l.) und Tibor Bender (2.v.r.). Thomas Schaaf ist Silberjubilar mit seinen Begleitern Willi Bach und Karl-Josef Scholl (hinter den Majestäten). Angeführt wird die Junggesellen-Schützengesellschaft von Hauptmann Bernd Knieps (r.). Foto: Manfred Dünker.

Traditionsreiches Patronatsfest beginnt offiziell am Sonntag

Zu Ehren des heiligen Lambertus, des Schutzpatrons der Lantershofener Kirche, findet alljährlich am dritten Septemberwochenende die traditionelle Kirmes als Höhepunkt der Feierlichkeiten in Lantershofen statt. Die Kirmes ist dank Schaustellern ein Fest für Menschen jeden Alters. Offizieller Start ist dabei am kommenden Sonntag, 16. September mit dem Festhochamt. Gefeiert wird dann bis Dienstag.

Zur lockeren Einstimmung auf die Kirmes wird dem neuen Schützenkönig aber schon am Samstag, 15. September, vom Tambourcorps ein Ständchen dargeboten und anschließend im Lantershofener Winzerverein ein geselliger Abend, für jedermann zugänglich, verbracht. Es folgen Tage mit üppigem Programm. Am Kirmessonntag wird zunächst ab 9:30 Uhr das Festhochamt gefeiert. Mittags öffnen die Schausteller rund um den Winzerverein ihre Geschäfte. Dafür wird die Winzerstraße von Freitag bis einschließlich Dienstag für den Durchgangsverkehr gesperrt. Am Sonntag findet dann um 15:30 Uhr die Festandacht in der Lambertuskirche statt, an die sich nahe der Kirche ein Platzkonzert mit Fähndelschwenken, Stechschritt-Paraden und einem anschließenden Festzug durch den Ort anschließt. Um 20 Uhr beginnt im Saal des Winzervereins der Kirmesball, zu dem in diesem Jahr die Band „De Fruende“ aufspielt. Hier machen die Veranstalter gerne deutlich, dass die Tanzveranstaltungen öffentlich und für jedermann zugänglich sind. Im Rahmen der Kirmes findet lediglich der Festkommers am Montagmorgen nur für geladene Gäste statt.

Besagter Kirmesmontag wird in aller Frühe mit dem „Wecken“ durch das Tambourcorps eingeläutet, bevor um 8 Uhr der Festgottesdienst beginnt. Im Anschluss an diesen finden vor der Kirche die Gefallenenehrung sowie ein Platzkonzert und das Fähndelschwenken statt. Der anschließende Festkommers zu Ehren der Majestät ist Junggesellen, Brötchesmädche und Mitgliedern der Bürgervereinigung sowie Ehrengästen vorbehalten. Das Kirmestreiben der Schausteller beginnt wie am Vortag um die Mittagszeit. Am Nachmittag gegen 16:30 Uhr sind dann nahe der Lambertuskirche erneut die Stechschrittparade samt Platzkonzert, Fähndelschwenken und Festzug zu erleben. Zum Abschluss des Tages spielt beim Königsball, zu dem die Gesellschaft uniformiert erscheint, erneut die Tanzband „De Fruende“ um 20 Uhr im Winzerverein auf.

Am Kirmesdienstag beginnt der Trinkzug, bei dem sich die Dorfbevölkerung bei den Junggesellen für die Ausrichtung der Kirmes bedankt, um 14 Uhr und findet sein Ende in den Abendstunden im Saal des Winzervereins. Dort klingt die Lambertuskirmes bei Tanz und Musik aus.

Bürger unterstützen Junggesellen-Schützen


Gut besuchte Mitgliederversammlung der Bürgervereinigung. Foto: Thomas Schaaf.

3.000 Euro für neue Uniformen – Bürgerversammlung bereitete Vorstandswahlen vor

Traditionell fand am Vorabend des Lantershofener Schützenfestes die Mitgliederversammlung der Bürgervereinigung statt. 75 der rund 270 ausschließlich männlichen Mitglieder waren dazu in den Winzerverein gekommen, wo der Vorsitzende Erich Althammer begrüßte. Schriftführer Harald Hess wies in seinem Jahresrückblick auf die vielfältigen Tätigkeiten des Vereins im Jahresrund hin, die im abgelaufenen Jahr von starkem Zuspruch vor allem beim Oktoberfest zur Ursula-Kirmes und bei der Bürgerwanderung im Mai geprägt waren. Schützenfest, Kirmes, Weihnachtsbaum, Winzerverein oder Seniorenfahrt, vieles im örtlichen Geschehen wird von den Bürgern aktiv begleitet. Finanziell bilanzierte Geschäftsführer Leo Mattuscheck ein Jahresminus von knapp 1.000 Euro, aber auch eine immer noch üppig gefüllte Kasse, deren ordnungsgemäße Führung Hubertus Gussone und Dieter Seiwerth bestätigten. Die beiden Kassenprüfer wurden fürs kommende Jahr wiedergewählt. Zu einer Entlastung des Vorstands wird es erst im kommenden Jahr kommen, wenn die dreijährige Amtszeit abgelaufen und ein neuer Vorstand im Amt ist. Dieser wurde bei der Bürgerversammlung aber nicht gewählt, die Satzung sieht eine eigene, Vorstands gebende Versammlung vor. Wahlberechtigt sind dann neben dem aktuellen Vorstand nur die ehemaligen Hauptleute der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft, alle Junggesellen-Schützenkönige, die bereits ihr Silberjubiläum gefeiert haben sowie zehn von der Bürgerversammlung festgelegte Wahlmänner aus dem Kreis der weiteren Mitglieder. Zu diesen bestimmte das Gremium am Samstag Christian Dünker, Dirk Unschuld, Stefan Dünker, Roland Schaaf, Simon Schaaf, Martin Dünker, Marco Schmidt, Klaus Kuttig, Wolfgang Kanter und Rainer Böhm. Die Vorstandswahlen wurden auf Freitag, 16. November, terminiert.

Nach den durchzuführenden Vereinsregularien und einem kräftigen Imbiss referierte Horst-Peter Kujath auf der Bürgerversammlung umfassend über die Planungen zur Feier „1000 Lantesche Jahre“ im Jahr 2019. Aus den Reihen der Mitglieder wurde dabei die zurückhaltende Aktivität der Bürger bei den Planungen zum anstehenden Jubiläum kritisiert. „Wenn man uns anspricht, werden wir mitmachen“, sagte der Vorsitzende Erich Althammer zu. Im Punkt „Verschiedenes“ berichtete Johannes Schütz, der Hauptmann und Vorsitzende der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“, deren Unterstützung Vereinszweck der Bürgervereinigung ist, über das aktuelle Geschehen bei den derzeit 68 Junggesellen. Schütz dankte der Bürgervereinigung für die Bereitstellung von 3.000 Euro zur Anschaffung neuer Uniformen, forderte im gleichen Zug aber sowohl weitere Unterstützung, vor allem aber die Begegnung zwischen Bürgern und Junggesellen „auf Augenhöhe“, die man zuletzt vermisst habe, an. Schütz machte den Bürger noch einmal deutlich, dass alleine die üppig und traditionell gefeierte Lambertus-Kirmes den Junggesellen jährlich ein Minus von rund 6.000 Euro beschere, für deren Deckung man das ganze Jahr über tätig sei. Zum Ende der Versammlung blieb es Erich Althammer vorbehalten, den Mitgliedern gerne wieder den „Dresscode“ für die anstehende Kirmes mit auf den Nachhauseweg zu geben: schwarzer Anzug, weißes Hemd, silberne Krawatte und Zylinder.